Dagmar Trodler Der Duft der Pfirsichblüte

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Inhaltsangabe zu „Der Duft der Pfirsichblüte“ von Dagmar Trodler

Verbannt ans Ende der Welt London, Anfang des 19. Jahrhunderts. Als eine Abtreibung, mit denen Mary MacFadden ihr Geld verdient, bei einer jungen Adeligen misslingt, wird sie erst in den Kerker geworfen und dann nach Australien verbannt. Ihre Tochter Penelope geht mir ihr in die Verbannung. Doch während Mary sich auf der Überfahrt den Respekt der Aufseher erwirbt und unbehelligt bleibt, wird die sechzehnjährige Penelope von einem irischen Sträfling schwanger. Insgeheim ist sie von Liam fasziniert, doch ob sie ihn liebt, weiß sie nicht. Noch auf dem Schiff bringt Penelope ihr Kind zur Welt. Am Kai von Sydney, während eine Katastrophe die Neuankömmlinge heimsucht, wird sie von ihrer Mutter und ihrem Kind getrennt. Plötzlich steht Penelope allein da. Ihre einzige Hilfe ist Bernhard Kreuz, ein deutscher Arzt. Bald spürt sie, dass er mehr für sie empfindet als bloße Sympathie. Dann jedoch trifft sie Liam wieder. Eine große Australien-Saga über das Schicksal zweier Frauen und einem verschollen geglaubtes Kind. Ein anrührendes Epos über zwei Frauen, die dem Unrecht trotzen und versuchen, in einer fremden Welt ihr Glück zu finden. „Dagmar Trodler schreibt mit einer derart ausschweifenden Lust am Fabulieren und einer so mitreißenden Sprachgewalt, als habe sie nie etwas Anderes getan – intelligent, authentisch und unterhaltsam.“ Kölner Stadtanzeiger

Ein fesselndes Buch, hat mir sehr gut gefallen...

— Nachtfalter89
Nachtfalter89

Sarah Lark-Fans werden es lieben. Ich fand es leider ziemlich platt und abgedroschen und die Figuren wenig lebendig trotz all des Dramas.

— mecedora
mecedora

Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da es so unglaublich mitreißend ist.

— Christlum
Christlum

Nach nur einem Tag bin ich auf Seite 280...es ist sooo schön...!

— andrea1978
andrea1978

Ein wunderbares Buch!

— Sternenstaubfee
Sternenstaubfee

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  • Ich war dabei auf der Reise nach Australien ...

    Der Duft der Pfirsichblüte
    engineerwife

    engineerwife

    12. January 2017 um 13:46

    Vorab sei gesagt, dass der Klappentext dem Buch nicht wirklich gerecht wird. Diese Geschichte ist so viel mehr als „armes Mädchen findet reichen Gönner“. Das Buch beginnt damit, das Leben im England der armen und bettelarmen Leute zu beleuchten. Hunger und Not sind so groß, dass sich mancher zu Taten hinreißen lässt, die ihm mit vollem Magen nicht in den Sinn gekommen wären. Die Strafen für die kleinsten Verbrechen sind gnadenlos und schnell landet man für die geringsten Vergehen am Galgen. Um der Flut der „Straftäter“ Herr zu werden, denkt sich die Regierung eine neue Methode der Bestrafung aus … die Deportation nach Australien. Die entsetzliche Überfahrt, die von Krankheiten, Hunger und Misshandlungen überschattet wird, schildert die Autorin bis ins kleinste Detail. Man hat als Leser fast das Gefühl, dabei gewesen zu sein. Mit einer weiteren schrecklichen Katastrophe beginnt schließlich Penelopes Odyssee im Outback Australiens. Ich möchte nicht die Spannung nehmen und verzichte auf weitere direkte Details zur Geschichte selbst. Unvorstellbar müssen die Zustände Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Australien gewesen sein. Die harte Währung ist Rum und die Quälerei der Menschen geht auch hier weiter. Wenige schaffen es, sich ein neues Leben aufzubauen, ohne harte Arbeit und Zähigkeit ist man auf diesem Kontinent mit seinen schwarzen Ureinwohnern, die eigentlich nur ihren Frieden wollen, verloren. Umso größer ist meine Bewunderung für die Menschen, die es tatsächlich schafften. Mein Mitleid gilt den armen Kreaturen auf beiden Seiten, die nie eine Chance hatten. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es hat definitiv meine Neugier auf die Geschichte Australiens geweckt. 

