Dan Simmons Terror

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Inhaltsangabe zu „Terror“ von Dan Simmons

Das große historische Epos – ein einzigartiger Roman
England im Jahr 1845: Unter dem Kommando von Sir John Franklin brechen die modernsten Schiffe ihrer Zeit – die „Terror“ und die „Erebus“ – auf, um die legendäre Nord-West-Passage zu finden: den Weg durch das ewige Eis der Arktis in den Pazifik. 130 Männer nehmen an der Expedition teil. Keiner von ihnen wird je zurückkehren. Dies ist ihre Geschichte.
Mit „Terror“ lässt Bestsellerautor Dan Simmons eine der geheimnisumwobensten Entdeckerfahrten der Menschheitsgeschichte lebendig werden: John Franklins Suche nach der Nord-West-Passage. Warum ist diese Expedition gescheitert? Wie konnten 130 Männer und zwei Schiffe verschwinden, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen? Welchem Schrecken, welchem Terror sind sie im ewigen Eis begegnet? Aus diesen bis heute ungeklärten Fragen formt Dan Simmons eine atemberaubend spannende Geschichte, einen Roman, der Sie auf eines der größten Abenteuer mitnimmt, das es je gegeben hat …

Ein fesselnder Roman, der einen nicht mehr loslässt. Das ewige Eis lässt einen erschauern!

— black-crown

Jahreshighlight !!

— Sylvia

Großartig! Ich muss unbedingt mehr von Dan Simmons lesen :)

— DoReenchen306

Ein unglaublich toller, atmosphärischer Roman, der unter die Haut geht, die beschriebene Kälte geradezu spüren lässt und lange nachwirkt.

— Marys_Welt

Unglaublich spannendes,atmosphärisches und detailreiches Buch,welches nicht nur historische Fakten erzählt!Ab und an etwas zu detailreich.

— LadyOfTheBooks

Großartige Entdeckungsgeschichte, bei der die Kälte ins Mark kriecht. Das Wesen aus dem Eis stört allerdings das authentische Abenteuer

— Beust

Ein Abenteuer so düster und kalt wie eine Polarnacht! Spannend, gruselig, mystisch und mit dem Fünkchen Wahrheit. Simmons ist famos!

— Stryke83

Wenige andere Bücher vergleichbarer Länge konnten mich je so fesseln.

— NiklasPeinecke

Kurz vorm Abbrechen gewesen, gegen Ende hin wurde es aber immer besser und besser. Kleiner Tipp: unbedingt historische Fakten nachlesen!

— kultfigur

Wieder gelesen, immer noch begeistert. Die vermutlich kälteste Geschichte, seit es Bücher gibt. Am besten Hörbuch UND Buch anschaffen.

— ELGreiff

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  • Naturgewalt vs. Mensch

    Terror

    Beust

    07. January 2017 um 21:49

    Dan Simmons Roman erzählt die Geschichte von Sir John Franklins letzter Arktisexpedition auf der Suche nach der Nordwestpassage mit den Schiffen „Erebus“ und „Terror“, deren Verlauf und Ende nahezu unbekannt sind. Das nutzt Simmons zu seiner Version der Geschichte, wie sich das Schicksal der 129 Expeditionsteilnehmer im ewigen Eis erfüllt. Die Geschichte ist kapitelweise aus Sicht der Reisenden erzählt, wobei diese „Point of View Characters“ gleichzeitig meist zentrale handelnde sind, hier insbesondere Kapitän Francis Crozier und Dr. Harry Goodsir. Die Hauptrolle spielt die Arktis selbst: die menschenfeindliche Ödnis, das grausame Packeis, die tödliche Kälte, die erbarmungslosen Stürme, die Drangsal ewig scheinender Finsternis. Auf diesen Gegner glaubte die Expedition dank modernster Ausrüstung gewappnet zu sein, doch eine Dampfmaschine von 22 PS reichte nicht, das Packeis zu brechen, die Konserventechnik war knapp 30 Jahre nach ihrer Erfindung nicht zuverlässig, zumal wenn die Admiralität am falschen Ende spart. Die Hybris des Menschen zeigt sich im unbegründeten Vertrauen auf die Technik und in seinem Traum, die Erde bis in den letzten zugefrorenen Winkel erforschen und vermessen zu wollen. Hierin scheitern John Franklin und seine Begleiter. Sie wagen sich zu weit in den falschen Sund, frieren auf Jahre an der Westküste des King-William-Landes fest und werden durch die unbarmherzige Naturgewalten dezimiert. Der Mensch bleibt auch in der Polarregion des Menschen Wolf: Der Heimtücke fallen ebenfalls einige Expeditionsteilnehmer zum Opfer, und Heimtücke verhindert auch die Rettung durch Eskimos. Naturgewalt, menschliche Hybris und allzumenschlicher Hass sind ausreichend, um die Geschichte zu erzählen, die sich im Übrigen einer vorzüglichen Sprache bedient und merklich guter Recherche in Reiseberichten der Zeit bedient. Simmons erfindet jedoch leider noch ein Eisbärurzeitmonster, dessen Lauern in der Dunkelheit und am Rande des Gesichtskreises die ganze Geschichte gerade des Mittelteils dominiert und auf das Niveau eines Horrorromans bringt. Zwar wird die Bestie am Ende in die Mythenwelt der Ureinwohner gebettet und erfährt so eine Erklärung, die in den Kontext des Widerstreites von Mensch gegen Natur passt, doch das Horrorelement stört erheblich. Fazit: Großartiger Roman mit eiskaltem Klima, dessen fünfter Stern jedoch den stahlharten Fängen des Eismonsters zum Opfer gefallen ist.

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  • Die letzte Fahrt der "Terror"

