Dana Spiotta

 3,4 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor*in von Unberechenbar, Glorreiche Tage und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Dana Spiotta, 1966 geboren, hat bislang fünf Romane veröffentlicht, für die sie vielfach ausgezeichnet wurde. Sie lebt mit ihrer Familie in Syracuse, New York, wo auch ihr neuer Roman spielt.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Unberechenbar (ISBN: 9783442774111)

Unberechenbar

Erscheint am 09.07.2024 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Dana Spiotta

Cover des Buches Unberechenbar (ISBN: 9783910372009)

Unberechenbar

 (7)
Erschienen am 23.01.2023
Cover des Buches Eat the Document (ISBN: 9783462040180)

Eat the Document

 (4)
Erschienen am 24.11.2008
Cover des Buches Glorreiche Tage (ISBN: 9783827011916)

Glorreiche Tage

 (4)
Erschienen am 11.08.2014
Cover des Buches Glorreiche Tage (ISBN: 9783827076939)

Glorreiche Tage

 (0)
Erschienen am 11.08.2014
Cover des Buches Unberechenbar (ISBN: 9783442774111)

Unberechenbar

 (0)
Erscheint am 09.07.2024
Cover des Buches Unberechenbar (ISBN: 9783732407453)

Unberechenbar

 (0)
Erschienen am 23.01.2023
Cover des Buches Wayward (ISBN: 9780349016412)

Wayward

 (1)
Erschienen am 13.01.2022
Cover des Buches Innocents and Others (ISBN: 9781501122729)

Innocents and Others

 (1)
Erschienen am 08.03.2016

Neue Rezensionen zu Dana Spiotta

Cover des Buches Unberechenbar (ISBN: 9783910372009)
L

Rezension zu "Unberechenbar" von Dana Spiotta

Unberechenbar
Lust_auf_literaturvor einem Jahr

|> Der Titel des Romans ist Programm. Unberechenbar ist nicht nur die Hauptfigur Sam, unberechenbar entwickelt sich auch die Story und ich werde mehrmals überrascht.

Das macht diesen Roman in meinen Augen sehr unterhaltsam und auch besonders.


Über den Inhalt wissen wahrscheinlich mittlerweile alle Interessierten Bescheid, da verschiedene wunderbare und geschliffene Rezensionen in den letzten Tagen die Runde machen.


|> Ich fand es äußerst amüsant, die Entwicklung von Sam mitzuverfolgen und mochte das lebendige Gesellschaftsporträt der amerikanischen Stadt Syracuse. Es fasziniert mich wie stark Sam in misogynen Denkweisen gefangen ist und wie abwertend sie über ihre Altersgenossinnen (und eigentlich auch über sich selbst) denkt. Mit dem älter werden findet in ihr ein Emanzipationsprozess statt und die Momente, in denen Sam wütend die Sau raus lässt, haben mir am besten gefallen.


Einige Handlungsstränge sind zugegebenermaßen ein wenig klischeebehafted. So überrascht mich der Ausgang der heimlichen „Beziehung“ von Sams Tochter natürlich nicht, aber das unterstreicht für mich noch den sehr amerikanischen Charakter des Romans.


In dem bunten Strauss von Themen bleibe ich an folgende Zitaten hängen:


|>  „Unsere Körper werden älter und hässlicher, bis wir endlich Freiheit finden“ 


|>  „Mütter mussten nun mal pragmatisch handeln, nicht ideologisch.“


|>  „Es liegt etwas Menschliches - Anrührendes - im gealterten Körper, in seiner aufrichtigen Beziehung zu Verfall und Zeit.“


|>  Den Schluss fand ich merkwürdig bewegend, friedvoll, ohne konkret benennen zu können warum…


Der Roman ist schafft es vielleicht nicht ganz zum Lesehighlight für mich, aber er ist definitiv unterhaltsam und lesenswert!

Cover des Buches Unberechenbar (ISBN: 9783910372009)
KataRafs avatar

Rezension zu "Unberechenbar" von Dana Spiotta

Menopause in New York
KataRafvor einem Jahr

Sam ist 53 Jahre alt, ihr Leben verläuft in geregelten Weißen akademisch geprägten Vorstadtbahnen. Sie hat einen freundlichen Mann, eine heranwachsende Tochter, einen netten Nebenjob und ein Haus sowieso. Doch schaut sie distanziert-abgeneigt auf sich und die Frauen um sie herum. Sie langweilen sie, die postsexuellen Weißen Frauen in Hillary-Clinton-Hosenanzügen, die Sauvignon Blanc schlürfen, die Personal Trainer engagieren und Schönheitsoperationen in Betracht ziehen.  Die einzige Aufregung ist die verhaltene Beunruhigung, dass Trump an die Macht kommt, und nicht Hillary, eine Frau, wie sie. In Sam brodelt es nicht nur körperlich, sie ist unruhig, schlaflos, ihr ist heiß und kalt. Mitten in der Kriminalitätsgeprägten Innenstadt kauft sie ein zerfallenes Haus und in einer Kettenreaktion verlässt sie Mann und Tochter.

