Dan Ariely

 3,8 Sterne bei 65 Bewertungen

Lebenslauf von Dan Ariely

Dan Ariely, geboren 1968, studierte Psychologie und Betriebswirtschaft. Ab 1998 war er Professor für Verhaltensökonomik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und leitete dort u.a. die Forschungsgruppe eRationality. Seit 2008 lehrt er an der renommierten Duke University. Er ist Gründer und Direktor des Center for Advanced Hindsight.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Dan Ariely

Cover des Buches Denken hilft zwar, nützt aber nichts (ISBN: 9783426300886)

Denken hilft zwar, nützt aber nichts

 (50)
Erschienen am 02.03.2015
Cover des Buches Wer denken will, muss fühlen (ISBN: 9783426300893)

Wer denken will, muss fühlen

 (6)
Erschienen am 02.03.2015
Cover des Buches Teuer ist relativ (ISBN: 9783430202527)

Teuer ist relativ

 (1)
Erschienen am 07.09.2018
Cover des Buches Ist doch logisch! (ISBN: 9783426276655)

Ist doch logisch!

 (0)
Erschienen am 01.10.2015
Cover des Buches Unerklärlich ehrlich (ISBN: 9783426300626)

Unerklärlich ehrlich

 (0)
Erschienen am 03.08.2015
Cover des Buches Denken hilft zwar, nützt aber nichts (ISBN: 9783954713851)

Denken hilft zwar, nützt aber nichts

 (0)
Erschienen am 27.04.2015
Cover des Buches Predictably Irrational (ISBN: 9780061353246)

Predictably Irrational

 (6)
Erschienen am 31.08.2011

Neue Rezensionen zu Dan Ariely

Cover des Buches Denken hilft zwar, nützt aber nichts (ISBN: 9783426780350)
Dr_Ms avatar

Rezension zu "Denken hilft zwar, nützt aber nichts" von Dan Ariely

Ist menschliches Handeln voraussehbar?
Dr_Mvor einem Jahr

Der Originaltitel suggeriert das. Für die deutschen Ausgabe hat man sich einen auf den ersten Blick interessanteren Titel ausgedacht. Leider treffen beide den Inhalt des Buches nicht wirklich. Tatsächlich nämlich hilft Denken meistens, auch wenn es gelegentlich schwer fällt. Und es nützt auch, selbst wenn es manche Zeitgenossen nicht wahrhaben wollen.

Universitätspsychologen schreiben gerne mit stolz geschwellter Brust Bücher über menschliches Verhalten, das bei ausreichender Beobachtung seiner Mitmenschen jedem in irgendeiner Weise auch ohne wissenschaftliche Nachhilfe deutlich werden kann. Worin besteht dann das Neue eigentlich, von dem auch der Autor dieses Buches zu berichten weiß? Nun, man hat endlich "wissenschaftlich" nachgewiesen, was seit Jahrhunderten aus der Alltagserfahrung sowieso schon bekannt war. Das Lustige an diesen Nachweisen sehen Mathematiker sehr schnell, denn die auch vom Autor verwendeten statistischen Nachweisen sind nicht wirklich haltbar, obwohl sie im Ergebnis stimmen, weil das zugrunde liegende Verhalten schon lange empirisch bekannt ist.

Für einen wirklichen wissenschaftlichen Nachweis hätte der Autor bei seinen Untersuchungen viel mehr Probanden heranziehen müssen. Und er hätte einen gewissen Bevölkerungsdurchschnitt abbilden müssen. Stattdessen musste er allein schon aus Kostengründen Studenten nehmen, was nicht nur die Anzahl der Probanden limitierte, sondern vor allem ihr Alter in ein enges Fenster presste und ihren durchschnittlichen IQ anhob. Kein Durchschnitt also.

Und schließlich ist nicht jedes untersuchte Verhalten irrational. Insbesondere die beiden letzten Kapitel beschreiben ein durchaus rationales Verhalten. Wenn Menschen betrügen können ohne dass sie dabei ein nicht überschaubares Risiko eingehen müssen, dann tun das viele einfach auch. Wen wundert das?

Warum Menschen so etwas machen, wird im Buch nicht geklärt, obwohl das oft recht einfach aus unserer genetischen Programmierung folgt. Sich Vorteile zu verschaffen, ist einfach eine erfolgreiche Überlebensstrategie.

Andere Verhaltensweisen hängen schlicht mit der Arbeitsweise unseres Gehirns zusammen. Leben heißt vor allem Energie sparen, weshalb unser Gehirn nicht jedes Mal Dinge neu durchdenkt, die ihm in irgendeiner Weise bekannt vorkommen. Aus ähnlichen Gründen reduziert das Gehirn oft den Denkprozess oder senkt die Aufmerksamkeit, wenn es meint, dass Bekanntes passiert. Und unser Gehirn wird gerne belohnt. Wenn man das alles weiß, ergeben sich viele Verhaltensweisen, die in diesem Buch beschrieben werden, als einfache Konsequenz.

Achtsamkeit und Denkvermögen wollen trainiert sein. Macht man das nicht, weil das energiesparende Trägheitsprinzip die Oberhand gewonnen hat, dann passieren all die Dinge und Prozesse die Ariely in seinem Buch beschreibt. Rationales Verhalten ist nicht nur anstrengend, es macht gelegentlich auch einsam, denn die meisten Zeitgenossen verhalten sich eben so wie es in diesem Buch an zahlreichen Beispielen aufgezeigt wird.