    Terror

    Stefan83

    Wenn am Ende des Jahres mich jemand fragen würde, welches Buch mich am meisten nachhaltig beeindruckt und beschäftigt hat, gäbe es nur eine Antwort: „Terror“. Dan Simmons historisches Epos über die sagenumwobene Franklin-Expedition kann sich damit rühmen, Grauen und Ekel, aber auch Trauer und Mitleid bei mir ausgelöst zu haben. Ihm ist gelungen, was bisher noch fast jedem Film versagt geblieben ist: Mir sprichwörtlich das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Noch nie war der Horror, der Schrecken so sehr greifbar, noch nie die Distanz zwischen historischen Figuren und der Gegenwart derart gering. „Terror“ ist eine Zeitreise, welche man nicht authentischer oder plastischer hätte auf Papier bringen können. Ein Trip in das eisige Herz der Finsternis, der, grandios übersetzt, die Macht des geschriebenen Wortes beeindruckend deutlich macht und der den Leser, trotz vieler sicherlich nicht wegzudiskutierender Längen, über die gesamte Distanz nicht aus seinen Fängen lässt. Wie Simmons uns Einblick in die Abgründe der menschlichen Natur gewährt, zerrt hart an den Nerven. Er zeigt, wo die Bruchpunkte von Moral und so genannter Zivilisation liegen. Zeigt, zu was ein Mensch imstande ist, wenn er gezwungen ist, um sein Leben zu kämpfen. Fundament für Simmons' Werk ist die bereits oben genannte Expedition von Sir John Franklin, welcher im Mai des Jahres 1845 mit zwei Schiffen der königlich-britischen Marine, der HMS „Erebus“ und HMS „Terror“, aufbricht, um die legendäre Nordwest-Passage zu finden, die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Von diesem Seeweg erhofft man sich neben der Zeitverkürzung vor allem Ruhm, und damit einmal mehr auch einen Beweis für die Dominanz und das Können der britischen Navy. Insgesamt 129 Mann befinden sich an Bord der beiden Schiffe, die kurz vor ihrer Durchfahrt der kanadischen Arktis ein allerletztes Mal von Walfängern in der Baffin-Bay gesichtet werden. Danach verliert sich ihre Spur, denn kein einziger Mann der Besatzung taucht je wieder auf. Sie sind bis heute verschwunden, verschollen im Eis. Erst Jahre später werden Gräber von Matrosen gefunden, aus denen sich der weitere Weg der Expedition teilweise rekonstruieren lässt. Nachrichtenfetzen auf der King-William-Insel legen die Vermutung nahe, dass beide Schiffe fast ganze zwei Jahre im Packeis festsaßen, bis die Mannschaft sie letztlich aufgaben und ihr Heil im Süden suchten. Berichten von Eskimos zufolge scheinen sie auf dem Weg dorthin verhungert zu sein. Knochenfunde deuten daraufhin, dass es zu Kannibalismus gekommen ist. Trotz dieser belegten Fakten bleibt viel Raum zur Spekulation. Warum hat die Mannschaft ihre Schiffe nicht früher verlassen? Wieso sind die Männer verhungert, wo doch der Proviant laut Berechnungen eigentlich mindestens für ganze fünf Jahre hätte reichen müssen? Was genau ist an Bord der Schiffe vorgefallen? Simmons hat eben diese und andere Fragen aufgegriffen und aus ihnen einen unheilvolle, düstere Geschichte gesponnen, die sicherlich keinen Anspruch auf historische Genauigkeit hat, aber dafür einen überzeugenden Einblick in die Unwirtlichkeit dieser finsteren Eiswüste und die hoffnungslose Situation der Besatzung gibt. Und er zeigt auf, dass diese lang geplante Expedition eigentlich schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt war. So sind die „Erebus“ und die „Terror“ zwar äußerlich und in ihrem Aufbau bestens für das feste Packeis gewappnet, ihre Dampfmaschinen aber bei weitem nicht stark genug, um dieses zu durchbrechen. Der Kohlevorrat ist zu knapp bemessen, Schutzbrillen fehlen genauso wie Ausrüstungsgegenstände zur Jagd. Und besonders letzteres wiegt später schwer, da der Nahrungsmittelzulieferer, den man aufgrund seiner niedrigen Preise auswählt, bei der Herstellung seiner Konserven gepfuscht hat. Diese verderben bereits nach verhältnismäßig kurzer Zeit und haben teilweise sogar tödliche Lebensmittelvergiftungen zur Folge. All das führt letztlich dazu, dass man einer in dieser Epoche längst überwunden geglaubten Krankheit Tür und Tor öffnet: dem Skorbut. „Der Fisch stinkt immer vom Kopfe her“. Ein Sprichwort, welches ebenfalls auf diese Expedition zutrifft, denn Sir John Franklin ist mit seinen mehr als 60 Jahren nicht nur viel zu alt für eine derart kräftezehrende Reise, sondern auch zu unflexibel, um auf die sich stetig verändernden Begebenheiten reagieren zu können. Die weitaus erfahreneren Kapitäne der beiden Schiffe, James Fitz-James und Francis Crozier, stoßen mit ihren Ratschlägen bei dem sturen Befehlshaber auf taube Ohren, der in der Regel die falschen Entscheidungen trifft und in Simmons' Buch letztlich auch dafür verantwortlich ist, dass die „Erebus“ und die „Terror“ im Packeis auf offener See festfrieren. Franklin steht damit sinnbildlich und stellvertretend für den Geist des britischen Empire, das es gewohnt ist, sich die Natur genauso Untertan zu machen, wie die Ureinwohner bisher unerforschter Landstriche, welche es zu zivilisieren gilt. Gerade diese Einstellung ist es, die dann auch verhindert, dass den hungernden Matrosen Hilfe durch die Inuits zuteil wird, welche im Gegensatz zu den hungernden und frierenden Expeditionsteilnehmern auch im tiefsten polaren Winter noch zu überleben wissen. Als man erkennt, was die Arktis erfordert, was die Natur abverlangt, ist es bereits zu spät. Und auch die Natur weigert sich nicht nur, sich zu beugen. In Simmons „Terror“ schlägt sie in Gestalt eines über vier Meter großen Menschenfressers sogar zurück. Als ob die klirrende Kälte des Eises und der drohende Hungertod nicht bereits genug sind, werden die Matrosen nun auch noch von einem teuflisch schlauen Wesen gejagt, das scheinbar aus dem Nichts auftaucht und sich nach und nach seine Beute holt. Die schlecht ausgerüsteten Engländer sind nicht in der Lage es aufzuhalten und nachdem Sir John Franklin selbst zum Opfer dieser Bestie wird, beginnt man in den Kreisen der abergläubischen Seeleute an den Teufel selbst zu glauben. Warum Dan Simmons sich entschieden hat, dieses Monster in seine Geschichte einzubauen, ist eine Frage, die wohl nur er selbst beantworten kann. Aus meiner Sicht hätte es sicherlich keines mythischen Wesens bedurft, um das Grauen zu beschreiben, dass die im Eis festsitzenden Matrosen erlebt haben müssen. Ganz im Gegenteil. Mit Ausnahme der atemlosen Flucht des Eislotsen Blanky durch die Takelage des eingeschlossenen Schiffes überzeugen in erster Linie die Passagen, in denen das tödliche Schneemonster durch Abwesenheit glänzt. „Simmons „Terror“ ist aber nicht nur die Verkörperung der ansonsten schwer fassbaren Schrecken des Eises und der Kälte, die unpersönlich töten, wer sich ihnen nicht anzupassen vermag. Wie üblich benötigt der Mensch keine Hilfe, um sich selbst das Leben zur Hölle zu machen. Disziplin und Kameradschaft sind menschliche Eigenschaften, die sich unter allzu großem Druck in Nichts auflösen. Wahnsinn, brutaler Egoismus und Mord lauern dichter unter der Oberfläche, als sich der „;zivilisierte“ Zeitgenosse (alb)träumen lassen würde.“ So schreibt Michael Drewniok in seiner grandiosen Rezension, die genau das trifft, was ich auch selbst bei der Lektüre empfunden habe. Es heißt keine Fiktion ist so schlimm wie die Realität. Und genau das stellt „Terror“ erschreckend unter Beweis. Stellvertretend dafür ist die ergreifende Szene kurz vor Ende des Romans, in dem ein völlig entkräfteter skorbutkranker Seemann sich aus seinem Zelt hervorkämpft, nur um unter Tränen mitzuverfolgen, wie sich seine Kameraden mit dem einzigen Boot auf die Fahrt in den Süden aufmachen. Seine leisen Schreie um Hilfe verhallen in der Ewigkeit des Eises, bleiben unerhört … und treffen doch haargenau ins Herz des Lesers. Mir war es für viele Minuten unmöglich an dieser traurigen Stelle weiterzulesen, die für mich wie keine andere im Buch, die Dramatik und Hoffnungslosigkeit dieser Expedition widerspiegelt. Bis hierhin könnte es für manchen Leser ebenfalls ein Kampf gewesen sein, da ganz sicher nicht jedermann Dan Simmons detailreiche Schreibe liegt, welche noch die kleinste Schiffsplanke in Form und Farbe beschreibt und der schlichten Weiße des Schnees immer wieder neue Facetten abringt. Hier liegt für mich jedoch die größte Stärke des Romans, denn gerade diese feinsinnige Betrachtung braucht es, um die Isolation der Seeleute, die eintönigen Tagesabläufe und das Fehlen jedweder Fluchtmöglichkeit nachvollziehen zu können. Und das kann man schließlich fast mehr als einem lieb sein kann. Bedingt durch die Tatsache, dass Simmons das Geschehen stets aus den Blickwinkeln mehrerer Expeditionsmitglieder zeigt, geht uns das Schicksal jedes Einzelnen an die Nieren, kann man die Verzweiflung, die Angst und den Hunger in einem Maß nachfühlen, wie das sonst wohl nur Augenzeugenberichte vermögen. Vom grobschlächtigen, aber kämpferischen Trinker Kapitän Crozier über den hilfsbereiten Dr. Goodsir und den witzigen Blanky bis hin zum Gentleman Irving. Simmons ist es vortrefflich gelungen den Namen (die übrigens im fast 30 Seiten umfassenden Anhang nochmal aufgeführt werden) Leben einzuhauchen, ihnen Charakteristika und einen persönlichen Hintergrund zu verleihen. So trifft fast jeder Tod eines Besatzungsmitglieds hart, fühlt man den Verlust trotz der Tatsache, dass man ja eigentlich von Seite eins an weiß, dass niemand überleben wird. Und dennoch bleibt das Buch über die gesamte Länge spannend. Dennoch hofft und betet der Leser, dass es ihnen irgendwie gelingen wird, dem grausamen Eis mit seinen tobenden Stürmen und den dunklen Wintertagen zu entkommen. Hätte Dan Simmons nach gut 880 Seiten den Stift an die Seite gelegt, eine Maximalwertung für „Terror“ wäre genauso unumgänglich gewesen wie das Prädikat literarisches Meisterwerk. Leider hat Simmons dies nicht getan und nachträglich versucht, das Monster mittels der Inuit-Mythologie zu erklären. Ein Versuch ist es geblieben, denn dieser überflüssige Stilbruch nimmt dem Buch völlig unnötig einen Großteil seiner Atmosphäre. Er hätte uns im Ungewissen, das Ende unerzählt lassen sollen. Nur so wären die Mitglieder der Expedition das geblieben, was sie gewesen sind – eine Fußnote in der Unendlichkeit des ewigen Eises, das seine eigenen Gesetze hat und sich nicht erobern lässt. Es ist der einzige, aber leider meines Erachtens sehr schwerwiegende Kritikpunkt in einem großartigen Roman, der gekonnt historische Fakten und Figuren mit Elementen des Horrors verbindet und unbekannten Schicksalen nachvollziehbares und vor allem nachfühlbares Leben einhaucht. Großartig, schrecklich, aber auch halt „Terror“, der mir bei der Lektüre viel abverlangt hat. Danke, Mr. Simmons, für diesen äußerst gelungenen Wurf.

