Dan Simmons Der Berg

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  • 8 Rezensionen
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Inhaltsangabe zu „Der Berg“ von Dan Simmons

Wir schreiben das Jahr 1924. Auf der Nordostseite des Mount Everest machen sich die beiden englischen Bergsteiger George Mallory und Andrew Irvine auf den Weg zum Gipfel – und verschwinden für immer. Bis heute weiß man nicht, was mit ihnen geschehen ist. Waren es die Wetterbedingungen, die an diesem Tag herrschten? Oder war noch etwas dort oben bei ihnen auf dem Berg, etwas Tödliches? Mit Der Berg erzählt Bestsellerautor Dan Simmons die packende Geschichte von der Erstbesteigung des Mount Everest – ein Roman, den man nie wieder vergisst.

Spannendes Bergsteigerdrama, das unter die Haut geht. Die politischen Verwicklungen hätte es meiner Meinung nach gar nicht gebraucht.

— black_horse

Dank die sehr detailreicher Schreibweise das Buch ist wie ein Film, lebendig, authentisch und mit große Dose Spannung

— marpije

in diesem Buch passiert überhaupt nichts, es dauert schon bis zur mitte des Buches bis die Protagonisten überhauptmal England verlassen

— Kisu

Größtenteils passiert überhaupt nichts und der Autor ergeht sich so sehr in Bergsteigerdetails, dass man entnervt aufgibt.

— Contresse

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  • Leserunde zu "Der Berg" von Dan Simmons

    Der Berg

    papaverorosso

    Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Der Berg" von Dan Simmons zu lesen. Wir beginnen am 01.09.2017 und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man ein Los dafür.  Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen!  Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    Viel Spaß an alle, die mitmachen möchten :) Autor: Dan Simmons

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    • 49
  • Atemberaubendes historisches Bergsteigerdrama

    Der Berg

    black_horse

    11. October 2017 um 14:58

    Was geschah 1925 am Mount Everest? Wenn man den Historikern glauben darf, war nach dem Besteigungsversuch von Mallory und Irvine, die 1924 verschollen, erstmal Schluss am höchsten Berg der Welt.Doch Dan Simmons ist anderer Meinung. Aus dem Nachlass eines gewissen Jacob Perry erhielt er bisher unbekannte Informationen zu einer Expedition im Jahre 1925, bei der sich Perry zusammen mit zwei Bergsteigerkollegen auf den Weg machten, den angeblich ebenfalls 1924 am Berg verunglückten Lord Percival Bromley zu suchen. Mit von der Partie waren außerdem dessen Cousine Reggie und deren indischer Arzt Dr. Pasang. Eine wirklich imposante, charakterlich vielfältige Gruppe.Nachdem der erste Teil "Die Kletterer" sich hauptsächlich mit der Vorstellung der Charaktere, der damaligen Kletterbedingungen und den Vorbereitungen beschäftigt, geht es dann im zweiten Teil los mit der Expedition zum Dach der Welt. Sehr detailreich, spannend und informativ werden die unmenschlichen Bedingungen, die der Berg an seine Herausforderer stellt, geschildert. Im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend.Doch dann geschehen unglaubliche Dinge - der Roman wandelt sich plötzlich zum Politthriller. Das hatte ich weder erwartet, noch war eine solche Wendung nötig. Teilweise kommt diese "Schlacht am Berg" auch recht kitschig daher. Statt den beeindruckenden Kampf gegen den Berg für sich wirken zu lassen, wird dieser plötzlich durchbrochen und ein menschliches Gemetzel zerbricht die Faszination. Sehr, sehr schade.Die Ereignisse von 1924/25 sind in eine Rahmenhandlung um Jake Perrys Nachlass eingebettet, die die Schilderungen noch authentischer wirken lassen. Das Thema Erstbesteigung des Mount Everest hat mich sehr beeindruckt, denn dieses war fesselnd und voll spannender Informationen. Deshalb gebe ich noch 4 Sterne!

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  • Hervorragend !!!