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  • Das harte Leben der Sträflingsfrauen

    Der Duft der Pfirsichblüte
    Nachtfalter89

    Nachtfalter89

    25. October 2014 um 20:37

    Der Roman wirkt realistisch und daher auf längere Strecken zwar bedrückend und grausam, aber er bietet am Ende Hoffnung. Die Sprache wirkt dabei trotz der schrecklichen Vorkommnisse oft fast poetisch, was vielleicht ein Grund ist, dass die beschriebenen Bilder und Emotionen manchmal eine besondere Intensität hatten. Es hat mich von der ersten Seite an mitgerissen und bis zur letzten nicht mehr losgelassen. Auch noch Tage danach, nachdem ich es ausgelesen hatte, musste ich noch oft darüber nachdenken. Vor allem der flüssige Schreibstil, der diese bittere Zeit so realistisch wie ich es selten gelesen habe darstellt, hat mir sehr gut gefallen. Fazit: Ein einzigartiger Roman, der unter die Haut geht und sehr zum Nachdenken anregt!

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  • Der lange Weg zum Glück

    Der Duft der Pfirsichblüte
    Smilla507

    Smilla507

    22. September 2014 um 11:13

    Zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Penelope wächst im Londoner Stadtteil Southwark auf, wo sie sich gemeinsam mit ihrer Mutter eine kleine, ärmliche Wohnung teilt. Mary geht dort ihrer heimlichen Tätigkeit als Engelmacherin nach und Penelope arbeitet als Spitzenhäklerin in einer Fabrik. Eines Tages kann Mary ihr eine Stelle in einem angesehenen Haushalt vermitteln. Penelope flickt dort die Wäsche der Herrschaften, doch schon bald erregt sie die Aufmerksamkeit der verwöhnten jungen Hausherrin. Sie soll ihr ein Tuch mit Pfirsichblüten häkeln. Penelope setzt ihr ganzes Können ein, aber das Schicksal meint es nicht gut mit ihr. Mit ihrer Mutter trifft sie eine falsche Entscheidung, für die beide vom Gericht zum Erhängen am Galgen verurteilt werden. In letzter Sekunde kann das Urteil abgewendet werden in Deportation – nach Australien! Weitere folgenschwere Entscheidungen führen dazu, dass Penelope während der menschenunwürdigen Schiffsreise schwanger wird. Noch auf dem Schiff wird das Baby geboren, aber bei der dramatischen Ankunft werden Penelope, Mary und das Baby voneinander getrennt. Fortan ist die junge Mutter auf der Suche nach ihrer eigenen Mutter und nach ihrem Baby. „Der Duft der Pfirsichblüte“ ist nicht mein erstes Buch von Dagmar Trodler. Ich bin Fan ihrer Bücher seit dem Erscheinen von „Die Waldgräfin“. „Der Duft der Pfirsichblüte“ widmet sich jedoch einem ganz anderen Thema. Ich muss gestehen, dass mir weder Penelope noch Mary sonderlich sympathisch waren, doch Dagmar Trodler schaffte es mich mit ihrer eindringlichen und bildhaften Schreibweise zu fesseln. Sie schildert zunächst das Leben einer alleinerziehenden, in ärmlichen Verhältnissen lebenden, Mutter. Um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren ist Mary gezwungen bei anderen, ebenso verarmten Frauen Abtreibungen vorzunehmen. Mary ist eine Frau, die hart im Nehmen ist und weiß was sie tut. Sie wirkt sehr berechnend, aber alles um das Wohl ihrer Tochter bemüht, auch wenn sie sich dabei recht unnahbar zeigt. Penelope, die Protagonistin dieses Buches, ist noch sehr jung und trifft dementsprechend einige unüberlegte Entscheidungen. Sie ist zwar ein Opfer der Umstände, aber ich musste oft den Kopf über ihr sehr naives Verhalten schütteln. Im Laufe der Jahre entwickelt sich Penelope und auch wenn man es manchmal gar nicht mehr zu hoffen wagt, wendet sich das Blatt für die junge Frau zum Besseren. Die Autorin beschönigt in ihrem Roman nichts. Die Ausdrucksweise der Romanfiguren ist der Zeit und der Gesellschaftsschicht angepasst, „Gossensprache“ kann man es auch nennen. Das ändert sich mit der Weile, war allerdings anfangs etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Wer damals in ärmlichen Verhältnissen lebte hatte nichts zu lachen. Auf der Deportation, wo es an hygienischer Sauberkeit extrem mangelte nicht und als Sträfling in Australien ebenfalls nicht. Tod, Trauer und Menschenverachtung schienen an der Tagesordnung. Als ich mehr als die Hälfte des Buches gelesen hatte war ich kurz davor das Buch beiseite zu legen, weil mir die Hoffnungslosigkeit so zu Herzen ging. Ich musste dann ein wenig vorblättern, um nachzusehen, ob Penelope denn noch ein wenig Glück finden würde. Penelope findet es. Und somit bin ich wieder versöhnt damit, dass Dagmar Trodler ihrer Antiheldin so viel Leid zugemutet hat und KEINEN Schnulzroman mit einem kitschigen Happy End geschrieben hat. Aber so ist das Leben. Manchmal muss man sich überwinden, um sein Glück zu finden.

