Dan Vyleta Smoke

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Inhaltsangabe zu „Smoke“ von Dan Vyleta

Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ... Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.

Die Idee zu der Geschichte ist wirklich sehr gut. Leider hapert es sehr bei der Umsetzung.

— StMoonlight
StMoonlight

Ein sehr gutes Buch, welches leider zu abrupt endete ...

— BuecherweltUndRezirampe
BuecherweltUndRezirampe

Spannende Idee, deren Umsetzung mich nicht ganz überzeugen konnte.

— Jashrin
Jashrin

ein grandioses Buch, dass unter dem MAntel von historischer Fantasy Gesellschaftsstudie/-kritik und Philosophie verbirgt.

— Even
Even

Wahnsinnig spannendes Buch mit Tiefgang!

— missNaseweis
missNaseweis

...zeitweise etwas langatmig...

— BookLover0405
BookLover0405

Gefiel mir leider nicht so gut wie erhofft

— _Vanessa_
_Vanessa_

Düster, verworren und irgendwie faszinierend

— bibibuecherverliebt
bibibuecherverliebt

Langatmig und düster... Hinterlässt mich irgendwie unzufrieden.

— TineKalisch
TineKalisch

Wenn Sünde sichtbar wird...

— Plimaus
Plimaus

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  • Rezension zu ,,Smoke'' von DAn Vyleta

    Smoke
    Jeanette_Larissa

    Jeanette_Larissa

    20. July 2017 um 07:50

    Klappentext:England, Ende des 19.Jahrhunderts. Eine Welt, in der ein besonderes Phänomen um sich greift: Jede Bosheit, Unaufrichtigkeit oder Lüge manifestiert sich als Rauch, der unkontrollierbar dem Körper entweicht. Nur Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, wagen es, die Gesetze des Rauchs zu hinterfragen. Sie stoßen auf ein düsteres Komplott aus Willkür, Macht und Unterdrückung und müssen schon bald um ihr Leben fürchten...meine Meinung:Das Cover passt richtig gut zur Geschichte und sieht auch mega aus.Die Geschichte hat mich in den Bann gezogen, aber an einigen Stellen hat sich das Buch gezogen. Die Schrift ist auch ziemlich klein, daher braucht man etwas länger zum lesen. Aber es ist bis zum Ende immer besser geworden. Das Buch lies sich gut lesen und besonders gut hat mir die Ausarbeitung der Charaktere gefallen, besonders die von Thomas und Charlie.Zusammenfassend war das Buch ein sehr spannender und interessanter Roman.

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  • Eine rauchrig düstere Geschiichte

    Smoke
    StMoonlight

    StMoonlight

    30. June 2017 um 13:35

    Wo Rauch ist, da ist auch Feuer? Nicht in dieser Welt, denn hier dringt Rauch aus jeder Faser deines Körpers, wenn du gelogen hast. Sobald du auch nur einmal diese Schande über dich hast ergehen lassen, werden dich deine Mitmenschen mit anderen Augen sehen, denn diese „schwarze Schande“ lässt sich nicht abwaschen. Eine Klassifizierung in drei Gruppen. Die Oberschicht hat es geschafft rein zu bleiben, während die Arbeiterklasse oft gefleckt ist. Und dann gibt es da noch die Aussätzigen. Sie sind so schwarz, dass niemand mit ihnen etwas zu tun haben will. Damit ihre Kinder rein bleiben, stecken die Eltern sie in ein Elite-Internat. Dort, in einer Zeit die wohl etwa den 50er Jahren entspricht, wagt es niemand den Rauch zu hinterfragen. Niemand außer Thomas und Charlie . Gemeinsam mit Livia begeben die Jungen sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch es gibt Menschen, welchen nicht daran gelegen ist, dass Geheimnis zu bewahren. Um jeden Preis! Die Erzählweise wechselt zwischen mehreren Charakteren. So erzählt mal Thomas, im nächsten Kapitel dann Charlie, aber auch mal der Hausmeister. Während dieses Erzählweise anfangs ganz interessant und spannend fand, wurde es mit voranschreiten der Geschichte leider immer verwirrender. Teils war es wirklich schwer sich zu erinnern, wer denn nun eigentlich was weiß. Das hat meinen Lesefluss stark ausgebremst – ebenso wie der anspruchsvolle Schreibstil - und mir die Lust aufs Weiterlesen leider vermiest. Hinzu kommt das die Schrift recht klein ist, was besonders bei so einem dicken Wälzer doppelt ansprengend ist. Die Idee zu der Geschichte ist wirklich sehr gut. Leider hapert es sehr bei der Umsetzung. Besonders Schreibstil und Perspektivwechsel, verleiden die Lust an „Smoke“.

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  • Einfach mal etwas ganz anderes

