Dagmar Fohl Die Insel der Witwen

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Inhaltsangabe zu „Die Insel der Witwen“ von Dagmar Fohl

Taldsum, eine Insel im friesischen Wattenmeer, Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Leben der Bewohner ist geprägt von der Seefahrt, dem Tod und bitterer Armut. Als ein Leuchtturm auf dem Eiland errichtet werden soll, schlagen die Wogen der Empörung hoch. Auch die junge Seemannswitwe Keike Tedsen, die wie viele Frauen von der Strandräuberei lebt, fürchtet um ihr karges Auskommen. Dann aber verliebt sie sich in den Hamburger Ingenieur Andreas Hartmann, der mit dem Leuchtturmbau beauftragt ist. Es ist eine schicksalhafte Liebe, die das Leben der beiden für immer verändern soll …

Dagmar Fohl hat einen wunderschönen, poetischen Schreibstil! Man verliert sich regelrecht in der Sprache und versinkt im Sog der Geschichte

— hirselara
hirselara

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  • Die Insel der Witwen

    Die Insel der Witwen
    Ikopiko

    Ikopiko

    24. April 2015 um 12:18

    „Die Insel der Witwen“ ist ein historischer Roman, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf Taldsum, einer fiktiven Insel im friesischen Wattenmeer, spielt. Der Hamburger Ingenieur Andreas Hartmann bekommt den Auftrag, auf der kleinen friesischen Insel Taldsum einen Leuchtturm zu bauen. Er erfüllt sich damit seinen Lebenstraum und erhält gleichzeitig die Möglichkeit, ein paar Monate seiner Familie zu entfliehen. Seine Frau ist übertrieben fromm und er fühlt sich in seinem Heim stark eingeengt. Die Insulaner treten Hartmann feindlich gegenüber. Das Strandjern, die Bergung von Strandgut verunglückter Schiffe, ist für viele von ihnen lebensnotwendig, denn auf der Insel herrscht große Armut. Der Leuchtturm wird das Stranden der Schiffe verhindern und ihnen diese Lebensgrundlage nehmen. Obwohl jede Familie auf der Insel tödlich verunglückte Seefahrer zu beklagen hat, sträuben sie sich gegen den Bau des lebensrettenden Leuchtturms. Trotz der Feindseligkeit kommen sich Hartmann und die Witwe Keike Tedsen näher und verlieben sich ineinander. Während dieser heimlichen Treffen können beide vorübergehend der Realität entfliehen und ihr einsames und hartes Leben vergessen. Doch der Tag der Einweihung des Leuchtturmes und somit die Abreise von Hartmann stehen bereits fest ... Dagmar Fohl schafft es, das karge, entbehrungsreiche Leben auf einer friesischen Insel vor mehr als 150 Jahren lebendig werden zu lassen. Die Insulaner leben am Existenzminimum. Das Meer und die Gezeiten bestimmen ihren Lebensrhythmus. Sehr ausgeprägt ist der Aberglaube, auf den der Roman immer wieder anspielt, wodurch leider die Geschichte an sich etwas leidet. Sehr gut gelungen sind die Zeitsprünge und Ortswechsel von der Insel Taldsum in einen Gerichtssaal in Hamburg. Auch wenn der Leser erahnen kann, dass Hartmann ein schweres Verbrechen begangen hat, wird die Art und das Ausmaß der Tat erst auf den letzten Seiten klar. Bei „Insel der Witwen“ handelt es sich nicht um einen Inselkrimi, wie man ihn kennt. Es wird gemordet, es wird geraubt, aber dies steht nicht im Vordergrund, sondern dient als Darstellung des entbehrungsreichen, von Aberglauben durchwirkten Leben der Insulaner. Der Untertitel „Historischer Roman“ ist daher durchaus treffend.

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  • Inselpoesie

    Die Insel der Witwen
    hirselara

    hirselara

    25. January 2015 um 15:58

    Dieses Buch ist einfach nur wunderschön! Dagmar Fohl schreibt sehr poetisch und hat eine präzise Beobachtungsgabe. Man versinkt regelrecht in der Geschichte, schmeckt das Salz der Nordsee, spürt wie der Sand einem durch die Finger rieselt und erschaudert beim Anblick der Nebelschwaden. Es als eine Liebesgeschichte zu bezeichnen finde ich nicht ganz passend. Dem Leser schwant von vornherein, dass dies kein gutes Ende nehmen wird. Aber darum geht es irgendwie auch überhaupt nicht. Es ist einfach nur pure Poesie. 

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  • Rezension zu "Die Insel der Witwen" von Dagmar Fohl

    Die Insel der Witwen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. February 2013 um 11:24

    INHALTSANGABE: Inselliebe. Taldsum, eine Insel im friesischen Wattenmeer, Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Leben der Bewohner ist geprägt von der Seefahrt, dem Tod und bitterer Armut. Als ein Leuchtturm auf dem Eiland errichtet werden soll, schlagen die Wogen der Empörung hoch. Auch die junge Seemannswitwe Keike Tedsen, die wie viele Frauen von der Strandräuberei lebt, fürchtet um ihr karges Auskommen. Dann aber verliebt sie sich in den Hamburger Ingenieur Andreas Hartmann, der mit dem Leuchtturmbau beauftragt ist. Es ist eine schicksalhafte Liebe, die das Leben der beiden für immer verändern soll ... MEINE MEINUNG: Vor einiger Zeit las ich Dagmar Fohls Buch Das Mädchen und sein Henker, welches mich nicht wirklich begeistern konnte. Als ich dann auf Die Insel der Witwen stieß, war ich wirklich gespannt, ob die Autorin es diesmal schaffen würde mich zu faszinieren. Und in der Tat hat mir dieses Buch sehr viel besser gefallen! Zwar gestaltete sich der Einstieg in die Story für mich etwas verwirrend, aber recht schnell fand ich den roten Faden. Sprachlich und vom Aufbau her wirklich ein Schmankerl, wie ich finde. Die Methode mit den beiden parallel verlaufenden Erzählsträngen, die sich im Laufe der Geschichte immer weiter annähern und verschmelzen, fand ich sehr gut umgesetzt.

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  • Rezension zu "Die Insel der Witwen" von Dagmar Fohl

    Die Insel der Witwen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. June 2011 um 11:10

    Ein Leuchtturm bringt Licht in düstrer Zeit und seinem Erbauer dumpfes Dunkel. - Der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts spielende Roman gibt die Inselatmosphäre gut wieder, zumindest dürfen wir uns vorstellen, dass sie tatsächlich so gewesen sein könnte. Feudale Ungerechtigkeit, Aberglaube, Bigotterie und immer wieder Armut, Armut, Armut. In sie eingebaut ist die Liebesgeschichte eines verheirateten Ingenieurs mit einer lebenssüchtigen Inselwitwe. Dass und wie es zu der mehr von sexueller Unausgefülltheit als von geistig-seelischer Gemeinsamkeit geprägten Liebe kommt, ist einprägsam dargestellt. Weshalb der Turmbauer aus seinem Glücksrausch in geistiges Elend verfällt, erscheint nicht ganz leicht nachvollziehbar, keineswegs aber unplausibel. – Das ästhetische Umschlagbild, mit einer dunkelhaarigen Malerin passt allerdings nicht zu dem düsteren inhaltlichen Geschehen. – Ein historischer Roman eigener Art.

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