Dacre Stoker , Ian Holt Dracula - Die Wiederkehr

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Inhaltsangabe zu „Dracula - Die Wiederkehr“ von Dacre Stoker

London 1912 - fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, seit die Vampirjäger um Professor Van Helsing den gefürchteten Dracula zur Strecke brachten. Doch der Friede ist trügerisch. In London geschehen grausame Morde. Irgendjemand scheint es auf diejenigen abgesehen zu haben, die damals an der Vernichtung des dunklen Grafen mitwirkten. Könnte es sein, dass der legendäre Dracula noch unter den Lebenden weilt?

Eine sehr würdige Fortsetzung für DEN Dracula-Roman von Bram Stoker. Ich war am Ende einfach nur überwältigt!

— AnnMan
AnnMan

Ein würdiger Nachfolger aus der Feder eines echten Stokers!!!!

— Lesesumm
Lesesumm

extrem wirr, das Buch hat mich unruhig gemacht .. ich habs fertig gelesen ... aber es hat langeeeee gebraucht

— Pat82
Pat82

Langweilig und unglaublich schlecht übersetzt/lektoriert. Tief enttäuscht.

— Raik_Thorstad
Raik_Thorstad

Ich fand das Buch klasse =))

— leseratte69
leseratte69

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  • eine gelungene Fortsetzung des Klassikers

    Dracula - Die Wiederkehr
    Lesesumm

    Lesesumm

    Dracula - Die Wiederkehr von Dacre Stoker Ian Holt Inhalt - Buchbeschreibung: London 1912 - fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, seit die Vampirjäger um Professor Van Helsing den gefürchteten Dracula zur Strecke brachten. Doch der Friede ist trügerisch. In London geschehen grausame Morde. Irgendjemand scheint es auf diejenigen abgesehen zu haben, die damals an der Vernichtung des dunklen Grafen mitwirkten. Könnte es sein, dass der legendäre Dracula noch unter den Lebenden weilt? Es ist fast nicht zu glauben aber es geht weiter..... und zwar in einer unbeschreiblichen Art und Weise, die man sich so wahrscheinlich niemals hätte vorstellen können. Manchmal muss man sich zwar erst einmal wieder einfinden weil es Sprünge von Kapitel zu Kapitel gibt, da immer ein Wechsel ist zwischen den Charakteren des Buches aber man gewöhnt sich schnell daran. Die Geschichte kann so wirklich nur von einem echten Stoker weiter erzählt werden! Dacre Stoker ist der Urgroßneffe von Bram Stoker und es scheint wohl in den Genen zu liegen Bücher zu schreiben. Mit so einer fantastischen Fortsetzung hatte ich allerdings nicht gerechnet. Von der ersten Zeile an hat mich dieses Buch in der Hand gehabt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Dieses Buch kann ich nur allen Stoker-Fans ans Herz legen und ich denke Sie werden es nicht bereuen es zu lesen. Allen Anderen Lesern würde ich vor diesem Buch den Klassiker empfehlen, denn sonst wissen Sie nicht um was es wirklich geht. Selbst wenn man die Verfilmung gesehen hat mit Gary Oldman sollte man vorher "Dracula" von Bram Stoker lesen und danach "Dracula Die Wiederkehr". Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Dacre Stoker und hoffe wirklich sehr, dass Er weiter schreibt bzw. Seine Bücher auch weiterhin ins Deutsche übersetzt werden! © by Lesesumm auf LB/mehrBüchermehr.... auf WLD?

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    • 3
  • Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Dracula - Die Wiederkehr
    Blackfairy71

    Blackfairy71

    1897 schrieb der irische Autor Bram Stoker ein Buch, dass die Literaturgeschichte verändern sollte: Dracula. Leider kam der Erfolg aber erst viel später und Stoker erlebte ihn nicht mehr. Sein Urgroßneffe Dacre Stoker hat sich schon immer mit seiner Familiengeschichte beschäftigt und der Tragik, die mit dem Roman „Dracula“ einherging. Denn das Buch brachte der Familie kein Glück. Im Nachspann erzählt Dacre, dass seine Familie nie die Filmrechte erhalten hat und daher auch kein Mitspracherecht bei den zahlreichen Verfilmungen, die das Buch in den meisten Fällen völlig anders wiedergaben. Schließlich beschloss Dacre, dass er die Ehre der Stokers retten und ein Buch schreiben würde, welches im Sinne seines Urgroßonkels sein würde. Eine Fortsetzung des Romans mit den ursprünglichen Themen und Figuren. Er wollte damit sowohl Bram als auch Dracula seine Würde wiedergeben. Und das ist ihm – zusammen mit Ian Holt wunderbar gelungen. Für mich war „Dracula – die Wiederkehr“ wie ein Wiedersehen mit alten Freunden, die man lange vermisst hat: Mina Harker, Jonathan Harker, John Seward, Arthur Holmwood, Abraham Van Helsing und natürlich Dracula selbst. Kurz zum Inhalt, denn ich möchte nicht zuviel verraten: 25 Jahre sind vergangen seit den Ereignissen in Transsilvanien und die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Jonathan und Mina sind nach wie vor verheiratet, aber Jonathan konnte seiner Frau nie verzeihen, dass sie ihn mit Dracula betrogen und beinah für ihn verlassen hätte. Und Mina sieht noch genau so jung aus, wie damals, was sie dem Vampirblut in ihren Adern zu verdanken hat. Noch etwas, dass Jonathan nicht ertragen kann und ihn ständig an ihren Verrat erinnert. Mina hingegen schwört, dass sie nur ihren Mann liebt und nichts mehr für ihren dunklen Prinzen empfindet, von dem sie sicher ist, dass er damals in Transsilvanien starb. Ihr gemeinsamer Sohn Quincey (benannt nach dem damals verstorbenen Quincey Morris) weigert sich den von seinem Vater vorgeschriebenen Weg als Advokat zu gehen und schmeißt sein Studium an der Sorbonne in Paris hin. Stattdessen arbeitet er an einem Theater und trifft dort auf den berühmten rumänischen Schauspieler Basarab, eine äußerst charismatische Figur. Quincey bewundert den Mann und will ihn überreden am Theater in London in einem Stück des bis dahin erfolglosen Schriftstellers Bram Stoker die Hauptrolle zu übernehmen: Dracula. Damit er weiß, um was es überhaupt geht, liest der Stokers Buch – und ist entsetzt. Wieso spielen seine Eltern die Hauptrolle in diesem Buch? Und was haben Jack Seward und Arthur Holmwood mit der Sache zu tun, zwei Männer, die er von klein auf kennt und bewundert. Und wer ist dieser Graf Dracula und was hat seine Mutter mit diesem Mann…diesem Ungeheuer zu schaffen? Zur gleichen Zeit geschehen in London grausame Morde. Ist Dracula zurück gekehrt? Oder treibt noch ein weiterer Vampir sein Unwesen und tötet der Reihe nach die Personen, die sich damals gegen Dracula verbündet hatten? Wer sich mit der Geschichte Draculas befasst, der weiß, dass Bram Stoker nicht nur die Geschichten über Vlad den Pfähler, sondern auch die ungarische Gräfin Bathory als Vorbild für seinen Dracula nahm. Auch diese Idee wird hier verarbeitet. Und eine der berühmtesten Mordserien, die bis heute nicht geklärt ist, haben Holt und Stoker ebenfalls in die Geschichte eingewoben. Erläuterungen hierzu findet man im Nachwort und nach dem man dieses gelesen hat, wird einem erst klar, was für eine gelungene und würdige Hommage an Bram Stoker und den berühmtesten Vampir der Literaturgeschichte „Dracula – Die Wiederkehr“ ist.

