DBC Pierre Jesus von Texas

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Inhaltsangabe zu „Jesus von Texas“ von DBC Pierre

"Wütend wie ein Song von Eminem und witzig wie ein Film von Tarantino." Bayerischer Rundfunk Vernon Little sitzt im städtischen Gefängnis von Martirio, der "Barbecuesaucen-Hauptstadt von Texas". Er hat ein ernsthaftes Problem: Sein Kumpel Jesus hat soeben 16 Klassenkameraden ins Jenseits befördert und sich anschließend selbst erschossen. Auf Vernon konzentrieren sich nun die gesamten Rachegelüste der Stadt und die Sensationsgier der Medien. Ausgezeichnet mit dem renommierten Booker-Preis, bejubelt von der Kritik, wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste - eine literarische Sensation. "Raffinierter und treffsicherer als Michael Moore. Wir schwören, etwas Besseres hat man lange nicht gelesen." AMICA "Die böseste und beste Satire auf Amerika." Die Welt "Ein perfektes Buch." Literaturen

DBC Pierres Debütroman ist die Adaption einer modernen Hexenjagd. Eine klare und deutliche Leseeempfehlung!

— Nespavanje
Nespavanje

Wann kommt endlich die überfällige Verfilmung?

— Holden
Holden

Wow.

— HenrikeSpohr
HenrikeSpohr

Stilistisch grauenhaft. Da hilft die ganze in den Sprachniederungen verhaftete Authentizität auch nichts. Abgebrochen.

— thursdaynext
thursdaynext

Sehr skurril und außergewöhnlich - und dabei immer spannend und amüsant.

— Saari
Saari

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  • Hexenjagd auf texanisch

    Jesus von Texas
    Nespavanje

    Nespavanje

    03. April 2016 um 19:30

    Der Hauptprotagonist – Vernon (God) Little – zeitgleich auch der Titel der englischen Originalausgabe, ist umgangssprachlich ausgedrückt im Arsch. Sein bester Freund, Jesus Navarro, hat gerade 16 Klassenkameraden und danach sich selbst erschossen und Vernon ist der einzige der davon gekommen ist. Von Anfang an wird er der Mittäterschaft beschuldigt und kann sich kaum gegen die ständigen Anfeindungen aus der Gesellschaft und seinem Umfeld erwehren. Er flüchtet aus der Polizeidienststelle nach Hause und eine unerbittliche Hexenjagd beginnt. Jesus von Texas ist mein zweiter Roman von DBC Pierre den ich gelesen habe und es ist zeitgleich auch sein Debütroman, mit dem er auch im Jahr 2003 den Manbookerprize gewonnen hat. Der Schriftsteller, der eigentlich Peter Warren Finley heißt, und dessen ersten drei Buchstaben seines Pseudonyms (DBC) für – dirty but clean – steht, zeigt uns in diesem Roman die Absurdität einer ungerechten Welt auf, und laut einem Interview, man mag es kaum glauben, hat er die Geschichte in nur fünf Wochen fertig geschrieben. Der erste Roman, den ich von ihm gelesen habe ist – Das Buch Gabriel-, oder - Licht aus im Wunderhaus -, je nachdem welche Ausgabe man vor sich hat. Die gebundene Variante ist im Eichborn Verlag erschienen, das Taschenbuch im Aufbauverlag und beide haben unterschiedliche Titel. Letzteres hält sich an den englischen Originaltitel und hat bei der Leserschaft, die dem Schriftsteller sehr angetan sind, für Verwirrung gesorgt. Im schlimmsten Fall, so wie bei mir, hab ich nun diesen Roman doppelt zu Hause, weil ich davon ausgegangen bin, unterschiedliche Romane von DBC Pierre zu haben. Aber bevor ich zu sehr abschweife, zurück zum eigentlichen Thema: Der Rezension von – Jesus von Texas: Die Geschichte spielt, wie der deutsche Titel bereits verrät, in Texas und hierzulande wird man wahrscheinlich zuerst an reiche Ölmagnaten und an einem bestimmten Gouverneur denken, der später einmal Präsident der Vereinigten Staaten wurde, und weniger an Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben und deren einziger scheinbarer Lebensmittelpunkt Gier, Missgunst und Neid ist. Der als wütende Satire gehandelte Roman verliert durch die Übersetzung ins Deutsche, leider in den Dialogen an Esprit und eben an Humor. Sprache als Indikator – in der Übersetzung leider verloren gegangen, man kann es aber trotzdem erahnen welch außergewöhnliche Sprachbegabung der Schriftsteller hat. Wenn möglich sollte man diese Geschichte in der Originalsprache lesen. Trotz der Kritik, ziehe ich den Hut vor jenen Menschen die den Beruf als Übersetzer nachgehen. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht gerade einfach ist, den texanischen Slang, diese typische Umgangssprache, in ein rundes Deutsch zu übersetzten. Man fiebert nun mit Vernon mit, ist von seiner Unschuld genauso überzeugt wie auch von seiner Naivität. Dabei wird er immer wieder mit der oben bereits genannten Ungerechtigkeit konfrontiert und muss, als Teil seines Erwachsenwerdens, eben lernen damit klarzukommen. Gerade im englischen werden „Coming of Age Romane" gerne mit einem bestimmten Buch verglichen. Mir fällt es schwer mit nun ebenfalls einen Vergleich zu ziehen, und eigentlich mag ich es gar nicht erwähnen, denn ich hab zwar – Der Fänger im Roggen – gelesen, aber nicht für so sonderlich interessant befunden und schneidet für mich eher mittelmäßig ab. Auch wenn ich erst zwei Romane von dem wirklich genialen Schriftsteller gelesen habe, finde ich seinen Stil sehr gut, er hält den Leser bei Stange und treibt einem gekonnt zu einem Höhepunkt und dem Ende zu. Die Gesellschaftskritik und der Hang Underdogs, als Hauptprotagonisten einzusetzen, gefällt mir ebenfalls sehr gut. Was mir zudem imponiert hat war, dass ein Bühnenstück von Vernon God Little produziert wurde und die Filmrechte von Regisseur Bernd Eichinger gekauft worden sind. Laut Zeitungsberichten, soll seine Witwe Katja Hofmann mit niemand geringerem als Werner Herzog nun den Film produzieren. Wer nun noch nichts von DBC Pierre gelesen hat, dem kann ich seinen Debütroman wärmstens empfehlen, spätestens wenn er im Kino zu sehen ist, sollte man aber ihn gelesen haben. .

