Dana Carpenter Die Schattenschrift

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Inhaltsangabe zu „Die Schattenschrift“ von Dana Carpenter

Das Böhmen des 13. Jahrhunderts ist ein gefährlicher Ort für eine junge Frau, vor allem, wenn sie mit ungewöhnlichen Sinnen und einem verblüffenden Intellekt geboren wurde, so wie Maus. Manche bezeichnen sie als Hexe, andere als Engel. Dann rettet Maus eines Tages dem jungen böhmischen König Ottokar das Leben, woraufhin dieser sie mit an den Königshof nach Prag nimmt. Schnell werden die politischen Intrigen am Hof gefährlich für Maus. Wer ist dieses geheimnisvolle Mädchen? Wo kommt sie her, und kann sie den Höflingen möglicherweise gefährlich werden? Als Maus’ außergewöhnliche Gaben immer stärker werden, muss sie sich dem Rätsel ihrer Herkunft stellen. Doch wird sie bereit sein, ihr dunkles Schicksal zu tragen?

Düster, sehr düster aber auch sehr gut ;)

— crimess
crimess

Ein Pageturner und das auch noch im Debütroman! Ich würde es herzliche begrüßen, noch viele weitere Titeln der Autorin lesen zu dürfen. Von

— BloggingRenate
BloggingRenate

Ein sehr durchwachsenes, aber gut zu lesendes Buch, dass sein vorhandenes potenzial leider verschenkt hat.

— Moni2506
Moni2506

Ich habe wirklich selten einen (für meinen Geschmack) solchen Schund gelesen. Ging gar nicht!

— BeeLu
BeeLu

Ich habe einen Historischen Roman erwartet und traf auf einen Fantastischen. Lesespaß, der mich aber nicht überzeugt hat

— andrea_strickliesel
andrea_strickliesel

Für mich war das Buch weder Fisch noch Fleisch, weder ein reiner historischer Roman noch reine Fantasy. Leider überhaupt nicht meins.

— hasirasi2
hasirasi2

"Viel versprechender Debütroman

— buchbaron69
buchbaron69

Es hat mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil und die Geschichte machen es zu etwas ganz Besonderem.

— faanie
faanie

Ein Debüt das einem der Art im Gedächtnis bleibt und nicht nur für mich ein Highlight war.

— spezii
spezii

Hat mich nicht überzeugt

— MargareteRosen
MargareteRosen

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  • Ein Pageturner und das auch noch im Debütroman!

    Die Schattenschrift
    BloggingRenate

    BloggingRenate

    09. March 2017 um 00:20

    Zu dem Debütroman der Autorin Dana Carpenter kommt mir nur Gutes in den Sinn. Ein Buch, das mich auf eine sehr positive Weise überrascht hat und schnell zu dem Titel das beste Buch, dass ich in den letzten Jahre gelesen habe gestiegen ist. Angefangen mit dem Schreibstil bis hin zu der Geschichte und den Charakteren konnte mich dieses Buch für sich gewinnen und sich in mein Herz festankern.Die sehr gut ausgearbeitete Geschichte und die tollen Figuren, die die Autorin gekonnt in die Geschehnisse einfügt und lebendig werden lässt, ist einfach mitreißend und dem Leser fällt es schwer eine Lesepause einzulegen. Dana Carpenter hat mit dem Buch einen sehr lesenswerten Roman geschrieben, welcher neben vielen wahren Fakten und historischen Begebenheiten, geschickt und erfolgreich Elemente der Genre Fantasy und Mistery mit ein fließen lässt. Die historischen Elemente sind hier sehr elegant und geschickt eingeflochten und bilden einen fantastischen Handlungsrahmen.Die Schattenschrift bietet aber keine Geschichte wie man möglicherweise von einem historischen Roman erwartet, genau im Gegenteil der Leser findet ein Auf und Ab an Gefühlen wieder und eine nicht zu überbietende Spannung. Die Autorin stürzt den Leser von einem Ereignis in das Nächste. Der Roman nimmt sehr rasant Fahrt auf und man kann sich seinem fesselnden Bann nur sehr schwer entziehen. Besonders die außergewöhnlichen Gaben unserer Protagonistin steigern die Spannung ungemein.Auch der historische Schreibstil ist der Autorin absolut gelungen. Bildhaft, eingängig, flüssig, ohne in irgendeiner Form aufgesetzt oder gestellt zu wirken. Auch die Geschenisse und allgemein das Setting an sich ist perfekt beschrieben, durch feine und geschickt eingesetzte Details, ohne auf irgendeine Art und Weise langweilig zu wirken. Dana Carpenter weißt wie sie Gefühle und Atmosphären dem Leser übermitteln sollte. So wie dieser Debütroman beweist. Die von Grund her sehr düstere Atmosphäre verdichtete die Autorin bis ins Beklemmende hin.Eine sehr sympathische Protagonistin und glaubwürdige Nebencharaktere sorgen dafür, dass der Leser sich nur schwer von dem Buch entreißen kann. Intrigen, Glaube, ein bischen Liebe und beängstigende Gestalten sorgen für eine Abwechslung die wir so kaum in einem Buch wiederfinden.Ein Pageturner und das auch noch im Debütroman! Ich würde es herzliche begrüßen, noch viele weitere Titeln der Autorin lesen zu dürfen. Von mir eine glasklare Leseempfehlug und ein Muss für jeden Literaturliebhaber, Fantasy-, Mistery- oder Historischen Lesefan.

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  • Griff ins Klo

    Die Schattenschrift
    Lee-Lou

    Lee-Lou

    22. January 2017 um 14:11

    Durch Outlander hoch motiviert, mich weiter an dieses Genre heranzuwagen, habe ich direkt nach diesem Roman und zugleich ins Klo gegriffen. Das Lesen beginnt und Dana Carpenter serviert einem am laufenden Band nur Personalpronomen. Bis sie diese dann doch irgendwann durch Namen ersetzt. Sowas ist mir wirklich noch nie untergekommen. Ich dachte immer, einem Autor / einer Autorin ist es wichtig, dass die Leser schnell einen Bezug zu den Figuren finden, um sich dann auf die Geschichte zu konzentrieren. Outlander wird in nächster Zeit wohl die einzige historische Geschichte bleiben, an die ich mich wagen werde. Aber das hier kann man (ich jedenfalls) echt nicht lesen. Tut mir leid.

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  • Fantasy mit historischem Setting im 13. Jahrhundert

