Dan Vyleta Smoke

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Lovelybooks Bewertung

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Inhaltsangabe zu „Smoke“ von Dan Vyleta

Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ... Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.

Langatmig und düster... Hinterlässt mich irgendwie unzufrieden.

— TineKalisch
TineKalisch

Wenn Sünde sichtbar wird...

— Plimaus
Plimaus

Eine interessante Grundidee leider mehr zäh als gelungen umgesetzt!

— Danni89
Danni89

Mehr Gesellschaftskritik als Fantasy Teils langatmig und kaum Spannung

— Lotta22
Lotta22

Trotz gutem Stil eine etwas langatmige Geschichte, die mehr verwirrt als erklärt.

— kleine_welle
kleine_welle

Tolle Geschichte - nur am Ende habe ich komplett den Faden verloren

— Diana182
Diana182

Die Grundidee ist gut, die Umsetzung hat mir leider überhaupt nicht zugesagt. Viel zu langatmig und zu wenig Spannung.

— Lucretia
Lucretia

Das Buch war etwas anders als ich dachte, nicht schlecht aber konnte mich nicht vollends überzeugen.

— LiveReadLove
LiveReadLove

Ich habe große Erwartungen gahbt, da ich das Thema genial finde, bin aber enttäuscht worden.

— bumblebeesworld
bumblebeesworld

Ein komplexer und abwechslungsreicher, pseudohistorischer Fantasyroman.

— Buchpfote
Buchpfote

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  • Viel Rauch um nichts

    Smoke
    Zeliba

    Zeliba

    24. May 2017 um 19:47

    Handlung ib acht auf deine Gedanken, sonst wird der Rauch sie verraten.Jede Lüge, jede Tat. Nichts kannst du verstecken. Der Rauch verrät alles. Befleckt deine Kleider und macht die Sünde offensichtlich. Dies lernen die Kinder von klein auf. Thomas und Charlie sind in diese Welt hineingeboren worden. Der eine ein Engel voller Sanftmut, der andere aufbrausend. Die Lehrer sehen in Thomas schon jetzt einen Verbrecher, Mörder und Teufel. Doch was passiert, wenn es zwei Jungen sind, die erkennen wie viel Lüge hinter all diesen Worten steckt? Wenn sie erkennen, dass sich die Reichen und die Kirche schon seit Jahrzehnten selber belügen um ihre Reinheit erkaufen. Als sie ihre Nasen zu tief in diese Sache stecken, erkennen sie bald das mehr dahinter steckt. Viel mehr. Jahrhundertealte Lügen und das Böse, das nicht vom Rauch verraten wird.SchreibstilDer Stil des Autors ist gut leserlich, beschreibt toll Stimmung und Umgebung und wäre sicherlich noch ein wenig fesselnder, wenn überhaupt mal etwas passieren würde. Denn gerade ein Buch von knapp über 600 Seiten sollte doch zumindest etwas mehr Handlung enthalten als weglaufen und höfliche Gespräche. Gut hier und da wird noch einer angekettet und es fällt auch mal ein Schuss. Aber reicht das? Mir leider nicht. Da kann auch der Schreibstil nicht viel nach oben reißen. Dazu kommt das ich mich lange nach der Hälfte des Buches gefragt habe, was es mir nun eigentlich sagen will. Wo kommt der große Knall? Für mich blieb er aus. Die Idee war freilich spannend. Rauch der deine schlechten Gedanken enthüllt. Hätte man wirklich was daraus machen können. Schade.CharaktereDie Charaktere blieben leider genauso rauchgrau wie das Buch. Dazu kommt ein wenig die Klischee-Klatsche. Da haben wir Charlie als "den Guten" und Thomas als "den Bösen". Fertig. Gerade von Thomas hatte ich mir auch einfach mehr erhofft. Mit seiner Vergangenheit und allem. Aber stattdessen nichts. Einfach nichts. Da entwickelte sich nichts weiter. Nichts ging in die Tiefe. Und dieses Livia hat es wirklich geschafft vom ersten Treffen an mir nur auf die Nerven zu gehen. Schrecklich. Blass. Oberflächlich. Dazu ihr "heiligengetue". Für mich absolut farblos. Auch hier wäre Spielraum gewesen.Meinung Es ist nun schon eine weile her das mich meine geliebte Fantasy so sehr enttäuscht hat. Denn wo Klappentext und Beschreibung einfach nur toll klangen und ich mich schon auf ein Abenteuer in London gefreut hatte, verschwieg man die dahin tröpfelnde Handlung ohne Spannungsbogen. Stattdessen waberte es also und mal so und besaß für mich nicht den Funken an Zug. Bis zur letzten Seite habe ich dem Buch eine Chance gegeben. Aber nichts. Es ist einfach nichts passiert. Dabei rede ich hier nicht mal von Schlachten oder ähnliches. Nein. Schon gar nicht in diesem Buch. Aber was als übergroßes Geheimnis gelüftet werden sollte, war schon vorher absehbar. Spannung blieb bei Null. Es fehlte Ausarbeitung in vielen Bereichen. Die blassen Charaktere bilden da Sicher den Anfang.