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  • Buch-Assoziationen - Bücher passend zu Substantiven, Adjektiven und Verben lesen!

    Die Verratenen
    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben, gerade hatte ich spontan eine Idee und vielleicht haben ja ein paar Lust dabei mitzumachen! In diesem Thema soll in jeder Woche ein anderes Wort im Mittelpunkt stehen. Dieses Wort kann eigentlich jeder Art sein, egal ob Substantiv, Adjektiv, Verb, Farbe etc. - dabei ist nur wichtig, dass man dazu gut etwas assoziieren kann. Für die erste Woche, die am 3. Mai startet, gebe ich als Wort "Muster" vor. Wenn ihr Lust und Zeit habt, dann könnt ihr in dieser Woche ein Buch beginnen, das hierzu passt. Wie ihr das Wort "Muster" für euch interpretiert, bleibt euch dabei natürlich überlassen. Hat das Cover vielleicht ein bestimmtes Muster oder handelt eine Figur im Buch nach einem bestimmten Muster? Das vorgegebene Thema soll einfach als Anregung dienen, sich vielleicht mal ein passendes Buch vom Stapel ungelesener Bücher (= SuB) zu schnappen! Natürlich soll es viele verschiedene Wörter für Buch-Assoziationen geben - genauer gesagt für jede Woche eins! Wer hier gern mitmachen möchte, kann also direkt auch ein Wort vorschlagen. Die vorgeschlagenen Wörter würde ich einfach in der Reihenfolge eurer Anmeldungen oben für die einzelnen Wochen eintragen. Wer mitmachen möchte, muss das selbstverständlich nicht in jeder Woche tun, sondern ganz so, wie man Spaß daran hat. Wenn ihr euch über die Bücher, die ihr gerade zu einem bestimmten Assoziations-Wort lest, austauschen möchtet, dann tut das bitte immer im zugehörigen Unterthema oben. Einfach auf das Thema klicken und dort eure Beiträge schreiben :-) Falls ihr Fragen und Ideen habt, richte ich dafür auch ein extra Thema ein. Nun wünsche ich uns ganz viel Spaß!

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  • Schwache Pflanzen gehen nicht immer ein!

