Dan Vyleta Smoke

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Inhaltsangabe zu „Smoke“ von Dan Vyleta

Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ... Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.

Spannend, temporeich, mit Analogien, die zum Nachdenken anregen.

— LillySj
LillySj

Verstörend gut und eine wirkliche Herausforderung...

— MartinaSuhr
MartinaSuhr

Sehr interessantes Thema

— chellytheglubsch
chellytheglubsch

Zum Einschlafen - wirr, ohne roten Faden und die Charaktere sind fadenscheinig.

— Tallianna
Tallianna

Atmosphäre gut eingefangen, mit den Charakteren wurde ich jedoch nicht warm und der Spannungsbogen verlief flacher als erwartet.

— katha_dbno
katha_dbno

Toll geschrieben. Glaubhafte Charaktere, eine Geschichte, der man gern folgt.

— Vecna
Vecna

sprachgewaltig und ausschweifend. Tolle Grundidee, die inmitten der vielen Beschreibungen leider verloren geht

— jodysart
jodysart

Tolle Ansätze, die sich in Längen und Wirkungen verlieren. Schade!

— Losnl
Losnl

Fazit: Grundidee gut, jedoch nicht bis zum Ende durchdacht.

— YvisLeseecke
YvisLeseecke

Guter Ansatz, schlechte Umsetzung

— ShalimaMoon
ShalimaMoon

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Starke Charaktere und überraschende Wendungen – lesenswert!

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  • Kreative Idee

    Smoke
    thebookpassion

    thebookpassion

    22. April 2017 um 22:09

    Jede Lüge oder boshafter Gedanke werden durch Rauch, der dem Körper entweicht, sichtbar. Und so versucht die Elite der Gesellschaft ihr Kinder streng und möglichst sündenfrei zu erziehen. Die beiden Freunde Thomas und Charlie besuchen daher ein Eliteinernat. Im Internat herrschen harte und vor allem strenge Regeln. Doch was ist, wenn es Menschen gibt, denn es gelungen ist, die Regeln des Rauches außer Kraft zusetzten? Auf eben diese Fragen stoßen die beiden Freunde und machen sich auf, um Antworten zu finden. Dabei stoßen sie auf Intrigen, überraschende Freunde und auch auf Feinde.Der Roman scheint momentan in aller Munde zu sein und die Meinungen gehen weit auseinander vom Jahreshighlight bis zum absoluten Flop ist alles dabei. Ich war daher recht gespannt, ob „Smoke“ mich überzeugen kann oder ich eher zu den Kritikerinnen zähle.Der Roman setzt sich vor allem mit der Frage auseinander, ob Menschen ohne Schwächen wirklich noch menschlich sind und menschlich handeln könne oder eine gewisse Dunkelheit benötigt wird um Licht und Güte in die Welt zu bringen. Von Anfang an hat mir die Idee gefallen, dass Sünden, Lügen oder auch Wut in Form von Rauch auftreten und so für jeden sichtbar wird. Die Idee ist einfach absolut kreativ und interessant und alles andere als 0-8-15. Dabei erhält man gerade zu Anfang nur recht wenig Informationen über den Rauch und zusammen mit den beiden Protagonisten Thomas und Charlie versucht man immer mehr über den Rauch und seine Beschaffenheit zu erfahren. Die Details bezüglich des Rauches oder auch der politischen Intrigen werden geschickt mit der Geschichte verwoben, sodass der Lesefluss nicht unterbrochen wird. Insgesamt erschafft der Autor einen atmosphärischen Roman mit einer beklemmenden und düsteren Stimmung. Trotz der gelungenen Atmosphäre gelingt es dem Autor jedoch leider nicht die Spannung konstant zu halten. Vor allem zum Ende hin werden viele Situationen einfach zu stark ausgeschmückt und beschrieben. Das Ende ist für mich jedoch leider dennoch zu abrupt. Es bleiben einfach zu viele Fragen offen. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass ich noch mehr über den Rauch und dessen Beschaffenheit erfahre.Jede Figur hat sympathische und unsympathische Charakterzüge, sodass es keinen richtigen Sympathieträger gab, dies hat mich jedoch keines falls gestört, da es einfach zu der Thematik passt. Fröhliche und nette Figuren hätten zu der düsteren und auch kritischen Geschichte einfach nicht gepasst.Auch, wenn ich vor allem Probleme mit dem Ende des Romans hatte konnte mich der Rest positiv überraschen. Der Roman ist absolut atmosphärisch und kreativ.(c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

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  • Lese-Abbruch...