    Der Berg

    marpije

    25. September 2017 um 17:42

    Im Jahr 1924 britische Bergsteiger George Mallory und sein Kollege Andrew Irvine probieren den Mount Everest besteigen , doch die verschwinden spurlos auf der Nordseite von Berg. Ein Jahr später Richard Deacon will die Geheimnis um die spurlose verschwinden von die zwei Bergsteigern aufzuklären, zusammen mit Jean- Claude, ein französischer und Jake Perry , ein amerikanischer Bergsteiger vorbereiten eine Expedition in die Berge, die drei wissen nur noch nicht dass dort oben nicht nur die wilde, eiskalte Natur wartet auf sie....   Dan Simmons hat ein hervorragendes Thriller geschrieben wo der Spannung bleibt lange gut versteckt und später meldet sich mit einen heftigen Sprung. Die hohe Spannungsrate bleibt bis zum Ende  und zusammen mit die überraschenden Wendungen sorgt für die "kitzlige", thrillerartige Atmosphäre , das Buch fesselt und lässt sich nur schwer aus den Hand weg zu legen. Der Autor schreibt sehr, sehr detailreich , seine Beschreibungen sind bis zu den kleinsten Teil wunderbar "zusammengebaut " , hier der Leser braucht keine Fantasie, hier reicht nur das lesen  und die Szenen spielen sich von selber im Kopf. Dank die vielen Details alles wirkt sehr lebendig und realistisch, sogar das heulen von der eiskalten Wind ist hörbar.... Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich jeder hat andere Charakter und jeder ist perfekt ausgebaut, die Stimmung ist eher dunkel und durch die ständige Lebensgefahr ist die Geschichte   bisschen beklemmend aber der große Spannung und die geheimnisvolle bringen "die frische "in  die schwere gespannte Atmosphäre. Dan Simmons hat ein Buch geschrieben wo alles ist anders als am Anfang scheint, ein Buch in welchen die wichtigste am ersten Blick nicht erkennbar ist, ein Buch voll mit Leidenschaft, eiskalten, weißen Wildnis, menschlichen Grenzen und politischen Macht.

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    • 5
  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1216
  • Der Berg (Dan Simmons)

    Der Berg

    PoldisHoerspielseite

    01. November 2015 um 20:52

    Mitte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts ist der Mount Everest immer noch nicht bezwungen, zwei englische Bergsteiger gehen auf einem weiteren Versuch, den höchtsten Berg der Welt zu besteigen, spurlos verschwunden. Und so macht sich kurze Zeit später ein deutsches Entdeckerteam auf, um die verschollenen Kollegen zu finden – und die weiteren Geheimnisse des Berges zu lüften...   Seit Mitte der 80er Jahre ist Dan Simmons als Autor aktiv und hat seitdem Romane aus unterschiedlichen Genres verfasst. Auch sein neues Werk mit dem schlichten Titel „Der Berg“ ist nicht nur einer Stilrichtung zuzuordnen, sondern lässt dem an sich historischen Roman gegen Ende noch einen Hauch Mystik und Verschwörungstheorie einfließen – jedoch bei weitem nicht so viel, wie der Klappentext vermuten lässt. Denn ein großer Teil des Romans wird schon für die Vorbereitungen aufgewendet. Hier werden die Charaktere sehr ausführlich und tiefgreifend geschildert, aber auch sehr viele Details aus dem Bereich Bergsteigen erklärt. Das ist für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten: So atmosphärisch die Schilderungen aus sein mögen, so wenig bringen sie auch die eigentliche Handlung voran. So dauert es tatsächlich ziemlich lange, bis die Expedition losgeht, und hier zeigt sich dann die wahre Stärke vom Autor Dan Simmons, der die vorher ausgelegten Dinge nutzt, um sie nun in seine sehr dichte und eindringliche Stimmung einzubinden. Fast fühlt man sich als Leser in die eisige Bergwelt versetzt, fürchtet Erfrierungen und Sauerstoffmangel, meint die lebensfeindliche Welt vor eigenen Augen zu sehen. Nur das Ende scheint nicht recht hierzu zu passen, gefühlt sollte hier noch Spannung eingebaut werden, was mit dem doch eher abstrus wirkenden Ende allerdings nur mäßig gut gelungen ist.   Dan Simmons hat hier eine Sprache gewählt, die sehr klar und schnörkellos ist, dabei aber keinesfalls simpel oder einfallslos wirkt. Dabei baut er viele fachliche Begrifflichkeiten des Bergsteigens ein, die sich wegen der intensiven Beschreibungen einprägen und greifbar werden. Er schafft sehr eingängige Atmosphären und lässt auch seine Charaktere sehr greifbar werden. Er zeichnet diese sehr feinsinnig und markant, dichtet ihnen glaubwürdige Eigenschaften an und lässt diese so sehr lebendig und nahbar erscheinen.   „Der Berg“ konnte mich gerade wegen der zahlreichen detaillierten Beschreibungen überzeugen, wobei die Vorbereitungen für meinen Geschmack etwas zu lang gezogen wirken. Die Konzentration auf die eigentliche Expedition und die Verknüpfung mit der Vorgeschichte sind das sehr fesselnd und in seiner Ruhe bestechend, während mich das Ende leider nicht packen konnte, es wirkt etwas deplatziert. Dennoch ist „Der Berg“ lesenswerte Lektüre.