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    • 2
    NiWa

    NiWa

    18. July 2014 um 17:33
  • Gut geschrieben, aber insgesamt nicht überragend

    Dracula - Die Wiederkehr
    Monkberg

    Monkberg

    04. April 2014 um 08:16

    Wie man weiß, endet Bram Stokers Dracula damit, dass der Vampir sein wohlverdientes Ende findet. Dracula - die Wiederkehr, ist von Dacre Stoker, einem Urgroßneffen des Autors in Zusammenarbeit mit Ian Holt, einem Dracula und Bram Stoker-Forscher, geschrieben worden. Die Autoren haben ein solides Werk geliefert, das streckenweise sogar Spannendes und Neues bietet. Doch insgesamt bleibt wie so oft bei Büchern, die eine erfolgreiche Story (nach Jahrzehnten) wieder aufnehmen, ein leicht schales Nachgefühl zurück. 

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  • Gut geschrieben, aber insgesamt nicht überragend

    Dracula - Die Wiederkehr
    Monkberg

    Monkberg

    04. April 2014 um 08:16

    Wie man weiß, endet Bram Stokers Dracula damit, dass der Vampir sein wohlverdientes Ende findet. Dracula - die Wiederkehr, ist von Dacre Stoker, einem Urgroßneffen des Autors in Zusammenarbeit mit Ian Holt, einem Dracula und Bram Stoker-Forscher, geschrieben worden. Die Autoren haben ein solides Werk geliefert, das streckenweise sogar Spannendes und Neues bietet. Doch insgesamt bleibt wie so oft bei Büchern, die eine erfolgreiche Story (nach Jahrzehnten) wieder aufnehmen, ein leicht schales Nachgefühl zurück. 

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  • Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Dracula - Die Wiederkehr
    Shiku

