Rezension (siehe unten):
Dan Gerrit
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Die Katze und das Projekt Omega
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Ein packender Mysterythriller?
Der recht erfolglose Schriftsteller Anthony Wasner begegnet auf seinem Spaziergang durch ein Industriegebiet einer weißen Katze, die ihm unerklärlicherweise eine riesen Angst macht – obwohl sie einfach nur da sitzt und ihn anschaut – er flüchtet sich Hals über Kopf nach Hause. Kurze Zeit später sieht er dieselbe Katze neben einer schwer verletzten Frau sitzen, direkt gegenüber seines Hauses. Er nimmt sich der Frau an und damit beginnt das Abenteuer, denn die Frau ist eine vom Militär gejagte Genetikerin, die um das Geheimnis eines Artefaktes, der Katze und Wesen aus einer fremden Welt weiß.
Die Idee, dass das Militär geheime und unethische Experimente mit “Artefakten” vornimmt und Wissenschaftler für seine Zwecke Missbraucht, um aus einem solchen “Artefakt” die ulitmative Waffe zu machen, ist nicht gerade neu und innovativ. Aus diesem Grund müsste man schon einen verdammt guten Schreibstil, außergewöhnliche Charaktere, eine rasante oder gruselige Story abliefern, um daraus etwas Gutes zu machen. Das ist leider in keinem Fall gelungen.
Auch der geheimnisvolle Berater, der die Experimente und Menschen nach seinem Willen lenkt und damit nur seine Interessen verfolgt, ist keine wirklich neue Idee und bringt leider ebenfalls keine sonderliche Spannung in die Story.
Anstatt plausible Erklärungen für das mysteriöse Artefakt, dessen Herkunft, Funktionsweise und Erforschung zu liefern, zieht der Autor langatmige und völlig unspektakuläre Beschreibungen der Umgebung oder des Gemütszustandes der Figuren vor. Die Versuche, ein paar wissenschaftliche Erklärungen zu den Vorgängen um das Artefakt oder die Erschaffung eines Hybrid-Wesens abzugeben, scheitern kläglich auf Grund viel zu oberflächlicher Abhandlung der naturwissenschaftlichen Hintergründe.
Fazit: Eine Kombination angestaubter Ideen, langweilige Charaktere, zu viele offene Fragen und zu alldem auch noch ein sehr ungünstiges Buchformat bzw. schlecht lesbarer Schriftsatz – da hilft leider auch die weiße Katze nicht mehr, den Gesamteindruck zu verbessern.
Anthony ist ein erfolgloser Schriftsteller, dessen Leben sich auf einen Schlag ändert, als er die Verletzte Miranda in Begleitung einer seltsamen weißen Katze vor seiner Tür findet. Miranda ist auf der Flucht vor dem Militär und bald stellt sich heraus: Miranda ist Wissenschaftlerin und auf ihren Schultern lastet das Schicksal der Welt. Kräfte aus einer anderen Welt drohen die Erde zu zerstören.
Anfangs fiel es mir wirklich schwer mich in das Buch reinzufinden, nichtzuletzt durch das sehr breite Format und die kleine Schrift, die es nicht angenehm zu lesen machten. Zu Anfang lernt man Anthony kennen und erkennt schnell, dass dessen Leben in einer Sackgasse steckt und er begonnen hat, sich selber aufzugeben.
Anthony ist sehr klar gezeichnet, man hat ein genaues Bild von ihm und versteht seine aussichtslose Lage und seinen Versuch, alles im Alkohol zu ertränken.
Das sprachliche Niveau ist hier höher angesetzt worden, als ich es gewohnt bin und so lies es sich nicht einfach weglesen. Gestört hat mich dabei aber wirklich, dass der Lektor hier geschlampt hat. Soviele Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Satzbaufehler sind mir bisher in keinem anderen Bücher über die Seiten gehuscht und das find ich bei dem Preis für ein Taschenbuch echt mager. Da sollte man sich vielleicht das nächste Mal etwas mehr Mühe machen, vorallem bei einem Debütroman.
Wenn man darüber hinweg sehen kann, ist es wirklich spannend. Man erfährt viele Fakten - interessante Fakten- und fieber mit Miranda und Anthony mit. Gut fand ich auch, dass man nicht sofort zum Anfang wusste - "aha, so und so war das, der und der ist der drahtzieher, das und das wird passieren" - sondern erst ganz langsam auf die richten Fährten gelenkt wird. Ein Lob dafür von mir :) Auch wenn das Buch nicht mein übliches Genre ist, hat es mich gut unterhalten.
Vorallem Anthony macht im Laufe der Geschichte eine wirkliche Veränderung mit - er hat ein Ziel vor Augen und man wünscht ihnen wirklich, dass sie es schaffen, die Welt zu retten. Als Filmvorlage könnte ich mir das Buch echt gut vorstellen. Leider hatte ich zum Ende hin auch dieses "Filmtypische" empfinden, dass der Autor nur begrenzte Seitenzahlen zur Verfügung hatte. Auf den letzten Metern hetzt er nur so durch die Geschichte, vieles bleibt auf der Strecke und man bleibt doch leider etwas verwirrt im Regen stehen. Es ist kein typischer Endspurt, sondern eher ein umsteigen vom Fahrrad in ein Rennauto, als würde er merken, dass er keine Zeit mehr für eine gemütliche Radtour hat, sondern sich beeilen muss. Das fand ich wirklich schade, wo sich vorher teilweise in Umgebungsumschreibungen verloren wurde.
Alles in allem ein relativ gelungenes Debut, das aber leider einige Ecken und Kanten aufweist, die nicht zuletzt dem Verlag zuzuschreiben sind. Auch find ich den Preis für ein Taschebuch wirklich hart und ich muss zugeben, dass ich es mir mit dem unprofessionellem Cover für den Preis echt 5mal überlegen würde, bevor ich 17€ auf den Tisch blätter. Wirklich schade, aus der Gestaltung hätte man mit etwas mehr Sorgfalt mehr rausholen können, denn ich finde, dass ein Buch den Preis schon wert sein sollte.
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