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  • Der Berg ruft!

    Der Berg

    NiWa

    1924 sind die Bergsteiger George Mallory und Andrew Irvine am Mount Everest verschwunden. Bis heute ist unklar, ob sie beim Versuch den Gipfel zu erklimmen scheiterten oder ob ihnen der Abstieg zum Verhängnis wurde. Ein Jahr später treten drei Bergsteiger in die Fußstapfen der Vermissten. Offiziell begeben sie sich auf Bergungsmission, um einen weiteren verunglückten Gipfelstürmer heimzuholen. Doch welcher Alpinist kann schon widerstehen, wenn die Spitze des Berges zum Greifen ist? Der Mount Everest. Der höchste Berg der Welt. Nach wie vor eine der größten Herausforderungen für passionierte Bergsteiger. Der Protagonist Jake kann es kaum glauben, dass ihn der Diakon gemeinsam mit dem erfahrenen Bergführer Jean-Claude auf diese Mission mitnimmt. Welcher Alpinist träumt nicht davon, den Gipfel des Mount Everest als Erster zu erreichen? Eingangs lernt man Jake, den Diakon und Jean-Claude kennen. Man schwingt sich mit ihnen über halsbrecherische Steilhänge, nimmt unbekömmliche Abkürzungen und seilt sich über bröckliges Felsgestein ab, bis die Vorbereitungen für die Mission beginnen. Zuerst war es schwierig in den trockenen Erzählstil des Autors reinzufinden. Gerade die Vorbereitungen für die Expedition werden sehr sachlich abgehandelt, was mich zwar anfangs etwas gelangweilt aber auf einmal so richtig gepackt hat! Denn die Probleme, die in den 20er-Jahren ein Vorhaben dieser Größenordnung aufwarfen, waren beachtlich und die Schilderung der neu angepassten Ausrüstungsgegenstände, die mittlerweile in unseren Alltag eingezogen sind, haben mich so sehr fasziniert, dass ich sogar meine Straßenbahnhaltestelle übersehen habe. Wer hätte gewusst, dass mein geliebter Daunenfedermantel einst gedacht war, um das Dach der Welt zu erklimmen? Ist man erst am Berg angelangt, beginnt nicht nur das Abenteuer, sondern damit fängt der Ärger erst richtig an. Damals wie heute sind es Sauerstoffmangel, Benommen- und Antriebslosigkeit und der fehlende Appetit, die neben den herkömmlichen Bedrohungen des Berges jeden noch so trainierten Menschen nach dem Leben trachten, während der Gipfel so nah erscheint und in vielen Fällen doch unerreichbar bleibt. Der letzte Abschnitt nimmt eine sehr unerwartete Wendung, die mich momentan richtig überrumpelt hat. Hier bringt der Autor so richtig Spannung ins Spiel, die das Abenteuer Everest in ein eindrucksvolles Ende überführt und einem zum Schluss das Buch bedächtig zuklappen lässt. Meiner Meinung nach ist es kein Roman für jedermann, wer sich aber für den Mount Everest, Bergsteigen oder die unfassbaren Abenteuer der Pioniere jener Zeit interessiert, wird sich der Mission von Jake, Jean-Claude und dem Diakon oder eben dem Ruf des Berges kaum entziehen können und - wie ich - diese Geschichte mit Begeisterung lesen.

