Dan Marshall Meine scheißkranke Familie

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Inhaltsangabe zu „Meine scheißkranke Familie“ von Dan Marshall

Die nackte Wahrheit über Kinder, Eltern, das Leben und den Tod. Dan ist 24 und endlich raus aus dem Elternhaus. Neue Stadt, neuer Job, neue Freundin. Das Leben ist schön. Dann kommt der Anruf, der alles verändert. Dan erfährt: Sein Vater, der Fitnessguru und Müslifanatiker, hat die Nervenkrankheit ALS. Seine Mutter, die inoffizielle Weltmeisterin im Fluchen ist und seit Jahren erfolgreich ihre Krebserkrankung bekämpft, muss erneut eine aggressive Chemotherapie beginnen. Beide Eltern werden sterben. Viel zu früh, gleichzeitig und mit Ansage. Dan schmeisst alles hin und zieht wieder zu Hause ein. Zusammen mit seiner notorisch beleidigten älteren Schwester Tiffany und seinem jüngeren Bruder Greg, der ein Ausnahmetalent ist, wenn es darum geht, im Weg zu stehen, bezieht er im Keller Quartier. Zu ihnen gesellt sich Adoptiv-Schwester Jessica, die sich schwer pubertierend in eine Affäre mit ihrem viel älteren Lacrosse-Trainer gestürzt hat, und Nesthäkchen Chelsea, die nur eines im Kopf hat: tanzen. Gemeinsam gründen die fünf ungleichen Geschwister einen Bund, dessen Geheimwaffe in einem unverwüstlichen Humor besteht. Und unversehens fi ndet sich die Familie in einer mitreissenden Feier des Lebens wieder, das in diesem Buch auf radikale Weise neu verhandelt wird: schrecklich komisch und zum Heulen schön.

Ein sehr direkt und ehrlicher Lebensbericht eines jungen Mannes über seine Familie. Ist mal was anderes wie die meisten Erzählungen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Die Story ist sehr bewegend. Allerdings war ich von der derben Ausdrucksweise und von den vielen Schimpfwörtern irgendwann nur noch genervt.

— magenta88
magenta88

Ehrlich, gefühlvoll, direkt, inspirierend, vulgär. Ein schonungsloses Buch über das Sterben und den Tod, trotzdem unglaublich lebensbejahend

— JayLaFleur
JayLaFleur

Eine ehrliche Geschichte mit sehr eigenwilligen Humor

— seschat
seschat

Verdammt ehrlich und verdammt komisch!

— hundeliebhaber
hundeliebhaber

Eine sehr bewegende Familiengeschichte über Familie, Liebe, Tod und ein Leben danach.

— Lesezeichen16
Lesezeichen16

Sehr ehrlicher Bericht einer familiäre Katastrophe

— mistellor
mistellor

Unbeschreiblich ehrlich, verdammt gut und verdammt krass.

— Jenny1900
Jenny1900

Ehrlich, Traurig und Lesenswert

— Linny
Linny

Hart, direkt und schonungslos sowie bezaubernd ehrlich!

— kassandra1010
kassandra1010

Stöbern in Romane

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Tolles & spannendes Buch, das ich weiterempfehlen kann. Leider etwas abruptes Ende.

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Sigismund

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  • Schräg - trotz ernstes Thema wie Krankheit und Tod

    Meine scheißkranke Familie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. March 2017 um 19:05

    Dan ist 24 und endlich raus aus dem Elternhaus. Neue Stadt, neuer Job, neue Freundin. Das Leben ist schön. Dann kommt der Anruf, der alles verändert. Dan erfährt: Sein Vater, der Fitnessguru und Müslifanatiker, hat die Nervenkrankheit ALS. Seine Mutter, die inoffi zielle Weltmeisterin im Fluchen ist und seit Jahren erfolgreich ihre Krebserkrankung bekämpft, muss erneut eine aggressive Chemotherapie beginnen. Beide Eltern werden sterben. Viel zu früh, gleichzeitig und mit Ansage. Dan schmeißt alles hin und zieht wieder zu Hause ein.   FAZIT: Dan Marshall schreibt eine Familienbiografie ,die ich so in der Art noch nie gelesen habe . Brutal ehrlich und schonungslos beschreibt er die Schicksale seiner Familie. Und alles klingt echt ,nichts gespielt - vielleicht gerade wegen diesem schwarzen Humor dabei. Einen Stern abzug ,weil es mich emotional nicht so mitgenommen hat beim lesen ,obwohl die Tragik natürlich sehr gross ist. Aber dennoch kommt sehr gut rüber, das die Familie fest zusammenhält und das ist das was zählt im Leben . Wer Biografien sehr gerne liest, sollte sich aufjedenfall dieses Buch vornehmen. Es weicht wirklich von den "normalen" ab und einfach mal sehr interessant .  

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  • „Meine scheisskranke Familie - Eine verdammt wahre Geschichte“ von Dan Marshall

