Dagmar Seifert Das Mittwochszimmer

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Inhaltsangabe zu „Das Mittwochszimmer“ von Dagmar Seifert

Für Conny und Vico ist es einfach Liebe, doch ein Stein nach dem anderen wird ihnen in den Weg gelegt: in Form von betuchten Eltern, Standesdünkeln, Verwandten mit längeren Aufenthalten in Strafanstalten, boshaften Rivalinnen. An allen Wochentagen außer Mittwoch. Ein hinreißender Liebesroman, in dem die Frage beantwortet wird, was Liebe eigentlich aus uns macht: blind oder glücklich? Oder beides?

Absolut einmalig!

— sahni
sahni

Sprachgewaltige realistische Familiengeschichte, man taucht ein und kommt erst wieder an die Oberfläche, wenn die letzte Seite gelesen ist.

— Winterzauber
Winterzauber

Toller Roman, tolle Geschichte, tolle Sprache, allerdings war´s mir manchmal zuviel Dialekt

— SteffiKa
SteffiKa

Ein wunderschöner Roman, der ein Leben fabelhaft erzählt!

— hundeliebhaber
hundeliebhaber

Ungewöhnliche Liebesgeschichte um Liebe, Hoffnung und Warten

— Schnuck59
Schnuck59

Ein wunderschöner Liebesroman, mit einzigartiger Atmosphäre, aber unter dem ich mir dann doch ein bisschen was anderes vorgestellt hatte...

— YumikoChan28
YumikoChan28

Eine wunderbare, gut zu lesende, poetische aber nie kitschige Geschichte über die Liebe, die Freundschaft und das Leben.

— Mauela
Mauela

Ein unterhaltsamer, mit einem Augenzwinkern erzählter Roman über die Lebens- und Liebesgeschichte der Conny Hertz.

— Barbara62
Barbara62

Eine Reise durch die hamburger Geschichte mit dem verzweifelten Festhalten an der großen Liebe, die viele schon im Bekanntenkreis erlebten.

— andrea83
andrea83

Ein bemerkenswerter Roman, der so ist wie das wahre Leben, unberechenbar und voller Überraschungen

— louella2209
louella2209

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  • Das Mittwochszimmer

    Das Mittwochszimmer
    Winterzauber

    Winterzauber

    22. May 2016 um 23:08

    2 Mädchen werden in der Nacht zu Neujahr 1955 geboren und werden beide auf den Namen Cornelia getauft. Sie treffen bei der Einschulung aufeinander und werden beste Freundinnen. Cornelia Hertz – als uneheliches Kind lebt sie mit ihrer Mutter und ihren beiden Onkeln zusammen – Cornelia Schnoor ist das dritte Mädchen einer Gärtnerfamilie.„Conny konnte sich später immer noch an das Gefühl erinnern, als sie diesem Gesicht gegenüberstand, als wäre sie einem Menschen, der ihr jahrelang gefehlt hatte, endlich wieder begegnet. Und in den schiefen grünen Augen gegenüber erkannte sie ähnliche Regungen. Die beiden Mädchen grinsten sich begeistert an. Da sie in derselben Klasse landeten und da sich dort noch eine dritte Cornelia befand, wurden sie am selben Tag umgetauft. Die eine hieß nun Conny, die andere Nelly.“Conny Herz war durch außergewöhnliche Schönheit gesegnet, ihr Haar war schwarz und glänzend während Nelly Schnoor eher von der Natur nicht so begünstigt wurde, sie fiel durch ihre roten krausen Haare auf und durch die kleinen schiefstehenden Augen durch ihre großen Zähne.Conny, durch ihren Onkel zu Diebeszügen genötigt, lernt Eva Wohlgast kennen, als sie in deren Haus einsteigt. Sie freundet sich mit der netten Dame an und Conny geht nun jahrelang in deren Villa ein und aus, ihr wird allerdings das Versprechen abgenommen, mit den Diebeszügen aufzuhören.Nelly lernt mit 13 Jahren Damian Gebhardt kennen. Der schöne begabte und aus reichem Elternhaus stammende junge Mann verliebt sich in sie und sie treffen sich jahrelang heimlich und heiraten sogar, sobald beide 18 Jahre alt sind. Für Damians Mutter eine Katastrophe, die sich für ihren Sohn was anderes gewünscht hat, als eine leidlich aussehende Gärtnertochter. Conny allerdings verliebt sich in Vico, der ebenfalls aus reichem Elternhaus stammt und für die Familie ist ein unehelich geborenes Mädchen aus einem Proletenhaushalt einfach nicht tragbar.Vico beugt sich dem Druck seiner Eltern und heiratet seine Cousine, für Conny, die inzwischen von ihm schwanger ist, ein Schlag ins Gesicht. Sie kann nicht von ihm lassen, so treffen sie sich jahrelang hin und wieder und schließlich wird der Mittwochnachmittag für beide ein fester Termin. Conny, nach Schulabbruch und vielen verschiedenen Jobs, lernt nun doch endlich Schneiderin und macht sich später nach einer Erbschaft selbständig.Nelly lernt Gärtnerin und wohnt dann mit ihrem Mann bei der Schwiegermutter im Haus. So gehen mit vielen Hochs und Tiefs die Jahre ins Land.Eine tolle Geschichte, man begleitet Conny und Nelly mit ihren Familien 60 Jahre lang. Toll geschrieben. Ich habe mich immer wieder geärgert, warum Conny ihr Herz so viele Jahre an einen selbstverliebten Egoisten hängt und so viele Chancen vertut. Sie hat etwas besseres verdient, als über 40 Jahre das Anhängsel eines verheirateten Mannes zu sein. Für mich war ihre Verhaltensweise oft nicht nachvollziebar.

