Dan Vyleta Der stumme Zwilling

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Inhaltsangabe zu „Der stumme Zwilling“ von Dan Vyleta

Neo Noir vom Feinsten - als hätten sich Alfred Hitchcock und Paul Auster in einem düsteren Wiener Kaffeehaus auf einen Einspänner getroffen. Oktober 1939. Mysteriöse Gewalttaten erschüttern ein Wiener Mietshaus. Eine der Bewohnerinnen, die junge Zuzka, beobachtet in den Fenstern zum Innenhof rätselhafte Dinge: den verschwiegenen Pantomimen, der sich spätnachts an etwas (oder jemandem?) zu schaffen macht, die kleine Anneliese, deren trinkender Vater etwas zu verheimlichen scheint, und den groben Hausmeister, aus dessen Keller seltsame Geräusche dringen. Sie zieht den Arzt Anton Beer zurate, und als beide den Vorfällen nachgehen, eröffnet sich ihnen ein Kabinett von Sonderlingen, Nazispitzeln, zwielichtigen Frauen - und potenziellen Mördern. Doch Beer hat eigene Gründe, nicht ins Fadenkreuz von Polizei und Gestapo zu geraten ... Der stumme Zwilling ist ein grandioser Roman Noir, ein packendes Kammerspiel und das brillante Psychogramm einer paranoiden Gesellschaft am Rande des Abgrunds.

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  • Rezension zu "Der stumme Zwilling" von Dan Vyleta

    Der stumme Zwilling

    walli007

    18. December 2011 um 17:59

    Wien, nur du allein Im Herbst 1939 der Krieg hat gerade begonnen wird die etwas hypochondrische Zuzka nach Wien zu ihrem Onkel geschickt, in der Hoffnung, dass sich ihre verschieden Krankheitssymptome bessern. Wenn sie nachts in der großen Stadt nicht schlafen kann, stellt sie sich ans Fenster zum Hinterhof und beobachtet, was in den Nachbarwohnungen so vor sich geht. Unheimliche Dinge geschehen und Zuska übertreibt etwas mit ihrer Krankheit, damit die Bedienerin der Familie zu dem Arzt Anton Beer geht, der im Haus wohnt und seine Praxis hat. Nachdem dieser sie untersucht hat und eigentlich nichts weiter feststellen kann, berichtet Zuska, dass sie gesehen hat wie einer mit dem blutigen Messer in der Hand heimkam. Wie kann das nur zu den Morden passen, die in letzter Zeit begangen wurden. Von seiner Patientin bedrängt, beginnt der Arzt Erkundigungen einzuziehen. Das Wien dieser Zeit erinnert ein wenig an das Berlin dieser Zeit, aber nur ein wenig. Denn einige Dinge sind doch anders. Es hat den Anschein als ob die Wiener noch nicht so recht wissen, was sie vom Anschluss, dem Krieg, den Nazis halten sollen. Doch wie so oft mündet diese abwartenden Haltung eher im Opportunismus denn im Widerstand. Und in diese Rahmensituation hinein wurde die Handlung des Romans geschrieben. Dazu kommt dann noch die Offenheit gegenüber der Psychotherapie, die von Freud begründet wurde und in Anton Beer einen Anhänger hat. So geht es dann auch viel, um die psychischen Belange der Bewohner des Hauses, eben die hysterische Zuska, der trinkende Vater mit seiner verkrüppelten Tochter Anneliese, die trotz der Behinderung noch normal erscheint, der zurückgebliebene Wäschejunge, der zurückhaltende Japaner, der Onkel Zuskas, der sich nie von dem Verdacht befreien konnte, einmal ein Mädchen vergewaltigt zu haben, Otto Frei, der mit dem blutigen Messer. Und auch Anton Beer scheint etwas zu verbergen. Eine Milieustudie des Wiens zu Beginn des zweiten Weltkriegs, in der es eher um die Charaktere oder charakterlichen Schwächen der handelnden Personen geht als um die Lösung eines Kriminalfalls. Zwar bleibt der Fall so etwas blass, aber die gesellschaftlichen Verhältnisse des Wiens dieser Zeit werden dem Leser eindringlich näher gebracht. In diesem Buch wird ein spannendes Stück Zeitgeschichte geboten, das wahrhaft lesenswert ist.

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