Dan Gemeinhart

 4.5 Sterne bei 49 Bewertungen
Autor von Die wirkliche Wahrheit, Ein weiter Weg und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Dan Gemeinhart

Dan Gemeinhart ist Grundschullehrer, Bibliothekar und Vater von drei Töchtern. Geboren in Frankfurt am Main lebt er heute mit seiner Familie in Cashmere, Washington. Die wirkliche Wahrheit ist sein erstes Buch.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Dan Gemeinhart

Cover des Buches Die wirkliche Wahrheit9783551560155

Die wirkliche Wahrheit

 (27)
Erschienen am 02.10.2015
Cover des Buches Ein weiter Weg9783551560391

Ein weiter Weg

 (15)
Erschienen am 29.09.2017
Cover des Buches Die wirkliche Wahrheit9783844913408

Die wirkliche Wahrheit

 (5)
Erschienen am 02.10.2015
Cover des Buches The Honest Truth9781910002131

The Honest Truth

 (2)
Erschienen am 05.03.2015

Neue Rezensionen zu Dan Gemeinhart

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Rezension zu "Die wirkliche Wahrheit" von Dan Gemeinhart

Ein ganz wundervoll emotionales Buch über den Tod, Freundschaft und die Treue eines Hundes
FranzysBuchsalonvor 3 Monaten

Buchinfo
Mark ist ein ganz normaler Junge. Eigentlich. Er hat einen Hund namens Beau und eine beste Freundin namens Jessie. Er fotografiert gerne und träumt davon, eines Tages einen Berg zu besteigen. Aber in einer Hinsicht ist er anders. Mark ist krank. Krankenhaus krank. So krank, dass er vielleicht nicht wieder gesund wird. Mark haut ab – Beau immer an seiner Seite. Im Gepäck seine Kamera, sein Notizbuch und einen Plan, wie der den Gipfel von Mount Rainier erreichen kann. Und wenn es das Letzte ist, was er tut. Eine Geschichte über einen Jungen, der einen Berg besteigt, über ein Mädchen, das zurückbleibt und über stillen Mut, Entschlossenheit und den treusten Hund der Welt. (Quelle: Lesejury)

Anfang
Der Berg rief nach mir. Ich musste einfach weglaufen. Ich konnte nicht anders.
Und ich brauchte keinen, der mit mir ging.
Ich zog die Gurte an meinem Rucksack stramm und hielt mit dem Fuß die Haustür auf. "Es geht los, Beau!", rief ich, und meine Stimme zitterte kein bisschen. Sie war stark. Genau wie ich.

Meine Meinung
Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen sich von dieser Erde zu verabschieden? Ich habe lange Jahre in der Pflege gearbeitet und weiß, dass es viele alte Menschen gibt, die nicht böse wären, wenn der Schnitter an ihre Tür klopfen würde. Dass ein 13-jähriger Junge sich damit aber nicht so einfach abfinden will, kann ich absolut nach vollziehen. Oder hat Mark sich und die Hoffnung schon aufgegeben? Warum sollte er sich sonst seinen Hund Beau schnappen und mit ihm abhauen? Einfach raus von zu Hause und hoch auf den Mount Rainier um dort zu sterben. Immerhin hatte er seinem Großvater versprochen, dass er den Berg irgendwann in seinem Leben noch besteigen würde. Da Marks Leben nicht mehr lange anhält muss es jetzt sein. Oder?

Dieses Buch beinhaltet eine Geschichte, die noch lange bei mir nachgewirkt hat. Dabei ging es nicht nur um die dramatische Thematik, dass so ein junges Leben kurz vor seinem Ende zu stehen scheint, sondern auch um die leisen Töne, die zwischen den Zeilen mitschwingen.

