Dan Josefsson

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Dan JosefssonDer Serienkiller, der keiner war
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Der Serienkiller, der keiner war
Der Serienkiller, der keiner war
 (55)
Erschienen am 13.11.2017

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Rezension zu "Der Serienkiller, der keiner war" von Dan Josefsson

Der Serienkiller, der keiner war
Ninasan86vor einem Monat

Zum Inhalt

Schweden, 1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Fast 20 Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können.

 

 

Über den Autor

Dan Josefsson ist preisgekrönter Autor, Journalist und Dokumentarfilmer. Für »Der Serienkiller, der keiner war - und die Psychotherapeuten, die ihn schufen« wurde er mit dem Preis der Swedish Society of Investigative Journalists, dem Johan Hansson Preis für Non-Fiction und dem Swedish Grand Prize for Journalism, ausgezeichnet.

 

 

Mein Fazit und meine Rezension

Auch die Justiz ist nicht frei von Fehlern, das müssen wir ein ums andere Mal erkennen. So auch in diesem Fall: im Jahr 1991 wird in Schweden ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Im Verlauf seiner medikamentösen Behandlung scheint sich dieser an schlimme Taten aus seiner Kindheit zu erinnern: er gibt an, als Thomas Quick er mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. So wird aus dem Kleinkriminellen Sture Bergwall ein verurteilter Mörder, der sich selbst überführt hat. Oder auch nicht? 

Von dem Fall Sture Bergwall habe ich bislang nichts gewusst, das muss ich zugeben. Vor diesem Buch war er mir nicht bekannt und doch geht es auch mir als Leser sehr nach, sodass ich tatsächlich im Netz recherchiert habe und auf einige Artikel gestoßen bin. Bei diesem Buch handelt es sich um keinen erfundenen Roman, nein, es handelt sich um eine Geschichte, die sich tatsächlich so zugetragen hat und das macht sie noch schlimmer. Ich habe immer noch eine Gänsehaut, wenn ich an das Gelesene zurückdenke. 

Wir beginnen mitten im Fall. Die Polizei ist unterwegs zu einem Ort, an dem die Leiche der jungen Therese Johannessen zu finden ist. Die Angaben hierzu haben sie von Thomas Quick selbst erhalten. Im Verlauf seiner Behandlung hat er immer wieder Momente, in denen er in seine schreckliche Vergangenheit auftaucht und immer wieder neue Details zutage fördert, die den Ermittlern von nutzen sind. Immer wieder werden die Ermittler enttäuscht, bis zu dem Tag, an dem es aufgedeckt wird: Sture Bergwall, alias Thomas Quick ist kein Mörder, er hat die Morde nicht begangen. Alle erliegen einer großen Täuschung.

Ich wusste nicht wirklich, was mich erwartete. Natürlich hatte ich den Klappentext gelesen und auch einen Textschnipsel, doch auf das, was wirklich kam, war ich nicht vorbereitet gewesen. Ja, es handelt sich um einen Tatsachenbericht und ja, man fühlt sich als Leser tatsächlich so, als sei man in die Auflösung des Falles involviert und das nicht ohne Grund: der Autor hat ein Talent dafür, uns direkt in das Geschehen zu versetzen und wirft nicht nur mit harten und kalten Fakten um sich. Im Gegenteil, er lässt Sture Bergwall als Menschen auferstehen, lässt ihn für uns zu Thomas Quick werden, um ihn dann langsam aber sicher, zu entmystifizieren. 

Erst im Laufe des Buches finden wir heraus, wer Thomas Quick wirklich erschaffen hat, wer ihn zu dem gemacht hat, der er letzten Endes war: seine behandelnden Psychiater. Der Autor schildert nicht nur den Fall, sondern gibt uns Lesern wertvolle Informationen und Hintergrundwissen, das uns immer tiefer in die Materie eintauchen lässt. Auch die verschiedenen Aspekte der Psychologie und Psychoanalyse werden beleuchtet, was zwar für den Laien ab und an schwer zu verstehen ist, aber dennoch dazu beiträgt, die Schwierigkeiten des Falles zu beleuchten. Gemeinsam mit dem Autor decken wir einen der größten Justizskandale aller Zeiten auf. 

