Dracula - Die Wiederkehr

von Dacre Stoker und Ian Holt
3,8 Sterne bei84 Bewertungen
Dracula - Die Wiederkehr
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Positiv (58):
Angelika243s avatar

Ein schöner Vampirroman mit altbekannten Charakteren. Ob es ein würdiger Nachfolger ist, muss jeder für sich selber entscheiden

Kritisch (10):
Pat82s avatar

extrem wirr, das Buch hat mich unruhig gemacht .. ich habs fertig gelesen ... aber es hat langeeeee gebraucht

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Inhaltsangabe zu "Dracula - Die Wiederkehr"

London 1912 - fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, seit die Vampirjäger um Professor Van Helsing den gefürchteten Dracula zur Strecke brachten. Doch der Friede ist trügerisch. In London geschehen grausame Morde. Irgendjemand scheint es auf diejenigen abgesehen zu haben, die damals an der Vernichtung des dunklen Grafen mitwirkten. Könnte es sein, dass der legendäre Dracula noch unter den Lebenden weilt?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783802584930
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:552 Seiten
Verlag:Egmont LYX
Erscheinungsdatum:07.10.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    Lesesumms avatar
    Lesesummvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein würdiger Nachfolger aus der Feder eines echten Stokers!!!!
    eine gelungene Fortsetzung des Klassikers

    Dracula - Die Wiederkehr
    von Dacre Stoker Ian Holt


    Inhalt - Buchbeschreibung auszugsweise:

    London 1912 - fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, seit die Vampirjäger um Professor Van Helsing den gefürchteten Dracula zur Strecke brachten. Doch der Friede ist trügerisch.


    Es ist fast nicht zu glauben aber es geht weiter..... und zwar in einer unbeschreiblichen Art und Weise, die man sich so wahrscheinlich niemals hätte vorstellen können. Manchmal muss man sich zwar erst einmal wieder einfinden weil es Sprünge von Kapitel zu Kapitel gibt, da immer ein Wechsel ist zwischen den Charakteren des Buches aber man gewöhnt sich schnell daran. Die Geschichte kann so wirklich nur von einem echten Stoker weiter erzählt werden! Dacre Stoker ist der Urgroßneffe von Bram Stoker und es scheint wohl in den Genen zu liegen Bücher zu schreiben. Mit so einer fantastischen Fortsetzung hatte ich allerdings nicht gerechnet. Von der ersten Zeile an hat mich dieses Buch in der Hand gehabt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen.


    Dieses Buch kann ich nur allen Stoker-Fans ans Herz legen und ich denke Sie werden es nicht bereuen es zu lesen. Allen Anderen Lesern würde ich vor diesem Buch den Klassiker empfehlen, denn sonst wissen Sie nicht um was es wirklich geht. Selbst wenn man die Verfilmung gesehen hat mit Gary Oldman sollte man vorher "Dracula" von Bram Stoker lesen und danach "Dracula Die Wiederkehr".


    Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Dacre Stoker und hoffe wirklich sehr, dass Er weiter schreibt bzw. Seine Bücher auch weiterhin ins Deutsche übersetzt werden!


    © by Lesesumm auf LB/Lesejury/mehrBüchermehr.... auf WLD?


    Kommentare: 2
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    Monkbergs avatar
    Monkbergvor 5 Jahren
    Gut geschrieben, aber insgesamt nicht überragend

    Wie man weiß, endet Bram Stokers Dracula damit, dass der Vampir sein wohlverdientes Ende findet. Dracula - die Wiederkehr, ist von Dacre Stoker, einem Urgroßneffen des Autors in Zusammenarbeit mit Ian Holt, einem Dracula und Bram Stoker-Forscher, geschrieben worden. Die Autoren haben ein solides Werk geliefert, das streckenweise sogar Spannendes und Neues bietet. Doch insgesamt bleibt wie so oft bei Büchern, die eine erfolgreiche Story (nach Jahrzehnten) wieder aufnehmen, ein leicht schales Nachgefühl zurück. 

