Zeuge des Spiels

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Positiv (10):
StephaniePs avatar

Ein etwas anderer Thriller, der unglaublich fesselnd und mitreißend ist

Kritisch (1):
Z

Beginnt gut, endet aber sehr unglaubwürdig

Alle 13 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Zeuge des Spiels"

Nach dem unaufgeklärten Mord an seiner Frau hat sich der ehemalige Psychiater Aron Mulder in sein Ferienhaus zurückgezogen. Die Gerüchte, er sei in den Mordfall involviert, vertreiben die Patienten und auch seinen Sohn Alexander, der nach New Orleans gezogen ist und einen anderen Namen angenommen hat. Als Alexander jedoch verdächtigt wird, seine Freundin Nathalie Underwood in den Sümpfen von Louisiana ermordet zu haben, beschließt Aron, in die USA zu fliegen und seinem Sohn, von dem er seit Jahren nichts mehr gehört hat, zu helfen.
Im Mordfall Underwood ermittelt die Polizistin Hanna Vincennes, die von ihren Vorgesetzten und den Medien zunehmend unter Druck gesetzt wird. Je mehr Antworten sie findet, desto größer werden ihre Zweifel an der offiziellen Version.
Was hat dieser Mordfall mit dem Mord an Arons Frau zu tun? Und gelingt es Aron, die Unschuld seines Sohnes zu beweisen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783895612084
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Schöffling
Erscheinungsdatum:07.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Jeanette_Lubes avatar
    Jeanette_Lubevor 2 Monaten
    Aufregend und spannend

    Dieser Thriller erschien 2018 im Verlag Schöffling & Co. und beinhaltet 301 Seiten.
    Nathalie Underwood wird ermordet aufgefunden. Doch wer hat sie ermordet? Ob es ihr Freund Alexander war, dessen Mutter unter ähnlich ungeklärten Umständen ums Leben kam? Oder gar einer seiner Kommilitonen? Oder war es ihr strenggläubiger Vater? Hanna Vincennes, Polizistin, vertieft sich in Nathalies Leben und erhält Antworten, die mit den Ermittlungen ihrer Vorgesetzten kaum übereinstimmen. Vater und Sohn sehen sich hilflos denselben Vorwürfen gegenüber ausgesetzt und Aron versucht, seinem Sohn, zu helfen. Doch ob ihm das gelingt? Ein wirklich super konstruierter Thriller über ein perfektes Verbrechen.
    Den Brüdern Daan und Thomas Heerma van Voss ist hier ein spannender und aufregender Thriller gelungen. Der Schreibstil ist flüssig. Dieser Thriller ist spannend und aufregend von der ersten bis zur letzten Seite. Man erfährt sehr viel über die Personen, die Tat an sich erscheint wohl nicht so wichtig wie das Leben und die Gedanken sowie die Motive der Protagonisten. Am Ende ist man als Leser etwas verwirrt, weil das Ende offen bleibt.
    Auf jeden Fall würde ich diesen Thriller weiter empfehlen, wenn er auch nicht zu 100 Prozent meinen Nerv getroffen hat.

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    Gulans avatar
    Gulanvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ambitionierter Thriller, ordentlich, aber nicht völlig überzeugend. Die Konstruktion hat m.E. Schwächen, von wegen perfektes Verbrechen.
    Unter Anklage.

    Die Leute glauben, dass ein Mord nur eine Tat ist. Das ist ein Irrtum. Mord ist in erster Linie ein Gedanke. Ein Gedanke, den man anfangs noch von sich weist. Was man aber auch tun mag, der Gedanke wird immer zu einem zurückfinden, es ist die permanente Einflüsterung von etwas Sublimem. Täglich werden Hunderte Mörder geboren, sie warten auf den einen überspringenden Funken. (Auszug Seite 115)

    Während der Feiern am Mardi Gras wird in den Sümpfen vor New Orleans die junge Natalie Underwood brutal ermordet. Ein Fall mit hoher öffentlicher Aufmerksamkeit. An die Spitze der Verdächtigen rückt schnell der Freund der Toten, der Niederländer Alexander van Zandt. Hat er aus Eifersucht gemordet? Die Ermittlerin Hanna Vincennes bleibt skeptisch, doch als sich viele Indizien auf van Zandt verdichten, wird Anklage erhoben.

