Dagmar Tollwerth Die zerbrochene Rebe

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Inhaltsangabe zu „Die zerbrochene Rebe“ von Dagmar Tollwerth

Die zerbrochene Rebe - Die Reise eines Mannes, die das Herz berührt. Vor vielen Jahren verliebte sich der damals junge Erntehelfer Maurice in die schöne Solange, Tochter eines Weingutbesitzers. Solange lehnte sich gegen die strengen Regeln ihres Vaters auf und folgte Maurice nach Paris. Viele Jahre später, Maurice ist bereits 85 Jahre, erzählt er diese tragische und gefühlvolle Liebesgeschichte dem jungen David, dem es die Liebe nicht leicht macht, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Eine schöne Liebesgeschichte, die ich nur empfehlen kann!

— Suhani

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  • Eine leise, wunderschöne Liebesgeschichte

    Die zerbrochene Rebe

    Suhani

    06. August 2016 um 23:43

    Um diese Rezi zu schreiben, musste ich erstmal das Buch "verdauen". So ein dünnes Büchlein, so eine kleine Geschichte - und doch so gehaltvoll! Die Geschichte fängt mit der Überschrift: "Darf ich mich zu Ihnen setzen?" an - und genau das hab ich getan. Ich hatte wirklich das Gefühl, das ich neben Maurice auf dieser Bank im Park vor dem Louvre saß und ihm zuhören durfte. Aber nicht nur das, auch an seinen Tagesablauf, seinen Gedanken durfte ich teilhaben und er war mir immer nahe. Maurice, ein alter Mann, der trotz seines hohen Alters immer noch seine Tagesroutine hat und sein Hauptinhalt die Gedanken an seiner, damals verlorenen Liebe, Solange ist. Ein alter Herr, der nur noch einen Freund aus Jugendtagen hat und doch seinen Alltag immer noch selbst bestreitet, in seinem ganz eigenen, stetigen Tempo. In diesem Alltag lernt er David, den noch jungen Kurator im Louvre, im Park auf seiner Bank kennen und merkt gleich, das ihm was auf der Seele brennt und so kommen beide ins Gespräch. Maurice hat dabei so eine ruhige Art, die einen sofort einnimmt und so spricht David sich seinen Kummer mit seiner Verlobten von der Seele und Maurice gibt ihm den Rat: "Sie sollten sich immer für die Liebe entscheiden." Und um David davon zu überzeugen, fängt Maurice an, seine eigene Geschichte zu erzählen, damit David aus den Fehlern von Maurice lernen und verstehen kann. Und diese Geschichte ist so schön, wie sie traurig ist. Man sieht Maurice und die junge Solange mit all ihren Problemen und ihrer tiefen Liebe zueinander. Wie sie ihr Leben in Paris gestalten und jeder Tag voller Liebe ist und wie dann alles zerstört ist und in sich zusammen fällt. Maurice, wie er seinen Fehler zu tiefst bereut und sogar sein Leben aufs Spiel setzt, nur damit Solange ihm verzeiht und wieder zu ihm zurück kehrt und doch alles vergebens ist. Wie Maurice die ganzen Jahre diese Last mit sich herum trägt, die Last zu wissen, das er Solange so weh getan hat, das sie nie wieder ein Wort mit ihm sprach und auch nie den Brief von ihm beantwortet hat. Er trauert ihr sein ganzes Leben lang nach und trägt seine Schuld Tag für Tag mit durch seinen Alltag. Nur kurz erwähnt er seine zweite Frau Celine, die inzwischen verstorben ist und auch da bedauert er, dass er ihr nie ein richtiger Ehemann war, da er Solange auch während dieser Ehe nicht vergessen konnte und nie so tief für Celine empfinden konnte.  Doch durch die Gespräche kommt er zumindest zu einem Teil mit sich ins Reine und David versteht, das man nie seineLiebe aufs Spiel setzten sollte - egal was einem auf anderem Wege geboten wird und entscheidet sich für seine Charlotte. Trotzdem treffen sich Maurice und David auch weiterhin auf ihre Bank, denn die Geschichte um Solange ist noch nicht zu Ende. Dann passiert eine Wendung, bei der mir selbst das Herz um mindestens einen Schlag schneller schlug und als Maurice davon erfährt nimmt die Geschichte ihr Ende.  Für mich ist am Ende der Geschichte der Kreis wieder geschlossen und Maurice geht zu seiner Solange. Ganze zwei Generationen hat es gedauert, bis er wieder mit seiner Solange vereint sein konnte.  Ein so trauriges und doch auch schönes Ende - nur wie und warum, das muss jeder Leser selber herausfinden. "Die Reise eines Mannes, die jedes Herz berührt." Dem kann ich nur voll zustimmen! Dies ist keine Mainstream-Liebesgeschichte, wie man sie sonst lesen kann, dieses ist eine ganz besondere, eine ganz leise, die im Herzen hängen bleibt.  So traurig und doch so schön. Besonders schön finde ich das Cover.  Diese junge Frau kann nur Maurice' Solange sein!  Genau so ist sie in dem Buch beschrieben und genau das finde ich sehr gut. Wie oft kann man die Person auf einem Cover gar nicht mit der in der Geschichte in Verbindung bringen, weil die Beschreibung im Buch einfach nicht zu der Person vorne drauf passt? Hier passt einfach ALLES. Außerdem möchte ich noch anmerken, das ich eigentlich nicht gerne Bücher lese, die in Frankreich spielen, da ich selbst im Kopf meistens Probleme habe die Orte, Gebäude, Straßen oder sonstige Namen richtig auszusprechen. Das war bei diesem Buch überhaupt kein Problem, da es nur sehr wenige französische Ausdrücke waren und wenn, dann waren es welche, die man eigentlich kennt und schon irgendwo gehört hat. Überhaupt war der ganze Schreibstil sehr gut zu lesen in einer leichten, flüssigen Schreibweise, in der man die Liebe zwischen Maurice und Solange spüren konnte. Fazit: Ein Debüt Roman der Autorin Dagmar Tollwert (1. Auflage noch unter Noëlle Dukât), der ihr auf jeden Fall sehr gut gelungen ist und ich hoffe, dass dies nicht der einzigste Roman von ihr bleibt. Eine schöne Liebesgeschichte, die ich nur empfehlen kann!

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