Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch

von Dagmar von Cramm 
3,7 Sterne bei50 Bewertungen
Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch
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Alexandra_vom_Buecherkaffees avatar

Tolle Tipps und Ideen, vor allem im Bereich der Nachhaltigkeit, konnten mich überzeugen. Ein sehr abwechslungsreiches Kochbuch!

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Inhaltsangabe zu "Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch"

Das grüne Kochbuch ist das neue Standardwerk für alle, die gern mit frischen, saisonalen Produkten aus der Region kochen. Im Serviceteil erklärt Ernährungsspezialistin Dagmar von Cramm, was beim Einkauf wichtig ist und wie man dabei seine persönliche Öko-Bilanz verbessern kann. Sie stellt unbekanntere Zutaten wie Topinambur, Pastinaken oder Schwarzwurzeln vor und zeigt, wie sie schonend und energiesparend zubereitet werden. Danach geht es um Genuss pur! Über 250 leckere Rezepte verführen zum Sofort-Loskochen: einfache und schnelle, aber auch mal besondere, um Familie und Gäste zu verwöhnen. Wichtig ist auch, dass möglichst nichts im Abfall landet: So wird aus Radieschenblättern ein feines Süppchen und aus einem gekochten Huhn nicht nur eine leckere Hühnersuppe, sondern am nächsten Tag ein Grünes Frikassee. Viele zusätzliche Tipps zeigen, wie jeder im Alltag seinen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Natur leisten kann. Denn oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied ausmachen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783833825262
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Gräfe u. Unzer
Erscheinungsdatum:03.09.2012

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    Alexandra_vom_Buecherkaffees avatar
    Alexandra_vom_Buecherkaffeevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Tipps und Ideen, vor allem im Bereich der Nachhaltigkeit, konnten mich überzeugen. Ein sehr abwechslungsreiches Kochbuch!
    Regional, nachhaltig und für jede Jahreszeit

    Der Klappentext:

    "Grün kochen" heißt, sich von den Jahreszeiten inspirieren und leiten zu lassen, regionale Produkte einzukaufen und sorgsam damit umzugehen. Wie wunderbar und vielfältig das saisonale Angebot ist, zeigt Dagmar von Cramm mit über 250 verführerischen Rezepten. Alles ist einfach zuzubereiten und schmeckt der Familie ebenso gut wie lieben Gästen.
    Der praktische Einkaufsführer und die vielen grünen und saisonalen Tipps machen die Auswahl leicht und helfen, die ganz persönliche Öko-Bilanz zu verbessern.
    Denn oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.

    Meine Gedanken zu dem Buch:

    "Grüne" bzw vegetarische/vegane Kochbücher liegen momentan voll im Trend. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine bewusste Lebensweise, kaufen biologisch sinnvoll und nachhaltig ein und verzichten immer mehr auf Fleisch oder schränken den Genuss dessen sehr ein.
    Dieses Buch ist kein rein vegetarisches Kochbuch, wie der Titel schon verrät, sondern bietet eine gute Mischung an vegetarischen und fleischhaltigen Rezepten. Wer gerne den Fleischgenuss einschränken möchte und seine Fühler mehr in das vegetarische grüne Terrain ausstrecken möchte, der wird hier bestens mit leckeren Ideen versorgt.
    Dagmar von Cramm beschäftigt sich sehr mit der nachhaltigen Ernährung und widmet sich zu Beginn dieses Buches erst einmal ausführlich diesem Thema, was ich persönlich sehr interessant und notwendig finde.

    "Wo und wie sollte ich Lebensmittel einkaufen, wenn ich unbelastete, beste Zutaten und Umweltbewusstsein auf einen Nenner bringen will? Ist "Bio" immer die richtige Wahl? Oder spielt die Regionalität die größere Rolle?"

    Ab Seite 10 geht Frau von Cramm ausführlich auf diese Fragen ein und klärt auf über Ökobilanz, biologisch und / oder konventionell produzierte Lebensmittel oder auch über das leidige Verpackungsthema. 
    Sie beschäftigt sich mit einzelnen Lebensmittelgruppen ausführlicher und liefert dazu ein Basiswissen im Überblick und erläutert, wie gesund und wie "Grün" diese jeweiligen Gruppen sind. Auch findet man hier immer einen "grünen Tipp" für nachhaltiges Arbeiten in der Küche.
    Sehr aufschlussreich und interessant gestaltet ist zudem der Bereich "Richtig kochen" ab Seite 28. Energiesparendes Kochen, der richtige Umgang mit dem Backofen, der Gefriertruhe und Verbrauchsmaterialien wird hier angesprochen. Sinnvoll für die Küchenpinnwand finde ich hier auch die in Sparte "Punktgenau planen" aufgeführte Hilfstabelle mit benötigter Grammzahlen, zb wieviel Gramm Nudeln, Reis etc. ich pro Person benötige. Das dies natürlich sehr individuell sein kann, ist klar, aber allerdings wird doch immer noch viel zu viel gekocht, das merke ich selbst auch so oft. Immer wieder bleiben Nudeln oder Kartoffeln übrig oder man isst weiter, obwohl man schon längst ein Sättigungsgefühl verspürt hat. Ich selbst muss mich auch immer wieder disziplinieren, nicht mehr zu kochen, als tatsächlich benötigt wird. Viel zu viel wird in unserer Überflussgesellschaft weggeworfen und das fängt oft schon beim falsch bemessenen Kochen an. Dazu kommen noch falsche Lagerung, was Nahrungsmittel schneller verderben lässt, zu viel gekaufte Zutaten ...
    Aber auch hier hat Frau Cramm einige gute Tipps auf Lager. Wie kann ich Übriges weiterverwerten, was genau bedeutet das MINDESThaltbarkeitsdatum für mich, was kann ich aufwärmen.