    Smoke
    SillyT

    SillyT

    28. June 2017 um 14:16

    Wir befinden uns in England zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts, Die beiden Jungen Thomas und Charlie besuchen ein Eliteinternat in der Nähe von London. Doch eines unterscheidet die damalige Welt von der, wie wir sie kannten, denn jeder Mensch, der etwas Unrechtes getan hat, beginnt zu rauchen. Rauch in den unterschiedlichsten Formen verläßt den menschlichen Körper und selbst die Jungen des Internats werden davon nicht verschont. Immer werden sie durch den Lehrer, der für den Rauch verantwortlich ist, nach ihren Taten ausgefragt und mit dem Rauch gebrandmarkt. Doch eines Tages kommen die Beiden hinter ein Geheimnis, denn es war scheinbar nicht immer so, dass die Menschen rauchten und auch nicht jeder wird mit dem Rauch gestraft. Sie beginnen, dem Geheimnis auf die Spur zu gehen und verstricken sich in Geheimnissen und Abenteuer.Meine Meinung: Alleine dieser Klappentext lockt mit einer äußerst ungewöhnlichen Geschichten und genau diese habe ich auch mit Smoke erhalten. Zwar muss ich zugeben, dass ich gerade beim Einstieg etwas Zeit benötigte, um richtig in die Geschichte zu finden, doch Dan Vyleta hat hier etwas ganz besonderes geschaffen. Er versetzt den Leser zum einen in eine bekannte Welt, nämlich in das viktorianische England und doch ist hier so viel ungewöhnliches vorzufinden, dass man ständig mehr darüber wissen will. Der Schreibstil ist sehr ausschweifend und voller detaillierter Bilder, so dass es manches Mal langatmig wirken könnte, doch ich habe mich nach einer kurzen Zeit daran gewöhnt und fand es sehr spannend, alles regelrecht vor mir sehen zu können. Personen, Umgebungen, alles wurde lebendig.Was hier die Spannung durchweg gibt, ist die Frage, was es mit diesem Rauch auf sich hat. Woher kommt dieser? Warum kommt dieser? Wieso wird nie in Frage gestellt, was damit los ist und einfach so von den Menschen akzeptiert? Genau diese Gedanken trieben mich immer weiter in der Geschichte voran, denn die beiden Internatsschüler beginnen ebenfalls genau diese Fragen zu stellen. Wer hier mit dem Gedanken an eine leichte, mysteriöse Geschichte spielt, hat sich jedoch getäuscht, denn dieses Buch beinhaltet sehr viel mehr. Es geht hier mehr um die Fragen: ab wann ist man denn böse? Denn schon kleine Fehlverhalten lösen eine Reaktion im menschlichen Körper aus, die den Rauch hervorbringen und den Menschen regelrecht brandmarken. Ebenfalls interessant ist hier die Erzählperspektive, denn der Autor wechselt diese mit den Charakteren, die gerade auftreten. So erzählt Thomas die Geschichte in der Ich-Form, während für weitere Charaktere der personelle Erzähler in der dritten Person gewählt wird, aber auch hier wird schonmal gewechselt. Auch dies verlangt von dem Leser immer wieder Konzentration und man muss hier durchaus aufpassen, wer gerade erzählt, denn die Perspektive wechselt schon häufiger eher abrupt.Die Stimmung im Buch wird schon auf dem Cover perfekt eingefangen, denn die Welt, die hier beschrieben wird, ist äußerst düster. Die Frage nach dem absoluten Ideal ist hier im wieder Vordergründig und doch ist es an manchen Stellen sehr schwer nachzuvollziehen. Die Charaktere und deren Beschreibungen sind hier äußerst wichtig für die Geschichte, denn so, wie sich die Personen voneinander unterscheiden, unterscheiden sich auch die Entwicklungen des Rauches. Charlie ist ein lieber, gutmütiger Junge, doch selbst bei ihm kommt es immer wieder vor, dass sich Rauch entwickelt, allerdings wesentlich harmloser als bei seinem Freund Thomas. Dieser ist impulsiv, stellt vieles in Frage und geht auch seinen Weg gerne einmal aggressiver, als die Menschen in seiner Umgebung es sich wünschen. So ist auch der Rauch bei Thomas immer wieder extrem und läßt ihn gerne als den Bösen da stehen. Doch wer oder was hier letzten Endes gut oder böse ist, ist gar nicht so klar.Mein Fazit:Ein Buch, das sich nicht mal eben nebenbei lesen lässt, sonder dem Leser einiges abverlangt. Grundlegende Themen, wie das auch heute oft vorkommende schwarz oder weiß Denken, ist hier der ausschlaggebende Gedanken des Buches. Trotzdem musste ich nach dem Beenden erst einmal eine Weile sacken lassen, was ich da gelesen habe, denn so einiges fand ich äußerst verwirrend. Doch ich denke oder hoffe, die Botschaft hier verstanden zu haben, denn Dan Vyleta zeigt durch seinen Rauch, dass auch gut gemeintes böse werden kann und umgekehrt. Eine sehr intensive Geschichte, die mir persönlich recht gut gefallen hat, bei der ich aber dem interessierten Leser gerne eine Leseprobe ans Herz legen möchte.

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  • Ein Roman auf höchstem Niveau.

    Smoke
    BuecherweltUndRezirampe

    BuecherweltUndRezirampe

    27. June 2017 um 19:29

    Smoke Von Dan Vyleta Verlag: Carl'sbooks Ein Roman auf höchstem Niveau. Worum geht es? Ende des 19. Jahrhunderts ist es in England so, dass man jede Bosheit, Unaufrichtigkeit oder Lüge an Rauch erkennt der sich manifestiert hat und unkontrolliert aus dem Körper dringt. Thomas und Charlie zwei Freunde auf einem Internat, in welchem einen der Umgang mit dem Rauch gelehrt wird, entdecken auf einem Ausflug, dass nicht jeder Mensch raucht. Sie hinterfragen die Gesetze des Rauchs und stoßen auf ein Komplott aus Willkür, Macht und Unterdrückung. Doch schon bald sind ihre Leben nicht mehr wie vorher und sie bangen darum. Fazit: Das Cover finde ich sehr schön und passend zur Geschichte gestaltet. Das Buch beginnt mit Worten die einen innerhalb kürzester Zeit in ihren persönlichen Bann ziehen. Jedoch, so zumindest meine Meinung, sollte man den Kopf definitiv frei haben beim lesen. Es lässt sich sehr gut lesen, ist logisch durchdacht und sehr detailliert beschrieben. Alles in allem ein sehr tolles Buch welches mich gefesselt hat und dabei so tiefgründig ist ... Einziges was mir nicht gefallen hat und was mich enttäuscht zurücklässt ist das, doch sehr abrupte Ende, welches viel zu kurz ist und mir nur noch mehr Fragen gelassen als beantwortet hat. Dennoch vergebe ich sehr gute 4 von 5 Sternen.

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  • Ein Buch, das mich mit seiner Gesellschaftskritik unglaublich gefordert hat.