    Da wird Aron Mulder, der Vater des Angeklagten, auf den Fall aufmerksam. Er lebt seit einigen Jahren in einer Feriensiedlung, hat sich dort regelrecht verkrochen. Vor fünf Jahren wurde seine Frau Nora ermordet, der Fall wurde nie aufgeklärt, Aron war sogar selbst kurzzeitig festgenommen worden. Nach seiner Freilassung war sein altes Leben vorbei, sein Sohn Alexander reiste in die USA aus und brach jeglichen Kontakt zu seinem Vater ab. Nun ist sein Sohn in Haft, in der gleichen Situation wie er damals. Aron reist in die Staaten, fest entschlossen, seinen Sohn vor der Verurteilung zu bewahren. Doch in New Orleans gibt es jemanden, der alles daran setzt, dass Alexander verurteilt wird.

    Die beiden Brüder Daan & Thomas Heerma van Voss sind in ihrer Heimat Niederlande bereits seit einigen Jahren etablierte Autoren. Von Thomas erschien bereits der 2013 im Original veröffentlichte Roman Stern geht in deutscher Übersetzung (ebenfalls bei Schöffling), von Daan erscheint Ende 2018 Abels letzter Krieg (bei dtv). 2015 taten sich beide Brüder erstmals zusammen und veröffentlichten diesen literarischen Thriller (mit dem Titel „Ultimatum“ im Original).

    Zeuge des Spiels beginnt mit der Schilderung des brutalen Mordes an Natalie Underwood und führt anschließend mit Detective Hanna Vincennes und Aron Mulder die beiden Protoganisten ein. Die Autoren erzählen im Folgenden die Geschichte im Wesentlichen aus diesen beiden Perspektiven. Der Spannungsbogen flacht nach dem Start allerdings merklich ab und steigt dann wieder erst langsam an. Die Identität des Mörders bleibt offen, es kristallisieren sich mehrere Verdächtige heraus, für die Polizei vor allem Alexander van Zandt, der sich zunächst sogar einer Befragung durch Flucht entzieht. Dennoch hat man als Leser schnell Zweifel an der Täterschaft van Zandts (genährt auch durch die Polizistin Hanna), doch ausschließen kann man ihn nicht. Weitere Fahrt nimmt die Story auf, als Aron in New Orleans einen Privatermittler auf den Mord ansetzt.

    Großen Reiz erfährt dieser Roman aus der Konstellation zwischen Vater und Sohn, die beide eines Mordes (zu Unrecht?) beschuldigt werden oder wurden. Dieses nach dem Tod der Mutter/der Ehefrau zerrüttete Vater-Sohn-Verhältnis wird von den Autoren überzeugend in Szene gesetzt. Der eine flieht in die Staaten, lässt seinen Namen ändern und die Heimat hinter sich, der andere verkauft Haus und Hof, zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück (die ihm immer noch zurückhaltend begegnet, der Mörder seiner Frau ist schließlich noch nicht gefasst) und findet selbst über eine neue Beziehung nur langsam wieder Antrieb.

    Der Plot ist durchaus reizvoll, Suspense vorhanden, die Figurenkonstellation interessant. Dennoch ist bei mir der Funke nicht komplett übergesprungen. Das liegt zum einen an der aus meiner Sicht langweiligen zweiten Hauptfigur Hanna Vincennes. Die Polizistin, die sich eigentlich nach einem Burnout in den Innendienst versetzen lassen will, bekommt hier ihren vermutlich letzten großen Fall auf den Tisch. Zunächst auch durchaus engagiert und mit Zweifeln, ob es von ihren Vorgesetzten richtig ist, van Zandt so schnell als Mörder anzuklagen, macht sie einfach zu viele Fehler in ihren Ermittlungen und erweist sich zu schnell in diesem Spiel (und dazu wird es tatsächlich) als eindeutig Unterlegene. Zum anderen bin ich mit dem Plot an einigen Stellen einfach unzufrieden, insbesondere wenn der Klappentext mit dem Begriff des „perfekten Verbrechens“ spielt. Das war es aus meiner Sicht nämlich nicht, mehr darf ich aber auch nicht sagen, ohne zu spoilern. Aber es trübt halt meinen Gesamteindruck dieses ambitionierten Thrillers.

