Die Serie „Big Ideas simply explained“ versucht sich daran, wichtige Themen für den Normalmenschen verständlich darzustellen. Neben Büchern über Soziologie, Philosophie oder Shakespeare hat man sich auch des weltberühmten Detektivs Sherlock Holmes angenommen.
Das Buch ist so aufgebaut, dass es zunächst eine Einleitung gibt, wo der Autor Sir Arthur Conan Doyle sowie die wichtigsten Figuren aus dem Holmes-Kosmos, neben dem Detektiv und seinen Assistenten Dr. Watson sind dies sein Widersacher Professor Moriarty und Inspector Lestrade von Scotland Yard, behandelt werden.
Darauf folgt eine chronologische Abhandlung des gesamten Kanons. Jede einzelne Holmes-Erzählung darunter auch die vier Romane, werden besprochen. Es gibt eine detaillierte Zusammenfassung der Handlung, außerdem werden die wichtigsten in der Geschichte vorkommenden Figuren porträtiert. Conan Doyles Inspirationsquelle, die Besonderheit der jeweiligen Story und der Schauplatz der Handlung werden beleuchtet aber auch auf etwaige historische oder soziale Relevanz der Werke wird eingegangen.
Diese Ausführlichkeit ist auch die große Stärke dieses Bandes. Wodurch es sich sowohl für Einsteiger als auch für Fans eignet. Wenn man sich für eine bestimmte Kurzgeschichte interessiert kann man also einfach zur passenden Stelle blättern und dort z.B die Handlung von „Die Gloria Scott“ nachlesen und erfahren, welche Elemente diese Geschichte interessant machen.
Das Buch enthält zahlreiche Fotos, Zeichnungen, aber auch Diagramme, welche den Aufbau einzelner Geschichten noch einmal auf prägnante Wise zusammenfassen.
Abgerundet wird das Ganze schließlich durch Beiträge zur viktorianischen Welt, der Kunst der Deduktion, über die forensische Wissenschaft und Sherlock Holmes‘ Stellung in der Gesellschaft. Am Ende schließlich folgt ein Teil, welcher sich mit den Bühnen-und Filmadaptionen sowie den Pastiches, den von anderen Autoren als Doyle verfassten Sherlock-Holmes-Geschichten, beschäftigt. Letzterer Abschnitt kann natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, so werden nur einige wichtigere Werke genannt, alles andere hätte den Rahmen eines einzelnen Buches gesprengt.
Eine bessere Einführung in das Thema Sherlock Holmes kann man sich kaum wünschen.