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  • Lebenslinien

    Das Mittwochszimmer
    Legeia

    Legeia

    Klappentext:Für Conny und Vico ist es einfach Liebe, doch ein Stein nach dem anderen wird ihnen in den Weg gelegt: in Form von betuchten Eltern, Standesdünkeln, Verwandten mit längeren Aufenthalten in Strafanstalten, boshaften Rivalinnen. An allen Wochentagen außer Mittwoch. Ein hinreißender Liebesroman, in dem die Frage beantwortet wird, was Liebe eigentlich aus uns macht: blind oder glücklich? Oder beides?Die Autorin:Dagmar Seifert war zuerst als freie Journalistin und Redakteurin tätig. Seit 1999 hat sie sechs erfolgreiche Romane veröffentlicht, zudem verfasste sie Kolumnen, Märchen, Radio- Features, Gruselgeschichten, Drehbücher und Theaterstücke, aber auch Sach- und Kochbücher. Dagmar Seifert wohnt und schreibt in der Nähe von Hamburg.Meine Meinung:Conny liebt Vico, und das schon seit 43 Jahren. Nun ist sie 60, und der Leser reist mit ihr zusammen zurück in die Vergangenheit, bis hin zu ihrer Geburt.Diese fand am 1. Januar 1955 statt. Ihre Mutter, Hanne Hertz, die mit Hilfe ihrer beiden Brüder Uwe und Dieter und ohne Mann noch recht jung Mutter wird, liegt auf einem Zimmer mit einer ebenfalls Hochschwangeren, die auch eine Tochter, Conny - später Nele genannt, zur Welt bringt: Cäcilie Schnoor, die mit ihrem Mann eine florierende Gärtnerei betreibt und so ganz anders ist als Hanne. Die Hertz-Familie hingegen ist arm, hält sich mit Einbrüchen über Wasser und sorgt regelmäßig in der Gegend für üblen Gesprächsstoff.Die Wege der beiden Frauen trennen sich, bis die Töchter Conny und Nele eingeschult werden - ab diesem Zeitpunkt sind die beiden Freundinnen fürs Leben.Viele Jahre später dann, während sich Conny mit 17 in den Medizinstudenten Vico verguckt, verliebt sich Nele schon viel früher in den arrogant wirkenden und begabten Damian, der ihre Liebe offenbar erwidert - sehr zum Missfallen seiner Mutter. Für sie ist Nele nur eine dicke Kröte mit Bibergebiss und ohne Esprit.Und so wird das Dasein der beiden Frauen bis sie 60 sind, begleitet. Es sind Leben voller Liebe, Entbehrungen, Sehnsüchte, Dramen und Selbstfindungen."Das Mittwochszimmer" hat mich schwer begeistert. Die Geschichte taucht in alle Facetten des Lebens ein, egal ob arm oder reich, ob verliebt, verlobt oder (nicht) verheiratet. Man begleitet, vor allem Conny, in allen Lebenslagen, und fragt sich einmal mehr, wie lange sie das alles mit Vico noch mitmachen wird. Natürlich, Liebe verschließt die Augen, erschüttert das Herz, lässt Hoffnungen aufleben, trotzdem schwinden die Tage so schnell, deswegen ist es mehr als beklagenswert, wenn die weibliche Hauptfigur so einem Mann über die vielen Jahre hörig ist - der für mich übrigens anfangs interessant wirkte, was aber die Handlung über stetig abnahm, was sicher auch so gewollt war. Conny war viel zu lieb und oft auch naiv. Sie hätte ein ganz anderes Leben haben können.Wenn man jemandem verfallen ist, sieht man all das wahrscheinlich nicht, was sonst im Alltag tierisch nerven würde. Über Vico konnte ich nur noch den Kopf schütteln. Dauernd dachte ich: "Conny, wach endlich auf! Du bist eine so tolle Frau!"Mir gefiel die breite Gefühlspalette, besonders auch, dass man über die Familien stetig informiert war, denn von Silvester 1954 bis 2014 erlebte man hautnah die Veränderungen der Zeit, der Figuren und wie sich alle entwickelten, welche Wege sie letztendlich gingen.Ich musste oft über Miranda lachen, die gar schreckliche Mutter von Damian, die dennoch mit ihren Ansichten und Sprüchen die Lacher auf ihrer Seite hatte. Überhaupt musste ich oft schmunzeln. Es wurde aber auch dramatisch und traurig, denn so ein Leben, egal welches, beherbergt nicht nur Sonnenseiten. So viel ist klar. Und durch eine Liebe, die man nur von einer Seite intensiv spürt, haben die Schatten sowieso Oberhand.Ich fand den Schreibstil sehr angenehm und bildhaft, auch die Kapitelüberschriften waren originell. Man konnte ahnen, worum es als Nächstes gehen würde, trotzdem hatte man keinen Schimmer, inwieweit die ersten Worte gemeint waren, die den Abschnitt zusammenfassten. Raffiniert.Auch die Nebenfiguren waren interessant angelegt. ich habe mit jedem gefiebert, gelitten und gelacht. Eine spannende Mischung, die zu einer Gesamtgeschichte verwoben wurde, die einfach mitreißend war.Alles in allem zeigt "Das Mittwochszimmer", dass man als Geliebte in einer Scheinwelt lebt, weil man nicht loslassen will. Alles ist besser, als für immer verlassen zu werden. Ein Irrtum, denn eine starke Frau hat mehr verdient als so ein Leben in sehnsüchtiger Gefangenschaft.5 Sterne.