    Smoke
    LiveReadLove

    LiveReadLove

    27. June 2017 um 08:38

    Inhalt Ende des 19. Jahrhunderts in England. Die Jungen Charlie und Thomas gehen in einem elitären Internat zur Schule. Eigentlich sind sie privilegiert, doch ihre Gedanken sind unrein. Und alles, was mit Unreinheit, Bosheit oder einer Lüge zu tun hat, manifestiert sich in Rauch, der unkontrollierbar den Körper verlässt. Wer raucht, gibt sich der Sünde hin und zeigt deutlich den Unterschied zwischen Ober- und Unterschicht. Weder Charlie, noch Thomas würden jemals die Regeln des Rauchs hinterfragen, bis sie nach einem sehr verstörenden Schulausflug zwei Beobachtungen machen: ein Mann, der inmitten der Sünde kein einziges Fädchen Rauch absondert und ein Mann, der den Ruß eines Mörders einsammelt. Völlig ratlos machen sich die beiden auf die Suche nach Antworten, ohne zu wissen, dass sie nicht nur sich selbst damit in Gefahr, sondern das gesamte Machtgefüge ins Wanken bringen. Ein Buch, das mich mit seiner Gesellschaftskritik unglaublich gefordert hat. Als mich die E-Mail von carl’s books erreichte, ob ich nicht Lust hätte diesen Mystery-Thriller zu lesen war ich zunächst nicht ganz sicher. Der Klappentext von „Smoke“ hat mich allerdings direkt angesprochen. Die Idee von Dan Vyleta, eine alternative Realität darzustellen, hat mich gereizt. Allerdings habe ich mir doch etwas mehr davon Versprochen. Mehr Spannung, einen Funken mehr Action. „Dank sei dem Rauch.“ (S. 15) Ich habe ehrlich gesagt nicht erwartet, dass „Smoke“ derart kompliziert zu lesen sein würde. Dieses Buch habe ich einfach nicht in kurzer Zeit lesen können, weil ich mir Zeit nehmen musste, um die komplexe Botschaft hinter der Geschichte verstehen zu können. Vyleta stellt das England im 19. Jahrhundert dar, doch nicht so, wie es eigentlich gewesen ist, sondern in einer alternativen Realität in der fast jede Gefühlsregung als Rauch sichtbar wird. Nicht nur eine Boshaftigkeit, Neid oder Lüge tritt als Rauch aus dem Körper, sondern auch jegliche Erregung, Leidenschaft, Freude. Der Rauch ist genau das, was der Mensch eigentlich ist: voller Gefühle, voller Leidenschaft und keineswegs gut oder böse. In diesem England, in dem wir uns befinden wurde der Rauch jedoch verteufelt. Wer raucht, muss ein Sünder sein, der sich selbst nicht zügeln kann. Wer raucht, ist die Personifizierung des Bösen. Der Rauch wird dazu genutzt, die unteren Schichten zu unterdrücken und die Elite weiter herauszustellen, denn wer privilegiert ist, raucht nicht. Wer reich ist, kann kein Sünder sein. Thomas und Charlie sind in dieser Welt aufgewachsen und werden im Internat für jedes bisschen Rauch, das ihnen entweicht, aufs härteste bestraft. Trotzdem können sie dem Ideal, nicht entsprechen. Sie rauchen, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise. Thomas ist voller Gefühle, die er nicht  kontrollieren kann. Er kann seine Wut, Freude und Leidenschaft nur schwer unterdrücken und raucht bei fast jeder Gefühlsregung. Als Charakter hat er mir gut gefallen, denn er sagt fast immer was er denkt. Er ist zwar jemand, der vor dem Rauch Angst hat und sich fragt, was dieser aus einem Menschen machen kann, trotzdem versucht er Antworten zu finden, um in einer besseren Welt leben zu können. Charlie kann seine Gefühle sehr viel besser unterdrücken und raucht lange nicht so stark wie sein bester Freund. Er ist gutmütig, ruhig und überlegt sich immer genau, was er sagen möchte. Er lässt sich nicht von seinen Gefühlen überwältigen und versucht immer eine klare Antwort für seine Fragen zu finden. Dass seine gesamte Welt dabei auf den Kopf gestellt wird, ängstigt ihn, bringt ihn aber trotzdem nicht dazu übermäßig zu rauchen. Charlie ist der Gegenpol zu Thomas und vielleicht sind die beiden gerade deswegen Freunde geworden. Sie sind das Gegenteil voneinander und genau deshalb passen sie so gut zusammen. Charlie holt Thomas zurück, wenn er im Begriff ist sich zu verlieren und Thomas zeigt Charlie, was sein könnte, wenn er einmal seine Gefühle die Oberhand gewinnen lässt. „Worte sind wie Rauch […]: Lässt man sie erst einmal hinaus, vermehren sie sich unkontrolliert.“ (S. 319) Die Handlung der Geschichte ist nicht unbedingt spannungsgeladen. Es gibt Momente, in denen man so etwas wie Spannung verspürt und unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht und dann gibt es sehr viel mehr Momente, in denen eine Situation die andere ergibt und man zwar irgendwie weiter kommt, das jedoch nichts mit Spannung oder Action zu tun hat. Es gibt eine Szenen, die recht brutal sind auch wenn sie nie direkt beschrieben werden, die Vorstellung allein genügt in diesem Fall aber auch. Die Art, wie Vyleta erzählt, ist ebenso besonders, wie die gesamte Geschichte. Er bringt immer wieder unterschiedliche Sichtweisen ein. Einmal lesen wir aus Thomas Sicht, ein andermal aus Charlies, dann wieder aus der Sicht eines der Lehrer oder von einem einfachen Bauern. Es ist spannend zu erfahren, wie der ein oder andere die Ereignisse wahrnimmt und bewertet. Trotzdem war das Buch für mich teilweise einfach zu schwer. Womöglich war der Zeitpunkt, zu dem ich das Buch gelesen habe, einfach nicht der Richtige. Ich hatte kaum die Möglichkeit, mir wirklich Zeit für die Geschichte zu nehmen und kam deshalb auch nur schleppend voran. Es hat mich manchmal doch recht gestört, dass die Handlung nur sehr langsam voran gekommen ist und die erwartete Spannung anders ausgearbeitet war, wie ich es gehofft habe. Trotzdem hat mich vor allem das Ende sehr für sich eingenommen. Es ist möglicherweise für einige Leser nicht zufriedenstellend, ich habe es aber genau für dieses Buch als perfekt empfunden. In diesen letzten Seiten hat es mir dann sogar doch etwas Leid getan, dass ich diese Welt nun verlassen muss. Fazit Eine Geschichte, für die man sich wirklich Zeit nehmen muss. Das Buch verläuft in eher ruhigen Bahnen, hat aber einen sehr hohen Anteil an Gesellschaftskritik. Man muss mitdenken, um der Handlung folgen zu können und wirklich verstehen zu können, um was es geht. Die Botschaft hinter dem Buch hat mir gefallen auch wenn ich mir einen etwas schnelleren Handlugnsablauf gewünscht hätte. Herzlichen Dank an carl’s books für das Rezensionsexemplar!

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  • Das Geheimnis um den Rauch

