Dagmar Fohl

 4.3 Sterne bei 74 Bewertungen
Autorin von Die Insel der Witwen, Alma und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Dagmar Fohl

Dagmar Fohl, geboren 1958, absolvierte ein Studium der Geschichte und Romanistik in Hamburg und arbeitete mehrere Jahre als Kulturmanagerin. Nach Abschluss einer Gesangsausbildung war sie als Sängerin, Gesangslehrerin und Chorleiterin im In- und Ausland aktiv. Dann folgte ihre Tätigkeit als Schriftstellerin. Im Juli 2009 erschien ihr erster historischer Roman im Gmeiner-Verlag.

Neue Bücher

Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt

Erscheint am 09.09.2020 als Hardcover bei Gmeiner-Verlag.

Alle Bücher von Dagmar Fohl

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Cover des Buches Die Insel der Witwen9783839210703

Die Insel der Witwen

 (14)
Erschienen am 12.07.2010
Cover des Buches Alma9783839222423

Alma

 (11)
Erschienen am 11.04.2018
Cover des Buches Palast der Schatten9783839214619

Palast der Schatten

 (10)
Erschienen am 05.08.2013
Cover des Buches Frieda9783839224731

Frieda

 (8)
Erschienen am 14.08.2019
Cover des Buches Das Mädchen und sein Henker9783839210031

Das Mädchen und sein Henker

 (10)
Erschienen am 01.07.2009
Cover des Buches Der Duft von Bittermandel9783839211403

Der Duft von Bittermandel

 (9)
Erschienen am 07.03.2011
Cover des Buches Schneemusik9783839221143

Schneemusik

 (5)
Erschienen am 02.08.2017
Cover des Buches Der Schöne im Mohn9783839219089

Der Schöne im Mohn

 (4)
Erschienen am 03.08.2016

Neue Rezensionen zu Dagmar Fohl

Neu

Rezension zu "Frieda" von Dagmar Fohl

Sollte Schullektüre werden
lielo99vor 7 Monaten

Am 04.12.2019 jährte sich der Geburtstag von Elfriede Lohse-Wächtler zum 120. Mal. Dazu schreibt die Autorin des Romans Frieda, Dagmar Fohl, folgendes:


Ich musste ihr und allen Menschen, die in nationalsozialistischen psychiatrischen Anstalten ermordet wurden, ein Denkmal setzen.


Wann ist das Erlebte Vergangenheit? Die Antwort lautet: NIEMALS.


Elfriede verließ mit 16 ihr Elternhaus. Der strenge und zur Brutalität neigende Vater war für sie nicht mehr zu ertragen. Sie lebte zunächst bei Freunden und zog dann mit ihre späteren Ehemann, dem Maler und Sänger Kurt Lohse. Die Ehe zeichnete sich durch brutale Kämpfe beider Seiten aus und war weder für Frieda noch für Kurt dauerhaft erträglich. Sie trennten sich später und damit kam Elfriede nicht zurecht. Sie wurde krank, erholte sich aber rasch. Später wusste der Vater sich keinen Rat mehr und ließ sie in die „Landes-, Heil- und Pflegeanstalt Arnsdorf einweisen.


Der Roman ist ein erschütternder Bericht einer jungen Frau, die an ihren Plänen und ihrer Unrast scheiterte. Dazu trug auch das Misslingen der Ehe mit Kurt bei. Sie konnte die Trennung nie verwinden. Was sie in der Anstalt erlebte und allein, dass sie als Ballastexistenz bezeichnet wurde, sagt alles über die damalige Zeit. Frau Fohl ist es gelungen, mir als Leser die Gefühle Friedas mit all den Ängsten und auch den Phasen in Hochstimmung, plastisch zu vermitteln. Die Ich-Erzählerin berichtet aus der Sicht Friedas und das genau so verworren, wie wohl deren Gedanken auch waren. Zwischendurch störten mich die abgehackten Sätze ein wenig aber die Begeisterung für das Buch blieb. Es ist traurig, dass mittlerweile wieder Stimmen laut werden, die von lebensunwertem Leben faseln. Ein ganz wichtiges Buch, dass auch in Schulen gelesen werden sollte.