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  • Buchverlosung zu "Das Mittwochszimmer" von Dagmar Seifert

    Das Mittwochszimmer
    DagmarSeifert

    DagmarSeifert

    In meinem Roman 'Das Mittwochszimmer' geht es um Sehnsucht: Conny liebt Vico, trotz vieler Widerstände und Hindernisse, sie liebt ihn gewissermaßen unendlich, denn das Happy-End bewegt sich vor ihr her und ist nicht zu erhaschen. Trotzdem hört Conny nicht auf, zu hoffen. Und bis sich die beiden eines Tages zueinander bekennen können, ist die Liebe ein feststehender Termin am Mittwochnachmittag... Fünf Bücher mit Widmung werden verlost. Eine Frage ist zu beantworten: Wie hieß die Heldin in meinem Roman 'Die Lavendelfrau', die sich ihrerseits weigerte, Ehebruch zu begehen?

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    • 111
  • Die ewige Geliebte

    Das Mittwochszimmer
    19angelika63

    19angelika63

    KlappentextConny Hertz und Vico van Loon wurden vom Schicksal füreinander bestimmt. Doch da er angehender Arzt aus gutem Haus ist, sie hingegen einer Familie mit kriminellen Tendenzen entstammt und auch sonst so gar nicht standesgemäß ist, bleibt ihnen nur der Ausweg einer Affäre. Über Jahrzehnte findet die Liebe für sie immer mittwochs statt.Vico ist der Mann, den Conny will. Eines Tages wird er sie doch noch heiraten. Ganz bestimmt. Wenn endlich nicht mehr im Weg steht. Doch was passiert, wenn es tatsächlich so weit ist?„Mitte der Sechziger war Abitur noch was für Menschen, die studieren wollten. Die Intelligenteren und Begabteren gönnten sich (wenn sie’s nicht nötig hatten, möglichst schnell Geld zu verdienen) die „mittlere Reife“. Und wer immer noch ganz plietsch war, aber praktisch veranlagt, der machte eben nur den Volksschulabschluss. Das war auch etwas.“ (Seite 75)Es ist die Neujahrsnacht 1954/ 1955. In einem Krankenhaus in Hamburg Niendorf werden zwei Mädchen geboren. Beide heißen Cornelia. Nelli ist die dritte Tochter des vermögenden Ehepaars Schnoor. Ihnen gehört eine Gärtnerei. Doch anders als ihre Schwestern ist Nelli eher nach dem Vater geraten und somit keine wirkliche Schönheit. Conny wir als uneheliches Kind geboren, was seinerzeit noch eine echte Schande war. Sie wächst bei ihrer Mutter und ihren beiden Onkeln auf. Der eine entdeckt eines Tages ihr „Talent“ und nimmt sie mit auf Diebes- und Einbruchstour. Beide Mädchen treffen erstmalig wiederbei der Einschulung aufeinander. Sie werden Freundinnen fürs Leben.Nelli verliebt sich schnell in den ebenfalls wohlhabenden und begabten Damian. Die beiden heiraten heimlich, da Damians Mutter nicht mit Nelli einverstanden ist, da sich diese eine hübschere Schwiegertochter für ihren Sohn gewünscht hat.„Ein bisschen Schnee fiel immer noch, träge, zusammenpappende, große Flocken aus gelblich grauem Himmel. Hinter Conny und Christian wartete ein dunkelblonder junger Mann mit einem kleinen Mädchen, sieben- oder achtjährig. Conn warf einen Blick über die Schulter und dann noch einen und noch einen: Was für ein Traumprinz war das!“ (Seite 93)Conny trifft auf den jungen van Loon und ist ihm vom ersten Augenblick an verfallen. Van Loon kommt aus wirklich reichem Haus. Die Eltern sind gegen eine Beziehung mit Conny. Doch die beiden treffen sich heimlich und Vico macht ihr eines Tages das Versprechen sie zu heiraten. Doch die Jahre vergehen, und immer ist irgendetwas anders, was Vico daran hindert Conny zu heiraten. Schließlich heiratet er seine Cousine, und Conny wird seine Geliebte. Immer mittwochs treffen sie sich in einem gemieteten Apartment. Und das über Jahre … und dann, dann ist Vico plötzlich ein freier Mann … Werden sie jetzt endlich heiraten?„Romantik. Das Wort klingt so nett, weich und gekringelt. Positiv. Ist es aber nicht. Es hat mit Sehnsucht zu tun. Alle romantischen Geschichten beinhalten Sehnsucht. In Wahrheit ist das nichts weiter als Sentimentalität. Eine vorrübergehende pompöse Gemütserfassung, wie unser guter Romeo sie ständig hatte. Ein Hineinsteigern in Rührung und Kitsch. Connymädchen, sieh dich bitte vor. Wenn du süchtig danach wirst, dann willst du immer mehr davon naschen. Dann erträgst du alle möglichen unangenehmen Situationen, die du eigentlich energisch ändern müsstest, bloß weil der Schmerz und die Melancholie so schön sind. Vico von Loon ist genau der Junge, der dir eine lebenslange Sucht dieser Art verpassen könnte. Bitte versprich mir, dass du ihn sehr skeptisch betrachtest, ja? Ohne Romantik …“ (Seite 128)Diese Geschichte zieht sich über einen Zeitraum von gut sechzig Jahren. Dabei gehe ich als Leserin auch auf eine Zeitreise. Ich erfahre und erinnere mich an die gesellschaftlichen Dünkel Anfang/ Mitte der sechziger Jahre, den Schwierigkeiten für Kinder aus der „Unterschicht“ auf eine weiterführende Schule zu gehen … Dies und noch einiges mehr bindet Dagmar Seifert in die Geschichte um Conny und Vico ein.Schnell bin ich in die Geschichte eingetaucht und habe das Leben von Conny verfolgt. Was mir dabei besonders gut gefallen hat, sind die kleinen Hinweise unter den Kapiteleinteilungen. Da wusste ich schon, was mich im Kapitel erwarte und das hat neugierig gemacht.Natürlich versteht man als Frau von heute Conny an manchen Stellen überhaupt nicht. Warum habe ich mich oft gefragt, bleibt sie bei Vico, der sie ganz offensichtlich nur hinhält? Warum schafft sie es nicht sich von ihm loszusagen und um mit einem anderen Mann glücklich zu werden? Ich denke, nur eine Frau, die selbst schon einmal die Geliebte eines Mannes war, kann sich in etwa vorstellen, wie es Conny in all den Jahren ergangen ist. Manchmal gerät man in eine „Abhängigkeit“, aus der man nur schwerlich wieder heraus kommt. Es bedarf Jahre, bis man dies erkennt. Und wenn man es dann erkennt, kann es vielleicht schon zu spät für ein erfüllteres Leben sein …„Nein. Ich meine, wir hatten unser Leben lang eine romantische Liebesgeschichte, und irgendwie hat sie es nicht überlebt. Legalisierung bekommt ihr nicht. Vielleicht ist sie sogar vorher schon gestorben und wir haben es nicht gemerkt.“ (Seite 313)Ein wundervolles Buch für einen verregneten Sonntag, in das man eintaucht und erst am Ende mit einem Seufzer wieder auftaucht …