    Meine scheißkranke Familie
    JayLaFleur

    JayLaFleur

    12. January 2017 um 22:07

    Inhalt Dan Marshall ist Mitte 20, wohnt in Los Angeles, hat einen tollen Job und eine feste Freundin – also alles, was er sich wünschen kann. Eines Tages jedoch bekommt er einen Anruf von seiner Mutter Debi: Sein Vater Bob hat ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Diese Diagnose wirft nicht nur das Leben von Bob selbst durcheinander, auch das Leben von Dan und seinen vier Geschwistern und seiner Mutter. Auch Debi ist nicht gesund, sie kämpft bereits seit vielen Jahren gegen den Krebs. Meinung Dan Marshall schreibt die Geschichte seiner Familie aus seiner Sicht in der Vergangenheitsform. Bereits das Vorwort hat mich zum Lachen gebracht, habe aber auch gemerkt, dass es kein leichtes Buch wird. Aber Dan Marshall hat es geschafft, mich zum Lachen und zum Weinen zu bringen. Durch die einfache und auch sehr vulgäre Sprache habe ich leicht ins Buch gefunden. Ganz zu Anfang des Buches schreibt der Autor, dass in seiner Familie viel geflucht und geschimpft wird und genau das hat den Witz ausgemacht. Das Wort „scheiße“ (und schlimmeres) kommt nicht nur ein Mal vor ;-) Was die Schimpfworte und Beleidigungen angeht, ist dieses Buch wohl eher nichts für Zartbesaitete. Dan Marshall hat ein unglaublich beeindruckendes und vor allem schonungsloses Buch über das Sterben und den Tod eines von ihm geliebten Familienmitglieds geschrieben. Er ist trotzdem mit sehr viel Gefühl an die Geschichte rangegangen und ja, das geht auch mit viel Gefluche. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen! Fazit Ein ehrliches, gefühlvolles, sehr direktes und schonungsloses Buch über das Sterben, welches wiederum unglaublich lebensbejahend und hoffnungsvoll erscheint. „Meine scheisskranke Familie“ ist eine inspirierende Geschichte und weil dieses Buch aus dem wahren Leben des Autors stammt, möchte ich es mir nicht anmaßen, das Werk von Dan Marshall zu bewerten. Weitere Informationen Originaltitel: Home is fucking burning Verlag: Atrium Verlag (http://www.atrium-verlag.com/index.html) Seiten: 448 Erscheinungsdatum: Februar 2016 Preis: 19,99€ Gebundene Ausgabe ISBN: 978-3-85535-516-7

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  • Sterne nur als Beispiel sehen - ich vergebe aus verschiedenen Gründen keine Sterne!

    Meine scheißkranke Familie
    Normal-ist-langweilig

    Normal-ist-langweilig

    10. July 2016 um 13:38

    Meine Meinung: Ich habe ziemlich lange an diesem Buch gelesen, da ich es immer wieder zur Seite legen musste! Die Geschichte selbst hat mich sehr gereizt und ich habe mit Elan begonnen zu lesen! Im ersten Drittel fand ich das Buch erfrischend ehrlich – vom Inhalt her und auch von der Sprache! Endlich mal kein „Drumherum-Gerede!“ Endlich sagt mal einer, der sagt, wie es ist, wie man sich fühlt und was einem durch den Kopf geht und das ganz unverblümt! Die Geschichte selbst hat mir vom Thema her imponiert und ich bin sicher, dass diese bei vielen gut ankommt. Ich jedoch habe nach einiger Zeit die Geduld verloren, Dans Leben in allen Details und Situationen mitzuverfolgen! Das, was ich anfangs für cool gehalten habe, ging mir beim weiteren Lesen auf die Nerven, die Coolness der Mutter bzw. des Vaters z.B. hätte ich gerne an manchen Stellen gegen echte Gefühlsausbrüche getauscht. Aber nicht jeder ist so und alle Menschen reagieren anders. Ich persönlich konnte ab einem gewissen Zeitpunkt über die Witze über den Tod  nicht mehr lachen. Auch das Wort „Scheiße“, das sehr oft vorkommt, wurde irgendwann beschwerlich! Der Inhalt konnte mich nicht mehr am Buch halten, so dass ich immer wieder Pausen einlegte, das Buch zur Seite legte und ein anderes Buch las! Letztendlich habe ich das Buch beendet – und bin froh darüber, da ich das Ende und den Epilog besonders gut fand! Letztendlich hat mich das Buch einerseits fertig gemacht und ich habe auch ein paar Tränen verdrückt (auch aus Rührung), andererseits fand ich das Buch extrem anstrengend! Und doch hat der Autor es verdient, dass man das Buch bekannt macht, da viel Herzblut und Ehrlichkeit in diesem Buch steckt! Aus diesem Grund verzichte ich auch auf eine Bewertung in Sternen! Von diesem Buch sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden! Vielleicht beginnt ihr der Leseprobe? Einfach auf den Verlagslink gehen! Viel Spaß! @books-and-cats.de

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  • Vulgär und emotional

    Meine scheißkranke Familie
    missmistersland

    missmistersland

    03. July 2016 um 22:19

    INHALTDan ist 24 und endlich raus aus dem Elternhaus. Neue Stadt, neuer Job, neue Freundin. Das Leben ist schön. Dann kommt der Anruf, der alles verändert. Dan erfährt: Sein Vater, der Fitnessguru und Müslifanatiker, hat die Nervenkrankheit ALS. Seine Mutter, die inoffi zielle Weltmeisterin im Fluchen ist und seit Jahren erfolgreich ihre Krebserkrankung bekämpft, muss erneut eine aggressive Chemotherapie beginnen. Beide Eltern werden sterben. Viel zu früh, gleichzeitig und mit Ansage. Dan schmeißt alles hin und zieht wieder zu Hause ein. Zusammen mit seiner notorisch beleidigten älteren Schwester Tiffany und seinem jüngeren Bruder Greg, der ein Ausnahmetalent ist, wenn es darum geht, im Weg zu stehen, bezieht er im Keller Quartier. Zu ihnen gesellt sich Adoptiv-Schwester Jessica, die sich schwer pubertierend in eine Affäre mit ihrem viel älteren Lacrosse-Trainer gestürzt hat, und Nesthäkchen Chelsea, die nur eines im Kopf hat: tanzen. Gemeinsam gründen die fünf ungleichen Geschwister einen Bund, dessen Geheimwaffe in einem unverwüstlichen Humor besteht. Und unversehens findet sich die Familie in einer mitreißenden Feier des Lebens wieder, das in diesem Buch auf radikale Weise neu verhandelt wird: schrecklich komisch und zum Heulen schön. .... (Klappentext)EINSTIEGWas für ein Buch! Schon nach wenigen Seiten hat mich die Geschichte absolut gefesselt. Auch wenn mir Dan erst mal nicht, aber überhaupt ganz und gar nicht, sympatisch ist, spürt man richtig seine Liebe zu seinen Eltern.Das Gefühl das einem dieses Buch schon nach wenigen Seiten gibt lässt sich kaum in Worte fassen. Es ist keine "romantisierte" Sterbe-Geschichte wie das in letzter Zeit ja häufig der Fall ist. Es geht auch nicht wirklich um die Krankheiten ALS oder Krebs. Es geht um das Jahr in welchem Dan und seine Geschwister auf ihre ganz eigene Art versuchen aus den letzten Tagen mit ihrer gesamten Familie noch etwas zu machen.PLOTWas kann man über so eine Geschichte sagen? Die Erzählung ging mir nahe, wobei ich gerne mal Dan eine übergebraten hätte. Oder auch den anderen. Was für eine verrückte Familie. Auch wenn Dan zu Beginn des Buches warnt dass er viele Schimpfwörter benutzen wird, war ich auf das was kam nicht so richtig vorbereitet. Es waren nämlich nicht die Schimpfwörter die mich teilweise geschockt haben, sondern die Art wie die Familienmitglieder miteinander umgehen. Hier wird nicht nur unter die Gürtelline gehauen sondern regelrecht geschossen. Als Außenstehender dachte ich mir nicht selten, dass das was gesagt oder getan wurde wirklich verletzend ist. Und wir sprechen hier nicht nur von Teenagern. Aber das ist die Art der Familie Marshall! Und das Buch ist nicht dazu da um über die Art und Weise zu urteilen, wie sie miteinander umgehen. Wenn man das verinnerlicht hat, spürt man das hinter all den "Arschloch-Punkten" (wie Dan sie nennt) eine tolle Familie steckt.Durch die "harte" Art miteinander hatte ich zwar Spaß an dem Buch, war aber auch Zeitweise ein wenig schockiert und hoffe das meine Familie netter mit mir umgehen würde. (Daher 4 Herzen anstelle von 5)FAZITKein Buch über die Romantik des Sterbens. Ehrlich und mit sehr viel Marshall-Humor erzählt beeindruckt die Geschichte mit interessanten Menschen und einer noch interessanteren Familie.