    Die Schattenschrift
    Moni2506

    Moni2506

    01. January 2017 um 09:34

    „Die Schattenschrift“ von Dana Carpenter ist ein historischer Fantasyroman, der uns die Geschichte von Maus erzählt. Erschienen ist der Roman im August 2016 im Heyne-Verlag. Böhmen, 13. Jahrhundert: Maus möchte eigentlich nur ein ganz normales Mädchen sein, aber sie hat Fähigkeiten und Gaben, die ihr das Leben nicht immer leicht machen. Als sich König Ottokar bei einem Jagdunfall lebensbedrohlich verletzt, rettet sie ihm das Leben. Der König möchte sie fortan nicht mehr von seiner Seite lassen und so wird sie in die politischen Ränkespiele am Prager Hof hineingezogen. Auch Schatten aus ihrer Vergangenheit bedrohen sie und so muss sie sich dem Geheimnis ihrer Herkunft stellen. Mit der Bewertung dieses Buches tue ich mich ein wenig schwer. Anfangs fand ich die Geschichte gut und spannend. Maus hat sehr viele Fähigkeiten und Gaben und ich wollte das Geheimnis darum erfahren. Doch mit der Zeit bekommt die Geschichte einen immer düstereren Beigeschmack. Maus sieht alles überwiegend negativ und gibt sich für alles Schlechte das passiert die Schuld. Es gibt kaum Positives und wenn doch wird es schnell wieder ins Negative verkehrt. Auch das Geheimnis um ihre Herkunft bleibt lange verborgen und wird einem letztendlich in einem Brief kurz mitgeteilt. Ich hatte eigentlich erwartet, dass sich hier immer mehr ein Puzzle zusammensetzt. Der Schluss des Buches konnte mich nicht wirklich überzeugen. Darüber hinaus ist mir die Titelgebung nicht ganz klar. Von einer Schattenschrift habe ich nicht wirklich etwas gelesen. Es gibt ein Buch mit geheimen Zauberformeln, die man entschlüsseln muss, aber das, was mit dem Schatten zu tun hat, sind eigentlich Wesen vom Friedhof, die ihr folgen. Der Schreibstil hingegen ist gut. Dieser lässt sich zügig und flüssig lesen. Die Sprache ist sehr bildhaft. Manchmal schon ein bisschen zu bildhaft für meinen Geschmack, aber dies trägt auch dazu bei, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Mit Maus habe ich durchaus mitgefiebert, aber in ihre negative Sicht der Dinge konnte ich mich nicht wirklich hineinversetzen. Wenn die Schattenwesen aufgetaucht sind, konnte ich mich mit den Bewohnern der Stadt und der Burg gemeinsam gruseln. Ich hatte auch erwartet, dass das Buch mehr historisch ist. Es scheint zwar historische Grundlagen zu geben, aber die Geschichte ist fiktiv. So taucht im Roman zum Beispiel Halloween auf. Mir persönlich ist nicht bekannt, dass es dieses Fest im Böhmen des 13. Jahrhunderts gab. Im Buch ist auch nur der Abend/die Nacht vor Allerheiligen gemeint. Ein Nachwort, dass hierzu Aufschluss geben würde, gibt es nicht. Fazit: Ein sehr durchwachsenen Buch, dass sich gut lesen lässt, aber meiner Meinung nach viel von seinem Potenzial verspielt hat, da es zu sehr ins Negative geht. Wer sich also ein wenig gruseln möchte und düstere Stimmungen sowie Fantasy mit historischem Setting vermischt mag, der wird sich in diesem Buch sehr wohl fühlen.

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    • 2
  • Höllisch...

    Die Schattenschrift
    BeeLu

    BeeLu

    21. November 2016 um 20:01

    13. Jahrhundert: Ein namenloses Mädchen, von allen nur Maus genannt, wächst im Kloster auf. Da niemand etwas über ihre Herkunft zu wissen scheint und sie ungetauft bleibt, wächst sie zwar christlich erzogen auf, jedoch scheint es nirgends einen wahren Platz für sie zu geben. Irgendwann stellt sie fest, dass sie über gewisse "Gaben" verfügt und eine besondere Macht besitzt. Fromm wie ihr Wesen ist, möchte sie mit ihren Gaben nur Gutes tun, doch sie muss ihre Kräfte im Geheimen einsetzen, um nicht als Hexe gejagt zu werden. Mit ihren Gaben gelingt es ihr, den jungen schwerverletzten König zu heilen. Zum Dank nimmt er sie als sein Mündel und seine Leibheilerin mit nach Prag, wo sie in viele Intrigen am Hof verwickelt wird. Maus wird von Albträumen geplagt und von Geisterwesen verfolgt, die etwas von ihrer Macht haben wollen. Soweit so gut. Doch was dann folgte, war für mich eine völlig abstruse, teils abartige Geschichte, rund um den Höllenschlund, Sünden, Gottes Zorn und der Begegnung mit sämtlichen Wesen, die die Hölle so zu bieten hat. Maus, die ach so liebe, fromme Maus kann doch so absolut gar nichts für ihre Kräfte und will doch eigentlich nur ein ganz normales Mädchen sein. Gepeinigt und geläutert quält sie sich durchs Leben und macht sich mehr oder weniger ständig für jegliches Unheil in ihrer Umgebung verantwortlich, um sich dann weiterhin selbst zu verdammen. Wie oft habe ich bei diesem Buch die Augen verdreht. Ok, ich kann mit der Form der Gottesfürchtigkeit nicht so viel anfangen, aber so war es damals nunmal, die Kirche war sehr einflussreich und die Menschen versuchten, nach Gottes Willen zu leben. Klar, dass Maus als ungetauftes, herkunftsloses Mädchen zu dieser Zeit keinen sicheren Zufluchtsort hatte. Von daher ist es in historischen Romanen als Thema durchaus stimmig aber das hier ging mir dann doch zu weit. Ich bin einfach nur genervt, von der gesamten Geschichte. Ständig spritzt Blut oder Erbrochenes (der Abwechslung halber auch beides), es wird gewürgt und gefoltert, gerettet und verdammt... Und zwischendurch bekommt Maus noch ungebetenen Besuch aus der Hölle, steigt in die Hölle, bewacht das Höllentor, bewacht es doch nicht (wer hat es denn dann letztendlich eigentlich bewacht, nachdem der andere Wächter...?!). Gottes Zorn und sämtliche Sünden sind allgegenwärtig. Mehr als einmal wollte ich das Buch frustriert in die Ecke pfeffern und hab es dann doch weitergelesen in der Hoffnung, dass mich die Geschichte doch noch packen kann, denn der Schreibstil lässt durchaus hoffen. Das Ende war dann leider mindestens genauso fürchterlich, wie der Rest des Buches und als dann doch noch das Geheimnis um ihre Herkunft gelüftet wird, war echt alles vorbei. Das Buch aber glücklicherweise auch. Zufällig bin ich in der Buchhandlung auf dieses Buch gestoßen und fand den Klappentext eigentlich ganz ansprechend, mag ich doch ein bisschen Fantasy und mystische Geschichten, gepaart mit einem historischen Setting. Was bekam ich? Einen wahren Ritt durch die Hölle, eine durchweg leidgeplagte Protagonistin, die die Menschheit retten will... Es scheint ja üblich zu sein, dass weltrettende Protagonisten viel Leid erfahren, aber alle anderen Helden, die mir bisher in Büchern begegnet sind, sind wahre Frohnaturen verglichen mit Maus. Ich vergebe kopfschüttelnd einen Stern und frage mich, warum dieses Buch, welches vielen anderen gefallen hat, so gänzlich meinen Geschmack verfehlt hat?

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    • 5
  • Ein wahnsinnig mitreißender Auftakt, aber…

