Danella Utta Niemandsland

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Inhaltsangabe zu „Niemandsland“ von Danella Utta

Emotionaler Roman über die schwierige Liebe zwischen einer Deutschen und einem Franzosen während des zweiten Weltkrieges

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    Niemandsland
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    15. November 2014 um 11:49

    Die 1920 geborene Utta Danella wurde 1999 für ihre Verdienste um die deutsche Literatur mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt. Ihre insgesamt 43 Romane, die sie bis 2007 verfasste, wurden über 70 Millionen mal verkauft. Somit zählt sie zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. In diesem Roman entführt sie uns in die Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Im Berlin der Dreißiger Jahre verliebt sich die junge, unerfahrene Iris in den hinreißenden französischen Grafen Jean-Claude. Ihr Zwillingsbruder Arne, der mit den Nazis sympathisiert und bisher ihr Leben bestimmte, will eine Hochzeit seiner Schwester mit dem verhassten Ausländer nicht zulassen, aber die Liebe zwischen Iris und Jean-Claude ist stärker als alle Vorurteile. Iris folgt dem Geliebten in seine Heimat, das sonnig-grüne Burgund. Dort aber wird sie als Deutsche abgelehnt – und dann bricht der Zweite Weltkrieg aus, und Iris findet sich zwischen den Fronten und den beiden Männern wieder, die sie über alles liebt – Jean-Claude und Arne, die einander abgrundtief hassen. Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Einmal erinnert sich Iris selbst, ein anderes Mal tritt ein Erzähler auf. Das hat mich anfangs etwas durcheinander gebracht, doch im Laufe der 470 Seiten konnte ich mich daran gewöhnen. Auch die Einführung der einzelnen Charaktere kam mir zu Beginn des Romans etwas langatmig vor. Doch nach spätestens 100 Seiten war es der Autorin gelungen, mich emotional einzufangen. Ich lernte Iris' Sohn kennen, der mit 21 Jahren endlich etwas über seinen Vater erfahren wollte und damit den Bogen zwischen damals und den Siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts spannt: „Seit jener Nacht ist alles so nahe, ist alles wieder da, was ich so sicher verborgen hatte. Ganz versteckt in den dunkelsten Tiefen, verdrängt aus dem wohlgeordneten, tätigen Leben“ In unterschiedlich langen Episoden können wir den nicht linear angeordneten Erinnerungen folgen und lernen ein Leben kennen, das sich zwischen Traum und grausamer Lebenswirklichkeit abspielte. Auch wenn ich dieses Buch nicht zur gehobenen Literatur zählen würde (ich habe es im Urlaub aus Mangel an anderer Lektüre zur Hand genommen), kann ich es denjenigen empfehlen, die mehr über die Zeit zwischen 1938 und 1945 erfahren wollen.

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