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  • bewundernswerter Kampf gegen ALS

    Meine scheißkranke Familie
    mareike91

    mareike91

    19. June 2016 um 23:47

    Inhalt: Nur wenige Sekunden reichen, um das ganze Leben auf den Kopf zu stellen. Diese Erfahrung muss auch Dan Marshall machen, als sein Vater die schreckliche Diagnose „ALS“ bekommt. Und auch seine Mutter, die seit Jahren gegen den Krebs kämpft, muss erneut zur Chemotherapie. Dan und seine vier Geschwister versuchen ihren Eltern so gut es geht beizustehen und unter die Arme zu greifen. Gemeinsam kämpft die Familie mit viel (schwarzem) Humor gegen eine unheilsame Krankheit. Ein Kampf, den sie nur verlieren können… Meine Meinung: Dan Marshall erzählt in diesem Buch schockierend direkt die (wahre) Leidensgeschichte seiner Familie. Auch der viele (schwarze) Humor täuscht nicht darüber hinweg, wie unendlich schwer und leidvoll diese Zeit für die gesamte Familie war. Dan ist gerade erst 24 Jahre alt und am Anfang seiner Karriere in einer PR-Agentur, als er die schreckliche Nachricht erhält, dass sein Vater an der unheilsamen Nervenkrankheit „ALS“ erkrankt ist. Er will es zunächst nicht wahr haben, doch schon nach kurzer Zeit offenbart sich, wie ernst die Situation wirklich ist. Hinzu kommt die Krebserkrankung seiner Mutter. Greg zögert nicht lange und gibt sein Leben in L.A., seinen gutbezahlten Job und seine Freundin, auf und zieht zurück in das elterliche Haus. Ein Schritt, für den ich Dan absolut bewundere. Dan schildert die Leidensgeschichte seiner Familie aus seiner eigenen Sicht. Seine Gedanken und Gefühle, seine Verzweiflung und Traurigkeit, aber auch seine Kampfkraft sind auf jeder Seite dieses Buches greifbar und machen es sehr emotional. Die Familie hat einen sehr direkten Umgang untereinander. Daher sind derbe Ausdrücke in diesem Buch keine Seltenheit. Die Familienmitglieder nehmen kein Blatt vor den Mund, sondern sagen, was sie denken und was sie zu sagen haben. Natürlich ist es wichtig und schön, dass sie Familie so offen und ehrlich miteinander umgeht, dennoch glaube ich, die Geschichte wäre für mich ohne die vielen Schimpfwörter und Kraftausdrücke noch emotionaler gewesen. Natürlich hatte ich den Namen „ALS“ bereits gehört und kannte auch den wohl bekanntesten Erkrankten, viel mehr wusste ich über diese Nervenkrankheit jedoch nicht. Daher hat es mir sehr gut gefallen, im Laufe des Buches so einiges mehr darüber zu erfahren und nicht zuletzt Dans Vater Bob auf seinem schweren und schockierenden Leidensweg zu begleiten. Eine Geschichte, die einem vor Augen führt, wie schnell das Leben doch zuende gehen kann und wie wichtig ist es, eine Familie zu haben, die hinter einem steht und füreinander da ist… Insbesondere das Ende hat mich sehr berührt und nachdenklich zurückgelassen. Fazit: Der bewundernswerte Kampf einer starken Familie gegen eine unheilbare Krankheit – schockierend, bewegend und emotional. Ich danke Dan Marshall dafür, dass er trotz des vielen Leids und der Trauer diese Geschichte zu Papier gebracht hat.

