Dagmar Leupold

 3.7 Sterne bei 21 Bewertungen
Autorin von Die Witwen, Die Witwen: Ein Abenteuerroman und weiteren Büchern.
Dagmar Leupold

Lebenslauf von Dagmar Leupold

Dagmar Leupold wuchs in Oberlahnstein und Mainz auf. Sie studierte Germanistik, Philosophie, Theaterwissenschaft und klassische Philologie in Marburg und Tübingen. Sie arbeitete als Deutschlehrerin, Redakteurin und Dozentin unter anderem in Florenz und New York. Ihr erster Gedichtband "Wie Treibholz" erschien 1988. Dagmar Leupolds aktueller Roman "Die Witwen" wurde außerdem für den Deutschen Buchpreis 2016 nominiert, 2013 war sie ebenfalls nominiert mit ihrem Titel "Unter der Hand". Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in München.

Alle Bücher von Dagmar Leupold

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Die Witwen

Die Witwen

 (9)
Erschienen am 26.08.2016
Die Witwen: Ein Abenteuerroman

Die Witwen: Ein Abenteuerroman

 (3)
Erschienen am 26.08.2016
Grüner Engel, blaues Land

Grüner Engel, blaues Land

 (2)
Erschienen am 23.07.2009
Wie Treibholz

Wie Treibholz

 (1)
Erschienen am 01.01.1988
Unter der Hand

Unter der Hand

 (1)
Erschienen am 24.07.2013
Die Lust der Frauen auf Seite 13

Die Lust der Frauen auf Seite 13

 (1)
Erschienen am 15.04.2015
Nach den Kriegen

Nach den Kriegen

 (1)
Erschienen am 01.10.2006
Edmond: Geschichte einer Sehnsucht

Edmond: Geschichte einer Sehnsucht

 (1)
Erschienen am 02.08.2002

Neue Rezensionen zu Dagmar Leupold

Neu

Rezension zu "Die Witwen: Ein Abenteuerroman" von Dagmar Leupold

Abenteuerliche Witwen auf Reisen
Ariettavor 2 Jahren

Meine Meinung zum Buch und Autorin:



Ich muss sagen es ist wirklich ein Abenteuerlicher Roman. Voller Witz, Charme, tiefgründiger Wahrheiten mit viel Humor. Er hat die Qualität einer sehr Guten Mosel Auslese mit Goldmedaille.


Es geht um die vier Frauen beste Freundinnen von Kindesbeinen an, sie halten zusammen wie Pech und Schwefel, man kann sie wie ein Kleeblatt vergleichen. Sie leben an der Mosel in einem verträumten Ort der in der Moselschleife liegt.

Penny, die seit ihrer Hochzeit mit Otto dort lebt und das Weingut und das Lokal mit ihrer Schwiegermutter führt. Die drei anderen Beatrice, Dodo und Laura sind ihr von Berlin dort hin gefolgt, und sich in ihren Berufen erfüllt fühlen. Aber eines fehlt dem Kleeblatt ein Mann, sie fühlen sich wie Witwen, obwohl das auf keine zutrifft. Bei Penny vielleicht, Otto ist von einer Geschäftsreise nicht zurückgekehrt. Sie sind eine lustige Gesellschaft für jeden Spaß und Blödsinn zu haben. Sie Planen in einer Weinseeligen Laune auf Reisen zu gehen, aber dafür muss ein Chauffeur her, die Wahl fällt auf Bendix, schwer einzuschätzen, ein Eigenbrötler mit Macken.

Es wird wirklich eine Abenteuerliche Reise auf der man sie begleitet, bis zur Mündung der Mosel und weiter.

Es gibt so manche Pannen, bei der größten wo der Wagen streikt, haben sie viel Zeit in sich zu gehen, So erzählt jeder von den Fünfen seine Lebensgeschichte. Ihre Erinnerungen sind Humorvoll, aber auch teilweise von tiefgründiger Traurigkeit überschattet. Ich musste oft schmunzeln über diese Gemeinschaft, ihre Reise die begleitet ist von Witz, Charme und Humor. Ihnen wurde so einiges klar auf dieser Reise, ohne genauen Plan wo sie eigentlich hingehen sollte


Zur Autorin:

Sie hat mit viel Einfühlungsvermögen, Witz, Charme, Humor und einem Augenzwinkern, eine sehr spannende Lektüre über das Leben und eine Planlose Abenteuerliche Reise geschrieben, man kam an so viele Orte, lernte neues kennen. Erfährt viel über ihre Protagonisten, ihr Seelenleben und ihre Liebenswerte Macken. Den Schreibstil fand ich sehr mitreißend, tiefgründig , Humorvoll und temporeich, es kam nie Langeweile auf. Ein Roman voller überraschender Wendungen über die Dinge des Lebens.


Eine Lektüre die ich mit Begeisterung gelesen habe, sie ist wie ein guter Alter Wein, den man genießt.