    Ab Seite 40 beginnt dann das eigentliche Kochen.
    Aufgeteilt sind die Rezepte nach Jahreszeiten und auch innerhalb dieser Jahreszeiten gibt es erst einmal eine interessante Einleitung und natürlich einen Saisonkalender.
    Ich habe mich der Jahreszeit angepasst natürlich ausführlicher mit dem Frühling beschäftigt und schon so einige leckere Rezepte ausprobiert.
    Die abgebildeten Fotografien sind sehr ansprechend und die Rezepte verständlich beschrieben. Schon beim Betrachten der Bilder bekommt man Appetit und man möchte sofort das Köchen beginnen.
    Oftmals findet man zu den Rezepten Variationsmöglichkeiten, Einkaufstipps, Saisontipps und Möglichkeiten der Weiterverwertung, wenn etwas übrig bleibt. Auch gibt es hin und wieder Küchen-Tipps zu den Zubereitungsmethoden, so dass man sich immer gut beraten fühlt.
    Die meisten Rezepte sind ganzseitig dargestellt, was mir persönlich auch am besten zusagt. Ich muss ein Rezept übersichtlich und locker geschrieben vor mir sehen beim Köchen und möchte nicht lange nach dem Text suchen. Bei kleineren Zubereitungen wie zum Beispiel Variationen von Kartoffelsalat befinden sich schon mal 3 - 4 Rezepte auf einer Seite, aber trotzdem geht die Übersichtlichkeit nicht verloren.
    Ich habe bei drei Rezepten den Fotoapparat mit in der Küche gehabt und möchte euch gerne mein Ergebnis präsentieren:

    Seite 56

    Kräuternudeln mit Ei

    Diese leckeren Nudelnester, die ich mit frischen Kräutern und Chili abgeschmeckt habe, konnten mich begeistern und sind schnell und leicht nachzukochen. Zudem gibt es hier viele Variationsmöglichkeiten, die ich nun nach und nach testen werde.





    Seite 64

    Radischengrünsuppe mit Ziegenfrischkäse

    Dieses Rezept machte mich sofort neugierig, denn nun konnte ich herausfinden, was ich Tolles mit dem ganzen Radischengrün anfangen konnte, dass ich sonst immer weggeschnitten habe. Ich war vom Ergebnis vollkommen begeistert! Ein wahrlich frischer Genuss und der mit Radischen pürierte Ziegenkäse gibt der Suppe das gewisse Etwas!



    Seite 140

    Gurken-Fisch-Ragout

    Für dieses Rezept habe ich schonmal einen Sprung in den Sommer-Koch-Bereich gewagt, weil ich einfach so Neugierig darauf war. Ab und an kommt bei uns Fisch auf den Tisch und dieses Ragout sah so lecker aus in Verbindung mit den Salatgurken, dem frischen Dill und dem Meerrettich. Uns hat es sehr gut geschmeckt


    Kurz & gut - mein persönliches Fazit

    Dieses robuste Hardcover-Kochbuch, dass schon durch seine besondere haptische Aufmachung besticht, konnte mich auch inhaltlich vollkommen überzeugen.
    Das Buch bietet einiges für die vegetarische Küche, aber hat auch einige Fleischgerichte in petto. Wer also seinen Fleischgenuss einschränken möchte, mehr "Teilzeit-Vegetarier" sein möchte, der wird mit diesem Buch allerbestes beraten sein.
    Im ersten Moment mag das Kochbuch vielleicht etwas teuer erscheinen, aber wenn man einmal durchgeblättert hat und sich die Ausstattung des Buches angesehen hat, merkt man schnell, dass man hier ein hochwertiges Buch in Händen hält, dass zudem über 250 Rezepte aufweist.
    Ich selbst bevorzuge die vegetarischen Rezepte, koche aber meinem Lebensgefährten ab und an mal eine Fleischbeilage dazu - daher ist dieses Buch für mich nun eine unverzichtbare Größe in der Küche geworden. Tolle Tipps und Ideen, vor allem im Bereich der Nachhaltigkeit, konnten mich überzeugen. Bewusste und ökologisch verträgliche Ernährung ist so wichtig in unserer Zeit des Überflusses und der Wegwerf-Mentalität. Daher kann und will ich dieses Buch unbedingt allen nahelegen, die gerne den Einstieg in eine bewusstere Küche finden möchte.



    © Rezension und Fotografien: Alexandra
    buecherkaffee.blogspot.de

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    fireezs avatar
    fireezvor 6 Jahren
    Koche ich nun grüner?

    Die Inhaltsbeschreibung dieses Buches hat mich sehr gelockt und ich hatte mir erhofft, viele Geheimtipps zur Weiterverwendung einzelner Zutaten zu bekommen, aber leider wurde dieses Versprechen nicht so ganz gehalten. Einige Rezepte habe ich mittlerweile natürlich nachgekocht, um herauszufinden, ob sie funktionieren und vor allem auch schmecken. Das ist wohl auch ein Grund, warum ich mich lange um diese Rezension gedrückt habe. Ich wollte gerne erst noch mehr Rezepte ausprobieren und nicht vorschnell urteilen, aber irgendwie locken mich die meisten nicht so, wie ich es mir erhofft hatte.

    Das Buch ist in vier Teile eingeteilt, die sich nach den Jahreszeiten richten, denn saisonales Kochen soll von nun an auf dem Plan stehen. Sehr gut finde ich dabei auch, dass am Anfang jeder neuen Jahreszeit die saisonalen Produkte aufgelistet werden und es noch ein paar Einstiegstipps gibt, was man in dieser Jahreszeit am besten machen sollte. Insgesamt war mir dieser Anteil aber viel zu knapp bemessen und zu allgemein gehalten. Viele Informationen waren nicht neu für mich, sodass ich wenig überrascht wurde. Ein Zutatenregister am Ende des Buches hilft außerdem dabei, schnell Rezepte zu einem bestimmten Lebensmittel zu finden, dass man gerade noch mit aufbrauchen möchte.

    Die einzelnen Rezepte sehen allesamt erstmal sehr lecker aus und machen Lust zum Nachkochen, beim genaueren Durchblättern merkt man aber bald, dass auch hier viel Grundlegendes durchgenommen wird (z.B. wie man Stampfkartoffeln macht) und man fragt sich bald, ob das Buch vielleicht eher für Kochanfänger sein soll. Dagegen spricht jedoch, dass zumindest in den von mir nachgekochten Rezepten Fehler enthalten sind, die einen Kochanfänger in den Wahnsinn treiben können. Gewürzt habe ich immer nach eigener Erfahrung, da selten etwas Derartiges erwähnt wird und auch die Zugabe von Flüssigkeit zum Kochen von Gemüse oder Ähnlichem ist oft so knapp bemessen, dass mir eher alles angebrannt wäre, wenn ich mich immer daran gehalten hätte. Hier ist also Erfahrung gefragt, damit die Rezepte kein Reinfall werden.

