Dagmar Trodler Die Totenfrau des Herzogs

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Inhaltsangabe zu „Die Totenfrau des Herzogs“ von Dagmar Trodler

Eine starke Frau wagt ihren Weg in den Wirren der normannischen Zeit. Salerno im Jahre 1085. Brütende Hitze liegt über der süditalienischen Stadt, als die junge Heilerin Ima von Lindisfarne an den apulischen Hof gerufen wird. Schlechte Nachrichten sind aus dem byzantinischen Kriegsgebiet eingetroffen - Herzog Robert Guiscard liegt im Sterben. Sein letzter Wunsch ist es, die geliebte Gattin bei sich zu haben. Und Ima soll die Herzogin auf dieser gefährlichen Reise begleiten. Gérard de Hauteville, niedriggeborener Ritter in Diensten des Herzogs, gelingt es nicht, Ima zurückzuhalten, und so folgt er ihr, um seine heimliche Liebe wenigstens zu beschützen. Als die Reisenden Roberts Heerlager auf Kephalonia erreichen, kann Ima nur noch das Sterben des Herzogs begleiten. Eine unfassbare Intrige überschattet den Tod des Apuliers und stellt Imas und Gérards Liebe auf eine dramatische Probe. Unter barbarischen Kriegern allein auf sich gestellt, muss sie das gewagteste Spiel ihres Lebens spielen. Dramatisch und farbenprächtig erzählt: die fesselnde Geschichte der Heilerin Ima von Lindisfarne.

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  • Rezension zu "Die Totenfrau des Herzogs" von Dagmar Trodler

    Die Totenfrau des Herzogs

    mabuerele

    15. September 2011 um 18:40

    Herzog Robert Guiscard, Normanne aus dem Hause Hauteville und Herrscher über die Provinzen Apulien und Sizilien, liegt im Sterben. Er, den man den Schrecken der Welt nannte, war auf den Weg nach Konstantinopel erkrankt. Nun reist seine Gattin Sicaildis auf die Insel Kephalonia, um Abschied von ihrem Mann zu nehmen. Sie zwingt die Heilerin Ima von Lindisfarne an dem überhasteten Aufbruch teilzunehmen. Das bisherige Leben Imas wird in dem Roman „Die Rose von Salerno“ erzählt. Der Ritter Gèrard de Hauteville folgt der Reisegesellschaft. Er liebt Ima, ist aber gesellschaftlich weit unter ihren Stand… Das Buch erzählt die Geschichte der Heimkehr des toten Herzogs. Eingebunden sind die Erlebnisse der Ima von Lindisfarne. Es lässt sich gut lesen, ist aber stellenweise etwas langatmig. Allerdings zeichnet das Buch exakte historische Recherche und eine genaue Beschreibung der Zustände der damaligen Zeit aus. Mit Sicaildis und Ima stehen sich zwei starke Frauen gegenüber. Das macht die Schwäche des zukünftigen Herrschers Roger Borsa umso augenfälliger. Die Zustände im Lager, gekennzeichnet durch Hunger und Krankheit, lassen jeden Kampf zu einer Farce werden. Trotzdem ist es Robert immer wieder gelungen, sein Heer für neue Kriegszüge zu begeistern. Diese Gabe hat sein Sohn nicht. Er verdankt seine Macht einer geschickt eingefädelten Intrige und dem Auftreten seiner Mutter. Die Autorin macht deutlich, was der Krieg für die einheimische Bevölkerung bedeutete und wie er zu einer Verrohung der Sitten führte. Eingebunden in das historische Geschehen ist die Liebesgeschichte zwischen Ima und Gèrard. Wer allerdings eine normale Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Das Heft des Handelns liegt bei Ima, die eine starke und selbstständige Frau ist und entsprechende Ansprüche an einen Mann stellt. Sehr gut dargestellt fand ich die Begegnung von Ima mit Kriegern aus der Heimat ihres Vaters. Da zeigte sich ihre innere Zerrissenheit. Eigentlich möchte sie sich von den Mythen ihrer Herkunft lösen, andererseits nutzt sie ihre Fähigkeiten im entscheidenden Augenblick. Etwas störend fand ich, dass im Text die Gebete der Mönche in lateinischer Sprache eingebunden waren. Hier hätte ich mir die deutsche Übersetzung gewünscht, um nicht jedes Mal nachschlagen zu müssen. Gleiches gilt für die verwendeten Zitate in nordischer Sprache. Gut gefallen hat mir dagegen, dass jedes Kapitel mit einem passenden Zitat eingeleitet wurde. Die kurze Inhaltsangabe auf der hinteren Umschlagseite gaukelt einen Zusammenhang vor, der so nicht gegeben ist. Hier wird die Intrige auf Ima und Gèrard bezogen. Dem ist nicht so. Sie hatte historische Dimensionen.