    Kommentare: 3
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    E
    Esther1507vor 2 Monaten
    Topspannung aus verschiedenen Perspektiven

    Aron Mulder reist nach New Orleans, als er im Fernsehen mitbekommt, dass sein Sohn für den Mord an seiner Freundin angeklagt wird. Alexander selbst ist 5 Jahre zuvor ausgewandert, die beiden hatten seither keinen Kontakt zueinander. Grund für die jähe Abreise damals war der unaufgeklärte Mord an Alexanders Mutter, für den er, wie sich später herausstellt, seinen Vater verantwortlich macht.
    Aron macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder, er ist davon überzeugt, dass sein Sohn es nicht gewesen sein kann. Mit dem Privatdetektiv OHara findet er einiges heraus. Gleichzeitig ermittelt die amerikanische Komissarin Hanna in dem Fall, auch sie zweifelt an Alexanders Schuld, doch für die Öffentlichkeit ist er der Mörder.

    Das Buch erzählt aus verschiedenen Perspektiven die Aufklärung des Mordes an Nathalie, wobei auch immer wieder Parallelen zum Mord vor 5 Jahren auftreten. Obwohl man nicht weiß, wer der echte Mörder ist, kommt auch dieser immer wieder zu Wort, sodass der Titel "Zeuge des Spiels" absolut Sinn ergibt, der Leser wird zum allumfassenden Zeugen aller Taten und Gedankengänge. Bis zur Aufklärung fiebert man mit, will den Täter identifizieren und gleichzeitig aufschreien bei diesem aufkommenden Justizirrtum.
    Das Buch ist aber nicht nur ein Krimi auf höchstem Spannungsniveau, es zeigt auch, wie schnell Massen sich von öffentlichen Meinungen beeinflussen lassen können. Steht einmal ein Mörder fest, ist dieser in den Köpfen der Leute schuldig, Zweifel wird nicht zugelassen. Selbst innerhalb des Polizeiapparates wird Hanna, die nach dem zweiten Mord Beweise an der Unschuld Alexanders aufweisen kann, in ihrer Ermittlung kalt gestellt. Das Wort "Wahrheit" wird hier für die Leute nicht als das definiert, was wirklich passiert ist, sondern als das, was den Leuten die Zweifel und Ängste nimmt.
    Dieses Buch einen einfachen Thriller oder Kirmi zu nennen, würde der Handlung in keinster Weise gerecht werden. Es ist viel mehr auch ein perfides Gedankenspiel voller Zweifel, Ängste, Überzeugungen.
    Unbedingt Lesen!

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    Bluesky_13s avatar
    Bluesky_13vor 2 Monaten
    Für ein Geheimnis muss Nathalie sterben

    INHALT

    Es ist am 4. März, es war Faschingsdienstag als um kurz nach 23.00 Uhr Nathalie an die Bar von Cafe du Monde kam.

    Sie wirkte unruhig und als ihr jemand die Hand auf die Schulter legt, erstarrt sie im ersten Moment. Sie steigt auch zu ihm ins Auto, doch schon bald merkt sie, das dies ein Fehler war. Sie hatten so viele Vereinbarungen und an keine hielt er sich.


    Die Frau des Psychiaters Aron Mulder wurde vor Jahren ermordet und er wurde verdächtigt. Von da an zieht sich Aron zurück und sein Sohn Alexander zieht nach New Orleans und fängt ein neues Leben an.

    Als dort dann Nathalie, die Freundin von seinem Sohn Alexander ermordet wird, hilft er seinem Sohn.


    MEINE MEINUNG

    Dieses Buch geht sehr spannend los und lässt im Geschehen sehr viel Raum für Spekulationen. Die beiden Autoren haben gleich zu Beginn eine hohe Spannung angesetzt.


    Es geht um etwas, was wohl schon länger zurückliegt. Geheimnisse, die auch eben diese bleiben sollen. Es muss ja schon ein schreckliches Geheimnis sein, das man dafür sogar über Leichen geht um es zu schützen.


