Dagmar H Mueller

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Autor von Der Hüter der Drachensteine, Michi lernt monstern und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Dagmar H Mueller

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Dagmar H MuellerDie Hälfte des Himmels gehört Bo
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Die Hälfte des Himmels gehört Bo
Die Hälfte des Himmels gehört Bo
 (2)
Erschienen am 12.01.2006
Dagmar H MuellerDer Hüter der Drachensteine
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Der Hüter der Drachensteine
Der Hüter der Drachensteine
 (2)
Erschienen am 10.09.2007
Dagmar H MuellerMaribella-Cinderella, Band 1
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Maribella-Cinderella, Band 1
Maribella-Cinderella, Band 1
 (2)
Erschienen am 01.07.2006
Dagmar H MuellerMichi lernt monstern
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Michi lernt monstern
Michi lernt monstern
 (2)
Erschienen am 21.08.2006
Dagmar H MuellerOpa sagt, er ist jetzt Ritter
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Opa sagt, er ist jetzt Ritter
Opa sagt, er ist jetzt Ritter
 (1)
Erschienen am 01.01.2008
Dagmar H MuellerIch, meine vier Brüder und andere Ungerechtigkeiten
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Ich, meine vier Brüder und andere Ungerechtigkeiten
Dagmar H MuellerGeheimnis um den verschwundenen Prinzen
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Geheimnis um den verschwundenen Prinzen
Geheimnis um den verschwundenen Prinzen
 (0)
Erschienen am 14.07.2008
Dagmar H MuellerGeheimnis um den roten Tiger
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Geheimnis um den roten Tiger
Geheimnis um den roten Tiger
 (0)
Erschienen am 13.07.2006

Neue Rezensionen zu Dagmar H Mueller

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Rezension zu "Die Hälfte des Himmels gehört Bo" von Dagmar H Mueller

Rezension zu "Die Hälfte des Himmels gehört Bo" von Dagmar H Mueller
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

„ Bo starb an einem dunklen, grauen Vormittag kurz vor Weihnachten.
Seinen siebten Geburtstag im Januar hat er nicht mehr erlebt.
Mama und Papa haben die ganze Zeit bei ihm gesessen.

Papa hat uns erzählt, dass Mama zum Schluß diese ganzen Maschinen und Stöpsel, die an Bo dranhingen, einfach abgemacht und sich zu Bo ins Bett gelegt hat. Dort ist er dann in Mamas Armen schließlich für immer eingeschlafen.“

So beginnt das letzte Kapitel des gleichnamigen Buches „Die Hälfte des Himmel gehört Bo“ von Dagmar H. Mueller. Ein überaus sensibles, ein lustiges und ein trauriges Buch, ein Buch, das berichtet von der Lust am Leben und der Schwere und der Leichtigkeit des Sterbens aus der Sicht der 11- jährigen Martha, deren Bruder Bo an einer unheilbaren und in Kürze tödlichen Krankheit leidet.

Bo weiß schon Monate vor seinen drei Schwestern ( es gibt noch die
14-jährige Lena und die 16-jährige Bille), dass er nicht mehr lange zu leben hat. Aber er glaubt seinen Eltern, die ihm den Himmel beschreiben als einen Ort, an dem man immer tun kann, zu was man gerade Lust hat. Er ist fröhlich, sprüht vor Ideen, will immer Recht haben und teilt mit Martha ein Kinderzimmer. Diese beiden jüngsten in der Familie haben ein ganz besonderes Verhältnis, und so ist es nur natürlich, dass Martha die Geschichte Bos erzählt. Von seinen Ideen, seiner Phantasie, seinem unübertrefflichen Willen, seiner überbordenden Lust am Leben. Sie erzählt von Streichen und nächtlichen Gesprächen, aber auch immer wieder von ihrer Wut über die Ungerechtigkeit der Eltern, denn Bo darf alles, während die Mädchen nach heutigen Maßstäben durchaus streng und konsequent erzogen werden. Denn sie weiß noch nicht, was Bo und seine Eltern wissen: er wird schwächer werden und sterben.

Erst als Bo ihr, etwa ein halbes Jahr vor seinem Tod erzählt, er habe von einem mit seinem Vater befreundeten Piloten die Hälfte des Himmels gekauft, bekommt Martha so ein komischen Gefühl im Bauch, das sie nicht mehr verlässt.

Viel später erst, als bei einem Gespräch mit der Mutter all die Wut und Angst aus Martha herausbricht, beruft die Mutter für den Abend ein Familientreffen ein, und die Wahrheit kommt auf den Tisch.

Die beiden ältesten Schwestern reagieren mit Flucht, Bo nimmt es leicht, und die Eltern versuchen sich etwas hilflos mit weiteren Ausgestaltungen des Himmels.

Für Martha ist das nicht so überzeugend. Was ihr letztlich Monate nach Bos Tod durch ihre Trauer hilft, ist der Gedanke, dass es Bo dort, wo er jetzt ist, gut geht und dass sie einen wunderbaren Bruder gehabt hat, und die Liebe zu ihm nie vergehen wird.