    Ein anderer Kritikpunkt ist die Tatsache, dass ich am Ende oft mit Resten dastand, mit denen ich nichts anfangen konnte. Da ich meist für 2 Personen koche, verarbeite ich keinen ganzen Kürbis oder Wirsing, doch was mache ich mit den Resten, wenn ich nicht das einzige andere Rezept aus dem Buch kochen will, das diese Zutat enthält? Gerade bei doch eher außergewöhnlichen Zutaten wären da mehr Randnotizen hilfreich. Außerdem sind die einzelnen Rezepte meist nur Teile eines ganzen Gerichts und man muss sich alles selbst zusammenschustern, wenn man eine komplette Mahlzeit haben will. Ab und zu gibt es Hinweise, was man zu einer Beilage kombinieren kann, aber meist ist man doch eher auf die eigene Kreativität angewiesen und es macht auch eher weniger Spaß in einem Kochbuch ständig hin und her zu blättern, um eine einzige Mahlzeit auf den Tisch zu zaubern.

    Insgesamt bin ich also leider eher nicht so begeistert von diesem Kochbuch. Der Ansatz ist gut und lobenswert, die Ausführung allerdings eher schwach. Zu viele inhaltliche Mängel verderben einem bald die Lust darauf, sich mit diesem Thema weiter zu beschäftigen. Ab und zu werde ich sicher noch das eine oder andere Rezept kochen, aber mein Lieblingskochbuch wird es wohl nicht mehr werden, denn dafür ist es leider zu simpel gestrickt.

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    sunlights avatar
    sunlightvor 6 Jahren
    Rezension zu "Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch" von Dagmar von Cramm

    „Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch“ von Dagmar von Cramm

    Das Kochbuch für Mitdenker

    Ein durchdachtes Konzept liegt diesem Buch zu Grunde – koche saisonal, kaufe regional, verwerte möglichst viel der Lebensmittel und verwende Reste pfiffig weiter. Entsprechend klar ist auch das Buch gegliedert: Grün einkaufen, Richtig kochen, Punktgenau planen, Mach was draus und der Rezeptteil mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

    Es ist sehr lohnenswert die ersten Kapitel zu lesen, denn hier werden die Lebensmittel unter die grüne Lupe genommen. Was spricht für dieses Produkt, wie viele Nährstoffe bietet es, was ist kritisch zu bedenken, wie sieht die Ökobilanz aus, wo kaufe ich es am besten ein und Tipps allgemein?

    Die Stärken dieses Kochbuches liegen ganz klar im konsequent umgesetzten Konzept, der guten und fast unterhaltenden Lesbarkeit, der saisonalen Lebensmittelübersicht vor Beginn des jahreszeitlichen Rezeptteiles, den interessanten Kombinationen der Lebensmittel und Gewürze und den wunderschönen Fotos, die Lust aufs Kochen machen. Auch die Tipps und Infos zum Gericht am Ende der Rezepte sind ein ganz klares Plus.

    Die Schwächen sind die Fehlerhäufigkeit. Schon bei den Produktinfos geht es los (Soja – Flop: Zucker führt zu Karies …) Info auf der falsche Seite gedruckt, gehört auf die nächste Seite zu Süßes. Bei den Zutaten werden wiederholt nicht alle aufgeführt, z.T. werden sie im Textteil erwähnt, das hilft aber nicht beim Erstellen einer Einkaufsliste oder die Kochzeiten stimmen nicht. So landete der Zwiebelkuchen im Abfall, denn auch Nachgaren war nicht möglich, sehr schade.

    Allgemein spiegeln die Rezepte wirklich die Jahreszeit wider. Im Winter dominieren die Fleischrezepte, während der Frühling mit frischem Grün punktet. Für Vegetarier also nur bedingt geeignet oder eben als Ergänzungskochbuch für neue Küchenideen in Teilbereichen. Viele Ideen habe ich als interessant und sehr lecker empfunden und diese werden wiederholt gekocht werden. Auch das Aufschlagen des Buches erfreut, da die Fotos immer wieder schön anzuschauen sind.

    Fazit: Ein Kochbuch für alle, die umweltbewusst kochen möchten. Allerdings auch eins, das sehr viele Fehler aufweist und daher nicht für Anfänger geeignet ist.

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    Flaemmles avatar
    Flaemmlevor 6 Jahren
    Rezension zu "Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch" von Dagmar von Cramm

    Als erstes würde ich gern vorwegschicken, dass sich die Besprechung nur auf Herbst und Winter-Rezepte bezieht, da bisher nur diese ausprobiert werden konnten. Auch ist dies meine erste Kochbuch-Besprechung.

    Der Umschlag verspricht schon einmal sehr viel:
    Rezepte für ein gutes Leben: Regional, nachhaltig und für jede Jahreszeit.

    Der erste Kontakt mit dem Buch ist sehr angenehm, ein toller Einband, sehr schöne Aufnahmen. Beginnt man nun mit der Einleitung und den Einführungen in Grün einkaufen,
    Richtig Kochen, Punktgenau planen und Mach was draus, scheint sich doch vieles zu wiederholen, was man bereits an vielen Stellen so oder so ähnlich erzählt bekommen
    hat.. Insgesamt jedoch gut aufbereitet, wenn auch Ausreißer wie Soja das Bild etwas verzerren. Ich möchte damit nicht andeuten, dass es besser wäre, Soja durch den Tiermagen zu konsumieren, dennoch ist hier die Regionalität etwas fraglich. Solche Abweichungen vom Regionalen gibt es immer wieder im Buch, scheinbar ist es nicht gelungen sich durchgängig auf regionale und nachhaltige Lebensmittel zu beschränken.Das macht das Buch einerseits durchaus sympatisch, da durchaus vermittelt wird, dass Ausnahmen erlaubt sein sollen. Gleichzeitig stört es aber doch hin- und wieder, denn inkonsequent ist man ja von alleine, insbesondere wenn der lokale Handel nicht alles im Regal führt. Durch den Wunsch, möglichst genau die Rezepte aus dem Kochbuch nachzukochen, um diese möglichst objektiv zu bewerten, ist manches Rezept leider bei uns durchgefallen. Hätten wir freier das Rezept variiert, bin ich zuversichtlich, dass es uns besser geschmeckt hätte. Aber wir wollte ja die Rezepte besprechen, nicht die Abwandlungen der Ideen auf unseren Geschmack.