    Die Schattenschrift
    horrorbiene

    horrorbiene

    05. November 2016 um 11:49

    Lange hat mich ein Buch nicht mehr so in seinen Bann gezogen wie dieses! Dabei kann man es nicht eindeutig einem Genre zuordnen: Aufgrund des historischen Settings in Tschechien des 13. Jahrhunderts liest es sich wie ein historischer Roman, doch durch Maus‘ Fähigkeiten hat es eindeutig fantastische Elemente. Diese Mischung hat mir sehr gut gefallen! Maus hat mich von Beginn an fasziniert. Sie ist ein junges Mädchen, das kurz nach der Geburt von einer Amme in ein Kloster gebracht wurde und von da an mit ihr dort lebte. Sie kennt weder ihre Eltern noch hat sie einen Namen. Doch obwohl sie im Kloster aufwuchs und ein gläubiger Mensch ist, ist Maus nicht getauft. Sie hat eine Gabe und kann Dinge sehen und hören, die andere nicht können. Diese Macht lässt sie als Hexe gelten und daher im Kloster Schutz finden. Das Buch setzt mitten in der ersten entscheidenden Szene ein und der Leser bekommt die Hauptfigur nicht vorher behutsam vorgestellt, sondern erfährt nach und nach etwas über sie. Der junge König wurde angeschossen und auf der Suche nach Heilung wurde er ins Kloster gebracht. Da alle heilkundigen Mönche abwesend sind, versucht Maus mithilfe ihrer Ausbildung als Heilerin das Leben Ottokars zu retten. Da er nicht schnell genesen wird, aber sofort nach Prag muss, nimmt der König kurzerhand Maus mit zu sich nach Prag als ihr Mündel. Schnell wird klar, dass die beiden etwas verbindet und sie sich mehr als nur sympathisch sind. Die Handlung setzt sich genauso ransant und spannend fort, wie sie begonnen hat: Maus muss sich mit den Intrigen und der ganz anderen Welt des Königshofes rumschlagen und immer wieder kommt sie in brenzlige Situationen, in denen ihre Macht zu Tage tritt. Da das Buch ausschließlich aus ihrer Sicht geschrieben ist, kann man sich als Leser sehr leicht mit ihr identifizieren und mit ihr die Berg- und Talfahrt ihres Lebens miterleben. Das macht einen Großteil des Charmes aus, den dieses Buch versprüht. Mir hat auch vor allem der Aspekt ihrer Macht sehr gefallen, da das ein fantastisches Element in den historischen Kontext bringt. So wie ich das sehe, war es auch nicht die Absicht der Autorin ein historisch korrektes Buch zu schreiben, – denn so wie ich es recherchieren konnte, sind die Figuren alle fiktiv – sondern eher den Aspekt der Macht durch den historischen Aspekt besonders zur Geltung zu bringen. Sie hätte natürlich auch eine ganz eigene Welt kreieren können, doch gerade dadurch, dass es in unserer realen Welt spielt, hat die Geschichte einen besonderen Reiz. Allerdings muss ich sagen, dass das Buch ab der Hälfte an Qualität verliert. Zu Beginn dachte ich, dass es ein 10-Punkte-Kandidat ist, doch dann nach einer Highlight-Szene mit ihrer Macht, kippte die Stimmung zur Liebesschnulze und wurde am Ende gar ganz abstrus, als Maus das Weite suchte und allein für sich lebte. Bei dieser Episode von Maus‘ Leben sind Jahre vergangen, die der Leser nicht miterlebt. Ich habe kein Problem damit, wenn ein Buch nur die wichtigsten Episoden aus dem Leben der Figuren erzählt. Diese Konstruktionsweise kann maßgeblich dazu beitragen, die Spannung hochzuhalten ohne Abstriche bei der Atmosphäre machen zu müssen, doch hier hatte es eher die Wirkung dieser Art Bücher die das ganze Leben einer Frau darstellen müssen und dabei von Lebensabschnitt zu Lebensabschnitt hopsen. Und diese Sorte Bücher kann ich leider überhaupt nicht ausstehen. Maus‘ Verhalten wirkt opferhaft und unreflektiert und auch wenn dies vielleicht zur Zeit passen könnte, ist Maus ja kein „normaler“ Mensch und ich hätte mir ein anderes Verhalten von ihr erhofft. Zudem hätte ich nach dieser erwähnten Highlight-Szene etwas völlig anderes erwartet, als dass sie auf einmal nur ihren König anschmachtet, denn von dem Moment an, als es mit der Macht wirklich interessant zu werden schien, bricht dieser Handlungsstrang ab. Auch die Erklärung am Ende woher ihre Macht kam, finde ich extrem banal und weit hergeholt, allein deswegen, weil es im Buch genannt wurde, ohne es näher zu beleuchten oder es aus der Story heraus zu entwickeln. Maus bekommt es gesagt – fertig. Auch das Finale des Buches, bei dem der König in die Schlacht zieht, finde ich extrem überzogen und daher hat es mir überhaupt nicht gefallen. Gestört hat mich im diesem Zusammenhang auch der deutsche Titel des Buches Die Schattenschrift. Ich habe daraufhin erwartet, dass eine solche einen wichtigen Teil des Buches ausmacht. Es kommen zwar zwei Bücher vor, die mutmaßlich zur Beherrschung von Maus‘ Fähigkeiten und zur Erkenntnis woher diese kommt beitragen könnten, doch auch dieses Potential wurde vollkommen verschenkt, da das erste Buch nicht lesbar war und die Bücher letztlich keine Rolle mehr spielten. Da habe ich mir wirklich etwas anderes vorgestellt. Da ich dem ersten Teil 10 Punkte geben würde und dem zweiten nur 6 komme ich auf einen Mittelwert von 8 Punkten für dieses Buch. Ich finde es so schade, denn die Geschichte hätte noch so viel Potential gehabt. Aber vielleicht hat sich Carpenter mit der Entscheidung einen historischen Kontext einer fiktiven Welt vorzuziehen selbst die Handlungsmöglichkeiten genommen, daraus eine perfekte Geschichte zu machen. Fazit: Die Schattenschrift ist ein sehr zweigeteiltes Buch. Mir hat der erste Teil der Geschichte um Maus extrem gut gefallen, da sie nur aus ihrer Sicht geschildert wurde und aufgrund des historischen Kontextes mit fantastischen Elementen das Buch sehr mitreißend war. Allerdings hat genau dieser historische Kontext der Geschichte im zweiten Teil überhaupt nicht gut getan! Maus‘ Fähigkeiten wurden nicht weiter erforscht und verschwanden beinahe völlig aus der Geschichte, um im Finale auf vollkommen unpassende Weise noch einmal zu Tage zu treten. Statt einer interessanten fantastisch-religiösen Geschichte mutierte das Buch eher in Richtung Frauen-Lebensgeschichten-Schnulzenroman. Da das Buch so grandios anfing, tut es mir um das Ende umso mehr leid. Es hätte so schön sein können!

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  • Das Ende war entmutigend

    Die Schattenschrift
    GrueneRonja

    GrueneRonja

    09. October 2016 um 16:43

    Maus ist ein Mädchen ohne Namen, ohne Eltern, und ohne Zukunft. Sie wächst in einem Kloster im 13. Jahrhundert auf, als der Jüngere König schwer verletzt von seinen Männern ins Kloster getragen wird. Da Maus als Heilerin ausgebildet wurde, will sie dem König sofort helfen. Zuerst trauen die Männer ihr nicht, doch Maus weiß sich durchzusetzen, und rettet dem Jüngeren König von Böhmen das Leben. Und knüpft so ein Band zwischen den beiden. Doch er darf niemals erfahren, dass sie anders ist. Sie hat Gaben, vor denen alle im Kloster und Dorf Angst haben... Dieses Buch fesselt einen sofort. Maus ist ein toller Charakter. Ohne Herkunft, aber mit viel Wissen, versucht sie ihre Gaben so gut es geht unter Kontrolle zu halten. Im Kloster hat sie ein behütetes Leben geführt, doch mit dem König am Hof gerät sie schnell in die Intrigen und Machtspielchen, und findet sich am Ende zwar mit einem Namen, aber dem falschen Mann wieder. Der Schreibstil ist sehr flüssig, man fühlt sich sofort in das Buch hineingezogen und im 13. Jahrhundert wieder, an der Seite von Maus. Dass sie was besonderes ist, erkennt man sofort. So begeistert ich von der ersten Seite an war, so enttäuscht bin ich vom Ende. So die letzten 100 Seiten machen für mich alles kaputt. Was ist so falsch an einem Happy End? Und selbst wenn sie nicht das Ende bekommt, was sie sich ersehnt, muss es denn gleich so grausam sein? Das Ende lässt einen mit mehr Fragen zurück, als Antworten, und hat mich zumindest ziemlich runtergezogen. So gefesselt sich am Anfang war, so sehr hab ich mich zum Ende durchgequält.

