Dan Josefsson Der Serienkiller, der keiner war

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Inhaltsangabe zu „Der Serienkiller, der keiner war“ von Dan Josefsson

Schweden, 1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Fast 20 Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können.

Man kann nicht glauben, das so etwas tatsächlich passiert ist!

— buchling_zamonia

Kaum zu glauben, dass so etwas überhaupt möglich ist...

— Faltine

Spannend wie ein Krimi, dazu profund recherchiert.

— rumble-bee

Ungeheure Geschichte

— brauneye29

Entsprach nicht ganz meinen Erwartungen, ist aber unglaublich gut recherchiert!

— Elizzy

"So spannend wie ein Krimi"

— buchratte2

Auf jeden Fall hochinteressant und spannend geschrieben mit einem völlig unerwarteten Ende.

— RubyKairo

Faszinierend und mal was ganz anderes!

— Linume

Ein faszinierender Fall!

— Blubb0butterfly

Spannend, wie ein guter Thriller

— Buchgeschnipsel

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    Der Serienkiller, der keiner war

    buchling_zamonia

    12. April 2018 um 16:40

              Mich haben der Titel und das Cover angezogen, beides gefällt mir sehr gut und haben mich neugierig auf das Buch gemacht.  Meine hohen Erwartungen wurden voll erfüllt. Ich liebe True Crime und lese gern über die Hintergründe, die Motive die dahinter stecken und wie sich alles entwickelt hat. Dan Josefsson schildert chronologisch aufgebaut und schön strukturiert, wie sich alles entwickelt hat. Er lässt dabei auch die Entwicklung und Motivation der Psychotherapeuten und Psychoanalysten inklusive ihrer Ausbildung mit einfließen, so dass man tatsächlich bei aller Fassungslosigkeit den Gesamtkontext begreift und nachvollziehen kann. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut zu lesen. Das Buch vermittelt neben der "Hauptgeschichte" um Sture Bergwall auch ein Portrait zur Geschichte und zeitlichen Entwicklung der Psychotherapie. Ich habe es gern gelesen und kann es vollen Herzens weiter empfehlen.          

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  • Buchverlosung zu "Der Augenblick" von Irene Matt

    Der Augenblick

    diewortklauberin

    Ein einziger Augenblick kann ein ganzes Leben verändern  Es gibt schicksalhafte Momente, Scheidepunkte auf dem Lebensweg, die eine unheilvolle Wendung nach sich ziehen. Ein solches Erlebnis ist der Dreh- und Angelpunkt in Irene Matts Roman "Der Augenblick". Hier behandelt die Autorin die großen Fragen von Leben und Tod, Schuld und Sühne und zeigt, dass es Möglichkeiten gibt, auch schwer traumatisierten Straftätern mit Hilfe einer entsprechenden Therapie zu helfen. Ihr seid neugierig geworden? Dann bewerbt euch jetzt für unsere Buchverlosung! Wir vergeben 25 Exemplare von "Der Augenblick" sowie 10 Exemplare von  "Nichts drin", wo Komissarin Alexandra Rau zwei ungewöhnlichen Todesfällen auf den Grund geht. Mehr zu "Der Augenblick" Hauptkommissarin Alexandra Keller muss nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub gleich einen Fall übernehmen, der eine junge Familie ins Unglück stürzt. Dass auch Alexandras Schicksal eng mit diesem ungeheuerlichen Verbrechen verbunden ist, kann sie noch nicht ahnen. Auch nicht, dass ihr Leben dadurch tiefgreifende Veränderungen erfahren wird. Sie lernt eine Welt von Tätern und Opfern kennen, die ihr bisher unbekannt gewesen ist. Die Fragen nach Leben und Tod, Schuld und Sühne stellen sich ihr auf eine ganz neue Weise, während sie versucht, Licht ins Dunkel einer verhängnisvollen Tat zu bringen … »Dieser Roman fängt erst dort an, wo Krimis aufhören. Sehr empfehlenswert für Leser, die gern über Psychologie und Ethik nachdenken!«  – Neling  »Wie weit kann man in die menschliche Seele blicken und Verständnis für ein Verbrechen aufbringen…«  – rewareni »Tiefgründige Geschichte um die Psyche und Motivation von Straftätern.«  – Ladybella911 Mehr zu "Nichts drin" Nichts drin? Für die Komissarin Alexandra Rau ist es eine Frage auf Leben und Tod. Zusammen mit ihrem kauzigen Kollegen, Isidor Rogg, ermittelt sie im Hotzenwald. Zwei ungewöhnliche Todesfälle beanspruchen ihre ganze Energie. Etwas stimmt nicht, das spürt die Kommissarin ganz genau, aber sie muss sich zunächst den Umständen beugen. Die Geschichte, die sich ihr offenbart, ist atemberaubend und beschäftigt nicht nur die Kripo und die Justiz, sondern auch mehrere medizinische Gutachter. Sollten homöopatische Globuli eine Rolle spielen? Mehr zur Autorin Irene Matt wurde 1964 in Bad Säckingen geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie auf einem Bauernhof im südlichen Schwarzwald. Die Versicherungskauffrau engagiert sich ehrenamtlich als Telefon- und Krisenseelsorgerin und als Mediatorin. Sie lebt mit ihrem Mann und einem norwegischen Waldkater in Wittnau. >> Zur Autorenwebsite Ihr seid bereit, euch in die Abgründe der menschlichen Seele zu begeben? Dann bewerbt euch über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Warum möchtest du eines dieser Bücher gewinnen? Was interessiert dich an diesem Thema besonders? Aufgepasst: Bitte gebt bei eurer Bewerbung an, ob ihr " Der Augenblick" oder  "Nichts drin"  gewinnen wollt! Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen Viel Glück!

