Daniel Annechino Keine Gnade

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Inhaltsangabe zu „Keine Gnade“ von Daniel Annechino

Wenn ich diesen Eid erfülle und nicht breche, so sei mir beschieden, (…) Ansehen bei allen Menschen für alle Zeit zu gewinnen. Wenn ich ihn aber übertrete und breche, so geschehe mir das Gegenteil.Ein brutaler Serienmörder versetzt San Diego in Angst und Schrecken: Die Opfer werden ohne Narkose am Herzen operiert – und sterben. Ein grausamer Tod. Detective Inspector Samantha Rizzo und ihr Kollege Alberto Diaz sind auf der Jagd nach einem Mann, der den hippokratischen Eid bricht. Ohne Reue. Er ist ein Killer ohne Gnade.

War viel besser als der erste Band.

— kathy125
kathy125

Abgedreht und teilweise verwirrend, aber trotzdem spannend und flott zu lesen.

— Zirbi
Zirbi

Spannend bis zum Schluß!

— Teddybaer66
Teddybaer66

Gnadenlos schlecht

— guybrush
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  • Wo bleibt die Engelsmusik?

    Keine Gnade
    CoffeeToGo

    CoffeeToGo

    29. December 2015 um 13:05

    Schon wieder treibt ein Serienmörder in San Diego sein Unwesen. Der Wahnsinnige operiert seine Opfer am offenen Herzen und scheint von Mal zu Mal brutaler zu werden. Als immer mehr Leichen auftauchen, ohne dass es eine Spur zum Täter gibt, stehen die Detectives Diaz und Rizzo zusehenst unter Druck. Die ist mein erstes Buch von Daniel Annechino, daher kannte ich auch nicht Samis Vorgeschichte, welche anscheinend in Band eins zur Rede kam. Das tat dem Ganzen aber keinen Abbruch, da man genug über den damaligen Fall erfahren hat und nicht im Dunkeln tappen musste. Der Schreibstil war gut strukturiert und flüssig zu lesen. Es wird abwechselnd aus verschiedenen Sichten erzählt, unter anderem aus der von Julian und Sami so, dass mit geschickten Erzählerwechseln eine gewisse Spannung aufgebaut wurde. Keine Gnade ist eigentlich genau die Art von Thriller, die ich liebe. Ein verrückter Mörder, der immer brutaler wird, dessen Vorgehen genaustens beschrieben wird und der uns als Bonus auch noch Einblicke in seine Gedanken gewährt. Doch genau das ist der Punkt. Laut Klappentext sollte ich genau das geliefert bekommen, sah mich auch auf den ersten Seiten bestätigt, doch leider ging es dann rapide bergab. Der Täter hat Medizin studiert und macht seine Sache im operieren am offenen Herzen anscheinend ziemlich gut. Zu meinem Bedauern jedoch, wird seine Vorgehensweise nur unvollständig beschrieben. Es wird gesagt wie er die Instrumente aufbaut, seine Opfer sediert und den Brustkorb öffnet, doch vom medizinischen Hintergrund wird viel zu wenig erklärt. Ich liebe es, wenn die Autoren gut für ihre Geschichte recherchieren und es dem Leser verständlich und dennoch spannend nahebringen können. Ein gutes Beispiel hierbei sind z. B. einige Romane von Sebsatian Fitzek. Das gab mir den Eindruck von einem "wischi-waschi" Roman, nach dem Motto "Ich finde das Thema sehr interessant, kenne mich in dem Bereich aber überhaupt nicht aus und habe aber auch keine Lust zu recherchieren, also schreiben wir einfach mal irgendein paar Fachbegriffe hin und überspringen die entscheidenden Stellen. Dem Leser wirds schon gefallen". Zudem fand ich die Wendung die der Täter in seinen Taten hatte nicht nachvollziehbar. Wenn er mehr Opfer gehabt hätte, also mehr Zeit für die Veränderungen, dann schon, doch das ging einfach zu schnell. Praktisch schon auf den ersten Seiten fängt er an, seine Familie zu vernachlässigen, obwohl er sie doch ach so doll liebt. Außerdem schien mir das Motiv für einen so anerkannten Chirurg etwas zu krass, zwar gibt es wirklich viele kranke Menschen, doch das hat irgendwie nicht gepasst. Sein Motiv für sexuelle Handlungen im Buch, welches ich ehrlich gesagt langweilig und unnötig fand, wurde kaum erklärt und kam eher so sporadisch vor, als wenn der Autor schnell noch sexuelle Übergriffe hat einbauen wollen, aber keine gute Idee hatte, warum der Täter das tun sollte. Das wirkte auf mich eher lächerlich. Schade war auch, dass Julian praktisch dem Leser am Ende erklären musste, warum er seine Taten so begangen hat. Kam eher rüber, als wenn der Autor wieder nicht wusste, wie er die Erklärungen einbauen sollte... "Ach gute Idee, dann schaut der Leser noch ein letztes Mal in Julians Kopf und Julian lässt alles noch einmal Revue passieren". Gääääähn wie langweilig. Bis darauf, dass ich Samis Vorgeschichte nicht kannte, gefiel mir ihre Beziehung zu Al ziemlich gut. Man hat jedesmal gemerkt, wie sehr sich die beiden lieben. Samis Unterhaltung mit Emily haben mich jedoch eher genervt. Zu sehr auf vertraut getrimmt und das ständige Kus (deren Abkürzung für Kusine) hing mir auch zum Halse raus. Das Ende war jedoch richtig zum kotzen. Es war sowas von kitschig und auf heile Welt gemacht, dass ich nur noch darauf gewartet habe, dass endlich die Engelsmusik einsetzt. Alles wird plötzlich auf wundersame Weise geklärt, jeder wird gesund, alle Probleme renken sich wieder ein, teilweise mit so absurd vielen Wundern die geschehen, dass mir echt die Haare zu Berge standen. Wenn das Ende nicht gewesen und Annechino besser (oder vielleicht überhaupt mal) recherchiert hätte, wäre es sicher nicht so eine Enttäuschung gewesen. Da es aber spannend war und sich gut lesen ließ, habe ich letztendlich doch noch drei statt zwei Sterne vergeben, aber mit zwei zugedrückten Augen.