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  • Greifbar wie Rauch

    Smoke
    TineKalisch

    TineKalisch

    21. May 2017 um 17:05

    „Stell dir vor, deine dunklen Gedanken könnten sichtbar werden…“Genau dieses Thema behandelt der Roman „Smoke“ von Dan Vyleta und umfasst dabei ca. 600 Seiten.Inhalt: In einer Welt, in der jede Sünde durch aus dem Körper aufsteigenden Rauch offenbart wird, ist die Gesellschaft klar gegliedert. Die Oberschicht ist frei vom Rauch und im Umkehrschluss damit auch von Sünde, während der Pöbel nur so starrt vor Ruß. Mittels Elite-Internaten werden die Söhne und Töchter des gehobenen Standes auf ihr „rauchfreies“ Leben vorbereitet. Die Methoden dafür sind nicht immer zimperlich. Charlie und Thomas, welche zusammen eine solche Schule besuchen, geraten nach einem Ausflug nach London, einem einzigen Hort des Rauches, plötzlich in einen Komplott ungeheuren Ausmaßes. Sie müssen sich fragen: Woher kommt der Rauch wirklich?Meinung:Eine Rezension zu schreiben, fällt mir bei diesem Buch sehr schwer. Neben seiner beachtlichen Dicke, wartet es auch mit einem oft sehr langatmigen Schreibstil auf. Entgegen meiner Erwartung (eines Fantasy-Romans), scheint es sich hierbei eher um einen gesellschaftskritischen Roman zu handeln, welcher sich der Metapher des Rauches bedient. Dementsprechend finden sich in diesem Buch seitenlange Beschreibungen der politischen Verhältnisse. Diese werden abgelöst durch Freundschaft, Brutalität, Fanatismus und vielem mehr. Als Protagonisten würde ich am ehesten Charlie, Thomas und Livia bezeichnen, wobei der Leser auch noch andere Personen begleitet. Hier liegt für mich auch ein Problem des Romans: Sie sind einfach zu jung, um all die verstrickten Ereignisse genau zu verstehen. Dies übertrug sich auch irgendwie auf mich, als Leser. Manchmal wusste ich einfach nicht mehr, wofür ein bestimmter Handlungsstrang angeschnitten, jedoch nicht weitergeführt wurde. Das Ende hinterließ mich dann auch etwas unzufrieden, meine Fragen waren nicht alle geklärt worden.Ich denke schon, dass Smoke lesenswert ist, jedoch sollte man sich darauf einstellen, dass es sich hier um einen eher politisch angehauchten Roman handelt. Die Idee des Autors finde ich sehr spannend, die Handlung hätte nur manchmal etwas flotter sein können. Im Gesamtpaket gebe ich „Smoke“ 3 Sterne.

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  • Smoke

    Smoke
    Plimaus

    Plimaus

    20. May 2017 um 21:35

    Der Plot ist zwar ein wenig schockierend, weil er dem Leser die Bosheit der Menschen vor Augen führt, ist aber gleichzeitig erfrischend anders. Mehrer Plottwist halten sowohl die Geschichte, als auch die Spannung am Leben. Der Schreibstil ist großartig. Dadurch, dass das Buch im Präsens geschrieben ist und meist auf einen allwissenden Erzähler zurückgreift, vermittelt es den Eindruck, dass man direkt neben Thomas und Charlie steht. Perspektivenwechsel erleichtern es, die Charaktere zu verstehen, auch wenn sie am Anfang ein wenig verwirrend sind.Die Charaktere sind sehr sympathisch, auch wenn Thomas mit seinen "Das-Mörder-sein-liegt-mir-im-Blut-Gejammer" schon ein kleines bisschen nervt. Den Rest der Zeit ist er allerdings ein stiller, etwas aufbrausender Junge, der zwar viel raucht, aber für seine Freunde durchs Feuer gehen würde.Charlie ist sein komplettes Gegenteil. Er ist ruhig und sanft, hält aber genau wie Thomas zu seinen Freunden, steht trotz dessen Fehlern zu Thomas und beruhigt ihn, soweit er kann.Livia ist in der ersten Hälfte des Buches alles andere als sympathisch. Sie ist kalt und abweisend, verbietet sich selbst jede noch so kleine Sünde und behandelt Thomas und Charlie wie Parasiten. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich allerdings zu einem freundlichen, offenen Mädchen.Die Geschichte spielt in London gegen Ende des 19. Jahrhunderts, also zur Zeit der Industrialisierung. Dieses Zeitalter ist geschickt gewählt, es steht schließlich für den Fortschritt der Wissenschaften, die sich in Smoke auch mit dem Rauch und seiner Entstehung beschäftigen.

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  • Düster und langatmig

    Smoke
    Danni89

    Danni89

    20. May 2017 um 19:15

    Klappentext: „Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der der Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan...“ Das Buch „Smoke“ von Dan Vyleta umfasst recht stolze 612 Seiten, konnte mich aber leider bis zum Schluss nicht wirklich überzeugen, geschweige denn an die Geschichte fesseln. Ich lese eher selten Bücher, die stärker sind als 500 Seiten, doch dieses Buch sollte unbedingt eine dieser seltenen Ausnahmen werden, denn der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Leider muss ich sagen, dass mich die Umsetzung dann nicht wirklich überzeugen konnte. Ich habe schon ziemlich lange gebraucht, um richtig in die Geschichte reinzukommen und selbst dann war das Leseerlebnis für mich eher zäh als kurzweilig. Was man dem Schreibstil allerdings lassen muss, die düstere Atmosphäre kommt hier beim Lesen richtig gut rüber. Für mich persönlich war das stellenweise aber auch schon ein bisschen zu viel, zumal ich die Handlung selbst dabei als ausgesprochen langatmig empfunden habe. Spannung kam für meinen Geschmack nur gelegentlich und kurzzeitig auf und so konnte ich die Geschichte zwar noch interessiert verfolgen, aber weder die Geschichte noch die Figuren konnten mich so richtig mitreißen. Auch das Ende habe ich als wenig aufschlussreich empfunden, so dass ich das Buch eher unzufrieden zugeschlagen habe. Schade, denn der Klappentext klang für mich wirklich in jeder Hinsicht vielversprechend. Fazit: eine interessante Grundidee leider mehr zäh als gelungen umgesetzt! 