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  • Leben und Tod

    Meine scheißkranke Familie
    Simi159

    Simi159

    13. June 2016 um 21:22

    Das ist mal ein schräges Buch, mit einer noch viel schrägeren Geschichte, die doch so ein ernstes Thema, Krankheit und Tod behandelt. Aber erst mal auf Anfang. Dan Marshall lebt ein ganz normales Leben, er hat einen Job, eine Freundin ganz normal eben. Doch ein Anruf seiner Mutter ändert alles. Sein Vater hat ALS, Amyotrophe Lateralsklerose, eine unheilbare Krankheit, die das Nervensystem befällt und schleichend zu Lähmungen fürth. Das Gehirn und der Verstand bleiben dabei völlig klar, was ist doppelt tragisch macht, da man sich selbst beim Sterben zusieht, bis die Atmung aussetzt. Als Dan ein Kind war hatte seine Mutter Krebs. Obwohl dies auch tödlich hätte sein können, nahm die Familie es mit Galgenhumor und seine Mutter überstand den Tumor. Und ausgerechnet jetzt, als wäre das ALS des Vaters noch nicht genug, ist der Krebs bei seiner Mutter zurück. So schlimm kann es schon nicht sein denkt Dan erst einmal. Doch als ein Vater plötzlich pflegebedürftig wird. Gibt Dan sein gewohntes Leben auf, und zieht mit seinem Bruder Greg wieder zu Hause ein, um die Pflege des Vater zu übernehmen. Fazit: Ja, so kann man mit solchen Diagnosen auch umgehen. Nein Dan und seine Geschwister machen nicht den Vogel Strauß und stecken den Kopf in den Sand...im Sinne... wird schon werden. Sondern sie handeln. Doch wie geht man emotional mit dem nähenden Tod, einer tödlichen Krankheit eines nahen Verwandten um. Dieses ganzen Thema kommt gefühlt und gedacht eigentlich 30 Jahre zu früh. War der Vater doch immer fit, lief einen Marathon nach dem Anderen und. alle glaubten, er würde 100 Jahre alt. Doch dann kam ALS. Dan und seine Geschwisterlassen ihre Emotionen raus, mit schrägen Witzen, durch Fluchen und jede Menge Kraftausdrücken. Das mag einen als Leser erst mal abschrecken, doch wie soll man mit dem nahend Tod umgehen? Hinnehmen und schweigen? Nein, denn genau die Reaktion Dans Familie zeigt die Emotionalität und die Hilflosigkeit, die einen in solch einer Situation ereilt. Und mir hat es gefallen, wie sie da fluchen über den Tod Witze machen und nicht in Selbstmitleid über die ausweglose Situation zerfließen. Irgendwie gibt sich die Familie durch dieses Gefluche und diese direkten Ausdrücke gegenseitig Kraft das Alles auszuhalten. Man lacht, weint mit den mit Ihnen und erlebt gleichzeitig eine Reihe humorvoller Momente. Diese Geschichte, hat eine Mischung wie das Leben selbst, denn es geht nicht immer gut aus und es gibt nicht immer ein Happy End. Von mir gibt es die volle Punktzahl, da mir das schräge, direkte und schonungslose gefallen hat. Leben und Tod gehören einfach zusammen. Von mir gibt es 5 Sterne.

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  • Heftige Geschichte über Krankheit und Familiensinn

    Meine scheißkranke Familie
    seschat

    seschat

    13. June 2016 um 15:00

    Daniel Marshall, genannt Dan, hat mit seinem Roman "Meine scheißkranke Familie" seiner Familie ein Denkmal gesetzt. Er ist 24 Jahre alt und macht gerade Karriere in einer PR-Agentur, als sein Vater Bob die Diagnose ALS erhält. Für Dan ist dies nach der Krebsdiagnose seiner Mutter Jahre zuvor ein weiterer Schlag ins Gesicht. Fortan gilt seine Sorge nicht nur seinen sterbenskranken Eltern, sondern auch seinen vier Geschwistern, von denen noch zwei minderjährig sind. Es wird klar: Die Familie braucht Dans Hilfe und er zögert nicht, diese zu geben. Kurzerhand verlässt er sein altes Leben in LA mit Freundin, gut bezahltem Job und Sicherheit, um in Utah seine Familie zu unterstützen. Dort erlebt er Tag für Tag den schleichenden körperlichen Verfall seines Vaters und die depressiven Schübe seiner Mutter hautnah mit, deren Krebs nach der ALS-Diagnose wieder ausgebrochen ist. Ohne Zweifel zerrt diese intensive Zeit an seinen Kräften. Doch mithilfe seines Bruders Greg, einer Pflegerin und wilden Fluchtiraden schafft es Dan, das Elend zu ertragen und erlebt durchaus innige Momente mit seinem todkranken Vater. Bis zum Schluss verliert Familie Marshall seinen Humor nicht, wenngleich dieser sehr gewöhnungsbedürftig ist. Die Mischung aus Fäkalsprache und zotigen bis sexistischen Äußerungen fand ich etwas zu übertrieben bzw. zu hervorstechend. Sicher ist Galgenhumor bei dieser "scheißkranken Familie" überlebenswichtig, aber etwas mehr Stil hätte dem Buch durchaus gut getan. Obgleich es eine authentische, bis aufs Blut offene Geschichte ist und Fluchen bei Marshalls Familientradition, so konnte und wollte ich mich nicht an diese eigenwillige Erzählweise Dans gewöhnen. Schwarzer Humor sieht eindeutig anders aus. Was ich wiederum gut und gleichzeitig überraschend fand, dass er den Leser duzt und so direkt ins Geschehen mit einbezieht. So erlebt man alle Stadien der Krankheit und deren Auswirkungen auf die Familie eins zu eins mit. Phasenweise fand ich die Erzählung recht gelängt und zäh. 448 Seiten hätten es nicht sein müssen, da wäre weniger mehr gewesen. FAZITEin starkes, da ehrliches Buch mit allerdings sehr eigenwilligen Humor. Wer mehr über den Alltag mit Todkranken bzw. über die Krankheit ALS erfahren möchte, sollte dieses Buch zur Hand nehmen.

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  • Leserunde zu "Meine scheisskranke Familie" von Dan Marshall