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  • Buchverlosung zu "Der Marsianer" von Andy Weir

    Der Marsianer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Am 8. Oktober kommt mit DER MARSIANER - RETTET MARK WATNEY die Verfilmung von Andy Weirs Erfolgsroman auf die großen Leinwände. Erlebt Matt Damon als Mark Watney in Ridley Scotts neuestem Werk. Anlässlich des Kinostarts verlosen wir drei tolle Fanpakete zu Film. Jedes Paket besteht aus einem Plakat, zwei Kinotickets (deutschlandweit in allen Kinos, die den Film zeigen, einlösbar), einem Bio Energy Shot mit Guarana, einem T-Shirt und natürlich der Romanvorlage zum Film. Was ihr tun müsst? Verratet uns in den Kommentaren, welches Buch auf eurer Reise zum Mars nicht fehlen darf. Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen viel Glück. :) Teilnehmen könnt ihr bis zum 8. Oktober 2015. Den Trailer zum Film haben wir hier für euch, weitere Informationen findet ihr im Anschluss. DER MARSIANER - RETTET MARK WATNEY Während ein gewaltiger Sandsturm die Notevakuierung der NASA-Basisstation auf dem Mars erfordert, wird der Botaniker Mark Watney (Matt Damon) fortgerissen und man glaubt, er sei ums Leben gekommen. Da der immer stärker werdende Sturm die Landefähre zu zerstören droht, gibt Commander Lewis (Jessica Chastain) schweren Herzens den Befehl, die Suche nach Watney abzubrechen und mit den verbliebenen vier Crewmitglieder zu starten, bevor es zu spät ist. Aber Watney hat überlebt und versucht nun - vollkommen auf sich allein gestellt - auf dem unwirtlichen Planeten zu überleben. Mit seinem Einfallsreichtum, Überlebenswillen und dem Wenigen, das er hat, findet er einen Weg, der Erde zu signalisieren, dass er noch am Leben ist. Millionen Meilen entfernt arbeiten die NASA und ein Team von internationalen Wissenschaftlern unermüdlich daran, den „Marsianer“ heim zu holen; gleichzeitig planen seine Crewmitglieder eine waghalsige, wenn nicht gar aussichtslose Rettungsmission. Während dieses Vorhaben allen Beteiligten unglaublichen Mut abverlangt, rückt die Welt zusammen, um Watneys Rückkehr sicher zu stellen.   Meisterregisseur Ridley Scott konnte für sein neues Action-Abenteuer, das auf dem Bestseller „Der Marsianer“ von Andy Weir basiert, ein hochkarätiges Starensemble gewinnen, u.a. Matt Damon, Jessica Chastain, Kristen Wiig, Kate Mara, Michael Pena, Jeff Daniels, Chiwetel Ejiofor und Donald Glover.   Ab Donnerstag, 8. Oktober 2015 nur im Kino   https://www.facebook.com/20thCenturyFoxGermany https://twitter.com/foxdeutschland https://instagram.com/foxkino/    

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  • Rezension: "Terror" von Dan Simmons - Herausragend!