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    Monkbergs avatar
    Monkbergvor 5 Jahren
    Gut geschrieben, aber insgesamt nicht überragend

    Wie man weiß, endet Bram Stokers Dracula damit, dass der Vampir sein wohlverdientes Ende findet. Dracula - die Wiederkehr, ist von Dacre Stoker, einem Urgroßneffen des Autors in Zusammenarbeit mit Ian Holt, einem Dracula und Bram Stoker-Forscher, geschrieben worden. Die Autoren haben ein solides Werk geliefert, das streckenweise sogar Spannendes und Neues bietet. Doch insgesamt bleibt wie so oft bei Büchern, die eine erfolgreiche Story (nach Jahrzehnten) wieder aufnehmen, ein leicht schales Nachgefühl zurück. 

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    SomeBodys avatar
    SomeBodyvor 6 Jahren
    Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Hier sollte vorab gesagt werden, dass es sich bei „Dracula - Die
    Wiederkehr“ zwar um die offizielle Fortsetzung des legendären Romans von Bram Stoker handelt, dennoch wahrscheinlich als eigenständiges Buch zu bewerten ist.
    Die Handlung mit ihrer eher subtilen Spannung und auch der flüssige Schreibstil machen es dem Leser leicht, der Handlung zu folgen. Aber eben diese war mir persönlich ein wenig zu offensichtlich brutal in ihrer Darstellung, grenzt sich aber dennoch von den derzeitig aktuellen Romantic-Vampirromanen erheblich ab.

    Fazit:  Dracula lebt! ;)

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    anells avatar
    anellvor 6 Jahren
    Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    Ein Gutes hat dieses Buch.
    Matrix 3 ist nicht länger die Enttäuschung meines Lebens!
    Dracula ... das war mein Einstieg sowohl ins Fantasy- als auch ins Horrorgenre. Dracula, der Godfather of vampires (gut es ist nicht das spannendste, beste, tollste, witzigste oder gruseligste Buch der Welt, aber ich mag es trotzdem. Es ist schrullig, ja schrullig klingt gut)

    Als ich las, das ein Anverwandter von Bram Stoker eine Fortsetzung schreibt, war ich sofort ganz hibbelig. Ich hatte Freeda Warringtons "Dracula kehrt zurück" gelesen und war total im Vampirfieber. (also die ECHTEN Vampire, nicht diese Twilight-Vegies)

    Ich bestellte mir das Buch vor. Es kam, ich begann zu lesen und mein anfänglich erfreutes, gespanntes Gesicht rutschte immer weiter nach unten. WAS SOLL DAS?

    __ Rezension mit kleinen Spoilern ____

    Das Buch strotzt nur so vor absolut lächerlichen Actionsequenzen die gerade betteln "schau mich an, ich würde in einem Blockbuster verdammt gut aussehen, so in Slow Motion". Voller elender Zweizeiler (mein Favorit war: ich bin Draculas ehebrescherische Hure).

    Alle, aber auch wirklich alle Figuren aus dem Orignial, wurden genommen und zu Freakshow-Atraktionen umgestaltet. Drogensüchtige, Säufer, komplett Irre. Als hätte das Bethlem-Hospital heute Tag der offenen Tür.

    Der Antagonist. Ich glaube ich verate nicht zu viel, wenn ich sage, das die Gräfin Bathory zu bemühen ihren SM-Lesben-Hintern nach London zu schwingen, war mehr als ... lächerlich. Es war grausam. Aber nicht auf die gute, alte Horrorart grausam.

    Das Mina jetzt plötzlich was für Dracula übrig hatte ... hm ... hätte ich nie aus dem Kontext des Orignals herausgelesen. Das ja dadurch besticht, dass man sich mit einer Macht konfrontiert sieht, die man mit den Mitteln die einen zur Verfügung stehen einfach nicht gehändelt bekommt.

    Sie hier von "ihrem dunklen Prinzen" reden zu hören ... hm ...

    Das der Autor dann noch die Rollen von Gut und Böse tauschen will. Und das der jugendliche Held eine echte Flachpfeife ist, ist eigentlich nur das Tüpfelchen auf dem i.

