Dagmar Isabell Schmidbauer Und dann kam das Wasser

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Inhaltsangabe zu „Und dann kam das Wasser“ von Dagmar Isabell Schmidbauer

Passau im Ausnahmezustand! Die Stadt am Dreiländereck wird nach §über 500 Jahren vom gewaltigsten Hochwasser der Geschichte heimgesucht. Gleich drei Flüsse überfluten die wie auf einer Insel gelegene Altstadt. Doch damit nicht genug. Kommissarin Franziska Steinbacher und ihr Kollege Hannes Hollermann finden einen Toten in einem verlassenen Häuschen an der Ortsspitze von Passau, der zuvor ordentlich verpackt wurde. Bevor die Polizei die Leiche jedoch bergen kann, kommt das Wasser: Viel zu früh und viel zu schnell. Widerstrebend müssen sie den Toten in den Fluten von Donau und Inn zurücklassen. Während das Wasser aber weiterhin steigt und damit wichtige Beweise vernichtet werden, taucht plötzlich eine weitere Leiche auf; eine Frau fällt aus einem Fenster der neuen Mitte, aus Passaus höchstem Gebäude. Oder wurde sie vielleicht gestoßen? Der dritte Fall von Steinbacher und Hollermann, der in der beschaulichen Stadt Passau spielt, führt sie tief hinein in eine Szene, in der es weder Mitleid noch Ehrgefühl gibt. Sie stolpern über jede Menge Dreck und stoßen in eine Parallelwelt vor, deren grausamer Alltag nicht nur hochbrisant, sondern auch topaktuell ist. Spannend, kritisch und zeitgemäß - Dagmar Isabell Schmidbauer stellt in ihrem dritten Band der Passauer Krimi Reihe eindrucksvoll unter Beweis, dass ihre Bücher kein Einzelfall sind!

Fazit: Ein spannender, vielschichtiger Krimi, der ein nach wie vor leider sehr brisantes Thema behandelt.

— Bellexr

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  • Liebe, Flut und Mord

    Und dann kam das Wasser

    michael_lehmann-pape

    17. February 2014 um 15:59

    Liebe, Flut und Mord Das hinter all dem, was da geschieht und geschehen wird, ein grausames Handeln zu finden sein wird, darauf verweist zunächst der Prolog des Romans, der den Leser fast in Richtung altbekannter Serienmörder-Thriller führt, atmosphärisch zumindest. Und das ist gut, im Hinterkopf zu halten, denn lange Zeit tappen die ermittelnden Beamten genauso, wie der Leser, ziemlich im Dunklen, treffender im „Nassen“, denn zu der Leiche, die sich in einem alten Ladenlokal findet, dringt auch die Flut unaufhaltsam in die Passauer Innenstadt ein. So rapide, dass Oberkommissarin Franziska Steinbacher in den plötzlich aufschäumenden Fluten bereits innerlich mit dem Leben abgeschlossen hat. Und danach unter erschwerten Umständen (die männliche Leiche kann lange nicht geborgen werden aufgrund der Überschwemmung) diesem Fall energisch nachgeht. Erschwerend tritt allerdings hinzu, dass gerade das aktuelle, wunderbare Erleben mit „ihrem“ Bühnenkünstler Walter (der eine unerschöpfliche Fantasie in Bezug auf ausgefallene, erotische Spiele besitzt) zur Zeit ruht. Walter hat einen Auftrag in Italien. Und statt mit ihm dort das Leben und die Sonne zu genießen, statt nicht am Rad zu drehen ob der attraktiven Italienerinnen, denen ihr Walter ausgesetzt ist, stapft sie durch Fluten und versucht, widerwillige rumänische Hausangestellte zum Sprechen zu bringen. Unvermittelt stürzt zudem eine Frau aus dem achten Stock eines Geschäftshauses. Hat der Mann, aus dessen Büro die Frau sprang, etwas mit diesem Tod zu tun. Und, weiter noch, hängen vielleicht all diese Ereignisse zusammen? Viele kleine Elemente legt Schmidbauer dem Leser vor Augen, die ein doch kräftiges Rätsel ergeben und erst ganz allmählich feine Verbindungen offenbaren. Gemischt mit einem herzhaften (und durchaus hier und da unverstellt und anregendem erotischen Blick) Blick auf das Privatleben ihrer Figuren, die zaghaften Annäherungen, die Dramen der Vergangenheit. Nicht nur in Bezug auf die „Hauptfiguren“, Franziska und Hannes, gilt dies, auch das Umfeld jener „rumänischen Hilfskräfte“ die unter einer lange unnennbaren Bedrohung stehen, als auch andere Nebenfiguren werden treffend „mit Fleisch versehen“. Wie ebenso den „Oberst“ im Raum, der aufgrund einer ganz eigenen Haltung zur Liebe späterhin tatkräftig auf eigene Faust gravierend einschreiten will (und wird). Nicht zuletzt im Übrigen trifft dies auch auf den Ort der Handlungen, Passau, zu. Beschreibungen der Stadt, der Geschichte und andere Besonderheiten lässt Schmidbauer wie nebenbei gelungen mit einfließen. Das sind Stärken der Darstellung, welche die Ereignisse für den Leser lebendig in den Raum treten lassen. Dabei erzählt Schmidbauer eher in ruhigen Bahnen, das Tempo des Romans ist nicht allzu hoch, steigert sich aber, wie auch die Spannung und Gefahr, zum Ende hin deutlich. Alles in allem ein gut zu lesender und abwechslungsreicher Kriminalroman, der eine lange Zeit den Leser in Fragen der Täterschaft im Unklaren und damit im eigenen Raten ob der Zusammenhänge lässt.