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  • Erschütternd und so wahr

    Der Serienkiller, der keiner war

    Faltine

    27. March 2018 um 19:09

    Meine Meinung: Das Cover ist schlicht und passend zum Inhalt. Die Kapitel hatten für meinen Geschmack eine gute Länge. Die vielen verschiedenen Bilder und Illustrationen machen das Ganze noch begreiflicher und haben mir sehr gut gefallen. Da dies mehr ein Sachbuch ist, ist der Schreibstil manchmal etwas trocken, aber wenn man sich, so wie ich, sehr für dieses Thema und diesen Fall interessiert, fällt einem das nicht weiter groß auf. Ich bin immer noch fassungslos, wenn ich darüber nachdenke, was dort passiert ist und wie es passiert ist. Ich hätte niemals gedacht, das so etwas überhaupt möglich ist, deswegen hat mich das Buch auch so interessiert. Ich muss allerdings ehrlich gestehen, dass ich bei solchen Sachen lieber eine Dokumentation schaue :) Deswegen hoffe ich, dass es bald eine dazu gibt. Der Autor ist auch Dokumentarfilmer, also habe ich vielleicht Glück ;) Ich kann das Buch wirklich jedem Interessierten empfehlen, es ist kein Buch für mal so nebenbei und Zwischendurch – man sollte sich ganz auf den Stoff einlassen, denn er regt definitiv zum Nachdenken an! Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Buch ♥

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  • Ein Drama auf allen Ebenen