    In diesem Werk geschieht ein Mord und ausgerechnet der Freund des Opfers wird verdächtigt, Alexander van Zandt.

    Jetzt geschieht ihm also dasselbe wie vor einigen Jahren seinem Vater. Auch dessen Frau wurde ermordet und auch er wurde verdächtigt.


    Die Ermittlungen liegen nun in den Händen von Hanna. Eigentlich wollte sie ja kürzer treten bei der Polizei. Doch nun ist sie ausgerechnet bei diesem Fall die Chefermittlerin und sie will ihren Job gut machen. Sie setzt alles daran um den Mörder zu finden.

    Die Autoren beleuchten hier auch die Leben der Protagonisten und so lernen wir die einzelnen Personen besser kennen.


    Die Spannung nimmt deutlich zu, als man das Leben von Nathalie besser kennenlernt. Was hatte die junge Frau denn alles zu verbergen.

    Die Polizistin Hanna und auch der Vater von Alexander wollen den Mörder finden.

    Es wird hier mit der Zeit immer mehr offenbart, was die Spannung antreibt.


    Ich vergebe hier 4 Sterne, da die Rechtschreibfehler und oder die Übersetzungsfehler mich beim lesen immer wieder mal drausbrachten. Die Geschichte an sich war hier sehr spannend und auch interessant geschrieben und auch die Schreibweise ist gut gewählt. Doch bei mir ist das immer ein Manko, wenn es spannend wird und ich durch Rechtschreibfehler aus dem Konzept gebracht werde. Das hemmt dann die Spannung auch wieder, deshalb auch der eine Stern Abzug.


    Bluesky_13

    Rosi

    Kommentare: 2
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    Nyanshavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Für einen Thrillerneuling geeignet
    Für einen Thrillerneuling geeignet

    „Zeuge des Spiels“ der Brüder Heerma van Voss ist ein Thriller, der am 07. August 2018 im Schöffling & Co. Verlag erschienen ist. Das Buch umfasst 304 Seiten, die Kapitelnamen bestehen aus Datumsangaben.


    Die Geschichte rund um Nathalies Ermordung ist spannungsgeladen beschrieben, viele unterschiedliche Ansätze und Ideen finden sich in der Entwicklung der Erzählstränge. Das Grundgerüst der Erzählung ist vielversprechend, der Skelettmann als düsterer Charakter mal etwas Neues. Der Leser bzw. die Leserin wird zum Spekulieren eingeladen, da sich viele Aspekte erst während des Lesens enger aneinander anfügen.  Der Schreibstil ist nüchtern und nicht gerade aufregend, allerdings wird die Spannung im letzten Drittel des Thrillers deutlicher aufgebaut. Durch die vielen Perspektivwechsel wird für Abwechslung gesorgt, es ist auf diesem Wege möglich, sich auch die Vergangenheit der Charaktere Stück für Stück zu erschließen. Der Leser bzw. die Leserin erhält zu Beginn sinnbildlich ein leeres Blatt mit den Namen der Charaktere, sodass der Eindruck entsteht, dass eben jene sehr blass dargestellt werden. Es obliegt dem Leser bzw. der Leserin, dieses Blatt nach und nach durch aufmerksames Lesen mit Inhalt zu füllen.


    Es ist stets schwierig, wenn auf dem Klappentext bereits angepriesen wird, dass es sich um einen „clever konstruierten“ Thriller handelt. Solche Beschreibungen wecken natürlich Erwartungen und es ist dementsprechend schade, wenn diese dann nicht erfüllt werden. Die Identität des Mörders erlebte ich schlussendlich als derart weit hergeholt, dass man keineswegs mehr von einem cleveren Konstruieren sprechen kann. Dies ist in meinen Augen der Fall, wenn der Leser bzw. die Leserin wie in einem Netz Zusammenhänge erkennen und letztendlich auch logische Verknüpfungen dessen mit dem Fortlauf der Geschichte verbinden kann. Viele Handlungsstränge wurden als etwas Spektakuläres eingeführt, verliefen dann aber entweder im Sand, oder stellten sich als derart banal heraus, dass ich mich oft gefragt habe, ob der „große Knall“ denn jetzt bald noch kommt. Er blieb allerdings aus, was in einen wirklich guten Thriller aber nicht passieren sollte. Auch das offene Ende ist Geschmackssache, kann den Spannungsgrad aber noch einmal heben, wenn die Handlungsstränge dennoch stimmig sind und nicht zu viel Ungeklärtes übrig lassen. Dies war hier jedoch leider der Fall, sodass das Ende für mich lediglich unglücklich gewählt wirkte.