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  • Mehr Gesellschaftskritik als Fantasy

    Smoke
    Lotta22

    Lotta22

    20. May 2017 um 11:52

    Thomas und Charlie leben in England in einem Elite-Internat, Ende des 19. Jahrhunderts. Ein düsteres und dreckiges Phänomen, genannt Rauch, der sich bei jeder Bosheit oder Lüge am Körper ausbreitet, hat die Vorherrschaft in den Gedanken der Jungen. Der Schreibstil passt zu einer Fantasygeschichte, er beschreibt sehr viel und ist beladen mit Adjektiven. Gleichzeitig fließen immer wieder rhetorische Mittel mit ein. So dauert es etwas, bis der Leser sich in das Buch einfindet. Leider geht durch diesen Schreibstil im Verlauf des Buches viel Spannung verloren, denn bis all die Beschreibungen gelesen sind, ist das eigentliche Geschehen schon längst vorbei. Thomas, Charlie und andere Charaktere erzählen in verschiedenen Abschnitten aus ihrer Perspektive. Der Leser bekommt so einen recht allumfassenden Eindruck, weiß aber zu gleich nichts. Der Rauch, das einzige Fantasyelement, bleibt lange geheimnisvoll und erst zu Ende des Buches kann man ihn richtig verstehen. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass es mehr ein Symbol, als ein Stück Fantasy ist. Es wird viel mehr auf die Gesellschaft an sich geachtet, dass ganze auf recht philosophische Art und Weise, als dass sich etwas entwickeln kann, dass (bis auf den Rauch) fernab der Realität ist. Insgesamt habe ich etwas absolut anderes erwartet, vielleicht hätte mir das Buch besser gefallen, wenn ich gewusst hätte, dass mich kaum bis gar keine Fantasy erwartet. So hat sich das Buch nach etwa 200 Seiten angefangen zu ziehen und da der Autor viele Fragen, die für den Verlauf der Geschichte recht unwichtig gewesen wären, aufwirft und sie anschließend nicht beantwortet, auch etwas verwirrend. Ich bewerte mit 2 von 5 Sternen. Mir war es einfach zu viel Gesellschaftskritik.

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  • Düstere Atmosphäre

    Smoke
    _zeilenspringerin_

    _zeilenspringerin_

    18. May 2017 um 23:53

    Der Einstieg in die Geschichte ist mir nicht so leicht gefallen. Die Welt des Rauches ist sehr komplex und nur nach und nach erfährt der Leser in kleinen Häppchen, wie der Rauch funktioniert. So tappte ich lange im Dunkeln, was es mit dem Rauch auf sich hat.Der Schreibstil ist flüssig, aber teilweise auch sehr ausufernd. Dan Vyleta verliert sich manchmal etwas zu sehr in Beschreibungen und hemmt so den Lesefluss. Allerdings wird eine sehr düstere, authentische Stimmung geschaffen, die mir gut gefallen hat. Schnell wird klar, dass die Welt des Rauches nicht gerade rosig ist und die Menschen es dort sehr schwer haben.Erzählt wird größtenteils aus der Sicht von Thomas und Charlie, doch es gibt auch vereinzelt Szenen aus der Sicht von z.B. Dozenten am Internat der Jungs, die weitere Sichtweisen vermitteln und so noch bestehende Verständnislücken schließen.Die Protagonisten der Geschichte sind sehr unterschiedlich, was eine interessante Dynamik erzeugt. Jeder Charakter hat seine Eigenarten und handelt aufgrund unterschiedlicher Beweggründe. Dies fand ich sehr spannend, da man die Handlungen der Personen nur schwer vorausahnen konnte und man so regelmäßig überrascht wurde. Doch auch die anderen Charaktere im buch fand ich spannend, da sie sehr vielseitig, aber authentisch sind. Da allerdings sehr viele Figuren vorkommen, muss man sich definitiv beim Lesen konzentrieren, um nicht der Überblick zu verlieren. Leider hat die Geschichte in meinen Augen zu lange gebraucht um richtig Fahrt aufzunehmen, so dass ich erst etwas nach 200 Seiten gefesselt von der Geschichte war. Ab dann fand ich es aber sehr spannend und wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und welche Geheimnisse hinter dem Rauch und seiner Entstehung stecken. Das Ende hat mich nicht vollkommen zufrieden gestellt. Irgendwie hatte ich den Eindruck, es würde noch etwas entscheidendes fehlen, doch ich vermute, dass dies genau so vom Autor gewollt ist, da man sich weitere Gedanken über die essentiellen Themen von "Smoke" machen soll.Fazit:Auch wenn ich die Grundthematik von "Smoke" sehr interessant fand, konnte mich das Buch nicht vollkommen überzeugen. Die Atmosphäre und die Charaktere sind facettenreich und spannend, allerdings plätschert die Geschichte lange Zeit nur so dahin, was den Lesefluss einschränkt.

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  • Habe mir was anderes vorgestellt

