Sarg niemals nie

von Dan Wells 
3,6 Sterne bei114 Bewertungen
Sarg niemals nie
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (65):
Jademond289s avatar

Ich habe es in einem durchgelesen. Es war mal eine etwas andere Vampirgeschichte. Ich habe viel gelacht.

Kritisch (17):
SarahMehns avatar

Stil überhaupt nicht mein Ding. Genervt von sich wiederholenden Dauer-Dialogen. Letztes Drittel übersprungen und nur noch Ende gelesen.

Alle 114 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Sarg niemals nie"

Der verrückteste Horror, den man für Geld kaufen kann: England, im Jahr 1817. Oliver Beard sitzt wegen seiner Gaunereien im Gefängnis. Als die Gelegenheit günstig ist, fädelt er seine Flucht ein und lässt sich nach draußen schaffen – im Sarg. Auf dem nahe gelegenen Friedhof steigt er wieder aus dem Grab. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass er ab sofort eine Schar Vampire am, nun ja, Hals hat, die ihn für ihren auferstandenen Anführer halten – und zu allem Überfluss ist der wahre Gebieter der Vampire auch schon unterwegs, um seine Ansprüche geltend zu machen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492269599
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:12.11.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Tintenfees avatar
    Tintenfeevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Vampire wider Willen :D
    Untot und sehr komisch.

    Von Dan Wells kannte ich bisher nur "Mr Monster" und war von diesem Buch hellauf begeistert.
    Vom Optischen war der Einband von "SaRg niemals nie" genau gleich, dicke, stabile unterschiedlich breite Seiten und ein tolles Cover. Ich rechnete mit einem Horrorbuch, weil ich den Einband nicht las und das Buch nur des Covers wegen gekauft hatte ^^
    Trotzdem gefiel es mir sehr! Es ist kurzweilig und voller schräger, sehr witziger Szenen, bei denen man sich lachend die Hand vor den Kopf schlägt und sich fragt, wie blöd man sein kann. Teilweise hatte ich einen richtigen Film vor Augen und musste öfter Prusten. Auch die Dialoge sind so verwirrend und zugleich urkomisch, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen hatte.
    Der Plan, sich Aufgrund des Ablebens eines Mannes, dessen Erbe von Neunzigtausend Pfund unter den Nagel zu reißen ist gespickt voller sehr amüsanter Augenblicke und eine leichte, kurzweilige Unterhaltung.
    Auf jeden Fall empfehlenswert! Man darf hier nur wirklich keine tiefschürfenden Gespräche oder Handlungsstränge erwarten!
     

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    TrollMuttis avatar
    TrollMuttivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Göttlich komisch! Ein eigener irrer und kurioser Humor, ein wenig wie Mel Brooks und Monty Python. Nicht ernst nehmen und genießen!
    Großartig absurd und göttlich komisch!

    http://trollmuttis-buecherwelt.blogspot.de/2015/08/rezension-dan-wells-sarg-niemals-nie.html

    England, im Jahr 1817. Oliver Beard sitzt im Gefängnis und möchte da schnell wieder raus um seinen Plan an jede Menge Geld zu kommen, zu verwirklichen. Wie der Zufall es will, kann er als scheinbar tot ausbrechen. Als er jedoch aus seinem Sarg steigt, um fröhlich weiter zu leben, geschieht eine perfide Verwechslung. Die Vampire der Gegend halten ihn für ihren Auserwählten. Und damit beginnt erst der absurde Wettlauf gegen die Zeit genau wie der Kampf um ergaunertes Vermögen.
    Als absoluter Fan des Autors und seines Humors, war das Buch eine Pflicht-Lektüre. Nach vielen recht negativen Stimmen, waren meine Erwartungen ziemlich gering. Aber die Story entpuppte sich als ein großartiger und unverwechselbarer Lesegenuss.

