Dan Simmons Drood

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Inhaltsangabe zu „Drood“ von Dan Simmons

Sealed for one hundred and twenty-five years, Wilkie Collins's scribbled words launch a feverish descent into the underbelly of Victorian London as he is dragged into Charles Dickens's pursuit of a spectral figure known only as Drood.

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  • Inside Wilkie Collins

    Drood

    The iron butterfly

    04. January 2016 um 20:24

    Der Erzähler William Wilkie Collins stellt sich zu Beginn dem verehrten Leser vor und das scheint er auch zu müssen, denn seine Annahme ist richtig; die wenigsten Leser werden seinen Namen oder seine Werke kennen. Wie der „unnachahmliche Dickens“, ist auch Collins Schriftsteller und zieht für seine Manuskripte nicht selten seinen Freund Charles zurate, wobei dem verehrten Leser schnell deutlich wird, dass Dickens der selbstbewusste Dominator und Collins der ist, der sich in dessen übermächtigem Schatten verbirgt. Spürbar ist Freundschaft und Kollegialität, aber auch jede Menge unterschwellige Rivalität. Collins scheint Dickens in allem nachzustehen, die Frauengeschichten und das Geltungsbedürfnis von Dickens, aber auch dessen generelles Selbstverständnis. Collins hingegen wird durch ein Gichtleiden von ständigen Schmerzen geplagt, ist laudanumsüchtig und ein wahres Muttersöhnchen. Als Dickens zusammen mit seiner Geliebten, der Schauspielerin Ellen Ternan und deren Mutter auf der Rückreise von Paris das schwere Stapelhurst Zugunglück überlebt, tritt im Chaos zwischen Waggonwracks, Toten und Schwerverletzten die entstellte Gestalt Drood in sein Leben. Dickens scheint wie besessen von Drood und drängt nach seiner Rückkehr nach London Wilkie Collins zu einem abenteuerlichen Ausflug in die finsteren Gänge und Schächte der Londoner Unterwelt. Dort treffen sie nicht nur auf Ratten und Opiumhöhlen, sondern müssen auch feststellen, dass die dunklen Gassen und Gestalten der Armenviertel über der Erde nur ein Teil der Gegenwart sind. Dan Simmons taucht tief ins Viktorianische Zeitalter ein und unterstützt mit seiner noblen Ausdrucksweise und seinen dichten Beschreibungen diese Atmosphäre. Wer schon einmal in London war und sich mit der historischen Aufbereitung in den diversen Museen und den Kabinetten, wie Madame Tussauds oder dem Dungeon beschäftigen konnte, kann sich gut vorstellen, wie roh und derb das Leben in den Armenvierteln aussah. Da passt auch die Vorstellung einer "Unterwelt" ganz gut dazu. Mit dem Auftauchen des Inspektor Fields setzt Simmons seinen von Schmerzen gepeinigten und laudanumsüchtigen Wilkie Collins noch mehr unter Druck und Charles Dickens erscheint zunehmend als Tausendsassa, der alles und jeden um sich herum zu manipulieren weiß. Daher scheint eine Freundschaft zwischen Collins und Dickens beinahe schon wieder ausgeschlossen. Die Beziehung scheint viel eher eine Abhängigkeit von Collins zu sein. Simmons packt zudem jede Menge in seinen mysteriösen Thriller „Drood“ hinein. Da sind die Autobiografien der beiden Protagonisten Dickens und Collins, mit dem surrealen Charakter Drood ein findiger Hinweis auf den nicht fertiggestellten Roman „The Mystery of Edwin Drood“, viele Appetithappen auf die Werke der beiden Schriftsteller und last but not least die Mysterie um Sein und Schein der zahlreichen Vorkommnisse. Aus meiner Sicht sind jedoch die langen Passagen „inside Wilkie Collins“, wie ich sie einmal nennen will, irgendwann einfach nur noch zäh und scheinen sich zu wiederholen. Seine Beziehungen, seine Sucht, seine Zweifel, seine inneren Kämpfe und Visionen (oder Begebenheiten)…ein strafferer Erzählstrang wäre mir lieber gewesen. Dennoch soll Simmons drei Sterne für „Drood“ von mir erhalten.

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  • Leserunde zu "Drood" von Dan Simmons

    Drood

    Evan

    Hallo zusammen!

    Hier gibt es leider keine Bücher zu gewinnen ;)

    Ab dem 01.11.15 wollen wir uns gemeinsam an dem Walzer Drood von Dan Simmons herranwagen, jeder der mitmachen will, ist herzlich willkommen!

    Viel Spass !

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