    Smoke
    kleine_welle

    kleine_welle

    18. May 2017 um 22:07

    Wie wäre eine Welt in der man sofort die Sünde sieht? Thomas lebt in so einer Welt, in der jede Lüge durch Rauch, der von einem aufsteigt sichtbar wird. Dadurch lebt man in ständiger Angst, denn die Elite des Landes wird zum Nicht-Rauchen erzogen. In dem Internat, in dem Thomas lebt, werden regelmäßig alle Schüler auf das Rauchen geprüft. Auch Thomas muss sich dem Rauch stellen.Das Cover gefällt mir wirklich gut. Das düstere, neblige zeigt einem sofort was Sache ist und durch Big Ben wird klar, wo man sich befindet. Passt zum Buch wirklich sehr gut.Der Schreibstil von Dan Vyleta gefällt mir sehr gut. Er weiß, wie man diese düstere Atmosphäre heraufbeschwört. Das und die sehr bildhafte Sprache sorgt dafür, das man sich direkt in Thomas Welt hineinversetzt fühlt, in der durch den Rauch Kontrolle über die Menschen ausgeübt wird. Denn dadurch dass die Adligen nicht rauchen (oder zumindest lernen es zu unterdrücken) werden sie zu besseren Menschen als die „normale“ Bevölkerung.Was mir irgendwie nicht klar war am Anfang ist die Zeit in welcher die Handlung spielt. Ich fühlte mich ganz stark an Charles Dickens Romane erinnert und ich denke nach der Lektüre, dass ich die Geschichte auch dort ansiedeln würde.Auch das Genre kann ich irgendwie nicht wirklich einordnen. Ist es ein Fantasyroman? Oder doch eher mystisch angehaucht? An einigen Stellen erinnerte mich die Reise der drei Hauptcharaktere Thomas, Charlie und Livia eher an einen Abenteuerroman, aber bis zum Ende ist es mir nicht klar, wohin das Buch nun gehört. Wenn es eher abenteuerlich wurde, dann stand der Rauch nicht wirklich im Mittelpunkt und der Autor verliert sich in teilweise weitschweifigen Erzählungen über die Beziehung der drei Charaktere. Das war dann manchmal etwas ermüdend und hat sich sehr gezogen. Da hätte man vielleicht das ein oder andere Kapitel kürzen können. Die Geschichte wechselt immer zwischen dem dritten Erzähler und einer Ich-Perspektive. Manchmal sind diese aus der Sicht einer Person, die nur eine Nebenrolle spielt. Am Anfang bin ich nicht so gut in diesen Wechsel hineingekommen, da ich das etwas unorganisiert fand, weil man plötzlich aus der eigentlichen Handlung gerissen wird und eine Sicht einer komplett fremden Person erzählt bekommt. Aber später fand ich es doch ganz interessant und hatte mich dann eingelesen. Was ich daran besonders interessant fand, war die etwas berichtende Art der Ich-Erzähler, so wirkte es als würde man als Leser direkt angesprochen. Allerdings hat das wirklich lange gedauert und so war dann erstmal die Hälfte des Buches gelesen, bevor ich mich an die Art gewöhnt hatte. Trotzdem tappte ich fast die ganze Zeit während der Lektüre im Dunkeln und wurde nicht wirklich schlau aus der Geschichte. Ich dachte, es wird vielleicht erklärt woher der Rauch kommt. Aber diese Frage bleibt offen. Außerdem wird im Buch häufig vieles andere in der Vordergrund gerückt und der Rauch verschwindet in den Hintergrund und ist nur schmückendes Beiwerk. Da habe ich dann doch anderes erwartet. Da das Buch ja auch Smoke heißt. Was mir allerdings gut gefallen hat, war die moralische Frage hinter der ganzen Sache. Die Adligen im Buch gehen einfach über Leichen, Hauptsache sie sind rauchfrei. Aber auch die sogenannten Revolutionäre machen alles um ihre Ansichten und Änderungen durchzusetzen. Alles natürlich zum Wohle der Allgemeinheit. Wobei hier natürlich die Art und Weise der Revolution nicht weiter erläutert wird. Wie alles, denn der Autor tänzelt die ganze Zeit so ziemlich um den Kern herum. Das Ende ist dann auch eher so naja und kann leider nichts mehr rausreißen. Geht es letztendlich dann doch um Freiheit? Ich weiß es leider nicht. Fühle mich nicht wirklich zufrieden nach der Geschichte und so überzeugt hat mich das Buch dann nicht. Mein Fazit: Der Roman startet wirklich ganz passabel und nachdem ich mich eingelesen hatte, gefällt mir auch der Stil sehr gut. Die Sprache ist auch sehr passend zum Thema und man kann sich alles bildlich vorstellen, allerdings können diese Punkte die etwas langatmige und verworrene Story nicht rausreißen und so bin ich etwas enttäuscht von dem Buch. Auch hätte ich mir vielleicht eine deutlichere Erklärung zur Entstehung des Rauches gewünscht, aber wie vieles im Buch wurde diese nur angedeutet. Ich finde es wirklich schade, denn die Idee ist sehr interessant und spannend.

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  • Smoke

    Smoke
    Diana182

    Diana182

    18. May 2017 um 14:38

    Das Cover zeigt  ein berühmtes Gebäude Londons und klärt damit sofort den Schauplatz der Geschichte. Doch wie mag der Titel dazu passen!? Der Klappentext gibt einen kleinen Einblick, verrät aber nicht  sonderlich viel über den Inhalt der Geschichte. Hier war meine Neugier geweckt und ich wollte mehr erfahren.Der Einstig fällt nicht unbedingt leicht. Nicht auf Anhieb sind alles Vorgänge durchschaubar. Alles wirkt trist und Grau- wie eben durch eine Rauchwolke blickend. Als würde man durch eine verrußte Landschaft streifen. Eine melancholische Stimmung überkommt den Leser ebenso  beim Verfolgen der Geschichte.Erst nach und nach erhält man Einblicke in das Leben der Hauptfiguren. Ob sie direkt sympathisch sind, kann ich nicht mal auf Anhieb beantworten. Aber das ist hier auch nicht unbedingt gewollt. Denn wer den Rauch in sich hat, kann einfach nur verdorben uns böse sein.Dennoch lässt sich die Geschichte sehr gut lesen und verfolgen.  Ich war ganz gebannt und verfolgt sehr gerne, was die Jugendlichen über den Rauch aufdeckten und recherchierten. Auch die Perspektive wechselt hier ständig, was ich bisher noch nicht kannte. Mal blickt man durch die Augen einer mitwirkenden Person, mal ist es, als würde man die Geschichte wie in einem Film verfolgen und ein Zwischenerzähler berichtet, was gerade aktuell passiert.Die Spannung steigt stetig an und der Wahnsinn scheint Einzug zu halten. Und dann, als die Spannung ihren Höhepunkt erreicht- habe ich komplett den Faden verloren. Ich habe die Geschichte komplett verschlungen und von jetzt auf gleich, wusste ich nicht mehr, wie die Geschichte zum Ende hin ihren Lauf nahm. Nun sitze ich mit großen Fragezeichen in den Augen und überlege, was am Ende nun passiert ist und kann es mir beim besten Willen nicht zusammen reimen. Sollte es jemandem anders ergehen, würde ich mich über eine Aufklärung freuen.Mein Fazit:Das erste ¾ des Buches lässt sich sehr gut lesen und verfolgen. Die Story ist spannend und stellenweise sehr gruselig.  Die Geschichte zieht den Leser in einen Bann und lässt ihn so schnell nicht mehr los.Doch das Ende ist sehr unbefriedigend und unverständlich. Ich kann mir beim besten Willen leider kein Reim daraus machen, was mich nun nach ca. 600 gelesenen Seiten etwas unbefriedigt zurück lässt.Daher kann ich nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen.