    Smoke
    ShellysBooksDiary

    ShellysBooksDiary

    21. April 2017 um 07:04

     Aufmerksam auf dieses Buch wurde ich vom Verlag selber. Mit einer Email wurde mir dieses Buch recht schmackhaft gemacht, besonders weil ich momentan gerne viel über England, besonders London lesen möchte. Und schon allein das Cover hat mich sehr davon überzeugt. Somit ein großes Dankeschön für das Leseexemplar. Jedoch muss ich gestehen, dass ich kurz nach der Hälfte des Buches mit dem Lesen abgebrochen habe. Der Inhalt faziniert mich sehr, jedoch finde ich, man muss dieses Buch in Ruhe lesen. Der Schreibstil ist sehr historisch und teilweise auch poetisch, was an sich auch gut zum Buch passt. Nur leider hab ich wenig Zeit, um in einer Tiefenruhe zu lesen, und konnte mich somit nur sehr schwer auf diese Geschichte konzentrieren. Meine sonstige Meinung zum Buch: Allein das Cover ist für meinen Geschmack sehr schön gehalten. Man sieht im düsteren, dunkleren Braun- und Blauton den Big Ben von London, sowie deren Palast. Ich als großer London-Fan hab mich sofort in dieses Cover verliebt. Dadurch hab ich bloß gedacht, dass die Geschichte auch mehr in London spielt. Jedoch soweit ich nur gekommen bin, dient London nur als ein Ort des „Bösen“ und die ganzen Schüler befinden sich auf ihren Elite-Internat weiter weg von London. Nur mit einem kleinen Besuch, wo die Schüler erst mit dem Zug anreisen müssen, spielt die Geschichte in der Hauptstadt. Es kann jedoch sein, hätte ich „Smoke“ zu Ende gelesen, dass das große Finale in London spielt. Jedoch gab es bis dorthin keine genauen Ansatzpunkte dafür. Aber gerne lasse ich mich von anderen Lesern aufklären, wie es nun zu Ende ging. Der Titel passt ideal zum Buch. Denn es geht ja um den Rauch, den die Menschen verlieren, sobald sie „böse“ und „lüsterne“ Gedanken haben. Ich selbst hätte da gerne noch einen Untertitel gehabt, wie z.B. „Das Böse in uns“ oder so. Denn viele Leser suchen sich ein Buch nach dem Cover, sowie nach dem Titel aus. Und dafür finde ich persönlich, wäre nur „Smoke“ nicht so stark aussagekräftig. Denn ich selbst hatte mich in erster Linie nur wegen dem Cover für dieses Buch interessiert, wodurch ich erst danach die Inhaltsangabe gelesen habe. Mit einem Untertitel wäre vielleicht noch eher mein Interesse geweckt worden. Wie ich bereits oben erwähnte, hat mich selbst der Schreibstil etwas gestört. Dafür, dass es ein Jugendroman ist, ist der Schreibstil doch recht anspruchsvoll. Manchmal sogar leicht poetisch. Was ich jedoch schön finde, dass der Autor die ganzen Gespräche der Charaktere wie aus dem 19. Jahrhunderts wiedergegeben hat. Jedoch konnte ich auch durch die etwas zu langen Kapiteln, und dem darauf folgenden Ansichtserzählungen der Charaktere (ohne genaueren Hinweis, um wem es nun genau geht), nicht ganz der Geschichte folgen. Manche Abschnitte musste ich leider mehrmals lesen, oder erst spät am Abend, wo es um mich herum eine komplette Stille ist und ich mich einzig und allein auf den Text konzentrieren konnte. Das finde ich sehr schade, denn ein Jugendroman sollte ja auch für Erwachsene ansprechbar sein. Und Erwachsene haben leider nicht so viel Freizeit wie Schüler und lesen ihre Bücher gerne zwischendurch. Aber es gibt auch Jugendliche, die gerne auch ein Buch nur für zwischendurch lesen, und da denke ich, werde wohl auch einige Leser wieder abspringen. Was mich selbst etwas verwirrt hat, ist der Anfang der Geschichte. Man wird sofort in ein Geschenis hineingeworfen, ohne genau zu wissen, wieso und weshalb. Wäre es nicht der Anfang gewesen, hätte es besser gepasst. Ich war total verwirrt und hatte da schon überlegt, ob ich mit dem Lesen gleich wieder abbreche. Jedoch hab ich dem Buch trotzdem noch eine Chance gegeben und mich am Wochenende noch mal in Ruhe mit dem Anfang beschäftigt. Es gibt ja viele Bücher, wo der Anfang mitten in einem Geschehen passiert. Jedoch muss ich dazu sagen, dass man gleich in den Folgenden Kapiteln etwas mehr aufgeklärt wird. Und dieses Gefühl, mit dem Aufklären von Thomas und Charlie und dieser „Nachtprobe“, fehlte mir. Auch, weil gleich direkt vom Rauch erzählt wurde, und ich eben nicht wusste, was ist jetzt genau der Rauch. Wo genau kommt er her? Wieso hatte Thomas Angst, als er aufwachte, dass sein Bett voller Ruß ist? Damit hab ich mir wirklich sehr schwer getan. Mein Fazit: Ich selbst werde zu einem späteren Zeitpunkt „Smoke“ von Dan Vyleta noch mal eine Chance geben. Da denke ich eher an die Zeit, in der man Urlaub hat und somit weniger um die Ohren hat. Denn an sich ist es eine tolle Idee, was sich der Autor überlegt hat. Und dabei würde ich nun gerne wissen, was es nun mit dem Rauch auf sich hat. Jedoch finde ich, sollte man wirklich dieses Buch in Ruhe lesen und nicht für Zwischendrin für die Bahnfahrt oder im Wartezimmer beim Arzt. Mehr kann ich euch dazu leider noch nicht sagen, weil ich euch auch dieses Buch nicht schlecht machen möchte. Nur falls ihr auch Interesse an „Smoke“ habt, dann überlegt es euch wirklich, ob ihr diese Ruhe zum Lesen habt.

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  • Smoke

    Smoke
    ThePassionOfBooks

    ThePassionOfBooks

    20. April 2017 um 09:14

    Als ich zum ersten Mal den Klappentext von "Smoke" gelesen habe war ich sofort von der Grundidee angetan. Man muss sich das einmal vorstellen, wenn jeder um einen herum und man selbst raucht, sobald man negative Gedanken entwickelt. Nichts ist mehr geheim und jeder weiß über dein innerstes Bescheid. Ich war fasziniert von der Idee und habe mich gefragt wie so eine Welt wohl aussehen würde. Wäre immer alles voller Rauch? Könnte man überhaupt noch etwas sehen?Der Einstieg war total spannend und ich wurde direkt in diese Welt hinein gezogen, bei der Rauch eine elementare Rolle im Alltag spielt. Er ist allgegenwärtig. Zunächst wird man in das Internatsleben eingeführt und lernt Thomas und Charlie näher kennen, dann gewinnt die Geschichte an Tempo und man gerät immer tiefer in einen Strudel aus Lügen, Rauch und dem ein oder anderen Komplott. Leider haben die Figuren ihre anfängliche Sympathie mehr und mehr verloren, je war nur noch für sich selbst verantwortlich und alle anderen mussten selber schauen wie sie klar kamen. Stand man zu Beginn facettenreichen Charakteren gegenüber, so wurden diese leider im weiteren Verlauf mehr und mehr in die Rolle von Stereotypen gedrängt. Auch eine sich entwickelnde Dreiecksbeziehung hat mich leider nicht überzeugt. Sie wirkte erzwungen und kaum nachvollziehbar, zudem hab ich das Gefühl, dass heutzutage fast jedes Buch so etwas enthält und bin von der Thematik langsam genervt. Die Dreiecksbeziehung hatte zudem absolut keinen Einfluss auf die Handlung und war schlichtweg deplatziert und überflüssig. Je weiter die Geschichte voran schreitet umso mehr Längen scheinen sich zu bilden. Jede noch so kleine Begebenheit wird bis ins kleinste Detail vom Autor beschrieben und erklärt und ich hatte bei so mancher Seite Mühe damit während dem lesen nicht einzuschlafen. Die düstere Atmosphäre hält bis zum Schluss an und man wird das Gefühl nicht los, dass der Autor um jeden Preis eine schlechte Welt erschaffen wollte, in der Gutes nicht mehr zu finden ist. Der Schluss der Geschichte hat meiner Ansicht nach den Vogel abgeschossen. Ich bin nicht nur enttäuscht, sondern schlichtweg wütend und finde das Ende ganz furchtbar. 