    Meine scheißkranke Familie
    katja78

    katja78

    Eine verdammt wahre Geschichte Die nackte Wahrheit über Kinder, Eltern, das Leben und den Tod. Wir laden zu einer neuen Leserunde aus dem Atrium Verlag ein. Taucht in einer gemeinsamen Leserunde, in die wahre Geschichte von Autor Dan Marshall ein und bewerbt Euch für eines der 20 Rezensionsexemplare. Dan ist 24 und endlich raus aus dem Elternhaus. Neue Stadt, neuer Job, neue Freundin. Das Leben ist schön. Dann kommt der Anruf, der alles verändert. Dan erfährt: Sein Vater, der Fitnessguru und Müslifanatiker, hat die Nervenkrankheit ALS. Seine Mutter, die inoffi zielle Weltmeisterin im Fluchen ist und seit Jahren erfolgreich ihre Krebserkrankung bekämpft, muss erneut eine aggressive Chemotherapie beginnen. Beide Eltern werden sterben. Viel zu früh, gleichzeitig und mit Ansage. Dan schmeißt alles hin und zieht wieder zu Hause ein. Zusammen mit seiner notorisch beleidigten älteren Schwester Tiffany und seinem jüngeren Bruder Greg, der ein Ausnahmetalent ist, wenn es darum geht, im Weg zu stehen, bezieht er im Keller Quartier. Zu ihnen gesellt sich Adoptiv-Schwester Jessica, die sich schwer pubertierend in eine Affäre mit ihrem viel älteren Lacrosse-Trainer gestürzt hat, und Nesthäkchen Chelsea, die nur eines im Kopf hat: tanzen. Gemeinsam gründen die fünf ungleichen Geschwister einen Bund, dessen Geheimwaffe in einem unverwüstlichen Humor besteht. Und unversehens fi ndet sich die Familie in einer mitreißenden Feier des Lebens wieder, das in diesem Buch auf radikale Weise neu verhandelt wird: schrecklich komisch und zum Heulen schön. Leseprobe Dan Marshall wuchs in Salt Lake City auf. Nach dem College ging er nach Los Angeles, arbeitete in einer PR-Agentur und fand eine Freundin. Bald darauf schmiss er alles wieder hin und ging zurück nach Salt Lake City, um seine todkranken Eltern zu pflegen. Während er sie gemeinsam mit seinen Geschwistern begleitete, schrieb er dieses Buch. Wir suchen nun 20 Leser,  die gerne das Buch gemeinsam in der Leserunde lesen möchten, Blogger dürfen sich gerne mit Blogadresse bewerben! Bewerbungsfrage: Lest den Leseprobe und erzählt uns, was Euch an diesem Roman reizt Schaut auch gerne im aktuellen Programm vom Atrium Verlag rein, vielleicht haben wir noch weitere schöne Lesehäppchen für Euch! Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen! *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezensionen in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt.

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    • 185
  • Die nackte Wahrheit

    Meine scheißkranke Familie
    conneling

    conneling

    11. April 2016 um 22:55

    Klappentext: Die nackte Wahrheit über Kinder, Eltern, das Leben und den Tod. Dan ist 24 und endlich raus aus dem Elternhaus. Neue Stadt, neuer Job, neue Freundin. Das Leben ist schön. Dann kommt der Anruf, der alles verändert. Dan erfährt: Sein Vater, der Fitnessguru und Müslifanatiker, hat die Nervenkrankheit ALS. Seine Mutter, die inoffizielle Weltmeisterin im Fluchen ist und seit Jahren erfolgreich ihre Krebserkrankung bekämpft, muss erneut eine aggressive Chemotherapie beginnen. Beide Eltern werden sterben. Viel zu früh, gleichzeitig und mit Ansage. Dan schmeisst alles hin und zieht wieder zu Hause ein. Zusammen mit seiner notorisch beleidigten älteren Schwester Tiffany und seinem jüngeren Bruder Greg, der ein Ausnahmetalent ist, wenn es darum geht, im Weg zu stehen, bezieht er im Keller Quartier. Zu ihnen gesellt sich Adoptiv-Schwester Jessica, die sich schwer pubertierend in eine Affäre mit ihrem viel älteren Lacrosse-Trainer gestürzt hat, und Nesthäkchen Chelsea, die nur eines im Kopf hat: tanzen. Gemeinsam gründen die fünf ungleichen Geschwister einen Bund, dessen Geheimwaffe in einem unverwüstlichen Humor besteht. Und unversehens findet sich die Familie in einer mitreissenden Feier des Lebens wieder, das in diesem Buch auf radikale Weise neu verhandelt wird: schrecklich komisch und zum Heulen schön.Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn Dan Marshall beschreibt das Leben mit seiner, in seiner Familie. Ein Elternpaar, welches schwer krank ist, die Mutter kämpft seit Jahren gegen eine bekannte Krebserkrankung, und plötzlich wird der Vater Bob, der Fels in der Brandung krank, ALS. 5 Kinder, die unterschiedlicher nicht sein könnten raffen sich zusammen und versuchen alle auf ihre Art damit fertig zu werden. Es gelingt mal besser mal schlechter, aber sie versuchen gemeinsam damit fertig zu werden, nachdem klar wird, dass nichts mehr ist wie es war und auch nie mehr so sein wird. Die Realität hat zugeschlagen, mit viel schwarzem Humor verbringen sie gemeinsam die Zeit und versuchen sich von der Krankheit des Vaters nicht unterkriegen zu lassen, aber der Verfall geht sichtbar und schnell voran. Viele Entscheidungen müssen getroffen werden, Bob ist dazu fast nicht mehr in der Lage, von den Kindern sind eigentlich alle überfordert und Dan kämpft weiter.Der Schreibstil von Dan Marshall lässt sich gut und flüssig lesen, Worte werden nicht verpackt, er erzählt die Geschichte wie sie ist. Der schwarze Humor hat mich oft zum schmunzeln gebracht, traurig aber auch lustig zugleich hat mich dieses Buch sehr beschäftigt, irgendwie konnte ich es nicht aus der Hand legen. Auch nach der Lektüre habe ich es bereits mehrfach wieder in die Hand genommen um zu blättern, nachzulesen. Die nackte Wahrheit, traurig und lustig mit einem in meinen Augen beruhigenden Ende.

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  • Verdammt ehrlich und verdammt gut!