    Gekocht haben wir
    im Bereich Herbst: Ofenkürbis, die Rahmkartoffeln, Brägele, die Knusperchips, die Topinambur-Rohkost, die Zwiebelsuppe, die Rote-Beete-Suppe, die Meerrettich-Bohnen-
    Suppe.das Birnen-Kartoffel-Püree, die Kürbis-Gnochi, den Schweinepfeffer süßsauer(*), das Traubenkraut mit Rippchen, den Zwiebelkuchen, den Falschen Ingwer, die
    Scharfe Zucchini

    m Bereich Winter: Speck-Lauch-Taschen, Feldsalat mit Vinaigrette, Chicorée-Orangen-Salat, Warmer Wurst-Kraut-Salat, Pastinaken-Souflé, Schupfnudeln, Chicorée-Süßkartoffel-Auflauf, Parmesanklößchen, Geschmorte Beinscheibe, Meerrettichfleisch, Zimptparfait mit Kompott(*), Kekskuchen

    Von diesen Rezepten fanden wir nur zwei geschmacklich herausragend(*), die meisten eher gut bis essbar, der größte Reinfall war jedoch die Meerrettich-Bohnen-Suppe,
    die keinem am Tisch geschmeckt hat.

    Ansich hatte ich etwas anderes erwartet, ehrlich gesagt mehr erwartet, von einer Kochrunde mit Autorin, vom Kochbuch, auch von meiner Zeit, mich damit zu beschäftigen. So lief alles nicht ganz optimal. Jedoch hat mir das intensive Testkochen eines neuen Kochbuch sehr gut gefallen hat, meist kauft man ein Kochbuch, kocht zwei drei Rezepte und dann wars das für eine ganze Weile.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch" von Dagmar von Cramm

    Nachhaltiges, grünes Kochen
    *
    Ich hatte das Glück "Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch" in einer Koch- und Leserunde auf Lovelybooks testen zu dürfen.
    Zweifellos ist das Kochbuch ein besonders schön aufgebautes Kochbuch, dass neben den Rezepten wirklich viel Inhalt zu bieten hat.
    *
    Der Anfang wird gemacht, in dem sich die Autorin mit dem Thema "Grünes Kochen" auseinandersetzt. Was genau ist grünes Kochen? Wie können wir bewusster einkaufen und kochen?
    Bei diesem Thema fällt den meisten wahrscheinlich erst einmal der Punkt Bioprodukte ein - wobei ich mich da auch sehr schwer tu, denn es ist nicht alles bio, wo es auch drauf steht. Für mich war unter diesem Aspekt ganz wichtig, dass man regionale Produkte bezieht und am allerbesten sogar aus eigenem Anbau.
    Nun ist mir klar, dass weder alle Leser einen Garten haben oder noch besser eigenes Vieh. Aber selbst auf einem Balkon kann man sich Kräuter, Tomaten, Gurken, Paprika und Salat ziehen - und es schmeckt so viel besser.
    Ich versuche mich ja selbst gerne als Hobbygärtnerin und muss sagen, dass eigene Tomaten viel süßer und aromatischer sind, und auch Gurken etc. einfach viel besser schmecken.
    Für und werden über kurz oder lang wohl auch eigene Eier auf dem Plan stehen, denn schon ganz lange ist es und der Wunsch uns ein paar Hühner zu halten.
    *
    Aber nun zurück zum Buch. Frau von Cramm führt uns ein wenig in die Waren- und Lebensmittelkunde ein und beleuchtet die schonende Zubereitung von Gemüse, Salaten, Eiern, Getreide- und Kartoffelprodukten, Eiern und Fleisch - ich bin nicht immer ganz ihrer Meinung, aber ich denke auch das ist normal.
    *
    Nun möchte ich gerne etwas zum Rezeptteil sagen, der sehr schön nach den Jahreszeiten aufgebaut ist, denn klar ist, dass grünes kochen auch saisonales kochen ist.
    Als Einführung zu den Kapiteln Frühling, Sommer, Herbst und Winter finden wir zuerst eine Sammlung von saisonal typischen Kräuter, Obst und Gemüse, was mir sehr gut gefallen hat.
    Ich habe mich auch an ein paar Gerichten aus diesem Kochbuch versucht, so habe ich unter anderem ein wundervolles Nußbrot nachgebacken (lecker), Specklauchtaschen gekocht und das erste Mal in meinem Leben Rahmwirsing frisch gekocht.
    *
    Der Rahmwirsing ist bei meiner besseren Hälfte super angekommen und war diesen Winter bisher schon einige Male bei uns auf dem Tisch - und er wird auch einer fester Bestandteil unseres Speiseplans bleiben, da es wirklich super schnell geht und so gut schmeckt!
    Auch die Speck-Lauch-Taschen waren sehr einfach nach zu kochen und haben sehr gut geschmeckt.
    Was mich jedoch sehr verwundert hat, war dass es doch sehr fleischlastig zuging - ok, die Küche im Herbst und im Winter ist generell etwas deftiger und schwerer, aber ich hätte eigentlich mit mehr fleischlosen Rezepten gerechnet.
    *
    Alles in allem jedoch ein sehr schönes Kochbuch, mit vielen Tipps und Hinweisen und vielfältigen saisonalen Rezepten, die dazu einladen sich in die Küche zu stellen und ein wenig zu experimentieren!

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    ForeverAngels avatar
    ForeverAngelvor 6 Jahren
    Rezension zu "Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch" von Dagmar von Cramm

    Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch bietet eine vielzal an saisonalen Rezepten, mal mit, mal ohne Fleisch. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten aufgeteilt, es gibt sowohl herzhafte wie süße Speisen, Suppen, Heißgerichte, Desserts, Mehlspeisen, Brote und vieles mehr. Mein Favorit ist das Wildschweingulasch mit Sauerkraut, das ich bereits mehrfach nachekocht habe.
    Etwas schade ist, dass das Motto "Grünes Kochen" nicht konsequent eingehalten wird, es sind immer wieder Rezepte dabei, bei denen das Gemüse nicht unbedingt sasional ist und man es nur aus Übersee oder als Konserve bekommt. Andererseits ist es im Winter wirklich schwer eine ausgewogene Mischung an Gemüse zu bekommen, wenn es frisch und regional sein soll.
    Für mich gilt: meine Familie und ich essen gerne mediterran oder exotisch, aber vor allem würzig und scharf. Für mich sind die Rezepte eigentlich nur Grundlagen, die unbedingt nachewürzt werden müssen. Manchmal hilft schon etwas Honig und selbstgemachte Chili-Marmelade, mal muss etwas mehr dran. Ohne extra-Würze schmeckt es meiner Familie zu fad und es sind auch nur ene handvoll Rezepte dabei, die ich öfter kochen werde. Als Anregung ist es aber ganz gut geeignet und auch die Informationen zu den verschiedenen Gemüse vorher sind für manche bestimmt ganz interessant.
    Von mir nur drei Punkte, da ich bessere Kochbücher ähnlicher Art kenne, die günstiger sind und mehr Rezepte nach meinem Geschmack bieten. Dazu ist es schade, dass das Konzept nicht konsequent durchgehalte wird.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch" von Dagmar von Cramm