    Was ich allerdings stark bemängeln muss, sind Qualität und Layout des Buches. Trotz sehr vorsichtigen Lesens weist der Buchrücken starke Leserillen auf und viele der sehr dicken Buchseiten sind nur halbseitig beschrieben. Die Klebestellen sind nicht sorgfältig verarbeitet. Für einen Preis von 18 € erwarte ich entweder mehr Qualität oder sogar schon eine Hardcover Version, auch im Hinblick auf die doch recht geringe Seitenzahl. Das Cover wirkt auf mich wenig ansprechend, unter anderen Umständen hätte ich gedacht, dass es sich um ein Buch aus der Self Published Sparte handelt.


    Empfehlen kann ich diesen Thriller lediglich Thrillerneulingen, die noch keine wirklich nervenaufreibenden Thriller gelesen haben. Als Einstiegswerk ist dieses Buch sicher gut geeignet, daher vergebe ich insgesamt 3/5 Sternen.

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    StephaniePvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein etwas anderer Thriller, der unglaublich fesselnd und mitreißend ist
    Zeuge des Spiels

    Eine junge Frau wird in New Orleans ermordet aufgefunden. Die Polizei nimmt ihren Freund, den Niederländer Alexander fest, da alle Hinweise auf ihn als Täter hindeuten. In der Heimat sieht sein Vater Aron einen Bericht über den Mord. Sofort ist ihm klar, dass sein Sohn unschuldig ist und er reist in die USA um seinem Sohn beizustehen und dessen Unschuld zu beweisen. Schließlich musste Aron dasselbe vor fünf Jahren durchmachen: damals wurde seine Frau ermordet und Aron war der Hauptverdächtige.

     

    Den Brüdern Daan und Thomas Heerma van Voss ist es gelungen einen lesenswerten und mitreißenden Thriller zu verfassen, der sich allerdings von anderen Büchern dieses Genres deutlich unterscheidet. Der Schreibstil ist unaufgeregt und es wird auf ausführliche Beschreibungen verzichtet, allerdings werden immer wieder scheinbar belanglose Details in die Handlung eingestreut. Erst im Laufe des Buches werden dem Leser die Zusammenhänge klar und er versteht die Hinweise. Obwohl erst spät Spannung aufgebaut wird und diese nicht nervenzerreißend ist, konnte mich das Buch komplett fesseln und in seinen Bann ziehen. Dies liegt vor allem an den Perspektivenwechseln. Die Wechsel ermöglichen, dass erst nach und nach  Details über die Vergangenheit der Protagonisten preisgegeben werden. Dies hat zur Folge, dass die Handlung unglaublich fesselnd wird und das Buch äußerst kurzweilig erscheint.

     

    Die einzelnen Protagonisten sind anfangs sehr blass. Erst im Laufe der Handlung erfährt der Leser häppchenweise etwas über das Leben und die Vergangenheit der einzelnen Charaktere, wodurch sie zunehmend authentischer werden. Allerdings muss man als Leser dadurch auch mehrfach seine Meinung zu den unterschiedlichen Protagonisten ändern. Aron wurde mir im Laufe des Buches immer sympathischer und ich musste letztendlich mit ihm mitfiebern. Das offene Ende fand ich etwas Schade, da ich mir doch noch mehr Aufklärung zu den Morden gewünscht hätte.

     

    FAZIT:

    „Zeuge des Spiels“ war mein erstes Buch der Brüder Heerma van Voss und ich bin wirklich begeistert. Obwohl es sich meiner Meinung nach von anderen Thrillern unterscheidet war ich sowohl gefesselt als auch mitgerissen. Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende, welches mir zu viele Fragen unbeantwortet lässt. Aus diesem Grund vergebe ich 4 Sterne!

