Damien Echols

 4.2 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Mein Leben nach der Todeszelle, Life After Death und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Damien Echols

Damien Echols wurde 1974 in Arkansas geboren und verbrachte seine von häufigen Umzügen geprägte Kindheit und Jugend in Mississippi, Tennessee, Maryland, Oregon, Texas, Louisiana und Arkansas. Im Alter von 18 Jahren wurde er beschuldigt, gemeinsam mit seinen Freunden Jason Baldwin und Jessie Misskelley Jr. drei kleine Jungen ermordet zu haben. Damien Echols wurde zum Tode verurteilt und verbrachte 18 Jahre in der Todeszelle, ohne dass seine Schuld je bewiesen worden wäre. Der Fall der »West Memphis Three« fand weltweite Beachtung, es entstanden zwei große Dokumentarfilme zu dem Thema. 2011 wurden die drei nach einer neuerlichen Prüfung der Beweislage aus dem Gefängnis entlassen. Damien Echols lebt heute mit seiner Frau Lorri Davis in Salem, Massachusetts.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Damien Echols

Cover des Buches Mein Leben nach der Todeszelle9783442313402

Mein Leben nach der Todeszelle

 (11)
Erschienen am 13.05.2013
Cover des Buches Mein Leben nach der Todeszelle9783844512205

Mein Leben nach der Todeszelle

 (0)
Erschienen am 20.05.2013
Cover des Buches Life After Death9781782391241

Life After Death

 (2)
Erschienen am 01.03.2014
Cover des Buches Almost Home0595357016

Almost Home

 (1)
Erschienen am 30.06.2005

Neue Rezensionen zu Damien Echols

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Rezension zu "Mein Leben nach der Todeszelle" von Damien Echols

Erschütternde Biopgraphie
Lynn11vor 2 Monaten

Inhalt: flüssig erzählt, etwas wenig Tiefgang und Selbstreflexion / Deutsch: gute Übersetzung  / Resumé: Die Geschichte ist entsetzlich und zeigt die Schwäche des amerikanischen Rechtssystems auf.

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Rezension zu "Mein Leben nach der Todeszelle" von Damien Echols

Von der Macht des Staates und der Ohnmacht des Menschen
Babschavor 5 Jahren


Dies ist die bewegende Lebensgeschichte von Damien Echols, der im Jahr 1994 im Alter von 20 Jahren von einem Geschworenengericht in Arkansas zum Tode verurteilt wurde für den gemeinsam mit zwei Freunden begangenen Mord an drei achtjährigen Jungen. Und der zusammen mit ihnen nach 17 langen Jahren in der Todeszelle in einer weltweit beachteten, medienwirksamen Aktion wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, da neue forensische Analysemöglichkeiten große Zweifel an der tatsächlichen Schuld der seinerzeit Verurteilten aufwarfen.  

Echols erzählt uns in seinem umfangreichen, überwiegend im Gefängnis geschriebenen Werk die ganze so traurige wie haarsträubende story seines Lebens selbst. Er berichtet von seiner Jugend als White Trash in ärmlichsten Verhältnissen von West Memphis, von zersplitterten Familienverhältnissen mit einem despotischen, brutalen Stiefvater und einer ignoranten, gleichgültigen Mutter und von seinem Leben auf der Straße, dass nach den Mordfällen dann von heute auf morgen unterbrochen wurde, da er und seine Freunde ins Fadenkreuz eines durchgeknallten, seine Befugnisse überschreitenden Polizisten gerieten, der es dann tatsächlich schaffte, ihnen die Morde ohne jede Unterlegung durch Beweise anzuhängen und die nur noch als korrupt zu bezeichnende Jurisdiktion von deren Schuld zu überzeugen.

Es ist schwer erträglich, was Echols hier in teils epischer Breite zu den Themen Fehlentscheidung und Machtmissbrauch im amerikanischen Rechtssystem, angefangen von der Polizeigewalt bis hoch zu Richtern und Staatsanwälten zu berichten weiß. Ein System, in dem jeder, der hier zwischen die Mahlsteine gerät, so gut wie keine Chance mehr auf Gerechtigkeit hat, sondern in einer Gefängniswelt mit sadistischen, gestörten Wärtern und Mithäftlingen faktisch keine längerfristige Überlebenschance besitzt, sofern er nicht sowieso als Todeskandidat dann eines Tages kraft Gesetzes ins Jenseits befördert wird. Echols hatte bei allem ihm widerfahrenen Unrecht zuletzt das Glück, dass sich Freunde und Prominente für eine Wiederaufnahme des Verfahrens engagierten, was dann nach endlosen Jahren mit entsprechendem Druck auf die verantwortlichen Politiker und Gerichte in einem letztlich dreckigen deal, faktisch ohne echten Freispruch, zur Freilassung der drei Verurteilten führte.