    Aussehen und Haptik

    Dagmar von Cramm hat 2012 "Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch" im GU-Verlag veröffentlicht. Es ist neben einer Variante für Ebook-Reader auch als Hardcover erschienen, das sich - Nomen est Omen - in einem freundlichen Grün präsentiert, wobei die komplette Oberfläche von einer deutchlich fühlbaren Blatt-Maserung überzogen ist. Dadurch wirkt das Kochbuch gleich auf den ersten Blick sehr hochwertig. Auch ohne den Inhalt zu kennen, fühlt sich der hohe Preis zunächst einmal gerechtfertigt an. Der Klappentext auf der Rückseite erläutert sogleich den Begriff "Grün kochen" und macht mit den Hinweisen auf einen praktischen Einkaufsführer, saisonalen Tipps und die Verbesserung der eigenen Ökobilanz Lust darauf, direkt einzusteigen.

    Aufbau und Struktur

    Das Kochbuch beginnt mit viel Vorgeschichte, bevor es zum eigentlichen Kernpunkt - dem Kochen vordringt. Von "Grünem Kochen" über "Richtiges Kochen" werden Hinweise zur korrekten Planung gegeben. Nach den saisonal zusammengefassten Rezepten für alle Jahreszeiten folgen ein Glossar und verschiedene Register, die äußerst praktisch sind. Wer einfach nur nach Rezepten sucht, wird genauso fündig, wie jemand, der eine Menüfolge zusammenstellen möchte oder auf Basis der vorherrschenden Zutaten wissen möchte, was für ein Rezept dazu passen könnte.

    Als Vegetarier hatte ich allerdings bereits Schwierigkeiten mit dem Vorwort. Wild will nicht zart behandelt werden. Es will in Ruhe gelassen werden. Fische sind nicht ökologisch korrekt, sondern Tiere, die übrigens auch Schmerzen empfinden. Wenn Veggiwürstchen künstliche Produkte sind (=Sojaprotein + Gewürze), dann sind Weißwürstchen es ebenso (=Muskelprotein + Gewürze).

    Während die folgenden Seiten viele Tipps und Tricks aufzeigen, wie man vernünftig mit Lebensmitteln umgeht und ich dabei viel neues lernen konnte, stellte ich dabei fest, dass auch in diesem Buch im Zusammenhang mit Fleisch mit Floskeln gearbeitet wird, die vollkommen sinnbefreit sind und wenn überhaupt lediglich Platz füllen. Mir persönlich fehlt z.B. das Grundverständnis dafür warum Frau von Cramm im Bereich "TOP" für Weidetiere sprechen lässt, das sie Wiesen frei halten und das Landschaftsbild prägen. So schlecht, wie sogar nach ihrer Einschätzung Fleisch beim CO2 Footprint abschneidet und lediglich reine Weidetiere wie Schaf und Ziege tolerierbar sind, frage ich mich, warum in den Rezepten so viel anderes Getier verarbeitet wird.

    In der Kategorie "Milch" widerspreche ich ebenfalls der Erläuterung, es handele sich um ein natürliches Lebensmittel. Ich bin kein Veganer und auch auf meinem Teller landen mitunter Milchprodukte. Aber genau so wie keiner mehr Rauchern zu erklären versucht, der Konsum von Zigaretten sei gesund, sollte der Irrtum, bei Milch handele es sich um ein natürliches und gesundes Lebensmittel langsam aufgeräumt werden.

    Wirklich wertvoll ist dann aber aus meiner Sicht das Kapitel zum Thema "Richtig kochen". Es hat Spaß gemacht, Hinweise zu verschiedenen Techniken und Garmethoden zu lesen.

    Rezepte

    Entsprechend der Leserunde, die ich auf Lovelybooks begleiten konnte, bin ich im Herbstkapitel eingestiegen und habe sowohl aus dem Herbst als auch aus dem Winter einige Rezepte nachgekocht. Dabei ist mir bereits beim schnellen Durchblättern aufgefallen, dass hier ein so hoher Anteil an Rezepten mit Fleischanteil vorkommt, dass mir als Vegetarier beinahe bereits die Lust daran vergangen ist. Im Nachhinein habe ich fast wie erwartet in den Kapiteln Frühling und Sommer den größten Anteil tatsächlich vegetarischer Gerichte gefunden.

    Was mich begeistert hat, waren zusätzliche Tipps bei vielen Rezepten für mögliche Variationen. Auch haben viele Rezepte einen expliziten vegetarischen Vermerk. Verwirrend daran war allerdings, dass einigen vermeintlich vegetarischen Rezepten dieser Hinweis fehlt. Die Lösung scheint dabei die Verwendung von z.B. Parmesan zu sein. Ein Hartkäse, zu dessen Produktion Lab aus Kalbsmägen eingesetzt wird. Allerdings werden das viele Vegetarier nicht wissen und einen Hinweis darauf vermisse ich in dem Kochbuch.

    Ausprobieren konnte ich aus dem Kapitel Herbst die würzigen Kürbispuffer und die Zwetschgenknödel. Beides sehr einfache Rezepte, die im Prinzip leicht nachzukochen sind (wenn man nicht aus Versehen bei einem süßen Gericht statt normaler Semmelbrösel fertig gewürzte und mit Kräutern vermischte Brösel nimmt, die eigentlich für Schnitzel gedacht sind...). Von den Winterrezepten hatte es mir besonders die Winterlasagne angetan, die ebenfalls nicht schwer zu meistern war, aber für meinen Geschmack zu intensiv nach roter Beete schmeckte. Die Mengenangaben sind gewöhnungsbedürftig. Hinzu kommt, dass das Rezept mit Rinderhack arbeitet. Variationen, die für Vegetarier z.B. Sojagranulat oder Tofu vorschlagen fehlen leider. Außerdem fiel es mir selbst im Winter schwer, Schwarzwurzeln aufzutreiben. Zum Schluss wurde es ein TK-Produkt, das zwar nicht gerade "grün" war, aber in einem Gericht mündete, das seines Gleichen sucht. Eine wirklich aufregende und gelungene Abwechslung für diejenigen, denen der italienische Klassiker zu langweilig geworden ist.