    Ich war beim lesen, nur entnervt, gelangweilt und immer wieder fassungslos, wie man es heutzugae immer wieder schafft, gutes Material so vollständig gegen die Wand zu fahren.

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    -nicole-s avatar
    -nicole-vor 6 Jahren
    Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    London 1912: Fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, seit Professor Van Helsing zusammen mit seinen Verbündeten Mina únd Jonathan Harker, Arthur Holmwood, Jack Seward und Quincey P. Morris Graf Dracula in Transsilvanien vor seiner Burg vernichtet haben. Doch seitdem ist viel passiert: Quincey, der inzwischen erwachsene Sohn von Mina und Jonathan Harker möchte gegen den Willen seines Vaters Schauspieler werden. So beendet er sein Studium zum Rechtsanwalt und verlässt die Universität. Bei einer Theateraufführung lernt er den berühmten rumänischen Schauspieler Basarab kennen, der ihn in seinem Wunsch, Schauspieler zu werden, bestärkt und zu seinem Mentor wird. Doch Basarab hat etwas seltsames an sich und scheint Geheimnisse zu haben. Als Quincey sich in einem Theater vorstellt, lernt er Bram Stoker kennen, der seinen Roman 'Dracula' als Bühnenstück inszeniert. Als Quincey das Buch liest, ist er geschockt: Die Geschichte gibt das wieder, was seine Eltern vor fünfundzwanzig Jahren erlebt haben. Nach und nach findet er mehr über die dunklen Geschehnisse von damals heraus. Doch plötzlich geschehen in Londen grausame Morde, auch Jonathan Harker ist unter den Opfern. Den noch Lebenden kommt etwas schreckliches in den Sinn: Lebt Dracula noch? Oder gibt es noch ein anderes, unvorstellbar böses Wesen?
    Als ich gelesen habe, dass es eine offizielle Fortsetzung von Bram Stokers Dracula gibt, war ich sehr gespannt. Meine Meinung zu diesem Buch ist gemischt. Zum einen ist es spannend und enthält einiges: Krimi, Thriller und Horror. An manchen Stellen etwas langatmig. Aber zum Schluss nimmt die Geschichte noch einmal an Fahrt auf. Etwas überraschend allerdings finde ich die Darstellung von Dracula in diesem Roman. Kennt man ihn doch eher als den bösen Vampir. Mein Fazit: Mittelmäßig, aber da es doch spannend war, vergebe ich 3 Sterne.