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    • 12

    Igelmanu66

    17. April 2015 um 15:54
  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 755
  • Detailverliebter, historischer Roman

    Der Berg

    Havers

    02. September 2014 um 19:26

    Ende der neunziger Jahre habe ich mich erstmals mit dem Mount Everest als literarisches Thema beschäftigt, als die Reportage des amerikanischen Autors, Journalisten und Bergsteigers Jon Krakauer „In eisige Höhen“ erschienen ist. Tief beeindruckt habe ich diesen Bericht über die beiden Expeditionen gelesen, bei denen im Frühjahr 1996 acht Teilnehmer ihr Leben verloren.   Der Mount Everest, mit 8848 Metern der höchste Berg der Erde, hat im Lauf der Jahre schon viele Opfer gefordert. Manch einer, der ihn bezwingen wollte, ist zu Tode gestürzt, andere wiederum sind auf dem Weg zum Gipfel spurlos verschwunden. So auch die beiden Engländer George Mallory und Andrew Irvine, die 1924 den Aufstieg über die Nordostseite versuchen wollten, ebenso Percy Bromley, ein junger Adliger, der ebenfalls vermisst wird. Dessen Mutter möchte Klarheit und ist bereit, aus dem Familienvermögen eine Expedition zu finanzieren, die Richard „Diakon“ Deacon anführen soll. Unterstützung sollen ihm Jean-Claude Clairoux, der das technische Wissen beisteuert, sowie der junge Freikletterer Jake Perry bieten. Etwas später wird diese Mannschaft durch Reggie, Percys Verwandte, und deren Freund Dr. Pasang verstärkt. Die Motivationen der einzelnen Teilnehmer sind verschieden, aber bald schon stellen sie fest, dass sie nur dann erfolgreich sein können, wenn sie ihre unterschiedlichen Talente zum Wohle der Gruppe einsetzen. Und so machen sie sich auf, den Bergriesen zu bezwingen und das Rätsel um das Verschwinden Percy Bromleys zu lösen. Aber ist das wirklich die Motivation für alle Teilnehmer der Expedition? Gibt es vielleicht doch noch andere Gründe?   Dan Simmons wendet einen raffinierten Kniff für den Einstieg in die Story an. In seiner Funktion als Autor interviewt er einen Überlebenden, den zum Zeitpunkt der Expedition  23-jährigen Jake Perry. Dieser übergibt ihm sein Tagebuch, welches die Basis der Geschichte bildet. Dadurch sind die Schilderungen natürlich zum einen persönlich, zum anderen aber auch sehr ausführlich, was gerade im ersten Drittel die Geduld des Lesers auf eine harte Probe stellt, verliert sich der Autor doch meiner Meinung nach zu oft in alpinistischen Einzelheiten.   Detailverliebt schildert er die Ausrüstung, doziert über Seile, Haken und die passende Kleidung, bevor er sich dem eigentlichen Thema des Romans widmet. Allerdings bin ich mir im Rückblick nicht sicher, ob hier wirklich weniger mehr gewesen wäre, denn genau dadurch wirken die Personen sehr authentisch und die Geschichte sehr intensiv.   Erst im letzten Drittel des Romans  nimmt die Handlung Tempo auf und entwickelt sich in die Richtung, Richtung wohlgemerkt, die dem Leser durch den mehr als reißerischen Klappentext suggeriert wird. „Der Berg“ kein Thriller mit Horrorelementen, sondern eher ein historischer Roman, für den der Leser zumindest ein gewisses Interesse an alpinistischen Themen mitbringen sollte, denn dann ist gute Unterhaltung absolut garantiert!

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  • Saukalt am Everest

    Der Berg

    Phil Decker

    25. August 2014 um 11:49

    Keine Ahnung, wie Menschen sich so etwas antun können, aber auch sehr spannend und interessant zu verfolgen, wozu Menschen in der Lage sind. Sehr gut recherchierte Geschichte für Berginteressierte. Nach Terror wieder ein Pageturner und wieder viel mitgenommen. 