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    • 7
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    20. March 2016 um 00:05
  • Leserunde zu "Das Mittwochszimmer" von Dagmar Seifert

    Das Mittwochszimmer
    Herbig_Verlag

    Herbig_Verlag

    Liebe Leser*innen! Am 08. Februar erscheint Dagmar Seiferts neues Buch "Das Mittwochszimmer" im LangenMüller Verlag und wir laden euch herzlich zu unserer Leserunde in! Wir verlosen 20 Print-Exemplare des Buches und nehmen euch mit in das turbulente Liebesleben von Conny, die mit Vico glaubt, ihren Mr. Right gefunden zu haben. Aber was, wenn sie sich irrt? Zum Inhalt des Buches: Conny und Vico wurden vom Schicksal füreinander bestimmt. Mehr oder weniger: denn Vico geht eine standesgemäße Ehe mit einer anderen ein und Conny spielt in seinem Leben die zweite Geige. Doch über Jahre hinweg haben die beiden eine Affäre, immer mittwochs treffen sie sich zum Stelldichein. Vico ist der Mann, den Conny will. Der sie doch irgendwann heiraten wird. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. In der Zwischenzeit lebt sie ihr Leben, findet Erfüllung in ihrem Beruf und fährt mit dem Bruder ihrer besten Freundin in Urlaub. Und so feiert sie ihren sechzigsten Geburtstag, als Vico endlich frei ist und ihr den lang ersehnten Heiratsantrag macht. Doch ist Vico tatsächlich ihr Mr. Right? Und wenn nein, wo hat dieser sich bisher versteckt? „Das Mittwochszimmer“ von Dagmar Seifert ist eine zauberhafte Romanze über eine wunderbar sympathische Heldin, die ihren Weg geht und sich über Umwege selbst findet. Die Autorin: Dagmar Seifert war zuerst als freie Journalistin und Redakteurin tätig. Seit 1999 hat sie sechs erfolgreiche Romane veröffentlicht, zudem verfasste sie Kolumnen, Märchen, Radio- Features, Gruselgeschichten, Drehbücher und Theaterstücke, aber auch Sach- und Kochbücher. Dagmar Seifert wohnt und schreibt in der Nähe von Hamburg. www.dagmar-seifert.com LangenMüller verlost 20 Exemplare von „Das Mittwochszimmer". Schreibt dazu einfach in die Kommentare, warum ihr gerne an der Leserunde teilnehmen möchtet. Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich zum 10. Februar 2016. Am 11. Februar 2016 werden die Gewinner*innen dann benachrichtigt. Außerdem wird die Autorin gerne Fragen beantworten, wenn ihr sie im Unterthema "Fragen an die Autorin" postet. Viel Glück allen Bewerber*innen und viel Spaß beim Mitmachen!

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    • 364
  • Das Mittwochszimmer

    Das Mittwochszimmer
    Blaustern

    Blaustern

    18. March 2016 um 14:57

    Zwei Mädchen werden in der Silvesternacht geboren im gleichen Krankenhaus mit gleichem Vornamen. Die ersten Tage verbringen sie sogar nebeneinander, doch dann trennen sie die Wege bis zu ihrem ersten Schultag. Von da an halten sie zusammen wie Pech und Schwefel, eine Freundschaft entsteht, die sich durch ihr ganzes Leben zieht mit allen Höhen und Tiefen, die sie erleben. Und dass, obwohl ihr familiäres Umfeld grundverschieden ist und sie ganz unterschiedlich aufwachsen und später jeder einen anderen Lebensweg einschlägt. Cornelia Hertz und Cornelia Schnoor. Cornelia Schnoor, genannt Nelli, hat mehr Glück mit der Liebe und kann ihre erste große Liebe auch heiraten, Cornelia Hertz, genannt Conny, hat es auch da nicht so gut erwischt, denn Vico van Loon, in den sie sich verliebt, ist bereits verheiratet und lässt sich nie scheiden. So endet dies in einer ewigen Affäre, wobei sie sich jeden Mittwoch heimlich treffen. Doch Conny kann ihn nicht gehen lassen, und eines Tages ist er plötzlich frei. Plötzlich kann sie ihn sieben Tage die Woche haben. Aber will sie das wirklich noch?Eine Lebensgeschichte wie sie nur das Leben schreiben könnte, wird uns hier geboten. Sie ist kein bisschen kitschig, sondern genau so, wie es im Leben laufen kann, eben mal gut und auch wieder schlecht. Man ist glücklich, und man leidet. Dabei begleiten wir die beiden Frauen 60 Jahre ihres Lebens, welches so vielförmig ist. Dadurch lernen wir sie immer besser kennen mit ihrem kompletten Charakter, denn der wird für uns nach außen gestülpt, authentischer geht bald gar nicht mehr. Aber auch die Nebenfiguren sind wirklich gut gelungen. Ein wichtiger Aspekt ist hier die Liebe und auch die wunderbare Freundschaft, und das Ende lässt einen überrascht, aber gut gewählt, zurück. Der Schreibstil dazu ist sogar ein bisschen poetisch, lässt sich aber locker und fein lesen.