    Während "Das Grüne nicht nur vegetarische Kochbuch" noch viele Rezepte bereithält, die ich ausprobieren werde, hege ich die Vermutung, dass meine Motivation erst im Frühjahr zurückkommen wird. Der restliche Winter hält nämlich Gerichte wie "Geschmorte Beinscheiben", "Schweinesülze" und "Karpfen im Bierteig" bereit. Hier fällt es sogar mir schwer, zu substituieren (obwohl ich fairerweise auch davon Notiz genommen habe, dass es die Sülze auch in einer Variante mit Gemüse gibt. Vegetarisch ist das Rezept allerdings nicht, denn es arbeitet mit Gelatine).

    Fazit

    In Summe gefällt mir das Kochbuch gut. Allerdings knapp. Während ich im Aufbau, den verschiedenen Registern, den vielen praktischen Tipps und Tricks und den wertvollen Hinweisen zur saisonalen Zubereitung von Rezepten ein großes Potential erkenne, sind es doch viele kleine Fehler im Detail, falsche Seitenangaben in den Registern, der hohe Fleischanteil und die offensichtlich nicht ganz durchdachte Problematik hinsichtlich der Produktion von Fleisch überhaupt, deretwegen ich dieses Buch selbst nicht gekauft hätte und auch keinem Vegetarier empfehlen würde.

    Nichts desto trotz werte ich das Kochbuch nicht nur aus vegetarischer Perspektive und gebe ihm guten Gewissens 3 von 5 Punkten mit Potential auf mehr in der hoffentlich zweiten Auflage.

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    Tinkerss avatar
    Tinkersvor 6 Jahren
    Rezension zu "Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch" von Dagmar von Cramm

    Ich habe "Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch" von Dagmar von Cramm, erschienen 2012 im GU-Verlag nur als ebook und kann auch nur dieses bewerten.
    Sehr schlecht finde ich, dass sich die ebook-Datei lediglich mit einem bestimmten Programm öffnen lässt und es somit nicht möglich ist, das Buch auf einem portablen Reader zu lesen. Dies ist nur am Rechner möglich, was einem das Kochen verdiebt, wenn der Rechner nicht gerade in der Küche steht. Außerdem ist es nur in Originalschriftgröße wirklich ansehnlich, da sich alles verschiebt sobald man die Schriftgröße ändert um sich die Rezepte zu vergrößern. Als ebook ist dieses Buch für mich völlig ungeeignet.
    Inhaltlich dagegen finde ich es ganz gut, zwar nicht hervorragend, aber es bringt Hobbyköche auf neue Ideen. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten eingeteilt. sodass man nicht nur regional, sondern auch saisonale Zutaten kaufen kann. Die Informationen wie man umweltbewusst einkauft und kocht, sind zwar ausbaufähig, aber die Idee ist wirklich gut. Leider gibt die Autorin selten kostengünstige Alternativen an, so dass das Kochbuch nur für zahlungsfreudige Einkäufer geeignet ist.
    Unterm Strich bekommt das Buch von mir leider nur 2 Punkte, denn die Idee es als ebook zu veröffentlichen war gut, ist aber an der Umsetzung völlig gescheitert.

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    Loony_Lovegoods avatar
    Loony_Lovegoodvor 6 Jahren
    Kochen mit den Jahreszeiten

    Kochen mit den Jahreszeiten

    Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch von Dagmar von Cramm wird allein durch seine Schlichtheit hervorgehoben. Das satte, frische Grün sticht einem regelrecht ins Auge und wenn man es genau unter die Lupe nimmt, erkennt man zarte Blattadern darauf. Die äußere Gestaltung ist perfekt auf den Buchtitel abgeschnitten und hat sofort meine Gelüste auf frischen Salat und Gemüse geweckt.

    Beim ersten Durchblättern erkennt man sofort die klare Strukturierung des Buches. Bevor man sich auf die Rezepte stürtzen kann, bekommt man jedoch von Frau von Cramm eine kleine Kostprobe zu den Bereichen: "Grün einkaufen", "Gemüse, Obst und Kartoffeln", "Getreide, Brot und Backwaren", "Fleisch", "Milch und Milchprodukte", "Eier", "Fisch", "Ölsaaten, Nüsse und pflanzliche Fette", "Soja", "Süßes", "Richtig kochen", "Punktgenau planen", "Was vom Lebensmittel übrig bleibt" und "Mach was dras". Hier wird z.B. aufgeführt wie gesund das jeweilige Lebensmittel ist. Besonders gut hat mir das Kapitel "Mach was draus" gefallen, da man hilfreiche Tipps bekommt, wie man aus Resten, die sonst in der Biotonne landen, noch etwas tolles zaubern kann.

    Die Rezepte sind in die 4 Jahreszeiten aufgegliedert und der Anfang macht der Frühling. Es werden regionale Produkte verwendet, die es in den jeweiligen Monaten zu kaufen gibt. Am Anfang eines jeden Kapitels gibt es einen Einführungstext zu der Jahreszeit um die es geht und dann werden sehr übersichtlich "Früchte", "Gemüse" und "Kräuter" aufgeführt, die es in dieser Jahreszeit gibt. Zu allen Rezepten gibt es sehr gelungene Fotos, die Lust auf mehr bereiten. Außerdem kann man auf den ersten Blick erkennen, ob ein Gericht vegetarisch ist oder nicht. Vegetarsiche Gerichte werden durch ein Petersilienblatt gekennzeichnet.
    Zu jedem Rezept gibt es eine Zutatenliste, es wird die Kochzeit genannt plus der Nährwert pro Portion. Manchmal gibt es auch ein paar Tipps für unterschiedliche Variationen.

    Das Schlusslicht bildet das Glossar und das Rezepteregister, welches sehr hilfreich ist.