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  • Rezension zu "Die Totenfrau des Herzogs" von Dagmar Trodler

    Die Totenfrau des Herzogs

    Klusi

    16. May 2011 um 23:20

    Die Handlung des Romans knüpft an „Die Rose von Salerno“ an. Es sind erst wenige Monate vergangen. Ima von Lindisfarne lebt im Haus der Ärztin Trotta in Salerno und hilft ihr bei der Versorgung und Pflege der Kranken. Aber sie kommt nicht zur Ruhe. Die Herzogin erfährt, dass ihr Mann Robert Guiscard im Sterben liegt. In großer Eile bricht Sicaildis zur griechischen Insel Kephalonia auf, um die letzten Stunden an seinem Lager verbringen zu können. Spontan verpflichtet sie Ima, mit ihr zu reisen, in der Hoffnung auf Hilfe für den todkranken Mann. Für Guiscard kommt jede Rettung zu spät, aber Ima wird in eine Verschwörung hineingezogen, und auch Gérard, der ihr folgt, gerät in Gefahr. In dem Bestreben, seine Geliebte zu retten, begibt sich der Ritter in so manche, ausweglose Situation. Die Autorin schreibt sehr bildhaft, und ihre Romanfiguren wirken dadurch greifbar. Sie schafft mit reicher Sprache und treffender Wortwahl eine sehr authentische Atmosphäre, so dass man Geräusche und Gerüche fast wahrnehmen kann. Mit ihrer wunderbaren, manchmal poetischen Ausdrucksweise erweckt sie sogar Steine und Bäume zum Leben. Ihre Art des Fabulierens gefällt mir sehr. Der Erzählstil nimmt den Leser gefangen und führt ihn in eine alte, ursprüngliche Welt. Man möchte immer weiter und weiter lesen und Imas Schicksal verfolgen. Ich konnte mich gut in ihre Lage versetzen, wie sie mit sich selbst hadert, weil ihr der eigene Standesdünkel immer wieder zu schaffen macht. Dabei bleibt ihr nicht viel Zeit, über ihre Liebe und ihr Verhältnis zu Gérard nachzudenken, denn sie scheint das Unheil und die Gefahr förmlich anzuziehen. Imas Welt ist nicht nur gefährlich, sondern auch von Geistern und Dämonen bevölkert. Phantastisches und überlieferte, historische Fakten verbinden sich perfekt. Mit ihrer Geschichte um Ima von Lindisfarne und Gérard de Hauteville ist es der Autorin wieder einmal gelungen, mich derart zu fesseln, dass ich alles um mich herum beim Lesen vergessen habe. Die Protagonisten sind beide keine einfachen Charaktere. Ohne es eigentlich zu wollen, machen sie sich gegenseitig das Leben schwer. Ihre Beziehung ist fernab jeder Romantik und doch sehr schön beschrieben. Ein großes Kompliment an Frau Trodler für diesen wunderbaren Roman.

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