    Der Serienkiller, der keiner war

    rumble-bee

    24. March 2018 um 11:47

    Ich bin mit gemischten Erwartungen an dieses Buch gegangen. Die Leseprobe war unzweifelhaft interessant; der Klappentext auch. Es schien hier um eine Mischung aus Krimi, Psychodrama und journalistischer Fleißarbeit zu gehen. Abgeschreckt hatte mich jedoch die Seitenzahl – mir schien wenig erklärlich, warum die Geschichte nicht auch auf weniger Seiten authentisch zu transportieren sein sollte. Ich bin nun, nach der Lektüre, eher positiv überrascht. Was der Autor hier geleistet hat, geht über eine reine Fleißarbeit weit hinaus. Das war eine journalistische Meisterleistung, für die er die diversen Preise wahrlich verdient hat. Er hat Sture Bergwalls Geschichte zu seiner eigenen gemacht, und sich bemüht, auch nur jeder Person habhaft zu werden, die im Entferntesten mit der Sache zu tun hatte. Wie viele Berge von Akten er gelesen haben muss, mag ich mir gar nicht erst vorstellen. Es geht um den wahrscheinlich größten Justizskandal in der Geschichte Schwedens. Sture Bergwall, ein drogensüchtiger Kleinkrimineller, wird – durch diverse Umstände und Abhängigkeiten – zum „Serienmörder“ hochstilisiert, bis er selber daran glaubt. Er lässt sich fallen in die teilweise unglaublich bequemen Umstände. Wenn er hübsch weiter „gesteht“, bekommt er die gewünschten Medikamente, und hat noch dazu Ansehen sowie ein geregeltes Leben. Eben all das, was er sein Leben lang entbehrte. Die Leistung des Buches (und des Autors) besteht nun darin, die Geschichte aus verschiedensten Blickwinkeln zu beleuchten – auch mit der Gefahr, auf den unerfahrenen Sachbuchleser langatmig zu wirken. Aber letztlich waren all diese Seiten doch nötig. Unaufhaltsam hatten sich in der Affäre Bergwall die Rädchen ineinander verzahnt. Da waren die diversen Psychologen, die sich Renommee von diesem Fall erhofften – allen voran Margit Norell. Da waren die Polizisten und Anwälte, die sich unglaublich blamiert hätten, hätten sie plötzlich die „Geständnisse“ in Frage gestellt. Da waren die Schüler Margit Norells, die sich in einer äußerst ungesunden psychischen Abhängigkeit zu ihrer Lehrerin befanden. Da war das schwedische Justizsystem, das – einmal in Gang gesetzt – wenig Raum für Flexibilität lässt. Und da war natürlich Sture Bergwall, der spätere „Thomas Quick“, selbst, der nur teilweise für die Geschehnisse verantwortlich zu machen ist. Obwohl das Buch von Redundanzen und einigen Längen gekennzeichnet ist, würde ich es sehr hoch bewerten. Man muss als Leser schon eine gehörige Portion Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen mitbringen. Das Personenverzeichnis ist teilweise erdrückend komplex; die entstandenen Abhängigkeiten und Querverweise ebenso. Sicher hätte man auf einige „Ortsbegehungen“ oder Schilderungen von Prozessen verzichten können. Dann wäre aber die schicksalhafte Verzahnung nicht so deutlich geworden. Der Autor bemüht sich um einen sachlichen, dennoch fundierten und hinterfragenden Stil. Von der literarischen Bedeutsamkeit her würde ich nicht zögern, es mit „Kaltblütig“ von Truman Capote zu vergleichen, der ja auch einen wahren Fall eines Mordes zum Ausgangspunkt hatte. Ich empfehle das Buch gerne weiter – allerdings nur an doch ein wenig erfahrene Sachbuchleser. In diesem Buch werden diverse Dinge nur zu deutlich. Wie sehr den Menschen die Sucht nach Anerkennung und Zugehörigkeit in Abhängigkeiten treiben kann. Wie sehr die Psychiatrie von Moden und Seilschaften bestimmt wird. Und wie wenig Justiz mit tatsächlicher Gerechtigkeit zu tun hat.

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  • Wenn Mikael Blomkvist auf einmal real ist

    Der Serienkiller, der keiner war

    BunteWorte

    23. March 2018 um 19:16

    Vielen Dank an das Bloggerportal der Randomhouse Gruppe, die mir diese Ausgabe als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Als mir auf dem Portal dieses Buch vorgeschlagen wurde, fühlte ich mich direkt angesprochen. Als leidenschaftlicher Thrillerleser interessiert mich die Thematik "Serienkiller" natürlich sehr und eine wahre Geschichte machte mich neugierig. Was soll ich zu dem Buch sagen? Man fühlt sich die meiste Zeit als würde man mit Mikael Blomkvist aus den Stieg Larsson Romanen in seinem Büro sitzen und ihm bei den Recherchearbeiten zusehen. (Ganz ehrlich? Das Bild des Schauspielers aus der schwedischen Verfilmung tauchte immer wieder beim Lesen vor meinem inneren Auge auf). Zusätzlich dazu ertappte ich mich um uns andere Mal dabei, dass ich beim Lesen entschieden den Kopf schüttelte. Der Inhalt ist einfach zu erschreckend. Ja, die Geschehnisse liegen schon einige Jahrzehnte zurück, aber so naiv kann doch wirklich kein Mensch sein. Oder etwa doch? Immer wenn ich besonders schockiert war, habe ich die Personen gegoogelt. Ihr merkt, der Inhalt hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen und mich immer wieder vergessen lassen, dass ich gerade wirklich die zusammengetragenen Informationen einer realen Geschichte lesen. Immer wieder stellt man sich die Frage, wie es wirklich passieren konnte, dass ein ganzer Haufen von Psychotherapeuten (hoch angesehener Psychotherapeuten) einem einfachen Mann so auf den Leim gehen konnte? Fazit: Ein Buch, bei dem sich die Lektüre wirklich lohnt. Ja, es hat zwischendurch Längen, wenn in absoluter Detailtreue über verschiedene Therapieansätze gesprochen wird, aber am Ende führt dies nur zu einem tieferen Verständnis. Eine Geschichte über ein wahres Verbrechen, die einen immer wieder vergessen lässt, dass man sich wirklich nicht in einem Stieg Larsson-Roman sondern in der Realität befindet. Absolut empfehlenswert!