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  • Das Mittwochszimmer

    Das Mittwochszimmer
    bookgirl

    bookgirl

    11. March 2016 um 16:01

    Inhalt In einer Silvesternacht kommen Cornelia Hertz und Cornelia Schnoor zur Welt und auch wenn sie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Verhältnissen aufwachsen und von Grund auf verschieden sind, werden sie dennoch beste Freundinnen. Während Nelli schon in jungen Jahren ihre große Liebe findet und heiratet, bleibt Conny dies verwehrt. Bis sie Vico van Loon kennenlernt, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Doch Vico heiratet eine andere und Conny bleibt über viel Jahre seine Affäre, mit der er sich jeden Mittwoch in einem geheimen Appartment trifft. Als Vico sich eines Tages von seiner Frau trennt und nun frei für Conny ist, stellt sich ihr zum ersten Mal die Frage, ob sie ihn überhaupt noch will … Meine Meinung Manchmal glauben wir die große Liebe gefunden zu haben und sind überzeugt davon, dass wir glücklich wären, wenn wir Zeit unseres Lebens mit diesem ganz besonderen Menschen verbringen könnten. So geht es auch Conny, als sie Vico kennenlernt. Doch das große Glück bleibt ihr verwehrt und sie muss sich mit einem kurzen Treffen an jedem Mittwoch begnügen. Die Affäre bestimmt viele Jahre ihres Lebens, in der sie bei wichtigen Entscheidungen oder auch wenn sie einfach nur Aufmunterung benötigt auf Vico zählen kann. Doch ist es auch, wie bei vielen anderen Dingen im Leben. Sobald man das haben kann, wonach sich das Herz schon so lange sehnt, stellt man oft in Frage, ob man das nun wirklich immer noch möchte. Auch Conny stellt sich diese Frage, als Vico frei ist für sie. Wie die Antwort lautet? Lest selber. Gefallen an der Geschichte hat mir, dass Conny nicht daran zerbricht, dass sie mit Vico nur die wenigen gemeinsamen Momente hat. Sie geht zielstrebig ihren Weg und ergreift Chancen, wenn sie sich ihr bieten. So gelingt es ihr beruflich erfolgreich und unabhängig zu sein. Vico ist ihr wichtig und sie liebt ihn, lässt sich davon jedoch nicht beherrschen. Auch, dass die Autorin sich nicht nur auf die Liebe der zwei Protagonisten fokussiert, finde ich gut gelöst. So kann der Leser den Lebensweg von Conny mit all seinen Aufs und Abs verfolgen. Einzig, dass das Buch ein paar Längen aufweist, hat den Lesegenuss geschmälert, was daher zu einer Gesamtwertung von aber immer noch guten 4 Sternen führt. Fazit "Das Mittwochszimmer" ist eine Geschichte über die Liebe, Entscheidungen und die Frage, ob man die richtige Wahl getroffen hat.

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  • Das Mittwochszimmer

    Das Mittwochszimmer
    hundeliebhaber

    hundeliebhaber

    07. March 2016 um 22:22

    Dagmar Seifert hat hier eine tolle Geschichte erzählt, die von Connys Leben und dem ihrer Freundin Nelli berichtet. Der Schreibstil ist leicht und zart formuliert, was mich in eine ganz besondere Atmosphäre versetzt hat. Conny hat als Protagonistin eine sehr starke Persönlichkeit verliehen bekommen und der Leser wird in jeder Lebensphase mit ihrem Inneren vertraut gemacht. Aber auch die anderen Figuren werden sehr stark geschildert, sodass jede eine Rolle einnehmen und auch als Nebenfigur stark auftreten konnte. Durch das Spiel mit der Sprache, beispielsweise mit dem Hamburger Dialekt, wird die soziale Zugehörigkeit der einzelnen Figuren unterstrichen, was die Charaktere noch authentischer macht. Die gesamte Handlung, die die Geschichte erzählt, ist so vielschichtig, dass es sich bei "Das Mittwochszimmer" um viel mehr als nur einen Liebesroman handelt. Ich wurde für eine  Zeit lang ein Teil von Connys Leben und wurde von dem Buch bestens unterhalten!

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  • Leben und Lieben in einer Seifenblase

    Das Mittwochszimmer
    Schnuck59

    Schnuck59

    In ihrem Roman „Das Mittwochszimmer“ schreibt Dagmar Seifert eine Lebens- und Liebesgeschichte, in der es um die Frage geht ob Liebe blind oder glücklich macht? Oder beides? Dagmar Seifert arbeitete als Redakteurin und freie Journalistin. Seit 1999 schrieb sie Kolumnen, Märchen, Rundfunk-Features, Gruselgeschichten, Drehbücher und Theaterstücke, Sach- und Kochbücher. Sie hat zusätzlich 6 erfolgreiche Romane veröffentlicht.  Das Mittwochszimmer ist der Rückzugsort für das Liebespaar Conny Hertz und Vico van Loon, die aufgrund von Standesunterschieden nicht geheiratet haben und sich jeden Mittwochnachmittag dort treffen. Vico stammt aus einer gut situierten Familie und hat standesgemäß geheiratet. Conny hat es trotz kriminellem Hintergrund geschafft ein eigenes Modelabel aufzubauen. Sie hofft, dass Vico sie eines Tages doch noch heiratet. Die Geschichte von Conny als Hauptprotagonistin wird chronologisch erzählt, ihre Geburt, ihre nicht einfache Kindheit und ihr Leben über 43 Jahre als Geliebte von Vico. Hier ist mir der Teil ihrer Kindheit allerdings etwas zu lang. Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte ist lebendig und unterhaltsam. Die einzelnen Kapitelüberschriften weisen in Kurzform auf den weiteren Inhalt hin. Die unterschiedlichen Charaktere, durch verschiedenen Milieus geprägt, sind gut ausgearbeitet Die persönliche Entwicklung von Conny ist gut nachvollziehbar und ihre Situation als Nebenfrau wird deutlich. Es geht um Familie, Freundschaft und Liebe. Es gibt einige interessante Gedanken rund um das Thema Liebe. „Verliebtheit verfliegt so schnell wie Parfüm.“ Als Geliebte oder in einer Dreierbeziehung stellt sich die Frage: „Ist es besser den Geliebten nur zur Hälfte zu haben als überhaupt nicht?“  Mich hat diese ungewöhnliche Geschichte gut unterhalten. Ich hätte gern noch mehr, speziell über die Gefühle und Gedanken von Conny, erfahren. 

