Daniëlle Bakhuis Nur 6 Sekunden

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Inhaltsangabe zu „Nur 6 Sekunden“ von Daniëlle Bakhuis

Jasmin, Hanna und Jacky können es nicht fassen: Endlich haben sie eine Einladung zu DER Party bekommen! Niemand weiß, von wem die Einladung kommt und was einen an diesem Abend auf der Waldlichtung vor der Stadt erwarten wird. Denn Regel 1 lautet: Schweig wie ein Grab über die Party. Doch was Jasmin und ihre Freundinnen dann erleben, verändert sie für immer. Und Jasmin kann nicht länger schweigen, auch wenn sie selbst jetzt nicht mehr unschuldig ist.

Das Grundkonzept gefiel mir sehr gut, aber mir fehlte der Nervenkitzel.

— katha_dbno

Nettes Jugendbuch, dass sich um die Verzweiflung des "Dazugehören" dreht.

— Nelle_G

schockierender Jugendroman, der einen so schnell nicht loslässt

— Vucha

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  • Solide, aber ausbaufähig

    Nur 6 Sekunden

    katha_dbno

    10. November 2016 um 15:28

    Rezension auf Buntes TintenfässchenNach all der (literarischen) Liebe, die ich in letzter Zeit konsumiert habe, war es mal wieder Zeit für etwas Spannendes. Der Inhalt von Nur 6 Sekunden hat mir genau das versprochen: Jugendliche, die ein Spiel spielen, bei denen sie scheinbar harmlose Aufgaben meistern müssen, und welches dann vollkommen aus dem Ruder gerät. Den Sinn dahinter muss man jetzt nicht verstehen. Ein Anreiz zum Mitmachen bietet aber auf jeden Fall die finanziellen Gewinne im drei- bis vierstelligen Bereich. Zumindest dass Jasmin deshalb an dem Spiel teilnimmt, war für mich partiell nachvollziehbar, da sie in relativ ärmlichen Verhältnissen lebt (zumindest stellt sie es so dar). Der Konflikt, der sich bei ihr auftut, ist die die Frage, wie weit man für Geld gehen darf. Welche Aufgaben sind okay, welche nicht? Für sie ist die Grenze bei körperlicher Gewalt klar überschritten. Relativ am Anfang der Geschichte wird eine Mitspielerin bei der "Ernte" zusammengetreten, nachdem sie sich auf einen Haufen Geld gestürzt hat. Auch wenn Jasmin nicht selbst zugetreten hat, stand sie bloß dabei und hat zugesehen, was sie sich im Nachhinein immer wieder vorwirft. Diese Schuld ist auch der Grund, warum ich sie von allen Charakteren am meisten mochte, denn es zeigt, dass ihr moralischer Kompass noch funktioniert. Bei allen anderen (selbst bei ihren drei Freundinnen Hanna und Jacky) war ich mir da nie so sicher. Während man Jasmins inneren Kampf live miterleben kann, erfährt man über die anderen Akteure nur das, was Jasmin sich zusammenreimt, wie sie sie beschreibt und was sie sagen. Da man also nicht in sie "hineinblicken" kann, bleiben sie relativ eindimensional und wirken zum Teil oberflächlich. Jacky zum Beispiel scheint überhaupt nicht zu realisieren, wie gefährlich das Spiel ist bzw. werden kann. Am liebsten hätte ich sie dauernd geschüttelt. Die einzige Person, die ich neben Jasmin mochte, war ihr heimlicher Schwarm (und bester Freund) Seth, der wesentlich vernünftiger als ihre Freundinnen ist und Jasmin bei ihren Nachforschungen, wer speziell dafür verantwortlich ist, dass eine Mitspielerin im Krankenhaus gelandet ist. Schwülstige Liebesbekundungen und rosarote Tagträume von Seiten Jasmins muss man (Gott sei Dank) jedoch nicht befürchten. Ihre romantischen Gefühle spielen nur eine winzige Rolle und das Ganze ist relativ unschuldig, aber doch ganz süß mitzuverfolgen gewesen. Was nun Jasmins Recherche betrifft, war ich ein wenig enttäuscht. Ich fand es zwar durchaus interessant, wie sie aus diversen Hinweisen ihre Schlüsse gezogen hat, aber so richtig wollte sich bei mir nicht das Gefühl eines Thrillers einstellen. Ich hatte nie den Eindruck, sie schwebe ernsthaft in Gefahr und hab vergeblich darauf gewartet, dass etwas unglaublich Dramatisches passiert. Nennt mich blutrünstig, aber für den Nervenkitzel haben bloße Drohungen und ihre Paranoia einfach nicht ausgereicht. Vielleicht lag es auch daran, dass der Roman zu kurz ist und dadurch nur wie ein Auszug aus einer weitaus komplexeren Geschichte wirkte. Gelungen fand ich jedoch die Auflösung, wer da nun eigentlich ein Spielchen mit Jasmin treibt. Mit dem Schuldigen hab ich nun so gar nicht gerechnet. FazitFür mich war Bakhuis' Roman angesichts der Seitenzahl ein recht kurzes Lesevergnügen. Der Platz hat hier einfach nicht ausgereicht, um genügend Spannung oder Freude am Miträtsel aufkommen zu lassen.Ein wenig hat mich auch gestört, dass es nur zwei Personen gab, die ich wirklich mochte, und alle anderen relativ farblos und/oder unsympathisch geblieben sind. Trotzdem gefiel mir die Struktur, die Auflösung und auch der Schreibstil selbst. Ich bin mir sicher, dass mich die Geschichte mehr in den Bann gezogen hätte, wenn sie länger gewesen wäre.