  • In eisigen Höhen

    Der Berg

    Babscha

    Das neue Monumentalwerk eines begnadeten Erzählers. Diesmal geht es um die Geschichte einer geheimen, dubiosen Besteigung des Mount Everest im Jahr 1925. Neben weiteren, erst später dazu stoßenden Hauptcharakteren sind es drei Figuren, die das Ganze tragen und die der Leser in einem wahrlich epischen Handlungsvorlauf bis in alle Einzelheiten kennenlernt: Da ist der britische Adlige und Kriegsheld Richard Deacon, ein verschlossener, eigenbrötlerischer Charakter, der seine ganz eigenen Ziele verfolgt, dann der französische Topalpinist Jean-Claude Clairoux, aufgeschlossener, hellwacher Geist, immer bereit, seine Grenzen auszuloten, und zuletzt der eigentliche Erzähler des Buches, der Amerikaner Jake Perry, ebenfalls aus gutem Hause, leicht naiv und ebenso kletterbegeistert. Dieses Triumvirat wird in den politischen Nachkriegswirren der frühen Zwanziger von einer englischen Adligen beauftragt (und bezahlt), ihren Sohn, der im Vorjahr am Mount Everest unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen ist, zu finden und wenn möglich die Hintergründe seines Todes in Erfahrung zu bringen. Hier sehen die Drei natürlich die große Chance, sich gleichzeitig an der bislang ausstehenden Erstbesteigung dieses Berges zu versuchen und sagen zu, insbesondere, da zeitgleich in 1924 auch die beiden berühmten Engländer George Mallory und Andrew Irvine ebenfalls dort auf dem Weg zum Gipfel spurlos verschwunden sind. Simmons vermixt wie schon in der Vergangenheit auch in seinem aktuellen Buch wieder geschickt eine fiktive Story mit tatsächlichen historisch belegten Gegebenheiten und verliert sich neben der reinen Bergsteigergeschichte teils überbordend und bis in feinste Verästelungen beschrieben in einer wahrhaft phantastischen Erzählung. Der Leser wird über die Reisen und Expeditionsvorbereitungen der Protagonisten tief hineingezogen in die Welt eines politisch instabilen Europa in den Nachwehen des ersten Weltkriegs, eine Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland und ungebrochener Herrschaftsansprüche britischer Adliger an deren Kolonien. So interessant wie beklemmend. Die eigentliche Geschichte am Everest startet, typisch für die Erzählweise dieses Autors, erst nach etwa zwei Dritteln des Buches, dann aber mit solcher Vehemenz und Dichte, dass sie dem Leser den Pulsschlag hochtreibt, insbesondere in der akribischen Darstellung der lebensgefährlichen Begebenheiten direkt am Berg. Phänomenal auch, wie eingehend sich Simmons mit den Einzelheiten der aus heutiger Sicht völlig unzureichenden technischen Ausrüstung der damaligen Expeditionen befasst hat und sich hier einzudenken vermag. Da fröstelt man direkt mit. Und hier am Berg laufen dann auch zuverlässig alle Handlungsstränge zusammen und werden sämtliche offenen Enden aus der Vorgeschichte sauber und überzeugend und mit vielen unerwarteten Wendungen verknüpft und aufgelöst. Ein lesenwertes, überzeugendes Werk für sowohl historisch wie an der Welt der Berge interessierte Leser. Aufgrund der streckenweise ziemlichen Brutalität in den Schilderungen allerdings nichts für zarte Gemüter.

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    • 3
  • Mit Sogkraft geschrieben