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  • Die Allgemeinheit steht an erster Stelle

    Keine Gnade
    HappiestGirl

    HappiestGirl

    Julian ist jung, hat eine kleine Familie mit Frau und 2 Töchtern, ist ein erfolgreicher Kardiologe und dennoch ist Julian nicht der nette Mann von nebenan. Julian hat ein großes Ziel vor Augen, er möchte gern den Förderpreis der GAFF und forscht nach einer Möglichkeit, Menschen mit Vorhofflimmern zu heilen. Dafür geht er buchstäblich über Leichen. Er fesselt seine Opfer an allen vier Gelenken ans Bett, schließt sie an einen Herzmonitor an und beginnt dann mit seinem „chirurgischen“ Eingriff. Seine Opfer leiden dabei elendig. Leider mißglückt sein Experiment, seine Opfer am Leben zu erhalten. Er packt sie in Designerklamotten und legt sie an einer Stelle ab, wo sie schnell gefunden werden. Es spielt für ihn keine Rolle, ob seine Opfer männlich oder weiblich sind. Doch er hat ein Problem: er kann nicht richtig arbeiten, planen und seine Opfer in die Falle locken: er weiß nicht, wie er es vor seiner Frau verheimlichen soll. Er verstrickt sich in Lügen, um mehr Freiraum für seine Experimente zu bekommen. Doch seine Frau wird mißtrauisch. Hinterfragt alles und spioniert ihm sogar hinterher, weil sie eine Nebenbuhlerin vermutet. Sie ahnt nicht, was sie ihm damit für einen Gefallen tut. Kann ihn jetzt noch jemand aufhalten? Denn für ihn zählt nicht das Wohl des Einzelnen, sondern das der Mehrheit. Er kennt wirklich keine Gnade. Sami Rizzo ist seit 2 Jahren, seit sie dem letzten Serienkiller entkommen ist, aus dem Polizeidienst ausgeschieden. Seitdem „plagt“ sie sich mit einem Studium und Sozialdiensten. Und sie kann Simon nicht wirklich vergessen. Immer wieder wird sie von ihm in ihren Alpträumen heimgesucht. Trost und Halt findet sie seitdem bei ihrem Kollegen und Partner Alberto Diaz. Sie beide haben Simon vor 2 Jahren zur Strecke gebracht. Als Al in diesem neuen Fall zu ermitteln beginnt, bekommt er einen Anruf aus Brasilien, daß seine Schwester einen Verkehrsunfall hatte und nun im Koma liegt. Doch mit der Abreise von Al nach Rio wächst der Druck auf die restliche Belegschaft, den Täter dingfest zu machen, ehe ein neues Opfer zu Buche schlägt. Meine Meinung: Wieder einmal ist Daniel Annechino ein wunderbarer Thriller gelungen. Noch intensiver kann man an den Handlungen und Aktivitäten des Serienkillers teilnehmen und immer wieder hofft man, daß ihm bald das Handwerk gelegt wird. Parallel nimmt man an den Ermittlungen der Polizei teil. Und hier möchte man die Detectives am liebsten in die richtige Richtung schubsen. Ein gelungenes Katz-und-Maus-Spiel, mit einem kleinen Wermutstropfen: der private Teil von Sami und Al ist doch sehr überwiegend in diesem Band. Ich hatte manchmal das Gefühl, daß Julian eher Randfigur ist. Stattdessen stand Sami (gefühlt) im Mittelpunkt. Teilweise in ihrem Selbstmitleid badend, teilweise doch als starke Persönlichkeit. Und dann läßt sich Al auch noch etwas zu Schulden kommen..... Manches Mal too much. Obwohl es eine Fortsetzung zu „Leise stirbst Du nie“ ist, kann man diesen 2. Teil auch separat lesen. Daniel Annechino geht, soweit es für diesen Fall notwendig ist, in angemessenem Maße auf die relevanten Begebenheiten des ersten Teils ein.