    Die Geschichte beginnt recht merkwürdig und skurril. Anfangs fragte ich mich immer wieder wohin das Ganze führen soll. Irgendwann stellte ich keine Fragen und genoss einfach die unglaublich absurde und geniale Geschichte. Denn die Story ist wirklich einfach nur abgedreht und ergibt teils nicht viel Sinn. Aber genau das macht den Charme des Buches aus. Der Autor nimmt sich und die Geschichte nicht so ernst und so sprüht das Werk regelrecht vor Witz und grandiosen Einfällen. Immer wieder erinnerte mich die Geschichte an die Werke von Monty Python oder Mel Brooks. Dieser ganz eigene und sehr abgedrehte Humor macht einen Großteil dieser Geschichte aus. Wem diese Art fremd oder unverständlich ist, wird vieles nicht verstehen oder sehr wenig zu lachen haben. Ich habe immer wieder Tränen gelacht und regelrechte Lachanfälle bekommen. Das hat bisher noch nie ein Buch bei mir geschafft.
    Der Schreibstil ist einerseits typisch für Dan Wells, andererseits zeigt es auch eine neue Seite von ihm. Die Story ist leicht und sehr flüssig zu lesen und die Seiten fliegen mit vielen Lachsalven dahin. Der Leser stock lediglich um die Lachtränen weg zu wischen. 
    Insgesamt ist das Buch für mich eine großartige und grandiose Leistung. Wenn man skurrilen, absurden und abgedrehten Humor mag, ist das Buch absolut Pflicht. Fans von Monty Python und Mel Brooks werden sich über neue Dauer-Witze freuen. Wichtig ist, die Geschichte nicht so ernst zu nehmen, dann ist es ein absolut gigantisches Leseerlebnis. Man merkt schon, wie ich schwärme - LESEN! Ich werde es immer wieder tun.

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    bieberbrudas avatar
    bieberbrudavor 4 Jahren
    Herrliche Satire mit schwarzem, englischen Humor

    Dan Wells kenne ich von der Serienkiller-Reihe, die mir sehr gut gefallen hat. Als ich gesehen habe, dass er einen lustigen Vampir-Roman geschrieben hat, musste ich natürlich zugreifen!

    Die Story:
    England im Jahre 1817: Frederick Whithers sitzt wegen einem missglückten Betrugsversuch im Gefängnis. Als sein Zellengenosse an Tuberkolose stirbt, wittert er seine Chance. Er besticht den Bestatter und lässt sich im Sarg aus dem Gefängnis schmuggeln. Als er sich auf dem Friedhof aus dem Sarg befreit, stehen plötzlich eine Handvoll Vampire vor ihm. Doch statt sein Blut zu saugen, sehen die etwas treudoofen Vampire in Frederick ihren prophezeiten "Erhabenen": Ein besonders mächtiger Vampir mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Frederick flüchtet vor den Vampiren und reist nach London um das Geld seines Betrugsversuchs einzutreiben. Dabei lernt er den etwas verwirrten Dichter John Keats kennen, der ihn auf seiner Reise begleitet. Doch auch die Vampire weichen ihm nicht von der Seite und plötzlich denken tatsächlich alle, dass Freddy ein Vampir ist...

    Meine Meinung:
    Das Buch ist herrlich absurd und hat mich an die schönen alten Monty Python-Filme erinnert. Eine haarsträubende Situation oder Verwechslung jagt die andere und die Dialoge ist oft vollkommen absurd. Vor allem die Diskussionen, in denen Frederick vergeblich zu erklären versucht, dass er kein Vampir ist. Oder John, der gerne in Reimen spricht.
    Es ist flüssig geschrieben und lässt sich schnell lesen. Der Buchschnitt (Rough cut) ist wie bei den Serienkiller-Romanen "zerfleddert" und sieht cool aus. Nette Idee: Im Buch tauchen zusätzlich ein paar alte Bekannte auf ;-)

    Ähnlich wie die angesprochenen Filme muss man einen solchen Humor aber auch mögen, deshalb wird das Buch sicherlich nicht jedem so gut gefallen.

    Fazit:
    Eine herrliche Satire mit schwarzem, englischen Humor. Ich vergebe 4 von 5 Sternen, weil die Vampire eher am Rande vorkommen.

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    MrsFoxxs avatar
    MrsFoxxvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Toll!
    Der Ghul von Barth

    England 1817: um an das zur damaligen Zeit gigantische Erbe eines verstorbenen Geschäftsmannes zu kommen, fälscht Banker Oliver Beard nicht nur Unterlagen um sich als dessen Neffe auszugeben, er legt sich nach seiner Verurteilung wegen Urkundenfälschung sogar in einen Sarg um dem Gefängnis zu entfliehen. Als Oliver schließlich ausgerechnet zu Mitternacht auf einem Friedhof aus dem Sarg steigt, hält ihn eine Gruppe Vampire  für ihren Auserwählten. Was der wahre Gebieter wiederum so gar nicht lustig findet...