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  • Sechs Sekunden sind doch nichts... oder?

    Nur 6 Sekunden

    Vucha

    25. August 2016 um 13:48

    Zum Inhalt:Jasmin und ihre Freundinnen Jacky, Olivia und Hanna bekommen  eine Einladung zu DER PARTY. Die Party, zu der jeder hin möchte. Die Party, über die niemand reden darf. Die Party, bei der Handys verboten sind. Die Party, deren Höhepunkt "die Abrechnung" ist. Die Party, die sie nie wieder vergessen werden...Meine Meinung:Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht. Immer wieder liest man in den verschiedenen Medien von Mutproben, neuen Trends bei Jugendlichen und den manchmal fatalen Ausgang dieser leichtsinnigen Aktionen.Daniëlle Bakhuis erzählt in ihrem Jugendroman von einem solch angesagten Trend. Die 4 Protagonisten Jasmin, Hanna, Jacky und Olivia würden alles geben, um zu DER Party des Jahres eingeladen zu werden. Sie verbringen ihre Zeit damit, sich 6-Sekunden-Aufgaben zu überlegen, die jeweils eine von ihnen lösen muss. Und dann passiert es wirklich und Jacky kann ihren Freundinnen die Nachricht verkünden, dass sie alle vier auf der Gästeliste stehen."Auf die Gästeliste für DIE PARTY zu kommen, ist schwerer, als mit verbundenen Augen den Führerschein zu bestehen." (S.13)Voller Vorfreude bereiten sich die Mädchen auf den Abend vor: schwarze Hose, schwarzer Kapuzenpulli, schwarze Chucks. Niemand darf aus der Masse herausstechen. Aus dem Grund werden auf der Party weiße Hasenmasken verteilt und fortan erkennt niemand mehr seinen Nächsten. Gegen Mitternacht kommt es dann zum großen Showdown: DIE ABRECHNUNG! 10 Freiwillige treten in ein mit Fackeln abgestecktes Areal und werfen nacheinander, nach festgelegten Regeln, Geld auf den Boden. Die Regeln besagen, dass derjenige, der sich zuerst bückt um nach dem Geld zu greifen, während sechs Sekunden so wie Geld einsammeln darf, wie er schafft. Der Haken bei der Sache: die restlichen 9 Freiwilligen dürfen während diesen sechs Sekunden auf ihn einschlagen, ihn treten ... und erhalten ihren Teil des Geldes, das am Boden liegenbleibt.Allein diese Idee hat mich schon ziemlich schockiert, aber es kommt noch schlimmer. Jasmin tritt als Freiwillige nach vorn, doch als sich dann jemand nach dem Geld bückt, steht sie tatenlos daneben und sieht zu, wie jemand krankenhausreif geprügelt wird. Denn auch als die sechs Sekunden längst abgelaufen sind, tritt jemand weiter nach dem am Boden liegenden Jugendlichen. Während der folgenden Tage muss Jasmin immer wieder an das Geschehene denken, denn sie kennt das Opfer und hat etwas beobachtet, das den Täter verraten könnte: ein Kreuz auf der Kappe seiner Chucks. Außerdem wird sie von Schuldgefühlen geplagt, weil sie nichts unternommen hat.Als dann auch noch die Polizei in der Schule auftaucht und die ersten Schüler verhört, will Jasmin nicht länger schweigen. Doch damit bringt sie sich erst recht in Schwierigkeiten, denn immerhin lautet die Regel: "Schweig wie ein Grab über DIE Party!"Doch Jasmin erkennt:"Aber sechs Sekunden sind mehr als nichts. Sechs Sekunden sind alles. In sechs Sekunden kannst du etwas anfangen und etwas beenden. Du kannst jemandem gratulieren und kondolieren. Kannst geboren werden und sterben. Sechs Sekunden sind noch nie nichts gewesen." (S.202)Jasmins Erlebnisse haben mich deshalb so erschüttert, weil sie zeigen, wie wahnwitzig diese Partys sind - die es offensichtlich in ähnlicher Form wirklich gibt - und in welchem Maße manch einer sich in der Masse unbeobachtet fühlt und denkt, unbehelligt davon zu kommen, wenn man in der Anonymität verschwinden kann.Daniëlle Bakhuis hat den Schluss ihrer Geschichte einigermaßen offen gelassen. Wohl erfährt man als Leser, wer sich hinter dem Schläger mit dem Kreuz auf den Chucks versteckt und lernt auch dessen Beweggründe kennen. Wer allerdings hinter der Organisation der Partys und auch der anschließenden Einschüchterungsversuche steckt, erfährt man nicht und es sieht ganz so aus, als würden die wahren Bösewichte ungeschoren davonkommen.Auch wenn dieses Buch mich teilweise regelrecht schockiert hat, so möchte ich dennoch eine Leseempfehlung aussprechen. Meiner Ansicht nach eignet das Buch sich auch sehr gut , um es mit älteren Jugendlichen im Unterricht zu besprechen.