    Shiku

    Fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, und seitdem hat sich einiges verändert. Jeder Einzelne der Gruppe hat seine Narben vom Kampf behalten. So ist Dr. Seward drogenabhängig, Jonathan denkt mehr an Alkohol als an alles andere, Mina hat sich äußerlich kein Stück verändert, leidet aber unter den kaputtgehenden Ehe zu ihrem Ehemann, Arthur Holmwood brach jeden Kontakt ab und vergaß Lucy nie und Dr. Van Helsing ist inzwischen ein alter Mann, der sein Lebensende schon längst erwartet. Nicht zu vergessen der Sohn der Harkers, Quincey, der sich von seinem Vater unterdrückt fühlt und lieber Schauspieler wäre, statt Advokat zu werden. Von der Vergangenheit seiner Eltern weiß er nichts; aber das ist nicht das einzige Geheimnis in diesem Buch. Klang das Buch für den Anfang sehr interessant, folgt auf die Euphorie schnell die Ernüchterung. Der Schreibstil ist zwar angenehm zu lesen, doch erschafft er in keinem Moment die Atmosphäre des frühen 20. Jahrhunderts. Weder erreichen die Empfindungen der Protagonisten den Leser, noch kann man die Umgebung – die mit London zum Beispiel wirklich ein dankbares Setting darstellt – spüren. Das Lesen ist ein Bemerken nebenbei, ein lustloses Zuhören und Zusehen, ohne jemals selbst einbezogen und gefesselt zu werden. Ich persönlich verspürte nie das Bedürfnis, weiterlesen zu müssen, weil ich es wollte. Dazu hat aber vor allem der Inhalt beigetragen. Das Geschehen ist eine einzige Farce. Wie aus dem Nachwort herauszulesen ist, war es die Intention von Mr. Stoker, die damalige Figurenkonstellation und auch ihre Charakteristik wiederherzustellen und damit auch die Würde des Buches „Dracula“ (nachdem amerikanische Filmproduktionen damit anstellen konnten, was sie wollten). Interessanterweise ist genau das Gegenteil geschehen. Dinge wurden verdreht, hinzugedichtet, ohne dass sie plausibel klangen. Der damals so stolze, furchteinflößende Graf Dracula, der sich seiner Wesensart durchaus bewusst war, verkommt zu einem inkonsequenten, sich selbst glorifizierenden 0815-Vampir, wie man ihn heute in jeder zweiten Vampirgeschichte anfindet, der natürlich auch noch eine Romanze am Start hat. Eben dies ist ein Beispiel für die Zusätze, die durch die Autoren erfolgten: Wird im Original nie erwähnt, dass Mina tatsächlich tiefe und echte Liebe für Dracula empfindet (genau genommen wird es nicht einmal angedeutet, zumindest nicht das), so sehnt sie sich in der Fortsetzung immer nach ihm und vergisst dafür auch ihren Ehemann vollkommen, den sie im Grunde ja auch geliebt haben soll. Die Handlung und das Verhalten der Charaktere ist absurd und gleichzeitig so vorhersehbar und klischeehaft, dass es schmerzhaft wird. Es dauert nur sehr wenig Zeit, ehe man ziemlich sicher weiß, wer nun wirklich wer ist und wie es mit der Beziehung zu anderen Charakteren aussieht. Die Geheimnisse „Geheimnisse“ zu nennen, ist eigentlich nicht richtig. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, kommt die Geschichte nie richtig in Fahrt. Eine Szene schleppt sich der anderen hinterher. Es passiert viel, doch vermittelt der Text nie das Gefühl, dass viel passiert wäre. Ca. ab Seite 400 kommt bekommt die Geschichte plötzlich etwas Schwung, die eigentliche Handlung scheint endlich loszugehen doch bald verläuft auch das sich im Sande bis am Ende lediglich Frust und ein bitterer Nachgeschmak bleiben. Somit gibt es nur einen Stern; „Dracula: Die Wiederkehr“ ist vieles, aber nicht lesenswert und erst recht keine vernünftige Fortsetzung des Klassikers. Charakter und ihre Konstellationen werden verdreht, die Handlung ist vorhersehbar und wenig kreativ und sprachlich weiß dieses Werk ebensowenig zu überzeugen. Schade!

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    • 2
  • Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Dracula - Die Wiederkehr
    SomeBody

    SomeBody

    20. March 2013 um 09:37

    Hier sollte vorab gesagt werden, dass es sich bei „Dracula - Die Wiederkehr“ zwar um die offizielle Fortsetzung des legendären Romans von Bram Stoker handelt, dennoch wahrscheinlich als eigenständiges Buch zu bewerten ist. Die Handlung mit ihrer eher subtilen Spannung und auch der flüssige Schreibstil machen es dem Leser leicht, der Handlung zu folgen. Aber eben diese war mir persönlich ein wenig zu offensichtlich brutal in ihrer Darstellung, grenzt sich aber dennoch von den derzeitig aktuellen Romantic-Vampirromanen erheblich ab. Fazit: Dracula lebt! ;)

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  • Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Dracula - Die Wiederkehr
    anell

    anell

    11. October 2012 um 15:03

    Ein Gutes hat dieses Buch. Matrix 3 ist nicht länger die Enttäuschung meines Lebens! Dracula ... das war mein Einstieg sowohl ins Fantasy- als auch ins Horrorgenre. Dracula, der Godfather of vampires (gut es ist nicht das spannendste, beste, tollste, witzigste oder gruseligste Buch der Welt, aber ich mag es trotzdem. Es ist schrullig, ja schrullig klingt gut) Als ich las, das ein Anverwandter von Bram Stoker eine Fortsetzung schreibt, war ich sofort ganz hibbelig. Ich hatte Freeda Warringtons "Dracula kehrt zurück" gelesen und war total im Vampirfieber. (also die ECHTEN Vampire, nicht diese Twilight-Vegies) Ich bestellte mir das Buch vor. Es kam, ich begann zu lesen und mein anfänglich erfreutes, gespanntes Gesicht rutschte immer weiter nach unten. WAS SOLL DAS? __ Rezension mit kleinen Spoilern ____ Das Buch strotzt nur so vor absolut lächerlichen Actionsequenzen die gerade betteln "schau mich an, ich würde in einem Blockbuster verdammt gut aussehen, so in Slow Motion". Voller elender Zweizeiler (mein Favorit war: ich bin Draculas ehebrescherische Hure). Alle, aber auch wirklich alle Figuren aus dem Orignial, wurden genommen und zu Freakshow-Atraktionen umgestaltet. Drogensüchtige, Säufer, komplett Irre. Als hätte das Bethlem-Hospital heute Tag der offenen Tür. Der Antagonist. Ich glaube ich verate nicht zu viel, wenn ich sage, das die Gräfin Bathory zu bemühen ihren SM-Lesben-Hintern nach London zu schwingen, war mehr als ... lächerlich. Es war grausam. Aber nicht auf die gute, alte Horrorart grausam. Das Mina jetzt plötzlich was für Dracula übrig hatte ... hm ... hätte ich nie aus dem Kontext des Orignals herausgelesen. Das ja dadurch besticht, dass man sich mit einer Macht konfrontiert sieht, die man mit den Mitteln die einen zur Verfügung stehen einfach nicht gehändelt bekommt. Sie hier von "ihrem dunklen Prinzen" reden zu hören ... hm ... Das der Autor dann noch die Rollen von Gut und Böse tauschen will. Und das der jugendliche Held eine echte Flachpfeife ist, ist eigentlich nur das Tüpfelchen auf dem i. Ich war beim lesen, nur entnervt, gelangweilt und immer wieder fassungslos, wie man es heutzugae immer wieder schafft, gutes Material so vollständig gegen die Wand zu fahren.

