Dalia Grinkevičiutė Aber der Himmel - grandios

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Inhaltsangabe zu „Aber der Himmel - grandios“ von Dalia Grinkevičiutė

Nach dem Einmarsch der Sowjets in Litauen 1941 wird die 14-jährige Dalia Grinkeviciute zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Sibirien deportiert. Ihre Jugendjahre verbringt sie in der Verbannung im Altai-Gebiet und in der Arktis. Mit Anfang 20 gelingt Dalia die Flucht. Zurück in Litauen schreibt sie ihre Erinnerungen an die Verbannung in großer Eile auf lose Blätter und vergräbt diese aus Angst vor der Entdeckung durch den KGB in einem Einweckglas im Garten. Kurz darauf wird Dalia vom KGB verhaftet und erneut deportiert. Erst nach ihrem Tod werden ihre Aufzeichnungen wie durch ein Wunder 1991 gefunden. Heute sind sie Schullektüre in Litauen und zählen zu den wichtigsten Dokumenten der Geschichte des Landes.

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  • In der sibirischen Verbannung

    Aber der Himmel - grandios

    Curin

    28. February 2017 um 12:33

    1941: Mit gerade einmal 14 Jahren wird Dalia Grinkevičiūtė mit ihrer Familie aus Litauen nach Sibirien deportiert. Nach einer langen und erschöpfenden Reise, die schon erste Opfer fordert, kommen sie auf der Insel Trofimowsk an und müssen dort ein Lager für sich errichten. Doch ihre Baracken schützen nicht vor der Kälte des sibirischen Winters und trotz mangelnder Nahrung verrichten sie jeden Tag Schwerstarbeit. Dalia Grinkevičiūtė hat die Verbannung überlebt und heimlich ihre Erinnerungen auf losen Blättern festgehalten und in einem Glas im Garten vergraben. Ihre Aufzeichnungen zeugen von dem Grauen, welche die Litauer und die anderen Verbannten tagtäglich erleben mussten und von ihrem starken Überlebenswillen. Mich haben die Erinnerungen von Dalia sehr erschüttert. Ihr ist es gelungen, die Schrecken des Lagers schriftlich festzuhalten und uns Lesern vor Augen zu führen. Sehr genau beschreibt sie, wie es sich anfühlt, wenn man mit Sommerkleidung und um die Beine gebundende Stofffetzen mitten im sibirischen Winter schwere Baumstämme befördern muss und nachts vor lauter Hunger von einem kleinen Stück Brot träumt.  Teilweise habe ich beim lesen das Buch an die Seite gelegt und musste erst mal tief durchatmen, weil mich ihre Erlebnisse sehr mitgenommen haben. Es ist mir immer noch unverständlich, wie man mit Menschen so grausam umgehen kann. Was mich jedoch beeindruckt hat, ist Dalias unglaublicher Lebenswille, mit dem sie den Lagerumständen und ihren Unterdrückern trotzt. Sie ist zwar noch ein junges Mädchen, aber lässt sich nicht brechen und tut alles notwendige, damit ihre Baracke und ihre Mutter überleben können. Ihr Schreibstil ist sehr bildhaft , so dass man wirklich eine Vorstellung von dem Gulag und den Zuständen dort entwickelt. Manchmal springt sie jedoch ziemlich schnell von einer Situation in die andere, so dass man ihr nicht immer ganz folgen kann. Insgesamt hat Dalia hier ein beeindruckendes Zeugnis über ihre sibirische Verbannung abgelegt. So hat sie dem Regime sogar nach ihrer Zeit im Gulag noch getrotzt, indem sie ihre Erlebnisse schriftlich festgehalten hat. Insgesamt kann ich das Buch jedem weiterempfehlen.

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  • Ein grandioses Buch

    Aber der Himmel - grandios

    skywatcher

    10. January 2017 um 11:43

    Es wurden schon etliche Bücher zum 2. Weltkrieg geschrieben, Tagebucheinträge, das Leben aus der Sicht eines Kindes, Überleben im Gulag, doch diese Geschichte der mir bisher unbekannten litauischen Dalia Grinkeviciute ließ nicht mehr los. In Briefen erzählt sie von der Deportation auf eine Insel in der Arktik, an einen Ort, an dem nichts ist und die Baracken selbst gebaut werden müssen - bei eisiger Kälte, ohne passende Kleidung, ohne viel Essen. Auf eine poetische, unschuldige Art beschreibt sie, wie sie mit ihrer Mutter und dem Bruder in einer dieser Baracken lebt, in denen der Tod näher ist als das Leben. Mit persönlichen Bildern, die im Buch abgedruckt sind, bekommt das Gelesene auch ein "Gesicht", Dalia Grinkeviciute zeigt private Bilder von ihrer Familie und beim Anblick der Baracke auf einem dieser Bilder kann man es kaum glauben, dass Menschen so leben mussten. Und wie so oft fragt man sich - wie die Autorin selbst - nach der Lektüre dieses Buches: "Haben diese Menschen wirklich dafür gelebt, gelernt und gearbeitet, um ihr Leben an einem Ufer zu beschließen?”

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