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  • spannender Krimi.....

    Und dann kam das Wasser

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    26. December 2013 um 14:03

    Kurzbeschreibung Passau im Ausnahmezustand! Die Stadt am Dreiländereck wird nach über 500 Jahren vom gewaltigsten Hochwasser der Geschichte heimgesucht. Gleich drei Flüsse überfluten die wie auf einer Insel gelegene Altstadt. Doch damit nicht genug. Kommissarin Franziska Steinbacher und ihr Kollege Hannes Hollermann finden einen Toten in einem verlassenen Häuschen an der Ortsspitze von Passau, der zuvor ordentlich verpackt wurde. Bevor die Polizei die Leiche jedoch bergen kann, kommt das Wasser: Viel zu früh und viel zu schnell. Widerstrebend müssen sie den Toten in den Fluten von Donau und Inn zurücklassen. Während das Wasser aber weiterhin steigt und damit wichtige Beweise vernichtet werden, taucht plötzlich eine weitere Leiche auf; eine Frau fällt aus einem Fenster der neuen Mitte, aus Passaus höchstem Gebäude. Oder wurde sie vielleicht gestoßen? Meinung Dies ist nun schon der 3. Teil der Passau Krimis rund um Steinbacher und Hollermann. Da ich die Vorgänger gelesen habe, war ich ganz gespannt, wie diese Geschichte nun diesmal sein würde. Noch vornweg gesagt, man muß „Die Marionette des Teufels“ und „Der Tote vom Oberhaus“ nicht gelesen haben, da es sich immer um abgeschlossene Krimis handelt. Diesmal spielt das Hochwasser in Passau eine Rolle. Eine männliche Leiche wird entdeckt, kann aber nicht geborgen werden, da das Hochwasser immer mehr steigt. Als sich dann auch noch eine Frau aus einem Fenster stürzt, stellen sich den beiden Kommissaren immer mehr Fragen, und eine Lösung ist noch lange nicht in Sicht. Die Geschichte selbst ist in mehrere Handlungsstränge aufgeteilt, und nimmt rasant an Fahrt an. Spannung darf natürlich auch nicht fehlen. Diese baut sich stetig auf und ich fieberte dem Geschehen mit. Auch wußte ich bis zum Schluß nicht, wer der Mörder wirklich war, die Puzzleteile fügten sich erst in den letzten paar Seiten zusammen. Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin die damals aktuelle Thematik und verbindet sie sehr gekonnt mit einem Krimi. Ich konnte mir sehr bildlich alles vorstellen, war schockiert und hatte zeitweise sogar das Gefühl, den Schlamm zu richen. Auch die Personen wurden sehr detailgerecht bearbeitet und facettenreich dargestellt. Sie kamen alle sehr sympathisch rüber, und die manchmal eingefügten bayrischen Worte, waren etwas besonderes. Der Schreibstil ist wieder einmal einfach und flüssig, das Buch war schnell durch und ich bin schon ganz gespannt, wann der nächste Teil kommt. Diesen werde ich auf jeden Fall wieder verschlingen. Was ich noch ganz toll fand, war die Karte von der Altstadt von Passau am Anfang des Buches. Somit konnte ich mich noch genauer hineinversetzen und wußte auch ungefähr, wo sich alles befand. Cover Diesmal ist es in schwarz/blau gehalten. Sandsäcke und eine Frau bilden den Hauptteil davon. Der blaue Kreis ist wieder erhöht und sieht aus wie Lack. Gefällt mir gut. Fazit „Und dann kam das Wasser“ ist ein spannender, gut recherchierter Krimi, der diesmal ein brisantes Thema, die Hochwasserflut, behandelt. Gekonnt und genau verarbeitet, wird dieses Buch zu einem absoluten Lesemuß. Es bekommt von mir 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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  • Und dann kam das Wasser ...