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  • Geniale Idee am Ende verhaspelt

    Smoke
    monerl

    monerl

    19. April 2017 um 11:50

    Dan Vyleta stellt eine Welt vor, in der Gier, dunkle Gedanken, Verbrechen und verruchte Wünsche durch Rauch und Ruß sichtbar werden. Je schlimmer und dunkler das Böse, desto stärker und fester der Rauch, der sich sogar bis zum Ruß materialisieren kann, dem schwärzesten Etwas, das Mörder ausstoßen. Eine Welt, in der Kinder erst mit ca. 12 Jahren lernen "das Böse" einigermaßen zu kontrollieren. Sterben sie vorher, kommen sie in die Hölle. Dies alles beschreibt eine faszinierende Idee und ist eine Vorstellung, die mir Gänsehaut bescherte. Das hörte sich nach einer ganz besonderen Geschichte an. Sogar das Cover passt zur Geschichte und ihrem Inhalt, es verführt regelrecht dazu, das Buch in die Hand zu nehmen und es lesen zu wollen. Das Cover ist hier tatsächlich erwähnenswert, da es zum Grundgedanken des Buches passt. Dan Vyleta erschafft mit seinem Schreibstil auch ein absolut passendes Setting. Es ist düster, es ist karg und trotz der vielen Sünden im "Rauchpott" London ist diese Welt sehr distanziert. Auch hier ist es so, dass Adlige und Reiche sich von der Arbeiterschicht und den Armen unterscheiden und diese auf Abstand halten. Sie haben ihre eigenen Elite-Schulen und wohnen auch außerhalb der großen Städte oder auf dem Land, wo es weniger Rauch gibt. Denn der Rauch brandmarkt! Je höher geboren desto weniger raucht man. So die Vorstellung und das, was man die Menschen glauben lässt. Eine korrupte englische Gesellschaft, die sich vom "bösen" Ausland abkapselt. Nichts darf unkontrolliert auf die Insel und keiner darf von der Insel ohne besondere Genehmigung.  Dan Vyleta gelingt es auf der ebene der Gesellschaftskritik sehr gut aufzuzeigen, das Vielfältigkeit und Austausch, egal in welcher Form, wichtig ist und dem Fortschritt einer Gesellschaft dient. Gibt es keinen neuen Input, treten die Isolierten auf der Stelle und bleiben auf ihrer Entwicklungsstufe stehen. Der "kleine Mann" hat nicht die Zeit und Muse sich darüber Gedanken zu machen, da er mit seinem täglichen Überleben beschäftigt ist. Die Oberschicht jedoch weiß das und bricht ihre eigenen Regeln, da sie sich einem Fortschritt nicht entgegensetzen können, wenn sie weiterhin im Luxus leben wollen. An manchen Stellen hatte ich den Eindruck, dass Vyleta soger den Brexit-Entscheid in seine Geschichte gepackt hat.  Ich folgte der Geschichte sehr gespannt! Durch einige unerwartete Wendungen und ausgefallene Ideen blieb ich am Ball und fieberte der Auflösung entgegen.  Leider brach dann im letzten Drittel meine Begeisterung. Ich habe das Gefühl, dass der Autor sich in seiner eigenen Rauch-Idee verzettelt / verlaufen hat. Der Versuch, die in der Buchbeschreibung genannte Frage, welche Rolle der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen der Zeit spiel zu beantworten, entzweit das Buch in zwei Teile. Denn, auch wenn es keinen erkennbaren -Roten Faden- in der Geschichte gab, hat Dan Vyleta durch hervorgehobene Besonderheiten und Fragestellungen diese in eine bestimmte Richtung geleitet, aus der er dann am Ende gewaltig ausbricht. Als Leser blieb ich verwirrt zurück. Ich versuchte zu rekonstruieren, auf welcher Gabelung ich in eine andere Richtung gelesen habe als der Autor die Geschichte geschrieben hatte. Ich konnte einiges nicht nachvollziehen. Die Protagonisten vollzogen eine drastische charakterliche Veränderung, die für mich nicht glaubwürdig war. Ebenso blieben wichtige Fragen unbeantwortet. Selbst durch mehrmaliges Lesen eröffnet sich mir der Schluss nicht. Ich lese die Buchstaben, die Wörter, verstehe aber leider den Sinn dahinter nicht. Die Sensation am Ende ist an mir vorbeigegangen und ich wünsche mir einen Austausch von Mitlesenden, damit ich evtl. verstehe, was mir der Autor sagen wollte.  Eine Geschichte darf durchaus ein offenes Ende haben, aus der sich verschiedene Alternativen ableiten lassen. Doch hier sehe ich keinen Punkt, von dem aus ich Alternativen oder Ideen entwickeln könnte. Ich fühle mich als bestellt und nicht abgeholt. Der Erzählstil im letzten Drittel, bei dem nun immer mehr Personen in die Ich-Perspektive wechseln, stiftet mehr Verwirrung als Informationen. Hier wäre weniger mehr gewesen. Fazit: Eine hervorragende neue Idee, dessen Umsetzung mich nicht vollends abholen konnte. Ein schöner Schreibstil, eine niveauvolle Geschichte mit einem seltsamen Ende.________________________________________________________________________https://monerls-bunte-welt.blogspot.de/2017/04/buchvorstellung-smoke.html

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  • Ein Buch, das mich gefordert hat

    Smoke
    MartinaSuhr

    MartinaSuhr

    18. April 2017 um 16:54

    Gesamteindruck:Dieser Roman hat mich wirklich neugierig gemacht, denn sowohl der Klappentext als auch das geheimnisvolle Cover versprachen ein wahres Buch-Highlight.Der angenehme (aber dennoch anspruchsvolle) Schreibstil hat mich direkt abgeholt und in eine längst vergangene Zeit entführt. Die Geschichte ist gut durchdacht und super umgesetzt. Der Rauch als Sinnbild der Sünde. Ein wirklich toller Einfall. Man sieht jedem direkt an, wenn er sündigt und dennoch scheint es Schlupfwinkel zu geben. Gesellschaftskritik vom Feinsten. Man erlebt das prüde viktorianische Zeitalter beinahe hautnah. Verfolgt zwei Freunde auf ihrer Suche nach der Wahrheit. Man lernt ihre Widersacher und deren Beweggründe kennen, und man fragt sich dauernd, sind die Menschen wirklich so? Ich würde noch so gerne mehr dazu sagen, doch ich möchte wirklich niemandem zu viel vorwegnehmen. Die Spoilergefahr ist leider sehr hoch. Die Handlung des Romans wurde von Dan Vyleta sehr gut herausgearbeitet. Seine Liebe zu kleinen Details lassen die Story sehr authentisch und lebendig wirken. Das Buch ist genial, bitte versteht mich nicht falsch. Ethik, Gesellschaftskritik, historische Grundlagen, all das wurde so grandios miteinander verwoben, ja beinahe komponiert, sodass der Leser mitgenommen wird, auf eine Reise in die Vergangenheit und irgendwie auch zu sich selbst. Was ist ein Mensch und was bedeutet menschlich. Sind wir verschieden, sind wir gleich oder sind manche gar gleicher? Was bedeutet Geld und Einfluss? Ich wurde mit so vielen Fragen und Eindrücken konfrontiert, dass ich dieses Werk nur Häppchenweise genießen konnte.Und genau hier kommt meine Kritik ins Spiel. Manche Szenen sind dermaßen realistisch, dass ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. Das liegt aber nicht an der Qualität der Lektüre, sondern einzig und allein daran, dass mich gewisse Wahrheiten, Personen und Aktionen so geschockt haben, dass ich tatsächlich am Guten in jedem Menschen gezweifelt habe. Dan Vyleta ist teilweise so schonungslos ehrlich, dass es schmerzt und ich oft und lange über das, was ich gelesen habe, nachdenken musste. Es ist ein Roman, der definitiv zum Nachdenken und Hinterfragen anregt.Mein Fazit:Selten hat ein Buch mit mir so gerungen wie dieses. Nicht, weil es schlecht war, sondern so gut und schonungslos direkt, dass ich meine Probleme damit hatte. Der Autor hat meinen Verstand in manchen Momenten zur Verzweiflung getrieben, denn ich neige dazu, vor den Abgründen der menschlichen Psyche die Augen zu verschließen, wenn die Dinge zu brutal werden. Auf dem Buchrücken wird es wie folgt beschrieben: „Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.“ Und das trifft es wirklich gut. Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann, der gerne Bücher liest, die in die Tiefe gehen und unbequeme Dinge ansprechen und hinterfragen.