    Smoke
    missNaseweis

    missNaseweis

    24. June 2017 um 12:50

    Dieses Buch wurde mir von carl’s books kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!Zum Inhalt: Die Schüler Charlie und Thomas wachsen in einer Welt auf, in der sich Lügen und Gefühle wie Sehnsucht oder Boshaftigkeit in Gestalt von Rauch äußern, der aus dem Körper entweicht. Als heranwachsende Gentlemen werden sie dazu erzogen, nicht zu Rauchen und so über dem Rest der Bevölkerung zu stehen. Doch die beiden Schüler geraten zufällig in Machenschaften, die all ihr Wissen über den Rauch in Frage stellen.Bei diesem Buch hat mich der Klappentext sofort angesprochen und die Tatsache, dass die Handlung im England des 19. Jahrhunderts spielen würde, weckte in mir vollends den Wunsch, mir dieses Buch genauer anzuschauen. Rückblickend kann ich nun sagen, dass die Geschichte wirklich etwas Besonderes ist und mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.Im Zentrum des Buches steht der bereits oben erwähnte Rauch, der aus dem Körper entweicht, sobald eine Lüge die Lippen verlässt, sich böse Gedanken im Kopf formieren oder Begierde in einem aufsteigt. Was es mit dem Rauch insgesamt auf sich hat und woher er stammt, darüber gibt es verschiedene Meinungen. In den meisten Fällen jedoch wird er mit der Reinheit des Glaubens in Verbindung gebracht. Umso verdorbener ein Mensch ist, umso mehr raucht er.Während Gentlemen und adlige Damen deswegen von klein auf dazu erzogen werden, nicht zu rauchen und ihre Gedanken und Gefühle im Zaum zu halten, gilt die gemeine arbeitende Bevölkerung als unrein, da sie unkontrolliert raucht und nicht darin geübt ist, sich zu beherrschen.Thomas und Charlie besuchen eine Schule nur für Gentlemen, in der jeder Rußfleck auf der Schuluniform Konsequenzen hat. Vor allem Thomas, der im Gegensatz zu Charlie aufbrausend ist und seine Emotionen nur schwer kontrollieren kann, gerät dort mit einem anderen Mitschüler aneinander, der bei den Lehrern äußerst beliebt ist, da er kaum Rauch absondert und demzufolge eine reine Seele hat.Allerdings merken Thomas und Charlie nach und nach, dass es Möglichkeiten zu geben scheint, das Rauchen des eigenen Körpers zu beeinflussen und es Menschen gibt, die sich der Forschung des Rauchs verschrieben haben, um ihn sich zu eigen zu machen. Nach und nach werden die beiden Jungen in einen immer größeren Komplott hineingezogen, in den ihr halbes Umfeld verstrickt zu sein scheint. Sie machen Entdeckungen, die nicht mit den Regeln zusammenpassen, die ihnen ihr Leben lang eingebläut wurden und beginnen zu hinterfragen, ob der Rauch wirklich so einfach Gut und Böse voneinander unterscheidet.Im Zusammenhang mit dieser abenteuerlichen Enthüllungsjagd werden die Machtverhältnisse in der Gesellschaft, die Ungerechtigkeiten der Ständeordnung und der Kampf zwischen Wissenschaft und Religion thematisiert. Deswegen würde ich das Buch auch nicht vordergründig als Fantasyroman beschreiben. Vielmehr handelt es sich hier um ein gesellschaftskritisches Werk. Die düstere Atmosphäre (insbesondere Londons) und die menschlichen Abgründe, die sich bei bestimmten Charakteren auftun, machen es zudem zu einem ziemlich fesselnden Thriller. An sich ja nicht wirklich mein Genre, aber hier hat mir die Kombination von Fantasy, Thriller und Gesellschaftsroman unheimlich gut gefallen.Ich habe im Vorfeld das ein oder andere Mal gelesen, dass einige das Buch als langatmig empfanden. Meiner Meinung nach ist es das aber ganz und gar nicht. Man wird bereits zu Beginn in eine spannende Situation geworfen und auch auf den folgenden Seiten wurde ich oft von Wendungen oder Erkenntnissen überrascht. Natürlich gibt es auch mal Kapitel, in denen weniger passiert, da man aber nicht nur zusammen mit Thomas und Charlie einen Blick auf die Geschehnisse wirft, sondern auch immer mal wieder in andere Köpfe schaut, empfand ich die Story weder als langweilig noch als eintönig. Ich habe aber an sich allgemein kein Problem mit umfangreicheren Büchern, die sich detailliert mit dem Innenleben ihrer Charaktere beschäftigen.Charlie und Thomas sind mir mit der Zeit ans Herz gewachsen und es war für mich interessant zu beobachten, was sie über die Kapitel hinweg für eine Entwicklung durchmachen. Wie sie immer mehr ihre Naivität ablegen und zu begreifen beginnen, wie es in der Welt außerhalb ihres Internats zugeht.Ich kann euch das Buch auf jeden Fall empfehlen, wenn ihr Lust auf eine Geschichte habt, die in die Tiefe geht und sich mit grundlegenden gesellschaftlichen Gegenständen beschäftigt. Nicht auf jede Frage werdet ihr am Ende eine Antwort finden, denn einiges bleibt sehr offen, aber das ist auch nicht das, worauf es hier ankommt, wie ich finde. Lasst euch einfach darauf ein, dann werdet ihr vielleicht so positiv überrascht wie ich.

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  • Wenn der Rauch alles vernebelt

    Smoke
    Sabriiina_K

    Sabriiina_K

    22. June 2017 um 09:27

    Als ich „Smoke“ das erste Mal in den Händen gehalten habe, dachte ich mir „Uff, was für ein Brocken.“ Mit den über 600 Seiten gehört dieses Buch nämlich definitiv zu den dicksten seiner Art in meinem Regal. Meine Aufmerksamkeit auf dieses Buch kam vor allem durch den Klappentext, den ich zufällig im Internet entdeckt habe. Vom Cover her hätte es mich vermutlich nicht so gut catchen können. Dazu ist es für meinen Geschmack zu schlicht und zu düster. Dafür klang der Klappentext umso vielversprechender. Mir hat die Grundidee mit dem Rauch, der jede Sünde und Verfehlung sichtbar macht, wirklich extrem gut gefallen. Ich war also zu Beginn des Buches ziemlich optimistisch, dass dies ein Buch genau nach meinem Geschmack sein könnte. Leider schwand dieser Optimismus bei mir mit jeder Seite die ich gelesen habe. An sich habe ich recht gut in die Geschichte hineingefunden und konnte die Charaktere, besonders die Protagonisten Thomas und Charlie ein bisschen kennenlernen. Und hier liegt leider auch schon der erste große Knackpunkt, der bei mir unter anderem für meine endgültige Meinung sorgte. Denn es blieb bei diesem „ein bisschen kennenlernen“. Für mich blieben die beiden, genauso wie alle anderen Charaktere, deren Namen ich noch nicht einmal mehr weiß, sehr diffus und blass. Sie konnten in meinem Kopf einfach keine Gestalt annehmen, geschweige denn mir sympathisch zu werden. Dazu waren sie mir durchweg zu oberflächlich skizziert. Ihre Charakterzüge wurden zwar angerissen, aber irgendwie blieben es für mich Charaktere ohne Lebendigkeit. Dies spiegelte sich für mich immer wieder in den Dialogen wieder, die zwar nett zu lesen, aber einfach nicht aussagekräftig waren.Hinzu kam noch, dass auch die Handlung, von der ich mir so viel versprochen hatte einfach keine Fahrt aufgenommen hat. Sie plätscherte 600 Seiten lang so vor sich hin, ohne dass es an irgendeiner Stelle wirklich spannend wurde. Ich hatte beim Lesen immer wieder den Eindruck, dass viele Szenen und Kapitel Seiten füllen sollten, ohne wirklich etwas zur Geschichte beizutragen. Zum Beispiel die Dreiecksgeschichte, die für mich ziemlich unlogisch und für die Geschichte einfach unpassend war.Man merkt zwar, dass der Autor sich große Mühe mit der Gestaltung der Umgebungen und der Atmosphäre gemacht hat, denn die Schauplätze waren ebenso wie die vorherrschende Stimmung sehr detailliert beschrieben. Aber leider blieb dadurch meines Erachtens nach die Handlung völlig auf der Strecke. Das hat mich wirklich enttäuscht, da die Story von der Idee her wirklich Potential hatte. Das Buch konnte mich deshalb auch leider alles andere als fesseln. Ich habe viele Pausen beim Lesen gemacht und hatte zu keiner Zeit so wirklich das Bedürfnis unbedingt weiterzulesen. Ich habe deswegen auch wirklich lange für dieses Buch gebraucht. Besonders ärgerlich war für mich, dass die Hauptfrage dieses Buches, nämlich woher denn dieser Rauch nun eigentlich kommt und was er bedeutet, einfach unbeantwortet bleibt. Denn in der Hoffnung, wenigstens das noch zu erfahren habe ich das Buch dann auch zu Ende gelesen. Mein persönliches Fazit: Dieses Buch konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Ich habe mir von der Storyidee her wirklich deutlich mehr versprochen. Die Charaktere und die Handlung blieben für mich bis zum Ende hin so diffus, als hätte der Rauch zumindest dort ganze Arbeit geleistet. Ich vergebe für die Storyidee eins von fünf möglichen Büchern, alle anderen Kriterien konnte es leider für mich nicht erfüllen. Wirklich schade.Diese und weitere Rezensionen findet ihr wie immer auf meinem Blog:http://komm-mit-ins-buecherwunderland.blogspot.de/p/rezensionen_52.htmlBesucht mich gerne auch auf meiner FB-Seite: Komm mit ins Bücherwunderlandhttps://www.facebook.com/Komm-mit-ins-B%C3%BCcherwunderland-1203991562958598/ 