    Und dann kam das Wasser

    Fanti2412

    18. December 2013 um 18:55

    Zum Inhalt: siehe Klappentext Leseprobe Meine Meinung: Nach „Marionette des Teufels“ und „Der Tote vom Oberhaus“ ist dies bereits der 3. Band aus der Reihe der Passau-Krimis um die Kommissare Franziska Steinbacher und Hannes Hollermann. Man muss die beiden ersten Bände nicht zwingend gelesen haben, da es sich immer um abgeschlossene Fälle handelt. Dagmar I. Schmidbauer hatte diesen 3. Band für den Herbst diesen Jahres angekündigt und beabsichtigt, diesen zur Zeit eines Hochwasser spielen zu lassen, wie es in Passau leider öfter vorkommt. Doch dann traf Passau im Juni 2013 tatsächlich die Katastrophe einer „Jahrhundertflut“ und die Autorin erlebte selbst mit, wie die Bewohner der historischen Altstadt von Passau ihre Häuser verlassen mussten, um ihre Existenz bangten und der Naturgewalt hilflos ausgeliefert waren. Sie hat ihren Krimi daraufhin noch einmal umgeschrieben und die realen Ereignisse der Flut-Katastrophe einfließen lassen. Sie greift diese Thematik sehr einfühlsam auf und verknüpft die chronologischen Ereignisse des Hochwassers mit ihrem fiktiven Kriminalfall. Dabei wird sehr deutlich, mit welchen Problemen sich die Passauer auseinandersetzen mussten, wie z. B. die Einstellung der Trinkwasserversorgung, aber auch mit welchem unermüdlichen Einsatz die vielen professionellen und ehrenamtlichen Helfer den Passauern zur Seite standen. Ihre Beschreibung der Situation ist sehr authentisch und sorgt für eine ganz besondere Kulisse für die Story. Auch die Beschreibung der Örtlichkeiten ist schön bildhaft und gut gelungen. Zur noch besseren Veranschaulichung gibt es vorne im Buch eine Karte der Altstadt mit der Ortsspitze an der die 3 Flüsse Donau, Inn und Ilz zusammen fließen. Das Buch beginnt mit einem Prolog, der von 2 Frauen die gefangen gehalten werden, berichtet. Zunächst konnte ich diese Situation nicht einordnen. Erst später in der Geschichte erfährt der Leser die Zusammenhänge. Der Kriminalfall ist in mehreren Handlungssträngen angelegt, die sich erst ganz allmählich zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Jeder der Handlungsstränge verfügt über eine gewisse Spannung, so dass der Spannungsbogen im gesamten Buch hoch ist ist und sich kontinuierlich steigert. Der Plot ist insgesamt sehr komplex und behandelt ein brisantes Thema. In ihrem fesselnden Schreibstil beschreibt die Autorin die schwierigen Ermittlungen der beiden Kommissare, legt falsche Fährten und entwickelt die Story in verschiedene Richtungen unvorhersehbar weiter. Erst gegen Ende fügen sich die Puzzleteile zusammen. Auch die beiden bereits bekannten Protagonisten Franziska und Hannes entwickeln sich glaubhaft und authentisch weiter. Die immer wieder eingestreuten Episoden aus dem Privatleben der beiden lockern die Geschichte nicht nur auf, sondern runden sie auch ab. Insgesamt ist es ein spannender und fesselnder Krimi, mit einem brisanten Thema vor der Kulisse der traurigen Katastrophe der Jahrhundertflut im vergangenen Sommer, für den ich eine absolute Leseempfehlung ausspreche. Fazit: 5 von 5 Sternen Herzlichen Dank für die Überlassung des Rezensionsexemplars an Dagmar Isabell Schmidbauer © Fanti2412