    Ein flotter, kurzweiliger Kriminalroman mit einer großen Portion britischem Humor. Der Autor erzählt die verworrene Geschichte um Oliver Beard und seinen Erbschaftsbetrug in einem herrlich flüssigen Stil. Und beim lesen dieses Buches musste ich mich wirklich oft zurückhalten um nicht laut loszulachen, selbst in der schier ausweglosesten Situation des Hauptprotagonisten hat Dan Wells noch einen Lacher für seine Leser parat.
    Auch wenn der Anfang ein ganz klein wenig holpert, die Figur Oliver hat man spätestens dann ins Herz geschlossen wenn der Betrüger betrogen wird und der Dichter John Keats seinen Auftritt hat. Von da an stolpert man mit Freude gemeinsam mit den Beiden von einem Drama ins nächste.

    Dank der durchweg hohen Spannungskurve hat man das Buch in kurzer Zeit verschlungen, was für mich auch der einzige "negativ"-Punkt war: es war leider zu schnell vorbei ;)
    Wenn die anderen Bücher Dan Wells in einem ähnlichen Stil verfasst sind, wird dieses hier sicher nicht das letzte gewesen sein, das ich von ihm gelesen habe.

    Fazit: Ein etwas untypischer Vampirroman voller schwarzem Humor. Ich will mehr davon! Absolute Leseempfehlung von mir!

    Kommentare: 1
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    Marina10s avatar
    Marina10vor 5 Jahren
    Was lange währt ...

    Zum Inhalt:
    Der verrückteste Horror, den man für Geld kaufen kann: England, im Jahr 1817. Oliver Beard sitzt wegen seiner Gaunereien im Gefängnis. Als die Gelegenheit günstig ist, fädelt er seine Flucht ein und lässt sich nach draußen schaffen – im Sarg. Auf dem nahe gelegenen Friedhof steigt er wieder aus dem Grab. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass er ab sofort eine Schar Vampire am, nun ja, Hals hat, die ihn für ihren auferstandenen Anführer halten – und zu allem Überfluss ist der wahre Gebieter der Vampire auch schon unterwegs, um seine Ansprüche geltend zu machen …

    Meine Meinung:
    Die erste Enttäuschung des Buches ist eigentlich schon die Kurzbeschreibung , die nicht im Mindesten den tatsächlichen Inhalt des Buches trifft.
    Des Weiteren erweckte der Klappentext mit seinem Versprechen "der wahre Gebieter der Vampire [sei] auch schon unterwegs" in mir die Erwartung, dass es sich um eine spannende Verfolgung und eine echte Vampirgeschichte handeln könnte. Beides erwies sich als vollkommen falsch. Die Vampire sind Flaschen, zwar manchmal ganz unterhaltsam, aber in ihrer Rolle als Blutsauger nahezu irrelevant. Fans von Vampirromanen kommen hier bestimmt nicht auf ihrer Kosten.

    Was das Buch tatsächlich ist, wird dagegen schnell klar. Mittelprächtiger Slapstick, lieblos zusammengeschrieben mit wenig Handlung und noch weniger Überraschungen. Den Großteil des Buches machen Dialoge voller Missverständnisse und Wortklaubereien aus.

    Ein paar Lichtblicke gab es durch recht makaberen, sehr schwarzen Humor oder etwas Situationskomik rund um das Thema Friedhof und Leichen und einige skurrile Charaktere.
    Handlung und Figuren wirkten einfach zu flach. Selbst das Finale war enttäuschend, Action oder Spannung gab leider kaum.

    Mein Fazit:
    Dieses Buch kann froh sein, dass ich es im Rahmen meiner Lesechallenge gelesen habe, denn sonst hätte ich es vermutlich abgebrochen.
    Ich kann leider nur zwei Sterne vergeben, denn ich bin absolut enttäuscht!

    Kommentare: 1
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    WortGestalts avatar
    WortGestaltvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Mel Brooks meets Christopher Moore! Herrlich absurde Dialoge und schöner Slapstick für zwischendurch. Eine unterhaltsame Horror-Komödie!!
    Mel Brooks meets Christopher Moore

    Nun, wenn man jetzt denkt, der Erfolgsautor Dan Wells will sich auch noch ein Stück vom Kuchen nehmen und an dem literarischen Hype der Vampirgeschichte teilhaben, so irrt man sich. Die vorliegende Horror-Komödie "Sarg niemals nie" ist kein weiterer Versuch, die blutsaugenden Gestalten neu zu erfinden, sondern vielmehr eine Ode an den klassischen Schauerroman. Und eine großartige Satire!