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  • Mittelalter- oder Fantasieroman

    Die Schattenschrift
    andrea_strickliesel

    andrea_strickliesel

    23. September 2016 um 11:03

    Dana Carpenter entführt uns in das 13. Jahrhundert. Maus, so heißt ihre Hauptfigur, ist ein Mädchen, dass in einem Kloster in Böhmen aufwächst und ihren wahren Namen nicht kennt. Maus weiß auch nicht wer ihre Eltern sind, sie ist mit einem Intellekt und einer  Auffassungsgabe gesegnet, dass die Menschen um sie herum dazu verleitet, sie als Hexe zu bezeichnen. Die Nonnen bilden Maus aufgrund ihrer besonderen Begabung,  zu einer Heilerin aus. Erst als die 14- Jährige den König rettet, der durch einen Pfeil in der Brust lebensgefährlich verletzt wurde, bekommt sie Anerkennung. Sie zieht mit dem König Richtung Prag, darf an dem Königshof als das Mündel des Königs leben. Aber den Makel als Hexe verliert sie die ganze Zeit über nicht. Keiner kennt ihre Abstammung, das macht sie für die Adligen unheimlich. Maus spürt eine Macht in sich, die sie sich selber nicht erklären kann. Hier habe ich eigentlich einen Historischen Roman erwartet. Die ersten Seiten waren auch ganz nach meinem Geschmack, doch als  die Sequenzen mit Dämonen und Schattengeister auftauchten, war es mir eine Nummer zu viel. Manches mal blieb ich in der Geschichte stecken und fand, dass ich scheinbar eine Seite überblättert habe und den Anschluss verloren haben muss. Dana Carpenter schreibt trotzdem spannend, die Geschichte liest sich sehr schnell und unterhaltsam. Auch die Historischen Hintergründe scheinen mir an die Realität des 13 Jahrhunderts angepasst. Doch ab der Mitte des Buches hatte ich das Gefühl, dass die Autorin noch schnell, das restliche Leben ihrer Hauptfigur erzählen muss. Ehrlich gesagt, kann ich nicht sagen, ob mir dieser Roman gefallen hat. Erfreulich fand ich die Geschwindigkeit, mit der ich diese Fantasterei verschlungen habe. Denn das war unbestreitbar, ein schnelles Buch. Es hat mich gestört, dass die Geister so präsent waren und dass ich öfter den Faden verloren habe  Erwartet hatte ich etwas Anderes, als ich den Klappentext gelesen habe. So las ich ein unterhaltsames Fantasiebuch, mit einigen Abstrichen. Für absolute Fantasiefans, bestimmt ein spannendes Buch. Für jemanden wie mich, der einen Mittelalterroman erwartet hat, der wird unterhalten aber nicht überzeugt.

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  • Weder Fisch noch Fleisch

    Die Schattenschrift
    hasirasi2

    hasirasi2

    20. September 2016 um 19:21

    Böhmen im 13. Jahrhundert. Das Mädchen Maus ist im Kloster aufgewachsen. Schon früh wurde ihre besondere Begabung erkannt, weshalb sie als Heilerin ausgebildet wurde. Der Abt Luca hat die Stelle ihres unbekannten Vaters eingenommen und bringt ihr neben Lesen und Schreiben auch verschiedene Sprachen, Geschichte und Philosophie bei. Sie ist erst 15 als König Ottokar von Böhmen halbtot in ihr Kloster gebracht wird, aber sie kann ihn als Einzige heilen. Ottokar ist nur 2 Jahre älter als sie, sehr charismatisch und an ihr interessiert. Also wird sie in von nun an begleiten, als Heilerin, Mündel, Vertraute – Geliebte?! Ihre Stellung an seinem Hof macht ihr nicht nur Freunde. Und sie hat dunkle Seiten, ungewöhnliche Begabungen: sie altert nicht, ist nie krank und Verletzungen heilen binnen kürzester Zeit. Ihre Wünsche werden wahr – also muss sie aufpassen, was sie sich wünscht! ...   Gleich vorweg – ich hab mich bei diesem Buch vertan. Irgendwie hatte ich im Klappentext überlesen, dass es Fantasy ist und bin von einem historischen Roman ausgegangen. Und auf den ersten 100 Seiten wurden meine Erwartungen auch voll erfüllt, ich bin förmlich durch sie geflogen. Doch dann begann der fantastische Teil des Buches, verwob sich immer mehr mit der historischen Handlung und hat mich leider nicht überzeugen können. Bis auf wenige Ausnahmen habe ich mich durch den Rest des Buches gequält und auch erfolglos auf die Erklärung des Titels gewartet – oder habe ich ihn überlesen? Der englische Titel „Bohemian Gospel“ scheint mir hier passender. Mir ist ehrlich gesagt nicht ganz klar, warum die Autorin hier Fantasy und wahre Geschichte verwoben hat, denn dem Teil um Ottokar scheinen auf realen Tatsachen zu Grunde zu liegen. Er ist authentisch, das Gerangel am Hof scheint auf realen Vorbildern zu beruhen und auch die Heilmethoden bis hin zum Kaiserschnitt (natürlich nicht bei Ottokar ;-) ) waren zu der Zeit üblich. Warum also muss Maus gegen Dämonen etc. kämpfen? Sie ist eine taffe junge Frau, ihrer Zeit vielleicht etwas voraus, aber das würde ich ihr noch abkaufen. Auch dass sie erst als Mündel des Abtes und danach von Ottokar unter besonderem Schutz steht, kann ich mir durchaus vorstellen. Sie sucht eben ihren Platz, ihre Stellung im Leben. Und natürlich verfällt sie Ottokar, gibt sie ihm bei der kleinsten Geste nach, obwohl er sie lange nur ausnutzt. Ottokar ist ganz aufstrebender Herrscher, muss sich immer wieder gegen seien Vater behaupten, gegen ihn kämpfen. Dabei sind ihm alle Mittel Recht. Und so eben zwischendurch kämpft Maus mal wieder gegen ein paar Dämonen, innere und äußere. Für mich wäre die Geschichte ohne diese Zwischenspiele runder, logischer und zum Teil auch weniger langatmig gewesen.   Ich fürchte, ich bin einfach die falsche Zielgruppe oder hätte den Klappentext besser lesen müssen (oder er ist zu schwammig formuliert), aber leider kann ich hier nur 2 von 5 Sternen vergeben. Für mich war das Buch weder Fisch noch Fleisch, weder ein reiner historischer Roman noch reine Fantasy.

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    • 11
  • "Viel versprechender Debütroman "