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  • Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Dracula - Die Wiederkehr
    -nicole-

    -nicole-

    26. August 2012 um 12:46

    London 1912: Fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, seit Professor Van Helsing zusammen mit seinen Verbündeten Mina únd Jonathan Harker, Arthur Holmwood, Jack Seward und Quincey P. Morris Graf Dracula in Transsilvanien vor seiner Burg vernichtet haben. Doch seitdem ist viel passiert: Quincey, der inzwischen erwachsene Sohn von Mina und Jonathan Harker möchte gegen den Willen seines Vaters Schauspieler werden. So beendet er sein Studium zum Rechtsanwalt und verlässt die Universität. Bei einer Theateraufführung lernt er den berühmten rumänischen Schauspieler Basarab kennen, der ihn in seinem Wunsch, Schauspieler zu werden, bestärkt und zu seinem Mentor wird. Doch Basarab hat etwas seltsames an sich und scheint Geheimnisse zu haben. Als Quincey sich in einem Theater vorstellt, lernt er Bram Stoker kennen, der seinen Roman 'Dracula' als Bühnenstück inszeniert. Als Quincey das Buch liest, ist er geschockt: Die Geschichte gibt das wieder, was seine Eltern vor fünfundzwanzig Jahren erlebt haben. Nach und nach findet er mehr über die dunklen Geschehnisse von damals heraus. Doch plötzlich geschehen in Londen grausame Morde, auch Jonathan Harker ist unter den Opfern. Den noch Lebenden kommt etwas schreckliches in den Sinn: Lebt Dracula noch? Oder gibt es noch ein anderes, unvorstellbar böses Wesen? Als ich gelesen habe, dass es eine offizielle Fortsetzung von Bram Stokers Dracula gibt, war ich sehr gespannt. Meine Meinung zu diesem Buch ist gemischt. Zum einen ist es spannend und enthält einiges: Krimi, Thriller und Horror. An manchen Stellen etwas langatmig. Aber zum Schluss nimmt die Geschichte noch einmal an Fahrt auf. Etwas überraschend allerdings finde ich die Darstellung von Dracula in diesem Roman. Kennt man ihn doch eher als den bösen Vampir. Mein Fazit: Mittelmäßig, aber da es doch spannend war, vergebe ich 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Dracula - Die Wiederkehr
    Moosbeere

    Moosbeere

    08. January 2012 um 13:30

    „Die meisten Menschen beschließen ihr Leben, ohne ihren Glauben an Gott zu verlieren. Andere, denen dieses Glück nicht vergönnt ist, sehen ihren Glauben auf eine harte Probe gestellt. Das ist der Augenblick, an dem man zwischen Licht und Dunkelheit entscheiden muss. Nicht alle verfügen über die Kraft und die Weisheit, die richtige Wahl zu treffen. […] es ist besser, wenn Sie nicht mehr erfahren und ein Kind Gottes bleiben.“ (Van Helsing zu Quincey Harker) Inhalt Die Geschichte ist 25 Jahre nach den Geschehnissen in Transsilvanien angesiedelt. Die „Streiter des Lichts“ haben ihr Leben so gut es eben ging im Schatten der schrecklichen Ereignisse von damals weitergeführt. Doch dann geschehen grausame Morde. Jemand scheint es auf die Vampirjäger um Van Helsing abgesehen zu haben, die damals Graf Dracula vernichteten. Ist Dracula zurückgekehrt und nimmt nun Rache? Der Sohn von Jonathan und Mina Harker, Quincey, schwört Rache für den grausamen Tod seines Vaters und gerät dabei immer tiefer in den Strudel der Vergangenheit. Woher weiß der Autor Bram Stoker von den Ereignissen? Welche Rolle spielten seine Eltern in dieser Geschichte? Wer ist der geheimnisvolle, rumänische Schauspieler Basarab, der mit seinem Ensemble überall dort auftaucht, wo die Morde von „Jack, dem Schlitzer“ geschehen? Plötzlich sieht sich der junge Harker nicht nur mit der Vergangenheit seiner Eltern, sondern noch einer viel mächtigeren Gegnerin konfrontriert: der grausamen Vampirin Erzsébet Báthory... Meine Meinung Dacre Stoker, der Urgroßneffe von Bram Stoker, erklärt im Nachwort, dass es seine Absicht gewesen sei, „sowohl Bram als auch Dracula gewissermaßen ihre Würde wiederzugeben“ und diesen damit gleichzeitig wieder für die Familie Stoker zu beanspruchen. Dies ist meines Erachtens vollkommen gelungen! Das Autorenduo hat einen düsteren, atmosphärischen Roman geschrieben, der einen in die dunklen Gassen Londons katapultiert. Die Vernichtung des dunklen Grafen hängt wie ein Damokles-Schwert über den Protagonisten und sorgt somit für Spannung und einen schrecklich-schönen Schauder. Wer den Originalroman kennt, der wird viele tolle Anspielungen, aber auch Veränderungen feststellen. Ziel der Autoren war es laut eigener Aussage nicht, Brams Sichtweise zu verändern, sondern lediglich einen anderen Blickwinkel zu zeigen. Für mich als Dracula-Fan erstmal gewöhnungsbedürftig, aber auch spannend. Dracula wird hier nicht nur als der böse, dunkle Vampir dargestellt, sondern auch als Wesen, das durchaus in der Lage ist innere Seelenpein und Liebe zu empfinden. Einziges Manko: die Liebesgeschichte zwischen Mina und Dracula (als Zugeständnis an die Hollywood-Vampire). Ich finde, die Geschichte wäre auch ohne sie ausgekommen. Fazit Obwohl dieses Buch im Lyx-Verlag erschienen ist, sucht man kitschige Liebesgeschichten hier (fast) vergebens. Zum Glück! :) Der düstere Klassiker hat eine würdige Fortsetzung gefunden und wird Buch- wie Filmfans gleichermaßen begeistern. Von mir gibt es daher volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich für den Dracula-Mythos interessieren.