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    Arun

    Arun

    11. April 2014 um 20:34
  • Keine Gnade

    Keine Gnade
    anyways

    anyways

    27. August 2013 um 21:25

    Ein Kardiologe auf monströsen Abwegen. Da sein Forschungszuschuss nicht bewilligt wurde und ihm nur zwei Monate Zeit bleiben, um signifikante Daten zu generieren, verfällt der Kardiologe Julian auf einen mörderischen Plan. Anstatt einwilligungsfähige Patienten in seine Studien einzuschließen, handelt er auf eigene Faust und erweitert seine Probandenkartei um nicht Freiwillige gesunde junge Menschen. Er operiert sie am offenen Herzen, ohne Betäubung und ohne eine Chance zu überleben. Die Leichen entsorgt er an öffentlichen Plätzen. San Diego wird innerhalb von zwei Jahren erneut von einem Serienkiller heimgesucht, doch diesmal ermittelt Al Diaz ohne seine Partnerin Sami. Aus den beiden ist ein Liebespaar geworden und Sami verfolgt tapfer ihre Idee, Sozialarbeiterin zu werden. Sie besucht auch weiterhin die Uni. Erst als Al’s Schwester bei einem Autounfall verunglückt und er Hals über Kopf an ihr Krankenbett eilt, beginnt Sami sich wirklich zu fragen ob nicht der Polizeidienst besser zu ihr passt. Kurzerhand wird sie bei ihrem Ex-Chef vorstellig und bekommt auch fast postwendend den Job als leitende Ermittlerin im Fall des „Reanimators“. War ich beim ersten Teil um Sam und Al noch voll des Lobes, habe ich an diesem Buch einiges zu bemängeln. Zum Ersten ist hier einfach die Grundidee: Wie will der Kardiologe seine Forschungsergebnisse veröffentlichen? Ergebnisse aus „seinen“ Studien sind nicht verwertbar, da sie überhaupt nicht nachvollziehbar sind. Ergebnisse Klinischer Studien (mit einem Forschungsbudget von 10 Millionen Dollar) auf diese absurde Art und dann noch ohne Wissen Anderer, zu „erschaffen“ ist völlig realitätsfern. Also an sich ist die Grundstory schon mal an den Haaren herbeigezogen, dann ähnelt sie dem Vorgängerband zu ca. 70 %. Der Protagonist kommt aus derselben Branche, ist charakterlich und seinem äußeren Erscheinungsbild dem Vorgänger sehr ähnlich und auch die Story ist sehr vorhersehbar. Alle übrigen Protagonisten kämpfen mit einem enormen Ausmaß an persönlichen Schicksalsschlägen. Das wirkt auf mich sehr bemüht und nahm mir die Freude am Lesen. Gefallen hat mir , ähnlich wie beim Vorgänger, das sehr detailierte Seelenleben der Beteiligten, so wird der "Bösewicht" nicht nur schwarz/ weiß dargestellt sondern durchläuft einen Entwicklungsprozess der nachvollziehbar wird. Es ist nicht so, dass der Autor einen nicht zu fesseln vermag, nur leider sind das alles ein paar Mängel zu viel. Worauf ich aber wirklich sauer bin ist die persönliche Beziehung der beiden ermittelnden Detektives, so ein verkitschtes „Happy End“ kann (M)an(n) sich wirklich nur ausdenken!