    Der Duft der Pfirsichblüte
    Maran-Wortsaat

    Maran-Wortsaat

    10. March 2014 um 12:13

    Inhalt: Das Londoner Leben im Jahr 1812 ist nicht leicht. Die Kontinentalblockade Napoleons bringt die Menschen zum hungern. Harte Strafen sind an der Tagesordnung. Selbst Bagatelldelikte werden mit dem Tod geahndet. Die 16jährige Penelope glaubt an ein Wunder, hat sie doch letztlich ihrer Mutter Mary zu verdanken in einem reichen Haushalt arbeiten zu dürfen, wo sie im Gegensatz zu ihren anderen Freundinnen mit Nahrung versorgt wird.Doch dann ereilt die Tochter des reichen Hauses eine Tragödie und nur Mary kann helfen, denn sie ist eine Engelsmacherin, die Schwangerschaften beendet. Unwissend, dass sie dadurch ihr Schicksal besiegelt, bringt Penelope die Dame zu ihrer Mutter und wird von den Wachen erwischt. Auf diese Tat gibt es nur eine Strafe: Tod durch den Galgen oder die Deportation ins weit entfernte Australien. Cover: Das Cover mit seinen zarten Farben finde ich gut gelungen, dennoch sollte man sich davon nicht zu dem Inhalt verleiten lassen. Obwohl es sanft und beruhigend wirkt, so ist die Geschichte alles andere als das. Liebe kommt in dem Buch vor, aber es ist keine reine Liebesgeschichte, was ich hingegen als Vorteil empfand. Meinung: Die junge Penelope kann nicht glauben, dass sie wirklich mit ihrer Mutter verurteilt wurde, nach Australien verschifft zu werden. Als sie sich auf See in den jungen Iren Liam verliebt, wird sie zudem auch noch schwanger und bekommt während der Überfahrt ihre Tochter Lilly. Harte Schicksalsschläge ereilen sie immer wieder. Sie wird von ihrer Mutter und ihrem Kind getrennt, landet in einem fremden Land und ist zum ersten Mal auf sich alleine gestellt. Dennoch schafft Penny es, sich immer wieder aufzuraffen. Gerade das fand ich besonders schön. Schwache Planzen gehen eben nicht immer ein. Bisher hatte ich noch nie einen Roman dieser Art gelesen. Ich habe schon historische Romane im Regal stehen, allerdings befand sich noch nie ein Buch über einen Gefangenentransport über See nach Australien darunter. Was mir bei diesem Buch besonders gut gefallen hat, war der Einblick in das damalige Leben. Hautnah erlebte man mit, wie sich der tägliche Überlebenskampf darstellte. Die harte Arbeit der Häkelei raubte den Frauen wegen des schlechten Lichtes oftmals das Augenlicht. Weil wegen der Blockade kaum Lebensmittel eingeschifft werden konnten, verhungerte man, oder man stahl, wurde erwischt und starb durch den Strang. Die Lebensweise und die Art sich auszudrücken war zu dieser Zeit recht derb, besonders in dem Viertel, in dem die Hauptprotagonistinnen leben. Auch die Zustände im Gefängnis und auf dem Schiff wurden glaubhaft rübergebracht. Schmutz, Krankheiten und ein durchdringender Gestank, der alles überdeckt und die Menschen weniger wie Menschen und vielmehr wie Tiere wirken lässt. Diese Geschichte ist hart und wird auch hart niedergeschrieben. Charaktere: Penelope McFadden, sechzehn Jahre jung und Spitzenhäklerin, ist die Hauptprotagonistin des Buches. Im Gegensatz zu ihrer Mutter Mary wird sie als willensschwach dargestellt, weswegen Mary voller Sorge um sie ist. Trotz des Viertels in dem sie lebt, bewahrt sie sich sehr lange ihre Unschuld, ist aber naiv genug, um von anderen benutzt und missbraucht zu werden. Mary McFadden, dieser Charakter war eine Wucht. Pennys Mutter hat viel durchlitten. Verlor sie Pennys Vater an  Botany Bay, weil er auch ein verurteilter Strafgefangener war, so schaffte sie es die ganze Zeit sich und ihr Kind zu versorgen. Mary ist eine harte Frau, die nach der Devise lebt: Meine Tochter und ich kommen immer an erster Stelle. Mitleid mit anderen kann man sich nicht erlauben, wenn man am Verhungern ist. Nur wer Herz und Geist stählt, kann in diesen Zeiten überleben. Das versucht sie ihrer Tochter zu vermitteln, was jedoch hoffnungslos scheint, denn Penelope ist aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Liam. Zu Liam habe ich einiges zu sagen, was jedoch am wichtigsten ist: Ich bin aus ihm nicht schlau geworden. Das erste Mal, wenn man von ihm liest, sich die Art vorstellt, wie begehrlich er Penny ansieht, bekommt man rasendes Herzklopfen, Gänsehaut und einen wässrigen Mund. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass er Penelope immer wieder bittet seine Frau zu werden. Man ist sich sicher, dass er sie begehrt und im Verlauf der Geschichte gibt es auch immer wieder Situationen in denen ersichtlich wird, dass er sie liebt. Troztdem zeigt Liam auch seine dunkle Seite und die hat es faustdick hinter den Ohren. Er ist ein Rebell, der sich nicht davor scheut um sich zu schlagen, selbst wenn er jene trifft, die ihm wichtig sind. Deswegen, auch wenn er es gesagt hat, am Ende des Buches wusste ich nicht, ob er Penny liebt oder nicht. Das hat jetzt nichts damit zu tun, dass er nicht gut genug beschrieben wurde, sondern weil er eine sehr undurchsichtige Person ist. Sein Charakter hat genau zu der Geschichte gepasst. Bernhard Kreuz ist einer der Ärzte auf dem Deporationsschiff. Er ist rücksichtsvoll und man merkt ihm an, wie sehr er die Zustände auf dem Schiff verachtet. Immer wieder ist er derjenige, der sich für die Gefangenen einsetzt. Und immer wieder ist er derjenige, der versucht Penny zu beschützen. Fazit: Ich habe jetzt einige Inhaltsangaben zu diesem Buch gelesen, dennoch muss ich sagen, empfand ich die Liebesnacht zwischen Penny und Liam nicht als Vergewaltigung. Was ich jedoch bestätigen kann ist, dass Liam ein teuflischer Verführer ist. Die Art, wie er beschrieben wird, wie er Penny ansieht, bescherte nicht nur ihr weiche Knie. Kein Wunder also, dass sie nachgibt und  ihm ihre Unschuld schenkt.  Was ich als zweites las, Bernhard Kreuz wird als junger Arzt beschrieben. Er ist rundlich, besitzt schütteres, angegrautes Haar, ich konnte ihn mir nicht als jung vorstellen. Und obwohl er nicht dem Aussehen eines teuflischen Verführers entspricht wie Liam, so besitzt er andere Qualitäten. Seine freundlichen Worte und seine sanften Gesten umsorgen Penelope wie eine zärtliche Decke. Diese beiden Männer nehmen immer wieder einen wichtigen Part in ihrem Leben ein und ich als Leserin war gespannt zu erfahren, wer sich letztendlich als würdig erweisen würde, ihr Herz zu erobern. Trotz der anfänglichen Längen hat die Geschichte um Penelope mich begeistert und mir eine neue Sichtweise auf die Lebensumstände dieser Zeit und auf Australien ermöglicht.  Deswegen vergebe ich für dieses Buch 5/5 und möchte mich ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken