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    Moosbeeres avatar
    Moosbeerevor 7 Jahren
    Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    „Die meisten Menschen beschließen ihr Leben, ohne ihren Glauben an Gott zu verlieren. Andere, denen dieses Glück nicht vergönnt ist, sehen ihren Glauben auf eine harte Probe gestellt. Das ist der Augenblick, an dem man zwischen Licht und Dunkelheit entscheiden muss. Nicht alle verfügen über die Kraft und die Weisheit, die richtige Wahl zu treffen. […] es ist besser, wenn Sie nicht mehr erfahren und ein Kind Gottes bleiben.“ (Van Helsing zu Quincey Harker)
    Inhalt
    Die Geschichte ist 25 Jahre nach den Geschehnissen in Transsilvanien angesiedelt. Die „Streiter des Lichts“ haben ihr Leben so gut es eben ging im Schatten der schrecklichen Ereignisse von damals weitergeführt. Doch dann geschehen grausame Morde. Jemand scheint es auf die Vampirjäger um Van Helsing abgesehen zu haben, die damals Graf Dracula vernichteten. Ist Dracula zurückgekehrt und nimmt nun Rache? Der Sohn von Jonathan und Mina Harker, Quincey, schwört Rache für den grausamen Tod seines Vaters und gerät dabei immer tiefer in den Strudel der Vergangenheit. Woher weiß der Autor Bram Stoker von den Ereignissen? Welche Rolle spielten seine Eltern in dieser Geschichte? Wer ist der geheimnisvolle, rumänische Schauspieler Basarab, der mit seinem Ensemble überall dort auftaucht, wo die Morde von „Jack, dem Schlitzer“ geschehen? Plötzlich sieht sich der junge Harker nicht nur mit der Vergangenheit seiner Eltern, sondern noch einer viel mächtigeren Gegnerin konfrontriert: der grausamen Vampirin Erzsébet Báthory...
    Meine Meinung
    Dacre Stoker, der Urgroßneffe von Bram Stoker, erklärt im Nachwort, dass es seine Absicht gewesen sei, „sowohl Bram als auch Dracula gewissermaßen ihre Würde wiederzugeben“ und diesen damit gleichzeitig wieder für die Familie Stoker zu beanspruchen. Dies ist meines Erachtens vollkommen gelungen! Das Autorenduo hat einen düsteren, atmosphärischen Roman geschrieben, der einen in die dunklen Gassen Londons katapultiert. Die Vernichtung des dunklen Grafen hängt wie ein Damokles-Schwert über den Protagonisten und sorgt somit für Spannung und einen schrecklich-schönen Schauder. Wer den Originalroman kennt, der wird viele tolle Anspielungen, aber auch Veränderungen feststellen. Ziel der Autoren war es laut eigener Aussage nicht, Brams Sichtweise zu verändern, sondern lediglich einen anderen Blickwinkel zu zeigen. Für mich als Dracula-Fan erstmal gewöhnungsbedürftig, aber auch spannend. Dracula wird hier nicht nur als der böse, dunkle Vampir dargestellt, sondern auch als Wesen, das durchaus in der Lage ist innere Seelenpein und Liebe zu empfinden. Einziges Manko: die Liebesgeschichte zwischen Mina und Dracula (als Zugeständnis an die Hollywood-Vampire). Ich finde, die Geschichte wäre auch ohne sie ausgekommen.
    Fazit
    Obwohl dieses Buch im Lyx-Verlag erschienen ist, sucht man kitschige Liebesgeschichten hier (fast) vergebens. Zum Glück! :) Der düstere Klassiker hat eine würdige Fortsetzung gefunden und wird Buch- wie Filmfans gleichermaßen begeistern. Von mir gibt es daher volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich für den Dracula-Mythos interessieren.

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    walli007s avatar
    walli007vor 7 Jahren
    Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    "Live or let die"
    Ein wenig erinnert er mich tatsächlich an Wilhelm Meister, der schmeißt schließlich auch ne Ausbildung hin, um Künstler zu werden. Da hören die Ähnlichkeiten zwischen Meister und Quincey Harker dann auch auf. Harker ist der Sohn von Mina und Jonathan Harker, die wie wir aus Bram Stokers Roman wissen 25 Jahre zuvor gegen Dracula gekämpft und ihm den Garaus gemacht haben. Doch nach dieser langen Zeit geschehen in London grausame Morde, die Zweifel daran aufkommen lassen, das Dracula wirklich tot ist. Um ihn zu schützen wollen Mina und Jonathan ihren Sohn soweit es geht natürlich unter Kontrolle haben. Doch wie jeder 25jährige hat der Sohn kein großes Verständnis für die Pläne, die seine Eltern mit ihm haben. Lieber will er seinem großen Vorbild, dem hervorragenden Shakespeare-Darsteller Basarab, nacheifern....
    Lang, lang ist es her, dass ich das Buch von Bram Stoker gelesen habe. Und irgendwie haben es mir die Dracula-Filme nicht so richtig angetan. Dennoch war ich sehr neugierig wie sich die beiden Autoren mit den Vorgaben des Erfinders auseinandersetzen und was sie daraus machen. Und herauskam ein meiner Meinung nach sehr lesenswertes Buch, das ich kaum aus der Hand legen mochte. Zum einen hat es natürlich das Kramen in alten Erinnerungen hervorgerufen und den Wunsch geweckt das ursprüngliche Buch noch einmal zu lesen. Zum anderen fand ich aber auch die Adaption in eine modernere Zeit sehr gelungen. Da frage ich mich fast, wie sich Bram Stokers Dracula in der heutigen Zeit zurechtfinden würde. Außerdem ist es den beiden Schriftstellern gelungen noch einige neue Komponenten in die Geschichte zu integrieren, die die alte Geschichte vervollständigen und abrunden. So hat mir das ganze Buch sehr gut gefallen. Hierbei möchte ich auch die relativ umfangreichen Erläuterungen der Autoren positiv hervorheben, die viel zum Verständnis der Motivation beitragen. Manchmal allerdings gewann ich den Eindruck, die Autoren könnten schon eine künftige Verfilmung im Blick gehabt haben, so das hin und wieder mal ein Szene zu lang gerät und für meinen Geschmack die eine oder andere Beschreibung zu blutrünstig.