    Terror

    JamieRose

    15. October 2014 um 10:42

    Meine Meinung Ein gigantischer, unfassbarer historischer Roman.  »Terror« ist ein ziemlich dicker Schinken mit knapp 1000 Seiten ein ausgewachsender Wälzer und am Anfang dachte ich, wie will Simmons nun diese 1000 Seiten Füllen ohne langweilig zu werden, aber er hat es geschafft! Besonders gefesselt hat mich der unglaubliche Detailreichtum dieses Buches. Die Hintergründe und der Kontext wirken unglaublich gut recherchiert. Beim Lesen wird einem das Gefühl vermittelt, dass der Autor wirklich viel Zeit und Arbeit in die Recherche zu den Hintergründen des Buches investiert hat. Und das ist mir bei einem Buch sehr wichtig. »Terror« erzählt die Geschichte der Sir Franklin Expedition, die 1845 mit zwei Schiffen, der HMS Erebus und der HMS Terror von Kanada aufgebrochen ist um die Nord-Westpassage zu entdecken. Aufgebrochen voller Mut und der Absicht ehrenvoll neue Gebiete für die Krone von Großbritannien zu erschließen und den kürzesten Weg zwischen Europa und Asien zu finden. Das Ende dieser Expedition war verheerend. Beide Schiffe sind im Eis eingefroren und die Besatzung verschollen. Simmons erzählt die Geschichte dieser Männer, die sich in wildes unbekanntes Terrain aufgemacht haben. Die Expedition basiert auf wahren Begebenheiten. Ich kann mir nicht mal vorstellen, auf ein Schiff zu steigen, dass sich in unbekannte Teile der Welt aufmacht und das für mehrere Jahre. Der Vorrat an Essen und Trinken reicht für drei Jahre. Die medizinische Versorgung ist mangelhaft. Skorbut und andere Krankheiten sind kaum erforscht und man kann sie noch nicht wirklich behandeln. Der Platz an Deck ist begrenzt und du bist als Seemann eingepfercht in deine enge Hängematte. Die Temperaturen Richtung Nordpol sind erschreckend und die Kleidung hält die Kälte nur geringfügig in Schach. Du weißt schlicht nicht ob du zurück kehrst oder ob diese Expedition dein Grab ist. Welche Motive hatten die Männer? Abenteuer, Ehre, Geld? Wäre ich damals mit gefahren? Diese Frage habe ich mir beim Lesen immer wieder gestellt. Dan Simmons nimmt einen mit in eine Reise ins 19. Jahrhundert. Er schildert sehr genau und eingängig die Verhältnisse an Bord der Schiffe die Rangfolge der Expeditionsteilnehmer und ihre Aufgaben. Die medizinischen Verhältnisse, die Rationierung und Zubereitung der Mahlzeiten. Die Entscheidungen die die Kapitäne für ihre Schiffe treffen. Die Eskimos / Inuits und ihr Überleben in dieser unwirtlichen Welt… ich könnte noch lange so weiter machen, denn dieses Buch hat es in sich. Es ist so detailreich und es besitzt sogar einen langen Anhang mit Begriffen rund um die Seefahrt, mit Eskimobegriffen und Erklärungen. Die vielen vielen Beteiligten der Expedition: Kapitäne, Offiziere, Seeleute bis hin zu den Schiffsjungen haben ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Charakter. Ich will nicht zu viel verraten aber nach den ersten paar Hundert Seiten ist man so niedergeschlagen und weiß einfach nicht mehr wie es weiter gehen soll und dann zaubert Simmons noch mal 4-5-600 Seiten aus dem Hut und man ist wirklich fasziniert wie umfangreich das Buch ist und wie es Simmons schafft über tausend Seiten den Leser was zu bieten. Bei manchen wirklich guten historischen Roman kommt irgendwann der Punkt wo ich mich ein wenig langweile, weil es sich einfach hinzieht und nichts neues passiert, bei »Terror« ist es anders, wenn man denkt jetzt muss es doch langweilig werden -und manchmal ist es auch etwas langatmig- schafft es Simmons eine Wendung einzubauen und man will direkt weiter lesen.  Neben einem Historischen Roman hält dieses Buch noch weitere Überraschungen für den Leser auf Lager, nicht immer geht es mit realistischen Begebenheiten zu sich, manchmal führt dieses Buch einen auch in eine ganz andere Welt. Aber dazu schweige ich :D Man muss jedoch sagen, dass das Buch nicht unbedingt was für schwache Nerven ist und keine leichte Lektüre für zwischendurch. Es liest sich sehr flüssig aber auf Grund der Komplexität sollte man schon den Überblick behalten. Inhaltlich ist das Leid, das die Männer der Expedition erdulden müssen auch nicht ohne und in manchen Szenen friert man einfach mit oder fühlt sich einfach richtig elend. Aber dies wiederum zeigt auch die Qualität des Buches, finde ich. Fazit Herausragend! Ich habe lange kein Buch mehr gelesen mit einem solchen Detailreichtum und so einer komplexen Welt. Der Stil und die Handlung sind außergewöhnlich gut.

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  • Stimmt nachdenklich, von spannend bis fad alles dabei

    Terror

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. March 2014 um 16:22

    1845 laufen die HMS Erebus und die HMS Terror aus, um die Nordwestpassage zu entdecken. Geleitet wird die Expedition von Sir John Franklin. 130 Männer befinden sich auf den Schiffen – und sie alle verschwinden nahezu spurlos … „Terror“ ist in erster Linie ein historischer Roman, in dem Dan Simmons nach umfassenden Recherchen die Geschichte dieser Expedition und ihres Verschwindens aufzuarbeiten versucht, so wie sie gewesen sein könnte. Die Betonung liegt hierbei auf könnte, denn bis heute ist nicht geklärt, was genau mit den beiden Schiffen geschah und sie sind bis heute verschwunden. Dabei hat Simmons jedoch zusätzlich ein Horrorelement abseits des möglichen Realen eingewoben, das dem Roman noch einmal eine weitere Nuance verleiht. Mich hat der Detailreichtum des Buches sehr gefesselt, ob nun die Umsetzung von biografischen Details von Besatzungsmitgliedern, die Beschreibung der Fahrt und schiffrelevanter Inhalte oder die ganzen Informationen zu verschiedenen Eisarten, der Bevorratung des Schiffs, des Versuchs einer Skorbut-Prophylaxe und vielerlei mehr. Man hat das Gefühl, selbst dabei zu sein und scheitert nicht an abstrusen Erläuterungen, sondern alles wirkt authentisch. Zugleich war es das erste Buch von Simmons, das ich gelesen habe, das mich über etwa 250 Seiten hinweg gelangweilt hat, und zwar nicht zu Beginn, sondern nach den ersten dreihundert Seiten in etwa. Da wurde es mir dann doch ZU detailliert und zu wenig handlungsbezogen, was die einzelnen Biografien betrifft. Zum Glück bekommt der Roman danach jedoch wieder die Kurve. Sucht man im Netz nach der Nordwestpassage, stellt man fest, dass sie bis heute keine wirkliche Relevanz hat. Ob nun Fiktion oder nicht, so hat mich doch beschäftigt, dass 130 Männer in den Tod gegangen sind – für nichts. Viele von ihnen angetrieben vom Entdeckergeist, andere nur davon, über die Runden zu kommen, ohne eine großartig andere Wahl zu haben. Mancher auf der Suche nach Ruhm, vielleicht auch Reichtum, in dem Glauben, Geschichte schreiben zu können. Ob sich diese Männer die Geschichte so vorgestellt haben? Wohl kaum. Mir erscheint diese Expedition so sinnlos, gerade wenn man bedenkt, dass die Passage eben niemals sonderliche Relevanz bekam. Eine Tragödie, die darauf fußt, dass der Mensch glaubte und glaubt, sich alles untertan machen zu können. Nun ja, oder nicht … aber beschäftigt hat mich das Ganze doch auch abseits der Lektüre reichlich.

