Dacia Maraini Die stumme Herzogin

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Inhaltsangabe zu „Die stumme Herzogin“ von Dacia Maraini

Sie widersetzt sich allen Konventionen ihrer Zeit: Im Alter von 13 Jahren wird die taubstumme Herzogin Marianna Ucrìa mit ihrem mürrischen Onkel verheiratet. Um dennoch ein selbstbestimmtes Leben zu führen, schafft sie sich ihr persönliches Glück. Marianna liest und schreibt, liebt Literatur und Philosophie – und nimmt sich schließlich einen Liebhaber aus dem Volk.

hat mich leider gar nicht überzeugt.

— tiggger

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  • "Die stumme Herzogin" von Dacia Maraini

    Die stumme Herzogin

    Jacynthe

    12. July 2016 um 11:09

    Inhalt Mit dreizehn Jahren wird die taubstumme Herzogin Marianna Ucrìa mit ihrem wesentlich älteren Onkel verheiratet. Doch sie schafft es, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und lässt sich nicht unterjochen. Doch ihre Entschlossenheit gerät ins Wanken, als sie viele Jahre später dem jungen Diener Saro begegnet, der sie in die Welt der Liebe entführen will... Meine Meinung Für mich zählt dieser Roman leider zu jenen Büchern, deren Inhaltsangabe und Klappentext spannend klingen, die dann jedoch tatsächlich weniger als erwartet mit der Beschreibung zu tun haben. Ich habe mir dieses Buch gewünscht, weil die Inhaltsangabe verheißt, dass Marianna liest und schreibt, Literatur und Philosophie liebt und sich "schließlich einen Liebhaber aus dem Volk" nimmt. Ganz so spielt sich die Geschichte jedoch nicht ab. Ich muss zugeben, dass bei diesem Buch schon nach den ersten Seiten erste Zweifel aufkamen. Ich fand nicht so recht in die Geschichte hinein und der Schreibstil war für mich schwer zu erfassen. Ich habe dennoch weiter gelesen, eben weil ich auf das hoffte, was in der Inhaltsangabe angepriesen wurde. Ich fand dann glücklicherweise auch einen Zugang zu dem Buch, doch die Enttäuschung, die mich langsam überkam, blieb bis zum Ende bestehen. Es gibt durchaus einige positive Seiten an dem Buch und es besteht kein Zweifel daran, dass es sich hier um hochkarätige Literatur handelt. Nur war sie eben nicht das richtige für mich. Mir gefielen zwar die Schilderungen des Lebens der Herzogin und der Menschen um sie herum, die Beschreibungen des Sizilien des 18. Jahrhunderts, der Lebensumstände von Armen und Reichen und Mariannas Umgang mit ihrer Behinderung. Doch daneben störte mich auch vieles. So zum Beispiel der seltsame mystische Einschlag, dass Marianna die Gedanken mancher Menschen um sie herum hören kann, was mich ziemlich ärgerte in diesem ansonsten recht bodenständigen historischen Roman. Auch kam die Literatur und die Philosophie, in die Marianna sich vertieft, für meinen Geschmack zu kurz. Es gibt zwar immer wieder Zitate und philosophische Gedanken, doch diese schienen für mich nicht den großen Einfluss auf die Herzogin zu haben, den der Klappentext erwarten lässt. Marianna bleibt trotz allem weiterhin zwischen den Schranken der Gesellschaft gefangen und emanzipierte sich nur wenig. Am meisten störte mich jedoch Mariannas Zurückhaltung gegenüber dem jungen Diener Saro, die zwar sicherlich ihre Berechtigung in der damaligen Zeit hat, mit der ich aber einfach nicht gerechnet hatte. Man könnte meinen, dass Marianna im Laufe der Jahre ihre Dünkel überwunden hat und so weit mit sich im Reinen ist, dass sie sich ihrer Leidenschaft hingibt - zumal sie ihre "Pflichten gegenüber der Gesellschaft" hinreichend erfüllt hat. Zumindest hatte ich das erwartet und das hätte für mich ein rundes Bild ergeben. Doch ihre Zurückhaltung nervte mich und davon, dass sie sich "einen Liebhaber aus dem Volk" nimmt, kann meiner Meinung nach nicht die Rede sein. Der Spannungsbogen hält sich zwar irgendwie, da von Anfang an deutlich wird, dass Marianna nicht taubstumm zur Welt kam. Der Wunsch, das Geheimnis um ihr plötzliches Verstummen zu lüften, ließ auch mich Seite für Seite umblättern. Die Auflösung ist schließlich tragisch und ließ mich fassungslos zurück. Doch da das Rätsel um ihr Schweigen nicht das war, weshalb ich das Buch lesen wollte (tatsächlich kann man anhand des Klappentextes nicht erahnen, dass es sich um eine psychisch bedingte Behinderung handelt), reichte es nicht, um mich zu überzeugen. Ich kann daher nur 2 von 5 Wolken für diesen Roman vergeben. Ein weiteres Manko noch, das aber allein dem Verlag zur Last gelegt werden muss: Marianna wird im Roman als blond beschrieben. Und das mehrfach. Warum also ist auf dem Cover eine dunkelhaarige Frau abgebildet?? 

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  • Entwicklungsroman?

    Die stumme Herzogin

    tiggger

    30. March 2014 um 00:42

    Ich fand das Buch dermaßen langweilig... erst dachte ich, das wird vielleicht noch spannend, aber irgendwie kam keine Spannung auf. Das Leben dieser Herzogin hat sich für mich einfach als langweilig heraus gestellt. Man konnte teilweise zwar mit fühlen, dass sie Gerüche stärker wahr nimmt, aber andererseits war es auch zu lang beschrieben. Ich habe nicht einmal die 100 Seiten Marke geschafft. Ich hab gelesen, dass es ein Entwicklungsroman sein soll... nur für mich hat sich da nichts entwickelt... leider eine 6, da ich mich damit "gequält" habe und nicht viele Seiten aushalten konnte.

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