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  • Langatmig und verworren

    Smoke
    tigerbea

    tigerbea

    17. May 2017 um 16:57

    Ein Internat im England des 19. Jahrhunderts. Hier werden Kinder zu Gentleman erzogen und sollen lernen, ihren Rauch zu unterdrücken. Denn dieser Rauch soll die Unterschicht kennzeichnen. Er verrät die Gefühle des Erzeugers. Auf dieses Internat gehen auch Thomas und Charlie. Während der Weihnachtsferien werden sie zu Lady Naylor eingeladen und entdecken dort schreckliche Dinge. Zusammen mit der Tochter des Hauses, Livia, verlassen sie Lady Naylor und geraten in einen Hinterhalt, bei dem Thomas gefährlich verletzt wird. Ihre gemeinsame Flucht und ihre Suche nach dem Geheimnis des Rauches bringt sie in manch gefährliche Situation. Das Buch läßt mich zwiegespalten zurück. Es beginnt langatmig, der nächste Teil ist wieder sehr spannend und unterhaltsam und dann wird es wieder extrem langatmig. Die Handlung selbst ist gar nicht so schlecht, der Autor hätte da durchaus die Chance gehabt einen richtig spannenden Roman raus zu machen. Doch leider verliert er sich in dieser Geschichte immer wieder in langweiligen Episoden, die einfach nicht enden wollen. Die Charaktere werden einfach so in die Geschichte geworfen, ohne sie groß vorzustellen. Man erfährt erst nach und nach von ihrem familiären Hintergrund. Spannung kommt hier nur im zweiten Teil auf, der Anfang nimmt den Leser nicht wirklich für das Buch ein und auch das Ende ist eher langweilig und vor allem verworren. Was sehr schade ist. Man liest dieses umfangreiche Buch und versteht das Ende nicht. Sehr unbefriedigend. Vom Schreibstil her ist das Buch keine leichte Kost. Man kann es nicht "mal eben lesen". Der Autor hat einen leicht extravaganten Stil, der das schnelle Lesen ausbremst und immer wieder die Standesunterschiede betont.

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  • unbefriedigendes Ende

    Smoke
    Sandra1978

    Sandra1978

    14. May 2017 um 17:05

    Inhalt In der Nähe von London. Abgeschnitten vom Rest der Welt, ist der ideologische und technologische Fortschritt im späten 18. Jahrhundert verpönt. Die Menschen leben dort noch wie vor  100 Jahren – ohne Telefon, ohne elektrisches Licht. In dieser Welt gehen Thomas, der Sohn eines verurteilten Mörders, und Charlie, Sohn eines reichen Industriemagnaten, zusammen auf ein Jungeninternat. Dort bringt man Ihnen bei, Gentlemen zu sein – und Gentlemen rauchen nicht. Hier ist allerdings der Rauch gemeint, der allen Menschen entströmt, sobald sie eine Sünde begehen, etwas Schlechtes auch nur denken – und desto schlechter die Gedanken und Taten, desto widerlicher der Rauch. Man übt sich also darin, möglichst wenig zu rauchen. Doch als Charlie und Thomas in den Ferien die Familie eines Jungen besuchen, erfahren sie eine unglaubliche Wahrheit, die ihre Welt und ihr Weltbild auf den Kopf stellt. Fortan ist der Rauch für sie nicht mehr gottgegeben – denn sie treffen eine Gruppe von Menschen, die den Rauch erforschen und der Meinung sind, das man ihn beherrschen kann. Unversehens werden sie in eine Verschwörung verstrickt, die sie nicht überschauen können, und bringen sich damit in tödliche Gefahr.   Beurteilung Ich habe sehr kontroverse Meinungen zu diesem Buch gehört und war deshalb sehr gespannt, da mich persönlich der Klappentext des Buchs sehr angesprochen hat. Eine faszinierende Idee. Zuerst fragt man sich, wie das rein physiologisch möglich sein soll – Sünde soll durch Rauch, der aus dem Körper kommt, in verschiedenen Konsistenzen und Farben, angezeigt werden.  Obwohl es erst einmal wie eine hanebüchene Idee erscheint – was haben die Mediziner noch vor wenigen 100 Jahren über die Vorgänge im menschlichen Körper gedacht? Aus einer Sicht von vor fast 200 Jahren betrachtet, erscheint das Rauchen durchaus möglich zu sein.Mit diesem Blickwinkel sollte man auch an dieses Buch herangehen. Der Schreibstil ist nicht ganz einfach zu lesen – die Ausdrucksweise ist etwas altmodisch und gestelzt, passt aber absolut zur Geschichte und gibt die Atmosphäre der steifen englischen Gesellschaft perfekt wieder. Es ist trotzdem sehr gut geschrieben und gut zu lesen, doch man fliegt nicht so leicht darüber hinweg wie in manch anderem Roman und muss sich schon konzentrieren beim Lesen. Für mich schwierig waren auch teilweise die Wechsel der Blickwinkel zwischen den handelnden Personen – manchmal wurde ein kürzeres Zwischenkapitel aus der Sicht einer Nebenfigur geschrieben, um Lücken in der Handlung, die die Protagonisten nicht selbst erlebt haben, auszufüllen. Nicht immer wird sofort deutlich, wer jetzt gerade erzählt – es wird aber immer beim bewussten Lesen klar, wer spricht. Zu den Personen: Die Jungen Thomas und Charlie und die junge Olivia Naylor sind die 3 Hauptprotagonisten in der Handlung. Sie sind sehr gut beschrieben, allerdings finde ich alle drei ein wenig naiv und beschränkt in ihrer Weltanschauung, jeden auf seine Weise. Vor allem Livia ist unglaublich anstrengend, auch wenn sie im Laufe der Geschichte die deutlichste Wandlung durchmacht. Wie oben schon beschrieben geht es in dem Buch darum, dass das Thema Rauch in Frage gestellt wird. Leider muss ich sagen, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, das der Autor irgendwo bei der Hälfte nicht mehr so recht wusste, wie es eigentlich weitergehen soll. Nachdem ich, trotz der ungewöhnlichen Ausdrucksweise des Autors, die erste Hälfte des Buchs total fesselnd und spannend fand, hat mich die zweite Hälfte ziemlich angestrengt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Gründe und Ziele der oben genannten „Verschwörer“, man könnte auch Wissenschaftler oder Rebellen sagen, nicht mehr wirklich nachvollziehen konnte und auch den physikalischen Erklärungen des Phänomens Rauch nicht mehr folgen konnte. Irgendwie fand ich das alles nicht mehr zusammenhängend und schlüssig dargestellt und hatte auch keine Lust mehr alles 4 mal zu lesen oder rauszuschreiben in der Hoffung, da doch noch den Durchblick zu behalten. Zum Schluss hatte ich zwar den Sinn und Zweck im Kern verstanden – glaube ich – aber der Weg und die Mittel dorthin haben sich mir trotzdem nicht erschlossen. Dadurch fällt meine Bewertung für das Buch, das so vielversprechend angefangen hat, deutlich schlechter aus als anfangs gedacht. Mein Fazit:  Sehr interessante und ungewöhnliche Idee die dennoch fesselnd umgesetzt wurde, jedoch verlor sich der rote Faden ungefähr bei der Hälfte der ca. 600 Seiten und es wurde etwas konfus und schwer nachzuvollziehen.  Daher kann ich Smoke leider nur 3 von 5 Sternen geben.

