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Soeren

vor 4 Jahren

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Nach dem großartigen Vorgängerband "Das verlorene Symbol" war ich sehr gespannt und meine Erwartungen entsprechend groß. Leider aber wurden sie nicht erfüllt. Die "Inferno"-Geschichte bestand zu 50 Prozent aus kunstgeschichtlichen und Reiseführer-Fakten, zu 20 Prozent aus ausschweifenden Details und Wiederholungen und bloß zu 30% Prozent aus tatsächlicher Handlung. Stundenlang irren Robert Langdon und Sienna Brooks durch Parks und Museen und präsentierten eine Kunsthistorie-Lektion nach der nächsten. Ich kam mir vor wie in einer Unterrichtsstunde oder dem Lesen eines Sachbuchs.
Nichts gegen ein paar interessante Infos nebenbei, aber in der Hinsicht war mir der Roman einfach zu viel des Guten. Positiv fand ich zwar die vielen Wendungen in der Geschichte, aber selbst da wirkte manches arg konstruiert. Auch mit der Auflösung des Ganzen war ich nicht ganz einverstanden. Meiner Meinung nach hatte der "Bösewicht" (den ich nicht mal als solchen bezeichnen würde) nicht nur ein durchaus akutes Problem in Angriff genommen, sondern letztendlich auch eine ausgezeichnete Lösung dafür präsentiert (während der Geschichte überlegte ich mehrmals, wie ich die Sache zu lösen versuchen würde und kam auf denselben Schluss). Trotzdem war es aus Langdons und der Sicht der WHO etwas Negatives, das unbedingt behoben werden musste. Dabei sollte doch jeder in der Geschichte froh sein, dass es so "glimpflich" ausging.

Autor: Dan Brown
Buch: Inferno

HarryF

vor 4 Jahren

@Soeren

Ich habe das Buch genau so empfunden, allerdings ist mein abschließendes Urteil wesentlich milder. Ich habe die kunstgeschichtlichen Fakten eigentlich genossen und auch der Reiseführer von Florenz hat mir dann doch gefallen! ;)

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