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  • Rezension zu "Jesus von Texas" von DBC Pierre

    Jesus von Texas
    Holden

    Holden

    02. January 2011 um 15:58

    Dirty but clean Pierres Debütroman, eine tolle Mediensatire genauso wie eine böse Beschreibung der amerikanischen Gesellschaft und eine Analyse des Ablaufs von Schulamokläufen. Sehr gelungen.

  • Rezension zu "Jesus von Texas" von DBC Pierre

    Jesus von Texas
    elin

    elin

    17. October 2010 um 14:00

    Vernon hat eigentlich nichts falsch gemacht, das Problem ist nur, er ist Jesus bester Freund und der hat gerade einen Amoklauf an seiner Schule verübt und sich anschließend einen Kugel in den Kopf gejagt. Veron scheint anfangs recht unbeteiligt, weil er alles verdrängt und von sich schiebt, er hat ja eigentlich auch ansonsten genügend Probleme: Seine Mutter, die sich mit ihrer Armut nicht abfindet und Geschichten erfindet und den toten, verschwundenen Vater und die Waffe seines Vaters, mit der er und Jesus immer gespielt haben und die noch versteckt in der Gegend liegt. Als die beste Freundin seiner Mutter ihn aus dem Verhör bei der Polizei nimmt, um ihm etwas zu essen zu besorgen, ist das eigentlich schon kein guter Anfang. Der übereifrige Reporter, der alles tun würde, um auf der Karriereleiter nach oben zu kommen und sich mit seiner Mutter einlässt (von so einen unsymphatischen Kerl hab ich schon lange nicht mehr gehört und dennoch lieben alle ihn, außer Vernon) ist dabei aber eigentlich der Initiator, um Vernon immer schlechter dastehen zu lassen. Als es scheint, als einfach alles nur schieflaufen, beschließt der Junge nach Mexiko abzuhauen, nur um auf dem Weg bei seiner geheimen Liebe in Houston aufzutauchen. Dann, in Mexiko, scheint eigentlich alles ganz gut zu laufen, bis er verraten wird. Es ist ein Buch über die Medien und wie viel Macht sie über den einzelnen Menschen haben, wie machtbesessen manche Menschen sind und wie abhängig. Ein guter Gesellschaftsüberblick mit all den kranken Menschen dieser Welt. Während es in der Mitte etwas schleppend vorangeht, habe ich den letzten Teil, in dem Vernon seine Verhandlung hat und im Gefängnis sitzt, eigentlich ununterbrochen durchgeheult. Dabei schreibt er nicht einmal sehr emotional, es ist nur aus so einer Distanz geschrieben, dass ich einfach nicht anders konnte. Er bekommt übrigens die Todesstrafe durch Injektion. Ein 17jähriger Junge, der nichts getan hat. In Amerika ist ja alles möglich!