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    mrsmeerlancholies avatar
    mrsmeerlancholievor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr spannendes Buch! Definitiv zu empfehlen und ein nervenaufreibendes Ende.
    Zeuge des Spiels von Daan Heerma van Voss

    "Nach dem unaufgeklärten Mord an seiner Frau hat sich der ehemalige Psychiater Aron Mulder in sein Ferienhaus zurückgezogen. Die Gerüchte, er sei in den Mordfall involviert, vertreiben die Patienten und auch seinen Sohn Alexander, der nach New Orleans gezogen ist und einen anderen Namen angenommen hat. Als Alexander jedoch verdächtigt wird, seine Freundin Nathalie Underwood ermordert zu haben, beschließt Aron, in die USA zu fliegen und seinem Sohn, von dem er seit Jahren nichts mehr gehört hat, zu helfen.
    In diesem Mordfall ermittelt die Polizistin Hanna Vincennes. Sie wird von allen Seiten unter Druck gesetzt. Je mehr Antworten sie findet, desto mehr zweifelt sie an der offiziellen Version. Was hat der Mordfall mit dem Mord an Arons Frau zu tun? Gelingt es Aron, die Unschuld seines Sohnes zu beweisen?"

    Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Es ist schwarz, unten sieht man Streichhölzer, oben der Name des Autorenduos. Mir gefällt das Cover sehr gut. Die Streichhölzer sind definitiv interessant.
    Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut. Ein Vater, der seine Frau verloren hat, zu seinem Sohn hat er keinen Kontakt. Dort, wo er wohnt, mit seinem Hund, pflegt er kaum Kontakt zu anderen Menschen, außer zu seiner Freundin Marie. Dann Alexander, der seinen Vater wohlmöglich für einen Mörder hält und nun selber einer sein soll. Und Hanna, die Polizistin, die in dem Mordfall von Alexanders Freundin Nathalie ermittelt. Sie will den Fall lösen. Kommt ein Unschuldiger ins Gefängnis?
    Die Figuren sind meiner Meinung nach recht authentisch. Man kann nachvollziehen, warum sie tun was sie tun. Die Umsetzung der Geschichte ist einfach brilliant. Mit jeder Seite wird es spannender, aber es wird auch nicht unnötig in die Länge gezogen. Der Schreibstil ist auch sehr gut. Mir gefällt zudem der Perspektivenwechsel. Das bringt nochmal etwas mehr Stimmung.
    Der Lesespaß ist definitiv gegeben, Spannung sowieso.

    Mein Fazit: Definitiv zu empfehlendes Buch. Es ist spannend aufgebaut, es ist nachvollziehbar. Die Figuren sind relativ authentisch. Eine Geschichte zum Aufsaugen. Tolles Buch!

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    Magicsunsetvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein literarischer Kriminalroman, spannend und vielschichtig. Nicht die Tat steht im Mittelpunkt, sondern die Menschen im Umfeld.
    Ein literarischer Kriminalroman, spannend und außergewöhnlich

    „Ohne Risiko kein Spiel, ohne Spiel keine Befriedigung.“ (Zitat Seite 117).

    Inhalt:
    Nach dem unaufgeklärten Mord an seiner Mutter zieht Alexander Mulder nach New Orleans, wo er unter einem anderen Namen lebt. Er hat den Kontakt zu seinem Vater Aron abgebrochen, da auch sein Vater damals zu den Mordverdächtigen gehörte. Als Alexanders Freundin Nathalie Underwood ermordet wird, ist Alexander auf Grund seiner Vergangenheit, des falschen Namens, aber auch seiner Eifersucht der Hauptverdächtige. Für die Ermittlerin Hanna Vincennes kommen auch andere Personen als Täter in Frage, doch für die Medien und für Hannas Vorgesetzte ist der Fall geklärt. Aron Mulder fliegt in die USA, um seinem Sohn zu helfen und engagiert einen Privatdetektiv. Doch als sie erkennen, dass sie alle Figuren in einem perfekt konstruierten, bösen Spiel sind und Hanna endlich eine wichtige Frage zu einem Foto stellt, könnte es zu spät sein.