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  • Der Serienkiller

    Der Serienkiller, der keiner war

    xotil

    10. March 2018 um 13:37

    Vorweg ein Lob Hier wurde richtig gut recherchiert und ich habe dieses Buch mit Begeisterung gelesen, vieles war mir vorher nicht bekannt und daher auch sehr informativ .Auch als Leihe hat mich diese Buch wirklich begeistert , den Fall kannte ich vorher nicht somit bin ich vollkommen unwissend ans Thema ran gegangen durch den genau aufgeschrieben Ablauf  konnte ich hier problemlos folgen .Der Schreibstil ich sachlich aber flüssig , jedoch muss einem klar sein das man dieses Buch nicht einfach in einem Rutsch durchlesen kann , da es doch sehr viel Information enthält Das Buch hat mich auf jeden Fall sehr begeistert

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  • Ungeheure Geschichte

    Der Serienkiller, der keiner war

    brauneye29

    26. February 2018 um 20:00

    Zum Inhalt: Sture Bergwall wird in die Geschlossene eingewiesen. Dort wird er therapiert und mit Psychopharmaka behandelt. Während der Behandlung glaubt er, sich an seine Kindheit zu »erinnern« und gesteht, der Serienkiller Thomas Quick zu sein. 20 Jahr später stellte sich heraus, dass er alles unter Einfluss von Therapie und Drogen erfunden hat. Meine Meinung: Was für eine ungeheure Geschichte. Man will kaum glauben, was Therapien und Drogen aus einem Menschen machen kann. Man möchte nach Lektüre diese Buches wahrlich nicht in den Fänge einer solchen Therapie geraten. Das Buch erscheint extrem gut recherchiert, da hat sich wirklich jemand sehr viel Mühe gemacht. Insgesamt war das Buch sehr anstrengend zu lesen. Der Schreibstil an sich war schwer lesbar, man musste ungeheuer viele Informationen verarbeiten, die man halt so selten präsentiert bekommt. Nichtsdestotrotz ist es ein ungeheuer interessantes Buch. Fazit: Anstrengend zu lesen, aber interessant.

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  • Schier unglaublich

    Der Serienkiller, der keiner war

    Gise

    12. February 2018 um 16:16

    Als Sture Bergwall 1991 in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter eingewiesen wird, deutet noch nichts darauf hin, dass er vom homosexuellen Kleinkriminellen und Drogenabhängigen zum angeblich größten Serienkiller Schwedens aufsteigen wird. Er gesteht 39 Morde, wird wegen acht davon verurteilt – bis sich herausstellt, dass alle seine Geständnisse frei erfunden waren. Dass es dazu kommen konnte, ist einer ganz besonderen Mischung der Gegebenheiten zu verdanken: seiner Medikamentensucht, seinem Wunsch nach Aufmerksamkeit sowie dem Einfluss einer Therapeutin und dem Therapeutenzirkel um sie herum. Der Journalist Dan Josefsson deckt eine schier unglaubliche Geschichte auf, wie sie kein Autor besser ersinnen könnte.Herausgekommen ist dabei ein dicker Schmöker, der akribisch recherchiert ist und sehr detailliert berichtet über die Geschichte eines Serienkillers, der gar keiner war. Dan Josefsson geht den Motiven der Beteiligten auf den Grund und deckt auf, warum jahrelang keiner erkannte, dass an den Bekenntnissen des Patienten kein Körnchen Wahrheit war. Als Sachbuch ist die Erzählung äußerst spannend geraten, dem Autor gelingt es, das Geschehen so aufzubereiten, dass es auch für den unbedarften Leser gut zu verstehen ist. Allerdings gerät manche der Ausführungen doch etwas weitschweifig, hier hätte man manches straffen können.Als Sachbuch ist die Geschichte sicher nicht jedermanns Sache, aber wer Interesse an einem gut recherchierten und aufbereiteten Justizskandal hat, wird mit diesem Buch sicher eine spannende Lektüre vorfinden. 

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  • Wirklich gut aber zu langwierig für meinen Geschmack!

    Der Serienkiller, der keiner war

    Krummbein

    10. February 2018 um 21:49

    In dem Buch "Der Serienkiller der keiner war und die Psychotherapeuten die ihn schufen" von Dan Josefsson geht es um Sture Bergwall (oder auch Thomas Quick) der Morde gestanden hat um an Drogen zu kommen. Die Psychotherapeuten wollten dies ausnützen um einen großen Erfolg zu feiern. Die Menschlichkeit blieb dabei auf der Strecke.Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich finde auch dass er passend für ein Sachbuch ist. Ebenfalls ist Dan sehr begabt darin, Informationen dem Leser sehr interessant und spnnend zu präsentieren. Jedoch muss ich leider sagen, dass der Autor zu genau auf jedes Detail der Story eingeht. Vielleicht liegt es ja nur an mir, aber mir hätte es auch gereicht wenn das Buch halb so lang gewesen wäre. Ansonsten hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich kann es jedem weiterempfehlen der von Grund auf an der Story interessiert ist uns nichts dagegen hat, wenn einem ziemlich ausschweifende Informationen präsentiert werden.