Wen das alles interessiert, weil es neu für ihn ist, wird in diesem Buch viel Staunenswertes und Bekanntes finden. Für gute Beobachter dagegen hält dieses Buch nicht viel Neues bereit, wenngleich manches durchaus in eine gewisse Struktur gebracht wird, was vorher vielleicht unstrukturiert an verschiedenen Plätzen im eigenen Gehirn abgespeichert war.

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Cover des Buches Predictably Irrational (ISBN: 9780062018205)
F

Rezension zu "Predictably Irrational" von Dan Ariely

Spannend!
FinJavor 2 Jahren

Die beschriebenen Experimente zur Psychologie/Funktionsweise unseres Gehirns sind oft erstaunlich und sehr spannend. Größtenteils ist das Geschriebene gut aufbereitet und nicht zu kompliziert, manche Passagen erfordern mehrmaliges Lesen - schon allein deshalb, damit wir  uns die Fakten und Zahlen zumindest annähernd merken.

Ich habe das Buch nicht in einem durchgelesen, sondern hab mich immer mal wieder einem Kapitel gewidmet - nicht in der vorkommenden Reihenfolge. Das funktioniert mit diesem Werk einwandfrei. 

Die meisten Experimente sind nun ja doch schon wieder einige Jahrzehnte alt, daher muss frau den teils sehr sexistischen Begebenheiten ("Frauen wurden in die Studie nicht integriert, weil sie keine Pornos schauen" ...) oder auch der Unverantwortlichkeit in Kapitel 6 nicht nocheinmal dezidiert auf die Verwendung von Kondomen hinzuweisen, nachsichtig gegenüberstehen.

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Cover des Buches Teuer ist relativ (ISBN: 9783430202527)
L

Rezension zu "Teuer ist relativ" von Dan Ariely

Munterer Blick auf die unbewussten finanziellen Strategien
Lesefreund6203vor 4 Jahren

Munterer Blick auf die unbewussten finanziellen Strategien

Wenn zwei wortgewandte Autoren, ein Professor für Psychologie mit dem Schwerpunkt der „Unvernunft des menschlichen Handelns“ und ein Comedian (mit Auszeichnung für seine „intellektuelle Komik“) sich zusammentun, um die „Unvernunft des Menschen in finanziellen Dingen“ näher zu beleuchten, dann ist auf jeden Fall eine sprachlich unterhaltsame Lektüre zu erwarten.

In dieser Hinsicht, vorweggesagt, enttäuscht das Werk auch in keiner Weise. Humorvoll, griffig, mit vielen Beispielen versehen, gehen die Autoren jenen unbewussten Strategien nach, die einerseits den einzelnen nicht selten teuer kommen und andererseits „der anderen Seite“ (jenen, die Verkaufen wollen) zu Pass kommt und mit vielfacher überlegter Methodik anreizend auf den Weg gebracht werden.

Wie Anreize, vermeintliche Ersparnisse, das locker sitzende Geld, wenn es unverhofft kommt oder aus Glück als Einnahme gebucht werden kann, die intensiv ausgeklügelten Formen der „annehmlichen Zahlung“ (um den Schmerz des Verlustes beim Kunden möglichst gering zu halten), Nachgeben aktueller Versuchungen und vieles mehr an einzelnen Bausteinen das Verkaufen ziemlich perfektioniert haben (und der Kunde immer wieder darauf hereinfällt), das liest sich informativ und überzeugend einsichtig im Buch.

Und natürlich bieten die Autoren auch Strategien für den Leser, sein Geld zusammenzuhalten, seine Entscheidungen aus dem Bereich der „unbewussten Unvernunft“ in das Bewusstsein zu heben (überaus griffig wirkt hier das Beispiel des Odysseus während der Vorbeifahrt and en Sirenen).

Und tatsächlich scheint es zu stimmen, dass man sich fast „Festbinden“ muss oder die Ohren mit „Wachs verschließen“ sollte, um nicht beständig deutlich mehr auszugeben, als es eigentlich sinnvoll wäre und als man möchte.

Dieser Teil im Werk ist allerdings, vielleicht dem komplexen Vorgang des Umgangs mit Geld geschuldet, eher allgemein formuliert und bedarf einer gewissen Konzentration und Überlegung, für sich selber gängige Schritte einer überlegteren Haltung einzunehmen. In diesem Teil findet sich auch nicht viel Neues an Hinweisen, „vernünftig“ mit seinem Geld Umgang zu pflegen (wohl aber vielfache griffige Beispiele, die allgemein bekannte Strategien gut illustrieren.

Am Ende steht eine leicht zu lesende und leicht zu verstehende Lektüre über die vielfachen unbewussten Strömungen, an denen professionelle Verkäufer relativ leicht andocken können, um sich einen Einkauf, das Geld der anderen, zu sichern. Und zumindest einige Orientierungspunkte und Hinweise, diesen Verkaufsstrategien und dieser ständigen Berieselung mit Werbung entgegentreten zu können.
Was allerdings für den Leser am Ende durchaus mit Arbeit verbunden sein wird. Die sich natürlich, finanziell, lohnt.

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