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  • Gefangen im Eis

    Terror

    Camillex

    26. October 2013 um 13:32

    Inhalt: Im Sommer 1845 brechen zwei der modernsten englischen Schiffe - die "Erebus" und die "Terror" - unter dem Kommando von Sir John Franklin auf, um die legendäre Nord-West-Passage zu entdecken. Ihr Weg führt sie durch das ewige arktische Eis. Sie starten mit 129 Mann und werden zuletzt von Walfängern in der Baffin-Bucht gesichtet. Danach werden weder die Teilnehmer der Expedition, noch die beiden Schiffe jemals wieder gesehen. Mehrere Jahre lang stecken die beiden Schiffe im Eis fest. Anfangs noch guter Dinge, dass das Eis bald wieder aufbrechen wird, sobald es im nächsten Sommer wärmer wird, versuchen sie die Schiffe so gut es geht in Stand zu halten. Sie ernähren sich von ihren Vorräten (hauptsächlich Konservendosen und Zwieback) und warten auf das Tauen des Eises. Doch es drängt erbarmungslos heran und droht die beiden Schiffe zu zerquetschen. Bald merken sie, dass die Lebensmittel doch nicht so lange reichen, wie geplant. Denn die Konserven sind nur mangelhaft hergestellt, beginnen bald an zu schimmeln oder bilden ein tödliches Gift. Der optimistische John Franklin ist überzeugt davon, dass sie dennoch bald ihr Ziel erreichen werden und will nicht einsehen, dass die Männer auf seinem Schiffe zugrunde gehen und nach mehreren Wintern im Eis kaum noch Kohle übrig ist, um mit den Schiffen weiterzufahren, ganz abgesehen von den enormen Beschädigungen. Ganz anders sieht das der Kapitän des Schiffes Terror, Francis Crozier. Er will die Schiffe schon früh aufgeben und zu Fuß weitermarschieren, um ihrem eisigen Gefängnis zu entkommen. Doch an eine Aufgabe will der ignorante Sir John gar nicht denken. Doch es kommt noch schlimmer. Nicht nur gehen die Nahrungsmittel der unverhältnismäßig schlecht für die arktischen Verhältnisse ausgestatteten Engländer zu Neige, die langsam von Skorbut und Erfrierungen dahingerafft werden, es treibt auch noch ein tödliches Tier sein Unwesen um das Schiff herum. Zunächst halten es die Männer von einen extrem großen Eisbären, doch als das Wesen beginnt, die Expeditionsteilnehmer quasi vom Schiff zu picken, halten sie es für etwas weit Schlimmeres. Der Tuunbaq, ein Teufel oder böser Geist, ist Menschenfresser mit messerlangen Klauen, der einem Mann mühelos den Kopf abreißen kann. Die Männer geraten zunehmend in Panik und Verzweiflung und kommt zu Meutereien. Sie wollen Lady Silence, eine Eskimofrau, die etwas gleichzeitig mit dem "Wesen" auftauchte ermorden, da sie sie für eine Hexe halten. Nachdem Sir John Franklin von dem "Wesen" in Stücke gerissen wurde, beschließt Kapitän Crozier, der nach Franklins Tod der neue Expeditionsleiter ist, die Schiffe im Frühling 1848 zu verlassen. Es besteht keine Hoffnung, noch lange auf den Schiffen zu überlegen. Mit tonnenschwerer Ausrüstung auf Schlitten, die für das Eis nicht geeignet sind, ziehen sie los. Die erschöpften Männer legen teilweise nur 1-2 Meilen pro Tag zurück. Das Wesen folgt ihnen auf ihrem Todesmarsch. Eine verzweifelte Reise beginnt. Meine Meinung: Zu Beginn möchte ich sagen, dass das Buch wirklich gut aufgebaut ist. Die einzelnen Kapitel sind jeweils nach unterschiedlichen Teilnehmern der Expedition benannt, aus deren Sicht dann abwechselnd erzählt wird. Das finde ich sehr gut so und auf jeden Fall spannender, als nur aus der Sicht von z.B. den Kapitänen zu lesen. Man erfährt dadurch sehr viel über die Personen und kann ihre Entwicklung mitverfolgen. Die Menschen wirken sehr echt. Am Anfang des Buches befindet sich eine Karte, auf der der Weg und wichtige Punkte der Reise eingezeichnet sind. Am Ende findet man eine Liste aller Teilnehmer, ein Glossar mit Begriffen aus der Seefahrt sowie die Übersetzungen einiger Eskimo-Begriffe. Stellenweise fand ich das Buch zu langatmig. Oft und über mehrere Seiten wird die Ladung und die Besatzung aufgezählt. Auf viele Punkte hätte man verzichten können. Mehrmals stellt Crozier fest, welche Leute noch am Leben sind und zählt diese auf. Ebenso mit den Vorräten. Wiederholt werden Messen gehalten, die ich zugegebenermaßen nur überflogen hab, weil ich die religiösen Vorträge wahnsinnig trocken fand. An vielen anderen Stellen gefiel mir das Buch aber sehr gut. Die Beschreibung, wie die Männer langsam dem Skorbut erliegen und sich trotzdem immer weiter kämpfen, ist richtig gut. Man wird mit vielen Schrecken des wahren Lebens konfrontiert. Neben den Krankheiten auch mit dem schwindenden Lebensmittelvorrat. Weil man zu dem günstigsten Angebot gegriffen hat, bekam man mangelhafte Ware, was den Männern nun das Leben kostet. Unzufriedenheit treibt die Besatzung zu Meutereien an, die es zu entschärfen gilt. Doch das gelingt natürlich irgendwann nicht mehr. Männer werden niedergemetzelt oder zurückgelassen. Es ist eine sehr trostlose, frostige Geschichte. "Er hatte begriffen, dass sie ihn zurücklassen wollten, als am späteren Abend ein Schiffsmaat nach dem anderen bei ihm vorbeigekommen war, ohne etwas zu sagen oder auch nur sein Gesicht zu zeigen. Jeder Einzelne von ihnen hatte ihm ein oder zwei Stücke felsenharten, schimmeligen Schiffszwieback ins Zelt geschoben, und jetzt lagen sie aufeinandergeschichtet neben ihm wie weiße Steine für sein Begräbnis. Er war zu schwach, um zu protestieren, und zu beschäftigt mit seinen Träumen. Dennoch hatte er verstanden, dass diese lausigen Klumpen aus altbackenem, schalem Mehl alles waren, was er für die Jahre treuer Dienste in der Navy und für Kapitän Crozier bekam. Sie wollten ihn zurücklassen." (Terror, Seite 836) Das "Wesen" hat der Geschichte dann noch einen zusätzlichen Schrecken verliehen. Ja, auch ohne ein Monster wäre die Story schlimm genug. Allerdings muss ich zugeben, dass ich doch ganz froh war, dass es so ein übersinnliches Element gab. Die Vermischung von realem Schrecken und Fiktion fand ich gut. Denn durch einen reinen historischen Roman würde ich mich nicht kämpfen wollen. Dennoch ist es eher so, dass das Monster nicht der Leitfaden des Buches ist, sondern immer noch das Schicksal der Besatzung im Vordergrund steht. Die Männer gehen den Weg, den sie gehen müssen. Ab und zu wieder dieser dann von dem "Wesen" durchkreuzt. Es gibt viele schlimme Szenen, in denen Menschen zerfleischt, in Stücke gerissen und durch die Gegend geschleudert werden. Oft geht es blutig zu, und das auch, als ein Teil der Mannschaft beschließt, sich von Menschenfleisch zu ernähren. Nachdem ich mich bis zum Ende durchgekämpft habe, war ich doch etwas überrascht. Vermutet habe ich, dass auf dem Zug übers Eis die Mannschaft komplett draufgeht. Allerdings gibt es einen Überlebenden, der am Ende Bekanntschaft mit den spiritellen, übernatürlichen Bräuchen der Eskimos macht. Mit Hilfe von alter Inuit-Mythologie versucht Simmons das Monster zu erklären. Ich finde das ziemlich unpassend. Denn vorher war kaum bzw. gar nicht die Rede von irgendwelchen erzornten Eskimo-Göttern. Das Ende war einfach so anders als der Rest des Buches, das ich damit nicht viel anfangen kann. Es war zwar interessant, etwas darüber zu erfahren, allerdings hat es irgendwie die Atmosphäre kaputt gemacht. Fazit: Den sehr ausführlichen, detailreichen Schreibstil empfand ich zeitweise als sehr ermüdend. Immer dieselben Tagesabläufe, immer dasselbe durchzählen der Mannschaft. Viele (meiner Meinung nach unnötige) Ausschweifungen. Dennoch finde ich es alles in allem ein sehr gutes, umfangreiches und toll geschriebenes Buch. Die Schicksale einzelner Expeditionsteilnehmer sind toll geschildert und geben der hauchen der Geschichte Leben ein. Die Vermischung von Fakten und Fiktion finde ich sehr gelungen. Während den knapp 1000 Seiten sind so viele Informationen und Gefühle auf mich zugekommen, dass das Gesamtwerk schwer zu beschreiben ist. Es hat mich sehr mitgenommen, obwohl es stellenweise sehr zäh war. Aber vielleicht auch gerade wegen der ganzen Hoffnungslosigkeit. Es ist außerdem eine gute Portion Horror dabei, oder passender ausgedrückt Terror. Das Ende allerdings finde ich unpassend. Interessant, aber unnötig.