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  • Leider nicht so wie ich es erwartet habe

    Der Serienkiller, der keiner war

    Elizzy

    08. February 2018 um 09:45

    Zusammengefasst Der Journalist Dan Josefsson gerät durch Zufall in die Geschichte rund um den Serienkiller Thomas Quick. Auf einer Beerdigung eines Arbeitskollegen, wird er vom Bruder des Serienkillers angesprochen und erfährt das sein Arbeitskollege sich bis zu dessen Tod mit dem Fall Thomas Quick beschäftigt hat. Gepackt von seiner Neugier beginnt er für diesen Fall zu recherchieren und welcher Skandal dabei herauskommt erfährt ihr in diesem Buch und noch vieles mehr. Darüber Gedanken gemacht Ich war zu Anfangs sehr von diesem Buch und der Tatsache, dass dies tatsächlich geschehen ist, angetan. Meine Neugier war geweckt und ich las mich von Kapitel zu Kapitel durch den ganzen Skandal rund um den Serienkiller, der eigentlich gar keiner war. Doch bevor sich die Geschichte um Sture Bergwall alias Thomas Quick dreht erfährt man zu Anfangs jede Menge über Margrit – eine begabte ältere Frau, die sich ihr ganzes Leben lang mit der Therapie von Patienten und deren verdrängten Erinnerungen beschäftigte. Obwohl das Thema durchaus sehr interessant war, fiel ich beim Lesen teilweise in eine Frustration. Ich hatte öfter das Gefühl bei der Geschichte nicht voran zu kommen und manche Therapieformen warn mir so abstrakt, dass ich öfter das Gefühl hatte, ich hätte für dieses Buch lieber vorab noch Psychologie studieren sollen. Als es dann endlich wieder etwas voranging wurde das ganze noch trockener, denn es wurden alle Verhandlungen, die Sture durchführen musste, genau so wie all seine Therapiesitzungen auseinander genommen und bis ins kleinste Detail nachrecherchiert. So kam mir das ganze Buch doch etwas zu schwer vor und ich habe auch während dem Lesen öfters mal das Buch beiseite gelegt, weil ich das Gefühl hatte, mein Kopf ist nun eindeutig zu vollgestopft mit Infos. Es ist ein Meisterwerk an Recherche Arbeit und der Skandal ist schockierend und unfassbar zugleich. Wer sich diesem Werk widmet, sollte auf jeden Fall etwas Vorkenntnis in Psychologie mitbringen und sich viel Zeit dafür nehmen. Gefiel mir sehr Wie oben erwähnt war ich von der Recherche doch sehr fasziniert, der Autor hat sich auf jeden Fall jede Menge Arbeit mit diesem Buch gemacht und dies alles so auf Papier zu bringen ist allein schon ein Meisterwerk. Gefiel mir nicht Die brutalen Mordszenen waren mir teilweise viel zu heftig. Obwohl ich selbst sehr viele Thriller gelesen habe war mir das alles doch zu viel. Einige Passagen konnte ich gar nicht zu Ende lesen, denn im Hinterkopf hatte ich ständig den Gedanken „Oh mein Gott, ist das wirklich wahr?!“ Obwohl sich das ganze ganz anders als zu Anfang vermutet, entwickelt war ich doch am Ende angewidert und schockiert. Schreibstil & Cover Der Schreibstil geht schon eher in eine Facharbeit über und wird mit der Zeit doch sehr schwerfällig. Ausserdem mochte ich die vielen Fakten-Wiederholungen nicht, denn so hatte man öfter das Gefühl nicht wirklich voran zu kommen. Das Cover ist doch sehr typisch für die nördlichen Länder und gefällt mir an sich richtig gut, genau so wie der Titel, der auf jeden Fall die Aufmerksamkeit erweckt, die man sich für solch ein Buch wünscht. Fazit Es ist eine wichtige Geschichte, die hier erzählt wird, ein Skandal, der schon viel früher hätte beendet werden können. Leider störten mich  die vielen Fachausdrücke und verhinderten so, dass ich komplett in die Geschichte eintauchen konnte. Ich habe wenig bis gar keine Sympathie für die Charakteren / Menschen empfunden und wurde so mit dem ganzen kaum warm. Obwohl dies für mich eher ein 2 Sterne Buch war, gebe ich doch die 3 Sterne da für mich der Autor eine grossartige Recherchearbeit geleistet hat. Bewertung Buchlänge ♥♥♥ (3/5) Schreibstil ♥♥ (2/5) Botschaft ♥♥♥♥ (4/5) Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5) Hier geht es zur Leseprobe. Hier könnt ihr das Buch kaufen