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    dark_angels avatar
    dark_angelvor 7 Jahren
    Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    London, im Jahre 1912. Mittlerweile sind 25 Jahre vergangen, seit Professor Van Helsing und seine Gefährten Dracula getötet haben. In London geschehen seltsame und grausame Morde. Jemand trachtet nach dem Leben deren, die damals bei der Vernichtung Draculas mitgewirkt haben. Ist es möglich, dass Dracula wieder von den Toten auferstanden ist, um Rache zu üben?

    Obwohl ich den Vorgänger bzw. die Originalfassung von Bram Stoker nicht kenne, hab ich mich nicht von der Lektüre der scheinbar offiziellen Fortsetzung abschrecken lassen. Die wichtigsten Details hat man ohnehin schon mal aufgeschnappt oder eine Verfilmung von Dracula gesehen, so dass Namen wie Van Helsing oder Jonathan Harker nicht gänzlich unbekannt sein dürften.

    Die Autoren Dacre Stoker und Ian Holt haben sich wahrlich was einfallen lassen, um den berühmtesten aller Vampire wiederauferstehen zu lassen. So ist es ihnen gelungen, nicht nur eine Verknüpfung zu Dracula herzustellen, sondern auch zu den Morden von Jack the Ripper. Sie spielen geschickt mit realen und fiktiven Personen, so dass der Leser sich überraschen lassen kann, wer ihm über die Zeilen hinweg begegnen wird oder welche realen Personen gehuldigt werden. Als kleiner Appetithappen sei erwähnt, dass Bram Stoker selbst einen Auftritt haben wird. Diese Verknüpfung von Realität und Fiktion hat mich beim Lesen stark an Kim Newmans "Die Vampire" erinnert. Wer das Buch also gelesen hat, dürfte auch an "Dracula - die Wiederkehr" seine Freude haben, wenn auch nicht auf dem gleich hohen ausgefallenen Niveau wie "Die Vampire".

    Die Autoren erklären im Nachwort, dass sie einige Abstriche machen mussten und einige historische oder fiktive Fakten geändert haben, um die Geschichte und deren Handlung stimmig zu machen. Daher sollte man nicht zu kritisch jeden Sachverhalt oder Verknüpfung untersuchen, sondern sich vielmehr unterhalten lassen. Meinerseits fand ich die Rückblenden und Erklärungen zu "Dracula" sehr einfallsreich und gekonnt umgesetzt, so dass sie für mich stimmig wirkten oder der Roman gar vielmehr als Einzelwerk dastehen kann, ohne das Original zu kennen. Zudem wurde der Roman etwas moderner gestaltet - auch in Hinsicht auf die Erzählweise, die im Gegensatz zum Original nicht aus Briefen oder Protokollen besteht. Es geht brutal zu und auf dem heutigen höheren Horrorniveau. Die Figuren erwachen beim Lesen direkt vor den Augen des Lesers und lassen ihn in ein frühes London eintauchen, deren düstere Atmosphäre zum Greifen nahe ist.

    "Dracula - die Wiederkehr" ist mehr als nur ein klassischer Vampirroman. Den Autoren ist eine Mischung aus spannendem Krimi, historischer Roman, Drama und Horror gelungen. Es mag ein offizieller Abschluss zu "Dracula" sein, aber man ist nicht gezwungen, das Original zu kennen, um den Roman genießen zu können. Es könnte sogar einige Leser dazu verleiten, doch mal zum Klassiker zu greifen.