    Meine scheißkranke Familie
    Jenny1900

    Jenny1900

    Klappentext: Die nackte Wahrheit über Kinder, Eltern, das Leben und den Tod. Dan ist 24 und endlich raus aus dem Elternhaus. Neue Stadt, neuer Job, neue Freundin. Das Leben ist schön. Dann kommt der Anruf, der alles verändert. Dan erfährt: Sein Vater, der Fitnessguru und Müslifanatiker, hat die Nervenkrankheit ALS. Seine Mutter, die inoffizielle Weltmeisterin im Fluchen ist und seit Jahren erfolgreich ihre Krebserkrankung bekämpft, muss erneut eine aggressive Chemotherapie beginnen. Beide Eltern werden sterben. Viel zu früh, gleichzeitig und mit Ansage. Dan schmeisst alles hin und zieht wieder zu Hause ein. Zusammen mit seiner notorisch beleidigten älteren Schwester Tiffany und seinem jüngeren Bruder Greg, der ein Ausnahmetalent ist, wenn es darum geht, im Weg zu stehen, bezieht er im Keller Quartier. Zu ihnen gesellt sich Adoptiv-Schwester Jessica, die sich schwer pubertierend in eine Affäre mit ihrem viel älteren Lacrosse-Trainer gestürzt hat, und Nesthäkchen Chelsea, die nur eines im Kopf hat: tanzen. Gemeinsam gründen die fünf ungleichen Geschwister einen Bund, dessen Geheimwaffe in einem unverwüstlichen Humor besteht. Und unversehens fi ndet sich die Familie in einer mitreissenden Feier des Lebens wieder, das in diesem Buch auf radikale Weise neu verhandelt wird: schrecklich komisch und zum Heulen schön. Meine Meinung: Eine Geschichte über das Schicksal einer besonderen Familie, die mit Dans Worten einfach nur „scheiße“ gelaufen ist. Schonungslos offen berichtet Dan über die Zeit als sein Vorbild, sein Vater von der Krankheit ALS von einem kraftstrotzenden und lebenslustigen Mann in den besten Jahren zu einem Häufchen Elend dahinsiecht. Erschütternd ehrlich und mit so vielen Schimpwörtern erzählt, ist dies ein Leseerlebnis was lange im Gedächtnis bleibt. Man beginnt über den Sinn des Lebens und dessen Möglichkeit nachzudenken. Die Quintessenz hieraus ist: Lebe dein Leben so, dass du es genißet und nichts bereust!^^ Zwischendruch schlichen sich einfach ein paar Längen ein, da im Prinzip ja nur Dans und das Leben seiner Familie beschrieben wird. Doch ALS ist so ein wichtiges Thema, über das, weil es einfach so deprimierend ist, oft nicht gesprochen wird. Der Mensch neigt hier dazu, Schlechtes weg zu ignorieren… deswegen finde ich es sehr wichtig, sich trotzdem damit zu beschäftigen. Die Familie besitzt einen sehr eigenen Humor, der ihnen hilft diese schweren Schicksalsschläge zu verkraften. Und hier wird nichts verherrlicht und teilweise auch oft ein wenig übertrieben. Jede Person in dieser Geschichte hatte ganz eigene Macken aber auch Stärken. Sehr interessant zu erleben, wie die einzelnen Personen damit umgehen. Das Ende hat mich wirklich sehr berührt und ich muss gestehen, ich habe ein paar Tränchen verdrückt! Cover: Ein Schutzumschlag, der aus wie es scheint, Umweltpapier besteht mit einem krassen Titel, der nur der Wahrheit entspricht: „Meine scheißkranke Familie“. Treffender hätte man es nicht beschreiben können. Ein paar Akzente in türkisblau verbunden mit diesem Titel, weckten sofort meine Neugier! Fazit: Ein verdammt ehrliches aber auch verdammt gutes Buch! Schonungslos offen über eine Krankheit die mehr als ein Leben betrifft. Trotz etwaiger Längen ein Buch was ich wirklich empfehlen kann. Hierfür sollte man sich wirklich Zeit nehmen! Wohlverdiente 5 Sterne für diese wahre Geschichte!

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    • 4
    Edelstella

    Edelstella

    30. March 2016 um 17:47
  • Ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen

    Meine scheißkranke Familie
    hundeliebhaber

    hundeliebhaber

    30. March 2016 um 11:55

    Mich hat Dan Marschalls Geschichte sehr bewegt. Er schildert auf krasse, ehrliche und sarkastische Weise, wie scheiße es ist, wenn der Vater ALS und die Mutter Krebs hat, welche Höhen und Tiefen es gibt, und vor allem, welche Herausforderungen es zu bewältigen gilt.Dan ist mir allein durch seine ehrliche Art sympathisch. Sein Humor trifft wahrscheinlich nicht jeden Geschmack, aber mir hat er gefallen, denn er zeigt, dass es das letzte ist, was man aufgeben sollte, egal, wie scheiße das Leben gerade ist.Alle Charaktere machen im Laufe des Romans eine Veränderung durch, die mir durch Dans  Schilderungen stark aufgefallen ist. Manche Entscheidungen und Äußerungen kann ich nicht nachvollziehen. Jedoch sind sie schlüssig und passen in den Lebensstil der Familie.Das Buch ist schonungslos, ehrlich und beschönigt nichts. Wer bis jetzt noch nicht weiß, wie hart ALS und Krebs sind, sowohl für die Betroffenen als auch für die Angehörigen, weiß es nach diesem Buch definitiv!

