„Hallo? Jemand da draußen?“ entspricht inhaltlich dem Niveau das man von Dagmar Röhrlich kennt. Das Buch vermittelt den aktuellen Kenntnisstand verständlich und ohne spekulative Ausschweifungen. Bekannte Zusammenhänge werden klar strukturiert dargestellt und in einer gut lesbaren, präzisen Sprache vermittelt. Der Fokus liegt durchgehend auf Hypothesen die innerhalb der Fachgemeinschaft akzeptiert sind, was der Darstellung eine hohe Verlässlichkeit gibt. Weniger gelungen ist die Gestaltung einiger Abbildungen. Mehrere Grafiken sind zu dunkel, und die Beschriftungen fallen teilweise so klein aus, dass sie nur schwer zu entziffern sind.
Dagmar Röhrlich
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Neue Bücher
Medusa
Alle Bücher von Dagmar Röhrlich
Tiefsee
Urmeer
Hallo? Jemand da draußen?: Der Ursprung des Lebens und die Suche nach neuen Welten
Die Spur des Menschen
Medusa
Neue Rezensionen zu Dagmar Röhrlich
Dagmar Röhrlichs „Urmeer“ überzeugt durch die gewohnt hohe Qualität ihrer Arbeiten als Wissenschaftsjournalistin. Die Darstellung ist unaufgeregt, klar strukturiert und in einem flüssigen Stil verfasst. Der rote Faden folgt den wichtigsten Stufen des Lebens und somit stets erkennbar.
Die Recherche wirkt sorgfältig und ausgewogen. Unsichere oder umstrittene geologische Funde werden offen angesprochen und eingeordnet, was den Text glaubwürdig macht. Gelungen ist das Zusammenspiel von Text und Bild. Die Zeichnungen von Jürgen Willbarth sind informativ und unterstützen das Verständnis der beschriebenen Lebensformen.
Allerdings widmet sich das Buch erst nach fast hundert Seiten ausführlicher dem eigentlichen Thema, der Lebenswelt in den Urmeeren. Der Einstieg konzentriert sich stark auf wissenschaftsgeschichtliche Themen, was interessant aber etwas vom Hauptthema entfernt ist.
Ein kleiner Nachteil ist die große Zahl der vorgestellten Organismen. Viele sind spannend, können aber verständlicherweise nicht alle abgebildet werden. Vereinzelt fallen außerdem Textstellen auf, die an Wikipedia-Artikel erinnern. Das ist bei einigen Sachbüchern leider nicht ungewöhnlich überrascht bei Röhrlich jedoch etwas.
Trotz dieser Punkte ist „Urmeer“ ein gut geschriebenes, faktenreiches und sorgfältig gestaltetes Buch, das einen breiten Einblick in die frühe Geschichte des Lebens in den Ozeanen bietet.
Dagmar Röhrlichs „Tiefsee“ überzeugt durch einen klaren, schnörkellosen Stil, der das Lesen angenehm macht. Auch wer kein Fachwissen mitbringt, findet leicht Zugang zum Text. Die Illustrationen sind sicherlich Geschmackssache. Sie wirken eigenwillig, teilweise sind sie nicht informativ aber haben einen eigenen Reiz und fügen sich stimmig in das Buch ein. Der Titel selbst weckt jedoch Erwartungen, die das Buch nur teilweise erfüllt. Über das eigentliche Leben in der Tiefsee erfährt man erstmals ab Seite 121. Ein passenderer Titel wäre vielleicht etwas in der Art von „Die Reise der Challenger und Geschichten aus der Tiefsee“. Allerdings hätte ein solcher Titel vermutlich weniger Leser angezogen.
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