    Die Schattenschrift
    buchbaron69

    buchbaron69

    20. September 2016 um 17:54

    KlappentextDas Böhmen des 13. Jahrhunderts ist ein gefährlicher Ort für eine junge Frau, vor allem, wenn sie mit ungewöhnlichen Sinnen und einem verblüffenden Intellekt geboren wurde, so wie Maus. Manche bezeichnen sie als Hexe, andere als Engel. Dann rettet Maus eines Tages dem jungen böhmischen König Ottokar das Leben, woraufhin dieser sie mit an den Königshof nach Prag nimmt. Schnell werden die politischen Intrigen am Hof gefährlich für Maus. Wer ist dieses geheimnisvolle Mädchen? Wo kommt sie her, und kann sie den Höflingen möglicherweise gefährlich werden? Als Maus’ außergewöhnliche Gaben immer stärker werden, muss sie sich dem Rätsel ihrer Herkunft stellen. Doch wird sie bereit sein, ihr dunkles Schicksal zu tragen?Die AutorinDana Chamblee Carpenter wurde für ihre in Arkansas Review, Jersey Devil Press, and Maypopveröffentlichten Kurzgeschichten als Autorin ausgezeichnet. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben und Amerikanische Literatur an einer Privatuniversität in Nashville, Tennessee, wo sie mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt. Bohemian Gospel ist ihr Debütroman, für den sie den Killer Nashville’s 2014 Claymore Award gewann.Meine Meinung StoryEine junge Frau, von allen nur Maus genannt, wächst in einem Kloster im 13. Jahrhundert auf.Doch Maus ist anders als die Mönche und Nonnen, die das Kloster bewohnen. Denn Maus hat Fähigkeiten die nicht zu erklären sind. Nicht nur die Mönche und Nonnen des Klosters begegnen ihr mit Argwohn. Auch die Bewohner des nahen Dorfes sind ihr gegenüber Skeptisch. Einzig in Pater Lukas findet Maus Verständnis und einen Freund. Maus erlernt den Beruf des Heilers, doch sie lebt in ständiger Angst vor der Inquisition. Als König Ottokar schwer verletzt ins Kloster gebracht wird schafft sie das fast unmögliche und heilt ihn. Ottokar nimmt sie mit auf seinen Königssitz und findet in Maus nicht nur die Lebensretterin, sondern auch eine Verbündete im Kampf um seinen Thron .Schreibstil Das Buch ist einfach zu lesen und wird aus der Sicht von Maus erzählt. So bekommt der Leser einen Einblick in die Seele und Gefühlswelt von Maus.Charaktere Die Hauptfigur ist Maus, man kann mit ihr sehr gut mitfühlen, aber auch die anderen Charaktere kommen sehr gut beim Leser an. Insgesamt 33 Figuren werden dem Leser bereits zu Anfang vorgestellt. Doch trotz der Vielzahl behält man gut den Überblick.FazitDana Carpenter hat mit dem Buch einen sehr lesenswerten Roman geschrieben. Neben vielen historischen Begebenheiten, fliesen auch Fantasy Elemente mit ein, dennoch beruht das Buch auf wahren Fakten. Es ist aber keine Geschichte wie man sie möglicherweise erwartet, insbesondere das Ende hat mich sehr überrascht. Die Autorin Schaft es sehr gut, trotz einfacher Erzählweise, die Gefühlswelt von Maus rüber zubringen. Ein herrlicher Historienschmöker den man nur schwer aus der Hand legen kann. Der Stoff hat durchaus das Potenzial zu weiteren Teilen. Als Leser würde ich es begrüßen, wenn die Autorin weitere Teile schreiben würde.Ich vergebe volle fünf von fünf Leseratten/Sternen  und eine absolute Leseempfehlung.

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  • Ein Mädchen auf der Suche nach seiner Seele

    Die Schattenschrift
    MargareteRosen

    MargareteRosen

    Das Cover ist gut aufgemacht. Bild und Schrift suggerieren etwas geheimnsvolles, nicht wirklich greifbares. Der Klappentext spricht von Mittelalter, Liebe und besonderen Gaben. Auf 426 Seiten konnte ich das Leben von Maus mitverfolgen. Vieles wurde erklärt, angedeutet oder im Dunkeln gelassen. Ohne die geheimnisvollen Gaben wäre der Roman eine schöne Mittelalter-Geschichte gewesen. Die Schatten und Schattenwesen, die Maus bedrängen, blieben mir bis zum Schluß nicht klar genug herausgearbeitet. Auf über 370 Seiten plätschert das Leben von Maus dahin. Ihre Gaben treten zu Tage und Unfassbares geschieht mit ihr bzw. läßt sie mit sich machen. Doch wurden die Hintergründe von Maus Geburt und Erbe nicht schlüssig aufgelöst. Der für mich schönste Teil des ganzen Buches wird auf knappe 13 Seiten zusammengeschrumpft. Das Leben mit Bogdan, wie er auf Maus einwirkt und wie sie sich dadurch verändert, wird einfach zu kurz beschrieben. Als Maus das letzte Mal ihre Macht gebraucht (wirklich zum letzten Mal???) kommt es zu einer Katastrophe. Doch wie sie sich bestraft und wie es dann zur sogenannten Schattenschrift kommt, wird wieder nur auf wenigen Seiten beschrieben. Das Ende ist für mich absolut unglaubwürdig. Einfach schade. Es erinnert mich an die Highlander-Filme (nicht von Gabaldon) wo Unsterbliche miteinander kämpfen. Hier im Buch geschieht nur ein Zeitsprung von 700 Jahren. Doch blieb ich mit leeren Händen zurück. Ich bin nicht neugierig, ob es einen zweiten Band gibt. Oder wie die Geschichte mit Maus in den 700 Jahren weiter ging, oder wie sie aus dem eingemauerten Zimmer herauskam, oder WARUM HEIßT DAS BUCH DIE SCHATTENSCHRIFT??? Warum schreibt sie das Buch als Strafe? Was soll das bewirken? All dies wurde nicht beantwortet. Es tut mir wirklich leid, dass die Geschichte mich nicht begeistern konnte.

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    • 2
    hasirasi2

    hasirasi2

    20. September 2016 um 15:41
  • Außergewöhnlich, aber gut!

    Die Schattenschrift
    Blacksally

    Blacksally

    20. September 2016 um 09:27

    Um was geht es:Das Böhmen des 13. Jahrhunderts ist ein gefährlicher Ort für eine junge Frau, vor allem, wenn sie mit ungewöhnlichen Sinnen und einem verblüffenden Intellekt geboren wurde, so wie Maus. Manche bezeichnen sie als Hexe, andere als Engel. Dann rettet Maus eines Tages dem jungen böhmischen König Ottokar das Leben, woraufhin dieser sie mit an den Königshof nach Prag nimmt. Schnell werden die politischen Intrigen am Hof gefährlich für Maus. Wer ist dieses geheimnisvolle Mädchen? Wo kommt sie her, und kann sie den Höflingen möglicherweise gefährlich werden? Als Maus’ außergewöhnliche Gaben immer stärker werden, muss sie sich dem Rätsel ihrer Herkunft stellen. Doch wird sie bereit sein, ihr dunkles Schicksal zu tragen?Meine Meinung:Das Cover:Es ist eher schlicht gehalten und ist mir deshalb direkt ins Auge gesprungen. Es sieht aus wie Siegelwachs das auf einem alten Pergament oder Brief ist, was mir sehr gefällt.Die Protagonisten:Maus ist im Kloser aufgewachsen, jedoch ohne das sie bei Messen ect. wirklich dabei sein durfte. Sie kann sich an alles in ihrem bisherigen Leben erinnern, sogar an ihre Geburt. Doch das allein ist nicht alles, sie hat viele weitere interessante Gaben, die sie geheim hält. Nur ein paar Menschen wissen wirklich über sie bescheid.Mit ihren 14 Jahren fand ich Maus schon sehr reif und erwachsen. Sie denkt nicht wie ein Kind, sondern schon wie jemand älteres, was mir gut gefallen hat. Ihre Art Dinge zu Analysieren und abzuwägen was falsch oder richtig ist fand ich sympathisch und ich konnte mich deshalb sehr gut in sie hineinversetzen. Der Schreibstil:Was mir zuerst aufgefallen ist, ist das das Personenverzeichnis am Anfang des Buches ist. Ich kannte das bisher nur immer am Ende des Buches, finde es aber sogar besser, wenn es zu Anfang steht. Der Schreibstil ist aus Maus´ Sichtweiße geschrieben und man kann ihre Gedanken und Gefühle mitverfolgen. Dadurch das die Protagonistin sehr jung ist, hatte ich erst etwas bedenken, aber mir hat sie sehr gut gefallen. Das Buch war mal etwas anderes, wenn man mich fragen würde welches Genre das Buch hat würde ich sagen Historisch mit Fantasy-Einschlägen (ähnlich wie in GoT). Die Autorin:Dana Chamblee Carpenter wurde für ihre in Arkansas Review, Jersey Devil Press, and Maypop veröffentlichten Kurzgeschichten als Autorin ausgezeichnet. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben und Amerikanische Literatur an einer Privatuniversität in Nashville, Tennessee, wo sie mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt. Bohemian Gospel ist ihr Debütroman, für den sie den Killer Nashville’s 2014 Claymore Award gewann.Mein Fazit:Eine interessante Geschichte, die für mich etwas völlig neues war. Mir hat sie gut gefallen.