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  • Hochwasser in Passau

    Und dann kam das Wasser

    Deengla

    04. December 2013 um 11:44

    Kurzmeinung Ein toller Krimi, der einen Einblick gibt, wie das Jahrhunderthochwasser vom Juni 2013 das Leben in Passau auf den Kopf gestellt hat und gleichzeitig ein brisantes Thema und einen spannenden Fall behandelt. Inhalt Schon seit Tagen regnet es, als die Polizei zu einer in Mülltüten verpackten Leiche gerufen wird, die sich in einem leerstehenden Haus in der Passauer Altstadt befindet. Wer ist das Opfer? Warum wurde es ermordet? Leider behindert die Jahrhundertflut die Ermittlungen sehr, sodass nicht einmal die Leiche rechtzeitig geborgen werden konnte. Kurz darauf begeht eine Frau Selbstmord. Doch war es das wirklich? Hängen diese beiden Fälle vielleicht zusammen? Meine ausführlichere Meinung Ich war äußerst überrascht, nur kurze Zeit später bereits die Jahrhundertflut dieses Sommers derart detailliert und clever in ein Buch eingearbeitet zu sehen. Das Nachwort bietet Aufklärung, wie das der Autorin gelungen ist: tatsächlich hatte sie schon ein Jahr vorher mit der Recherche begonnen, da Passau bekanntlich öfters mal überflutet wird, und dann das Buch noch mal überarbeitet, nachdem es zu dieser furchtbaren Naturkatastrophe gekommen ist. Dies und der Tatsache, dass sie ja selbst in Passau wohnt, ist es zu verdanken, dass man als Leser einen einzigartigen Einblick erhält, wie das Leben während der Flut ablief, zum Beispiel was die Trinkwasserversorgung angeht. Dieser Passauer Regionalkrimi ist bereits der 3. Band in der Reihe, kann aber problemlos auch als Einzelband gelesen werden. Ich empfehle dennoch, sich Band 1 und 2 zu Gemüte zu führen, da diese Reihe sehr schnell in die Topliga meiner Regionalkrimis aufgestiegen ist. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Charaktere sind realistisch und komplex. Auch dieses Mal war der Fall sehr interessant und spannend, wenn auch teilweise recht bedrückend gewesen. Wenn ich überhaupt etwas zu bemängeln habe, dann die Tatsache, dass mir die Szenen zwischen Oberkommissarin Franziska Steinbacher und ihrem Freund zu sehr auf das eine reduziert waren und ich zwar viel Lust, aber wenig Liebe bzw. Entwicklung ihrer Beziehung gespürt habe. Und auch die Frau auf dem Cover ist für meinen Geschmack nicht wirklich passend und würde sie eher auf dem Titel eines Erotikbuches vermuten. Aber das ist wirklich schon Jammern auf hohem Niveau. Fazit Klare Empfehlung für Krimifans, insbesondere Regionalkrimifans! Sowie für all jene, die es interessiert, wie die Passauer die Jahrhundertflut 2013 erlebt haben.

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  • Passau im Ausnahmezustand