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 7 Jahren
    Rezension zu "Dracula - Die Wiederkehr" von Dacre Stoker

    1897 schrieb der irische Autor Bram Stoker ein Buch, dass die Literaturgeschichte verändern sollte: Dracula.
    Leider kam der Erfolg aber erst viel später und Stoker erlebte ihn nicht mehr.
    Sein Urgroßneffe Dacre Stoker hat sich schon immer mit seiner Familiengeschichte beschäftigt und der Tragik, die mit dem Roman „Dracula“ einherging. Denn das Buch brachte der Familie kein Glück. Im Nachspann erzählt Dacre, dass seine Familie nie die Filmrechte erhalten hat und daher auch kein Mitspracherecht bei den zahlreichen Verfilmungen, die das Buch in den meisten Fällen völlig anders wiedergaben. Schließlich beschloss Dacre, dass er die Ehre der Stokers retten und ein Buch schreiben würde, welches im Sinne seines Urgroßonkels sein würde. Eine Fortsetzung des Romans mit den ursprünglichen Themen und Figuren. Er wollte damit sowohl Bram als auch Dracula seine Würde wiedergeben.
    Und das ist ihm – zusammen mit Ian Holt wunderbar gelungen.

    Für mich war „Dracula – die Wiederkehr“ wie ein Wiedersehen mit alten Freunden, die man lange vermisst hat: Mina Harker, Jonathan Harker, John Seward, Arthur Holmwood, Abraham Van Helsing und natürlich Dracula selbst.

    Kurz zum Inhalt, denn ich möchte nicht zuviel verraten:
    25 Jahre sind vergangen seit den Ereignissen in Transsilvanien und die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Jonathan und Mina sind nach wie vor verheiratet, aber Jonathan konnte seiner Frau nie verzeihen, dass sie ihn mit Dracula betrogen und beinah für ihn verlassen hätte. Und Mina sieht noch genau so jung aus, wie damals, was sie dem Vampirblut in ihren Adern zu verdanken hat. Noch etwas, dass Jonathan nicht ertragen kann und ihn ständig an ihren Verrat erinnert. Mina hingegen schwört, dass sie nur ihren Mann liebt und nichts mehr für ihren dunklen Prinzen empfindet, von dem sie sicher ist, dass er damals in Transsilvanien starb.
    Ihr gemeinsamer Sohn Quincey (benannt nach dem damals verstorbenen Quincey Morris) weigert sich den von seinem Vater vorgeschriebenen Weg als Advokat zu gehen und schmeißt sein Studium an der Sorbonne in Paris hin. Stattdessen arbeitet er an einem Theater und trifft dort auf den berühmten rumänischen Schauspieler Basarab, eine äußerst charismatische Figur. Quincey bewundert den Mann und will ihn überreden am Theater in London in einem Stück des bis dahin erfolglosen Schriftstellers Bram Stoker die Hauptrolle zu übernehmen: Dracula.
    Damit er weiß, um was es überhaupt geht, liest der Stokers Buch – und ist entsetzt. Wieso spielen seine Eltern die Hauptrolle in diesem Buch? Und was haben Jack Seward und Arthur Holmwood mit der Sache zu tun, zwei Männer, die er von klein auf kennt und bewundert. Und wer ist dieser Graf Dracula und was hat seine Mutter mit diesem Mann…diesem Ungeheuer zu schaffen?

    Zur gleichen Zeit geschehen in London grausame Morde. Ist Dracula zurück gekehrt? Oder treibt noch ein weiterer Vampir sein Unwesen und tötet der Reihe nach die Personen, die sich damals gegen Dracula verbündet hatten?
    Wer sich mit der Geschichte Draculas befasst, der weiß, dass Bram Stoker nicht nur die Geschichten über Vlad den Pfähler, sondern auch die ungarische Gräfin Bathory als Vorbild für seinen Dracula nahm. Auch diese Idee wird hier verarbeitet.
    Und eine der berühmtesten Mordserien, die bis heute nicht geklärt ist, haben Holt und Stoker ebenfalls in die Geschichte eingewoben.

    Erläuterungen hierzu findet man im Nachwort und nach dem man dieses gelesen hat, wird einem erst klar, was für eine gelungene und würdige Hommage an Bram Stoker und den berühmtesten Vampir der Literaturgeschichte „Dracula – Die Wiederkehr“ ist.

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