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TheLastUnicorn_

vor 2 Monaten

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Smoke von Dan Vyleta handelt von Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, sie leben in einer Welt in dem die Sünde eines jeden Menschen sichtbar wird. Gibt ein Mensch sich einem sündhaften Verhalten hin, wird er von dunklem Rauch umgeben. Insbesondere Thomas raucht immer wieder Mal und das auch sehr stark, doch die Schule soll ihm lehren sich zu kontrollieren und den Sünden zu widerstehen.
Doch Thomas und Charlie wollen mehr wissen als das was ihnen immer und immer wiede geprädigt wird, insbesondere nachdem sie erfahren, dass sie einfachen Regeln nicht für alle gelten. Die beiden machen sich auf die Suche nach Antworten und das stellt sich als gefährlicher heraus als sie ahnten...


Gestaltung:
Das Cover ist toll, weil es so wunderbar zu der Stimmung im Buch passt, alles ist düster und schwarz, Rauch umgibt einen auch beim lesen - zumindest gefühlt. :D Ich mag es wenn das Cover die Stimmung eines Buches einfängt und das ist hier meiner Meinung nach wirklich gelungen. :)


Meinung:
Als ich den Klappentext von Smoke gelesen habe, war ich sofort fasziniert und hab mich voller Freude in das Buch hinein gestürzt. Während des Lesens hab ich immer mehr Stimmen zu diesem Buch gelesen, manche waren begeistert viele allerdings nicht. Zu dem Zeitpunkt war ich noch relativ am Anfang des Buches, bei mir hatte es aber gleich einen mächtigen Sog entwickelt und die Faszination die ich vorab schon hatte stieg nur weiter an.
Auch im Verlauf des Buches hab ich es einfach anders empfunden als viele andere, es wurde häufig von Längen berichtet, das hab ich gar nicht so empfunden. Ich habe für mich festgestellt, dass sich das Buch anders entwickelt als ich es vorab gedacht hatte und auch die Sache mit dem Rauch selbst etwas anders ist, ich hab mich aber schnell in die neue Richtung begeben können und meiner Faszination tat das keinen Abbruch.

Die Geschichte war für mich immer undurchsichtig, denn letztendlich geht es nicht nur um dieses eine Geheimnis wieso die einflussreichen Menschen nicht rauchen wenn sie sich falsch verhalten, sondern um viel mehr. Doch dieses mehr, das gilt es zu erforschen und war für mich bis zum Ende hin eher unschlüssig. Es gibt immerzu Hinweise und manchmal dachte ich auch, ich wäre auf der richtigen Spur und dann stellte ich an der nächsten Ecke fest, dass ich mich wieder verlaufen hatte.
Für mich persönlich war es schn ein Buch dem ich mehr Aufmerksamkeit und Konzentration schenken musste als gewöhnlich, gerade die ganzen Gedanken zum Rauch, waren manchmal etwas verworren, zum Ende hin wurde das für mich dann wirklich extrem und ich hatte kurzzeitig auch das Gefühl, dass mich das Buch hier nun verlieren wird, aber glücklicherweise ist das nicht geschehen, denn der klare Moment kam letztendlich doch. Und ich fand es unheimlich spannend, dass sich das ganze mehr und mehr zu einer politischen Sache entwickelt hat, das mich zudem hat nachdenklich stimmen können.

Neben dem ganzen Drumherum wurde die Geschichte aber vor allem auch von seinen Protagonisten getragen, nicht nur von Charlie und Thomas, sondern auch von Livia die im späteren Verlauf zu ihnen stößt und anfangs eher unfreiwillig mit auf Spuren Suche geht, ich mochte die Chemie bei den dreien sehr. Gerade Charlie und Thomas führen eine tolle Freundschaft in der jeden den anderen akzeptiert wie er ist und sie sich beinahe wortlos zu verstehen scheinen.
Livia mischt das ganze etwas auf und ist selbst eine Person die sich dazu zwingen möchte nicht zu rauchen und daher gerne als nonnenhaft bezeichnet wird. Sie hat für mich dann auch beinahe die größte Wandlung durchlebt, aber entwickeln tun sie sich alle und das auf einer sehr authentische Art. Schön fand ich, dass das Buch nicht nur aus deren Perspektive geschrieben wurde, sondern auch Randfiguren manchmal ihre Seite erzählen konnten, manche von ihnen trafen sie genau einmal, aber es war sehr interessant das ganze aus verschiedenen Blickwinkel zu erleben.

Aber nicht nur meine drei Helden haben das ganze Rund gemacht, auch die Bösewichte oder vemeintlichen Bösewichten, trugen ihren Teil dazu bei und ich mochte es sehr, dass es kein reines schwarz und weiß gab, sondern es eigentlich immer grau war. Viele Menschen begehen Fehler, viele Menschen tun verwerfliches, das empfand ich als wirklich hervorragend. Manches davon sieht man erst ganz spät anderes früher. Aber das gehörte für mich auch zum Reiz des Buches, es war nichts Gewiss, es konnte immer diese eine Erklärung geben die ein Verhalten zwar nicht rechtfertigte aber verständich werden ließ.


Fazit:
Ich persönlich war sofort vom Buch fasziniert, am Ende hatte ich dann meine Schwierigkeiten, diese wurde auf den letzten Seiten aber mit einem Schlag wieder ausgelöscht. Ich verstehe, dass dieses Buch vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist zumal, es häufig auch etwas mehr Konzentration von mir abverlangte, aber ich empfand die Geschichte als einzigartig, spannend und sehr ideereich. Weshalb ich mich auch nur schwer vom Buch lösen konnte.

Autor: Dan Vyleta
Buch: Smoke
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