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    • 2
  • Ein außergewöhnlicher Liebesroman mit einer ganz eigenen Atmosphäre

    Das Mittwochszimmer
    YumikoChan28

    YumikoChan28

    04. March 2016 um 19:05

    In diesem Roman von Dagmar Seifert, den ich für eine Leserunde lesen durfte, wird die Geschichte der Cornelia „Connie“ Hertz erzählt, der wir bis an ihr sechzigstes Lebensjahr folgen dürfen... Connys Ziel Vico zu heiraten und jeden Wochentag mit ihm zu verbringen, nicht nur den Mittwochnachmittag - dieses Ziel schien beweglich zu sein. Es wanderte vor ihr her, wie der Stern von Bethlehem vor den Heiligen Drei Königen, stets ein Stück voraus. (S.243) Conny verliebt sich in Vico, als sie gerade einmal sechzehn Jahre alt ist. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Alles könnte so schön sein, wären da nicht Vicos Eltern, die von Conny – durch die kriminelle Vergangenheit ihres Onkels – mal so gar nichts halten. Durch mehrere Stolpersteine, die ihnen das Schicksal immer wieder in den Weg legt, ist es für Conny und Vico über Jahre hinweg fast schier unmöglich sich einfach nur zu lieben. So treffen sie sich heimlich immer Mittwochs in einem Hotelzimmer, um sich zumindest für ein paar Stunden sehen zu können... Der Mittwoch spielt – wie der Titel des Buches ja eigentlich schon vermuten lässt – in diesem Buch eine sehr wichtige Rolle. Nicht nur, was die Beziehung von Conny und Vico angeht. Die Autorin hat einen außergewöhnlichen Roman geschaffen, dessen Atmosphäre etwas ganz eigenes und wunderbares hat. Ich mochte die Zwischenmenschlichen Beziehungen unter den Charakteren unheimlich gerne, muss aber zum Schluss leider sagen, dass ich mir unter der Geschichte im Großen und Ganzen ein bisschen was anderes vorgestellt hatte... Deshalb auch ein Stern Abzug.... Mein abschließendes Fazit: Ein wunderschöner Liebesroman, der eine ganz eigene und auch einzigartige Atmosphäre hat, aber unter dem ich mir im Großen und Ganzen leider ein bisschen was anderes vorgestellt hatte...

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  • Das Mittwochszimmer

    Das Mittwochszimmer
    Mauela

    Mauela

    04. March 2016 um 12:28

    Cornelia Hertz und Cornelia Schnoor erblicken am selben Tag und im selben Krankenhaus das Licht der Welt. Die Welten in die die beiden hinein geboren werden, scheinen nicht unterschiedlicher sein zu können und so ist es nicht verwunderlich, dass sie zuerst einmal Nichts verbindet außer derselbe Vorname. Wie das Schicksal aber manchmal so spielt, laufen sie sich in der Schule zum ersten Mal bewusst über den Weg und es entwickelt sich, trotz aller Unterschiedlichkeiten, eine Freundschaft, die ein Leben lang anhalten wird. Im  Roman Das Mittwochszimmer von Dagmar Seifert wird die Geschichte der beiden Freundinnen erzählt, deren wunderbare Freundschaft ein Leben lang hält und die sich trotz der unterschiedlichen Lebenswege, die die beiden einschlagen, nicht aus den Augen verlieren. Cornelia Schnoor scheint entgegen aller Befürchtungen ein glückliches Leben zu führen. Bei ihrer ersten großen Liebe, die sie auch heiratet scheint sie gut aufgehoben und glücklich zu sein. Anders sieht es bei Cornelia Hertz aus. Sie scheint kein Glück in der Liebe zu haben und einzig eine Affäre mit Vico, dem Mann, den sie zu heiraten hoffte, ist ihr vom großen Traum übrig geblieben. Mit ihm trifft sie sich jeden Mittwoch und es scheint ihr Schicksal zu sein, dass ihre Affäre ewig im Verborgenen stattfinden muss. Doch eines Tages trennt sich Vico von seiner Frau und auf einmal stellt sich die Frage ob die verborgene Liebe auch im Licht der Realität bestehen kann. Mit ihrem Roman ist Dagmar Seifert eine wunderbare, gut zu lesende, poetische aber nie kitschige  Geschichte über die Liebe, die Freundschaft und das Leben gelungen. Der Leser begleitet die Protagonistinnen von der Geburt bis ins hohe Alter und nimmt an ihrem Leben teil. Ein Roman, der das wahre Leben wiederspiegelt aber doch nicht ganz ohne Happy End, wenn auch anders als erwartet, auskommt. Wer Liebesromane mag, aber meist vor ihren zurück schreckt, weil sie zu kitschig, schwülstigen  und übertrieben sind, der ist hier genau richtig aufgehoben. Den Leser erwartet ein niveauvoller Liebesroman mit einem unerwarteten, aber nicht minder tollen Ende.