    Wir befinden uns im England des frühen 19. Jahrhunderts. Im Jahre 1817 hat sich der liebenswerte Gauner Frederick Whithers in eine prekäre Lage gebracht. Er sitzt im Gefängnis. Ein Betrugsversuch brachte ihn hinter Gitter und ein weiterer Betrugsversuch soll ihn dort nun auch wieder hinausbefördern. Inspiriert durch den Tod eines Zellengenossen stirbt Frederick kurzerhand (und vorgetäuscht) an Tuberkulose und sichert sich so in einem Sarg ein Ticket in die Freiheit. Als er wenig später auf einem Friedhof dem Sarg wieder entsteigt, sichert er sich damit jedoch nur die Aufmerksamkeit und Bewunderung einiger Vampire, die ihn fortan für ihren lang erwarteten Anführer, den Erhabenen halten und ihm nicht mehr von der Seite weichen. Vor dem treu-doofen Vampirgefolge flüchtend und um seinen Coup nun doch noch durchzuziehen, macht sich Frederick auf nach London. Auf seinem Weg lernt er nicht nur noch völlig unbekannte, literarische Größen der englischen Romantik kennen, sondern erlebt eine skurrile Odyssee, die dem britischen Humor alle Ehre macht!

    Es sind nicht die großen Lacher, sondern es ist die feine Komik, die den Unterhaltungswert dieser Geschichte ausmacht. Hier trifft Mel Brooks auf Christopher Moore! Und wer den ganz eigenen Humor von Brooks Filmen und Moores Büchern mochte, kommt hier voll auf seine Kosten.
    Die gekonnte Mischung aus wunderlichen Figuren und gut positionierten Slapstick verleiht der Geschichte eine ganz eigene Dynamik, die sich immer noch ganz knapp vor der völligen Sinnlosigkeit zu retten vermag. Ich kann auch nur meinen beim Lesen entstandenen Eindruck wiederholen, Mel Brooks ist hier wirklich Programm. Wer mit dieser Art von Persiflage nichts anfangen kann, wird nur wenig Freude an "Sarg niemals nie" haben. Für alle anderen warten hier herrlich absurde Dialoge, die teilweise so schön unsinnig sind, dass es eine wahre Freude ist.
    Ich habe mich stellenweise, wie sagt man so schön, köstlich amüsiert und auch wenn man bei einigen Passagen den roten Faden erst suchen und wieder aufnehmen musste, blieb der Lesespaß allein schon durch die schöne Sprache erhalten. Denn auch außerhalb der Dialoge konnte mich Dan Wells mit seinen Worten zum Schmunzeln bringen, beschreibt er doch alles mit einer feinen Prise Ironie und gestaltet so eine einfach wirklich komische Geschichte!

    Fazit: Vom Autor der Erfolgstrilogie "Ich bin kein Serienkiller" kommt nun dieses kleine humoristische Glanzstück um die Ecke und hat mich, nachdem "Du stirbst zuerst" weniger begeistern konnte, wieder für Wells erwärmen können. Bitte mehr davon!!

    Bewertung: Für die gute Unterhaltung 4 Sterne!

    Rezension auch auf: http://wortgestalt-buchblog.blogspot.com

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    Auroras avatar
    Auroravor 5 Jahren
    Leider ein sehr enttäuschendes Buch

    Ich hatte eigentlich einen Thriller erwartet und den für Dan Wells typischen  Schreibstil. Allerdings war es ein Fantasyroman mit einer winzigen Spur Krimi, in dem es in erster Linie um Vampire geht. Der Schreibstil war leider langweilig und die Charaktere flach, teilweise sogar naiv und regelrecht dumm. Daher hat mich dieses Buch leider maßlos enttäuscht. Das Einzige, was mir daran wirklich gut gefällt, ist mal wieder der Titel und die Aufmachung des Buches, aber damit war es das leider auch schon gewesen.