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  • Eine wahre Geschichte

    Meine scheißkranke Familie
    Lesezeichen16

    Lesezeichen16

    28. March 2016 um 18:15

    Klapptext: Die nackte Wahrheit über Kinder, Eltern, das Leben und den Tod. Dan ist 24 und endlich raus aus dem Elternhaus. Neue Stadt, neuer Job, neue Freundin. Das Leben ist schön. Dann kommt der Anruf, der alles verändert. Dan erfährt: Sein Vater, der Fitnessguru und Müslifanatiker, hat die Nervenkrankheit ALS. Seine Mutter, die inoffizielle Weltmeisterin im Fluchen ist und seit Jahren erfolgreich ihre Krebserkrankung bekämpft, muss erneut eine aggressive Chemotherapie beginnen. Beide Eltern werden sterben. Viel zu früh, gleichzeitig und mit Ansage. Dan schmeisst alles hin und zieht wieder zu Hause ein. Zusammen mit seiner notorisch beleidigten älteren Schwester Tiffany und seinem jüngeren Bruder Greg, der ein Ausnahmetalent ist, wenn es darum geht, im Weg zu stehen, bezieht er im Keller Quartier. Zu ihnen gesellt sich Adoptiv-Schwester Jessica, die sich schwer pubertierend in eine Affäre mit ihrem viel älteren Lacrosse-Trainer gestürzt hat, und Nesthäkchen Chelsea, die nur eines im Kopf hat: tanzen. Gemeinsam gründen die fünf ungleichen Geschwister einen Bund, dessen Geheimwaffe in einem unverwüstlichen Humor besteht. Und unversehens findet sich die Familie in einer mitreissenden Feier des Lebens wieder, das in diesem Buch auf radikale Weise neu verhandelt wird: schrecklich komisch und zum Heulen schön. Meine scheisskranke Familie ist das neuste Werk von Dan Marschall. Mit seinem humorvollen, aber auch offen und ehrlichen Schreibstil beschreibt der Autor eine realitätsnahe Geschichte, die man nie offener hätte erzählen können. Sein Wortschatz geprägt durch diverser Kraftausdrücke und das ist sehr gewöhnungsbedürftig. An manchen Stellen fand ich es auch ziemlich derb, aber so geht der Autor mit der Situation um. Hier wird nicht verschönert oder gar herunter gespielt. Auch wenn es hier um ein sehr ernstes Thema geht, bleibt der Humor nicht auf der Strecke. Der Autor versteht es seinen schwarzen Humor wohl dosiert in seine Geschichte unterzubringen, so dass das Ganze nicht verharmlost oder gar lächerlich erscheint. Da es sich hier um eine wahre Familiengeschichte handelt, braucht man über die Protagonisten nicht viel zu erzählen, denn sie sind aus dem Alltag gegriffen worden. Beim Lesen merkt man immer wieder wie die Emotionen aller Familienmitglieder überschwappt und man ertappt sich dabei, dass hier die eine oder andere Träne weggedrückt bzw. verdrückt wird. Manchmal muss man das Buch sogar zur Seite legen, weil die Geschehnisse einen so mitnehmen, dass man das Gelesene erst mal verdauen muss. Zur Handlung braucht man nicht viel schreiben, denn sie erzählt vom Krankheitsverlauf der ALS und zu gleich berichtet sie dem Leser, wie die einzelnen Familienmitglieder mit der Situation versucht haben, fertig zu werden. Ich fand es sehr interessant miterleben zu dürfen, wie verschieden die einzelnen Personen mit der ALS-Diagnose und dem weiteren Verlauf umgingen. Trauer, Verzweiflung, Wut, Hoffnung wurden so stark ausgelebt, so dass man sich in alle Beteiligten sehr gut hinein versetzen konnte. Am meisten haben mich Dan und sein Vater beeindruckt, allen voran als der Vater eine sehr wichtige Entscheidung getroffen hat. Wie die Geschichte ausgeht, dazu brauche ich gar nichts zu schreiben, denn ich denke, dass es allen klar sein sollte.Schön, fand ich, dass die Geschichte weiter erzählt worden ist und wie alle Familienmitglieder ins Leben und in ihren Alltag wieder zurück gefunden haben. Fazit: Eine berührende und ehrlich beschriebene Geschichte über Krankheit und Familie, die nicht schonungsloser erzählt hätte werden können. Sie zeigt uns auch, wie stark und wichtig Familienbande sein kann.

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  • Familiäre Katastrophe

    Meine scheißkranke Familie
    mistellor

    mistellor

    Eine amerikanische Familie erlebt den absoluten Katastrophenfall. Die Eltern sind beide todkrank und die 5 Kinder müssen einerseits einen Weg finden, wie sie selbst mit dieser Bedrohung umgehen werden und andererseits die Pflege der Eltern übernehmen. Die Mutter leidet seit 15 Jahren an Krebs, wandert von einer Chemo-Therapie in die andere, der Vater, die Seele der Familie, bekommt die Schockdiagnose - aggressive ALS. Die Pflege des in kurzer Zeit völlig abhängigen und bewegungslosen Vaters übernehmen die beiden ältesten Söhne. Einer von ihnen, Dan Marshall hat dieses Buch darüber geschrieben. Er beschreibt in seinem Bericht in einer schonungslosen Offenheit das Leiden des Vaters, die Reaktionen seiner Geschwister, seine eigenen Gedanken zu den Problemen, die sich ihm jetzt stellen, das Verhalten seiner schrägen Mutter. Dazu benutzt er eine mit Fäkalworten gespickten Sprache, die in dieser Familie wohl üblich war und ist. Für mich war dieses Buch an einigen Stellen gewöhnungsbedürftig. Zum einen fand ich manchmal die Sprache nicht angemessen und sehr verletzend. Zum anderen war ich oft geschockt über den Leichtsinn der beiden Brüder, die mehrmals das Leben des Vaters gefährdeten. Auch das Verhalten, besonders das der Töchter, war für mich kaum nachvollziehbar. Auf der anderen Seite bewundere ich die Ehrlichkeit, die Offenheit von Dan Marshall. Dieses Buch ist aus seiner Sicht geschrieben und er kommt dabei nicht immer gut weg. Aber er beschreibt auch dieses ungeschminkt – meinen Respekt dafür. Letztlich meistert er gemeinsam mit seinem Bruder die gewaltige Aufgabe seinen Vater Tag und Nacht zu pflegen und später ihm beim Sterben zu helfen. Auch gelingt es ihm die Familie irgendwie zusammen zu halten. Das Buch ist gut geschrieben. Leider hat es einige Längen und es wiederholt sich mehrmals. Daher gibt es einen Stern Abzug. Das Thema ist sehr gut behandelt, es fehlt ein wenig die Tiefe. Trotzdem ist es ein mutiges und wichtiges Buch.

