Dame Stephanie Shirley gewÀhrt den Leser einen ungefilterten Einblick in ihr Leben.
Geboren,1933, als Vera Buchthal wird sie mit fĂŒnf Jahren wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs zusammen mit ihrer Schwester mit dem Kindertransport nach England in eine Pflegefamilie gebracht. Ihr deutsch-jĂŒdischer Vater und ihre Mutter, die aus Wien stammte, konnten ebenfalls kurze Zeit spĂ€ter vor dem Nazi-Regime fliehen.
Da die Ehe der Eltern zerbrach blieb sie jedoch bei ihren Pflegeeltern. Ihr VerhĂ€ltnis zu ihren leiblichen Eltern bleibt gestört, die Mutter streicht sie aus ihrem Testament, der Vater geht eine neue Ehe ein, kehrt spĂ€ter nach Deutschland zurĂŒck. Der Kontakt bricht ab.
Jahre spĂ€ter, um sich von ihrer Herkunft zu distanzieren, nimmt sie zunĂ€chst ihren zweiten Vornamen an. Mit dem Eintreten der VolljĂ€hrigkeit lĂ€sst sie ihren Namen zu Stephanie Brook Ă€ndern. Fortan besitzt sie auĂerdem die britische StaatsbĂŒrgerschaft.
Mit 29 Jahren grĂŒndete sie ihre eigene Softwarefirma "F International Group". Eine Firma, in der ausschlieĂlich Frauen angestellt waren. Shirley unterstĂŒtze vor allem Frauen, die gerade Kinder bekommen hatten, keine Arbeit mehr fanden und somit oftmals vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen wurden. Mit der Arbeitspolitik flexibel und von zu Hause aus arbeiten zu können, konnten diese Frauen arbeiten gehen.
Der Start ihrer Firma verlief dabei alles andere als einfach. "Ich wurde ausgelacht, weil ich eine Frau war und Software verkaufen wollte", schildert Shirley ihre damalige Situation gegenĂŒber âDie Zeitâ.
Wie also sollte Shirley sich in den 1960er Jahren behaupten?
Nach einem GesprĂ€ch mit ihrem Mann Derek Shirley, den sie bei der Royal Mail kennengelernt hatte, riet er ihr dazu, einen MĂ€nnernamen fĂŒr die Kundengewinnung anzunehmen. Der Briefkopf ihrer Freelance-Firma Ă€nderte sich von Stephanie Shirley zu Steve Shirley. Und plötzlich lief ihr Unternehmen.
Kommen wir nun zu meiner Meinung:
Das Buch ist in einem sehr vereinnahmenden Schreibstil verfasst. Obwohl es einige LĂ€nge hat, gerade die detaillierte Beschreibungen des IT, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.
Die Geschichte von Dame Stephanie Shirley ist eine interessante und inspirierende Biografie, die zeigt, dass man alles schaffen kann was man möchte. Man muss nur selber an sich glauben, sein Ziel immer vor Augen halten, auch wenn es manchmal aussichtslos erscheint oder man gar wieder von vorne anfangen muss....
Fazit:
Absolut empfehlenswert!