Nach dem Epilog folgt noch einmal das Foto des Covers und der Lebenslauf der Künstlerin. Auch die aufgeführten Personen werden vorgestellt. Danach gibt es die Erklärung von Begriffen, wie etwa die „Dresdner Sezession“. Die Autorin macht auf Literatur zum Thema aufmerksam und beendet das Buch mit Quellenangaben zu den Zitaten und Texten im Buch. 

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Rezension zu "Frieda" von Dagmar Fohl

Elfriede Lohse-Wächtlers Leben und Leiden
HEIDIZvor 7 Monaten

Elfriede Lohse-Wächtler ist Thema dieser Romanbiografie. Sie verlässt mit 16 Jahren ihr Elternhaus, wird freischaffende Künstlerin und lernt den Maler und Sänger Kurt Lohse kennen, verliebt sich in ihn und gerät damit in eine Lebenssituation, die sie psychisch mitnimmt. Dieses persönliche Unglück, macht ihr zu schaffen, sie ist plötzlich arm und muss in eine Anstalt eingeliefert werden. Hinzu kommt die Zeit, in der dies passiert, der Nationalsozialismus bringt ihrem persönlichen Schicksal noch mehr Schreckliches hinzu. Die   hochbegabte Künstlerin hat kein einfaches Leben. Dagmar Fohl beschreibt ihr Leben emotional rührend und informativ. Sie geht in die Tiefe und schreibt flüssig spannend und kurzweilig, verständlich in Bezug auf das Leben der Elfriede Lohse-Wächtler und auf die Zeit, in der sie lebt.
 Eindrucksvoll kehrt Dagmar Fohl das Innere Friedas nach außen und zeigt  die Situation der Malerin verständlich und nachvollziehbar lebendig auf.


Mir hat das Buch extrem gut gefallen. Die Art, wie die Autorin an die Aufarbeitung der Biografie geht, fand ich gelungen. Selbstbewusst wird Elfriede dargestellt, wie sie auch war. In einem autoritären Elternhaus aufgewachsen geht sie mutig ihren Weg, versucht, ihren Traum entgegen der schwierigen Zeiten zu verwirklichen. Auch ihre Künstlerfreunde lernt man kennen, unter ihnen auch Otto Dix oder Oskar Kokoschka. Immer mehr wird Elfriede einsam nach der Heirat mit Kurt Lohse. Ihre Nerven machen das nicht lange mit. Sie malt in der Anstalt und diese Bilder machen sie bekannt.


Unbedingt lesen, wer sich für Kunst, Geschichte und Lebenswege interessiert.

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Rezension zu "Frieda" von Dagmar Fohl

Intensives Portrait einer Malerin
yellowdogvor 7 Monaten

Mit Frieda hat Dagmar Fohl einen historischen Roman geschrieben, der sich den Konventionen des historischen Unterhaltungsroman entzieht, einfach nur deswegen, weil auch ihre Heldin Elfriede Lohse-Wächtler (Frieda) sich den familiären und gesellschaftlichen Konventionen entzog. Frieda ist 1899 geboren. Als sie 16 Jahre alt war, kämpft sie für ihre Eigenständigkeit als Malerin. Aber es sind auch die Kriegsjahre, und die sind hart.


Frieda lebt für ihre Kunst. Dafür muss sie einen Preis zahlen, aber ich sehe die Figur nicht als tragisch oder gescheitert an. Dafür lebt sie zu leidenschaftlich und ganz und gar.

Als Leser ist man nahe bei ihr, ihren Gedanken und Emotionen. Das hat die Autorin wundervoll gestaltet, man ist als Leser dankbar, eine Figur so sehr zu begegnen.


Doch ihre Emotionen nehmen überhand. Sie ist so überreich an Empfindungen, das sie sich nicht mehr kontrollieren kann und wird in eine  Irrenanstalt eingewiesen.

Doch sie malt wie besessen weiter.Ihre avantgardistische Bilder sind bemerkenswert.


Die Intensität nimmt immer mehr zu. Für den Leser streckenweise schwer zu ertragen, aber man kann sich auch nicht entziehen.


Frieda ist ein Buch, auf das man sich ganz einlassen muss und es ist ein beeindruckendes Portrait einer Malerin, deren Werk zum Großteil als entartete Kunst vernichtet wurde und die doch noch nicht ganz vergessen wurde. Umso wichtiger dieses Buch. Preisverdächtig!

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