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  • Rezension zu "Jesus von Texas" von DBC Pierre

    Jesus von Texas
    lilalu

    lilalu

    22. August 2009 um 23:50

    Ein gutes Buch... An manchen Stellen wie über die Personen geschrieben wurde, mußte ich lachen.. Das war ein guter Kauf..

  • Rezension zu "Jesus von Texas" von DBC Pierre

    Jesus von Texas
    nuuttipukki

    nuuttipukki

    13. April 2009 um 22:56

    Mag sein, dass dies kein schlechtes Buch ist. Die Übersetzung aber ist furchtbar. Zum Beispiel: Wenn polar bears mit Polarbären übersetzt werden, lässt das mich das Buch in Ecke werden.

  • Rezension zu "Jesus von Texas" von DBC Pierre

    Jesus von Texas
    blutrot

    blutrot

    06. April 2009 um 00:05

    Tolles Buch!
    Sehr aufregender und eigener Schreibstil und eine spannende Geschichte über einen Jungen der sich durch eine skurrile und korrupte Welt drängen muss,zwischen Schuldzuweisungen,Knast und Flucht.
    Zum Ende hin,wird die Geschichte etwas zäh und der Schreibstil sackt ab,aber das Ende ist dann wieder überraschend und spannend.
    Sehr empfehlenswert!

  • Rezension zu "Jesus von Texas" von DBC Pierre

    Jesus von Texas
    RiffRaff

    RiffRaff

    22. March 2009 um 09:46

    Zuerst war es anstrengend und doch spannend. Die Leute in dem Buch machten mich wahnsinnig, aber ich konnte doch nicht aufhören zu lesen. Ein Junge der verdächtigt wird ein Massaker in seiner Schule angerichtet zu haben und dann ene Art Speißrutenlauf absolvieren muss. Seine Gegner: Die Polizei, die ihm das Wort im Mund herumdreht und vorallem seine eigene Mutter. Als er es endlich schafft nach mexiko zu fliehen, kommt auch noch das Mädchen, in das er verliebt ist und verrät ihn. Nicht zu vergessen, der mediengeile Freund der Mutter. All das zusammen macht ein fantastisches Buch aus. Auch wenn man es immer wieder gegen die Wand schmeißen will, lohnt es sich doch, es bis zum Ende durchzulesen!!!

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  • Rezension zu "Jesus von Texas" von DBC Pierre

    Jesus von Texas
    Marcellus

    Marcellus

    23. September 2008 um 17:14

    "Dirty But Clean Pierre" hat ein schnelles, böses, tolles und nicht zuletzt unglaublich amüsantes Buch über "sein" Amerika geschrieben. Seine Sichtweise ist wohl etwas subjektiv, kein Wunder bei DBC, der es geschafft hat "von seinem Nachbar in Mexiko-Stadt angeschossen zu werden, Schulden in Höhe von 100.000 Dollar anzuhäufen, drogen- und spielsüchtig zu werden und eine Reihe Frauen zu hintergehen", wie uns der Klappentext erklärt. Ob das nun stimmt oder einfach einen Hype um den Autor anheizen sollte kann dem Leser egal sein, denn die Geschichte von "Vernon God Little" hat zurecht den britischen Booker-Price 2003 abgesahnt. Lesen!

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  • Rezension zu "Jesus von Texas" von DBC Pierre

    Jesus von Texas
    EvilTikiGod

    EvilTikiGod

    17. August 2008 um 18:18

    Als Tatverdächtiger eines Schulmassakers wird Vernon Litte zur Zielscheibe der amerikanischen Medien und es beginnt eine regelrechte Hexenjagd. Derart in die Ecke gedrängt entschließt er sich zur Flucht nach Mexiko. Doch auch auf diesem Weg erwarten ihn einige Schwierigkeiten. Ein spannendes und amüsantes Buch, das zudem noch medien- und gesellschaftskritisch ist. Empfehlenswert!