    Im Großen und Ganzen hat mir das Kochbuch sehr gut gefallen, da es ordentlich und strukturiert ist und schöne Fotos gezeigt werden. Die Unterteilung in die 4 Jahreszeiten ist eigentlich das Beste an dem Buch. Jedoch treten an manchen Stellen ein paar Fehler auf und es werden Zutaten genommen, die es in der jeweiligen Jahreszeit gar nicht gibt. Leider stimmen die Mengenangaben auch nicht immer überein. Man muss schon Kocherfahrung haben, damit die Rezepte gelingen, weil man vieles von alleine abändern muss und eventuell das eine oder andere Gewürz hinzufügen oder weglassen muss, damit es richtig schmeckt. Wobei da ja auch oftmals die Geschmäcker auseinander gehen. Ich habe Rezepte nachgekocht, die wirklich sehr lecker waren, aber auch welche, die mich total enttäuscht haben und welche, die einfach nur mittelmäßig sind. Für mich als Vegetarierin ist es auch schade, dass doch so viele Fleischgerichte drin vorkommen. Gut, man kann die Rezepte abändern, aber ich hätte bei dem Titel erwartet, dass mit etwas weniger Fleisch gekocht wird.

    Am entäuschendsten fand ich jedoch, dass nur so am Rande auf das "grüne" Kochen eingegangen wurde. Ich hätte es einfach schöner gefunden, wenn Frau von Cramm hier mehr darauf eingegangen wäre. Auch finde ich, dass ein paar Ansätze zum Gesundheitsaspekt der Lebensmittel nicht auf dem neuesten Stand sind. Aber das muss wohl jeder für sich selbst ausmachen. Das ist auch meine persönliche Meinung dazu.

    Als Fazit würde ich zusammenfassen, dass sich der Kauf von diesem Kochbuch auf jeden Fall lohnt, da man tolle Anregungen findet, wie man z.B. aus den Gemüseresten noch eine wunderbare und wirklich sehr leckere Gemüsesuppe zaubern kann. Da es sehr viele Rezepte sind, wird für jeden etwas leckeres dabei sein! Für Nichtvegetarier ist es denke ich noch viel lohnenswerter, da diese einen guten Einblick in die vegetarsiche Küche erhalten, aber auch trotzdem ganz viele tolle Fleischgerichte darin finden. Da ich selbst sowieso jeden Tag richtig koche, mit frischen Zutaten und Kräutern, ist vieles für mich nicht neu. Leute, denen sowas bisher unbekannt ist, empfehle ich das Buch von Herzen. Es wird euch auf jeden Fall kochtechnisch weiterbringen!!!

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    Klusivor 6 Jahren
    Rezension zu "Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch" von Dagmar von Cramm

    Der Name des neuen Kochbuchs von Dagmar v. Cramm bezieht sich nicht etwa darauf, dass man hier ausschließlich Rezepte mit Gemüse bzw. Grünzeug findet, sondern es geht hier eher um Nachhaltigkeit, umweltgerechtes Einkaufen, die Verwendung von biologisch angebauten, möglichst regional hergestellten Lebensmitteln und die Wahl einer energiesparenden Zubereitungsart.
    Schon der richtige Einkauf ist wichtig für die "grüne Küche". Gleich zu Beginn enthält das Buch eine umfangreiche Übersicht, wie man zur rechten Zeit gute Ware bekommt, über den Vorteil, sich bei der Wahl der Zutaten nach der Saison zu richten und die Möglichkeiten, günstig an gute, biologisch angebaute Lebensmittel zu kommen. Es wird ausgiebig verglichen, welche Transportwege zu bevorzugen sind, welche Ware besonders klimaneutral in der Herstellung ist und welche Verpackungsart man begünstigen sollte. Die Autorin kann hier mit vielen Tipps aufwarten.
    Anschließend werden viele Lebensmittel ausführlich betrachtet. Was ist besonders gesund, welche Speisen sollte man lieber meiden, was kann ich selbst konservieren oder herstellen?
    Auch die richtigen Küchengeräte sind wichtig, wenn es darum geht, möglichst umwelt- und vitaminschonend zu garen oder zuzubereiten. Schon vorab hilft die richtige Planung, unnötige Reste zu vermeiden. Diese umfangreiche Einführung in die Welt der umweltgerechten Küche ist interessant und sehr informativ, und beim aufmerksamen Lesen wird man sicher so einige Ratschläge für sich selbst herausfinden und anwenden können.

    Dann geht es zu den Rezepten. Der Rezeptteil ist in vier große Abschnitte eingeteilt, und man findet hier für Frühling, Sommer, Herbst und Winter immer die passenden Gerichte. Ich habe in den vergangenen Wochen bisher ausschließlich Rezepte aus den Kapiteln Herbst und Winter nachgekocht.
    Ausprobiert habe ich zum Beispiel das Linsen-Spinat-Ragout zu Nudeln. Hier hat alles bestens geklappt, das Gericht war sehr wohlschmeckend, und die ganze Familie war zufrieden.
    Weiterhin habe ich Kürbisgnocci gemacht, dazu eine Champignonsoße, und auch hier waren alle begeistert von dem leckeren Gericht. Die Gnocci haben sich ganz unkompliziert zubereiten lassen, und durch die Zugabe von Kürbisfleisch schmecken sie nicht nur toll, sondern sie erhalten auch eine appetitlich gelb-orange Farbe.
    Ein weiteres Rezept, die Rahmkartoffeln, waren auch gut, allerdings musste ich die angegebene Garzeit etwas verlängern. Ich habe die Kartoffeln in der sahnigen Soße mit Spiegelei und gebackenen Bohnen serviert. Dies ist auf jeden Fall ein Gericht für Kartoffelfans.
    Der Ofenkürbis hat mich auf dem Foto so angelacht, dass ich ihn unbedingt probieren wollte. Hierfür wird ein kleiner Kürbis ausgehöhlt und mit Ofenkäse gefüllt. Laut Rezept wird der vorbereitete Kürbis erst 15 Minuten vorgegart und dann noch weitere 15 Minuten mit dem Käse gebacken. Von dem Ergebnis waren wir alle enttäuscht, obwohl es sehr gut ausgesehen hat, als es aus dem Ofen kam. Leider ist der Kürbis nicht richtig weich geworden, obwohl ich mich korrekt an die Beschreibung der Zubereitung gehalten habe. Sogar nach einer Zugabe von weiteren 10 Minuten Garzeit war das Kürbisfleisch noch hart. Von der Kombination Käse und Kürbis waren wir in diesem Fall auch nicht so begeistert. Aber das ist halt letztendlich Geschmacksache.