Mark macht sich nicht alleine auf den Weg, sondern nimmt seinen Hund Beau mit. Doch warum tut er das? Denkt er dabei an Beau, der sein Herrchen vermissen würde, oder handelt er aus absolut egoistischen Gründen? So hat er immerhin ein Stückchen Heimat bei sich und macht den langen Weg nicht alleine. Doch was passiert mit Beau, wenn Mark stirbt und niemand weiß wo sie sich befinden? Wer kümmert sich dann um den kleinen Hund?

Er hat eine Freundin namens Jessie, die in seinen Plan eingeweiht ist. Sie weiß wo Mark wirklich hin will und auch warum. Doch sie sagt es niemandem. Liegt das nur daran, dass sie es Mark versprochen hat, oder respektiert sie seinen Wunsch so sehr, dass sie ihm seinen freien Willen lässt? Ist sie schon so erwachsen und reif, dass ihr Egoismus ihren Freund in (vielleicht vermeindlicher) Sicherheit zu wissen nicht die Oberhand gewinnt?

Sollte sie ihn zurückholen und damit retten? Oder sollte sie ihn retten, indem sie ihn gehen ließ?
(Seite 104)

Auch wenn es sich um ein Jugendbuch handelt, konnte ich als Erwachsene mit Ü30 wirklich zum Nachdenken angeregt werden. Wie unterschiedlich über das Leben und den Tod doch gedacht werden kann und wie wichtig es ist, dass man Freunde hat, die einen akzeptieren wie man ist und loyal zur Seite stehen.

Ein Fremder ist nur ein Freund, den man noch nicht kennt. Hat mein Großvater immer gesagt. Ein blöder Spruch. Schließlich gibt es jede Menge schlechte Menschen auf der Welt. Aber manchmal, nehme ich an, ist so ziemlich alles auch mal wahr.
(Seite 160)

Ich muss immer ganz sicher weinen, wenn es emotional wird und dabei um Tiere geht. So auch hier. Ich habe Rotz und Wasser geheult - Taschentücher sollten also in Griffnähe liegen. Bei mir musste die Bettdecke herhalten.

Fazit
Ein ganz wundervoll emotionales Buch über den Tod, Freundschaft und die Treue eines Hundes. Wer nahe am Wasser gebaut ist, sollte ab ungefähr der Mitte/dem letzten Drittel Taschentücher in der Nähe haben!
Eine absolute Empfehlung auch an Erwachsene, obwohl es sich eigentlich um ein Jugendbuch handelt.

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Rezension zu "Die wirkliche Wahrheit" von Dan Gemeinhart

Die wirkliche Wahrheit von Dan Gemeinhart
Krimifee86vor 8 Monaten

Mark ist krank. Totkrank. So krank, dass es kaum noch Hoffnung gibt, so krank, dass er mit größter Wahrscheinlichkeit bald sterben wird. Ohne, dass er jemals den Mount Rainier bestiegen hat, so wie er es einst seinem Großvater versprochen hat. Das kann und darf nicht sein und deshalb beschließt Mark zu fliehen und gemeinsam mit seinem treuen Hund Beau den Mount Rainier zu besteigen, um auf dessen Gipfel zu sterben. Doch auf dem Weg dorthin warten nicht nur allerhand Hindernisse auf den 13-jährigen Jungen, sondern es steht auch die Frage im Raum, ob es nicht doch noch Hoffnung gibt und ob es nicht doch Dinge gibt, für die es sich lohnt zu kämpfen.


„Die wirkliche Wahrheit ist ein wirklich tolles Buch. Es ist zum einen aus der Sicht des 13-jährigen Marks geschrieben zum anderen aus der Sicht derjenigen, die er zurück lässt und die in größter Sorge um ihn sind. Aufgelockert wird die Geschichte dabei noch von einigen Haikus, welche nicht nur Mark und seine beste Freundin Jessie miteinander verbinden, sondern der Geschiche auch eine besondere Note verleihen. 