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  • Unglaublich

    Der Serienkiller, der keiner war

    buchratte2

    06. February 2018 um 18:29

    Sture Bergwall wird in Schweden für eine ganze Reihe von Morden verurteilt. Später stellt sich heraus, dass er keinen dieser Morde begangen hat. Im ersten Teil beschreibt der Autor wie es zu der Entstehung seines Werkes kam. Sein guter Freund Hannes Râstam deckte den Justizskandal in aufwendigen Recherchen auf. Doch noch vor Beendigung seiner Arbeit starb er. Dan Josefsson entschloss sich daraufhin sein Werk fortzusetzen, betrieb weiterhin Recherchen und veröffentlichte schließlich seine Version der Geschichte. Neben Sture Bergwall wird eine weitere Hauptperson sehr ausführlich beschrieben, die Psychotherapeutin Margit Norell. Weite Teile des Buches widmen sich ihrer Arbeit und Beschreibungen ihrer Person durch Dritte. Die Kindheit, Jugend und die Ahnengeschichte beider Personen wird beleuchtet. Die berufliche Karriere Norells und die Kriminellenlaufbahn Bergwalls sowie dessen Behandlung werden ausführlich beschrieben. Insbesondere beschäftigt sich der Autor mit den psychologischen Arbeiten von Margit Norell. Er deckt dabei ihre Arbeitsweise mit "verdrängten Erinnerungen" auf, die veraltet ist und nachweislich falsche Erinnerungen hervorrufen kann. Er beschreibt ihren Charakter und ihre Manipulationskraft. Ebenso geht er auf die Psychologie des angeblichen Täters ausführlich ein. Untermauert werden die Darstellungen mit zahlreichen Quellenangaben (Patientenakten, Beschreibungen Dritter, Aussagen vor Gericht oder von Anwälten, Zeitungsartikeln, usw.). Einschübe von Ansichten und Werke bekannter Psychologen wirken außerdem erklärend für die Handlungsweise Bergwalls. Um sich die beteiligten Personen bildlich besser vorzustellen sind die Fotos in der Mitte des Buches sehr hilfreich.   Was am Anfang als kaum glaubhafter Jusitizskandal wirkt, wird während der Lektüre des Buches immer verständlicher. Eine Aneinanderreihung von Fehleinschätzungen, falschen Kompetenzen und daraus resultierender Behandlungen führte zu Bergwalls ungerechtfertigter Beurteilung.

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  • Sachbuch und Thriller

    Der Serienkiller, der keiner war

    monster

    31. January 2018 um 21:23

    Ich lese selten Sachbücher, aber die Leseprobe zu „Der Serienkiller, der keiner war“ hatte mich überzeugt, dass ich hier mal eine Ausnahme machen sollte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Autor Dan Joseffson hat sich viel Zeit genommen, in einem von Schwedens größten Justizskandalen zu recherchieren. Das war aber auch nötig, denn der vorliegende Fall des angeblichen Serienkillers Sture Bergwall geht über mehr als 20 Jahre und ist sehr komplex. Wie man am Buchtitel schon erkennen kann, ist Bergwall zwei Jahrzehnte unschuldig im Gefängnis. Die behandelnden Psychotherapeuten graben bei ihm angeblich verschüttete und verdrängte Morde ans Tageslicht. Sture glaubt bald selbst, dass er all die Taten begangen hat, kann sich aber nicht an Details erinnern. Dennoch wird viele Jahre niemand misstrauisch und die Justiz verschließt die Augen ob all der Ungereimtheiten und Ungenauigkeiten. Ein Skandal, der weite Teile der Psychotherapie von Bergwall als bedenklich und manipulativ entlarvte. Der die Instrumente des Strafvollzugs und ihre Unzulänglichkeiten und ihre Fehlerhaftigkeit mal wieder unter Beweis stellte. Joseffson schreibt mit Freude am Detail aber versteht es eine Art Spannungsbogen aufzubauen, obwohl man weiß, wie alles ausgeht. Das liest sich streckenweise fast wie ein richtiger Thriller. Und am Ende war mir mal wieder klar… Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst.