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  • ~ Zum Wohle der Menschheit ~

    Keine Gnade
    ShadowOfBlue

    ShadowOfBlue

    16. August 2013 um 08:46

    San Diego - eine junge Frau liegt gefesselt auf einem Bett, medizinische Apparaturen neben ihr. Am nächsten Morgen wird sie tot aufgefunden, am offenen Herzen operiert. Was davor, dabei und danach geschah? Der Leser erfährt es, nicht jedoch Alberto Diaz, der Ermittler, der mit dem Fall beauftragt wurde. Neben der Suche nach dem Täter erfährt Al aber noch andere Belastungen privater Natur, denn die Mutter seiner Lebensgefährtin Sami Rizzo liegt nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus. Als Al dann auch noch nach Brasilien muss, da seine Schwester dort im Koma liegt, keimt in der ehemaligen Polizistin Sami die Idee auf, wieder in den Beruf einzusteigen - zumal mittlerweile bereits die nächsten Leichen nach gleichem Schema aufgetaucht sind. Keine leichte Entscheidung, immerhin hatte sie den Dienst quittiert als sie bei ihrem letzten Einsatz in die Fänge eines Psychopathen geriet und fast ermordet wurde. Doch Sami beißt sich durch, ermittelt in alle möglichen Richtungen, während der Täter weiter mordet - nicht zu seinem Wohl, nein, zum Wohle der Menschheit. Was auf den ersten Blick nun sehr komplex und verwirrend klingen mag ist es auf den zweiten Blick nur noch teilweise. Bei der Inhaltsangabe habe ich auf vieles verzichtet, was ich entweder für überflüssig erachte, aber auch Teile auf die ich im weiteren Verlauf genauer drauf eingehen möchte. Zunächst nämlich auf die Tatsache, dass der Mörder dem Leser von den ersten Seiten an bekannt ist, denn er wird über die Seiten genauso begleitet wie die ermittelnden Detectives. Sein Denken, sein Handeln, alles wird verfolgt, private Probleme genau wie seine Morde. Und das, zum Wohle der Menschheit? Ja, denn es geht um eine Forschungsstudie, Julian, der Killer, ist Herzchirurg und steht vor dem Durchbruch. Während Al und Sami bei ihren Ermittlungen noch im Dunkeln tappen, ist der Leser also immer einen Schritt voraus, zumindest glaubt er dies. Denn bis auf ein paar private Details zum Mörder weiß man auch nicht mehr. Für mich war dies schon sehr verwirrend, man stellt Thesen auf und fragt sich nach einigen Seiten, worauf sich diese begründen, man kennt den Täter und fiebert trotzdem mit bei den Ermittlungen und gerade des vielseitigen Wissens wegen lässt man sich vielleicht auch schnell in die Irre führen. Der Spannungsbogen leidet seltsamerweise jedoch nicht unter diesem Wissen, denn man fiebert mit - mit beiden Seiten. Wird Julian einen Fehler machen? Findet er überhaupt neue Opfer? Werden Al und Sami auf die richtige Spur kommen? Welche Rolle spielt ein Privatdetektiv und was haben die Kollegen der Polizei zu verbergen? Viele Fragen, die auftreten, gepaart mit privaten Problemen sowohl auf der Seite der Guten als auch des Bösen, sollten die Spannung bis zur letzten Seite auf dem Höhepunkt halten... sollten? Ja, denn ein paar Knicke im Spannungsbogen gibt es schon. Gerade die privaten Konflikte lassen das Buch stellenweise eher wie eine Soap-Opera wirken, als wie einen Thriller, das obligatorische Kindheitstrauma darf ebenfalls nicht fehlen, genauso wie das unvermeidbare, kitschig überzogene, Happy End nach dramatischem Showdown. Hollywood in Buchform, eigentlich eine perfekte Vorlage für einen Kino-Blockbuster, wobei eine Verfilmung wohl durch die Begleitung Julians nicht möglich wäre, da dabei die ganze Spannung des Buches verloren ginge.Sicherlich, es ist nicht alles Gold was glänzt, aber trotz der angesprochenen Kritikpunkte ist das Buch schon gut gelungen. Man braucht ein wenig, sich dran zu gewöhnen, auch an die häufigen Sprünge zu den verschiedenen Protagonisten, die einen eher aus dem Spannungsbogen herausreißen als ihn zu steigern, aber ich