Daniel Althaus Wilderer im Solling

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Inhaltsangabe zu „Wilderer im Solling“ von Daniel Althaus

„Hasen, Rehe, Hirsche und Füchse hat Gott für alle Menschen geschaffen. Wenn du ein gesundes Auge hast, sollst du schießen“. Dieses „elfte Gebot“, mit dem die Wilddiebe ihr Tun rechtfertigten, hat Heinrich Sohnrey für den Solling dokumentiert. Dieser Ausspruch weist daraufhin, dass auch in dem großen südniedersächsischen Waldgebiet die Jagd jahrhundertelang ein Privileg der Obrigkeit war. Um in den Genuss von Wildfleisch zu kommen, blieb der verarmten und zeitweise hungerleidenden Bevölkerung keine andere Möglichkeit als zu wildern. Daniel Althaus dokumentiert die aktenkundlichen Fälle von Wilderei im Solling im 18. und 19. Jahrhundert. Dabei beleuchtet er die Motive der Wilderer ebenso wie die behördlichen Gegenmaßnahmen, die durch die mitten durch den Solling verlaufende Grenze zwischen dem Herzogtum Braunschweig und dem Königreich Hannover erschwert wurden. Der Leser erfährt nicht nur von spannenden und oftmals auch blutigen Begebenheiten im Sollingforst, sondern erhält auch Einblick in die Lebensumstände der damaligen Sollingbewohner.

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  • Rezension zu "Wilderer im Solling" von Daniel Althaus

    Wilderer im Solling
    schmoeker-rike

    schmoeker-rike

    02. October 2012 um 22:33

    Der Solling ist ein dünnbesiedeltes Mittelgebirge mit wildreichen Wäldern, die Bevölkerung dort war im 18, 19 Jhd arm, oft hungernd. Aber das Recht, Wild zu jagen, stand nur den jeweiligen Fürsten zu. Es blieb nicht aus, dass Männer aus den Dörfern heimlich jagten und Fallen stellten.Sie riskierten schwere Strafen, wie Zwangsarbeit an Wagen gekettet, ewigen Militärdienst oder auch den Tod. Ihre Feinde von Staatswegen waren Forstaufseher, Jagdgehilfen und Gendarmen, und so kam es zu teilweise dramatischen Zusammenstößen.. Das Buch ist schön gestaltet, insbesondere das Cover, das Papier und teilweise die Innenfotos. Der Autor zeigt leichte Sympathien für die Wilderer, bleibt aber im Ganzen neutral. Er hat für dieses Buch Gerichtsurteile, Briefe, Gedenksteine und mündliche Überlieferung ausgewertet und dokumentiert. Obwohl mich das Thema wirklich interessiert und ich jetzt auch viel gelernt habe, blieb das Ganze doch ziemlich blutleer und eine Aneinanderreihung von Fakten. Es fiel mir schwer, es zuendezulesen. Auch war, anders als die Ankündigung vorstellt, nur wenig über die Lebensumstände der allgemeinen Bevölkerung zu erfahren. Der Text war eigentlich eine Magisterarbeit, das erklärt vielleicht manches. Empfehlenswert trotzdem für diejenigen, die das Thema interessiert, Fakten suchen und sich an der trockenen Schreibe nicht stören. ES gibt von mir doch 3 Punkte, weil ich etliches interessantes Neues gelernt habe.

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