    Thema und Genre:
    Bei diesem Buch handelt es sich um einen literarischen Kriminalroman mit der klassischen Konstellation Opfer – Täter – Ermittler, wobei den Autoren die Personen wichtiger sind, als die Tat selbst. Themen sind Psychologie, die Macht der Medien, Vorurteile, die Verantwortung von Ermittlern, die Todesstrafe und die Mögichkeit eines perfekten Verbrechens.

    Charaktere:
    Die Geschichte lebt durch die Vielschichtigkeit der Personen. Alexander, geprägt von seinem Verdacht, sein eigener Vater könnte seine Mutter ermordet haben, findet sich plötzlich selbst in der Rolle des Mordverdächtigen. Er beteuert seine Unschuld, doch seine Vorgeschichte macht ihn in den Augen der Öffentlichkeit zum Täter. Hanna ist als Ermittlerin noch immer geprägt von einem Fall, der drei Jahre zurück liegt. Sie bräuchte mehr Zeit für ihre Suche nach Beweisen, denn sie hat Zweifel, doch die Vorgesetzten machen Druck, sie wollen eine rasche Anklage. Aron, der seinem Sohn keinen Mord zutraut, erkennt dasselbe Muster der absoluten Hilflosigkeit, das er selbst vor Jahren erlebt hatte.

    Handlung und Schreibstil:
    Die beiden Autoren erzählen die Geschichte in einem straffen Zeitrahmen von Anfang März bis Ende Juni. Es gibt zwei ineinander verschlungene Handlungsstränge, einerseits das zurückgezogene Leben des Vaters in den Niederlanden und andererseits Alexander in New Orleans, wobei mit der Ankunft des Vaters in New Orleans dieser Handlungsort zum Schwerpunkt wird. Was in der Vergangenheit geschehen ist, erfährt man im Laufe der Ereignisse durch Erinnerungen und Erzählungen der einzelnen Protagonisten. So lernt der Leser auch das Opfer besser kennen, bis sich alle Puzzleteile zu einem Gesamtbild fügen. Die Sprache ist präzise, kurze Sätze, der spannenden Handlung angepasst, mit knapp formulierten Beschreibungen.

    Fazit:
    Ein sehr vielschichtiger Kriminalroman, wobei der Schwerpunkt nicht auf der Tat liegt. Es geht vielmehr um die betroffenen Personen, ihre Entscheidungen und die Motive dahinter, sowie die Folgen und Auswirkungen ihrer Handlungen. Was sich jedoch in die Gedanken brennt ist die Tatsache, dass Geschichten wie diese in der Realität möglich sind.

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    baerins avatar
    baerinvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein äußerst perfides und tödliches Spiel!
    Ein äußerst perfides und tödliches Spiel!

    Der Niederländer Aron lebt sehr zurück gezogen in einem Ferienhaus. Vor 5 Jahren hat er seine Frau Nora durch Mord verloren, der nie aufgeklärt wurde. Er selbst wurde damals verhaftet, aber aus Mangel an Beweisen frei gelassen. Sein Sohn Alexander hielt ihn damals für schuldig und hat sich von ihm abgewandt. Er ging in die USA, um dort zu studieren und Aron hat seitdem keinen Kontakt mehr zu ihm.

    Da hört Aron im Radio, dass ein junger Niederländer in New Orleans verhaftet wurde, weil er seine Freundin ermordet haben soll. Aron ist überzeugt davon, dass Alexander ebenfalls unschuldig verdächtigt wird und fliegt nach Amerika, um seinem Sohn beizustehen.

    Dieser spannungsreiche Thriller lässt den Leser verstört und nachdenklich zurück. Der Mörder spielt hier ein äußerst perfides und tödliches Spiel mit den Beteiligten. Kann Aron seinen Sohn noch retten? Nach und nach erfährt man mehr über die Todesfälle, auch über die ermittelnde Kommissarin Hanna, die immer mehr unter Druck gerät, aber auch so ihre Zweifel an Alexanders Schuld hat,
    Ein Thriller der besonderen Art - besonders grausam, aber leider auch realistisch!