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  • Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Dracula - Die Wiederkehr
    walli007

    walli007

    06. November 2011 um 13:24

    "Live or let die" Ein wenig erinnert er mich tatsächlich an Wilhelm Meister, der schmeißt schließlich auch ne Ausbildung hin, um Künstler zu werden. Da hören die Ähnlichkeiten zwischen Meister und Quincey Harker dann auch auf. Harker ist der Sohn von Mina und Jonathan Harker, die wie wir aus Bram Stokers Roman wissen 25 Jahre zuvor gegen Dracula gekämpft und ihm den Garaus gemacht haben. Doch nach dieser langen Zeit geschehen in London grausame Morde, die Zweifel daran aufkommen lassen, das Dracula wirklich tot ist. Um ihn zu schützen wollen Mina und Jonathan ihren Sohn soweit es geht natürlich unter Kontrolle haben. Doch wie jeder 25jährige hat der Sohn kein großes Verständnis für die Pläne, die seine Eltern mit ihm haben. Lieber will er seinem großen Vorbild, dem hervorragenden Shakespeare-Darsteller Basarab, nacheifern.... Lang, lang ist es her, dass ich das Buch von Bram Stoker gelesen habe. Und irgendwie haben es mir die Dracula-Filme nicht so richtig angetan. Dennoch war ich sehr neugierig wie sich die beiden Autoren mit den Vorgaben des Erfinders auseinandersetzen und was sie daraus machen. Und herauskam ein meiner Meinung nach sehr lesenswertes Buch, das ich kaum aus der Hand legen mochte. Zum einen hat es natürlich das Kramen in alten Erinnerungen hervorgerufen und den Wunsch geweckt das ursprüngliche Buch noch einmal zu lesen. Zum anderen fand ich aber auch die Adaption in eine modernere Zeit sehr gelungen. Da frage ich mich fast, wie sich Bram Stokers Dracula in der heutigen Zeit zurechtfinden würde. Außerdem ist es den beiden Schriftstellern gelungen noch einige neue Komponenten in die Geschichte zu integrieren, die die alte Geschichte vervollständigen und abrunden. So hat mir das ganze Buch sehr gut gefallen. Hierbei möchte ich auch die relativ umfangreichen Erläuterungen der Autoren positiv hervorheben, die viel zum Verständnis der Motivation beitragen. Manchmal allerdings gewann ich den Eindruck, die Autoren könnten schon eine künftige Verfilmung im Blick gehabt haben, so das hin und wieder mal ein Szene zu lang gerät und für meinen Geschmack die eine oder andere Beschreibung zu blutrünstig.

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  • Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Dracula - Die Wiederkehr
    dark_angel

    dark_angel

    01. November 2011 um 09:07

    London, im Jahre 1912. Mittlerweile sind 25 Jahre vergangen, seit Professor Van Helsing und seine Gefährten Dracula getötet haben. In London geschehen seltsame und grausame Morde. Jemand trachtet nach dem Leben deren, die damals bei der Vernichtung Draculas mitgewirkt haben. Ist es möglich, dass Dracula wieder von den Toten auferstanden ist, um Rache zu üben? Obwohl ich den Vorgänger bzw. die Originalfassung von Bram Stoker nicht kenne, hab ich mich nicht von der Lektüre der scheinbar offiziellen Fortsetzung abschrecken lassen. Die wichtigsten Details hat man ohnehin schon mal aufgeschnappt oder eine Verfilmung von Dracula gesehen, so dass Namen wie Van Helsing oder Jonathan Harker nicht gänzlich unbekannt sein dürften. Die Autoren Dacre Stoker und Ian Holt haben sich wahrlich was einfallen lassen, um den berühmtesten aller Vampire wiederauferstehen zu lassen. So ist es ihnen gelungen, nicht nur eine Verknüpfung zu Dracula herzustellen, sondern auch zu den Morden von Jack the Ripper. Sie spielen geschickt mit realen und fiktiven Personen, so dass der Leser sich überraschen lassen kann, wer ihm über die Zeilen hinweg begegnen wird oder welche realen Personen gehuldigt werden. Als kleiner Appetithappen sei erwähnt, dass Bram Stoker selbst einen Auftritt haben wird. Diese Verknüpfung von Realität und Fiktion hat mich beim Lesen stark an Kim Newmans "Die Vampire" erinnert. Wer das Buch also gelesen hat, dürfte auch an "Dracula - die Wiederkehr" seine Freude haben, wenn auch nicht auf dem gleich hohen ausgefallenen Niveau wie "Die Vampire". Die Autoren erklären im Nachwort, dass sie einige Abstriche machen mussten und einige historische oder fiktive Fakten geändert haben, um die Geschichte und deren Handlung stimmig zu machen. Daher sollte man nicht zu kritisch jeden Sachverhalt oder Verknüpfung untersuchen, sondern sich vielmehr unterhalten lassen. Meinerseits fand ich die Rückblenden und Erklärungen zu "Dracula" sehr einfallsreich und gekonnt umgesetzt, so dass sie für mich stimmig wirkten oder der Roman gar vielmehr als Einzelwerk dastehen kann, ohne das Original zu kennen. Zudem wurde der Roman etwas moderner gestaltet - auch in Hinsicht auf die Erzählweise, die im Gegensatz zum Original nicht aus Briefen oder Protokollen besteht. Es geht brutal zu und auf dem heutigen höheren Horrorniveau. Die Figuren erwachen beim Lesen direkt vor den Augen des Lesers und lassen ihn in ein frühes London eintauchen, deren düstere Atmosphäre zum Greifen nahe ist. "Dracula - die Wiederkehr" ist mehr als nur ein klassischer Vampirroman. Den Autoren ist eine Mischung aus spannendem Krimi, historischer Roman, Drama und Horror gelungen. Es mag ein offizieller Abschluss zu "Dracula" sein, aber man ist nicht gezwungen, das Original zu kennen, um den Roman genießen zu können. Es könnte sogar einige Leser dazu verleiten, doch mal zum Klassiker zu greifen.

