Dan Ariely

 3,9 Sterne bei 67 Bewertungen

Lebenslauf

Dan Ariely, geboren 1968, studierte Psychologie und Betriebswirtschaft. Ab 1998 war er Professor für Verhaltensökonomik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und leitete dort u.a. die Forschungsgruppe eRationality. Seit 2008 lehrt er an der renommierten Duke University. Er ist Gründer und Direktor des Center for Advanced Hindsight. Über seine Arbeit wurde unter anderem in der New York Times, dem Wall Street Journal, der Washington Post und dem Boston Globe berichtet. Er lebt mit seiner Familie in North Carolina. Die ›Professor D‹-Bücher sind seine ersten Kinderbücher.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Dan Ariely

Neue Rezensionen zu Dan Ariely

Cover des Buches Denken hilft zwar, nützt aber nichts (ISBN: 9783426300886)
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Rezension zu "Denken hilft zwar, nützt aber nichts" von Dan Ariely

Cupakeks
Warum wir öfter falsch denken – und was es uns darüber verrät

„Denken hilft zwar, nützt aber nichts“ von Dan Ariely ist ein faszinierendes und zugleich unterhaltsames Buch, das sich mit den irrationalen Verhaltensweisen des Menschen beschäftigt. Ariely zeigt, wie wir in unserem täglichen Leben oft Entscheidungen treffen, die gegen unsere eigenen Interessen sprechen, und wie unser Denken dabei häufig keine Hilfe ist. Durch anschauliche Experimente und leicht verständliche Erklärungen macht der Autor komplexe psychologische Konzepte zugänglich und regt zum Nachdenken über die Art und Weise an, wie wir unser Leben gestalten. Das Buch bietet spannende Einblicke in die menschliche Psychologie und fordert dazu auf, unser Verhalten kritisch zu hinterfragen. Trotz der humorvollen Erzählweise bleibt es eine wertvolle Lektüre für alle, die sich für die Eigenheiten menschlichen Denkens und Handelns interessieren. Klare empfehlung

Cover des Buches Denken hilft zwar, nützt aber nichts (ISBN: 9783426780350)
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Rezension zu "Denken hilft zwar, nützt aber nichts" von Dan Ariely

Dr_M
Ist menschliches Handeln voraussehbar?

Der Originaltitel suggeriert das. Für die deutschen Ausgabe hat man sich einen auf den ersten Blick interessanteren Titel ausgedacht. Leider treffen beide den Inhalt des Buches nicht wirklich. Tatsächlich nämlich hilft Denken meistens, auch wenn es gelegentlich schwer fällt. Und es nützt auch, selbst wenn es manche Zeitgenossen nicht wahrhaben wollen.

Universitätspsychologen schreiben gerne mit stolz geschwellter Brust Bücher über menschliches Verhalten, das bei ausreichender Beobachtung seiner Mitmenschen jedem in irgendeiner Weise auch ohne wissenschaftliche Nachhilfe deutlich werden kann. Worin besteht dann das Neue eigentlich, von dem auch der Autor dieses Buches zu berichten weiß? Nun, man hat endlich "wissenschaftlich" nachgewiesen, was seit Jahrhunderten aus der Alltagserfahrung sowieso schon bekannt war. Das Lustige an diesen Nachweisen sehen Mathematiker sehr schnell, denn die auch vom Autor verwendeten statistischen Nachweisen sind nicht wirklich haltbar, obwohl sie im Ergebnis stimmen, weil das zugrunde liegende Verhalten schon lange empirisch bekannt ist.

Für einen wirklichen wissenschaftlichen Nachweis hätte der Autor bei seinen Untersuchungen viel mehr Probanden heranziehen müssen. Und er hätte einen gewissen Bevölkerungsdurchschnitt abbilden müssen. Stattdessen musste er allein schon aus Kostengründen Studenten nehmen, was nicht nur die Anzahl der Probanden limitierte, sondern vor allem ihr Alter in ein enges Fenster presste und ihren durchschnittlichen IQ anhob. Kein Durchschnitt also.

Und schließlich ist nicht jedes untersuchte Verhalten irrational. Insbesondere die beiden letzten Kapitel beschreiben ein durchaus rationales Verhalten. Wenn Menschen betrügen können ohne dass sie dabei ein nicht überschaubares Risiko eingehen müssen, dann tun das viele einfach auch. Wen wundert das?

Warum Menschen so etwas machen, wird im Buch nicht geklärt, obwohl das oft recht einfach aus unserer genetischen Programmierung folgt. Sich Vorteile zu verschaffen, ist einfach eine erfolgreiche Überlebensstrategie.

Andere Verhaltensweisen hängen schlicht mit der Arbeitsweise unseres Gehirns zusammen. Leben heißt vor allem Energie sparen, weshalb unser Gehirn nicht jedes Mal Dinge neu durchdenkt, die ihm in irgendeiner Weise bekannt vorkommen. Aus ähnlichen Gründen reduziert das Gehirn oft den Denkprozess oder senkt die Aufmerksamkeit, wenn es meint, dass Bekanntes passiert. Und unser Gehirn wird gerne belohnt. Wenn man das alles weiß, ergeben sich viele Verhaltensweisen, die in diesem Buch beschrieben werden, als einfache Konsequenz.

Achtsamkeit und Denkvermögen wollen trainiert sein. Macht man das nicht, weil das energiesparende Trägheitsprinzip die Oberhand gewonnen hat, dann passieren all die Dinge und Prozesse die Ariely in seinem Buch beschreibt. Rationales Verhalten ist nicht nur anstrengend, es macht gelegentlich auch einsam, denn die meisten Zeitgenossen verhalten sich eben so wie es in diesem Buch an zahlreichen Beispielen aufgezeigt wird.

Wen das alles interessiert, weil es neu für ihn ist, wird in diesem Buch viel Staunenswertes und Bekanntes finden. Für gute Beobachter dagegen hält dieses Buch nicht viel Neues bereit, wenngleich manches durchaus in eine gewisse Struktur gebracht wird, was vorher vielleicht unstrukturiert an verschiedenen Plätzen im eigenen Gehirn abgespeichert war.

Cover des Buches Predictably Irrational (ISBN: 9780062018205)
FinJas avatar

Rezension zu "Predictably Irrational" von Dan Ariely

FinJa
Spannend!

Die beschriebenen Experimente zur Psychologie/Funktionsweise unseres Gehirns sind oft erstaunlich und sehr spannend. Größtenteils ist das Geschriebene gut aufbereitet und nicht zu kompliziert, manche Passagen erfordern mehrmaliges Lesen - schon allein deshalb, damit wir  uns die Fakten und Zahlen zumindest annähernd merken.

Ich habe das Buch nicht in einem durchgelesen, sondern hab mich immer mal wieder einem Kapitel gewidmet - nicht in der vorkommenden Reihenfolge. Das funktioniert mit diesem Werk einwandfrei. 

Die meisten Experimente sind nun ja doch schon wieder einige Jahrzehnte alt, daher muss frau den teils sehr sexistischen Begebenheiten ("Frauen wurden in die Studie nicht integriert, weil sie keine Pornos schauen" ...) oder auch der Unverantwortlichkeit in Kapitel 6 nicht nocheinmal dezidiert auf die Verwendung von Kondomen hinzuweisen, nachsichtig gegenüberstehen.

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