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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Spiel, das der Täter mit den Opfern (ja, es gibt mehr als eins), die Autoren mit ihren Lesern treiben und zwar ein mörderisches!
    Wie der Vater, so der Sohn

    Und das hat in diesem Fall eine ebenso tragische wie dramatische Bedeutung: denn beide stehen in Verdacht, die jeweils geliebte Frau umgebracht zu haben, Vater Aron seine Frau Nora, die Mutter des Sohnes Alexander, dem nun, fünf Jahre später, in New Orleans der Prozess gemacht wird. Er wird verdächtigt, seine Freundin Nathalie auf besonders brutale Art umgebracht zu haben. Während der Vater nur aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde und selbst vom eigenen Sohn, der deswegen aus den Niederlanden in die Vereinigten Staaten umsiedelte, als schuldig angesehen wird, läuft die Verhandlung gegen den Sohn noch. Sein Vater, der sich ihm immer noch eng verbunden fühlt, eilt ihm zur Hilfe - und wird nicht gerade herzlich empfangen.

    Es ist ein besonderer, starker Druck, der sich durch das gesamte Geschehen zieht, auch die Ermittlerin Hanna Vincennes ist davon betroffen, sowohl beruflich als auch privat. Aus Arons Sicht gehen ihre Ermittlungen in die falsche Richtung, so dass er einen Detektiv einschaltet.

    In klarer, fast schlichter Sprache und eher kurzen, umso eindringlicheren Sätzen schildert das Autorenduo, die niederländischen Brüder Heerma van Voss die Entwicklung auf nahezu bedächtige Art und Weise. Gerade dadurch wirkt die Darstellung des Geschehens umso erschütternder. Ein ganz besonderer, literarisch gekonnt rübergebrachter, dramatischer und spektakulärer Thriller ist dies, der ganz ohne die üblichen Sensationen auskommt. Ganz im Gegenteil, die Brüder punkten mit ihrer - auch in der Übersetzung meisterlich dargelegten - sparsamen Beschreibung sowohl der Charaktere als auch der Handlungsorte, die Leser dennoch bis ins Mark trifft. Manche der Entwicklungen erwartet man, doch immer wieder werden sie durchbrochen von Überraschendem.

    Es ist ein Spiel, das der Täter mit den Opfern (ja, es gibt mehr als eins), die Autoren mit ihren Lesern treiben und zwar ein mörderisches. Ein ausgesprochen grausamer Thriller, gerade weil er in einigem so alltäglich und gewissermaßen auch realistisch ist. Trotz einiger offen bleibender Entwicklungen habe ich die Lektüre als ausgesprochen rundes, großartig konstruiertes Leseerlebnis empfunden!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Schoeffling_und_Cos avatar

    Liebe LovelyBooks Freunde,

    wir laden Euch herzlich ein, an unserer Leserunde zu unserem Thriller Zeuge des Spiels der Brüder Daan und Thomas Heerma van Voss teilzunehmen!

     

    Nach dem unaufgeklärten Mord an seiner Frau hat sich der ehemalige Psychiater Aron Mulder in sein Ferienhaus zurückgezogen. Die Gerüchte, er sei in den Mordfall involviert, vertreiben die Patienten und auch seinen Sohn Alexander, der nach New Orleans gezogen ist und einen anderen Namen angenommen hat. Als Alexander jedoch verdächtigt wird, seine Freundin Nathalie Underwood in den Sümpfen von Louisiana ermordet zu haben, beschließt Aron, in die USA zu fliegen und seinem Sohn, von dem er seit Jahren nichts mehr gehört hat, zu helfen.
    Im Mordfall Underwood ermittelt die Polizistin Hanna Vincennes, die von ihren Vorgesetzten und den Medien zunehmend unter Druck gesetzt wird. Je mehr Antworten sie findet, desto größer werden ihre Zweifel an der offiziellen Version.
    Gibt es ein perfektes Verbrechen?

    Wenn Ihr interessiert seid, dann bewerbt Euch bis zum 30.7.2018 für die Leserunde und gewinnt mit etwas Glück eines der 15 Leseexemplare!


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    Viel Erfolg wünscht Euer

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