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  • Fragen über Fragen, aber keine Antwort in Sicht

    Smoke
    Tallianna

    Tallianna

    17. April 2017 um 15:31

    England, Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Welt, in der ein besonderes Phänomen um sich greift: Jede Bosheit, Unaufrichtigkeit oder Lüge manifestiert sich als Rauch, der unkontrollierbar dem Körper entweicht. Nur Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, wagen es, die Gesetze des Rauchs zu hinterfragen. Sie stoßen auf ein düsteres Komplott aus Willkür, Macht und Unterdrückung und müssen schon bald um ihr Leben fürchten … (Klappentext)Mir scheint, ich sollte wieder Abstand von Büchern nehmen, die in irgendeiner Form stärker beworben oder in den Himmel gelobt werden. Denn die Realität sieht doch so aus: Die meisten davon sind schlecht. Genau wie „Smoke“.Wo fange ich am Besten an? Dieses Buch hat keinen roten Faden, die Motivation der Charaktere wird nicht ersichtlich, die wichtigsten Fragen werden nicht beantwortet (wo kommt der Rauch her?) und die Liebesstory wirkt erzwungen und aufgesetzt. Dem Buch wäre es besser ergangen, wenn diese gar nicht erst eingeflochten worden wäre.Aber von Anfang an. Auch nach dem Beenden des Buches ist mir nicht klar, was die Charaktere angetrieben hat. Angefangen von Charlie und Thomas über Livia bis hin zu Lady Naylor. Auch ihre Erklärung dazu hat es mich nicht wirklich klarer sehen lassen. Außerdem zieht sich die ganze Handlung dermaßen, dass ich schon nach 20 0 von den 600-irgendwas Seiten bereit für das Ende war. Es fehlt ein spürbarer Spannungsbogen.Auch konnte mir keiner der Charaktere näher kommen, sie bleiben nicht greifbar und ihre Motivation unklar. Selbst der „Bösewicht“ präsentiert sich blass und sein Antrieb unverständlich. Sein ganzes Selbst wirkt gekünstelt und als Mittel zum Zweck.Absolut überflüssig ist diese Dreiecksbeziehung zwischen Thomas, Charlie und Livia. Sie dient keinem ersichtlichen Zweck, bringt die Handlung nicht voran und wirkt völlig deplatziert. Auch ist die Wandlung in Livias Verhalten nicht nachvollziehbar.Die meisten spannenden Fragen bleiben am Ende offen, wie zum Beispiel wo der Rauch wirklich herkommt, wenn es eine Zeit davor gab. Das ist doch die Frage, die einen umtreibt, denn wenn man wüsste, was den Rauch erzeugt hat, könnte man ihn entfernen.Mein Fazit: 600 Seiten verschwendete Lesezeit. Dreiviertel des Buches waren ein reiner Kampf gegen den Schlaf und die Langeweile. Zurück bleiben Fragezeichen und eine unbestimmte Verwirrung, um was es in diesem Buch überhaupt gehen sollte.

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  • Luft nach oben

    Smoke
    katha_dbno

    katha_dbno

    16. April 2017 um 14:23

    Rezension auf Buntes Tintenfässchen Geködert man mich - abgesehen von dem Cover und dem Klappentext - die Aussage, es würde sich um eine Mschung aus Charles Dickens und J.K. Rowling handeln, die ich irgendwo gelesen habe (leider weiß ich nicht mehr wo). Da ich beide Autoren unglaublich gerne lese, schien der Roman also wie gemacht für mich zu sein. Tatsächlich hat mich Vyletas Schreibe öfter an den ausschweifenden, detaillierten Stil von Charles Dickens erinnert, was auch sehr gut zum Setting und der Epoche gepasst hat. Eine Parallele zu Rowling konnte ich jedoch nicht ziehen. Höchstens die Tatsache, dass die Protagonisten Schüler eines Internats in England sind und die Handlung recht düster und mit Fantasy-Elementen geschmückt ist, erinnert an Rowling, aber rechtfertigt einen solchen Vergleich in meinen Augen nicht wirklich. Darüber konnte ich jedoch nach einer Weile hinwegsehen.Das Konzept an sich war ausgesprochen interessant und klang unglaublich spannend. Gesellschaftlich-moralische Verurteilungen, Verschwörungen, Intrigen, Korruption, rebellische Charaktere und Antagonisten, eine Prise Liebeswirrwarr - es war im Prinzip alles vorhanden. Demnach hätte der Roman nur großartig werden können... und doch hat er mich nicht recht gepackt. Durch den Anfang habe ich mich regelrecht gekämpft, weil ich erstmal ein wenig desorientiert war. Ich wusste zwar, wo ich mich befand, aber nicht so recht, wie ich das Geschehen oder die Leute einordnen sollte. Es ist definitiv kein Werk, bei dem man sofort eine emotionale Bindung zu den Akteuren hat, und auch im Verlauf der Handlung habe ich in der Beziehung kaum eine Verbesserung gespürt. Ich konnte mich mit keinem der Charaktere identifizieren. Ich mochte zwar Thomas' Art, die Dinge zu hinterfragen, aber manchmal ging er mir auf die Nerven. Charlie erschien mir meistens etwas naiv bzw. kam ich nicht damit zurecht, dass er manchmal bewusst die Augen vor der Wahrheit verschlossen hat. Solche Charakterzüge mag ich einfach nicht. Livia fand ich anfangs unausstehlich mit ihrer Moralapostel-Attitüde. Ich konnte sie erst besser leiden, als sie ihr unschuldiges Gehabe allmählich abgelegt hat. Dennoch hatte ich bei keinem der drei das Gefühl, in ihr Innerstes vordringen zu können, sodass mir ihre dramatischen Erlebnisse nicht sonderlich nahe gegangen sind. Auch der ständige Erzählerwechsel hat bei mir hin und wieder (trotz der einleitenden Überschriften) Verwirrung gestiftet, denn Vyleta springt nicht nur zwischen den Protagonisten, sondern auch zwischen den Nebenfiguren hin und her.Zum Storyverlauf lässt sich sagen, dass es durchaus viele bestürzende, brisante Momente gab, aber letztlich haben sie mich nicht umgehauen oder dauerhaft fesseln können. Ehe es einigermaßen rasant wird, ist man fast bei der Hälfte des Buches angelangt (das sind immerhin schon 300 Seiten). Wie gesagt, gefiel mir der Ansatz sehr gut, aber man hätte hier durchaus noch etwas an der Ausarbeitung feilen können. Mir kam es eher wie der Auftakt zu einer größeren, komplexeren Geschichte vor, denn gerade, als es einigermaßen interessant wurde, riss die Handlung ab. FazitCover und Klappentext waren äußerst vielversprechend, aber im Endeffekt war der Plot nicht ganz so bahnbrechend wie erhofft. Weder war ich emotional involviert, noch konnte mich der Roman in atemlose Spannung versetzen, auch wenn ich Vyletas Stil mit jeder Seite mehr mochte.