Dagmar H. Mueller ist ein sensibles Buch gelungen, das ohne amtsreligiöse Deutungen auskommt und dennoch starken Trost vermittelt. Beindruckend geschildert ist die klare, konturierte Position von Vater und Mutter in dieser Familie, in der es einfach stimmt, weil man miteinander spricht und streitet und auch unangenehmen und schmerzhaften Themen nicht ausweicht, eine Familie, in der jeder seine Schwächen hat und sie auch zeigen darf. Nur mit so einer starken Familie ist solch eine Geschichte wie die von Bo glaubwürdig zu erzählen.

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Rezension zu "Opa sagt, er ist jetzt Ritter" von Dagmar H Mueller

Rezension zu "Opa sagt, er ist jetzt Ritter" von Dagmar H Mueller
HeikeGvor 10 Jahren

Opa hat die "Zitter-Ritter-Krankheit"

Das Team um Autorin Dagmar H. Mueller (Kinderbuchpreisträgerin des Landes NRW) und Illustratorin Verena Ballhaus haben ein schwieriges Thema aufgegriffen: Wie erkläre ich einem Kind die Parkinson-Krankheit.
Eindrücklich ist das Bild, das die Autorin gefunden hat: Opa hat sich auf eine hohe, einsame Ritterburg zurückgezogen und muss dort den ganzen Tag mit einer schweren, großen und ihn in seinen Bewegungen stark einschränkenden und behindernden Ritterrüstung herumlaufen.

Im Mittelpunkt dieses großartigen Bildersachbuches steht Jonathan, der aus der Ich-Perspektive von einem Wochenendbesuch bei seinem an Parkinson erkrankten Opa erzählt. Jonathan kann zwar die die Rüstung seines Opas nicht sehen, aber er spürt sie sehr deutlich. Dann nämlich, wenn sich sein Großvater nur noch mit kleinen trippelnden Schritten bewegen kann und er manchmal beinahe umkippt. Er weiß auch, warum es in der Wohnung seines Opas so viele Haltegriffe und abgepolsterte Ecken gibt und warum dessen rechter Arm immer viel mehr zittert, als der linke.
Sein Opa hat es ihm mit vielen treffenden Vergleichen erklärt. Manchmal wird Opa gar zum "Eiszeit-Ritter", dann scheint er fast zu erstarren und kann sich gar nicht mehr bewegen.

Der kleine Junge hat gelernt mit der Krankheit seines Großvaters und dessen Behinderungen umzugehen. Liebe- und verständnisvoll muntert er ihn bei seinen Besuchen am Wochenende auf, vertauscht gar die ursprünglichen Rollen. So liest der kleine Knirps - auch wenn er eigentlich noch gar nicht lesen kann - seinem Opa aus dem Bilderbuch vor bzw. erzählt ihm, was auf den Bildern zu sehen ist. Er knöpft ihm die Jacke zu und bindet dessen Schnürsenkel. Oder die Zwei sitzen zusammen am Computer und gucken sich Sachen an.
Auch wenn Opa etwas länger braucht, um zu antworten oder zu reagieren, so kommt das nur daher, das seine "Zitter-Ritter-Krankheit" ihn überall langsam macht. "Langsam. Nicht dumm! Mein Opa ist genauso schlau und lustig, wie er ohne seine Ritterkrankheit war! Nur eben viel, viel langsamer."
Lieb hat der Steppke seinen Opi auf jeden Fall so "wie immer, immer, immer!"

Das Buch verschweigt nichts und nimmt gerade so die Angst vor der Krankheit oder das Unverständnis dem Patienten gegenüber.
Der Text ist für ein Bilderbuch sehr ausführlich, wird aber zu keiner Zeit langatmig. Das Thema braucht die Wiederholungen, die unterschiedlichen Erklärungen und die vielen Beispiele. Kurze, prägnante Sätze und die frische, lebendige und lebensnahe, kindgerechte Sprache erleichtern das Verständnis und das Vorlesen.

Das Verhältnis der Illustration zum Text ist sehr ausgewogen.
Verena Ballhaus findet mit ihren fantasievollen Zeichnungen, die mit klarem kräftigem Strich die zwei Hauptpersonen umreißen, gelungene und eindrucksvolle Bilder für die Gedankenwelten von Opa und Enkel. Manchmal wirbeln sie beinahe losgelöst durch das Bild, immer begleitet von dem bedrohlichen großen Ritterschatten des Großvaters. Ballhaus spielt mit Perspektive und Größenverhältnissen und bringt gerade so die Gefühle der Zwei wirkungsvoll zum Ausdruck.
Äußerst treffend das Bild vom einsam und verloren, hoch oben auf seiner riesengroßen Ritterburg sitzenden alten Mann, der den Berg nicht mehr hinabsteigen kann. Einprägsam die Darstellung der liebevollen Gefühle des erkrankten Großvaters für seinen Enkel in warmen roten, gelben und orangefarbenen großen Punkten, die in seiner Brust sitzen.

Fazit:
Großartig und mit erstaunlich viel Sachinformationen gelingt es Dagmar H. Mueller und Verena Ballhaus zu vermitteln, was die Symptome der Parkinson-Krankheit sind sowie ungewöhnliche Verhaltensweisen der Erkrankten besser zu verstehen.
Eine einfühlsame Geschichte, die Kindern erklärt, was in den betroffenen Menschen vorgeht.

Empfohlen für Kinder von 5 bis 7 Jahren.

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