    Der Berg

    michael_lehmann-pape

    27. June 2014 um 11:30

    Mit Sogkraft geschrieben Vielleicht hat der Verlag der Kraft der Erzählung nicht in Gänze vertraut, anders zumindest ist der marktschreierische, nicht zum Buch passende Klappentext nicht zu verstehen. „Doch in den dunklen Schluchten und Höhlen des Mount Everest verbergen sich Dinge, die unentdeckt bleiben sollten, je höher…… desto lauter wird das dumpfe Heulen, das aus dem dichten Schnee kommt“. Weder spielt ein „dumpfes Heulen aus dem Schnee“ überhaupt eine Rolle im Buch, noch blicken die Bergsteiger in Höhlen. Und vor allem, jene Geschöpfe, die da dumpf heulen könnten (ja, ja, der „Yetti“ kommt irgendwie schon am Rande vor) nehmen nur an einer Stelle weit, weit zum Ende hin (und das eigentlich überflüssig), Einfluss auf den Gang der Dinge. Also am besten den in „Stephen King Richtung“ führenden Klappentext einfach ignorieren und im Verlauf der Lektüre mehr und mehr genießen, wie intensiv und sachkundig Dan Simmons sich in seine Geschichte „auf DEM Berg“ hineinschreibt. Mit überzeugenden Charakteren („Der Diakon“ Richard Deacon, der geniale Tüftler Jean-Claude, die wunderschöne Plantagebesitzerin Reggie, deren Vertrauter, Arzt und ruhiger Pol, Dr. Pasang und Jake Perry, Amerikaner, Freikletterer und Felsexperte. Männer, die sich Mitte der zwanziger Jahre auf eine Mission machen. Die letzte Everest Expedition ist gescheitert. Mallory und Irvine am Berg verschollen. In Europa treten neue Figuren auf den Plan der Weltgeschichte, Churchill ist Schatzmeister, Hitler sitzt gerade in Landau, ist aber schon „auf dem Sprung“. Auch Percy, der Cousin Reggies, ist auf dem Everest verschollen. Augenzeugen wollen gesehen haben, wie er mit einem Begleiter vom Nordsattel stürzte. So rüstet Percys Mutter Richard Deacon und seine beiden Freunde mit Geld aus, um eine Suchaktion zu finanzieren. Mit glänzenden Augen werfen sich alle drei in den Traum jedes Bergsteigers der damaligen Zeit. Doch nicht alle Beteiligten wissen, dass noch etwas ganz anderes, bedeutsameres gesucht werden soll, als nur die Leiche Percys und seines Kameraden. Und ebenso wissen nur wenige der Beteiligten, dass auch andere diesen Gegenstand auf Leben und Tod in ihrer Hand halten wollen. Breit, langsam, bildkräftig und mit einem faszinierenden Blick für die Atmosphäre der Zeit bis in die kleinsten Kleinigkeiten des Materials hinein (5, 6 verschiedene Eispickel und Formen beschreibt Simmons, Karabinerhaken, „Jümen“, Seilqualitäten bis hin zu den üblichen Gamaschen und den „neuen“ Daunenjacken“) führt Simmons den Leser Schritt für Schritt, von den Vorbereitungen über den Anmarsch bis zum Basislager, vom Einstieg über die Nordwand über den Nordostgrat zur ersten, zweiten und dann dritten Stufe. Von Erfrierungen über Höhenkrankheit, von genagelten Schuhen über von Jean-Claude entwickelte Steigeisen hin zu modernen Sauerstoffgeräten mit „Englischer Luft“. Und das alles, ohne den sprachlichen Fluss zu unterbrechen, ohne den Leser (und sich selbst) im Dickicht der Details zu verlieren. So wird der Leser Seite für Seite hineingezogen in diese akribische und emotional überaus dichte Expedition, lernt den „Alpinstil“ kennen ebenso, wie die übliche „Belagerung des Berges“ und bekommt ein fast dreidimensionales, plastisches Bild des Mount Everest in seinen Herausforderungen, in seinem „Klima“, intensiv vor Augen geführt. Hierzu gesellt sich das durchaus mit Spannung durch lange nur hintergründige, dann aber auch direkte menschliche Gefahrenmomente Geschehen der zweiten Erzähllinie des Buches, der Jagd auf das, was Percy mit sich auf den Berg genommen hat. Wozu das dann später dient, das ist ein wenig zu lapidar, da hätte der entsprechende Politiker weitaus mehr als Gegenleistung heraus holen können. Was aber nur eine Randbemerkung bleibt, denn die Mitte des Buches ist die minutiöse Schilderung des Ganges auf den Berg, der Geschichte der Bergsteiger, die auch die Geschichte Mallorys und Irvines mit aufgreift und mit großer Ruhe und mitreißender Atmosphäre und Dichte von Simmons erzählt wird. Gerade weil er „seine Gruppe“ und damit auch den Leser so langsam und breit vorbereitet, Schritt für Schritt von der Ausrüstung bis zur Reise zum Berg sich Zeit lässt, gerade deswegen ist der Leser von allen Seiten nachher mit „im Berg“ und weiß, was die Begriffe und Knoten und Schrauben und Steigeisen bedeuten und wie sie aussehen. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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