Dagmar Eiken-Lüchau , Tanja Husmann Mia - meine ganz besondere Freundin

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Inhaltsangabe zu „Mia - meine ganz besondere Freundin“ von Dagmar Eiken-Lüchau

Ich bin Lotte. Und das ist Mia. Wir gehen in denselben Kindergarten. Mia ist ein bisschen anders. Manchmal kann ich sie nicht verstehen, und manchmal versteht sie mich nicht. Daher beobachte ich sie ganz genau und lerne so, wie Mia wirklich ist. Mia ist besonders. Und sie ist toll! – Mia ist besonders toll! Und daher ist Mia meine ganz besondere Freundin. Diese Geschichte hilft, das Verhalten und die Gefühle von autistischen Kindern besser zu verstehen – was manchmal gar nicht so leicht ist. Sie lehrt bereits die ganz Kleinen, wie schön es sein kann, Menschen, die anders sind, zu entdecken und so zu akzeptieren, wie sie sind. So lernen Kinder im Kita-Alter, mit besonderen Kindern umzugehen und sie gelassen in ihre Gemeinschaft zu integrieren. Altersgerecht und situationsorientiert, ohne zu verurteilen oder zu beängstigen, klärt dieses Buch auf. Es geht zwar um Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS), der Begriff „Autismus“ kommt allerdings gar nicht darin vor.

Ein Buch über ein autistisches Mädchen erzählt von ihrer besten Freundin im Kindergarten. Eine wunderbare Geschichte, die viel über Autismus

— Kinderbuchkiste
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  • Eine wunderschöne Freundschaftsgeschichte mit einem autistischen Kind