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  • Düster!

    Smoke
    emma_vandertheque

    emma_vandertheque

    19. June 2017 um 14:38

    Die Gesellschaft Englands (und der restlichen „zivilisierten Welt“) ist gespalten: Die reiche Oberschicht, die sich zu beherrschen gelernt hat, und das gemeine Volk, das bei jeder Gefühlsregung, ob schlecht oder gut ihr Innenleben durch Rauch preisgibt. Auf einem Internat sollen die reichen Sprösslinge darauf getrimmt werden, nicht mehr zu rauchen – ein Zeichen von Schwäche, das gefürchtet und hart bestraft wird. Doch eine Tradition sieht vor, dass die Oberschüler auch einen Ausflug nach London – dem Moloch des Rauchs und des Bösen machen dürfen. Hier spüren sie die Macht und den fast nicht standzuhaltenden Sog des Rauchs, der sie in ihren Bann zieht und in der Masse der rauchenden Bevölkerung die Kontrolle über ihre Gefühle verlieren lässt. Gefährlich? Erschütternd? Und doch irgendwie anziehend! Thomas ist neu auf der Schule, nicht sehr beliebt, findet aber in Charlie einen guten und loyalen  Freund, der ihm zur Seite steht, als er in die dunklen Geheimnisse um den Rauch hineingezogen wird und bald auch um sein Leben fürchten muss. Doch was steckt dahinter? Und vor allem wer? Ein atemraubender, hoch spannender Roman, der einige Male in die Irre führt, viele Fragen aufwirft und den Leser ständig im Unklaren über die Beweggründe und die Rechtschaffenheit der Protagonisten lässt! Doch obwohl das Buch rasant und sehr gut zu  lesen ist, ermüdet der Spannungsbogen, man sehnt sich nach einer Verschnaufpause, die dann nach etwa der Hälfte des Buches auch endlich gewährt wird – dann aber so zäh und uninteressant ist, dass man sich wünscht, man hätte nie einen Gedanken daran verschwendet…