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  • Gute Idee, die aber zu viele Fragen offen lässt

    Smoke
    Elfendy

    Elfendy

    15. April 2017 um 21:10

    England im 19. Jahrhundert. Es gibt das Phänomen, dass sich jeder böse Gedanke, jede Lüge, jede Sünde in Rauch manifestiert, der von der betreffenden Person abgesondert wird. Besonders in der oberen Gesellschaftsschicht ist das sogenannte "rauchen" verpönt. Deshalb werden Jugendliche auf spezielle Schulen geschickt, in denen ihnen ein gesellschaftsfähiges Denken und Handeln und somit die Kontrolle über den Rauch gelehrt wird. Thomas und Charlie sind Schüler eines solchen Internats. Sie werden streng überwacht, jedes rauchen zieht eine Strafe nach sich. Als sie die Ferien zusammen bei Verwandten verbringen, erfahren sie einige Dinge über den Rauch und die Gesellschaft, die sie ihr bisheriges Weltbild hinterfragen lässt.Doch die beiden sind nicht die einzigen Charaktere, die man im Buch kennen lernt. Es gibt eine Vielzahl an Personen, über die ein allwissender Erzähler berichtet. Dies erlaubt einen spannenden Rundumblick. Es gibt in diesem Buch auch eine weibliche Protagonistin. Ebenso wie natürlich auch eine Liebesgeschichte vorhanden ist. Zwei junge Männer, ein Mädchen - wie könnte es da keine Dreiecksbeziehung geben? Leider war diese für mich nicht wirklich authentisch.  Auch das Ende in Bezug auf diesen Teil der Geschichte fand ich nicht zufriedenstellend. Generell wirft das Ende mehr Fragen auf, als es beantwortet. Das Phänomen wird in keinster Weise aufgeklärt. Auch nach über 600 Seiten, erfährt man weder was der Rauch ist, was es damit auf sich hat, woher er kommt, seit wann es ihn gibt. Am Ende treffen die Protagonisten eine große und folgenschwere Entscheidung, die ich erstens überhaupt nicht nach vollziehen kann und zweitens fehlen mir dort einfach die Auswirkungen, die diese Aktion schlussendlich hatte.  Deshalb hoffe ich sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird.Die Idee und das Szenario waren sehr interessant. Es war erschreckend, was der Rauch mit den Menschen macht. Wo es auf dem Land noch recht einfach ist, den Rauch zu unterdrücken, kann man sich in Großstädten wie London überhaupt nicht vor dessen Einfluss schützen. Die Stadt verschwindet förmlich im Rauch. Das Böse und die Zwietracht nehmen hier Gestalt an. Man merkt, wie der Rauch einen verändert. Er sät dunkle Gedanken, macht nervös und aggressiv und reduziert die Hemmschwelle. Der Autor schreibt sehr ausschweifend und detailreich, was leider auch zu einigen Längen führt. Dies kommt auch daher, dass es derart viele Charaktere gibt, die aber nicht alle unbedingt für den Verlauf der Handlung wichtig wären. Das Buch birgt zwar einige Fantasy-Elemente, es ist aber auch eine Art Metapher, die existenzielle Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse thematisiert.

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  • Rezension zu "Smoke"

    Smoke
    Zsadista

    Zsadista

    15. April 2017 um 17:20

    London Ende des 19. Jahrhunderts. Es tritt ein seltsames Phänomen auf, jede Sünde wird sichtbar. Egal ob Lügen, Mord oder eine sonstige böse Tat oder böses Gefühl, es wird durch Rauch sichtbar. Der Rauch dringt aus jeder Pore des Körpers und jeder kann sehen, dass mit dir etwas nicht stimmt. Thomas und Charlie sind zwei Schüler eines Elite-Internats. Auch sie dampfen öfters den Rauch aus, wenn sie gegen die strengen Gesetze des Internats verstoßen. Doch dann entdecken sie, dass nicht jeder böse Mensch auch mit Rauch bedeckt ist. Warum macht man Unterschiede wer raucht und wer nicht? Und wie kann das sein, dass es überhaupt Unterschiede gibt?Durch ihre Nachforschungen werden sehr mächtige Feinde auf sie aufmerksam. Und bald finden sich die beiden in düstere Intrigen versponnen. „Smoke“ ist ein fantastischer Roman aus der Feder des Autors Dan Vyleta. Das Zeitalter und der Rauch haben mich etwas an einen Steampunk Roman erinnert. Der Roman spielt aber nicht in der Steampunk Zeit. Ich fand das Grundprinzip trotzdem sehr interessant. Die Idee, mit dem Rauch, wenn man Lügt oder sonst eine üble Tat vorhat, fand ich richtig gut. Wobei die Welt dann wohl auch total verqualmt wäre. Würde man dann überhaupt noch seine Hand vor Augen sehen? Gut, die Grundidee fand ich also richtig interessant. Der Roman war leider nicht gerade spannend geschrieben. Vielmehr zogen sich die Seiten nur so dahin. Der Autor fand Gefallen daran, selbst Kleinigkeiten ewig lang zu erklären. Das führte manchmal zu dem Phänomen, dass ich im Fernsehen oft habe. Da sind die Pausen oft so lange und häufig, dass ich fast vergessen habe, dass ich einen Film angesehen hatte. Wenn man die Story von über 600 Seiten vielleicht auf 400 gekürzt hätte, wäre das Buch wohl spannender geworden. Mit den Protagonisten kam ich auch nicht gerade zurecht. Zumal sich dann auch noch durch die komplette Geschichte eine Dreiecksbeziehung zog, die in einem Schluss endete, den ich gar nicht mochte. Auch die Egoschiene, die fast alle fuhren verstand ich nicht so. Egal ob es rauchte oder nicht, jeder war sich selbst der nächste und keiner fand Anstoß daran. Ich kam mit der Geschichte nicht wirklich klar. Auch fehlten mir am Ende einige Erklärungen für das Ganze. Ich fand den Roman nicht ganz ausgereift. Zwar eine gute Grundidee, jedoch nicht richtig ausgearbeitet. Die Story hätte noch einiges aus sich machen können, hat sie aber nicht. Das Buch hat sich wirklich ganz schön gezogen. Teilweise hab ich es auch einfach mal zur Seite gelegt und eine Pause gemacht. Wirklich empfehlen kann ich das Buch leider nicht. Es sollte sich jedoch keiner abhalten lassen, sich selbst eine Meinung zu bilden.