    Mia - meine ganz besondere Freundin
    Kinderbuchkiste

    Kinderbuchkiste

    08. February 2017 um 19:43

    Mia- meine ganz besondere Freundin" ist momentan mein absolutes Lieblingsbuch. Seit ein paar Tagen wird es fast täglich bei uns gelesen und die Kinder sind immer sehr mitgerissen, da es sich bei all dem Besondern dennoch extrem an der Alltagswelt der Zielgruppe Kindergartenkind orientiert. Mia ist ein ganz besonderes Mädchen. Sie hat Autismus. Was das ist wissen die anderen Kinder und viele Erwachsenen ist nicht. Autistische Kinder sehen nicht anders aus als andere Kinder doch die meisten verhalten sich für unser Empfinden seltsam. Dagmar Eiken- Lüchau hat diese Geschichte ursprünglich für die Kinder der Kita ihrer Tochter geschrieben, denn ihre Tochter ist Autistin. Ihr Anliegen war es den Kindern zu erklären wie sich ihre Tochter fühlt , wie man mit ihr umgehen kann und wieso sie so reagiert wie sie reagiert. Durch die stimmungsvollen Illustrationen von Tanja Husmann ist so  ein wunderschönes Bilderbuch entstanden. Neben der Geschichte hat mir besonders gut der Anhang gefallen, den man den Kindern ruhig mit vermitteln sollte. Selbst Mutter eines autistischen Kindes hatte mich das Buch natürlich gleich interessiert und ich war wirklich sehr glücklich über diese gelungene Vermittlung/ Umsetzung des Themas . Dennoch war am Ende ein unbeschreibbares  Gefühl, dass ich zunächst nicht deuten konnte. Ich überlegte wie in unserer Gesellschaft das Wort Autismus verankert ist. Autismus ist weitestgehend unbekannt und wenn wird es oft damit verbunden, dass Autisten keinen Kontakt zu ihren Mitmenschen aufnehmen und dass sie sich nicht berühren lassen. Das Autismus viel mehr, viel differenzierter ist wissen die wenigsten. Lesen nun Leute mit diesem Halbwissen das Buch werden sie es nicht in Verbindung mit ihrem Bild des Autisten verbinden können. Erst der Anhang bietet Erklärung. Vielleicht hätte ich mir vorne, vor Beginn der Geschichte, einen Hinweis auf  den Anhang gewünscht. Aber für das Buch an sich spielt dies keine Rolle. Nun aber zur Geschichte : Auf der Titelseite sehen wir Mia. Ein ganz normales kleines Mädchen . Seifenblasen und geschwungene Linien  lassen erkennen, das es sich um eine ganz besondere, ganz eigene Welt handeln wird. Ähnlich eine Zauberwelt. Die Geschichte beginnt. Wir sehen Kinder im Kindergarten. Sie spielen zusammen. neben ihnen steht ein Mädchen und guckt freundlich zu. Lotta erzählt uns von ihrer Freundschaft zu Mia, ihrer ganz besonderen Freundin. Sie erzählt uns von ihren Freunden und  was sie gerne spielen und von Mia, die eigentlich genauso ist wie alle anderen Kinder und dennoch so ganz anders ist. Mia redet nicht viel und wenn kann es keiner verstehen. Mia kann  Lotta hören aber versteht sie doch wohl nicht. Lottas Mama hat ihr einmal erklärt, dass es so ähnlich ist als wenn jemand in einer fremden Sprache mit ihr sprechen. Dann könnte Lotta es nicht verstehen aber erkennen ob es nett oder böse oder ärgerlich klingt so ähnlich ist das bei Mia. Lotta überlegt wie sie mit Mia Kontakt aufnehmen kann ohne mit ihr zu reden. Am nächsten Tag spricht sie Mia an doch die reagiert nicht da streichelt ihr Lotta über den Kopf und die Wangen und Mia reagiert mit einem Lächeln. Ihr Gesicht spricht mit Lotta. An einem anderen Tag sitzt Lotta mit anderen Kindern am Maltisch als Mia mit ihrer Mama hinzukommt. Mia malt gerne und gut. Dabei gibt sie lustige Töne von sich und sieht sehr glücklich aus. Lotta und die anderen staunen wir gut Mia malen kann viel besser als alle anderen. Aber mit Mia kann man noch viel mehr Spaß haben. Mia hört gern Musik und tanzt dazu genau wie Lotta und Lotta hat das Gefühl als könne Mia sie nur verstehen wenn sie tanzen und singen. Doch manchmal finden es Lotta und die anderen auch nicht gut wie sich Mia verhält bzw. wie die Erzieher darauf reagieren. Wenn sie z.B. im Stuhlkreis sitzen steht Mia auf und macht etwas anders. Alle anderen müssen aber im Stuhlkreis sitzen bleiben. Lottas Erkenntnis: Mia versteht es noch nicht aber sie wird es schon noch lernen denn sie ist klug. Es gibt Situationen da werden auch Lotta und ihre Freunde wütend auf Mia. Mia und ihre Freundin spielen Prinzessinen Kaffe und Mia nimmt ihnen die Teekanne weg.  Als Mia die Kannen wieder weggenommen bekommt schmeist sie sich auf den Boden und weint. Lotta ist hin und her gerissen zwischen Verständnis für Mia und ihrem Ärger über sie denn Mia stört das Spiel. Dank des fantasievollen Einsatz des Erziehers wird Mia von Seifenblasen abgelenkt und alles ist wieder gut. An einem Tag geschieht etwas besonderes. Während alle Kinder am Tisch ihr Frühstück essen nimmt mia Lottas Hand und legt sie auf ihre Dose. Normalerweise isst Mia nicht mit den anderen und jetzt erkennt Lotta das sie Mia helfen soll. Mia kann kommunizieren ohne zu reden das begeistert Lotta. Diese Geschichte wirkt so unglaublich  nah weil uns Lotta ihre Geschichte in der Ich Perspektive erzählt und uns dabei auch an ihre Gedanken teilnehmen lässt. Es ist nicht irgendeine Geschichte sondern Lottas Geschichte über Mia. Nah, direkt, nachdenklich und erkenntnisreich. Voller Emotionen. Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch in jeder Einrichtung, die mit Kindern zu tun hat bald zu finden ist. Ein Buch, dass man auch ohne Anlass mit Kindern lesen sollte, einfach um der schönen Geschichte wegen und sicherlich auch weil es deutlich macht, dass jeder anders ist. Für all die, die in ihrer Nähe einen Autisten haben bietet dieses Buch Erklärungen. Grade auch der Anhang geht näher auf die einzelnen Formen des Autismus ein, denn wie Anfangs erwähnt ist Autismus sehr vielschichtig.

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