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  • Die Schattenschrift

    Die Schattenschrift
    -sabine-

    -sabine-

    04. September 2016 um 15:29

    Leider waren meine Erwartungen an diese Geschichte ganz andere und wurden nur in Teilen erfüllt, deshalb bin ich unentschlossen, wie ich das Buch bewerten soll. Einiges hat mir sehr gut gefallen, anderes dagegen leider gar nicht.Im Mittelpunkt steht Maus, ein junges Mädchen, das ihre Herkunft nicht kennt und in einem Kloster aufwächst und dort die Kunst des Heilens erlernt. Was nur wenige wissen, dass sie auch über besondere Gaben verfügt – und je älter Maus wird, desto mehr machen ihr diese Angst. Nachdem sie König Ottokar von Böhmen das Leben gerettet hat, nimmt er sie mit an den Hof nach Prag, doch auch hier sind Maus nicht alle wohlgesonnen, die Menschen haben Angst vor ihren Kräften und wollen wissen, wer sie ist – Engel oder Hexe. Der Einstieg in die Geschichte ist toll – man lernt Maus noch als junges Mädchen kennen und wird Zeuge ihrer Heilkunst. Ich war von der Geschichte völlig gebannt und konnte kaum aufhören zu lesen, so sehr war ich eingesogen in diese andere Welt. Schon früh wird klar, dass Maus über besondere Kräfte verfügt – und damit konnte ich auch leben. Obwohl ich das Genre Fantasy in Büchern nicht mag, finde ich Mystik und Magie in Romanen nicht weiter schlimm; und so haben mich die unerklärlichen Heilkünste von Maus auch nicht gestört. Dann aber nimmt die Geschichte eine Wendung ein, die mir leider nicht gefallen hat – es bleibt nicht bei Magie, sondern es kommen böse Mächte hinzu, die bekämpft werden wollen. Und das ist dann auch der Schwerpunkt der ganzen folgenden Geschichte. Auch wenn die eigentlichen Kampfszenen mit diesen bösen Gestalten nur selten auftauchten, hat mir dieser Plot einfach nicht gefallen.Es gibt einige Wendungen und Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, manche haben mir gut gefallen, aber einige waren leider nicht sehr gut ausgearbeitet, und auch am Ende blieben einige Fragen offen. Gerade in der zweiten Hälfte gibt es einige Zeitsprünge, die ich nicht so gelungen fand – da hätte ich mir gewünscht, dass diese Zeiten nicht übersprungen werden, sondern ich Teil davon gewesen wäre. Das Ende hat mich dann kalt erwischt – niemals hätte ich damit gerechnet, und leider hat mir auch diese Idee nicht gefallen – doch mehr will ich dazu nicht verraten, und ich kann auch nur davor warnen, die letzten Seiten zuerst zu lesen.Obwohl es aus meiner Sicht doch einige Kritikpunkte gibt, habe ich das Buch gerne gelesen und konnte mich dem Sog der Geschichte kaum entziehen. Das liegt aber vor allem an dem beeindruckenden Schreibstil, der eine tolle, wenn auch düstere und eher melancholische Atmosphäre schafft – mit Worten weiß die Autorin umzugehen. Er ist gut und flüssig lesbar, an manchen Stellen schon fast poetisch, es gibt Beschreibungen da, wo sie von Nöten sind, aber nie so ausführlich, dass ich es als langatmig empfunden hätte. Was mir ein wenig gefehlt hat, ist das Gefühl des 13. Jahrhunderts, in dem das Buch ja spielt – dafür war die Sprache zu modern. Trotzdem aber haben die Worte bei mir eine ganze besondere Stimmung erzeugt. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, allen voran natürlich Maus, die ich gleich zu Beginn in mein Herz geschlossen habe. Meine Einstellung zu ihr ändert sich zwar im Laufe der Geschichte, weil Maus von einer Angst gefangen genommen wird, die sie in ihrem Handeln oft lenkt und einschränkt, trotzdem habe ich mit ihr gefiebert und gelitten. Aber auch König Ottokar, seine rechte Hand Vok, Maus‘ Ziehvater Pater Lucas und Oberin Kazi waren gut gezeichnet – sie hatten eigene Geschichten, Ecken und Kanten und wirkten dadurch sehr lebendig. Ich bin hin und her gerissen bei diesem Buch, und trotz meiner Kritikpunkte habe ich es doch gerne gelesen. Es hat auf mich einen ganz eigenartigen Sog ausgeübt, der durch Spannung alleine nicht zu erklären ist, vielmehr durch den einnehmenden Schreibstil und die gelungenen Charaktere – wer gerne Fantasygeschichten liest, dem wird das Buch sicherlich besser gefallen als mir, da ich mich aber trotzdem gut unterhalten fühlte, gebe ich 3,5 von 5 Sternen.Mein FazitMan sollte wissen, dass in diesem Buch nicht nur ein wenig Magie eine Rolle spielt, sondern böse Mächte bekämpft werden wollen und so doch eine gehörige Portion Fantasy vertreten ist – wenn man sich darauf einlässt, dann kann das Buch zu einem echten Highlight werden. Mir haben vor allem der Schreibstil und die dichte Atmosphäre sehr gut gefallen, auch die Charaktere sind sehr gelungen – neben dem doch gehörigen Fantasy-Anteil haben mir die diversen Zeitsprünge nicht gefallen, die ich lieber miterlebt hätte, als dass einfach über sie hinweg gegangen wird. Ich bin hin und her gerissen, wie ich das Buch bewerten soll – entscheide mich letztlich aber für 3,5 von 5 Sternen.

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  • Ein grandioses Debüt, dass man unbedingt gelesen haben muss!