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  • weniger Australien, dafür ungeschönte, harte Realität...

    Der Duft der Pfirsichblüte
    Buchfeeling

    Buchfeeling

    10. December 2013 um 12:57

    Der Begriff: "Eine Australien-Saga" trifft es wohl nicht ganz.  Ich habe anfangs etwas anderes erwartet, ..  aber das Buch hat meine Erwartungen übertroffen! Ein sehr bewegender Roman über die unmenschliche Verschiffung von Verurteilten nach Australien. Es wird der harte Alltag an Bord der Schiffe geschildert, der Kampf ums Überleben, Tag für Tag. Ich habe mit gelitten, mit der  Protagonistin Penelope, die mit 16 Jahren auf dem Schiff wirklich Unmenschliches erlebt. Sie kämpft, sie überlebt, sie kommt mit einem Baby in Australien an und verliert alles durch einen Brand an Bord kurz vor der Küste! Nun muss sie sich in Australien als Verurteilte durchkämpfen, wird geächtet, verläumdet und erhält durch glückliche Zufälle immer wieder die Chance, ihr Leben zu ändern. Ich habe dieses Buch kaum aus der Hand legen können! Oft genug musste ich mir ein Tränchen aus den Augen wischen, wenn Penelope durch die Hölle ging oder unerwartet Hilfe bekam. Absolut lesenswert für jeden Historienfan, aber nichts für Romantiker. Dies ist wirklich harte Realität des 18. Jahrhunderts.