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  • Rezension zu "Terror" von Dan Simmons

    Terror

    Sonnenblume2303

    12. December 2011 um 19:50

    Ziemlich dickes Buch. Ich werde wahrscheinlich noch das ganze Jahr dran sitzen :-). Es lässt sich aber gut lesen und ist in einigen Kapiteln auch sehr spannend. Etwas konfus, dass die Kapitel nicht chronologisch geordnet sind. Andererseits aber auch gut, so bleibt es spannend.

  • Rezension zu "Terror" von Dan Simmons

    Terror

    Readyforbooks

    27. March 2011 um 16:57

    Was braucht man um dieses Buch zu lesen: 1- Essensvorräte in der Nähe des Bettes, 2-eine Lichtquelle die nicht plötlich ausfällt 3-eine strapazierfähige Blase 4-am besten an einem Wochenende lesen, denn man kann es nicht mehr aus der Hand legen! Ich konnte die verzweiflung, den Hunger, die Kälte direkt am eigenen Leib spüren!War zeitweise so fertig und habe danach meine ganze umwelt bombadiert mit lobpreisungen dieses Buches!Der absolute Hammer!Psychische und Physische Tortur sind garantiert!Ich glaube das es damals genauso passiert ist!100 Sterne!Ich war zwei Tage mit der Crew um Franklin im ewigem Eis gefangen!

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  • Rezension zu "Terror" von Dan Simmons

    Terror

    Sonoris

    19. March 2011 um 10:32

    Dan Simmons hat sich bisher einen Namen als Schriftsteller von überwiegend Horrorromanen gemacht. Stellvertretend dafür stehen Werke wie "Kinder der Nacht", "Sommer der Nacht" und dessen Fortsetzung "Im Auge des Winters". Sein für mich bislang bester Roman "Kraft des Bösen" vereint Horrorelemente und historisch, reale Anteile, die ihn zu einem grandiosen Werk werden lassen. Nun hat sich Dan Simmons mit dem Roman "Terror" abermals einer realen Begebenheit gewidmet, der Horrorelemente beinhaltet und, mit über eintausend Seiten, ein opulentes Werk geworden ist. Gerade in Anbetracht meiner Begeisterung für "Kraft des Bösen" war ich auf diesen Roman sehr gespannt. Mit der "Terror" und der "Erebus", die modernsten Schiffe ihrer Zeit, und ihren Besatzungen von 130 Männern, wollte Sir John Franklin die Nordwestpassage finden. Diese Fahrt endete damit, dass die 130 Männer spurlos verschwanden. Dan Simmons erzählt uns die Geschichte mit seiner eigenen Lösung dieses Rätsels. Mit "Terror" liegt ein Werk vor, das mit seinen gebrauchten Fachbegriffen aus der Schifffahrt des 19. Jahrhunderts und der Sprache der Eskimos eine ausgezeichnete Recherche aufweist. Die sich anbei befindende Karte, die das Gebiet um die Nordwestpassage zeigt, sowie ein im Anhang befindliches Glossar mit Erklärungen zu den Begriffen und den Übersetzungen der verwendeten Eskimosprache unterstreicht diese intensive Beschäftigung mit dem Thema. Durch die Verwendung der Schifffahrtssprache und den Gepflogenheiten des 19. Jahrhunderts weist der Roman eine hohe Authentizität auf, die diese Geschichte sehr real wirken lässt. Der Umstand, dass der Autor die Geschichte bis zum Tod von Sir John Franklin im Präsenz geschrieben hat, verstärken den Eindruck des Realen zusätzlich. Die hohe Authentizität brachte für mich allerdings auch die Schwierigkeit mit sich, mich in den Roman einzufinden und ihn flüssig zu lesen. Aufgrund der für mich fremden Begriffe aus der Schifffahrt war ich sehr oft gezwungen, die Erklärungen der Fachworte nachzuschlagen, was zur Folge hatte, dass mir zu Anfang der Lesespaß genommen wurde. Nach dem ich dann einige Hundert Seiten gelesen und einige Begriffe überlesen hatte, fand ich dann in die Geschichte hinein, wodurch sich für mich mehr Spannung aufbauen konnte. Unabhängig davon hat sich der Autor generell viel Zeit beim Aufbau der Geschichte gelassen, sodass Spannung erst nach mehreren Hundert Seiten zu spüren war. Insgesamt betrachtet hätten einige Seiten von den rund eintausend weggelassen werden können, da die Geschichte viele überflüssige Beschreibungen aufweist, die den Roman streckenweise sehr langatmig erscheinen lassen. Aus meiner Sicht hätte ebenso der Roman auch zum Ende hin gekürzt werden können, da mit dem Ende des 59. Kapitels "Hickey" ein würdiger Abschluss gefunden wurde. Die letzten zwei Kapitel lassen "Terror" unnötigerweise mit einem glücklicheren Ende sehr unrealistisch enden. "Terror" wäre mit seiner ausgezeichneten Recherche, mit den sehr authentisch dargestellten Erlebnissen und Emotionen sowie dem hervorragenden Stil Dan Simmons´ ein grandioser Roman um Sir John Franklins bedeutsame Expedition geworden. Leider schmälern aus meiner Sicht zu viele, überflüssige Beschreibungen sowie das unrealistischere Ende das Lesevergnügen erheblich.