    Die Schattenschrift
    Samy86

    Samy86

    02. September 2016 um 16:40

    Inhalt: Maus wurde im 13. Jahrhundert geboren, doch wäre Böhmen nicht schon so ein gefährlicher Ort für eine junge Frau, so hat es Maus um einiges schwerer, denn sie wurde mit ungewöhnlichen Sinnen und einem verblüffenden Intellekt geboren, der ihr das Leben und das ihrer Beschützer enorm erschwert. Viele Menschen bezeichnen sie als Hexe, andere sehen sie eher als Engel an und Maus selbst redet lieber von einem Fluch. Als dann auch noch der schwer verletzte junge böhmische König Ottokar ins Kloster von Teplá gebracht wird und um sein Leben ringt, zögert Maus keine Sekunde und weiß ihre Gabe gekonnt einzusetzen um ihm sein Leben zu retten. Als Dank dafür nimmt der junge König sie nach seiner Genesung mit an den Königshof nach Prag und für Maus eröffnet sich eine neue Welt voller Gefahren, Intrigen und neuen Gefühlen, die sie bisher noch nie erlebt hat. Nach nur kurzer Zeit wird sie selbst Opfer von Gerüchten, die um sie allmählich aufkochen. Während sie alles daran setzt schier unsichtbar durch das Reich zu wandeln, nehmen ihre außergewöhnlichen Gaben immer mehr an Form und Macht zu und sie muss sich ihrer Herkunft stellen um zu überleben. Doch ist Maus wirklich schon bereit dafür, den Spuren ihres dunklen Schicksals zu folgen und dieses zu tragen? Meine Meinung: Normalerweise sind historische Romane eher nicht das Genre in dem ich meinen Lesebedarf zu decken weiß, doch dieses Buch sprach mich sofort an. Mit dem historischen Hintergrund und der versteckten magischen und mystischen Komponente hat es sofort meine Neugier geweckt und ich wollte unbedingt erfahren was sich wirklich hinter den Gaben und dem dunklen Schicksal der Protagonistin verbirgt. Die Reise war zu Beginn etwas verwirrend, denn wurde man sofort mit einigen wichtigen Details konfrontiert, die im Laufe der Handlung einen wichtigen Bestandteil einnahmen, ohne dass man die Protagonistin kennen und schätzen gelernt hat.  Doch während des Verlaufs kam immer mehr Licht ins Dunkeln und man konnte ahnen in welche Richtung die Handlung in etwa weitergehen könnte. Das Buch hat mich zunehmend immer mehr überrascht, aber vor allem hat es mich gefesselt. Maus als Hauptprotagonistin war sehr lieblich und geheimnisvoll gestaltet, und weckte immer mehr das Interesse bei mir, mehr über sie herauszufinden. Nur Häppchenweise serviert die Autorin Dana Carpenter dem Leser kleine Details oder deckt winzige Geheimnisse um das mysteriöse Leben der kleinen Maus auf. Man erfährt, dass sie als kleines Baby ins Kloster nach Teplá gebracht wurde, und nur der Pater und Mutter Kazi über ihr wahres Wesen in Kenntnis sind. Sehr behütet wächst sie dort zu einer Dame heran, trainier darauf unsichtbar durch die Mauern zu huschen und sich selbst zu schützen vor Blicken und Gerede. Alles wird anders als der junge böhmische König Ottakar in die Mauern schwer verletzt gebracht wird. Für Maus die Chance aus ihrem „Gefängnis“ auszubrechen und sich zu behaupten. Und mit diesem Aufeinandertreffen nimmt die Handlung erst ihren Ursprung an. Der Schreibstil wirkte an manchen Stellen sehr anspruchsvoll und dennoch war er für die Zeitepoche in dem dieser Roman spielt, sehr angebracht. In manchen Kapiteln nahm es aber auch leider durch die Wortwahl und auch den ausführlichen Beschreibungen etwas an Längen an, was dem Ganzen jedoch nicht sehr geschadet hat, denn am Ende stimmte das Gesamtpaket absolut. Das Leben im 13. Jahrhundert wurde von Dana Carpenter mit Leben und Farbe gefüllt, so dass man es sich sehr gut vorstellen und auch an manchen Stellen zusätzlich mit der eigenen Fantasy etwas mehr ausschmücken konnte. War in dieser Zeitepoche noch jede Frau, die etwas anders oder wie Maus außergewöhnlicher war, als Hexe angesehen, so kann man sich sehr gut vorstellen wie schwer es war für die junge Protagonisten im Verborgenen zu agieren und dennoch ihren eigenen Weg einzuschlagen. Das Cover mit der Darstellung eines Wachssiegels ist sehr schlicht. Viel verrät es nicht über den eigentlichen Inhalt des Buches und so muss man sich einfach davon überzeugen, was sich hinter diesem unscheinbaren Cover verbirgt. Fazit: Eine kleine Überraschung, die mich total begeistert hat. Der Aufbau und die Gestaltung der Handlung sind sehr ansprechend gehalten, man kann sich in die jeweilige Zeitepoche hineinversetzen und auch das Leben ausmalen, welches in der Zeit geführt wurde. Aber vor allem machte diesen Roman die junge, unscheinbare und außergewöhnliche Protagonisten und ihre Geschichte so lesenswert und füllte ihn mit Leben! Ich für meinen Teil war sehr positiv überrascht von dem Buch und kann es daher nur wärmstens weiterempfehlen!

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  • Fantastisches Debüt

    Die Schattenschrift
    spezii

    spezii

    02. September 2016 um 04:15

    Vorab möchte ich mich diesmal ganz herzlich bei Frau Amann vom Heyne Verlag bedanken, ohne sie hätte ich mich nie für dieses Rezensionsexemplar entschieden - ganz herzlichen Dank. Zum Cover, welches die Farbe und Optik eines alten Pergaments, mit einem blutroten Siegel in der Mitte zeigt und ansonsten eher schlicht. Nichts desto trotz ist das Cover und Buchumschlag, wie ich finde ein toller Blickfang. Bevor ich jedoch gleich loslege, eine kurze Warnung, denn es kann zu Spoiler kommen. In "Die Schattenschrift" von Autorin Dana Carpenter geht es um die 16. jährige namens Maus, die in einem norbertijischen Kloster im 13. Jahrhundert lebt und dort, seit sie ein Baby war aufgewachsen ist. Eines Tages trifft Maus auf zwei Männer, Ottokar und sein bester Freund. Ottokar ist König und verletzt, die junge Maus entschließt sich die Männer mit ins Kloster zu nehmen damit sie sich dort um den verletzten kümmern kann. König Ottokar möchte das Maus mit nach Prag kommt, da er ihr und ihren Heilkünsten vertraut. Mutter Kazi die zusammen mit Pater Lucas die einzigen Vertrauten von Maus sind überträgt schließlich König Ottokar die Vormundschaft für Maus. Als sein Mündel geht sie schließlich mit ihm nach Prag und schon während der Reise zeigt sich die besondere Gabe von Maus, dass sie nicht nur eine gute Heilerin ist sondern auch ein außergewöhnliches Feingespür. Maus kann unter anderem mit nur einem Wort Tiere befehligen, außerdem kann sie auch die Seele der Menschen sehen. In einer für Maus völlig neuen Umgebung und für sie fremden Welt auf dem Schloß von Ottokar, findet sie sich mit seiner Hilfe immer mehr zu recht. Schließlich entwickeln sich zwischen Maus und Ottokar tiefe Gefühle. Der Anfangs nur für kurze Zeit geplante Aufenthalt auf dem Schloß, zögert Maus schließlich die Abreise erst einmal heraus. Doch wie lange wird es Maus gelingen ihre Gabe zu verheimlichen, zumal sie als Kind schon als Hexe beschimpft wurde. Und werden die beiden ihre Liebe überhaupt genießen können? Oder wird Maus doch lieber wieder in das Kloster zu Mutter Kazi und Pater Lucas zurück gehen? Und was ist mit Ottokar? In dessen eigenen Reihen es ein Verräter gibt, der ihm nach dem Leben trachtet. Ich könnte euch jetzt noch soviel mehr schreiben und erzählen, aber ich möchte einfach nicht zuviel verraten denn Ihr solltet es auf jeden Fall oder besser gesagt, ihr müsst es unbedingt selbst lesen. Meine Meinung, zu dem Debütroman von Autorin Dana Carpenter ist überwiegend positiv und schon jetzt für mich ein Highlight. Angefangen mit der Schreibweise der Autorin, Dana Carpenter schreibt mit einem einfach zu lesenden Schreibstil, der sehr flüssig zu lesen ist. Mit ihrer eindrucksvollen Art des Schreibens konnte mich die Autorin schon direkt von der ersten Silbe an in den Bann der Geschichte ziehen und bis zum Schluss auch durchweg fesseln. Mit einer sehr gut ausgearbeiteten Geschichte und Figuren, die sie gekonnt in das Geschehen einfügt und lebendig werden lässt. Ich hatte einige Gefühls auf- und ab und jedesmal wenn man dann dachte, puh gerade nochmal gut gegangen, ging die Spannung direkt von vorne los. Sämtliche Figuren die in der Geschichte vorkommen, egal ob es Maus ist, die mir vom Charakter her richtig gut gefallen hat und für mich sehr sympathisch zu Papier gebracht wurde oder König Ottokar, der sich seinem Vater doch gefügt hat. Auch die restlichen Figuren wie Pater Lucas oder Vok, der mir ein Bild vermittelt hat, welches einfach nur grausam ist. Ich habe regelrecht mit Maus mitgelitten und hätte ihr auch am liebsten irgendwie geholfen. Auch bei Ottokar dachte ich manchmal echt.....lass doch dein Vater sagen was er will, aber es ist ja schließlich eine ganz andere Zeit und manchmal hätte ich echt gedacht, dass Ottokar sich nach Maus erkundigt oder sogar besucht. Auch hätte ich mir gewünscht das Ottokar nach dem Tod seiner "Zwangsfrau" und nachdem seines besten Freundes Vok Graf Rozemberk, welcher ebenfalls Zwangsverheiratet wurde mit Maus, dass die beiden eine Zukunft haben. Aber am höchsten ging mein Herzschlag, als Maus nach gut 20 jahren wieder nach Ottokar und ihrem Sohn Nikolaus gesehen hat und mit ihnen unerkannt in die Schlacht zieht damit sie den beiden helfen kann. Doch wie im ganzen Buch, hat auch hier die Autorin ganz andere Pläne mit den Protagonisten. Ich für mein Teil würde sehr gerne eine Fortsetzung über Maus lesen wollen, schon allein weil es mich brennend interessiert was passiert ist nachdem sie sich hat einmauern lassen. Oder wann und wie sie wieder raus kam, oder was sie die 700 Jahre gemacht hat, wo sie war. Die ganzen Fragen blieben für mich unbeantwortet. Fazit: Die Schattenschrift von Dana Carpenter ist ein rund um gelungener Debütroman, welcher von Anfang bis zum Schluss den Leser vollkommen fesselt und in seinen Bann zieht. Die Spannung lässt den Leser außerdem so manche Emotionen erleben und es gibt immer wieder Highlights oder Wendungen mit denen man überhaupt nicht rechnet. Auch ist dir Kombination der Genre Fantasy und Historisch sehr gelungen und alles in allem wird dieses Buch sogar zu meinen Highlights in diesem Jahr zählen. Von mir bekommt dieses fantastische Debüt 4,5 von 5 Buchpunkte und auf jeden Fall eine kaufen- und lesen Empfehlung mit beiden Damen hoch. Kauf- und Leseempfehlung: Ein Muss für jeden Buchliebhaber, Fantasy- und Historisch Fans, Daumen hoch

