Lesen! Man bekommt mehr als erwartet: Über Freundschaft, Einsamkeit und Sehnsucht.
Dagmara Dominczyk

Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Dagmara Dominczyk
Wir träumten jeden Sommer
Neue Rezensionen zu Dagmara Dominczyk
Dies ist die Geschichte von Anna, Justyna und Kamila. Drei sehr unterschiedliche Mädchen, die wichtige Stationen ihres Erwachsenwerdens zusammen verleben.
Anna ist mit 7 Jahren mit ihren Eltern in die USA gezogen. Das Heimweh treibt sie aber oft im Sommer zurück nach Polen. Zurück zu ihren Freundinnen, zur Großmutter, dem Essen, den Menschen, den Orten.
Justyna und Kamila würde es eher wegtreiben, nur bietet sich nicht für jeden Polen eine solche Gelegenheit. Und z Hause ist es irgendwie doch ganz schön.
Die drei sind oft neidisch aufeinander, nicht immer ehrlich zueinander und haben eigentlich auch fast nichts gemeinsam. Trotzdem schmiedet sie ein unsichtbares Band zusammen.
Wenn etwas passiert ist und sie sich treffen „machen sie einfach auf die einzige Art weiter, die sie kennen: indem sie ihren Schmerz gleichzeitig überspielten und miteinander teilten, in schonungslos offenen Ausbrüchen, aber immer mit einem schiefen Lächeln und einem Augenzwinkern.“
Und es passiert viel: erste Liebe, erster Sex, kein Sex, Abtreibung, Baby, Ehemänner und kein Mann, schwule Männer, tote Männer, sterbende Mütter, große Liebe, Karriere und Arbeitslosigkeit.
In den beiden Schauplätzen (Polen und USA) werden auch die Unterschiede der beiden Gesellschaften deutlich. Und es wird auch deutlich dass die Unterschiede in vielen Dingen gar nicht so groß sind.
Egal, ob man eine Hollywoodkarriere zum Greifen nahe hat, oder arbeitslos durchs Leben taumelt. Mit Freundinnen, Zigaretten und Wodka lässt sich jedes Problem lösen…
Die Vita der Autorin hat einiges mit Anna gemein, was sicher kein Zufall ist. Nichts wird in diesem Buch beschönigt, das Leben pur wird beschrieben. Das ist nicht immer lustig, aber die drei versuchen immer das Beste daraus zu machen.
Das Leben ist halt nichts für Feiglinge. Weder in Polen, noch als Immigrant in den USA.
Das Buch war nicht ganz mein Fall, aber ich denke, ich bin auch altersmäßig nicht ganz in der Zielgruppe. Die direkte, kompromisslose Sprache und Handlung finde ich nicht schlecht. Die Einblicke in unser Nachbarland Polen sehr interessant und aufschlussreich.
Dagmara Domincyk nimmt uns mit nach Polen und nach Amerika. Das passt nicht zusammen? Doch, denn eine der Hauptpersonen ist Anna, die Tochter von Auswanderern, die aber in ihrer Kindheit/Jugend viele Sommer in der polnischen Heimat verbracht hat und so empfindet sie auch, Polen ist ihre Heimat. Ihre beiden Freundinnen Justyna und Kamila, zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, lernen wir in dem Buch auch sehr gut kennen. So unterschiedlich die Leben der drei verlaufen, Polen verbindet sie.
Die Autorin schafft es in Zeitsprüngen, Perspektivwechseln - bedingt durch die drei Hauptpersonen - und Sprüngen zwischen den Welten sehr gut die Lebensläufe und Entwicklungen jeder Einzelnen abzubilden. Die Stimmung im Buch ist oft etwas melancholisch, oft auch nüchtern, schnörkellos.
Polen und das Leben der Jugendlichen wird ungeschönt dargestellt, doch wird trotzdem der Reiz deutlich, denn irgendwas zieht Anna immer wieder zurück.
Was bleibt am Ende? Freundschaft. Freundschaft, die längst verloren geglaubt war, doch lebten die Wurzeln weiter und so treffen die Freundinnen am Ende des Buches, mittlerweile als erwachsene Frauen wieder aufeinander und haben sich sicher eine Menge zu erzählen.
Gespräche aus der Community
Mehr zum Inhalt:
Roggenbrot, brennendes Heu, frische Wäsche und Würstchen – so riecht Heimat für die New Yorkerin Anna Baran. Polen, das Land ihrer Kindheit. Damals hat sie mit der frühreifen, forschen Justyna und der nachdenklichen, sanften Kamila herrliche Nachmittage am See verbracht, Klamotten und Jungsgeschichten, Träume und Sehnsüchte bei einer Tüte Pommes geteilt, während aus dem Kassettenspieler Forever Young dröhnte. Die Welt war eine einzige große Verheißung. Doch jetzt, mit Anfang dreißig, sind ihre Träume geplatzt, Annas Leben und Liebe aus dem Ruder gelaufen, Kamilas Ehe mit ihrem Seelenfreund zerbrochen – und als dann Justynas Mann ermordet wird, ist den Freundinnen klar: Wir kommen da durch, durchs Leben – aber nur, wenn wir zusammenhalten.
--> Leseprobe
Werdet einer von 25 Testlesern von "Wir träumten jeden Sommer" und lasst euch vom Leben der Protagonistinnen gefangen nehmen! Unter allen, die uns bis zum 5. März 2014 die folgende Frage beantworten, vergeben wir die Bücher*!
Was muss für euch ein perfekter Sommertag haben?
* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten und dem Schreiben einer abschließenden Rezension.
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
in 85 Bibliotheken
auf 12 Merkzettel
von 2 Leser*innen aktuell gelesen