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  • Rezension zu "Terror" von Dan Simmons

    Terror

    Neonsonne

    30. January 2011 um 13:30

    Stellt euch vor ihr befindet euch drei Jahre lang draußen an einem einsamen Ort, düster und grau, bei minus fünfzig Grad. Ja sogar bis minus siebzig Grad. Ihr versucht euren Körper durch mehrere Lagen Kleidung vor der unerträglichen Kälte zu schützen und habt trotzdem das Gefühl zu erfrieren, da eure Kleidung feucht und gefroren ist. Eure Gliedmaßen schmerzen vor Kälte und ganz allmählich spürt ihr sie nicht mehr. Eure Wimpern vereisen bei jedem neuen Wimpernschlag, und jedes mal wird es schwieriger die Augen wieder aufzubekommen. Schneestürme und gewaltige Gewitter begleiten euch monatelang. Immer mit dem Wissen daß da draußen, ganz in eurer Nähe, ein Wesen lauert. Eine Bestie, die nach und nach eure Kameraden tötet und nur auf euch wartet. Nun, wie würde sich das Alles wohl anfühlen? Wie muß sich die Crew der Terror und der Erebus gefühlt haben? Mehr als drei Jahre darauf zu hoffen aus dem ewigen Eis lebendig entkommen zu können. Dies ist die Geschichte von verschollenen, verzweifelten Menschen, die nicht wußten was sie da draußen auf dem Meer erwartet, als sie am 19. Mai 1845 diese Expedition starteten, auf der Suche nach der Nordwestpassage.. ... Die Geschichte: Kapitän der HMS Erebus Sir John Franklin und der Kapitän der HMS Terror Sir Francis Crozier stechen in See auf er Suche nach der Nordwestpassage. Keiner von ihnen ahnt, wo diese Reise enden wird. Die Terror und ihr Flaggschiff Erebus bleiben im Eis der Arktis stecken. Drei Jahre lang kämpfen die Männer um ihr Überleben, immer mit der Angst im Rücken, die Bestie, die in den Weiten des Eises auf sie lauert, könnte sie schnappen. Mit der Zeit werden Nahrungsmittel knapp. Schlampig verlötete Lebensmittelbüchsen führen dazu, daß der Inhalt ungenießbar ist, geradezu vergiftet. Die Mannschaften erkranken an Skorbut, einer Vitaminmangelkrankheit mit schweren Folgen und führt zum Tod. Der Chirurgus Dr. Goodsir versucht alles in seiner Macht stehende, den Männern zu helfen und es ihnen so erträglich wie möglich zu machen. Die Hoffnung auf Rettung schwindet und somit wird entschieden, dass die Männer die Schiffe aufgeben und sich auf das Packeis wagen.. ... Zu Anfang des Buches kam ich teilweise etwas durcheinander, da man in den ersten Kapiteln zwischen den Jahren 1845 und 1847 hin und her springt. Liest man gerade über Kapitän Crozier im Jahre 1847, befindet man sich plötzlich im Jahre 1845, in den Tagebucheinträgen Dr. Goodsirs. Trotz allem ist dieses Buch beklemmend und vor allem spannend. Ich empfehle dieses Buch ausschliesslich nur im Winter zu lesen. Ich denke einfach, daß dieses Buch ansonsten seine Wirkung verfehlt, wenn man es während einer warmen Jahreszeit zur Hand nimmt. Bevor ich die letzten 50 Seiten las, war ich fest davon überzeugt diesem Buch volle fünf Sterne zu geben. Leider hat mich das Ende sehr enttäuscht und deshalb gibt es einen Stern Abzug, da ich mir ein anderes realistischeres Ende gewünscht hätte. Aber trotz allem finde ich dieses Buch ganz besonders! ... Lieblingstelle: "Crozier wußte, daß auch seine Leute schon in den nächsten Wochen, wenn nicht gar Tagen darüber entscheiden mußten, ob sie ihre Toten essen sollten...!"

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  • Rezension zu "Terror" von Dan Simmons

    Terror

    marion_gallus

    16. December 2010 um 20:51

    England im Frühjahr 1845. Die beiden Schiffe HMS Terror und HMS Erebus stechen unter dem Kommando von Sir John Franklin in See um die legendäre Nord-West Passage in der Arktis im Pazifik zu entdecken. Kapitän der HMS Terror ist Francis Crozier, ein zur Trunkenheit neigender Mensch, was seine Qualitäten zur Führung eines Schiffes und seiner Besatzung allerdings nicht im Geringsten schmälert. Die Besatzung der beiden Schiffe beläuft sich auf 129 Mann, es sind Vorräte für mehrere Jahre vorhanden. Zunächst kommen die Schiffe gut vorwärts, doch dann werden sie vom Packeis gefangen genommen und es führt kein Weg mehr heraus. Die Temperaturen belaufen sich auf mitunter -45 °C, und unter Deck selber empfindet die Besatzung Temperaturen um dem Gefrierpunkt dann schon als „warm“. Geheizt wird höchstens noch eine Stunde am Tag um Kohle zu sparen, sollte das Eis aufbrechen und eine Fahrt der Schiffe möglich sein. Die Vorräte werden knapp oder sind verdorben, was auf die Halsabschneiderei eines Konservenfabrikanten zurückzuführen ist. Die Seeleute werden schwächer, erkranken an Skorbut und viele sterben… Hier geht es weiter mit der gesamten Rezension: http://buchwelten.wordpress.com/2010/12/20/terror-von-dan-simmons-55/ Liebe Grüsse Marion

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  • Rezension zu "Terror" von Dan Simmons

    Terror

    berka

    24. October 2010 um 17:05

    Dicke Wälzer sind eigentlich nichts für mich. Eine verschollene Polarexpedition fand ich aber so spannend dass ich mal wieder eine Ausnahme machte. Und habe es phasenweise bereut. Den Rest der Zeit staunte ich fasziniert. Ein bisschen friere ich immer noch. Das Buch hat Längen durch die man sich hindurchquälen muss. Und beschreibt Abscheulichkeiten die man gar nicht so genau kennenlernen wollte (Verstümmelungen, Kannibalismus). Aber all das ist notwendig um sich ins 19. Jahrhundert zu versetzen und die Schwierigkeiten und Umstände einer Polarexpedition zu jener Zeit zu verstehen. Jedes Kapitel ist aus der Sicht eines der Beteiligten geschrieben, teilweise in Tagebuchform (der Arzt). Am Anfang gibt es Zeitsprünge um die Vorgeschichte der Expedition und der Beteiligten darzustellen. Extreme Kälte, lange Polarnächte, zur Neige gehende Vorräte, Skorbut, das Verhältnis der Besatzung untereinander: all das wird durch die detaillierte Schilderung greifbar. Zeitweise musste ich mich zum Weiterlesen überwinden, aber stets nahm die Handlung genau dann eine Wendung und zog mich mit. Auch mir gefielen die Passagen mit den mystischen Gestalten der Inuit-Kultur weniger, personifiziert in einem Ungeheuer das immer wieder in die Handlung eingreift. Angesichts der Gründlichkeit mit der die übrigen Passagen recherchiert sind halte ich Simmons zugute dass er sich mehr dabei gedacht hat als bei mir ankam. Eine Lese-Erfahrung die ich nicht missen möchte. Ich wollte erst auf eine Bewertung verzichten weil sie dem Werk nicht gerecht wird, hab mich aber dann für 4 * entschieden.