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  • Langatmig und ziemlich verwirrend

    Smoke
    mesu

    mesu

    14. May 2017 um 13:09

    Diese Buch konnte mich nicht überzeugen. Der Stil des Autors ist langatmig und die Handlung war ziemlich verwirrend. Die Geschichte über den ominösen Rauch und seine Folgen spielt im düsteren London. Die Protagonisten sind 3 problembehaftete Jugendliche die neben ihren eigenen pubertären Problemen auch mit dem bösen Rauch in Verbindung kommen. Sie versuchen sein Geheimnis zu ergründen und geraten in schwierige Situationen. Die Geschichte hätte vielleicht in weniger Seiten spannender und klarer erzählt werden können. Ich konnte mich mit dem Thema nicht so recht anfreunden und bin am Ende ratlos zurückgeblieben.

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  • Rauch zu Ruß

    Smoke
    chellytheglubsch

    chellytheglubsch

    11. May 2017 um 17:56

    Das Cover gefällt mir sehr gut. Abgebildet ist London, eingehüllt in Rauch - was einen direkt auf die Geschichte einstimmt und eine etwas düstere Atmosphäre schafft. Im Buch geht es um Thomas und Charlie, die die Sommerferien bei Lady Naylor verbringen. Während Charlie sich mit Livia, der Tochter von Lady Naylor, anfreundet wird Thomas von Lady Naylor über den Rauch unterricht. Dadurch erfahren beide Details über den Rauch, die sie an den Lehren ihrer Schule zweifeln lassen. Doch plötzlich hat es jemand auf sie abgesehn und sie müssen sich entscheiden auf welcher Seite sie stehen wollen und wie sie zum Rauch stehen.>Ist der Rauch das Böse? Oder der Mensch hinter dem Rauch?< Mein Lieblingscharakter war Livia. Ich finde sie macht im Verlauf der Geschichte die größte Entwicklung und wächst mehr als einmal über ihre Grenzen hinaus. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ist gelungen umgesetzt. Die Idee, dass ein Mensch bei einer Lüge oder bei boshaften Gedanken anfängt zu Rauchen finde ich sehr spannend und regt zum Nachdenken an. Je tiefer man in die Geschichte eintaucht, je mehr erfährt man über den Rauch. Denn woher kommt der Rauch? Gab es ihn schon immer? So viele Fragen die es herrauszufinden gibt. Als sich am Schluss die Ereignisse überschlagen kam ich leider nicht mehr ganz mit. Etwas überrascht war ich davon, wie es zwischen Thomas, Charlie und Livia weitergeht - zwar nicht unbedingt schlecht aber doch unerwartet. Eine wundervolle Idee, spannend umgesetzt.