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Rezension zu "Die Witwen" von Dagmar Leupold

„Ein Idiot, der davon träumte, unbehelligt zu bleiben…“
StefanieFreigerichtvor 2 Jahren

Gefällig beginnt der Roman und gefällig ist auch das Leben der vier Frauen, Freundinnen seit der Einschulung, gefällig ist auch die Sprache der Autorin. Gefällig - so etwas wie nett.
Die „Witwen“, das sind vier Frauen, Freundinnen seit der gemeinsamen Einschulung in Berlin, die jetzt in Steinbronn leben, zwischen zwei Moselarmen:
„In einem solchen buchstäblich von allen Seiten umfassten Ort einsam zu sein, ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit – und doch gelang es vier Frauen, nicht mehr jung, aber längst nicht alt. Nur ratlos. Und irgendwie übrig.“ S. 1 „Lasst uns etwas erleben!“ („Witwe“ Laura) S. 4 wird beschlossen, man sucht per Annonce einen Chauffeur, findet Bendix und fährt los, über Trier die Mosel entlang bis zur Moselquelle.

Aus dem Roadmovie wird kapitelweise Lebensbeichte, als das Leihfahrzeug beim Hartmannswillerkopf, der Gedenkstätte zum Ersten Weltkrieg, symbolträchtig den Dienst verweigert. Keine der Frauen ist wirklich Witwe. Der von seiner Freundin verlassene Bendix, eigentlich studierter Philosoph und Geschichtswissenschaftler, definiert es so: „Er [Bendix] hatte keinerlei Wissen über ihren zivilen Status und nannte sie auch keineswegs Witwen, weil er annahm, ihren wären die Männer weggestorben. Aber es schwang etwas bei ihnen mit, das ihm zu benennen schwerfiel, außer mit: verwitwet. Als hinge allen eine zarte Schleppe aus Trauer und Abgelebtem an. Aus seiner Sicht war er auch Witwer. … Witwenschaft als Abwesenheit von Zukunft, Witwenschaft als Zustand der Abhandenheit.“ S. 36 „Nicht Männer waren ihnen abhandengekommen, sondern die Zuversicht oder die Verwegenheit oder die Fantasie.“ S. 20

Jeder der fünf Protagonisten, ja, auch Bendix gehört irgendwann dazu, erzählt. Das geschieht milieugerecht gebildet, eloquent – man findet für sich kleine Sätze zum Herausschreiben wie „Witwe“ Pennys „Im Traum sind wir nicht die Summe unserer Jahre, sondern die Fülle unserer Erfahrung.“ S. 130; das geschieht versöhnlich (wobei mir der Schluss etwas zu viel rosarot andeutete); das geschieht vor allem voller Sprachmeisterschaft, wie dem Namen des Hundes, Zwiebel, er ist so vielschichtig“ S. 7; „In ‚Spanisch‘ steckte ‚panisch‘ “ S. 111 oder weiteren Wortspielen wie Pennys  „Man kann Verwobenes auch wieder auftrennen, aufrebbeln, rebellieren.“ S. 42 Ich mag so etwas, aber es wird mir hier gelegentlich zu viel des Guten. Wer das ebook hat, möge z.B. nach „Erstreckung“ suchen im Text.

Ein Buch, das wohl eher Frauen gefallen wird, das auch eher nicht bei jüngeren Lesern Anklang finden wird – das mich aber, obwohl ich mich unbestimmt deutlich zu jung fühlte für die Witwen, mit seiner Thematik der Freundschaft und der Geheimnisse und Verletzungen, die wir mit uns herumtragen, dann doch ganz gut gefiel – besonders mit Blick auf die Milde, mit der man miteinander umgehen kann, sollte. Gefällig - so etwas wie nett, aber doch so meisterhaft in der Sprache.

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Rezension zu "Die Witwen: Ein Abenteuerroman" von Dagmar Leupold