Es ist doch erstaunlich, dass Frauenfiguren ab 50 als sexuelle und lebenshungrige Wesen selten untragisch geschildert werden. Deshalb feier ich jeden Roman, der diese Lücke schließt. Wer bis jetzt noch nicht an »Vladimir« von Julia May Jonas dachte, möge dies nun tun. Denn auch »Unberechenbar« ist ein amerikanischer Unterhaltungsroman, der viele gesellschaftlich wichtige Themen anreißt, der aus der Perspektive einer alternden Weißen Frau geschrieben ist, die sich einerseits befreit, andererseits in den Stereotypen stecken zu bleiben droht und deren Ernsthaftigkeit durch eine ordentliche Prise Humor gebrochen wird. Liebe Vladimir-Begeisterte, ihr werdet auch »Unberechenbar« mögen.


Cover des Buches Unberechenbar (ISBN: 9783910372009)
Elenchen_hs avatar

Rezension zu "Unberechenbar" von Dana Spiotta

Unberechenbar
Elenchen_hvor einem Jahr

Syracuse, 2017: Die 53-jährige Sam Raymond ist unzufrieden mit ihrem Leben. Sie hat sich von ihrem Mann entfremdet, die Beziehung zu ihrer jugendlichen Tochter ist verstimmt von Missklängen, in ihrem Reihenhaus in der Vorstadt fühlt sie sich unwohl. Eines ihrer Hobbys ist es, bei öffentlichen Wohnungs- und Hausbesichtigungen in andere Wohnsituationen einzutauchen. Bei einem dieser Termine verliebt sie sich in ein heruntergekommenes Craftsman-Haus im Problemviertel von Syracuse - und kauft es kurzerhand. Dass mit diesem Kauf auch der Entschluss feststeht, ihre Familie zumindest räumlich zu verlassen, realisiert sie erst einen Atemzug später...


Dana Spiottas Roman "Unberechenbar", aus dem Amerikanischen übersetzt von Andrea O´Brien, erzählt einerseits von einer Protagonistin im Umbruch, andererseits porträtiert er aber auch die amerikanische Stadt Syracuse. Ich lese selten Romane über Menschen in ihren 50ern, weshalb ich das Thema des Buchs zunächst ungemein spannend und auch relevant fand, berichtet es doch von einer Frau in einer Midlife-Crisis, die ihre Familie verlässt, alleine in ein baufälliges Haus in einem Problemviertel zieht - und damit eine große Veränderung durchmacht. Dabei taucht man als Leser*in immer tiefer in Sams Leben ein, man erfährt immer neue Details, die die Protagonistin einerseits nahbarer und menschlicher machen, andererseits aber auch für mich immer unsympathischer werden lassen. Gerade auch dank einiger Perspektivwechsel, die die Möglichkeit eröffnen, einen Blick in den Kopf der Tochter Ally zu werfen, wird das komplette Ausmaß der Beziehung zwischen Sam und ihrem Kind spürbar.


Die Grundidee von "Unberechenbar" hat mir also durchaus zugesagt, trotzdem konnte mich der Roman nicht begeistern, und das aus verschiedenen Gründen. Zum einen hat mir nicht gefallen, dass Dana Spiotta von einem gesellschaftskritischen Thema zum nächsten springt, ohne dass eines mit der gebührenden Tiefe betrachtet werden würde. Sexismus, Rassismus, Polizeigewalt, Social Media, Politik, Elternschaft, Älterwerden und Tod, Aktivismus - für mich ist die Lektüre vor allem an dieser Themenfülle gescheitert. Ein roter Faden, ein Fokus auf ausgewählte Thematiken hätte meines Erachtens dem Roman gut getan, wobei das wohl auch an dem sehr amerikanischen Stil der Autorin liegen könnte. Zum anderen war ich auch einfach etwas genervt von der sehr weißen, privilegierten Position Sams, allein dass sie einfach so ein Haus kaufen kann, die finanziellen Mittel (mit ihrem Ehemann) besitzt, dieses neben einem Reihenhaus zu unterhalten, ist für mich doch eine recht fragwürdige und zu oft literarisch abgehandelte Perspektive.


Ich habe "Unberechenbar" nicht ungern gelesen, habe mir aber einfach etwas mehr Tiefgang und den Hauptaugenmerk auf die Veränderung im Leben der Protagonistin erwartet. Diese Art amerikanischer Romane ist wohl einfach nicht wirklich mein Ding. Sehr gefallen hat mir hingegen die Optik und Haptik des Buchs, das im neu gegründeten Münchner Kjona Verlag erschienen ist. Der Verlag agiert unter dem Motto "Nachhaltig. Neugierig. Unabhängig" - wie wunderbar! Ich freue mich auf weitere Projekte des Verlags und bin begeistert von der nachhaltigen Produktion, dem puren Design und vor allem der Nennung der Übersetzer*innen auf dem Cover.

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Community-Statistik

in 40 Bibliotheken

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