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  • Dunkle Gestalten und düstere Atmosphäre

    Die Schattenschrift
    SillyT

    SillyT

    28. August 2016 um 12:35

    In Böhmen des 13. Jahrhunderts lebt in dem Kloster Tepla ein fünfzehnjähriges Mädchen, sie ist hier als Mündel von Mutter Kazi und Pater Lucas aufgewachsen, durfte aber nie die heilige Taufe empfangen und trägt deshalb den Namen Maus. Sie verfügt über eine besonders gute Auffassungsgabe und versteht sich in der Heilkunst. Doch nicht nur das beherrscht sie, sie hat auch dunkle Gaben und deshalb haben viele Menschen in Tepla Angst vor ihr. Als eines Tages der jüngere König Böhmens, Ottokar, schwer verletzt von seinen Rittern ins Kloster gebracht wird, ist Maus die einzige, die ihm noch helfen kann. Graf Rozemberk, Ottokars erster Ritter und bester Freund, vertraut Maus zunächst nicht, doch sie haben keine Wahl. Maus gelint es, den König zu retten, aber als sich herausstellt, dass es ein Mordanschlag war, will er schnellstmöglich nach Prag aufbrechen und Maus soll ihn begleiten. Kurzerhand überträgt Mutter Kazi dem jungen Ottokar Maus' Vormundschaft und sie begleitet ihn und seine Männer nach Prag. Meine Meinung:Also eigentlich bin ich kein großer Freund von historischen Romanen, zumindest nicht von denen, die in dieser Zeit spielen, doch hier war bereits die Leseprobe so spannend, dass ich das Buch lesen musste. Ich erhielt einen wirklich spannenden Roman, der nicht nur im Mittelalter spielt, sondern auch einen Teil an Fantasy/Mystery Elementen enthielt. Das ganze brachte sehr viel Abwechslung in die Geschichte und ließ die Spannung immer wieder steigen. Dana Carpenter gelingt es ausgezeichnet, die doch sehr düstere und teilweise bedrückende Stimmung jener Zeit einzufangen und wiederzugeben. Dabei klingt ihre Sprache aber weder gestelzt noch aufgesetzt, sondern beinahe schon modern und trotzdem glaubwürdig. Der Schreibstil ist sehr locker und fesselnd und so "klebte" ich bereits von der ersten Seite an an dem Buch und verschlang es innerhalb zweier TageDas gewählte Setting ist perfekt beschrieben, durch feine, aber nicht zu vielen Details, konnte ich mir ein sehr gutes Bild der Gegend machen. Sie versteht es, die Atmosphäre, die schon vom Grundton her sehr düster ist, immer wieder bis ins Beklemmende zu verdichten. So sind manche Szenen regelrecht unheimlich und es gab hier und da auch Gänsehauteffekte.Auch Maus, die Protagonistin, konnte mich völlig begeistern. Für eine noch so junge Frau in dieser Zeit tritt sie unglaublich mutig und selbstsicher auf. Sie weiß, was sie will und was sie erreichen kann und an manchen Stellen hat mich ihr Einfallsreichtum beeindruckt. Am Anfang des Buches erfährt man auch ein paar kleinere Details über ihre Herkunft, bzw. darüber, wie sie aufwuchs, doch das alles bleibt so vage, dass ich mich permanent fragte, wer sie ist, warum jemand sie abgeben wollte oder musste. Diese Frage begleitete mich auch durch den ganzen Roman und ich erhielt erst am Ende dazu eine Antwort, die mich auch völlig überrascht hat. Ich hing an Maus als Protagonistin und spürte ihre Gefühle regelrecht nach, ich litt, ich hoffte, ich hatte Angst und ich verzweifelte mit ihr gemeinsam.Neben Maus als Protagonistin gibt es auch viele weitere Charaktere, die mir zum Teil ans Herz gewachsen sind. Allen voran der junge König Ottokar, der mich mit seiner erfrischenden und sehr natürlichen Art begeistern konnte. Erwähnenswert ist für mich auch noch Pater Lucas, der in Maus' Leben eine große Rolle spielt und seine kleine Andilek (seinen kleinen Engel) wirklich von ganzem Herz liebt.Mein Fazit:Ein spannungsgeladener historischer Roman, der mit einer düsteren Atmosphäre und einigen fantastischen Elemente daher kommt. Viele Wendungen, die ich nicht vorausgesehen habe und auch nicht erahnen konnte, sorgen für viel Abwechslung und erhöhen noch einmal die Spannung. Eine sehr sympathische Protagonistin, aber auch glaubwürdige Nebencharatkere sorgen dafür, dass man immer mehr über sie erfahren möchte. Intrigen, Glauben, ein kleines bisschen Liebe und auch wirklich beängstigende Gestalten sorgen für Abwechslung. Alles in allem ein Pageturner und das ist auch noch ein Debüt. Ich hoffe sehr, noch viele weitere Bücher der Autorin lesen zu dürfen. Das Buch erhält von mir eine glasklare Leseempfehlung und auch Lesern anderer Genre würde ich vorschlagen, sich das Buch näher anzusehen, es lohnt sich wirklich.

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