Eine Influenzerin stirbt in ihrem Tesla. Klingt nach hippem Leben in den Metropolen dieser Welt. Spielt aber im beschaulichen Salzkammergut. Frau Hager erzählt in gewisser Weise einen typischen Regionalkrimi, mit viel Liebe zur Region und vielen Details. In gewisser Weise erzählt sie aber zugleich eine komplexe Geschichte, die tief im digitalen Zeitalter verwurzelt ist. Danke für die gute Unterhaltung.
Dagmar Hager
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Dagmar Hager
Salzkammerblut
Salzkammerglut
Salzkammerwut
Schöner sterben in Wien
Der Tod gibt Autogramme
Mallorca - Insel des Schweigens
Salzkammerwut
Neue Rezensionen zu Dagmar Hager
Ein Brand in einer Jagdhütte im Wald in einem heißen Sommer ist brandgefährlich, wenn dann noch eine verkohlte Leiche in den Trümmern gefunden wird, ist das ein Fall für das LKA Linz und die Kommissare. Einer davon ist Kommissar Ben Achleitner, der aus Bad Ischl stammt, wo der Tote gefunden wurde. Die Hütte gehört Regus Dorninger, so dass der man annimmt, dass es sich auch um den Toten handelt und seine Frau Charlie nicht weit davon bewusstlos aufgefunden wurde. Ben und sein Kollege Peter Neumüller beginnen mit den Ermittlungen und da Ben auch Charlie kennt vernimmt er sie in der Klinik, aber es ist schwer, da sie sich an nichts erinnern kann. Vielleicht hängt ja doch alles mit den Geschäften von Regus zusammen, doch auch hier kommen sie nicht weiter und dann wird ein weiterer Toter gefunden und auf Charlie wird ein Anschlag verübt.
„Salzkammerglut“ von Dagmar Hager ist ein spannender regionaler Krimi aus der Region Bad Ischl. Schon das Cover finde ich sehr schön, da es eine Idyllische Szene am See zeigt, aber man schon die Hitze, die in dem Roman beschrieben wird, fast körperlich spürt. In dieser Idylle handelt der Krimi und auch die Personen sind fast alle Einheimische. So auch der Kommissar Ben Achleitner, der fast alle Personen, die hier beteiligt sind, schon länger kennt. Deshalb sind die Ermittlungen für ihn und seinen Kollegen auch nicht ganz einfach. Natürlich ist er auch persönlich betroffen, denn die Ärztin, die als erste am Tatort ist, ist seine Ex Marie und die mischt sich schon ganz gerne ein, was Ben nicht ganz recht ist, da er sich seiner Gefühle auch noch nicht ganz sicher ist. Dann ist da auch noch die Ehefrau des Toten, die ihm ebenfalls gut gefällt. Also manchmal fällt er schon in ein gefühlsmäßiges Chaos. Trotzdem Ben diesen Fall lösen und es ist manchmal sehr schwierig den roten Faden nicht zu verlieren. Der Aufbau der Kapitel weis auf Szenen und Personen hin, die wichtig in diesen Kapiteln sind. Interessant finde ich, dass jedes Kapitel mit einer einheimischen Redewendung und deren Übersetzung beginnt. Die Sprache, die die Autorin benutzt finde ich sehr bildhaft und so ist die Story sehr leicht zu verfolgen Das Thema ist sehr aktuell und die Spannung steigt bis zum Ende kontinuierlich an.
Ich liebe regionale Krimis, wie diesen, der mich auch immer wieder in die Region mitnimmt und Besonderheiten, wie die Redewendungen, die jedes Kapitel beginnen. Das regt mein Kopfkino an und ich kann in den Krimi eintauchen. Deshalb möchte ich diesen Krimi auch empfehlen.
In diesem dritten Salzkammergut-Krimi von Dagmar Hager geht es heiß zu. Nicht nur, weil die Feiern rund um den Geburtstag von Kaiser Franz Joseph mitten in den hochsommerlichen August fallen, sondern weil auf der Rettenbach-Alm eine Almhütte in Flammen aufgeht. In den verkohlten Überresten findet man eine männliche Leiche, die sich als Regus Dorninger herausstellt sowie etwas von der Hütter entfernt, seine schwerverletzte Frau Charly. Dorninger hat sich als Immobilienhai jede Menge Feinde gemacht, weshalb Chefinspektor Ben Achleitner vom LKA Oberösterreich eine lange Liste von Verdächtigen hat. Unterstützt wird er dabei von der örtlichen Ärztin Marie Giesinger sowie von seinem Kollegen Peter Neumüller.
Der Fall wird ziemlich komplex, als wenig später Charly abermals attackiert wird und zwei mögliche Täter tot aufgefunden werden.
Die Rolle, die Charly Dorninger in diesem Kriminalfall spielt, wird von Kapitel zu Kapitel undurchsichtiger. Hat sie ihren Mann ermordet und die Überfälle auf sich selbst fingiert?
Meine Meinung:
Dieser dritte Krimi rund um Ben Achleitner und Marie Giesinger ist ziemlich komplex, was mir sehr gut gefällt. Die Handlung besticht durch zahlreiche unerwartete Wendungen und den unaufgeregten Erzählstil. Ein bisserl ermüdend ist einerseits das kalt-warme Gefühlschaos, in dem sich Marie und Ben befinden sowie die Frauen rund um die Ärztin, die häufig mit ihren Halbwahrheiten die Aufklärung behindern. Ich finde es interessant, dass hier zwei beruflich wirklich toughe Personen es nicht schaffen, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Dabei hätten beide Zugang zu professionelle Hilfe.
Geschickt sind Land und Leute rund um Bad Ischl in den Krimi eingewoben. Als Leser darf man über Bemühungen des Tourismusbüros, den Geburtstag des Kaisers mit mehr oder weniger gut gelungenen Doppelgängern zu begehen, ein wenig schmunzeln. Die Konditorei Zauner und ihre süßen Köstlichkeiten dürfen auch nicht fehlen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi, der mich sehr gut unterhalten hat, 5 Sterne.
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