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  • Smoke

    Smoke
    Themistokeles

    Themistokeles

    15. June 2017 um 08:45

    Cover und Klappentext: Eine düstere Geschichte, die in England spielt, gepaart mit einem düsteren Cover, auf dem man eindeutig London erkennen kann. Für mich schon einmal eine sehr passende Covergestaltung. Zumal man auch im unteren Bereich ein wenig den titelgebenden Rauch erahnen kann. Ebenso wie der Klappentext neugierig macht, man sich die Frage zu stellen beginnt, was es mit diesem Rauch genau auf sich hat, man sofort erkennen kann, dass die Geschichte wirklich eher einen düsteren Anklang haben dürfte und bei mir die Neugier geweckt wurde.   Inhalt/Idee: Der Rauch ist einfach eine extrem interessante Idee und auch sehr gut beschrieben. Ich hätte zwar noch gerne etwas mehr zu ihm erfahren, seiner Herkunft, wie gewisse Dinge wirklich funktionieren, die mit dem Rauch zu tun haben etc. Allgemein hätte es noch so einiges gegeben, was ich leider nicht zum Rauch habe erfahren können. Trotzdem finde ich die Idee dahinter, dass wirklich jeder negative Gedanke oder auch nur im allgemeinen stärkere Gefühle, die eher zu den Todsünden zählen, dazu führen, dass sich dieser Rauch entwickelt und das auch noch in so vielen Facetten. Der Rauch ist eine extrem spannende Idee und ihn zusammen mit Thomas und Charlie ein wenig zu ergründen auch. Vor allem, da es lange Zeit für mich nicht klar war, auf was die Geschichte hinauslaufen wird, in die diese beiden hineingezogen werden. Jedoch ist es beeindruckend, was für eine düstere Atmosphäre der Autor zu schaffen vermag. Denn anders, als extrem düster kann man dieses Buch schwer beschrieben.   Aufbau und Schreibstil/Umsetzung: Allein die Idee hinter dem Rauch gefällt mir einfach enorm gut, auch wenn mir der Autor ein bisschen zu wenig detailliertere Informationen liefert woher dieser gekommen sein könnte oder auch, warum es wirklich noch Ecken auf der Welt gibt, in denen dieser Rauch scheinbar so nicht existiert. Lange war mir auch nicht wirklich klar, ob es nur England betrifft oder zumindest ganz Europa. Über dieses Drumherum schweigt sich der Autor ein wenig aus. Leider! Das Buch ist auf jeden Fall in vielen Punkten sehr spannend umgesetzt und doch hat es auch irgendwie wieder seine Längen, einfach Abschnitte in denen Gefühlt wenig passiert und wenn, sich nur die düstere Atmosphäre einfach nur verdichtet und das Buch noch wieder ein ganzes Stück düsterer wird. Vor allem der Anfang hat mir sehr gut gefallen, eigentlich genau der Abschnitt, bevor die Handlung richtig beginnt und man mehr oder weniger erst einmal richtig eingeführt wird in diese Welt. Als die Handlung dann fahrt aufnimmt, wird alles leider ein wenig zu undurchsichtig, stagniert teilweise ein bisschen. Ich hatte mir ehrlich etwas mehr erhofft, aber schlecht ist das Buch trotzdem nicht, aber eher auf einer anderen Ebene interessant, als der, die reine Handlung betreffend. Eher durch die Charaktere und manches Detail um den Rauch.   Charaktere: Wodurch »Smoke« wirklich ein wenig brilliert, sind die Charaktere. Thomas und Charlie allein sind schon interessant genug, denkt man zu Beginn noch, dass Charlie eher ein unbedeutender Nebencharakter neben Thomas sein könnte, mausert er sich immer mehr aus dem naiven Aristokratensohn, den man zunächst in ihm sieht, zu einer durchaus interessanten Persönlichkeit, die ich noch spannender finde, als Thomas. Thomas ist eher eine etwas düster angehauchter Charakter, der sich selbst für eher schlechter hält, oftmals auch eine negative Ausstrahlung besitzt und mir doch irgendwie im Verlauf des Romans erst unsympathischer und dann wieder sympathischer wird. Vor allen Dingen aber sehr spannend finde ich alle Charaktere die sich zu sehr verschließen, Gefühle eigentlich gar nicht zulassen, um so dem Rauch keine Chance zu geben, so wie Livia. Und vor allen Dingen Julius der als Antagonist und in seiner Wandlung durch das Buch wirklich ein erschreckend interessanter Charakter ist, der in meinen Augen eine extrem geniale Darstellung erfährt. Gerade ihn finde ich gleichsam grausig, wie einfach nur interessant und extrem gelungen.   Fazit: Es ist doch eine unerwartet schwere Kost, vor allem wohl auch, weil man zwar etwas Spannung erfährt, aber vor allem von dieser düsteren Atmosphäre, dem Rauch, den teilweise doch sehr obskuren Persönlichkeiten in diesem Roman ein wenig erschlagen wird. Dazu kommt, dass das Ende für mich nicht wirklich stimmig ist. Es bleibt einfach viel zu viel offen, verdammt viele Fragen werden nie geklärt, man wir einfach ein wenig damit allein gelassen, was wohl jetzt eigentlich ist. Mich hätte ein bisschen mehr Aufklärung an einigen Stellen und ein weniger offenes Ende deutlich mehr zufriedengestellt. Ebenso muss ich gestehen, hätte es teilweise etwas mehr an Handlung sein dürfen, denn die kam mir eigentlich nicht wirklich gehaltvoll vor. Trotzdem habe ich das Buch irgendwie auch gern gelesen, da ich die Charakterstudien interessant finde, denn einige der Persönlichkeiten sind schon sehr genial durchdacht und vor allen Dingen auch dargestellt. Man sollte wissen, worauf man sich einlässt, wenn man dieses Buch beginnt, denn ein lockerer Fantasy-Roman ist etwas vollkommen anderes.

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  • Spannende Idee, viele Längen

    Smoke
    Jashrin

    Jashrin

    14. June 2017 um 11:07

    Charlie und Thomas besuchen im ausgehenden 19. Jahrhundert ein Elite-Internat in England. Hier sollen sie lernen rauchfrei durchs Leben zu gehen, denn durch jede Lüge, jede Verfehlung entweicht dem Körper für alle gut sichtbar Rauch: mal kaum wahrnehmbar, mal unübersehbar, aber immer da. Nur die Oberschicht scheint es geschafft zu haben ein völlig rauchfreies und damit offenbar sündenloses Leben zu führen. Eher zufällig stoßen Charlie und Thomas darauf, dass die Gesetze und Regeln des Rauchs augenscheinlich doch nicht für alle gelten. Ein großes Netz aus Lügen, Intrigen und Macht zeichnet sich ab und mittendrin stehen die beiden Jungen, die schon bald um ihr Leben fürchten müssen. Während ich die Beschreibung des Buches noch sehr spannend fand und nach wie vor die Grundidee mag, so hatte ich doch meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Dies lag zum einen daran, dass das Buch im Präsens geschrieben ist und ich immer eine Weile brauche, bis ich mich daran gewöhnt habe. Gut, bei über 600 Seiten ist der Punkt irgendwann erreicht, dennoch liegt es mir einfach nicht so gut. Darüber hinaus gab es für mich viele Längen. Der Autor bedient sich vieler Metaphern, führt Sachverhalte bis ins kleinste i-Tüpfelchen aus und immer wieder gibt es ausführliche Überlegungen zum Verhalten der Menschen im Allgemeinen und Besonderen. Dabei werden natürlich vor allem Werte wie Gut und Böse hinterfragt und welche Auswirkungen diese haben. Des Weiteren gab es eine Fülle von Charakteren und Namen, die nicht immer ganz so leicht auseinanderzuhalten waren, auch wenn ich eigentlich mit vielen Namen keinerlei Schwierigkeiten habe. Passend zu den Charakteren wechselte auch immer mal die Perspektive, wobei nicht nur die Person wechselte, der Autor springt auch zwischen der dritten Person und der Ich-Perspektive hin und her. Die Charaktere an sich sind unterschiedlich stark ausgearbeitet, aber besonders die Hauptfiguren Thomas, Charlie und auch Livia waren sehr vielschichtig und mit großer Sorgfalt entwickelt. Doch ebenso wie der Rauch waren sie dennoch nicht wirklich greifbar für mich, geschweige denn, dass ich mich in jemanden hätte hineinversetzen können. All das führte dazu, dass ich sehr langsam vorankam und trotz der teils durchaus spannenden Fragen und Entwicklungen keine Probleme hatte, das Buch aus der Hand zu legen. Sehr gelungen hingegen finde ich die Atmosphäre, die der Autor in seinem Buch erzeugt. Düster, ein wenig bedrohlich und voll starker Emotionen. Diese geheimnisvolle Atmosphäre hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich doch immer wieder weitergelesen habe. Mein Fazit: „Smoke“ ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Es spürt der Frage nach Gut und Böse nach und regt zum Nachdenken an. Leider ist es stellenweise sehr langatmig und den Überblick zu behalten fällt nicht immer leicht. Wen das Buch vom Klappentext her ebenso reizt wie mich, der sollte im Blick behalten, dass es weniger um Fantasy geht, als vielmehr um Gesellschaftskritik und existenzielle Fragen. Wen das nicht schreckt, der sollte mal genauer in das Buch reinblättern, denn trotz meiner vielen Kritik finde ich das Buch dennoch lesenswert.