konnte mich dafür begeistern. Der Schreibstil geht locker von der Hand, trotz der Nähe zum medizinischen Bereich wird mit Fachausdrücken und Fremdwörtern eher gespart, kurze Kapitel laden dazu ein, das Buch auch mal aus der Hand zu legen. Ab und an erwischt man sich, dass man einen der reichlichen Namen nicht auf Anhieb zuordnen kann, durch den Kontext bekommt man aber immer wieder eine kleine Hilfe. Die Story an sich ist nichts neues, Morde im Dienste der Wissenschaft, das wurde auch schon in "Anatomie" und diversen anderen Büchern und Filmen, sowie in der Realität veranstaltet und bietet daher keinen wahnsinnigen Überraschungsfaktor. Die Passagen aus der Sicht von Julian, bei denen er seine Opfer sucht oder findet, kommen am ehesten an einen Thriller heran, die polizeiliche Ermittlungsarbeit ist wenn überhaupt auf Krimi-Niveau und die privaten Problemchen - gehobener Groschenroman. Manches wirkt dann auch doch ein wenig an den Haaren herbeigezogen, Zeugen, die sich plötzlich doch wieder an mehr erinnern sind da nur ein Beispiel. Sicherlich wird auch in der Realität das eine oder andere Mal der Zufall ein wenig behilflich sein, doch mit reiner Ermittlungsarbeit haben Sami und Al hier keinen Blumentopf gewonnen. Sie profitieren in erster Linie vom Zufall sowie von Fehlern, die Julian gemacht hat.Die Qualen, die Protagonistin Sami im vorherigen Roman "Leise stirbst Du nie" erleiden musste, werden in diesem Buch leicht angeschnitten, alleine schon um dem unwissenden Leser die Gründe für ihren zurückliegenden Austritt aus der Polizei näher zu bringen. Die mangelnde Kenntnis des Buches bringt dem Leser aber keinen Nachteil für die aktuelle Geschichte. Die Einblicke in Samis Psyche sind auch nur marginal und oberflächlich, fast schon nebensächlich, und wecken höchstens Neugierde auf die vorhergehende Geschichte, als dass sie wesentlichen Einfluss auf die aktuelle Mordserie haben. Trotzdem werden zahlreiche Anspielungen und Vergleiche gezogen, da eben zum wiederholten Mal ein Serienkiller die Gegend unsicher macht. Schaden kann es also nicht, wenn man sich "Keine Gnade" aufspart und chronologisch vorgeht. Ob ich nun andersherum auch noch "Leise stirbst Du nie" lesen würde, vermag ich aktuell nicht zu beurteilen, immerhin weiß ich nun, dass es gut ausgehen wird. Potential ist da, wird aber leider an einigen Stellen verschenkt. Doch auch, wenn man sich als Leser allwissend vorkommt, vor überraschenden Wendungen ist man nicht geschützt. Und dieses Spiel mit dem Leser, das gefährliche Halbwissen, das macht den Reiz des Buches aus. Auch wenn meine Worte teilweise ein wenig hart klingen mögen, so will ich das Buch nicht in der Luft zerreißen. Es ist spannend, es reißt einen auch in gewisser Weise mit, aber es kann halt nicht in allen Punkten überzeugen. Da es das perfekte Buch wohl eh nicht gibt und nie geben wird, kann ich trotzdem ohne Skrupel eine Empfehlung aussprechen. Das anfängliche Potential kommt leider mit der Zeit ein wenig abhanden, alles wirkt ein wenig abgehackt und später driftet es immer mehr in Richtung Groschenroman ab, somit behalte ich mir vor ein Sternchen abzuziehen. Trotz all der Kritikpunkte habe ich das Buch aber gerne gelesen, werde es in guter Erinnerung behalten und bereue nicht die Zeit. Wer Spannung von der ersten bis zur letzten der knapp über 500 Seiten erwartet, der muss sich jedoch auf die eine oder andere Durststrecke einstellen, denn manche Passagen sind ein wenig zäh, andere etwas zu vorhersehbar.4 Sterne und eine Empfehlung für alle, die einen etwas seichteren Krimi-Thriller bevorzugen, vor "krasseren" Passagen aber trotzdem nicht zurückschrecken. Für zartbesaitete ist das Buch aber nichts, denn manche Schilderungen, z.B. auch die Schilderungen von Julians Operationen, sind recht detailliert und haben das Potential ein wenig an die Nieren zu gehen.