Das Buch lebt von den absolut authentischen Schilderungen des Autors, der hier keinerlei Blatt vor den Mund nimmt und alle Dinge und Personen offen beim Namen nennt. Aus ständig wechselnden Blickwinkeln und Zeitebenen berichtet er vor allem aus seiner ziemlich freudlosen Jugendzeit und aus dem unsäglichen Alltag in der grauenhaften Welt der Hochsicherheitsgefängnisse, in denen die Häftlinge weniger als nichts zählen. Genau so aber, und das macht das Buch wirklich lesenswert, erzählt er sehr berührend und packend davon, wie ihn die Unterstützung durch viele Menschen außerhalb der Gefängnismauern, allen voran seine heutige Frau Lorri Davis, die er um die Jahrtausendwende im Knast heiratete und die immer bedingungslos zu ihm stand, die nötige Kraft zum Überleben gegeben haben.

Ein überzeugendes, unter die Haut gehendes Buch, das zeigt, wie schnell und wie sehr das Leben eines Einzelnen aus allen Fugen geraten kann, wenn das Schicksal und alle Umstände gegen ihn sind.

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Rezension zu "Mein Leben nach der Todeszelle" von Damien Echols

Life after death
freakyrickyvor 6 Jahren

Echols, ein Aussenseiter Zeit seines Lebens, in der Schule und in der Nachbarschaft stets betitelt als "Freak" sitzt unschuldig im Todestrakt. Alles was er noch besitzt ist seine Vergangenheit, seine Erinnerungen an ein Leben davor UND seine Klugheit die ihm die nötige Kraft gibt dies alles durch zu stehen. Damien ließt tausende von Büchern, er wird zu seinem eigenen Zenmeister und meditiert oft fünf Stunden am Tag. Er lässt dem Leser teilhaben an seinen Gedanken, an seinen Fragen, an seiner Fassungslosigkeit und auch an seiner Wut, die er so zu kontrollieren weiß, dass er sie gar nicht mehr zulässt. Würde er das tun, würde er da drinnen sterben.
Durch die Ausstrahlung der Dokumentationen zu seinem Fall im TV, erhält Echols viel Unterstützung von der Außenwelt, täglich bekommt er zahlreiche Briefe von Menschen die an seine Unschuld glauben und für ihn kämpfen, die ihm helfen nicht aufzugeben, ein Absender ganz besonders - der von Lori, seiner zukünftigen Frau (die er im Gefängnis heiratete und die er erst am Tag ihrer Hochzeit zum ersten Mal berühren durfte)

Eine Lebensgeschichte die nicht zu fassen ist über ein Justizsystem in Amerika das zum Himmel stinkt. Über Polizisten, Staatsanwälte und Richter die mit Menschenleben Kuhhandel betreiben. Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt, einen sprachlos macht, einen darüber staunen lässt was ein Mensch im Stande ist auszuhalten und letztendlich über die Liebe und was die alles bewirken und aushalten kann.

Damien Echols ist ein Künstler - ich bin schwer beeindruckt!


Auf die unglaubliche Geschichte von Damien Echols bin ich erst kürzlich durch einen Bericht im Neon Magazin aufmerksam geworden.

Echols saß 18 Jahre lang UNSCHULDIG in der Todeszelle.
Er und zwei seiner Freunde wurden beschuldigt 3 kleine Jungen grausam ermordet zu haben.

Der Fall der "West Memphis Three" ging in die amerikanische Justizgeschichte ein und fand weltweite Beachtung - und das eigentlich nur weil während der zahlreichen Gerichtsverhandlungen zwei große Dokumentationen im Auftrag des amerikanischen Senders HBO entstanden und ausgestrahlt wurden.

Ein bisschen irreführend ist auch die deutsche Übersetzung des Buchtitels denn eigentlich geht es hauptsächlich um Damiens Leben in der Todeszelle, das Original heißt "Life after death" und trifft es wohl eher.
 
Ich empfehle trotzdem vorher die DVD - Paradise Lost: The Child Murders at Robin Hood Hills anzusehen, denn im Buch bekommt man nicht genügend Information zum Fall.

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