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  • Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Dracula - Die Wiederkehr
    Cayenne

    Cayenne

    17. July 2010 um 18:59

    Wer kennt Bram Stokers "Dracula" nicht? Der Klassiker ist eins meiner Lieblingsbücher. Deshalb war ich hocherfreut, aber auch skeptisch, als ich "Dracula-Die Wiederkehr" entdeckt hatte. Ganz sicher wird kein anderes Vampirbuch jemals die Atmosphäre von "Dracula" wiedergeben können, denn dieses Buch ist wirklich außergewöhnlich. Die Fortsetzung war einerseits interessant, denn man erfährt was aus den Figuren von "Dracula" geworden ist, andererseits war es schade, dass einem die Illusionen genommen wurden. Ob mit "Dracula- Die Wiederkehr" wirklich ein würdiger Nachfolger von Bram Stokers "Dracula" geschaffen wurde - ob soetwas überhaupt möglich ist - sei dahingestellt! Trotzdem war ich begeistert von diesem Buch - Spannung&Vampire- toll!

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  • Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Dracula - Die Wiederkehr
    Avatarus

    Avatarus

    20. April 2010 um 08:24

    Der Preis ist für die Art der Herstellung des gebundenen Buches zu hoch. Das Buch hätte insgesamt gar nicht geschrieben werden müssen. Nach lesen des Nachwortes verstehe ich das Buch als späte Rache an der Hollywoodmaschinerie. Dracula als das ultimative Böse ist in Frage gestellt. Man kann eigentlich nicht viel über das Buch schreiben, ohne zu spoilern. Ich fands fragwürdig und es ist ein eigenständiger Roman. Er wirkte für mich, als wenn ein C-Movie Regisseur die Ideen der letzten Jahre nehmen würde, um daraus was zu basteln. Anfangs wurde es leicht pornographisch. Zumindest für die Zeit, in der es geschrieben wurde, würde es skandalöse Unkenrufe geben. Ganz nett fand ich den Einwurf der technischen Errungenschaften seiner Zeit, aber auch das fand ich zu aufgesetzt.

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  • Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Dracula - Die Wiederkehr
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    16. March 2010 um 12:55