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  • Lesenswert: Eine Geschichte des Rauchs von gut und böse

    Smoke
    Vecna

    Vecna

    15. April 2017 um 10:10

    Ein spannendes Buch mit einer Geschichte um zwei Schuljungen, die die scheinbar moralischen Werte ihrer Welt als Machenschaften und Lüge entlarven. Sprachlich hervorragend geschrieben, folgt man der Geschichte gern durch ihre Höhen und Tiefen und beobachtet die Entwicklung der Figuren, die sich im Rauch verfangen, ihn zu bekämpfen versuchen und ihn verinnerlichen. Dabei werden durchaus auch moralische Fragen in den Raum geworfen: darf man das Leben Unschuldiger opfern, um eine Revolution zu starten? Darf die Wissenschaft das Leben Unschuldiger nutzen, um einen Fortschritt für die gesamte Menschheit zu erlangen...Eingebettet in das viktorianische England entwickelt sich hier eine Geschichte, die von Freundschaft und Verrat handelt. Der Rauch als der zentrale Faktor, der letzlich alle Menschen miteinander verbindet, bleibt allerdings nebulös in seiner Form und Auswirkung. Das ist schade, denn es steckt viel Potential in der Idee, Gedanken sichtbar werden zu lassen. Das Gute wird plötzlich das moralisch Schlechte und Fanatische. Das Schlechte bleibt schlecht, ist aber in seiner Erscheinung viel ehrlicher und zeigt sich facettenreicher. Leider verliert sich die Grundidee des Autors im Laufe der Handlung und büßt einiges an Logik ein. Dennoch ist es ein Buch, was sehr guten Unterhaltungswert hat. Und einfach stilistisch und sprachlich sehr sehr gut geschrieben ist, so dass das Lesen eine echte Freude ist. Heutzutage gibt es nicht viele Autoren, die ihr Handwerk so gut beherrschen, wie Dan Vyleta. Lesenswert und spannend!

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  • Gute Idee, schlechte Umsetzung

    Smoke
    Booksforfantasy

    Booksforfantasy

    14. April 2017 um 22:46

    Inhalt:Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...Meinung:Die Idee, des Rauches, ist wahnsinnig gut. Er soll die Laster der Bevölkerung hervorkehren und nichts hinter den falschen Fassaden versteckt halten. Das Buch beginnt mit Thomas, einem Hauptprotagonist, der in eine Schule für Gentleman geht, um dort zu lernen wie man auf Sünden und somit auch den Rauch verzichtet. Mit Charlie, seinem besten Freund, hätten wir auch den zweiten Charakter. Charlie ist der Inbegriff des Gutseins. Er raucht nicht, bzw. nur ganz selten, benimmt sich stets vornehm und ist im Prinzip das genaue Gegenteil von Thomas. Beide Charaktere haben mir sehr gut gefallen, da sie durch ihre Gegensätzlichkeit teilweise ein paar Gewissenskonflikte ausfechten müssen. Zwischendurch werden einzelne Kapitel immer von Personen erzählt, die z.B. zuvor gerade vorgekommen sind. Dadurch bekommt man immer etwas mehr Einblick in die Geschichte. So, nun zu den Dingen die ich nicht so besonders gut fand. Mit der Zeit ist mein Lesefluss doch ziemlich ins Stocken geraten. Woran das gelegen ist weiß ich selbst nicht so genau. Aus diesem Grund habe ichT doch relativ lange für das Buch gebraucht. Mitten im Buch verliert sich die Story auch etwas. Da hatte ich das Gefühl, dass der Autor versucht hat die Richtung des Buches nochmal zu ändern und eine andere Idee verwirklichen wollte. Wo ich zu Beginn die Vorstellung hatte es geht in die eine Richtung (ich möchte nicht spoilern, deswegen nur eine wage Beschreibung) wurde ich doch eines besseren belehrt.Zum Ende des Buches hin wurde es jedoch immer schlimmer und auch immer verdrehter. Figuren änderten ihren Charakter komplett und verhielten sich ganz anders als es zu ihnen gepasst hätte.Fazit:fDan Vyletta hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der schön und flüssig zu lesen war. Punkteabzug gab es für missglückte Umsetzung. Für die gute Grundidee habe ich einen Stern weniger abgezogen. Ansonsten hoffe ich das der Autor sich die Kritiken zu Herzen nimmt, er hat da nämlich noch einiges an Potential mit dem er sicher weit kommen kann!Zum Schluss möchte ich mich noch für das Rezessionsexemplar bedanken.

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  • Smoke //shalimasfilmweltenkritik.wordpress.com