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  • Rezension zu "Terror" von Dan Simmons

    Terror

    LiesaB

    19. October 2010 um 20:22

    England, 19. Mai 1845. Zwei Schiffe der Royal Navy stechen in See, das Flaggschiff, die Erebus, und die Terror. Der Leiter dieser Expedition ist der Polarforscher John Franklin. Es war seine dritte Forschungsreise und sollte seine letzte werden. John Franklin und mit ihm 129 Männer hatten die Aufgabe, die Nordwestpassage durch die Arktis zu finden. Alle Männer fanden den Tod. Dan Simmons hat unglaublich spannend die Geschichte der beiden Schiffe im Eis erzählt. Was ist Wahrheit? Was ist Fiktion? Sie frieren, sie haben Hunger, sie sind krank, sie sind im Eis eingeschlossen, drei Jahre. Sie versuchen sich zu retten, zu Fuß... Simmons schreibt mit so starken Bildern, dass der Leser das Gefühl vermittelt bekommt, direkt auf dem Schiff zwischen all dem Eis dabei zu sein. Er lässt uns den Polarsommer und -winter miterleben. Wir zucken bei den heftigen Blitzen zusammen, haben Hunger, frieren und haben Angst, sogar unsere Füße werden beim Lesen kalt... Wer fasziniert ist vom ewigen Eis wird jede der 962 Seiten, die uns Dan Simmons geschenkt hat, genießen.

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  • Rezension zu "Terror" von Dan Simmons

    Terror

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. August 2010 um 14:17

    Selten hat mich ein Buch so dermaßen in seinen Bann gezogen. Terror stellt an Spannung und Nervenkitzel alles in den Schatten, was ich jemals gelesen habe. Ich bin absolut beeindruckt… 1845 brechen zwei Schiffe, die HMS Erebus und die HMS Terror unter dem Kommando von Sir John Franklin auf, um die legendäre Nordwestpassage zu finden, die Europa mit Asien verbindet. 129 Männer begleiten die Expedition. Aber bald stecken die Schiffe an der Nordspitze der King-William-Island im Packeis fest, unfähig sich auch nur einen Meter zu bewegen und für die Männer beginnt eine eiskalte, ungewisse Zeit im Eis, meilenweit von Zivilisation und Rettung entfernt. Die Vorräte werden knapper, die Männer leiden an Skorbut und Erfrierungen. Fast 3 Jahre stecken sie fest, das Eis will und will sie nicht freigeben und die Offiziere müssen eine Entscheidung treffen: Das Schiff verlassen, sich durch Schnee, Eis und unbarmherzige Kälte schlagen, Tage, Wochen und Monate lang nur um auf eine minimale Chance zu hoffen gerettet zu werden, oder auf den Schiffen den sicheren Hungertod zu sterben? Aber sie sind nicht alleine auf dem Eis. Ein monströses Wesen, dem nichts anhaben kann ist immer in ihrer Nähe und dezimiert die Besatzung. Auf dem Eis sind die Männer ihr schutzlos ausgeliefert… 1845 brachen in der Tat zwei Schiffe auf um die Nordwestpassage zu finden und auch waren das die HMS Terror und die HMS Erebus unter dem Kommando von Sir John Franklin. Die beiden Schiffe wurden zuletzt in der Baffin Bay von zwei Walfängern gesehen, dann verschwanden sie. Jahre später fand man nur einige verstreute Leichen und kleinere Gegenstände der Expedition. Sowohl die Erebus, als auch die Terror sind verschollen, von der restlichen Mannschaft, Sir John Franklin und Kapitän Crozier hörte man nie wieder etwas. Dan Simmons beschreibt in Terror, was der Mannschaft möglicherweise passiert sein kann, wie sie über ihren Verbleib entschieden und wie sie letztendlich im Eis starben. Zu dieser soliden historisch belegten Geschichte kommt eine Portion Horror in Form eines monströsen Wesens hinzu, das um die beiden Schiffe herumschleicht und aus dem Nichts die Mannschaften angreift und sie so dezimiert. Dieser Mix aus History und Horror passt ausgesprochen gut zusammen. Das Buch hätte zwar auch ohne das Wesen und diese Art von Horror perfekt funktioniert, aber es setzt dem Buch und der Spannung noch eine kleine, glänzende Krone auf. Terror ist aus unterschiedlichen Sichten geschrieben. Hauptsächlich begleitet man den Kapitän der HMS Terror, Kapitän Francis Crozier und den Wundarzt der HMS Erebus, Dr. Harry Goodsir, der die Ereignisse in sein Tagebuch einträgt. Aber auch andere Crewmitglieder kommen zu Wort. Durch diese Aufteilung ist der Leser immer mitten im Geschehen und lernt die unterschiedlichen Schichten der Crew und deren Ansichten kennen. Dan Simmons hat ein Talent seine Bücher durchweg gut zu schreiben. Der Leser bekommt hautnah die unglaubliche Kälte an Deck und auf dem Eis mit, die Enge unter Deck, die Angst der Mannschaft vor dem Wesen und ihr Leid und Hilflosigkeit. Das Buch ist wirklich detailreich geschrieben, was manchen, vorallem an blutigen und ekeligen Stellen auf den Magen schlagen könnte, den Leser aber an gruseligen Stellen wirkliche Schauer über den Rücken jagen lässt. Terror ist ein Buch für Leser, die gut recherchierte, gut geschriebene historische Bücher lieben und kein Problem mit marinehistorischen Fachbegriffen und Längenmaßen haben (Im hinteren Teil des Buches befindet sich ein kleines Lexikon). Auch mit dem Horrorteil des Buches sollten man sich arrangieren, wenngleich dieser Teil nicht unbedingt der Dominantere ist. Ein reines historisches Buch ist Terror nämlich nicht, aber dafür ist es von der ersten bis zur allerletzten Seite unglaublich spannend und lesenswert. Terror ist für mich dieses Jahr eine extrem wichtige Entdeckung und wird ganz sicher eine wichtige Rolle in meinen Jahresbüchern 2010 spielen.

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  • Rezension zu "Terror" von Dan Simmons

    Terror

    Wolfgang Brunner

    06. December 2009 um 10:02

    Viele sagen, das Buch hätte Längen. Es simmt, die hat es tatsächlich! Nichtsdestotrotz ist der Schreibstil von Dan Simmons meisterhaft. Er versteht es sogar, unwichtige, langweilige Szenen derart präzise und (in meinen Augen) spannend zu beschreiben, dass es mir desöfteren die S prache verschlagen hat. Dan Simmons ist für mich ein Meister der Worte und mit "Terror" hat er das wieder einmal bewiesen.

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