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  • Ein Roman, so vielseitig, wie das Leben selbst

    Das Mittwochszimmer
    louella2209

    louella2209

    In einer turbulenten Silvesternacht erblicken zwei kleine Mädchen das Licht der Welt, Cornelia Hertz und Cornelia Schnoor. Der Start ins Leben kann für beide unterschiedlicher kaum sein. So wächst die eine, im vertrauten Kreis einer gut situierten Familie auf, während die andere schon in jüngster Kindheit mit Geldsorgen, Existenzängsten und Kriminalität konfrontiert wird. Das Schicksal führt beide Mädchen bei ihrer Einschulung wieder zusammen. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die ein ganzes Leben halten soll. Ihre Familien wachsen unweigerlich zusammen und sie bestreiten gemeinsam die Höhen und Tiefen des Lebens. Während Nelli Schnoor mit ihrer ersten großen Liebe den Hafen der Ehe ansteuert, bleibt Conny dieses Glück verwehrt. Ihre schicksalshafte Begegnung mit Vico van Loon beschert ihr nicht die Erfüllung gemeinsamen Glücks, sondern eine langjährige Affäre, die das Leben der beiden bestimmt. Mittwoch für Mittwoch treffen sie sich in einem geheimen Appartment, die einzigen Momente ihrer aussichtslosen Liebe. Trotz aller widrigen Umstände entwickelt Conny sich zu einer zielstrebigen und starken Persönlichkeit, die jeden Stolperstein souverän zur Seite schiebt. Sie muss viele Schicksalsschläge einstecken, ehe sich das Glück auf ihre Seite schlägt. Nur mit der Liebe will es nie so recht klappen, bis zu dem Tag, an dem auch Vico bereit ist. Doch ist Conny das auch? Die Autorin hat mit "Das Mittwochszimmer" einen Roman mit vielen Facetten geschaffen. Eine Hommage an das Leben mit all seinen Farben. Eine niveauvolle Unterhaltung mit einem vorsichtigen Blick in das Innenleben jedes einzelnen, fein erzählt, mit Seitenhieben auf die Standesdünkel und sozialen Unterschiede, voll Ironie und hintergründigem Humor. Bestechend sind hier vor allem die authentischen Figuren, die dieses Werk ausmachen. Schwarz-weiß malen ist leicht, die wahre Kunst besteht darin, die Schattierungen zu zeichnen, die einen Charakter lebendig und individuell erscheinen lassen und das ist der Autorin hier grandios gelungen. Der Leser begleitet die Familien über einen Zeitraum von 60 Jahre und wird Zeuge von Glück, Verzweiflung, Freundschaft, Liebe, Trauer, Trost, Enttäuschung und Freude. Die Handlung kommt dabei komplett ohne Kitsch und Pathos aus, sondern beschreibt das Leben so wie es eben ist, ein ständiges Auf und Ab, mit all seinen Momenten, für die es zu kämpfen lohnt. Ich vergebe diesem wundervolle Roman 5 Sterne, da er mich immer wieder überraschen konnte und die Figuren so herrlich unberechenbar sind. Ein Lesevergnügen, das ich jedem nur ans Herz legen kann.

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    • 2
  • Seifenblasen

    Das Mittwochszimmer
    Barbara62

    Barbara62

    Ich bin eher vorsichtig bei der Gattung „Frauen-/Liebesroman“, weil mir oft die Handlung zu seicht, die Sprache zu einfach und die Dialoge zu platt sind. In diesem Fall hat mich das Cover mit der in den Himmel fliegenden Frau und die Verlagsankündigung aber doch neugierig gemacht und ich habe es nicht bereut. Das Mittwochszimmer ist ein sehr unterhaltsamer Roman für zwischendurch, bei dem mir besonders der augenzwinkernde Ton der Autorin gefallen hat, die die Schicksalsschläge ihrer Protagonisten nicht so bierernst zu nehmen scheint. Diese zum Cover passende Leichtigkeit für ein keineswegs leichtgewichtiges Buch mit Einblicken in 60 Jahre deutsche Geschichte und in alle Gesellschaftsschichten hat die Lektüre für mich zu einem Vergnügen gemacht. Bereits das Einstiegskapitel mit der doppelten Geburt, wie alle anderen auch mit einer fantasievollen Überschrift à la Erich Kästner versehen, hat es in sich und macht so viel Lust auf diese Geschichte, dass ich sie einfach am Stück weglesen musste. Anders als erwartet, handelt sich keineswegs ausschließlich um einen Liebesroman, sondern vielmehr um einen Roman über das Leben des unehelich geborenen „Proletenkinds“ Conny Hertz, ihr kriminelles Umfeld, ihre tiefen Freundschaften, ihre Passion für das Schneiderhandwerk und die Mode und ihre jahrzehntelange Liebe zu Vico, von dem wir als versierte Leserinnen von Anfang an ahnen, dass er der falsche Mann für Conny ist. Für mich wäre der Roman perfekt gewesen, wenn die Autorin Dagmar Seifert den Mut gehabt hätte, Connys später Erkenntnis über Vico ein offenes Ende folgen zu lassen. Aber auch mit dem vorliegenden Schluss lässt sich gut leben.

