Dagmar Fohl

 4,4 Sterne bei 91 Bewertungen
Autorin von Die Insel der Witwen, Alma und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Dagmar Fohl

Dagmar Fohl, geboren 1958, absolvierte ein Studium der Geschichte und Romanistik in Hamburg und arbeitete mehrere Jahre als Kulturmanagerin. Nach Abschluss einer Gesangsausbildung war sie als Sängerin, Gesangslehrerin und Chorleiterin im In- und Ausland aktiv. Dann folgte ihre Tätigkeit als Schriftstellerin. Im Juli 2009 erschien ihr erster historischer Roman im Gmeiner-Verlag.

Alle Bücher von Dagmar Fohl

Cover des Buches Alma (ISBN: 9783839222423)

Alma

 (13)
Erschienen am 11.04.2018
Cover des Buches Die Insel der Witwen (ISBN: 9783839210703)

Die Insel der Witwen

 (14)
Erschienen am 12.07.2010
Cover des Buches Frieda (ISBN: 9783839224731)

Frieda

 (10)
Erschienen am 14.08.2019
Cover des Buches Palast der Schatten (ISBN: 9783839214619)

Palast der Schatten

 (11)
Erschienen am 05.08.2013
Cover des Buches Das Mädchen und sein Henker (ISBN: 9783839210031)

Das Mädchen und sein Henker

 (10)
Erschienen am 01.07.2009
Cover des Buches Der Duft von Bittermandel (ISBN: 9783839211403)

Der Duft von Bittermandel

 (9)
Erschienen am 07.03.2011
Cover des Buches Schneemusik (ISBN: 9783839221143)

Schneemusik

 (5)
Erschienen am 02.08.2017

Neue Rezensionen zu Dagmar Fohl

Cover des Buches Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt (ISBN: 9783839227718)Susi180s avatar

Rezension zu "Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt" von Dagmar Fohl

mir etwas zu politisch
Susi180vor 4 Monaten

Romane über Menschen in Grenzsituationen. Psychologisch fundiert zeichnet sie Seelenzustände ihrer Protagonisten mit ihren Lebens- und Gewissenskonflikten, und beleuchtet gleichzeitig die gesellschaftlichen Verhältnisse und Probleme der jeweiligen Epoche, in der ihre Protagonisten agieren. 


Meine Meinung:

Dieses Buch sprach mich total an. Ich lese viele Bücher die im 2. Weltkrieg spielen und bin der Meinung dieses darf niemals vergessen werden. Um so gespannten war ich darauf, unseren Protagonisten in diesem Buch kennenzulernen und seine Beweggründe und Taten. 


Die Autorin hat einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil. Wir lernen unseren Protagonisten und die wichtigsten Personen kennen. Es wird auch auf das Leben und die Umstände eingegangen. Was in diesem Buch sehr hervorgehoben wird, sind die Lebenssituationen der Menschen. Es war erschreckend zu lesen, wie viele Menschen mittellos und heimatlos waren. Wie viele Staaten sich gegen die Flüchtlinge entschieden haben. Die Verfolgung und Angst der Menschen ist in diesem Buch greifbar. Auch die Beweggründe der Taten wurden gut wiedergegeben. 


In diesem Buch beschäftigen wir uns viel mit der politischen Frage. Die Politik, ihre Auswirkungen und die Willkür höher gestellter Menschen. Das unser Protagonist menschlich handelte steht außer Frage, in diesem Buch wird es allerdings zu oft erwähnt. Auch die Gefühlswelt unseres Protagonisten wird genau durchleuchtet. Dieser Widerspruch zwischen Handeln und der Gefahr. Leider muss ich sagen das mir aber ab der Mitte die politische Situation zu überwiegt hat. Sicher ist es wichtig auch diese aufzuzeigen, aber ich hätte mir mehr menschliches gewünscht. Mehr Beweggründe der Personen. Das Zwischenmenschliche kam mir hier viel zu kurz. Wer sich aber für die politische Seite interessiert bekommt hier viele Informationen. Auch ich habe noch Dinge erfahren die mir bis dato unbekannt waren. Und konnte aus diesem Buch noch einiges lernen. 


Es war ein interessantes Buch. Es werden jedoch kaum Einzelschicksale genannt. Ich kann es aber auf jeden Fall empfehlen.

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Cover des Buches Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt (ISBN: 9783839227718)JamieVamps avatar

Rezension zu "Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt" von Dagmar Fohl

Solides Buch
JamieVampvor 7 Monaten

An und für sich fand ich das Buch ganz gut und würde auch definitiv empfehlen es zu lesen. 

Den ein oder anderen Kritikpunkt, den ich hätte, habe ich allerdings großzügig übersehen.

Zuerst einmal muss ich sagen, dass dies hier ein etwas anderer Blick auf den Zweiten Weltkrieg ist, nämlich einmal nicht aus der Innerdeutschen Sichtweise, oder aus der Sichtweise der Alliierten, sondern aus der Sicht eines Portugiesen, der seinem Land gespalten gegenübersteht. 

Dagmar Fohl hat dabei ein gutes Gespür für das Innenleben eines Menschen bewiesen und bringt sehr gut rüber wie jemand über die Dinge die er tut oder nicht tut innerlich hadern kann, während er sich dies äußerlich nicht unbedingt anmerken lässt.