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  • Leicht übers Ziel hinausgeschossen

    Keine Gnade
    NiliBine70

    NiliBine70

    01. May 2013 um 15:37

    Inhalt Ein Serienmörder versetzt alles in Angst und Schrecken. Seine Opfer bleiben zurück, scheinbar willkürlich ausgewählt, nach einer offensichtlichen Herz-OP, ohne jedoch vorher Herzprobleme aufgewiesen zu haben. Wer steckt dahinter und werden Sami und Al, das Dream-Team aus „Leise stirbst Du nie“ ihm das Handwerk legen? Meine Meinung:  Leicht übers Ziel hinaus geschossen Ich gebe es ja zu, nach dem ersten Buch von Daniel Annechino „Leise stirbst Du nie“ habe ich „Keine Gnade“ ohne zu zögern auf meine WuLi gesetzt und wollte das einfach lesen. Ich wollte auch, dass mir das Buch genauso viel Spannung beschert, wie das erste. Und es ließ sich auch alles recht gut an. Es gibt genug nervenzerfetzende Szenen, blutig, da ziehts einem wirklich alles zusammen und auch die Ermittlung ist sehr spannend. Es ist auch recht nett, dass die Figuren aus dem ersten Buch wieder da sind, man fremdelt nicht und mir ging es zumindest so, dass ich auch gleich wieder wusste, was Sami z.B. passiert ist und ich mit ihr litt. Und auch Al war gleich wieder präsent. Aber irgendwas zog sich denn doch wie Kaugummi, irgendwas war denn doch nicht sooo spannend, wie ich mir das eigentlich gedacht habe. Aber trotzdem habe ich’s nicht bereut, das Buch gelesen zu haben. Manchmal brauchts einfach so ein Zwischenspiel, um Figuren vielleicht mehr „Persönlichkeit“ zu geben, habe ich auch bei anderen Autoren schon erlebt. Und so gibt’s eben für streckenweise zu viel Fachchinesisch (ich glaube, bald können wir alle so serienmördermäßig Herz-OPs durchführen *gg*) und dadurch etwas Spannungsabfall einen Stern Abzug und die Hoffnung, dass beim nächsten Mal alles wieder besser wird! Fazit: Leicht ins Abseits geratener Thriller, bei dem man aber dennoch mit etlichen Litern Blut und bösem Killer rechnen muss. Danke an Vorablesen.de, dass ich’s lesen durfte!

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  • Zum Wohle der Menschheit

    Keine Gnade
    Pageturner

    Pageturner

    01. April 2013 um 19:11

    Daniel Annechino veröffentlichte den Vorgänger dieses Buches im Selbstverlag, das schnell zum Bestseller wurde. Heute lebt er in Kalifornien. Bisher hat er vier Romane veröffentlicht. Inhalt: Kardiologen Julian will einen Forschungspreis gewinnen. Dazu muss er seine Studie zum Thema Vorhofflimmern nur noch etwas ausbauen. Er benötigt Probanden, die er am offenen Herzen operieren kann. Er beschließt, die Personen zu kidnappen und so seine OP-Studien am lebenden Objekt durchzuführen. Er hat die Rechnung jedoch ohne das Ermittlerteam Al Diaz und Samantha Rizzo gemacht. Sie sind dem Mörder bereits auf den Fersen. Meinung: Das Buch ist spannend aufgebaut und ich habe es am Stück gelesen. In unterschiedlichen Erzählsträngen liest man sowohl aus der Sicht des Mörders, als auch aus Sicht der Ermittler. Eine ungewöhnliche Geschichte, denn der Mörder scheint auf den zweiten Blick nicht wirklich einer zu sein. Er stellt das Wohl der Allgemeinheit über das Wohl des Einzelnen. Er forscht, um an sich Leben retten zu können. Man mag darüber zweigeteilter Meinung sein. Da es zu diesem Buch einen Vorgänger gibt, den ich selbst nicht kannte sei gesagt, dass man sich auch ohne Vorwissen in der Geschichte zurechtfindet. Die Charaktere sind glaubwürdig, zum Teil war es mir ein wenig zu viel private Info um die Ermittler. Diese kommen auch so für mich sympathisch rüber. Cover: Das Cover stimmt entsprechend blutig auf einen Thriller ein. Ich finde, dass dieses Cover dem Inhalt nicht ganz gerecht wird. Es wirkt ziemlich reißerisch. Fazit: Ein kurzweiliger Roman, der spannend ist, jedoch streckenweise auch vorhersehbar schien. Um das Ermittlerteam gab es meines Erachtens nach zu viel private Info, die nichts zum Hauptgeschehen beisteuert. Alles in allem aber ein spannender Thriller mit einer etwas anderen Perspektive.