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    Bellexrs avatar
    Bellexrvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Fazit: Skurrile, morbide und durchweg unterhaltsame Story.
    Der Ghul von Barth

    Barth im Jahr 1817: Der junge Frederick sitzt wegen kleinerer Betrügereien im Gefängnis. Als Bankangestellter hat er es so gedreht, dass er als Alleinerbe eines älteren Herrn eingesetzt wird. Als Harry Beard nun endlich stirbt, muss Frederick dringend raus aus dem Gefängnis. Die Gelegenheit ist günstig, als sein Zellenkumpel an der Schwindsucht stirbt. Also, nichts wie rein in den Sarg und sich aus dem Gefängnis tragen lassen. Blöd nur, dass er erst wieder auf dem Friedhof aufwacht und schon halb eingebuddelt ist. Als er aus dem ungewollten Grab heraussteigt, sind dummerweise eine Schar Vampire anwesend, die Frederick für ihren Anführer halten. Noch dummer, dass der wahre Erhabene bereits auf den Weg nach Barth ist. Frederick flüchtet erst einmal per Kutsche Richtung London, um seine Erbansprüche geltend zu machen. Doch irgendwie läuft alles vollkommen anders als geplant.

     

    Wer von Dan Wells neuesten Roman eine ähnliche Geschichte wie bei der Serienkiller-Trilogie um John Cleaver erwartet, wird überrascht sein. Denn der Autor lässt in dieser schrägen Geschichte seinem schwarzen Humor absolut freien Lauf. Die Story entwickelt sich ziemlich skurril, morbid und ist versehen mit einigen wunderbar humoristischen Szenen. Ab und an driftet die Geschichte auch ein wenig ins Groteske ab, aber irgendwie passt dies auch.

     

    Vampire spielen zwar eine zentrale Rolle, werden aber von Dan Wells ganz anders als erwartet dargestellt. Es wimmelt von Leichen, die verschwinden und wieder auftauchen, Mary Shelley geht im Verlauf der Story einigen ziemlich bizarren Neigungen nach und reichlich Untote pflastern zudem den mühsamen Weg von Frederick alias Oliver Beard in Richtung Erbe. Tatkräftige Unterstützung erhält der Kleinkriminelle von einem dichtenden Apotheker, der entsprechend der Geschichte ebenfalls ziemlich schräg drauf ist. Und dann ist da noch Fredericks Verlobte oder eher Ex-Verlobte, die ihn am liebsten tot sehen würde, um so die ganze Summe der Erbschaft einstreichen zu können. Dafür lässt die junge Dame sich auch so einige kuriose Sachen einfallen.

     

    Die Story entwickelt sich jetzt nicht unbedingt sehr unvorhersehbar, früh kann man schon einschätzen, wie die Geschichte schlussendlich für Frederick und alle Beteiligten ausgehen wird, aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel und den Weg dahin erzählt Dan Wells fesselnd und äußerst unterhaltsam. Auch seine Charaktere, allen voran Frederick, der die Geschichte um die Erbschaft selbst erzählt, sind facettenreich beschrieben. Und London beziehungsweise Barth für den Schauplatz dieser Gruselgeschichte der etwas anderen Art zu nehmen, ist zudem perfekt gewählt.

     

    Fazit: Skurrile, morbide und durchweg unterhaltsame Story.

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    Litiss avatar
    Litisvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Gar nicht mein Fall
    VAMPIRE UND MARY SHELLEY

    Zum Inhalt: 
    Frederick flieht in einem Sarg aus dem Gefängnis, um die Erbschaft des reichen Harold Beard zu erschleichen. Der Coup glückt und er steigt auf dem Friedhof aus seinem Sarg. Leider wird er dabei von Vampiren beobachtet, die ihn von nun an für den "Erhabenen" halten. 
    Der Erbschaftsfall gestaltet sich auch schwieriger als gedacht, denn Harold Beard liegt nicht mehr in seinem Sarg... Als er dann auch noch den schrulligen Dichter John und die Totensammlerin Mary Shelley trifft, ist das Chaos komplett. 


    Meine Meinung: 
    Leider hatte ich mir von dem Buch etwas mehr erhofft, so dass ich leider "nur" 3 Sterne geben kann. 
    Humor ist vereinzelt vorhanden, doch mehr als ein leichtes Schmunzeln konnte mir der Autor leider nicht entlocken, obwohl er sicherlich anderes mit der Story bezweckte. 
    Wells verwendet viele Dialogsszenen und spart etwas an erläuterndem Text, so dass ich das ein oder andere Mal etwas verwirrt war und die Zusammenhänge nicht ganz greifen konnte. Nach und nach erschloss sich einem dann doch, was gemeint war, man konnte aber dadurch nicht sehr tief in die Geschichte eintauchen. 
    Schade, dabei klang der Klappentext so vielversprechend.