Jedem ist wohl "Schindler" ein Begriff (deshalb wohl auch der kleine Zusatz auf dem Buch-Cover "Der portugiesische Oskar Schindler"), aber ich glaube nicht, dass viele Leute schon von Aristides de Sousa Mendes gehört haben. Vielleicht weil er einen anderen Weg gewählt hat um den Menschen damals zu helfen. Indem er als Konsul "nur" Stempel verteilte - auch gegen Anweisungen seiner Vorgesetzten - hat er dadurch vielen Menschen das Leben gerettet. Welche Wendung sein eigenes Leben dadurch nimmt und wieviel Ungerechtigkeiten er über sich ergehen lassen muss, beschreibt Fohl so aus seiner Perspektive, dass man die meiste Zeit meint Mendes hätte es selbst geschrieben. Zumindest am Anfang des Buches, denn gegen Ende wird klar, dass bestimmte Formulierungen und Sätze eher einen Hauch von allgemeiner Anklage haben, die ein Einzelner so vermutlich nicht unbedingt in einer Art Biographie schreiben würde. 

Ich fand diese allgemeine Anklage durch die Autorin zwar gut, denn die Fragen, die sie immer wieder stellt sind auch solche die ich mir stelle, aber ich finde es trotzdem schade, dass sie dies nicht besser in seinem Charakter rübergebracht hat und es dann doch etwas zu offensichtlich mitschwingt, dass es eigentlich allgemeine Fragestellungen sind und nicht direkt durch Mendes "gedacht" werden.

Ich mochte auch ihre Art seinen stetigen Abstieg zu beschreiben, wobei mich ein wenig gestört hat, dass sie seine Frau etwas sehr wenig zu Wort kommen lässt und diese bei guter Zeit "verschwindet".

Das Buch ist recht kurz (210 Seiten) und lässt sich gut in einem Rutsch durchlesen, denn es ist auch eher "einfach" geschrieben, was ich in diesem Falle nicht als Nachteil werte, denn es passt zum hier beschriebenen Charakter von Mendes. Ein Manko waren die paar Druckfehler, die sich eingeschlichen haben (sehr wenige, aber so etwas fällt mir dann doch auf...).

Außerdem fand ich es gut, dass Fohl hinten nochmal u.a. die Lebensdaten und eine Auswahl an Literatur und Quellen aufgelistet hat. 

Alles in allem also ein Buch, das man ruhig lesen sollte, von dem man aber keine literarischen Höhenflüge erwarten darf. Ein solides Buch eben.

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Cover des Buches Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt (ISBN: 9783839227718)Kathrin_Schroeders avatar

Rezension zu "Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt" von Dagmar Fohl

Ein Mann kann manchmal viel bewirken
Kathrin_Schroedervor 7 Monaten

Wer ein einziges Leben rettet, rettet die Welt. Das Leben des „portugiesischen Oskar Schindler“.

Aristides de Sousa Mendes, portugiesischer Konsul in Frankreich, katholisch, kinderreich, adelig, weltgewandt, unfähig mit Geld auszukommen, verhinderter Musiker, in emotionalem Zwiespalt, da er neben seiner Ehe mit 14 Kindern noch eine zweite Liebe lebt. Wenige Menschen scheinen aufgrund ihrer Biographie und ihres Charakters noch unwahrscheinlicher als dieser Mann in wenigen Tagen zahlreiche Leben gegen die konkreten Aufträge seines Staatschefs Salazar zu retten.

Als die überwiegend jüdischen Flüchtlinge sich vor seinem Konsulat ansammeln, andere Länder längst keine Menschen über die Quoten hinaus ausnehmen, geht er 3 Tage in sich, bevor er in einer Wahnsinnsaktion innerhalb einer knappen Woche im Akkord Visa ausstellt, seine Untergebenen verdonnert mitzumachen und die letzten Flüchtlinge noch rettet, als seine Visa schon von Portugal für ungültig erklärt wurden. Er verliert alles, Amt, Beruf, Geld, Gesundheit…. Rehabilitiert wird er erst posthum.

Eigentlich ist dieses recht kurze Buch weniger ein Roman als eine Autobiographie. Der Stil ist sperrig, der Inhalt zum Teil sprunghaft, manche Zusammenhänge sind ohne Kenntnis der weltpolitischen Hintergründe schlecht einzuordnen. Die Spotlichter auf sein privates Leben, auf Familie und Geliebte machen die Geschichte realer und belegen sie damit.

Literarisch ist die Geschichte brüchig, inhaltlich ein weiteres Mahnmal wie viel ein Mensch am richtigen Ort retten kann.

Mein Zitat des Buches: Alle Länder hätten die Möglichkeit gehabt ihre Mithilfe zu verweigern. Alle hätten die Gelegenheit gehabt, Juden zu retten. Dänemark hat es bewiesen. Dänemark hat die meisten Juden im Land retten können. Warum machten so wenige Gebrauch von ihren Möglichkeiten?

#Netgalleyde #WereineinzigesLebenrettetrettetdieWelt #DagmarFohl #AristidesdeSousaMendes #Shoah #RettungvorShoah #KathrinliebtLesen #Bookstagram

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