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  • Definitiv schwere Kost

    Smoke
    Mietze

    Mietze

    10. May 2017 um 17:36

    Stell dir vor du lebst in einer Welt in der du deine geheimsten Sehnsüchte, Laster und schlechten Gedanken nicht verbergen kannst. Eine Welt, in der sich alles Negative in Ruß und Rauch niederschlägt der deinem Körper entweicht, deine Kleidung und die Umgebung besudelt und jeden sofort erkennen lässt wie es um deine Gedankenwelt bestellt ist, welche Sünden du begehst. In dieser Welt, in der Rauch ein Zeichen für die Sünden der Menschen ist, leben Thomas und Charlie in einem Internat für Gentlemen. Als Mitglieder des Adels sollen sie dort lernen ihre Gefühle unter Kontrolle zu bekommen, nicht zu sündigen und damit auch nicht zu rauchen. Charlie ist ziemlich gut darin, er ist fast schon perfekt und immer nett und höflich. In Thomas dagegen verbirgt sich eine unterschwellige Wut die ihn oft einmal zu viel rauchen lässt. Das ungleiche Gespann entdeckt eines Tages jedoch das nicht alle die eine Sünde begehen auch rauchen und das hinter dem Rauch so viel mehr steckt als gedacht. Die beiden begeben sich auf eine gefährliche Spurensuche in den Tiefen des lasterhaften und verrauchten Londons...Das Buch zu bewerten ist für mich eine ziemlich schwierige Angelegenheit. Zum einen konnte es mich durchaus fesseln, ich wollte wissen was es mit dem Rauch auf sich hat und wie das Rätsel gelöst wird, was hinter all dem steckt. Zum anderen war es ein richtiger Kampf, ich musste mich durch das Buch winden, wie sich die Protagonisten durch den zähen Rauch und den Ruß Londons quälen müssen.Das lag vor allem am Schreibstil von Dan Vyleta. Der Autor schreibt unheimlich ausführlich und ausschweifend. Es gibt ellenlange Vergleiche, viele Metaphern und philosophische Stellen. Es wird viel interpretiert und nachgedacht, viel über Sünde und die Manifestation des Rauches diskutiert. Auch der Rauch selbst blieb für mich die ganze Zeit über sehr abstrakt, ich konnte mir die Welt wirklich nicht so genau vorstellen, es war für mich einfach nicht greifbar. Noch dazu war ich doch auch irgendwie abgestoßen von dem Gedanken an eine derart schmutzige Welt, das Leben darin und den Umgang damit, ich konnte mich nicht damit identifizieren. Es gab auch einige Stellen im Buch die für meinen Geschmack dermaßen wirr waren und an der einige Charaktere praktisch im Delirium zu Wort gekommen sind. Ich mag normalerweise ein wenig abgedrehte Bücher, aber hier habe ich ab und an gar keinen Durchblick bekommen. Auch bin ich mir nach wie vor nicht sicher ob ich überhaupt nur die Hälfte der im Buch verarbeiteten Aussagen richtig verstanden habe.Schwierig war auch der Wechsel der Perspektiven im Buch. Diese finden oftmals ohne Ankündigung statt und ich musste mich zunächst immer erst mal wieder zurechtfinden.Die Charaktere im Buch fand ich persönlich dafür sehr gut gelungen. Sie waren sehr unterschiedlich, jeder mit einer anderen Geschichte, einer anderen Motivation und einem anderen Verhältnis zum Rauch und der Sünde. Man konnte meist deren Handlungen und Gedankengänge gut nachvollziehen - von ein paar seltsamen Charakteren mal abgesehen. Die grundsätzliche Idee des Buches und die Suche nach dem Geheimnis des Rauches haben mir wirklich gut gefallen. Leider muss ich jedoch sagen dass ich mit der Auflösung nicht zufrieden bin. Es wird nie wirklich klar wie der Rauch denn nun die Welt überzogen hat und es wird nur kurz erklärt wie er überhaupt entsteht -  eine ziemliche Enttäuschung. Auch vom Ende der Geschichte und worauf die Jagd durch die Straßen Londons nun hinausläuft hat mich nicht ganz überzeugt. Ich kann auch überhaupt nicht sagen in welches Genre ich das Buch einordnen sollte. Urban Fantasy? All Age Fantasy? Thriller? Keine Ahnung.Auf jeden Fall ein Buch mit einem interessanten Ansatz und schwieriger Umsetzung.Definitiv schwere Kost und nichts für Zwischendurch. Der Autor hat eine recht anstrengende und drückende Art zu schreiben, man muss sich Zeit nehmen um den Gedankengängen folgen zu können. Die Charaktere sind gut gestaltet und waren für mich abgesehen von der Grundidee das Highlight am Buch. Sie waren spannend charakterisiert und hatten Ecken und Kanten. Die Auflösung und das Geheimnis um den Rauch sind für mich am Ende definitiv zu kurz gekommen. Letztendlich ist Smoke ein Buch durch das man sich kämpfen muss und ich persönlich nicht finde das sich der Kampf unbedingt lohnt, auch wenn der Weg dorthin stellenweise durchaus spannend war.Schaut vorbei: http://cat-buecher-welt.blogspot.de/2017/05/rezi-smoke-von-dan-vyleta.html

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  • Kryptisches Verwirrspiel

    Smoke
    heinoko

    heinoko

    10. May 2017 um 16:28

    Ein Buch, das mich völlig ratlos zurücklässt. Eigentlich klingt die Ankündigung recht verlockend: Zwei Jugendliche sind Schüler eines Elite-Internats im England Ende des 19. Jahrhunderts. Da sich jedoch jede Lüge, jede Bosheit bei den Menschen als aus dem Körper heraustretender Rauch manifestiert, wollen die beiden Jugendlichen diesem Rauch und seinen Geheimnissen auf die Spur kommen. Ungeahnte Gefahren warten auf sie… Der Schreibstil des Autors ist großartig, fesselnd, bilderreich und deshalb rein textlich leicht lesbar. Gleichzeitig war das Lesen eine einzige Herausforderung, und selbst das zu erklären, ist schwierig. Zum einen ist das gesamte Buch im Präsens geschrieben, wodurch man ein unangenehmes Gefühl des Gehetzt-Seins entwickelt. Zum anderen wechselt ständig die Erzählerperspektive. Viele handelnde Personen schildern aus ihrer Sicht das Geschehen, und nicht immer ist anhand der Kapitelübeschrift klar, wer gerade erzählt. Mehr jedoch als diese rein äußere Form habe ich den Inhalt als überaus schwierig empfunden. Es wird ein England gezeichnet mit Bildern finstersten Mittelalters, mit Aberglauben, verrohten Sitten, verquerer Moral, ein schier endloses Sammelsurium an Bildern der Verderbtheit, Bosheit, eine nicht endende Bildergalerie an Dunkelheit, Schmutz, Gestank und Ruß, dramatische Bühnenbilder, die den Rahmen bilden für Geschehnisse, die wiederum neue böse Bühnenbilder erzeugen. Die Protagonisten zeichnet eine geradezu grenzenlose Leidensfähigkeit aus, ein Sich-Ergeben, ohne Klagen. Kälte, Wunden, Fieber, gebrochene Glieder – nichts hält sie auf auf der Suche nach … ja nach was? Wenn der Rauch Sinnbild für das Animalische im Menschen ist, gibt es kein Entrinnen, keine Heilung. Der Autor lässt uns in seinem Schlusswort wissen, dass er eine Allegorie unserer Gegenwartsgesellschaft darstellen wollte, und zwar sozusagen komponiert im Stil des Jazz: Freies Interpretieren eines Themas  in verschiedenen Variationen. Das klingt gut, aber siehe oben: Mich lässt das Buch völlig ratlos zurück.  