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  • Rezension zu "Der Serienkiller, der keiner war"

    Der Serienkiller, der keiner war

    Zsadista

    20. January 2018 um 17:54

    „Der Serienkiller, der keiner war und die Psychotherapeuten, die ihn schufen“ ist ein Sachbuch aus der Feder des Autors Dan Josefsson.In dem Buch wird der Fall eines angeblichen Serienkillers aus Schweden aufgegriffen und auseinander genommen. Das Cover des Buches ist einfach gehalten, aber trotzdem auffallend. Vor allem, weil die Schrift glänzt und erhöht gedruckt ist. Der Inhalt an sich hörte sich für mich sehr interessant an. Ich mag solche Sachbücher sehr gerne. Das Lesen an sich hat sich für mich etwas schwierig gestaltet. OK, man weiß natürlich, dass schwedische Namen nicht so einfach sind. So musste ich mir neben dem Lesen auch ein paar Notizen machen. Das ist soweit nicht schlimm und ich kreide diesen Punkt dem Buch auch nicht an. Das Buch ist recht dick und unter verschiedene Kapitel untergliedert. Darin werden verschiedene Abschnitte erläutert. In der Mitte befinden sich rund sechzehn Seiten mit Bildern zu dem Fall. Am Ende des Buches sind dann mit 30 Seiten der Anhang und die Quellenhinweise. Man darf bei dem Buch nicht vergessen, dass es sich hier nicht um einen Krimi oder Thriller handelt. Es ist ein Sachbuch, eine Auflistung der Ereignisse um diesen Fall in Schweden. Alles beruht also auf wirklich vorgefallenen Begebenheiten. Der Inhalt an sich ist sehr interessant. Leider waren die Ausführungen über die Psychotherapeuten und deren Arbeit sehr tiefgehend und langatmig. Etwas weniger wäre da mehr gewesen. An manchen Stellen fing ich da an, Seiten teilweise nur zu überlesen. Das Buch ist an „normale“ Leser gerichtet und nicht an Fachkräfte. Daher hätte ich mir an den Stellen etwas mehr einfache Erklärungen und etwas weniger Ausschweifungen gewünscht. Im Großen und Ganzen fand ich das Buch sehr interessant. Leider hat es einige schwere Längen und zu viel Tiefe an falschen Stellen. Bücher, die für die breite Leserschaft gedacht sind, sollten nicht ganz so viele Fachbegriffe enthalten und nicht ganz so Ausschweifend in Details sein.

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    • 2
  • Interessant, ab er langatmig

    Der Serienkiller, der keiner war

    Emmas_Bookhouse

    18. January 2018 um 18:09

    Der Serienkiller, der keiner war: - und die Psychotherapeuten, die ihn schufen – Dan JosefssonVerlag: btbTaschenbuch: 12,00 €eBook: 9 ,99 €ISBN: 978-3-442-71566-4Genre: DokumentationSeiten: 592Inhalt:Schweden, 1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Fast 20 Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können.Mein Fazit:Zum Cover:Das Cover ist relativ schlicht und einfach gehalten.Mir gefällt es gut.Zur Geschichte:Wir haben hier einen der größten Justizskandale der Geschichte und werden im Laufe des Buches darüber aufgeklärt.Ich kann schon einmal vorweg sagen, es ist nicht einfach zu lesen.Dieses Buch basiert fast nur auf Fakten und psychologischen Gesprächen.Ich musste zwischendurch ein anderes Buch lesen um mal Luft zu holen.Ich fand es hoch interessant und es wurde meiner Meinung nach auch gut recherchiert.Der Schreibstil ist etwas anstrengend, da viele Anmerkungen des Verfassers oder aber auch recht viele Fußnoten dabei sind und man diese hinten nachschlagen muss.Auch haben wir hier viele Briefe und Interviews durch die man sich kämpfen muss.Wir erfahren hier auch viel über Freud´s Lehren.Ich versuchte mich in die jeweiligen Protagonisten hinein zu versetzten doch es gelang mir kaum.Für mich war es eindeutig zu psychologisch.Auch fand ich die Kapitel eindeutig zu langatmig.Es ist ein gutes Buch aber für mich nicht herausragend, aber das ist auch nur meine persönliche Meinung.Für jemand anderen kann es sehr gut sein.Ich gebe hier 3 von 5 SternenZum Schluss bedanke ich mich beim btb Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und hoffe weiterhin auf gute Zusammenarbeit.