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  • Smoke (Dan Vyleta)

    Smoke
    PoldisHoerspielseite

    PoldisHoerspielseite

    13. June 2017 um 11:40

    Thomas und Charlie wachsen in London am Ende des 19. Jahrhunderts in einem Internat auf, auf dem die beiden Adeligen lernen sollen, ihre Gefühle zu kontrollieren. Denn jeder schlechte Gedanke, jede Sünde, äußerst sich in Rauch, der aus den Körperöffnungen strömt. Während beide versuchen, ihr Innerstes bestmöglich vor der Außenwelt abzuschirmen, entdecken sie, dass einige Menschen keinen Rauch verströmen, wie schlecht sie auch sein mögen...Dan Vyleta, ein kanadischer Autor mit deutschen Wurzeln, hat mit seinem neuen Roman „Smoke“ erstmals auch hierzulande für Aufmerksamkeit gesorgt. Der Grundgedanke ist sehr reizvoll, der Leser stellt sich gleich viele Fragen, die drängenste ist wohl: Woher kommt der Rauch? Genau dies wird im Laufe der Handlung zwar nicht aufgeklärt und als gegeben genommen, was ich aber nicht als sonderlich störend empfunden habe. Denn es werden zahlreiche weitere Details rund um den Rauch offenbart, sodass die von Vyleta geschaffene Welt einen sehr düsteren und reizvollen Anstrich bekommt. Die Handlung selbst geht sehr interessant los, kommt aber schnell auch wieder ins Stocken. Ein wirklicher Spannungsbogen kann sich dabei leider nicht aufbauen. Dennoch habe ich nie das Interesse verloren, sondern fand die neuen Entwicklungen reizvoll. Nicht jeden Twist habe ich als gelungen gefunden, insbesondere im letzten Drittel sind nicht alle Wendungen für mich nachvollziehbar dargestellt. Insgesamt hat mich die Handlung wegen der sehr interessanten Struktur der dargestellten Welt aber überzeugt.Der Schreibstil des Autors ist streckenweise leider etwas zu langwierig gelungen, er beschreibt recht ausschweifend und detailliert – was an sich nichts schlechtes sein muss, hier aber den Ezählfluss hemmt. So bekommt der Roman aber auch einen sehr philosophischen Dreh, der die Gesellschaft hinterfragt und dabei auch aktuelle Fragen aufwirft. Etwas verwirrend war der Wechsel der sprachlichen Perspektive, mal wurde von einem allwissenden Erzähler berichtet, mal aus der Ich-Perspektive. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen und bin in den ersten Seiten darüber gestolpert, hinterher hat sich aber alles organisch zusammengefügt. Sehr gut gefallen hat mir die Ausgestaltung der Charaktere, die sehr intensiv dargestellt werden, insbesondere die beiden Hauptcharaktere kommen sehr gut zur Geltung und werden in ihrer Unterschiedlichkeit individuell dargestellt. Sie sind mir ans Herz gewachsen, sodass ich auch trotz einiger Kanten in der Handlung beiden bis zum Ende der Handlung gefolgt bin.„Smoke“ ist kein Pageturner, kein zur Perfektion geschliffenes Werk und wird wegen der stellenweise langatmigen Erzählweise sicherlich nicht jedem gefallen. Ich habe der Handlung aber sehr gern gefolgt, da mich diese düstere Welt voller Rauch sehr fasziniert hat. Die Charaktere kommen dabei gut zur Geltung, auch dass nicht alle Geheimnisse aufgedeckt werden, ist stimmig umgesetzt. Ein interessanter Roman!

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  • Gefiel mir leider nicht so gut wie erhofft

    Smoke
    _Vanessa_

    _Vanessa_

    11. June 2017 um 20:20

    England, Ende des 19. Jahrhunderts: Jede Bosheit, Unaufrichtigkeit oder Lüge zeichnet sich als Rauch aus, der unkontrollierbar aus den Körpern der Menschen strömt. Mal ganz zart, mal lodernd. Keiner wagt es, den Rauch zu hinterfragen.Thomas und Charlie, beide Schüler eines Elite-Internats, wo den Jungen beigebracht wird, weniger zu rauchen (denn Gentleman rauchen nicht!), leben in dieser Welt und als sie in den Ferien gemeinsam Verwandte von Thomas besuchen, geraten sie in eine gefährliche Verschwörung, die ihr gesamtes Weltbild auf den Kopf stellt..Meine Meinung:"Smoke" hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm, bis es mir öfters im Internet begegnet ist. Ich wurde neugierig und habe mir den Klappentext angesehen. Eigentlich überhaupt nicht mein Genre, doch es hat mich sehr angesprochen (für mich ausschlaggebender als irgendeine Genrezuweisung) und ich war richtig gespannt, was es mit dem Rauch auf sich hat und wie so eine Welt aussehen würde.Leider muss ich sagen, dass es mir nicht so gut gefiel, wie ich es erhofft hatte.Es fiel mir sehr schwer in das Buch hineinzukommen, die Neugierde, die ich beim Lesen des Klappentextes gespürt hatte, verschwand schon nach wenigen Seiten. Es fiel mir leicht, das Buch immer wieder wegzulegen, im Vergleich dazu aber umso schwerer es überhaupt erst in die Hand zu nehmen.So kroch ich langsam durch die gut 600 Seiten, für die ich im Normalfall nur einen Bruchteil der Zeit gebraucht hätte, die ich an diesem Buch gelesen habe.Man kann sich nun vielleicht schon denken, dass mir auch der Schreibstil des Autors nicht besonders gut lag. Ich fand ihn zwar an keiner Stelle unangenehm zu lesen, doch richtig flüssig und angenehm empfand ich ihn leider auch nicht.Mit den Charakteren hatte ich ebenfalls meine Probleme und ich wurde überhaupt nicht warm mit Thomas, Charlie und einer weiteren Person, die erst später dazu stößt und ebenfalls eine Hauptrolle spielt. Ich fand sie zu blass und sie konnten mich nicht mitreißen. In keinen von ihnen konnte ich mich hineinversetzen und so fühlte ich mich eher außen vor als mitten in der Geschichte drin. Unglaubwürdig waren sie allerdings glücklicherweise nicht, was immerhin etwas war.Die anderen Figuren empfand ich als noch blasser. Sie waren da, mehr kann ich zu ihnen aber nicht sagen.Die Geschichte konnte das Ruder dann leider auch nicht mehr rumreißen. Diese zog sich in meinen Augen sehr in die Länge, ich wusste nie so genau, was der Autor mir denn jetzt mit dem, was er hier geschrieben hat, sagen möchte und worauf das Ganze hinauslaufen wird.Erst im letzten Drittel ungefähr konnte mich diese zumindest ein wenig packen, denn ab da wurde es für mich etwas spannender. Davor gab es zwar schon die ein oder andere vereinzelte Szene, die für mich ein Lichtblick war, doch so richtig "gut" wurde es erst auf den letzten Seiten und vieles davor geschehene hätte man meiner Meinung nach wahrscheinlich auch etwas kürzen können.Fazit:Leider konnte mich "Smoke" nicht so überzeugen, wie ich es gerne gehabt hätte. Die Geschichte zog sich, ich wurde weder mit den Charakteren noch mit dem Schreibstil so richtig warm und das konnten auch die letzten Seiten, die mir ein wenig besser gefielen, nicht vergessen machen. Ich weiß nicht, ob das Buch und ich einfach nicht füreinander geschaffen sind oder ob ich es einfach nur zum falschen Zeitpunkt in die Hand genommen habe, aber mir gefiel es leider weniger gut.Die Rezension ist zuerst auf meinem Blog "Vanessas Bücherecke" erschienen.