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  • Rezension zu "Der Duft der Pfirsichblüte" von Dagmar Trodler

    Der Duft der Pfirsichblüte
    kessi

    kessi

    05. August 2012 um 10:47

    Inhalt: London im Jahr 1812. In dem Armenviertel Southwark lebt Penelope mit ihrer Mutter Mary. Dieses Armenviertel ist voller Unrat, Gestank und armen Menschen, die aller versuchen auf irgend eine Weise zu überleben. Mary die Mutter, die ihr Geld als sogenannte Engelmacherin verdient, wird eines Tages festgenommen, als sie eine Abtreibung bei Penelops Herrin Lady Rose, die dies unbedingt wünscht, vornimmt. Bei dieser ist auch Penelope zu gegen um die Mutter zu unterstützen. Von da an beginnt eine Reise ins ungewisse, da sie zu einer Deportation verurteilt wurden. Vorerst lautete das Urteil, Tod durch den Strang. Eine lange Reise nach Australien müssen die beiden nun antreten. Meine Meinung: Ich durfte Penelope auf dieser Reise begleiten, welche von Leid, Not, Hoffnungen, aber auch von Freundschaft und sogar der Liebe geprägt sind. Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll und mit Liebe zum Detail geschrieben. Ebenfalls habe ich erfahren, durch die intensiven Recherchen der Autorin, wie es den Sträflingen zu dieser Zeit in Australien ergangen ist, und das diese sogar nach Vollendung ihrer Strafe wieder zu angesehenen Bürgen werden konnten. Der Autorin ist mit diesem Buch für mich ein Meisterwerk gelungen, welches mich sehr berührt hat. Dafür vergebe ich gerne volle 5 Punkte. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich für diese Zeit interessiert.

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  • Rezension zu "Der Duft der Pfirsichblüte" von Dagmar Trodler

    Der Duft der Pfirsichblüte
    Nina2401

    Nina2401

    02. August 2012 um 20:33

    Anfang des 19. Jahrhundert werden in England viele Todesurteile in Deportationen nach Australien umgewandelt. Auch die Londoner Spitzenhäklerin Penelope teilt mit ihrer Mutter dieses Schicksal. Sie gehen nicht nur auf der beschwerlichen Überfahrt durch die Hölle. Die Aufmachung des Buches und der Klappentext versprechen eine Australiensaga, wie ich schon einige gelesen habe. Aber dieses Buch ist ganz anders und ich wurde sehr positiv überrascht. Denn … ich hatte die meiste Zeit beim Lesen einen dicken Kloß im Hals. Dagmar Trodler beschreibt die Zustände so authentisch und auch schonungslos. Da wird nichts weichgespült und durch die rosarote Brille betrachtet und genau das gefällt mir an dem Buch so gut. Es ist ergreifend, es ist mitreißend, es ist glaubwürdig und es ist sehr informativ. Man merkt immer wieder, wie gründlich die Autorin recherchiert hat. Die Sprache steht im krassen Gegensatz zur Handlung, sie ist poetisch und atmosphärisch und eindringlich, eine Kombination, die unter die Haut geht. Es ist ein sehr intensives Buch, die Geschichte war die ganze Zeit in meinem Kopf. Sie hat mich sehr bewegt, ich war teilweise fassungslos, was Menschen damals alles aushalten mussten und auch konnten. Die Zustände auf dem Schiff und in den Gefängnissen wurden genau so unverblümt dargestellt wie die menschlichen Abgründe. Ich hatte Gänsehaut, ich hatte Mitleid und ich hatte Hochachtung vor dem Überlebenswillen. Dieses Buch hat mich tief beeindruckt und ich empfehle es allen, die etwas Authentisches über die Anfänge in Australien lesen möchten.