    Smoke
    ShalimaMoon

    ShalimaMoon

    14. April 2017 um 13:56

    Werbung in den sozialen Medien kann sehr wirkungsvoll sein. Und als mir Smoke praktisch ständig irgendwo als Werbung entgegen sprang und dann die Idee auch noch interessant klang, wusste ich, ich wollte Smoke lesen. Im London des 19. Jahrhunderts gibt es ein Phänomen, das alle betrifft. Rauch, der nach jeder Lüge, jedem schlechten Gedanken, jedem unanständigem Wunsch aus den Hautporen der Menschen dringt. In dieser Zeit leben die Schuljungen Charlie und Thomas, beide aus adligem Haus. Durch Zufälle werden sie in einen Strudel aus Intrigen, Manipulation und Verschwörungen mit hineingezogen, um hinter den wahren Grund des Rauchs zu kommen. Was, wenn jeder böse Gedanke direkt sichtbar werden würde. Wenn man einem direkt ansehen würde, wenn er schlechte Absichten hat? Wie weit würden wir unser Denken einschränken und kontrollieren können? Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich Autor Dan Vyletta in seinem Roman Smoke. Hier ist der Rauch allgegenwärtig und entströmt jedem, ungeachtet seiner Herkunft. Dabei wird der Rauch beinahe als denkendes Wesen beschrieben, das kleine Notlügen nicht beachtet, aber ansonsten bei jedem “Vergehen” oder falschen Gedanken aus allen Poren strömt. Leider versteckt sich Vyletta immer wieder hinter vagen Andeutungen über die genaue Funktionsweise des Rauchs, obwohl praktisch jeder Charaktere nur pausenlos daran denkt oder darüber redet. Trotzdem ist einem selbst nach den über 600 Seiten des Buches noch immer nicht so genau klar, was es denn mit dem Rauch auf sich hat, außer, dass er sehr schwer wieder von der Haut zu bekommen ist. Gleichzeitig wird durch den Rauch die Gesellschaft noch deutlicher in Arm und Reich gespalten. Denn die Reichen werden schon von der Schulzeit an darauf getrimmt, möglichst wenig zu rauchen und auf Internaten immer wieder für Rauch bestraft. Gleichzeitig kommen teure “Hilfsmittel” dazu, die sich auch nur der adlige Teil der Bevölkerung leisten kann. So rauchen die Armen relativ unkontrolliert und nach all den Jahren auch ohne Scham. Das Ganze spielt im London des 19. Jahrhunderts, zu einer Zeit, in der England sich praktisch vom Rest der Welt abwendet. Keine Importe, keine Exporte, keine Reisen. Der Rauch kontrolliert praktisch das Denken. England steht in seiner Entwicklung still, weil auch keine Erfindungen des Kontinents auf die Insel kommen dürfen. Doch vereinzelt kommen Revolutionsgedanken auf. In eine dieser Gedankenspiele stolpern die Schuljungen Charlie und Thomas, beide adliger Abstammung. Sie verlassen den Schutz ihres Internats und untersuchen selbstständig die Hintergründe und Intrigen, die der Rauch hervorruft. Smoke kommt mit 624 Seiten und einer neuen und interessanten Idee daher. Zunächst fing ich auch sehr begierig an zu lesen, bis die Probleme des Buches immer deutlicher wurden. Das wohl größte Problem ist die Länge des Buches bei der wenigen Handlung, die erzählt wird. Vyletta verliert sich in unwichtigen Schritten und erzählt die Handlung sehr detailreich. Dabei verliert er aber das Wesentliche aus den Augen und selbst nach der Hälfte des Buches hatte man noch keine Ahnung, worauf es hinauslaufen soll. Ebenso werden die Kapitel aus der Sicht eines allwissenden Erzähler geschrieben. Allerdings ist es vielleicht ein Nachteil, dass dieser alle Gedanken der Charaktere kennt, denn leider beschreibt er uns diese auch immer wieder ausführlich. Leider doppeln sich die Gedanken sehr stark und zu 50% denken die Charaktere auch nur über den Rauch nach. Hier hätte man deutlich sparen können oder wirklich wichtige Gedanken aufschreiben können. Denn obwohl jeder Charakter viel Platz auf den Seiten bekommt, weiß man trotzdem nur wenig über ihre Beweggründe und Handlungsabsichten. Auch schiebt Vyletta nach jedem Kapitel ein Zwischenkapitel ein, das immer aus der Sicht eines Charakters geschrieben ist. Allerdings werden nur selten die Hauptcharaktere benutzt und vielmehr unwichtige Nebencharaktere, wie der Butler oder der Leibdiener. Diese haben weder einen Einfluss auf die Handlung, noch erzählen sie etwas wichtiges zur Handlung. Damit sind sie praktisch überflüssig. Erst gegen Ende des Buches wiederholen die Zwischenkapitel auch nicht mehr das im vorangehenden Kapitel beschriebene, sondern enthalten ein bisschen eigene Handlung. Der zweite große Schwachpunkt des Buches sind seine Charaktere. Da keine besonders liebevoll charakterisiert wurde und man bei jedem über die Beweggründe im Dunkeln gelassen wird und sie praktisch nur über den Rauch nachdenken, erfährt man einfach nichts über sie. Dadurch sind sie so austauschbar, dass selbst Verletzungen und Todesfälle einen beim Lesen kalt lassen. Man fiebert nicht mit ihnen und dadurch zieht sich das Buch noch mehr, als es sich ohnehin schon durch die überflüssigen Kapitel zieht. Insgesamt gesehen könnte man das Buch von 600 Seiten auf ca. 200 zusammenkürzen und hat immer noch alles wichtige erhalten. Dann könnte man konkretere Aussagen über den Rauch einfügen und die Charaktere richtig vorstellen. Selbst damit kommt man aber nicht auf über 400 Seiten. Aber dann könnte die Grundidee vielleicht interessant und spannend rübergebracht werden. Alles in allem wurde die gute Grundidee sehr mühselig und wenig spannend umgesetzt. Hier wäre eindeutig mehr Potenzial vorhanden gewesen. “Smoke” wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür!

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  • interessanter Genremix - oder zu viel gewollt

    Smoke
    jodysart

    jodysart

    12. April 2017 um 17:31

    In dem Buch »Smoke« geht es, wie der Titel schon sagt, um Menschen, die rauchen, wenn sie etwas Schlechtes oder Böses denken oder tun, bzw. wenn sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Der beliebte Charlie und der eher unbeliebte Thomas lernen sich in einem Internat für Eliteschüler kennen. Als Gentleman werden sie dazu angehalten, darauf zu achten, dass möglichst wenig Rauch entsteht, was Thomas nicht gerade leicht fällt. Bei einem Schulausflug nach London machen sie so einige Entdeckungen, die an ihrem Weltbild rütteln. Seitdem fallen ihnen immer mehr sonderbare Dinge auf, über die gewisse Leute mehr zu wissen scheinen. Das Cover ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Es zeigt London als mysteriöse, geheimnisvolle Stadt. Der malerische Effekt erinnert einen direkt daran, dass es hier um Smoke, also Rauch geht. Die verschnörkelte Schrift hat einen 3D-Effekt, den man spüren kann. Die Geschichte fängt sofort spannend an. Man wird in eine Art Prüfung reingeworfen und kommt direkt mit dem Rauch in Berührung. Bereits zu Anfang merkt man, dass Rauch nicht gleich Rauch ist. Keiner weiß, wo der Rauch herkommt, warum er plötzlich da war, was die verschiedenfarbigen Rauchschwaden zu bedeuten haben. Er ist hell oder farbig oder schwarz wie Ruß und ansteckend. Das hat mich direkt fasziniert und ich war genauso neugierig, wie die Protagonisten, mehr darüber herauszufinden. Eigentlich ist der Rauch für Thomas und Charlie das natürlichste der Welt, doch nach dem Ausflug nach London ändert sich alles und wir begeben uns mit den beiden Freunden auf eine Reise, die Wahrheit zu erfahren. Durch das mehr oder weniger bekannte Setting fällt es einem leicht in die Welt einzutauchen. Der Rauch führt die Menschen vor und offenbart ihr Innerstes. Jede einzelne Sünde und jeder Gedanke ist für alle offen einsehbar. Hier werden die Unterschiede in der Gesellschaft offensichtlich. Die einen halten sich so gut es geht zurück (manche mittels Tricks), anderen ist es egal, ob sie rauchen, noch andere suchen den Rauch und lassen sich davon zur Sünde verführen. Der Autor wirft gesellschaftspolitische Themen auf und verknüpft Historisches mit Fantasy- und Gruselelementen, wobei man durchaus auch einige Krimiaspekte erkennen kann. Man wird selber dazu angehalten, darüber nachzudenken, was Gut und Böse ist, wann ein Gedanke oder eine Tat sündhaft ist. Der Schreibstil war sehr interessant und hat mir ganz gut gefallen. Ausschweifend, beschreibend, umschreibend, bildhaft, detailreich. Der Autor schafft es mühelos dem Leser die düstere Zeit näherzubringen, in der Armut und Reichtum auseinanderklaffen und in seinen Extremen aufeinandertreffen. Hier braucht man nicht mehr viel Fantasie, sich die Welt vorzustellen, man muss nur den Ausführungen des Autors folgen. Die Perspektivwechsel, manchmal sogar von der dritten in die erste Person, sind sehr gut gelungen und mir hat es Spaß gemacht in verschieden Rollen zu schlüpfen. Leider gab es auch einige Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben. Oft wurden Dinge beschrieben, die nur im Hintergrund passiert sind, was die Welt zwar plastischer macht, mich aber zu sehr von der eigentlichen Handlung abgelenkt haben. Manche Szenen in dieser Geschichte fand ich unnötig und verwirrend. Auch die gefühlte Zeit, die zwischen den Geschichten vergangen ist, war mir zu lang, was wohl auch an den vielen Beschreibungen lag. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich lese und lese und ich komme einfach nicht weiter. Die Protagonisten sind zwar ganz gut ausgearbeitet, sie kamen mir jedoch nicht so nahe, wie ich es mir gewünscht hätte. Mir fehlten die Dialoge und die Interaktion der Protagonisten untereinander. Auch die Dreiecksgeschichte fand ich überflüssig. Besonders gut hat mir wiederum gefallen, dass man die ganze Zeit nicht so genau weiß, wer eigentlich der Gute und wer der Böse ist. Leider hat das Buch nicht das gehalten, was es mir versprochen hat. Durch den Klappentext habe ich ein völlig andere Geschichte erwartet. Ich hatte mir erhofft mehr über den Rauch zu erfahren, was jedoch bis zum Schluss nicht wirklich aufgelöst wird. Alles in allem ist es eine sprachgewaltige und besondere Geschichte, die viele Fragen aufwirft  jedoch keine Lösungen bereit hält. Man muss sich darauf einlassen können. Das Buch ist für jeden, der sich die Welt gerne vom Autor beschreiben lässt und sich nicht von Nebensächlichkeiten ablenken lässt.