Alles in einem kann ich sagen, dass mich dieses Buch fasziniert hat, die Geschichte hat mich von Anfang bis Schluss gefesselt. Allen, die ich jetzt neugierig machen konnte wünsche ich bereits jetzt eine spannende Lesezeit, ich hatte sie auf jeden Fall!

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allabout_books_s avatar

Rezension zu "Der Serienkiller, der keiner war" von Dan Josefsson

Der Serienkiller, der keiner war...
allabout_books_vor 2 Monaten

Inhalt:
Schweden, 1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Fast 20 Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können.

Meine Meinung:
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich, bevor ich das Buch gelesen hatte, von diesem Fall in Schweden nichts gehört hatte und dieser mir auch völlig fremd war.
Dan Josefsson erzählt die Geschichte von Sture Bergwall, der Anfang der 90er Jahre in eine psychatrische Klinik eingewiesen wurde und der unter dem Namen Thomas Quick und dem Einfluss von Medikamenten eine Vielzahl von Morden gestand und schlussendlich auch verurteilt wurde. Nach 20 Jahren stellt sich heraus, dass er unschuldig verurteilt wurde. Ich war ein wenig schockiert, dass ein Mann ohne Beweise verurteilt werden konnte.

Dan Josefsson begibt sich in seinem Buch auf die Suche nach Antworten, wie es passieren konnte, dass ein unschuldiger Mann verurteilt werden konnte.
In dem Buch lernt man Sture Bergwall und einige Weitere Personen, wie seine Therapeuten kennen. Das Buch zeigt, wer in dem Skandal welche Rolle gespielt hat und wer wie daran beteiligt war.

Das Buch ist flüssig aus der Sicht von dem Autor, Dan Josefsson, geschrieben.  Das Buch hätte insgesamt ein bisschen kürzer sein können, da sich vieles wiederholt hat.

Fazit:
Die Geschichte ist sehr gut recherchiert und zugleich spannend.
Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen. Ich war sehr begeistert und das Buch hat mich gefesselt. Ich wollte unbedingt wissen, wie das alles passieren konnte und was der Hintergrund war.

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Susi180s avatar

Rezension zu "Der Serienkiller, der keiner war" von Dan Josefsson

Sehr interessant
Susi180vor 3 Monaten

Schweden, 1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Fast 20 Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können.

Der Autor:

Dan Josefsson ist preisgekrönter Autor, Journalist und Dokumentarfilmer. Für »Der Serienkiller, der keiner war - und die Psychotherapeuten, die ihn schufen« wurde er mit dem Preis der Swedish Society of Investigative Journalists, dem Johan Hansson Preis für Non-Fiction und dem Swedish Grand Prize for Journalism, ausgezeichnet.

Meine Meinung:

Auf dieses Buch wurde ich aufmerksam gemacht, da ich die Bücher von Lydia Benecke sehr gerne lese und super interessant finde. Auch hier wird ein realer Fall behandelt, was für mich diese Art von Büchern noch ansprechender macht. Ich bin davon ausgegangen einen eher trockenen Tatsachenbericht zu erhalten, doch weit gefehlt. Der Autor hat einen sehr schönen Schreibstil, der es einem angenehm macht dieses Buch zu lesen.

Der Fall wird von vielen Standpunkten aus beleuchtet. Wir erfahren eine ganze Menge Hintergrundwissen und lernen so noch tiefer in diese Geschichte einzutauchen. Ich finde das Buch sehr interessant und überhaupt nicht trocken geschildert.

Mit hat das Buch sehr gut gefallen, aus mehreren Punkten. Der Schreibstil und der Aufbau der Geschichte. Die Herangehensweise des Autors. Bildhaft und man möchte immer weiter lesen. Das Buch hat für diese Art von Buch ja schon viele Seiten, doch diese lesen sich so schnell weg das man sich wundert irgendwann am Ende zu sein.

Eine klare Empfehlung für alle die gerne solche Geschichten oder besser Tatsachenberichte mögen Die sich für die Psyche interessieren und die auch mal mit harten Sachen umgehen können. Denn in diesem Buch muss man auch das ein oder andere mal schlucken. Klare Empfehlung und es hat mich im Denken wieder bereichert.

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