Ich mochte den Protagonisten Mark, fand ihn aber an manchen Stellen auch etwas zu egoistisch, zu kindisch, zu wütend. Zum Glück habe ich selber noch keine Erfahrungen mit dermaßen schrecklichen Krankheiten gemacht, - vielleicht wird man einfach so, wenn man im Leben schon so viel mitmachen musste. Dennoch hätte ich mir stellenweise etwas mehr Reife von ihm erhofft.

Nichtsdestotrotz macht es als Leser Spaß den Weg von ihm und seinem Hund Beau zu verfolgen. Während am Anfang dabei zu viele Hindernisse auf die beiden warten, geht es am Ende irgendwie ein bisschen zu reibungslos, insbesondere an dem Punkt mit dem Busfahrer oder auch mit Wesley. 

Das Buch ist sehr einfach, aber gut geschrieben, sodass man als Leser direkt in die Geschichte eintauchen und sich darin verlieren kann. Mir hat die Lektüre großen Spaß bereitet und am Ende sind bei mir viele Tränen geflossen, denn das Buch berührt einfach auf einer sehr tiefen Ebene.

Gerne vergebe ich 9/10 Punkten und eine unbedingte Leseempfehlung. 


Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

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Rezension zu "Ein weiter Weg" von Dan Gemeinhart

Ein weiter Weg
Kleine8310vor 2 Jahren

Lesegrund:

Bei diesem Buch hat mich als erstes das schöne Cover gelockt und da ich Pferde liebe war ich direkt neugierig, welche Geschichte ich wohl zwischen den Buchdeckeln finden würde.

Handlung:

Diese Geschichte beginnt im Oktober 1890 in Washington State. Der Protagonist Joseph ist zwölf Jahre alt und er hat seine gesamte Familie und sein Zuhause verloren. Als dann auch noch Joseph’s geliebte Stute Sarah verkauft wird, setzt er alles daran, um sie zurückzuholen. Auf seinem Weg bekommt es der starke Junge nicht nur mit Naturgewalten und wilden Tieren zu tun, sondern auch mit einer Gruppe von Männern, für die ein Menschenleben nichts zählt. Aber egal wer oder was Joseph Steine in den Weg legt, nichts bricht seine Hoffnung Sarah wiederzufinden …

Schreibstil:

Der Schreibstil von Dan Gemeinhart hat mir richtig gut gefallen. Der Autor schreibt bildhaft und schafft es eine stete, nicht immer offensichtliche Spannung zu schaffen, die ich sehr mochte.

Charaktere:

Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ich mochte es besonders, wie der Autor den Protagonisten beschrieben hat. Der junge Joseph hat soviele Facetten und ist ein interessanter Charakter, der eine tolle Stärke und Entwicklung mitbringt. Besonders seine Denkweise liess ihn häufig älter wirken, aber ich fand es, bei seinem Schicksal passend.

Spannung:

Den Spannungsbogen hat Dan Gemeinhart gut gehalten. Ich fand die Geschichte immer interessant und ich habe die ganze Zeit mit Joseph mitgefiebert. Insgesamt hätte ich mir noch den einen oder anderen zusätzlichen Spannungsanstieg gewünscht, vorallem weil die Kompaktheit, der eher kurzen Geschichte, schon allein, zu einer guten Dichte führt.

Emotionen:

Die Emotionen waren für mich, wie erwartet, das große Plus dieser Geschichte. Ich habe mit dem Protagonisten mitgefühlt, mitgefiebert und mit ihm gelitten. Aber auch sein Mut und seine Hoffnungen waren für mich ganz deutlich zu merken und wirkten stets authentisch auf mich. In Sachen Gefühle haben mich die Inhalte wirklich komplett überzeugt! Echt toll.

“Ein weiter Weg” ist eine berührende und nachdenklich stimmende Geschichte mit einem starken Protagonisten, die mir emotionale Lesestunden beschert hat!

Meine Bewertung: 4,5 von 5

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