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  • LovelyBooks Literarische Weltreise 2017

    Reise um die Welt
    Ginevra

    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine literarische Weltreise im Jahr 2017? Dann lasst uns gemeinsam durch 21 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der LIterarischen Weltreise 2016:  https://www.lovelybooks.de/autor/Lily-King/Euphoria-1117239512-w/leserunde/1210564360/ Dann wünsche ich uns allen... Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise! TeilnehmerInnen: ambermoonArgentumverde Arietta Aleida ban-aislingeach Bellis-Perennis Beust black_horse britta70 buchjunkie Buchraettin Buecherwurm Caroas carathisCaro_LesemausChattysBuecherBlog Code-between-lines Cornelia_RuoffCorsicana CosmoKramer danielamariaursula Elke elmidi faanie fasersprosse Fjordi Florenca Fornika Gela_HK Gelinde Ginevra Gruenente gst Gwendolina haberland86 Hamburgerin hannelore259 Harlequin histeriker Hortensia13 Igela Igelchen Isador Jari jeanne1302 lehmasLeonoraVonToffieFee leselea lesebiene27 lieberlesen21 Jisbon JuliB kingofmusic kleinechaotin krimielse LibriHolly Luiline marpije miss_mesmerized monerlnaninka Nelebooks  niknak Nisnis paevalill Pagina86 papaverorosso parden peedee Petris PMelittaM postbote saku Schlehenfee schokoloko29 seschat Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi TanyBee TraubenbaerulrikerabeValabe vanessabln vielleser18 wandablue waschbaerin Wedma Wermoewe Wichellawidder1987 WollyYolande

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    • 1110
  • Abwechslungsreiches Buch...

    Smoke
    BookLover0405

    BookLover0405

    01. June 2017 um 20:12

    Kritik Das Cover des Buches sticht sehr ins Auge, daher wollte ich dieses Buch auch lesen. Hier nun mein Leseeindruck. Das Buch ist in Teile untergliedert, diese haben nochmals Kapitel mit Überschriften. Das gefällt mir sehr gut, da man das nicht mehr so oft sieht. Der Schreibstil ist abwechslungsreich und spannend. Außerdem lässt sich dieser flüssig lesen, wobei ich sagen muss das ich es zeitweise etwas langatmig fand. Der rote Faden ist durchweg vorhanden. Die Charaktere sind gut durchdacht, und passen sehr zum Inhalt und in das Zeitalter in dem das Buch spielt. Der Handlungsort ist England, bzw Oxford. Es wird in sehr interessantes Thema behandelt nämlich das Gut und was ist Böse. Zu welchen Schluss wir kommen verrate ich nicht. Denn ich nöchte ja nicht die Freude am Buch nehmen. Zusammenfassend lässt sich sagen, das dies ein schönes Buch mit interessantem Inhalt war. Aber jedoch etwas langatmig zeitweise, daher kann ich nur 4 Sterne vergeben.  Fazit Das Buch bekommt 4 von 5 möglichen Sternen, es waren spannende Passagen aber auch solche wo es sich etwas in die Länge zog.

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  • Was wollte uns der Verfasser sagen

    Smoke
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    01. June 2017 um 12:54

    »Ein Kind der Sünde. Er raucht beinah jeden Tag, wie ein Arbeitersohn in der Pubertät.«Fantasy-History. Wir befinden uns am Ende des 19. Jahrhunderts, England, Handlungsorte auf dem Land und in London. Menschen rauchen aus den Poren. Das ist schlecht. Wer raucht lügt, hat schlechte Gedanken. Der Rauch bleibt als Ruß in der Kleidung hängen, für jeden sichtbar, riechbar. Ein paar Schüler eines Internats hinterfragen den Rauch, denn es gibt Menschen, die sind ständig sauber, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Zauberwort heißt Lakritz. Mit bestimmten Bonbons kann man seinen Rauchausstoß verhindern. Die Jugendlichen versuchen, das Geheimnis zu lüften.Das klang für mich zunächst interessant, das Buch wurde vom Verlag hochbeworben. Genau das war es wohl …»Sie sind da, der Platz ist asymmetrisch, groß genug, um mehrere Tausend Menschen zu fassen, und erfüllt von ihrer Hitze. Der Dunst ist hier so dicht, dass man meinen könnte, die Nacht bräche herein, obwohl es noch früh am Nachmittag ist. Die Sonne steht hoch über ihnen, dreckig rosa hinter dem Sündenschleier.«Bei mir ist die Geschichte an sich durchgefallen. Der Autor hat Erzähltalent, es gibt wunderschöne Passagen, Beschreibungen, das sei unbelassen. Eine lange Reihe von Protagonisten erzählen in Ichform, was schnell verwirrt, dazu kommt der allwissende Erzähler. Bei so vielen Berichterstattern kann sich der Leser nicht auf die Figuren einlassen, die damit alle verblassen. Für mich dümpelte die Geschichte vor sich hin, tippelte auf der Stelle, Spannung kam nicht auf, 600 Seiten lang. »›Ich weiß, was es mit den Bonbons auf sich hat. Und ich verstehe den Rauch.‹«Die Geschichte schleicht dahin, auch nicht sonderlich spannend. Eine Dreiecksgeschichte, die keinen Sinn ergibt, Jugendliche, die irgendetwas antreibt, dass ich nicht begreife, eine Geschichte, die für mich ins Leere läuft, die mich nicht fassen konnte.Die brennende Frage wurde mir am Ende leider auch nicht beantwortet: Woher kommt nun der Rauch und was hat er zu bedeuten? Was wollte der Autor mir sagen? Insgesamt ein reichlich unbefriedigendes Buch für mich.

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