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  • sachlich, unfaßbar und beeindruckend akribisch recherchiert

    Der Serienkiller, der keiner war

    katze102

    04. January 2018 um 16:10

    Dan Josefsson hat sich in diesem Buch ausführlich damit auseinandergestzt, wie es möglich war, dass Sture Bergwall 39 Morde gestand, ohne sie begangen zu haben und dafür verurteilt wurde, ohne dass Zweifel an seinen, häufig wiedersprüchlichen Aussagen genügend Aufmerksamkeit geschenkt wurde.Akribisch genau hat Josefsson sich mit den Aussagen Sture Bergwalls, der sich 1997 in Thomas Quick umbenannte, den Ansätzen seiner Therapeuten, Ansprüchen der Klinikleitung oder Widersprüchen in Bergwalls Aussagen auseinander gesetzt. Er zeichnet das Bild der Psychoanalytikerin Margit Norell, die selbst im Alter von 83 Jahren immer noch, nach vielen beruflichen Niederlagen und unterschiedlichen, vertretenen Richtungen, Bergwalls Therapeuten selber therapiert und supervidiert, wie schon seit Jahrzehnten, wobei sie eher als Sektenführerin oder Gruppenmutter, die keinerlei Kritik duldet, mit dem Fall Quick endlich zu Ruhm und Ehre gelangen will. Offensichtlich war sie vom Fall Thomas Quick besessen, wollte ein Buch darüber schreiben und schulte ihre „Kinder“ in „Verdrändungstheorie“, die Quick auch sehr geschickt bediente, um an Anerkennung, Drogen oder sichere Unterkunft als Belohnung dafür zu erhalten.Die Klinikleitung selber versucht mit den sensationellen Ergebnissen der Therapie im eigenen Haus und der stetigen Medienpräsenz, schlechten Zeiten und roten Zahlen zu entkommen.So werden schon frühe Zweifler ignoriert, u.a. von diversen Psychologen, Juristen und anderen Experten, beispielsweise ein Kriminologe, der in Quick einen Mythomanen sah oder ein Journalist, der die Glaubwürdigkeit der Geständnisse des seit seiner Jugend ständig zugedröhnten Berwall/Quick genauso hinterfragte, wie die Wahrhaftigkeit der widersprüchlichen Aussagen, die mit unterschiedlichen Traumata samt Schutzmaßnahmen sowie deren Überwindung und sich langsam offenbarenden Erinnerungen erklärt wurden.Eben jener Journalist und der Bruder Bergwalls waren bestrebt, diesen großen Justizskandal aufzudecken, den Dan Josefsson schließlich haarklein recherchierte, durch Befragungen, gelesene Protokolle, vielseitige Recherche und auch Interviews mit Bergwall ausgesprochen vielschichtig darstellt. Im Anhang finden sich 536 Anmerkungen/Fußnoten sowie 15 dichtbeschrieben Seiten mit Quellenangaben.Das ganze Buch vermittelt ausgesprochen detailliert, wie sich selbst überschätzende Therapeutenkritik- und reflektionslos der Sichtweise ihrer Supervisorin unterwerfen um gemeinsam mit ihr Karriere zu machen und selbst nach dem späteren Freispruch Bergwalls nicht von ihrer uraprünglichen Meinung abwichen oder Einsicht zeigten. Ganz beeindruckend wird auch aufgezeigt, warum Bergwall die 39 Morde gestand, wie er schauspielrete und was er sich dadurch erhoffte.Insgesamt fand ich das Buch ausgesprochen fesselnd und aufschlußreich; stellenweise war es mir schon ein wenig zu ausführlich, aber es ist ja sinnvoll, alle erkannten Details aufzuführen, auch wenn sich da manches wiederholt. Neben den Begebenheiten in Bergwalls Leben, zeigen gerade auch die Beschreibungen der Lenbenswege der „Quick-Gruppe“ ( Arzt, Therapeuten, Supervisorin, ehem. Staatsanwalt) ihre Beweggründe und auch verschiedene Lehrmeinungen und Ansätze auf. Die geführten Recherchen beeindrucken zutiefst und je weiter man liest, umso weniger kann man verstehen, dass die Wahrheit nicht schon viel früher ans Licht gekommen ist, dass so wenige zweifelten und diese nicht weiter beachtet wurden. Nicht nur die Fassungslosigkeit, wie dies alles geschehen konnte, sondern die Erkenntnis, dass dies nicht ein Einzelfall sein muß, sondern gerade dieses Bestreben, verdrängte Erinnerungen in Therapien hervorzuholen und dabei häufig durch Suggestion tatsächlich falsche Erinnerungen zu implantieren, hinterläßt eine ganz andere Sicht auf Psychotherapie und Selbsteinschätzung der Therapeuten.

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