Vier Frauen
Estrelasvor 2 Jahren

Vier Frauen, "nicht mehr jung, aber längst nicht alt", begeben sich auf eine Reise. Als Begleitung suchen sie sich einen Chauffeur, der sich in die Reiseplanung einbringen darf. In ihrem behüteten Wohnort Steinbronn fühlen die Damen sich "einsam", "ratlos", "irgendwie übrig". Also fassen sie gemeinsam den Beschluss: "Wir haben Heimweh nach etwas, das wir nicht kennen. Also müssen wir es suchen." Auch ihr Fahrer freundet sich schnell mit seiner neuen Rolle an. "Auf der Reise mit vier Jahreszeiten, vier Temperamenten, vier Elementen. Kann nicht verkehrt sein." Er ist derjenige, der sie insgeheim als "Witwen" bezeichnet, ohne dass ihnen "die Männer weggestorben" wären. "Aber es schwang etwas bei ihnen mit, das ihm zu benennen schwerfiel, außer mit: verwitwet. Als hinge allen eine zarte Schleppe aus Trauer und Abgelebtem an." In dieser Hinsicht jedoch fühlt er sich mit ihnen verbunden, empfindet sein Leben als "Witwenschaft als Abwesenheit von Zukunft, Witwenschaft als Zustand der Abhandenheit." Während der Hahn im Korb eher Zurückhaltung übt und seine Gedanken in einem Tagebuch festhält, kommt es zwischen den Freundinnen zu einem regen Austausch. Trotz ihrer Vertrautheit, sie kennen sich seit der Einschulung, hat jede noch Geheimnisse aus ihrem Leben parat, die den anderen zuvor vorenthalten wurden. Und so sind es die kleinen menschlichen Verirrungen, die zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen, die der Suche nach dem tieferen Sinn einen Auslöser gaben und den Leser fesseln können. Sprachlich ist dieses Buch ein Feuerwerk, ein Spektakel, das alles auffährt, was die Trickkiste zu bieten hat. Nicht nur die Beschreibungen der Autorin, auch die Aussprüche der Protagonisten sind höchst eloquent und werden entsprechend reflektiert. "Ihre Formulierungen, liebe Penelope, wickeln noch das Sperrigste ein wie in Geschenkpapier." Etwas Konzentration vorausgesetzt, ist dieser Roman ein Höhepunkt für jeden Sprachliebhaber.

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Gespräche aus der Community

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Fragerunde mit Dagmar Leupold zu "Die Witwen"

Auch in diesem Jahr habt ihr wieder die Möglichkeit, Autoren der Longlist des Deutschen Buchpreises 2016 Fragen zu ihren Werken zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen. Welches Buch ist euer Favorit? Hier könnt ihr abstimmen!

Den Abschluss unserer Fragerunden–Aktion zum Deutschen Buchpreis macht in diesem Jahr Dagmar Leupold.  Ihr Roman "Die Witwen" erzählt die Geschichte von vier Freundinnen, die eigentlich gar keine Witwen sind. Stattdessen warten sie – doch worauf? Eines Tages machen sie sich auf die Reise. Während einer Panne beginnen sie zu erzählen: herzzerreißend, vergnügt und doch schonungslos.

Mehr zum Inhalt
Witwe ist keine der vier Frauen, von denen hier erzählt wird. Dazu wären sie vielleicht auch noch zu jung. Aber zu Witwen fehlen ihnen vor allem die Männer. Nur die eine, Penny, war verheiratet. Ist verheiratet? Der Mann ist verschwunden, und so lebt sie mit Sohn und Schwiegereltern abgelegen am Moselstrand zwischen Weinbergen. Nicht allein, ihre drei Freundinnen (Beatrice, Dodo und Laura) sind ihr von Berlin in die Provinz gefolgt. Die vier haben sich gut eingerichtet, jede für sich, im Leben, im Warten. Aber worauf? Also beschließen sie eines Tages, große Fahrt zu machen, aufzubrechen. Sie mieten sich einen Wagen und suchen per Anzeige jemanden, der sie fährt. Wohin? An die Quelle, an den Ursprung, zurück. Dass sie unterwegs dahin eine Panne haben, wird zu unserem Glück. Und zum Glück ihres Chauffeurs, der auch etwas vermisst, nur nicht das, was er zurückgelassen hat: Zierfische mit den Namen von Philosophen. Die vier beginnen zu erzählen, ihm, den anderen, sich selbst, und sie erzählen wie im Rausch: herzzerreißend, vergnüglich und vergnügt, doch ungeschminkt ehrlich und schonungslos.

Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!

Mehr zur Autorin
Dagmar Leupold wuchs in Oberlahnstein und Mainz auf. Sie studierte Germanistik, Philosophie, Theaterwissenschaft und klassische Philologie in Marburg und Tübingen. Sie arbeitete als Deutschlehrerin, Redakteurin und Dozentin unter anderem in Florenz und New York. Ihr Debütroman "Wie Treibholz" erschien 1988. Ihr aktuelles Werk "Die Witwen" wurde außerdem für den Deutschen Buchpreis 2016 nominiert, 2013 war sie ebenfalls nominiert mit ihrem Titel "Unter der Hand". Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in München.

Gemeinsam mit Jung und Jung verlosen wir 1 Exemplar von "Die Witwen" unter allen Fragestellern! Außerdem haben alle, die an den Fragerunden teilnehmen, die Chance auf ein großes Buchpaket mit allen Titeln, die auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stehen!

Dagmar Leupold wird eure Fragen am Sonntag, 18. September 2016 zwischen 14 und 18 Uhr. Bitte beachtet, dass wir die Fragerunde dementsprechend schließen werden!

Ich bin gespannt auf eure Fragen und wünsche euch viel Spaß!


Bitte beachtet auch unsere Richtlinien: http://www.lovelybooks.de/info/richtlinien-lr-bv/
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Dagmar Leupold wurde am 23. Oktober 1955 in Niederlahnstein (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 33 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

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