    Mein Fazit:
    Insgesamt kann ich das grüne Kochbuch empfehlen, schon weil es einen Fundus an Wissen und Fakten zum Thema Ernährung und Zubereitung liefert. Die im Buch enthaltenen Fotos sind alle brillant und machen Lust darauf, die Rezepte nachzukochen.
    Bei den Rezepten zu einigen Gerichten wäre meiner Meinung noch Nachbesserungsbedarf, denn nicht nur ich hatte manchmal Probleme mit den angegebenen Garzeiten.
    Ich habe das Kochbuch als E-Book, und hier gibt es ein spezifisches Problem. Die Rezepte sind oft merkwürdig zerstückelt, so dass man auf einer Seite das Bild und noch die Überschrift sehen kann, das Rezept selbst erst beim Weiterblättern findet und dazwischen immer viel leere Flächen hat, was das ganze etwas unübersichtlich macht. Auch habe ich ein alphabetisches Register vermisst. Ich denke, hier ist auf jeden Fall das gebundene Buch die bessere Wahl, obwohl auch da noch die eine oder andere Korrekturmaßnahme wünschenswert wäre. Die sechs Euro zusätzlich lohnen sich aber auf jeden Fall, denn es ist viel praktischer und schöner, wenn man alles auf einer Seite findet oder schnell ein wenig blättern kann. Letzteres ist beim E-Book auch nicht so günstig gelöst, denn die Seiten laden recht schwerfällig.
    Ich werde das Kochbuch auf jeden Fall weiter nutzen und demnächst die Frühlings- und Sommerküche in Angriff nehmen. Es gibt noch vieles zu entdecken und zu kosten, und ich freue mich schon darauf.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    Wir alle setzen uns täglich mit dem Thema Ernährung auseinander. Der eine tut es bewusster, der andere weniger bewusst. Wir kaufen Lebensmittel ein, die uns schmecken, oder die wir für gut halten. In "Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch" von Dagmar von Cramm geht es vor allem darum, dass man sich beim Kochen von den Jahreszeiten inspirieren lässt und saisonal verfügbare Lebensmittel kauft. Wie der Titel schon verrät, gibt es im Buch nicht ausschließlich vergetarische Rezepte - doch auch Vegetarier kommen bei den Rezepten voll auf ihre Kosten! Die Autorin Dagmar von Cramm wird diese Leserunde auch begleiten und beantwortet sehr gern eure Fragen. Wir haben uns hierfür den 13. November als Fragetag ausgesucht, an dem sie ganz viel Zeit mitbringt und  ihr ganz viele Fragen stellen könnt, aber sie schaut auch so natürlich immer mal hier vorbei.

    Mehr zum Buch:
    Das grüne Kochbuch ist das neue Standardwerk für alle, die gern mit frischen, saisonalen Produkten aus der Region kochen. Im Serviceteil erklärt Ernährungsspezialistin Dagmar von Cramm, was beim Einkauf wichtig ist und wie man dabei seine persönliche Öko-Bilanz verbessern kann. Sie stellt unbekanntere Zutaten wie Topinambur, Pastinaken oder Schwarzwurzeln vor und zeigt, wie sie schonend und energiesparend zubereitet werden. Danach geht es um Genuss pur! Über 250 leckere Rezepte verführen zum Sofort-Loskochen: einfache und schnelle, aber auch mal besondere, um Familie und Gäste zu verwöhnen. Wichtig ist auch, dass möglichst nichts im Abfall landet: So wird aus Radieschenblättern ein feines Süppchen und aus einem gekochten Huhn nicht nur eine leckere Hühnersuppe, sondern am nächsten Tag ein Grünes Frikassee. Viele zusätzliche Tipps zeigen, wie jeder im Alltag seinen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Natur leisten kann. Denn oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied ausmachen.

    Wir möchten euch herzlich einladen zu dieser besonderen Lese- und Kochrunde. Unter allen Bewerbern vergeben wir zusammen mit dem Gräfe und Unzer Verlag 60 Testexemplare des Buches. Davon sind 30 Exemplare gedruckt und weitere 30 als E-Book verfügbar. Bitte gebt an, für welche Ausgabe ihr euch interessiert, und mit welchem E-Reader (Kindle nicht möglich) oder Tablet (Apple oder Android etc.)  ihr lesen würdet.

    Diese Runde wird ein bisschen anders ablaufen als gewöhnliche Leserunden. Natürlich könnt ihr euch ganz normal in den Unterthemen austauschen, doch wir wollen auch jede Woche ein Rezept aus dem Buch kochen und darüber berichten. Bei den Rezepten habt ihr dann freie Wahl aus dem Herbst und Winter, was euch aber nicht davon abhalten soll, auch Rezepte aus Frühling und Sommer nachzukochen, wenn die Zutaten dafür verfügbar sind. Zudem werden 30 der gedruckten Bücher & E-Books an Blogger vergeben, die dann auf ihren Blogs über ihre Kocherlebnisse berichten sollen, aber natürlich auch hier immer gern gesehen sind. Bitte verlinkt eure Blogposts dann auch hier, damit alle daran teilhaben können. Insgesamt sollen in 4 Wochen 4 Rezepte gekocht und darüber - am besten auch mit Fotos - berichtet werden. Dabei sollte möglichst ein Rezept pro Woche ausprobiert werden. Ich werde natürlich auch ganz fleißig mitmachen.

    Seid ihr neugierig auf dieses wirklich tolle Kochbuch geworden und möchtet miterleben und -schlemmen? Dann könnt ihr euch bis einschließlich 28. Oktober 2012 als Test-Kochbuch-Leser bewerben. Solltet ihr kein Gewinnglück haben, könnt ihr natürlich trotzdem mitmachen - z.B. mit eurem eigenen Buch oder ihr probiert die Rezepte aus, die wir hier auch online zur Verfügung stellen werden. Wenn ihr einen Blog habt, gebt bitte den Link bei eurer Bewerbung mit an.

    Für eure Bewerbung beantwortet bitte diese Fragen:

    Verratet uns, was ihr euch spontan unter "grünem Kochen" vorstellen würdet! Worauf achtet ihr besonders beim Einkauf von Lebensmitteln; gibt es vielleicht sogar Lebensmittel, die ihr niemals kaufen würdet? Macht ihr euch generell viele Gedanken darüber, was ihr esst oder eher nicht und würdet ihr das manchmal gern ändern?

    Hier 4 Rezepte aus dem Buch, für all jene, die es noch nicht haben zum Ausprobieren:

    1. Mangoldwickel
    2. Entenklein
    3. Chicoree-Auflau
    4. Reisauflauf

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