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  • Spannend und teilweise auf wahrer Begebenheit

    Nur 6 Sekunden

    justbelieveinb

    25. July 2016 um 18:31

    Nur 6 Sekunden - das geht ja schnell vorbei, denken sich die vier Freundinnen Jasmin, Hanna, Jacky und Olive. Aber leider ist es nicht so einfach gedacht. Die Geschichte beginnt damit, dass die 4 Mädels endlich nach langer Zeit eine Einladung zu DER PARTY bekommen haben. Keiner weiß so richtig was bei diesen Partys so passiert: nur dass sie mega geheim sind und man sich vorher beweisen muss, um eingeladen zu werden.Regel Nr 1. Schweig wie ein Grab!!!!! Wer die Partys organisiert?! Das weiß keiner. Das Einzige, was man von den Partys weiß, ist , dass es gratis Alkohol und Drogen gibt und es am Ende eine "Abbrechnung" gibt. Das heißt, 10 Leute können sich freiweillig dafür melden . Sie stellen sich in ein Kreis und werfen ancheinander Geld hinein.: immer den gleichen oder einen höheren Betrag. Bei den meisten Partys liegen zwischen 500 und 1500€ in der Mitte. Wer sich zuerst draufstürzt, hat 6 Sekunde Zeit sich soviel Geld zu schnappen wie möglich. Aber leichter gesagt als getan, denn in diesen 6 Sekunden haben alle anderen 9 die Möglichkeit so schwer und stark wie möglich auf diese Person einzuprügeln.Eine Stunde vor Beginn bekommt Jacky eine Nachricht, wohin sie müssen, nämlich in eine Waldlichtung am Standrand und, dass sie nur in schwarzen Jeans, schwarzen Kapuzenpullis und Chucks auftauchen dürfen. Alle freuen sich total, außer Jasmin, die ein mega ungutes Gefühl hat. Zu Recht wie sich später am Abend zeigen wird.Am Eingang werden die Namen der Mädels auf DER LISTE abgestrichen. Wer auffällt kommt nicht rein. Alle 4 schaffen es und bekommen eine Hasenmaske aufgesetzt, um Anonymität zu bewahren. Schon bald macht auch Jasmin die Party mega Spaß und dann erfolgt der Dong. Obwohl Jasmin sich beschworen hat, meldet Sie sich freiweillig zur Abbrechnung. Immer mehr Geld landet im Pott und schon bald fragt sich Jasmin, ob sie zuschlagen soll: nur 6 Sekunden!Aber dann langt jmd anders zu, und prompt schlagen und treten alle auf die Person ein: jasmin ist total geschockt von der Brutalität und sofort wieder nüchtern. Die 6 Sekunden sind vorbei und trotzdem tritt jmd noch auf die schon am Bodenliegende Person ein. Natürlich weiß Jasmin nicht, wer es ist. Nur dass dieser jmd ein Kreuz am Schuh hat. Wie hat die Person das geschafft und ist an den Leuten so beim Einlass vorbei gekommen. Bald wird klar, dass die Person, die am Boden lag eine alte Bekannte von Jasmin ist. Sie versucht das Rätsel zu lösen und heraus zu finden, wer so brutal ist. Aber worauf hat sie sich da eigentlich eingelassen? Drogungen und Angstzustände gehören schnell zum Alltag. Die Lösung scheint nah, aber schafft sie es auch?! Spannender, fresselnder und gut lesender Jugendthriller mit einem teils gelösten und teilweise offenen Ende. Besonders interesssant fand ich die abbrechnung, da es auf einem Spiel basiert, dass es tatsächlich gibt. Und die weite Fassung DER PARTY. man muss es gelesen haben um alles zu verstehen, weiter kann ich auch nicht drauf eingehen ohne etwas zu verraten. Lest es!

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