    Und dann kam das Wasser

    Bellexr

    29. November 2013 um 12:18

    Passau erlebt im Frühjahr 2013 ein Jahrhunderthochwasser. Die auf einer Insel gelegene Altstadt wird überflutet. Und genau dort wird eine Leiche gefunden. Die herbeigerufenen Kommissare Franziska Steinbacher und Hannes Hollermann haben gerade noch Zeit, um sich einen kurzen Eindruck vom Tatort zu machen und einige Bilder zu schießen, schon wird das alte Haus überflutet. Somit gestaltet sich die Aufklärung schwierig, da die Identität des Toten nicht ermittelt werden kann. Während die Flüsse weiter steigen, gibt es eine weitere Leiche. Eine Frau springt von dem höchsten Gebäude Passaus in den Tod. Oder wurde hier etwa nachgeholfen? Franzi und Hannes ermitteln in beiden Fällen. Dabei kommen sie einer Szene auf die Spur, die kein Mitleid kennt und bald schon stellen die beiden Kommissare fest, dass die Fälle in enger Verbindung zueinander stehen. Zwei Frauen werden gefangen gehalten. An Heizungsrohren gekettet und von ihren Peinigern anscheinend vergessen, ringen sie mit dem Tod. Nach diesem eindringlichen Dialog, dessen Zusammenhang mit dem Fall man erst nach einiger Zeit versteht, steigt Dagmar I. Schmidbauer in ihrem Krimi ein und man erlebt mal wieder eine Kommissarin in Bestform. Franziska ist leicht gefrustet. Hatte sie sich doch erhofft, mit ihrem Bühnenkünstler Walter einige schöne wie sonnige Tage in Sizilien zu verbringen, nun muss sie in gleich zwei neuen Fällen ermitteln. Und diese entwickeln sich äußerst kompliziert. Da die Identität des Toten nicht feststellbar ist und der Tatort überflutet wurde, ergeben sich kaum ermittlungsrelevante Spuren. Hinzu kommt dann noch der rätselhafte Sturz der unbekannten Frau aus dem Hochhaus. Doch von all diesen Widrigkeiten lässt sich die couragierte Kommissarin nicht abschrecken und stürzt sich wieder voller Ermittlungseifer in die beiden Fälle. Anfangs benötigt man ein wenig Geduld, um die unterschiedlichen Handlungsstränge, welche die Autorin gleich zu Beginn des Krimis in ihre Geschichte einfügt, zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. Doch so nach und nach erhält man einen Überblick, weiß stellenweise ein wenig mehr als die Kommissare, was einem jedoch bei der Auflösung des Falls nicht wirklich weiterhilft. Hierdurch erhält man aber zumindest nach und nach eine Vorstellung davon, welches Thema Dagmar I. Schmidbauer dieses Mal in ihrem Krimi behandelt. Und dieses ist immer noch leider so brisant wie menschenverachtend. Aber auch das Hochwasser in Passau ist immer präsent. Sehr anschaulich und bildhaft beschreibt die Autorin die Probleme, welche sich die Bürger von Passau durch das Hochwasser ausgesetzt sehen. Und spätestens als dann auch noch die Wasserversorgung eingestellt werden muss, wird jedem Leser klar, wie machtlos wir Menschen den Naturgewalten ausgesetzt sind. Mit ihrem einnehmenden, fesselnden Schreibstil erzählt Dagmar I. Schmidbauer fortan die äußerst schwierigen, oftmals auch ziemlich frustrierenden Ermittlungen von Franzi und Hannes. Die Spannung ist zumeist mehr hintergründig vorhanden und die vielen Fragen, welche sich im Verlauf der Ermittlungen auftun, reizen die Neugier beim Lesen ununterbrochen an. Zumal sich die Story völlig unvorhersehbar entwickelt und im Verlauf einige neue Richtungen annimmt. So wirkt die komplette Geschichte sehr gut durchdacht und ist zudem vielschichtig angelegt. Ein Plus der Autorin ist auch die Ausarbeitung ihrer Charaktere. Diese sind bis in die kleinste Nebenrolle facettenreich angelegt, nicht immer gleich durchschaubar und agieren absolut authentisch. Und gerade weil Dagmar I. Schmidbauer ihre Mitwirkenden auch bereits in den letzten beiden Bänden so detailreich zu beschreiben versteht, hat mich das Privatleben von Franziska dieses Mal ein wenig enttäuscht. Die junge Kommissarin ist schwer verliebt in ihren Bühnenkünstler und agiert manchmal wie ein verliebter Teenager. Es sei ihr gegönnt. Aber die Szenen, welche sich auf ihr Privatleben beziehen, werden fast ausschließlich nur auf das Liebesspiel mit Walter bzw. auf Franzis erotische Fantasien reduziert. Das fand ich etwas zu einseitig dargestellt, da gerade Sandra mit ihrem aufbrausenden, selbstischeren Charakter viel Potential bietet. Fazit: Ein spannender, vielschichtiger Krimi, der ein nach wie vor leider sehr brisantes Thema gut recherchiert behandelt und vor dem Hintergrund des Jahrhunderthochwassers in Passau spielt.

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