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  • Rezension zu "Der Duft der Pfirsichblüte" von Dagmar Trodler

    Der Duft der Pfirsichblüte
    irismaria

    irismaria

    01. August 2012 um 18:46

    London, Beginn des 19. Jh., das Armenviertel Southwark, die Straßen sind voller Unrat, die Menschen schlagen sich irgendwie durchs Leben, die Armut prägt alles: hier leben die 14jährige Penelope und ihre Mutter Mary MacFadden. Mary verdient ihr Geld als Engelmacherin, die Kenntnisse hat sie bei Penelopes Vater erworben, der nach Australien deportiert wurde. Penny arbeitet als Spitzenhäklerin und ist glücklich, eine Näherinnenstelle in einem vornehmen Haus zu bekommen. Dort sieht sie zum ersten Mal in ihrer Arbeitgeberin eine Frau, die auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen scheint. Doch als die Lady ungewollt schwanger wird und Mary eine Abtreibung bei ihr vornimmt, werden sie erwischt und zur Strafe nach Australien deportiert. Die Zustände auf dem Sträflingsschiff sind katastrophal, Penny wird schwanger vom irischen Sträfling Liam, der deutsche Schiffsarzt Bernhard Kreuz rettet ihr Leben bei der Entbindung, doch am Ende der Reise werden alle voneinander getrennt. Penny weiß nicht, ob ihre Mutter und das Baby überlebt haben, doch als Sträfling in New South Wales kann sie nicht auf die Suche gehen, sondern nur auf Begnadigung durch einen Ehe hoffen oder sich dem Rumgenuss ergeben… Vom Cover und Klappentext hätte ich eine leichte Liebesgeschichte erwartet, doch Dagmar Trodler legt in Charles-Dickens-Manier den Schwerpunkt auf das harte und trostlose Leben der Menschen in Southwark, die eigentlich keine Chance haben, Armut und Kriminalität zu entgehen bzw. die in Australien unter schwierigen Umständen versuchen, ihr Glück zu finden. "Der Duft der Pfirsichblüte" hat mir sehr gefallen, die Personen waren vielschichtig dargestellt und die Handlung wechselte immer wieder zu unterschiedlichen Schauplätzen, was die Geschichte abwechslungsreich aber nie verwirrend machte. Ein empfehlenswerter historischer Roman!

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  • Rezension zu "Der Duft der Pfirsichblüte" von Dagmar Trodler

    Der Duft der Pfirsichblüte
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    30. July 2012 um 18:00

    1812 in London: Die 16-jährige Penelope arbeitet als Spitzenhäklerin. Ihre Mutter Mary führt verbotenerweise Abtreibungen durch. Als Penelopes Arbeitgeberin unerwünscht schwanger wird, soll Mary ihr helfen. Die Abtreibung bleibt aber nicht unbemerkt, und Mary und Penelope werden dem Richter vorgeführt. Der verurteilt die beiden zunächst zum Tode, ändert das Urteil dann aber noch einmal ab. So werden Mary und Penelope nach Australien verschifft… * Meine Meinung * Dieses Buch ist eines der besten Historischen Romane, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Die Sprache ist so bildhaft, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann und ein richtiger Film im Kopf entsteht. Die Figuren sind gut beschrieben; sie wirken sehr echt und lebendig. Ihre Gefühle und Gedanken sind nachvollziehbar, und man leidet wirklich mit Penelope und Mary mit. Was die beiden Frauen und die übrigen Sträflinge auf dem Schiff erleiden mussten, ist fast unvorstellbar. Auch in Australien geht das Leid für Penelope und Mary weiter, und man hofft einfach nur, dass sie endlich einmal Glück haben werden! Besonders Penelope, die Hauptfigur des Romans, ist mir sehr ans Herz gewachsen. Einerseits ist sie sehr naiv, andererseits aber eine starke Persönlichkeit mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Hinter dem Roman steckt eine gute Recherche; das kommt beim Lesen immer wieder rüber. Gerade deshalb wirkt vielleicht alles so echt. Ich bin sehr beeindruckt von diesem Roman und kann ihn nur wärmstens empfehlen!

