Daniel Alarcón

 4.1 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Lost City Radio, Des Nachts gehn wir im Kreis und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Daniel Alarcón

Daniel AlarcónLost City Radio
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Lost City Radio
Lost City Radio
 (11)
Erschienen am 01.12.2010
Daniel AlarcónDes Nachts gehn wir im Kreis
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Des Nachts gehn wir im Kreis
Des Nachts gehn wir im Kreis
 (3)
Erschienen am 27.07.2017
Daniel AlarcónStadt der Clowns
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Stadt der Clowns
Stadt der Clowns
 (1)
Erschienen am 22.08.2012
Daniel AlarcónLost City Radio
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Lost City Radio
Lost City Radio
 (0)
Erschienen am 22.08.2008
Daniel AlarcónLost City Radio
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Lost City Radio
Lost City Radio
 (0)
Erschienen am 08.09.2009
Daniel AlarcónLost city Radio. Lost City Radio, französische Ausgabe
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Lost city Radio. Lost City Radio, französische Ausgabe
Daniel AlarcónAt Night We Walk in Circles
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At Night We Walk in Circles
At Night We Walk in Circles
 (0)
Erschienen am 02.09.2014

Neue Rezensionen zu Daniel Alarcón

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Kerstin_Westerbecks avatar

Rezension zu "Des Nachts gehn wir im Kreis" von Daniel Alarcón

Grossartig!
Kerstin_Westerbeckvor 3 Jahren

Eins vorab: Daniel Alarcóns „Des Nachts gehen wir im Kreis“ muss man unbedingt langsam lesen. Es steckt unendlich viel in dieser Geschichte ...

Die Story spielt in Peru, was namentlich nicht genannt wird. Der Protagonist Nelson erlebt die Zeit nach dem Krieg (gemeint ist der peruanische Bürgerkrieg, im Zeitraum zwischen 1980 und 2001) in der „Stadt“ (gemeint ist Lima).

Nelsons Bruder hat das Land nach dem Krieg verlassen und ist in die USA emigriert (wie der Autor übrigens auch). Nelson lebt bei seiner Mutter Mónica. Von seinem Vater erfährt man nicht viel. Nelsons Liebe zu seiner Freundin Ixta steuert seinen Alltag, bis diese Beziehung in die Brüche geht. In der allgemein bedrückenden Nachkriegsstimmung sucht er seinen Weg und schließt sich der legendären Theatergruppe Septiembre an. Die letzten Veteranen der einst hoch politisch agierenden Theatergruppe, Henry Núñez (der Theaterschreiber) und sein Assistent Patalarga, sind auf der Suche nach einem Schauspieler für ihr Bühnenstück. Nelson bekommt die Rolle. Um an die alten Zeit von Septiembre anzuknüpfen und den ehemaligen Glanz um die Theatergruppe wiederzubeleben, starten sie eine Tournee in die Provinz. Jeder der drei sehr unterschiedlichen Charaktere schleppt dabei seine ganz persönliche Geschichte mit sich. Insbesondere die des einst in Colectores, einem legendären Gefängnis, inhaftierten Henry Núñez, erschließt sich Nelson (und dem Leser) nach und nach, auf der Reise durch die Provinz. Hinzu kommt die Stimmung, die sie in den Dörfern antreffen. Die Schauspieler werden ganz unterschiedlich empfangen. Begleitet ist ihr Erscheinen von Neugier, Angst und Misstrauen, bis hin zu kindlicher Begeisterung für das unverhoffte Kulturglück. In jedem Dorf spürt man es auch als Leser ganz intensiv: die Orte haben ihre Seelen und die daraus hervorgehenden ganz eigenen Gesetze, welche den Menschen oft als Selbstschutz dienen. Man bekommt die Stimmung hautnah zu spüren, die Bürgerkrieg und die Abgeschiedenheit hinterlassen haben.

Am Ende ihrer Tour landen die drei Schauspieler in dem Dorf T., wo Henry sich seiner Vergangenheit stellt. Die Konfrontation mit dem Vergangenen endet jedoch völlig anders als erwartet. Nelson wird in eine neue Rolle gedrängt, Theater durch Realität ersetzt. Man ahnt, dass es für Nelson nun eine schicksalhafte Wende nimmt ...

„Des Nachts gehen wir im Kreis“ ist ein Buch, bei dem man zumindest einen kurzen Blick auf die Geschichte Lateinamerikas (in diesem Fall Peru) werfen sollte, um das hier beschriebene nachzuempfinden. Für mich waren die Darstellungen sehr nah, sehr intensiv und ich konnte mich sehr gut in die Stimmung in den Dörfern hineinversetzen, weil es mich an meine ersten Reisen in Lateinamerika erinnert hat. Daniel Alarcón beschreibt, ganz im Stil der großen lateinamerikanischen Erzähler der vorangegangenen Generation, sehr dicht und eindringlich. Alarcón aber gehört zur neuen (jüngeren) Generation. Man spürt, dass er sein Land aus der Distanz sehr reflektiert betrachtet und sich damit sicher auch von der Kultur, die er aus den Vereinigten Staaten kennt, absetzt. Das Buch ist sehr lateinamerikanisch und hat mich an Werke von Mario Vargas Llosa (Tod in den Anden, der Krieg am anderen Ende der Welt) erinnert. Ich liebe Vargas Llosas bildreichen Beschreibungen, auch wenn er oft schwer zu lesen ist.

Auch bei Alarcón braucht man ein paar Seiten für den Einstieg und um sich in die andere (lateinamerikanische) Sicht der Dinge zu versetzen. Dann aber berührt das Buch sehr. Ich war irgendwann völlig gefangen von der Atmosphäre und der Story, die so intensiv aus der Realität herauskommt und es schafft das Schicksal von Menschen mit ihrer Region, mit Politik und allem was damit zusammenhängt in Verbindung zu bringen. Ein großartiges Buch! Daniel Alarcón steht ab sofort auf meiner Lieblingsliste und ich werde wachsam weitere Titel von ihm verfolgen!

(Eine Anmerkung zu dem eher unpassenden Zeitungszitat unter dem Klappentext: Man hat manchmal den Eindruck bei derartigen Kurzkommentaren, das Buch wurde überhaupt nicht gelesen. Die Story ist nicht witzig und soll es sicher auch nicht sein)

Kommentare: 4
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Krimirattes avatar

Rezension zu "Lost City Radio" von Daniel Alarcón

Rezension zu "Lost City Radio" von Daniel Alarcón
Krimirattevor 7 Jahren

Ein sehr bewegendes Buch! Einfach rundum zu empfehlen. Der Autor kommt den Figuren in seinem Roman sehr nah, es ist traurig, bedrückend und auch wieder total schön.. Nichts für Menschen, die partout ein Happy End brauchen.

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P

Rezension zu "Lost City Radio" von Daniel Alarcón

Rezension zu "Lost City Radio" von Daniel Alarcón
papalagivor 10 Jahren

Norma moderiert die Radiosendung "Lost City Radio", in der die Zuhörer nach Vermissten suchen können. Eines Tages taucht im Sender ein Junge aus dem Dschungeldorf auf. Er hat eine Liste von Verschollenen. Darauf steht auch der Name von Normas Mann. 10 Jahre ist er jetzt schon verschwunden und sie wartet immer noch auf ihn. Fragen tauchen wieder auf, gehörte er zu den Untergrundkämpfern oder lebt er noch. Wir erfahren immer mehr von Rey und von der Zeit des Bürgerkrieges. Erschütternd, wie 10 Jahre nach Kriegsende immer noch die Angst herrscht .

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