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  • Smoke

    Smoke
    NataschaSuennen

    NataschaSuennen

    12. April 2017 um 02:07

    Klappentext:Stell dir vor, deine dunklen Gedanken könnten sichtbar werden...England, Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Welt, in der ein besonderes Phänomen um sich greift: Jede Bosheit, Unaufrichtigkeit oder Lüge manifestiert sich als Rauch, der unkontrollierbar dem Körper entweicht. Nur Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, wagen es, die Gesetze des Rauchs zu hinterfragen. Sie stoßen auf ein düsteres Komplott aus Willkür, Macht und Unterdrückung und müssen schon bald um ihr Leben fürchten...Meine Meinung:Rauch bedeutet Sünde, Rauch bedeutet eine unreine Seele und Rauch bedeutet, dass man in die Hölle kommt. Charlie und Thomas besuchen ein Elite-Internat, in dem ein strenges Regiment herrscht. Die Kinder der oberen Schicht müssen gehorsam sein, denn sie gehören dem Adel an und der Adel raucht nicht. Als die beiden zusammen mit ihrer Klasse einen Ausflug nach London machen und dort Beobachtungen von einem rauchfreien Engel machen, keimen Zweifel am System des Rauchs in ihnen auf.Eine sehr komplexe und gut durchdachte Idee, das Böse wird gebrandmarkt und das Gute bleibt rein. Ich fand dieses Buch sehr faszinierend. England im 19. Jahrhundert ist eine beeindruckende Kulisse und dieser Zwiespalt zwischen streng religiösen Ansichten und den Entwicklungen in Technik und Forschung war sehr aufregend zu lesen. Die verschiedenen Charaktere im Laufe des Buches haben die Geschichte lebendig gemacht, obwohl es sich an manchen Stellen etwas gezogen hat; 600 Seiten können lang sein. Auf der Suche nach dem Ursprung des Rauchs entdecken Thomas und Charlie, dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt, sondern auch noch unendlich viele Grautöne dazwischen. Manche Stellen musste ich zweimal lesen, um sicher zu sein, alles verstanden zu haben. Die Handlung ist sehr facettenreich, vom Elite-Internat zur Kanalisation, man muss auf jedes kleine Detail aufpassen, um folgen zu können. Der Schreibstil ist sehr angenehm, der Epoche entsprechend, trotzdem bin ich froh, dass die Jungs im Laufe des Buches lockerer geworden sind. Das Cover finde ich genauso geheimnisvoll wie die Geschichte. Mir hat es sehr gut gefallen, ich finde die Idee wurde gelungen umgesetzt.

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  • Smoke

    Smoke
    Losnl

    Losnl

    11. April 2017 um 17:28

    Der Roman „Smoke“ von Dan Vyleta scheint die Meinungen der Leserschaft zu teilen. Welche Empfindungen ich bei diesem Buch habe, versuche ich in der folgenden Rezension zu erläuternn.  Zunächst zog das geheimnisvolle Cover mein Interesse auf sich. Dieses düstere und faszinierende Bild, inmitten von London, weckte meine Neugier. Inhalt Ende des 19. Jahrhunderts in England. Charlie und Thomas, Schüler eines Eliteinternats leben in einer Welt, in der jede Bosheit, Neid oder auch eine Lüge, sich als unkontrollierbarer Rauch dem Körper entweicht. Bei einem Ausflug nach London entdecken die beiden jedoch einen Mann, der nicht raucht und beginnen fortan die Gesetze des Rauchs zu hinterfragen. Sie stoßen auf ein düsteres Komplott aus Macht und Unterdrückung und müssen schon bald um Ihr eigenes Leben fürchten..Inspiriert von Charles Dickens, entführt uns Dan Vyleta nach England, in eine Zeit in der Rauch für jeden schlechten und bösartigen Gedanken des Menschen steht. In dieser düsteren Welt erscheint der Rauch in sämtlichen Farben und Formen, angefangen von hellem grau bis hin zu schwarzen öligem Ruß und entweicht dem Körper unkontrolliert. Die Menschen leben mit ihm, jedoch können sie ihn nicht beeinflussen. Der Rauch steht hier für eine Gesellschaft, die nach Macht und Gier strebt, lügt, raubt und mordet. Ziel der oberen Gesellschaftsschicht des Landes, ist das Ausmerzen einer jeden Sünde.Die befreundeten Internatsschüler Charlie und Thomas hinterfragen nach einem Schulausflug nach London das skurrile System des Rauchs und sind einem neuen Zeitalter auf der Spur.Die dunkle und düstere Atmosphäre konnte mich zu Beginn voll und ganz in der Geschichte gefangen nehmen. Ich war positiv überrascht von dem schnörkellosen, wertungsfreien Schreibstil, der dieser Zeitepoche hervorragend angepasst ist. Hierbei kann sich der Leser seine eigene Meinung über die Charaktere bilden und sich entscheiden, auf welcher Seite er stehen möchte.Zunehmend folgten ab der Mitte des Buches einige Längen, die mich fast zum Abbruch brachten. Auch die Vielzahl der zu Wort kommenden Charaktere, sorgen durch nicht nachvollziehbare Handlungen, zunehmend für Verwirrung und ließen mich schlussendlich den Faden verlieren.Nur meiner Neugierde ist es zu verdanken, dass ich mich bis zum Schluss durchgerungen habe. Das Buch Smoke lässt mich zwiegespalten zurück.Das aufgegriffene Thema Gesellschaftskritik ist in gewissen Ansätzen außerordentlich spannend und gelungen umgesetzt worden. Doch leider verliert man sich zunehmend in Wirrungen, was ich trotz des gelungenen Ansatzes sehr Schade finde.

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