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  • Rezension zu "Der Duft der Pfirsichblüte" von Dagmar Trodler

    Der Duft der Pfirsichblüte
    Manja82

    Manja82

    19. June 2012 um 15:48

    Klappentext: London im Jahr 1812: Die junge Penelope wird mit ihrer Mutter Mary erst zum Tode verurteilt, dann ins ferne Australien verbannt. Auf der beschwerlichen Überfahrt begegnet sie dem Sträfling Liam, einem wilden Iren, der sie fasziniert. Liebt sie ihn? Sie weiß es nicht. Als das Schiff in Sydney einläuft, wird Penelope von ihrem Kind, das sie von Liam empfangen hat, und von ihrer Mutter getrennt. Nur ein deutscher Arzt kümmert sich um sie – doch wo sind ihr Kind und Mary? Und was ist mit Liam geschehen? Meine Meinung: London im Jahr 1812. Nachdem Mary MacFadden eine Abtreibung misslingt, wird sie zuerst zum Tode verurteilt und dann schließlich nach Australien verbannt. Penelope, ihre Tochter, geht mit ihr mit. Die Überfahrt mit dem Schiff wird für sie beide zur reinsten Tortur. Mary erwirbt sich während der Fahrt den Respekt der Aufseher und wird weitestgehend in Ruhe gelassen. Penelope allerdings begeht einen Fehler und wird von einem irischen Sträfling geschwängert. Irgendwie ist Penelope von Liam fasziniert aber ob sie ihn liebt weiß sie nicht. Noch auf dem Schiff bringt Penelope eine Tochter zur Welt. Beim Anlegen in Sydney kommt es allerdings zu einer Katastrophe auf dem Schiff und Penelope wird von ihrer Tochter und von ihrer Mutter getrennt. Nun steht sie alleine da. Nur ein deutscher Arzt, Bernhard Kreuz, kümmert sich um sie und schnell wird Penelope klar, er empfindet mehr für sie. Doch was passiert, wenn sie Liam wiedersieht? Und was ist mit ihrer Tochter und ihrer Mutter geschehen? In „Der Duft der Pfirsichblüte“ von Dagmar Trodler wird man als Leser in eine längst vergangene, grausame Zeit entführt. Die Protagonisten Mary und Penelope MacFadden leben im armen Viertel von London. Beide arbeiten hart um zu Überleben. Penelope ist jung und naiv. Sie lebt meist gedankenlos in den Tag. Sie arbeitet als Flickennäherin bzw. als Spitzenhäklerin und wenn sie ihre Arbeit gut in den vornehmeren Häusern verrichtet braucht sie keinen Hunger zu leiden und es geht ihr gut. Dies ändert sich allerdings auf der Überfahrt nach Sydney. Hier lernt Penelope noch schlimmere Zustände kennen als sie sie vom Armenviertel in London gewohnt ist. Ihr Gemütszustand ändert sich, sie wird zunehmend deprimierter und lustloser. Durch Liam wird Penelope, die sich weder mit Sex noch mit Kindern auskennt, schwanger und wird so gezwungen erwachsen zu werden. Ihre Mutter Mary hält stets eine schützende Hand über Penelope aber auch sie kann nicht verhindern, dass sie sich auf Liam einlässt. Tief im Inneren macht Mary sich schwere Vorwürfe, dass sie sich auf die verhängnisvolle Abtreibung eingelassen hat. Dadurch nahm ja alles erst seinen Lauf. Beide Frauen hat Dagmar Trodler sehr gut dargestellt. Von Mary bekommt man als Leser zwar im Handlungsverlauf recht wenig zu lesen, da sich das Geschehen zunehmend auf Penelope konzentriert, aber dennoch hat Mary ihren festen Platz im Buch. Penelope selber kommt sehr authentisch und glaubwürdig rüber. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr eindringlich. Teilweise schreibt sie auch schonungslos, man kann die grausame und bedrückende Stimmung regelrecht greifen. Dadurch und auch durch die realistische Beschreibung von Armut und Ausbeutung ist der Roman aber recht schwer zu lesen. Die Handlung selber ist trotzdem spannend gehalten und fesselt den Leser ans Buch. Das Ende wiederum ist nicht kitschig und hat mich versöhnlich gestimmt. Fazit: „Der Duft der Pfirsichblüte“ von Dagmar Trodler ist trotz der schwierigen Zeit, in der das Geschehen angesiedelt ist, ein toller Roman. Die Protagonisten sind glaubwürdig und die Handlung ist so realistisch dargestellt, dass ich schon froh bin heute zu leben und nicht damals.

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