Manchmal hilft es schon, wenn man weiß, dass man mit seinem Empfinden nicht alleine ist. Und dieses witzige Kinderbuch vermittelt allen, die mit dem Winter iso ihre Problemchen haben, das Gefühl nicht alleine zu sein. Wintermuffel können mit dem Pinguin mitfühlen, wie sehr der Winter nervt. Schneebälle, die man ankriegt nerven. Das Ausrutschen auf dem Eis Das eingefrorene Gesicht. Oder dass man sich in der dicken Winterkleidung so schlecht bewegen kann und dann auch noch der kratzige Schal…
Über diesen Punkt verzweifeln sicherlich viele Eltern kleinerer Kinder und bis weit ins Kindergartenalter. Darum kann ich mir gut vorstellen, dass dieses Bilderbuch da auch gut ansetzen kann, indem man bei der Lektüre das Empfinden über den nervigen Winter und die nervigen Winterklamotten gemeinsam festhalten und besprechen kann. Manchmal reicht einfach schon, wenn Empfindungen anerkannt werden. (Bei uns hilf übrigens tatsächlich, Jacke, Nütze, etc. mitzunehmen, bis mein Kind dann nach ein paar Schritten draußen merkte, dass ihm ohne zu kalt war.)
Doch zum Glück gibt es noch eine Sache, die dem Pinguin so richtig Spaß macht im und am Winter. Und auch das ist eine schöne Erkenntnis, dass selbst nervige Sachen oftmals auch schöne Aspekte haben. Und eine weitere Erkenntnis: Selbst wenn der Pinguin als „Wintertier“ Schnee und Eis gewohnt ist und manche glauben könnten, dass er diese dann auch lieben müsste, ist es doch völlig legitim, dass den Pinguin der Winter nervt. Und das ist dann auch wieder für Winterliebhabende interessant, die sich zuvor schon über Pinguins Befindlichkeiten amüsieren können. Der Pinguin sieht in seiner ganzen Missmutigkeit über das Unbill des Winters auch einfach zu lustig aus.
Wintermuffel fühlen sich hier weniger allein. Alle anderen können sich auch amüsieren. Witzig mit Erkenntnis, 5 von 5 Sternen.