    Inhalt: Nach der Vernichtung Draculas haben sich die Wege der Gruppe um Jonathan und Mina Harker sowie Professor Van Helsing getrennt. Jeder kämpft für sich mit den Schatten der Vergangenheit, als nach 25 Jahren plötzlich wieder grausame Morde geschehen. Schnell stellt sich heraus, dass der Angreifer es auf die Ritter des Lichts abgesehen haben, die bei der Zerstörung des Vampirs involviert waren. Ist es wirklich möglich, dass der dunkle Prinz überlebt hat und Rache üben will? Meinung: Wer kennt ihn nicht? Bram Stokers Dracula. Der Vampir, der die schöne Mina zu verführen suchte und den der Anwalt Jonathan Harker mit Hilfe seiner Freunde zur Strecke brachte, um seine große Liebe zu retten. Ein Monster, das sowohl Angst als auch Begierde in den Seelen der Menschen weckt. Doch was passiert mit jenen, die dem Bösen ins Auge geblickt haben und dem Tod von der Klippe gesprungen sind? Diesen Fragen sind Dacre Stoker, Urgroßneffe des berühmten Bram Stoker, und Stoker-Forscher Ian Holt in Dracula – Die Wiederkehr nachgegangen. Der Roman spielt 25 Jahre nachdem Jonathan Harker, seine Frau Mina und seine Freunde Dr. Jack Seward, Arthur Holmwood sowie Professor Van Helsing den Vampir Dracula getötet haben, als Gerüchte von schrecklichen Morden in Umlauf kommen. Schnell taucht eine einzige Frage auf: Kann es wirklich sein, dass der dunkle Prinz zurückgekehrt ist, um an den Rittern des Lichts Rache zu üben? Die einstigen Freunde, die sich gegen Dracula zusammengeschlossen hatten, sind getrennte Wege gegangen. Jeder kämpft für sich mit der Vergangenheit, den Erinnerungen an die Opfer dieses Kampfes und dem Wissen, dass das Böse auf Erden nicht allein in den Seelen der Menschen schlummert. Von den damaligen Ereignissen ahnt Quincey Harker, Sohn von Mina und Jonathan, nichts. Er will seinen Traum von einer Schauspielkarriere erfüllen. Seine Eltern allerdings – insbesondere sein Vater – sind damit nicht einverstanden und versuchen ihn mit allen Mitteln davon zu überzeugen eine Laufbahn als Anwalt einzuschlagen. Dieser Druck entfernt Quincey immer weiter von seinen Eltern. Als er die Bekanntschaft mit Bram Stoker macht, der versucht sein Theaterstück „Dracula“ groß herauszubringen und zufällig entdeckt, dass diese Geschichte, die Lebensgeschichte seiner Eltern ist, verliert er jedes Vertrauen in seine Mutter, flüchtet vor den Ereignissen und sinnt nur auf eines: Rache. Dabei trifft er auf Personen, die alle mit jener Vergangenheit verbunden sind und auf unterschiedlichste Art und Weise versuchen mit ihrem Leben zurechtzukommen. Die Autoren Dacre Stoker und Ian Holt haben besonders viel Wert auf die Zeichnung der Figuren gelegt. Wie haben sie sich nach 25 Jahren weitentwickelt und was ist aus ihnen geworden, nachdem sie das leibhaftige Böse besiegt haben? Dabei vollzog jeder der Charaktere eine drastische Wandlung, die für den Leser wohl einerseits gewöhnungsbedürftig, andererseits faszinierend sein dürfte. Jack Seward beispielsweise hat den Tod seiner geliebten Lucy Westenra, welche von Dracula zum Vampir gemacht wurde, nie richtig überwunden. Er ist morphiumsüchtig und hat sich von seinen Freunden abgewandt. Als wieder brutale Mord begangen werden, wie damals von Jack dem Schlitzer, die niemals aufgeklärt wurden, begibt er sich auf die Suche nach dem Übel und findet es auch: Gräfin Erzsébet Báthory, eine Vampirin, die es liebt im Blut junger Mädchen zu baden. Von seinen ehemaligen Verbündeten kann sich Jack wenig Unterstützung erhoffen, denn sie halten ihn für einen Spinner und Drogensüchtigen. Das Ehepaar Mina und Jonathan Harker hat seine besten Tage ebenfalls bereits hinter sich gelassen. Nur ihr Sohn Quincey hält die beiden noch zusammen, denn obwohl Dracula seit bereits 25 Jahren tot ist, steht er immer noch zwischen ihnen. Jonathan verkraftet es nicht, dass seine Frau nachts Träume vom dunklen Prinzen hat und seinen Namen ruft. Er kann – trotz unendlicher Liebesbekundungen von Mina – nicht glauben, dass sie ihn mehr liebt, als sie Dracula begehrt hat. Diesen Kummer ertränkt er im Alkohol. Aber auch gegenüber ihrem Sohn, können Mina und Jonathan nicht ehrlich sein. Sie verheimlichen ihm ihre Beweggründe und erreichen damit genau das Gegenteil: Statt ihn zu schützen, entfernt er sich immer weiter von ihnen und gerät damit in größte Gefahr. Jede Figur blickt in ihre eigene Seele und kämpft mit den Schatten der Vergangenheit. Dabei sind sie aber so gestaltet, dass es dem Leser vorkommt, als hätte er es mit realen Menschen und nicht mit fiktiven Gestalten zu tun. Der Roman spielt auf verschiedenen Ebenen und gewinnt dadurch an Komplexität, die schwer zu beschreibe ist. Einerseits gelingt es Dacre Stoker und Ian Holt auf geschickte Art und Weise die vergangenen Ereignisse in die Handlung einzubauen, sei es ein Brief von Mina an ihren Sohn am Anfang des Buches oder durch Erinnerungsrückblenden der Figuren. Diese Informationen sind nötig, um den weiteren Verlauf der Geschichte zu verstehen, langweilen aber auch Kenner von Bram Stokers Dracula keineswegs. Andererseits erzeugen sie unterschiedliche Ebenen innerhalb des Romans: Sie lassen Bram Stoker als Figur auftreten, welcher versucht seinen bisher erfolglosen Roman „Dracula“ als Theaterstück zu inszenieren, wobei die Quelle des Buchstoffes die Geschichte von Vlad, dem Pfähler sowie der Familie Harker und ihren Freunden ist. Die Konstruktion aus Realität und Fiktionalität vollzieht sich aber auch durch eine andere Figur, nämlich Inspektor Cotford: Vor 25 Jahren war er hinter Jack, dem Schlitzer, her und nun hat er es auf Professor Van Helsing abgesehen, den er als Schlitzer vermutet. Dabei gerät er immer tiefer in die Geheimnisse der Freunde hinein und ist überzeugt, dass auch die neusten Morde auf das Konto einer Gruppe, die sich um den Professor schart, gehen. Doch er verschließt die Augen vor dem Unglaublichen, nämlich, dass die grausamen Morde das Werk eines übernatürlichen Wesens sein könnten. Viele Perspektivwechsel erzeugen ein Netz aus Spannung, Intrigen und teilweise auch Verwirrung. Aber gerade die Fülle an Personen, Ereignissen und Gedankengängen füllen das komplexe Konstrukt, das die Autoren erschaffen haben. Bram Stokers Dracula gehört für mich zu den bedeutendsten Klassikern der Weltliteratur. Betrachtet man Dracula – Die Wiederkehr als Fortsetzungsroman, so muss ich differenzierter vorgehen. Es hat mich fasziniert, schockiert und beeindruckt, wie sich die Figuren seit den schicksalhaften Tagen von Draculas Zerstörung entwickelt haben. Jede Figur trat für sich beinahe als Mensch aus Fleisch und Blut hervor, so real waren die Abgründe, in die jeder geblickt hat. Die Autoren werfen mit Dracula – Die Wiederkehr allerdings auch ein komplettes Weltbild, das Bram Stoker dem Leser in Dracula eröffnet hat um. Diese Tatsache lässt mich mit einem zwiespältigen Gefühl auf das Buch blicken. Die Charaktere haben sich derartig weiterentwickelt (verändert), dass sie kaum noch an Bram Stokers Figuren erinnern, dennoch aber dem Handlungsverlauf passend charakterisiert werden. Stokers Urgroßneffe und der Forscher Ian Holt haben mit diesem Buch viel gewagt und einen faszinierenden Roman über Dracula, die Familie Harker, Professor Van Helsing und dem Rest der Gruppe geschrieben. Dennoch kann es als Fortsetzung nicht mit Bram Stokers Dracula mithalten. Als alleinstehendes Buch ist es aber durchaus gelungen, sorgt für Gruselmomente und lässt den Leser eine alte Geschichte aus einer völlig neuen Perspektive erleben. Fazit: Dracula – Die Wiederkehr von Dacre Stoker und Ian Holt ist spannend, faszinierend und schockierend zugleich. Das Buch wirft das Weltbild, welches Bram Stoker in seinem Meisterwerk erschaffen hat, fast vollständig um. Daran muss sich der Leser erst gewöhnen, denn die altbekannten Figuren haben sich in den letzten 25 Jahren stark verändert, stehen vor den Schatten ihrer Seele und ihrer Vergangenheit und müssen zum zweiten Mal in den Abgrund des Bösen blicken. Der Roman konstruiert auf gewagte Weise eine Möglichkeit, die wahrscheinlich nicht jedem Dracula-Liebhaber gefallen wird, als Einzelwerk aber durchaus seinen Reiz hat, für überraschende Momente sorgt und fast durchgehend spannend bleibt.