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  • Mit der Länge verlor sich vieles

    Smoke
    hiddenbookparadise

    hiddenbookparadise

    09. May 2017 um 15:42

    London in einer Welt der viktorianischen Industrialisierung. Rauch und Ruß, die die Sünden der Menschen offenbaren. Es klingt nach einem Buch, welches das Bild der damaligen Zeit mit phantastischen Elementen erklärt.   Der Rauch prägt die Menschen. Er bestimmt ihr Leben, er gliedert die Menschen in Schichten. Die hohe Gesellschaft hat gelernt ihn scheinbar zu umgehen, mittels gewisser Erziehungsmethoden. Dieser müssen sich auch die jungen Protagonisten Thomas und Charlie an einem Elite-Internat nahe Oxford unterziehen. Jedes kleinste Vergehen, die Spur von Ruß an der Kleidung wird nach strengen Gesetzen bestraft. Manche scheinen der Sünde perfekt widerstehen zu können, aber ist dem wirklich so?   Die Zeit bei Thomas Verwandtschaft lehrt die Jungen die Wahrheit und bringt sie auf die Spur zu etwas äußerst Großem. Die Flucht auf Leben und Tod gemeinsam mit der anfangs nonnenhaften Livia zeigt ihnen die wahre Natur der Gesellschaft, in welcher sie leben.   Begonnen hat das Buch äußerst interessant durch die Schaffung einer düsteren und dunklen Atmosphäre. Nicht nur bezüglich der einfallsreichen Idee war es außergewöhnlich, sondern auch der Schreibstil war verglichen mit anderen Romanen fremd. Alles in einem harmonierte zu Beginn die Geschichte mit der Stimmung der Lektüre. Die Welt des Rauches, eine Neuinterpretation und Sichtweise auf den damalig vorherrschenden Smog, wirkte so greifbar durch die bildhafte Sprache mit Liebe zum Detail, seiner ganz eigenen Dynamik. Doch was so gut zu Anfang war, verlor sich mit der Länge des Buches. Aufgrund der Länge wirkte manches wie eine einzige eintönige Wiederholung und kam der Eindruck von Ungeduld auf. Schließlich waren es nur noch kleine und knappe Kurzgeschichten, die immer weniger fließende Übergänge zueinander hatten. Es wurde ein unausgeglichenes und konfuses Lesen von einzelnen herausgerissenen Szenen aus Eindrücken und zunehmend verworrener Handlung, als hätte selbst der Autor den leitenden roten Faden verloren und könne nicht mehr auf den richtigen Weg gelangen.   Der Schreibstil hatte auch eine klare, schlussendlich negative Auswirkung auf die Meinung zu Charakteren, denn so wie Interesse und eine gewisse Begeisterung, eine Faszination zu Anbeginn aufkamen, schwanden sie schnell, als Motive nicht ersichtlich wurden und sich keine charakterliche Veränderung und Entwicklung vollzog. Sie waren gemeine handelnde Personen, die die Geschichte überbrachten, aber zu denen man in ihrer Eindimensionalität nur schwer eine Bindung, ein Mitgefühl aufbauen konnte. Vor allem war der sich wiederholende Wechsel der Perspektive ein Störfaktor. An sich ist es nicht schlecht, die Handlung aus auktorialer, personaler und ebenso Ich-Erzählperspektive zu erleben, zumal sich so nicht direkt auf einen Hauptcharakter konzentriert wird, aber der anfängliche Rhythmus ging vollends verloren und war es ein Abwechseln nach Lust und Laune ohne ein klares Muster, sodass vieles zusätzlich chaotisch wirkte und die Bedeutung einzelner Charaktere verebbte. Die sich entwickelnde Beziehung des Buches war letztendlich eine herbe Enttäuschung, besonders da sie gänzlich unnötig war. Man kann sagen, dass die handeln Personen letzten Endes nur die Handlung überbrachten und nicht mehr selbst ein Reiz eines Buches waren.   Nicht nur das Ende der Charaktere war reichlich enttäuschend, sondern auch das der Geschichte. Zu viele ungeklärte Fragen bleiben offen stehen. Allem voran die wichtigste nach dem Ursprung des Rauches und der Grund, weshalb er vorwiegend schwarz ist, trotz dass er teilweise farbig beschrieben wurde. Obschon viel hinter dem Buch steckt, den vielen Facetten hinter dem menschlichen Sein und der Gesellschaft, hat es zugleich nur einen sehr leichten Fortgang mit den leichtesten Lösungen. Für die richtige Tiefe und das Eintauchen in die Geschichte fehlten die wichtigen Erklärungen, möglicherweise auch ein Abkommen vom Weg und mehr als das Ankratzen eines Themas.   Schlussendlich ist es ein Buch, das großen Schaden durch seine sich in der Länge verlierende Bedeutung und seiner Hast verloren hat. Es fühlte sich so an, als wäre nicht mehr genug Zeit für die Bildung dieser besonderen Welt gewesen. Wieder einmal war es ein Buch, welches viel Potential in sich trug, aber eine Idee nicht so recht umsetzen konnte. Dennoch waren die ersten Seiten spannend und angenehm zu lesen. Vielleicht sollte man sich tatsächlich nur auf den Anfang beschränken, das Ende offen lassen wie in einer langen Kurzgeschichte, die wundervolle, atmosphärische Bilder beschreibt.  

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