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    • 3
    Mira20

    Mira20

    02. March 2016 um 17:24
  • Liebe und ihre Ausprägungen

    Das Mittwochszimmer
    miro76

    miro76

    28. February 2016 um 20:39

    Conny Hertz erblickte in einer eiskalten Neujahrsnacht das Licht der Welt. Gleichzeitig mit Cornelia, Nellie Schnoor, neben der sie auch ihre ersten Tage im Krankenhaus verbrachte. Doch die beiden Mädchen scheint vorerst nichts zu verbinden, außer der gemeinsame Geburtstag und der Name. Während Cornelia Hertz in einer kleinkriminellen Familie aus Mutter, Großtante und zwei Onkeln in Armut aufwächst, kommt Cornelia Schnoor in den Genuss von Wohlstand, als jüngste Tochter der Gärtnereibesitzer. Doch Conny scheint auf die Sonnenseite des Lebens gefallen zu sein, denn durch einen Zufall lernt sie die gut situierte Eva Wohlgast kennen, die sie unter ihre Fittiche nimmt. „Durch Eva Wohlgast lernte Conny viel… Nachdem es früher so gewirkt hatte, als sei das Leben aus geraden Streifen geflochten, stellte sich jetzt heraus, wie viel feiner und komplizierter dieses Gewebe war. Es ging um mehr, viel mehr, als Familie Hertz wusste.“                                     (S. 59) In der Schule lernen sich Conny und Nellie endlich kennen und ihre Freundschaft hat Bestand durch alle Höhen und Tiefen. Nur in der Liebe hat Conny nicht wirklich Glück, denn Vico kann sie immer nur mittwochs haben. Der gesellschaftliche Unterschied scheint für Vico unüberwindbar und Conny ist ihm verfallen und wartet, dass er sein Heiratsversprechen einlöst. „Sie lebte wie jemand, der an einem Zaun entlangwandert mit einem Stöckchen in der Hand, das er über die Zaunlatten klappern lässt und dabei immer nur die Pfosten zählt: von Mittwoch zu Mittwoch zu Mittwoch.“                                              (S. 248) Während des Wartens gehen die Jahre vorbei, Conny kommt zu Wohlstand, ihr Sohn Eric wird erwachsen, Ehen werden geschlossen und Herzen werden gebrochen. Vico findet immer wieder einen Grund, warum er seine Frau nicht verlassen kann und Conny hält beharrlich an ihren Gefühlen für ihn fest. „Hat der Mann es verdient, dass du die ganze Zeit so treu zu ihm hältst, dass er die einzige Liebe deines Lebens ist? … Oder kann es sein, dass er dir vor allem so kostbar vorkommt, weil du ihn nie kriegen konntest? ... Du bist ehrgeizig, nicht? Du wolltest von klein auf überwinden, dass man dich schief anguckt und misstrauisch in deine Richtung schnüffelt, weil du aus dieser Hertz-Familie stammst. Womöglich lag auch immer etwas von deinem Ehrgeiz darin, gerade diesen Prinzen zu erringen.“                                  (S.292) Das Mittwochszimmer ist ein leichtfüßiger  Roman, indem wir Conny und ihre wahlverwandte Sippe 60 Jahre lang begleiten dürfen. Und Dagmar Seifert hat ihnen allen ein lesenswertes Leben geschrieben. Die Figuren sind liebevolle gezeichnet und entwickeln sich alle, den Jahren entsprechend. Ich mochte fast jeden in diesem Buch. Die Autorin stellt die Frage nach der wahren Liebe und deren verschiedenste Ausprägungen. Die Frauenfreundschaft zwischen Nellie und Conny ist sehr berührend und auch die Liebe innerhalb Connies großer Wahlfamilie. Die Lieben zu den verschiedensten Männern sind allesamt spannend und nie geradlinig. Das Mittwochszimmer ist eine perfekte Lektüre für verregnete Frühlingstage. Es liest sich locker, bleibt aber nicht oberflächlich und überrascht mit einem wunderschönen Ende. Eine absolute Leseempfehlung eigentlich an alle!

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  • Ein Roman, der einfach gute Laune macht

    Das Mittwochszimmer
    Petris

    Petris

    28. February 2016 um 18:04

    Ehrlich gesagt habe ich ziemlich lange gezögert, bis ich mich für ein Rezensionsexemplar dieses Romans beworben habe. Zwei Menschen füreinander bestimmt, doch er heiratet aus Standesdünkel eine andere, jeden Mittwoch treffen sie sich aber als Liebespaar. So die Kurzfassung des Klappentextes. Nicht uninteressant, könnte aber auch unglaublich kitschig sein. Nachdem ich die Autorin nicht kannte, war es für mich schwer einzuschätzen. Aber, das Cover gefiel mir und mal reine, leichte Unterhaltung zwischendurch ist ja auch OK! Und dann die positive Überraschung. Gute Unterhaltung war das Buch auf alle Fälle, aber alles andere als seicht und kitschig. Liebevoll, ironisch, wie im realen Leben und dennoch oft überraschend zeichnet Dagmar Seifert ihre Charaktere, ebenso wie deren Familien und die Gesellschaftsschichten aus denen sie kommen. Schon der Einstieg ist eine Überraschung. Die Geschichte beginnt ganz am Anfang, mit der Geburt Connys und deren bester Freundin Nelli (zwei Cornelias, am selben Tag, im selben Krankenhaus geboren!). Bis zu Vico ist noch ein langer Weg, ebenso wie der Weg mit Vico und dann der Augenblick der Entscheidung, als Vico, endlich, nach Jahren des Wartens, der Geheimnistuerei und des Versteckens, bereit ist, Conny zu heiraten. Wie sie sich entscheidet, wird hier natürlich nicht verraten! Der Weg bis zu diesem Tag ist ja auch viel spannender als das Ergebnis! Einfach selber lesen! Auf alle Fälle wachsen mit den Höhen und Tiefen des Lebens die drei sehr unterschiedlichen Familien Hertz, Schnoor und Gebhardt zur Groß- bzw. Wahlfamilie zusammen und alle sind ein Stück offener und toleranter geworden. Einfach schön! Wunderbare, warmherzige und schöne Unterhaltung. Ich habe den Roman verschlungen, geliebt und muss selbst jetzt beim Schreiben der Rezension die ganze Zeit lächeln. Das Mittwochszimmer macht einfach gute Laune! Sehr empfehlenswert!

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