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    gurkes avatar
    gurkevor 6 Jahren
    Rezension zu "Sarg niemals nie" von Dan Wells

    Eigentlich können mich neue Bücher mit Vampiren so gar nicht mehr begeistern. Was ist aus den alten düsteren und blutrünstigen Geschichten über diese Wesen geworden?
    Mich konnte allerdings der dritte Band „Ich will dich nicht töten“ seiner Trilogie – mein persönlicher Erstling von Dan Wells - schon so begeistern (obwohl mir die ersten beiden Bücher der Reihe fehlten), dass ich hier einfach zuschlagen musste. So richtig viel habe ich allerdings nicht erwartet. Was soll bei einer Satire, wie ich den Klappentext aufgefasst habe, schon herauskommen.

    Schön ist erst einmal, dass der Verlag in der Gestaltung dem Autor treu geblieben ist. Der Buchschnitt nennt sich Rough Cut und den Titel kann man erfühlen. Dieser Schnitt gefällt wohl nicht jedem, macht für mich aber schon etwas her.

    Von der ersten Seite an konnte mich der Autor mit seiner ironischen Art an die Geschichte selbst fesseln. Die Charaktere waren urkomisch, Frederik – unser Held – möchte nur ein wenig hier und da kriminell und korrupt sein, dabei zieht er ein Missgeschick nach dem anderen an. Das hat Dan Wells zu einer spannenden Lachnummer gesponnen. Der Schreibstil selbst ist flüssig und die Seiten haben sich richtig schnell gelesen.

    Dan Wells trifft einfach immer wieder exakt meinen Lesenerv, selbst mit Büchern die ich vom Klappentext gar nicht so interessant finde. Aber seine Geschichten haben Charme, strotzen vor Ironie und schwarzem Humor und bringen mich immer wieder zum Schmunzeln. Das muss man erst einmal schaffen und gleichzeitig die rasante Spannung aufrechterhalten. Beide Daumen hoch für diese Leistung.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Aurons avatar

    Spitzt eure Zähne und Pflöcke!
    Denn ab dem 16. Mai beginnt der Abstieg in die Gruft, wenn Autor Dan Wells die Pforten ins Reich der Vampire öffnet. Wie schnell man vom Gefängnisflüchtling zum Vampirgrafen aufsteigen kann, hat der amerikanische Schriftsteller in seinem neuen Roman „Sarg niemals nie“ aus dem Piperverlag auf Papier gebannt.

    Mehr zum Inhalt:
    England, im Jahr 1817. Oliver Beard sitzt wegen seiner Gaunereien im Gefängnis. Als die Gelegenheit günstig ist, fädelt er seine Flucht ein und lässt sich nach draußen schaffen – im Sarg. Auf dem nahe gelegenen Friedhof steigt er wieder aus dem Grab. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass er ab sofort eine Schar Vampire am, nun ja, Hals hat, die ihn für ihren auferstandenen Anführer halten – und zu allem Überfluss ist der wahre Gebieter der Vampire auch schon unterwegs, um seine Ansprüche geltend zu machen …

    In die ersten Seiten des morbiden Spektakels könnt ihr in dieser Leseprobe schnuppern.

    Wenn ihr noch tiefer in die Geschichte um Oliver Beard einsteigen wollt, braucht ihr weder Knoblauch und Kruzifix noch Weihwasser. Nutzt stattdessen die Gelegenheit, Dan Wells‘ verrückten Vampirhorror in dieser Leserunde mitzuerleben.

    Bewerbung als Testleser:
    Natürlich bieten wir euch wieder die Möglichkeit, Dan Wells‘ Roman „Sarg niemals nie“ zu gewinnen. Bewerbt euch einfach in der Leserunde und habt die Chance, einer von 25 glücklichen Testlesern zu werden, dem wir ein Buch zuschicken. Die Anmeldung läuft eine Woche lang bis einschließlich 20. Mai. Wir sind gespannt auf eure Beiträge zu den einzelnen Buchabschnitten und brennen auf eure Rezensionen!
    Die Gewinner werden am 21. Mai bekannt gegeben.

    Um an der Verlosung teilzunehmen, erzählt uns einfach, was ihr als Vampirlord anstellen würdet. Mit einer Horde untoter Blutsauger als Untertanen müsste sich doch einiges erleben lassen. Also: Wer wird gebissen, was sind eure Befehle?
    Alchemillas avatar
    Letzter Beitrag von  Alchemillavor 6 Jahren
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