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  • Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Dracula - Die Wiederkehr
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. March 2010 um 17:10

    Dacre Stoker und Ian Holt haben sich mit "Dracula - Die Wiederkehr" einen Traum erfüllt. Gleichzeitig war es ihnen ein Bedürfnis, die Rechte der Familie Stoker an der Figur Dracula wieder an den richtigen Platz zu rücken, nachdem sie in der Vergangenheit mit Füßen getreten wurden. Die schwierige Aufgabe, eine dem Original würdige Fortsetzung zu schreiben, ist ihnen gelungen, auch wenn sie nicht ganz die Qualität Bram Stokers erreicht haben. Der empörte Aufschrei vieler Dracula-Fans ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt, auch wenn das Autorenpaar sich einige schriftstellerische Freiheiten nahm, die nicht den Fakten der Originalgeschichte entsprechen. In ihren ausführlichen Nachbemerkungen erklären sie ihre Gründe für diese Veränderungen, die allesamt nachvollziehbar und akzeptabel sind. Zudem baut ihre Geschichte auf Originalnotizen Bram Stokers auf, die vermuten lassen, dass er einige der Ideen bereits vor über 100 Jahren hatte und sicher glücklich wäre, sie heute umgesetzt zu wissen, angepasst an den modernen Geschmack der Leser. Personen, die er einst für sein Buch ersann, aber wieder streichen musste, erwachen nun in dieser Fortsetzung zum Leben, genauso wie einige seiner Wegbegleiter, bekannte Persönlichkeiten, die man mit Dracula verbindet und Bram Stoker selbst, was unter anderem der besondere Clou dieses Buches ist. Ungeklärte Handlungsfäden aus Dracula. Ein Vampirroman wurden weiter gesponnen, man erfährt z.B. wie Jonathan und Mina sich ineinander verliebten, wie die Streiter für das Licht überhaupt zusammenfanden oder wie die Freundschaft zwischen Mina und Lucy entstand. Ebenfalls gelungen ist die Verknüpfung der Story mit historischen Ereignissen und Personen, wie dem ersten Flug von England nach Frankreich, der Jungfernfahrt der Titanic oder den Taten Jack the Rippers. Manchem mag das zuviel des Guten sein, doch wie Dracula selbst haben auch diese Ereignisse und Personen annähernd Kultcharakter und passen gut zusammen. Und welche Dame außer der "Blutgräfin" Erzsébet Báthory hätte sich besser als geeignet, dieser Story eine weitere blutige Facette zu geben? Die weibliche Variante des bekanntesten Vampirs aller Zeiten spiegelt das Böse perfekt wieder und verleiht der Geschichte mehr Intensität. Da Graf Dracula in diesem Buch selbst zu Wort kommt, seine Beweggründe und Überzeugungen geschildert werden, und er dadurch einen Teil seiner Bösartigkeit verliert, ist die Gräfin Báthory ein perfekter Ausgleich, um eine ebenso schaurige Stimmung zu erschaffen wie im Ur-Dracula. Genauso verhält es sich mit der Entwicklung der anderen Protagonisten. Ist es wirklich so abwegig, dass Jonathan Harker zum Säufer wurde, nachdem er feststellte, was mit seiner Frau geschieht? Können einen die schrecklichen Erlebnisse in Transsilvanien nicht wirklich in eine Morphiumsucht treiben, so wie es Jack Seward passierte? Und ist es nicht etwas Alltägliches, dass ein Mensch vor Trauer um seine geliebte Frau verbittert und sich in sich selbst zurückzieht, wie es Arthur Holmwood hier tat? Nein, ganz und gar nicht. Es ist sogar ziemlich plausibel, denn wer könnte nach solch prägenden Erlebnissen einfach so weiterleben, als wäre nichts geschehen? Dacre Stoker und Ian Holt haben es sich nicht einfach gemacht. Man merkt ganz deutlich, dass sie besonderen Wert darauf legten, auch Bram Stokers Wünsche und Vorstellungen zu berücksichtigen, genauso wie die aller Dracula-Fans. Zugegeben, "Dracula - Die Wiederkehr" verlangt eine aufgeschlossene Einstellung, die Bereitschaft, einen Teil des Wissen über die Originalgeschichte über den Haufen zu werfen und die Fähigkeit, sich von der Fantasie der Autoren mitreißen zu lassen. Doch wer bereit ist, sich darauf einzulassen, wird eine spannende, unheimliche und aufregende Geschichte erleben, die von der ersten Seite bis zum alle Möglichkeiten offen lassenden Ende zu begeistern weiß.

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