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    • 2
  • Der langsame Tod eines geliebten Menschen

    Meine scheißkranke Familie
    FlipFlopLady007

    FlipFlopLady007

    25. March 2016 um 14:10

    Dan Marshall erzählt in diesem Buch über seine Erinnerungen an die Zeit mit seinem todkranken Vater. Dieser bekommt aus heiterem Himmel von einem Tag auf den anderen die Diagnose ALS. Wäre dies nicht schlimm genug, kämpft Dans Mutter bereits seit seiner Kleinkindzeit gegen Krebs an. Sie erzählt eine Chemotherapie nach der nächsten, um bei ihren Kindern zu sein. Da seine Mutter sich gerade wieder in einer anstrengenden Chemotherapie befindet, steht schnell fest, dass die Kinder der Familie mit anpacken müssen, wenn es hart auf hart kommt. Dan und seine vier Geschwister sehen jedoch erst einmal keinen Handlungsbedarf, da es ihrem Vater noch gut geht. Doch dies ändert sich sehr schnell und Dan ist gezwungen sein eigenständiges Leben aufzugeben und wieder bei seinen Eltern einzuziehen. Inhalt: In diesem Buch erzählt aus seiner letzten gemeinsamen Zeit mit seinem Vater. Es gab dabei sehr viele Tiefen, die die Familie versucht mit viel Humor zu verarbeiten. Wie nicht anders zu erwarten, verliert Dan dabei das eine oder andere Mal auch die Kontrolle und wünscht sich nichts sehnlicher, als alles ungeschehen zu machen, doch eine Krankheit wie ALS lässt sich nicht heilen. Das muss auch Dan mit der Zeit feststellen und es kommt eine sehr harte Zeit auf ihn zu. Ich finde es sehr eindrucksvoll, wie Dan diese Zeit mit seiner Familie in diesem Buch schildert. Die Geschichte hat mich berührt und erst wieder losgelassen, als ich wusste, wie es am Ende ausgegangen ist. Ich finde es bemerkenswert, wie viel Dan für seine Familie gibt und wie lange er dabei durchhält. Schreibstil und Aufbau: Dan schildert seine Geschichte chronologisch und beginnt mit der Diagnose seines Vaters. Die Zeitsprünge sind am Anfang noch recht groß, gegen Ende schildert er dann jeden Tag sehr genau. Die Schilderung ist dabei in viele Kapitel unterteilt, die sich jeweils einem bestimmten Ereignis widmen, worauf die Kapitelüberschrift bereits hindeutet.  Der Schreibstil des Buches hat mir dabei sehr gut gefallen. Das Buch liest sich sehr gut und flüssig. Das Buch hat mich berührt und gefesselt. Der Schreibstil ist darüber hinaus etwas Besonderes, da Dan auf eine sehr lockere Art und Weise erzählt. Er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, schreibt sehr direkt und benutzt außerdem sehr viele Schimpfwörter bei seiner Schilderung. Ich finde, dass besonders dadurch seine große Wut auf die Krankheit herauskommt. Charaktere: Da dieses Buch eine wahre Geschichte erzählt, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht auf die realitätsnähe der Figuren eingehen, da sie alle echte Vorbilder haben, die sie wohl mehr oder weniger 1:1 abbilden. Wer mich in diesem  Buch jedoch besonders berührt hat, sind Dan und sein Vater. Dies liegt wohl vor allem daran, dass die beiden mehr oder weniger die Hauptfiguren des Buches sind, aber dennoch bewundere ich beide für ihren Mut. Der eine, der sich darauf einlässt sich pflegen zu lassen und sich am Ende sogar an Maschinen anschließen lässt und der andere, der sein gesamtes eigenes Leben auf Eis legt, um seinen Vater zu pflegen. Natürlich hat auch Dans Mutter ganz viel Respekt verdient dafür, dass sie es immer wieder mit dem Krebs aufnimmt und für ihre Kinder nie aufgibt. Cover und Klappentext: Das Cover des Buches ist mir aufgefallen, da ich es sehr ungewöhnlich finde. Der sandfarbene Hintergrund mit der schwarzen Umrandung der Schrift und dem in neon-grün Korrekturen  ist aus meiner Sicht etwas Besonderes. Von anderen aktuellen Covern bin ich es eher gewohnt, dass Fotos oder ähnliche Bilder den Hintergrund zieren. Der Klappentext bringt den Inhalt des Buches sehr gut auf den Punkt.  Er bereitet den Leser auf den Inhalt des Buches vor. Da es bei diesem Buch weniger um den Ausgang des Buches geht als um den Weg dorthin, kann der Klappentext in dieser Hinsicht nicht zu viel verraten. Ich finde er macht neugierig und weckt keine falschen Erwartungen. Fazit: Obwohl das Buch zum Teil wirklich harte Kost ist, finde ich es absolut lesenswert. Es schildert das letzte Jahr von Dans Vater auf sehr eindrucksvolle, aber auch humorvolle Weise. Man hat das Gefühl mit der Familie zusammen diese harte Zeit zu durchleben. Das Buch hat mich berührt.

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  • Rezension Meine scheißkranke Familie

    Meine scheißkranke Familie
    Linny

    Linny

    18. March 2016 um 10:15

    Meine scheisskranke Familie Eine verdammt wahre Geschichte Dan MarshallBei dem Buchcover muss man zweimal hinsehen und auch lesen. Und durch die auffällige farbige Schrift wird man gleich neugierig auf den Inhalt. So ging es mir jedenfalls.Dan ist 24 Jahre alt, grade frisch von zu Hause ausgezogen und genießt jetzt sein neues Leben in vollen Zügen. Keiner mehr der einen Vorschriften macht. Man ist nur für sich alleine verantwortlich. Doch diese kurze Zeit ist jäh vorbei, ein Anruf der alles verändert. Sein Vater, der eigentlich immer der auf seine Ernährung und Gesundheit geachtet hat. Ist an ALS erkrankt und seine Mutter muss wieder eine Chemotherapie beginnen.Diese, stoppt nicht den Krebs sie hält sie nur ein wenig auf. Was bedeutet dies für Dan und seine Geschwister?. Vor allem sind sie sich wirklich alle im klaren was dies bedeutet?. Wenn man diesen Weg geht, dann auch bis zum Schluss.Schonungslos ehrlich wird dieser Roman erzählt. Es kommen einen bei so mancher Seite die Tränen und ich musste es auch zeitweise zur Seite legen um einfach mal tief Luft zu holen und mich zu beruhigen. Wie es ausgeht, das kann sich jeder denken, aber genau dazwischen. Den Anruf und dem Leben danach, das beschreibt der Autor Dan Marschal mit ganz klaren Worten. Wem will man trösten und Mut zusprechen. Gibt es überhaupt die richtigen Worte und muss man überhaupt etwas sagen. Hilfe wäre besser angebracht, ohne vieler Worte.Eine Krankheit verändert die ganze Familie und nicht nur den Patienten.

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