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  • Keine Gnade - Daniel Annechino

    Keine Gnade
    Das_Leseding

    Das_Leseding

    22. March 2013 um 21:12

    Julian ist Arzt und will den Durchbruch. Er muss seine Studie zum Thema Vorhofflimmern nur noch etwas ausbauen, mehr beweisen. Natürlich liegt nichts näher als sich Probanden zu entführen und die OP-Studien am gekidnappten und lebendem Objekt durchzuführen … Das Ermittlerduo Al Diaz und Samantha Rizzo sind dem Herzmörder allerdings auf den Fersen … Schreibstil: Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Allerdings mit wenig Spannung. So wird diese zwar teilweise aufgebaut, aber nicht gehalten und es sind Handlungsstränge verbaut, die nicht hätten sein müssen. Charaktere: Ja, die gab es wohl, aber leider konnte ich keinen greifen. Alle waren blass und konnten mich nicht überzeugen. Julian, der seiner Studie wegen zu unseriösen Mitteln greift wirkt verwirrt und die beiden Kommissare wirken sowas von aufgesetzt, dass ich mich zeitweise gefragt habt, wie die beiden es überhaupt in den Dienst geschafft haben. Cover: Das Cover verspricht viel Blut und Gewalt, was aber im Buch eher untergeht. Fazit: Ein sehr langweiliger Roman, der das Wort Thriller nicht verdient. Da “Keine Gnade” bereits der 2. Teil des Ermittlerduos Rizzo und Diaz ist, erfährt der Leser natürlich einiges von Teil 1 “Leise stirbst du nie”, aber einige Dinge bleiben unklar, so dass ich raten würde, mit dem 1. Teil zu beginnen. Mir hat Keine Gnade nicht gefallen, da die Handlungen immer vorhersehbar waren – logisch, so kannte ich gleich von der ersten Seite an den Mörder und sein Motiv. Das Ermittlerteam war mir zu stumpf und die Nebenhandlungen, also das Privatleben der Ermittler, hat mich überhaupt nicht interessiert und hatte auch nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun. Es ist immer schön eine sympathie über private Handlungen aufzubauen, aber das war dann doch zu viel des Guten.

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  • Rezension zu "Keine Gnade" von Daniel Annechino

    Keine Gnade
    flieder

    flieder

    29. December 2012 um 22:15

    Der erfolgreiche charismatische Kardiologe Julian braucht Forschungsgelder um seine Studie erfolgreich abzuschliessen. Dazu bekommt er noch ein halbes Jahr um mehr Informationen zu erhalten. Aber wo soll er geeignete Patienten herbekommen. Wenn nicht freiwillig so müssen die Opfer gezwungen werden. Den Anfang macht Genevieve, die er in einer Bar kennenlernt. Als sie in dem Loft von Julian wieder aufwacht ist sie an Händen und Beinen gefesselt und das unvorstellbare beginnt. Das Opfer wird mit aufgeschnittenem und wieder zugeklammertem Brustkorb aufgefunden. Aber sie soll nicht die letzte sein. Die Autopsien ergeben, dass die Opfer eine Operation am offenen Herzen erdulden mussten und das ohne Narkose. Als immer mehr Opfer auftauchen wird der Druck von Bürgermeisterin Sullivan enorm hoch. Der Täter muss gefunden werden und zwar sofort. Detective Inspector Samantha Rizza, eigentlich nicht mehr im Dienst und selbst privat in einer Zwickmühle, da ihre Mutter eine Bypassoperation am offenen Herzen hatte und ihr Freund und Kollege nach Brasilien reisen musste da seine Schwester einen schweren Autounfall beinahe nicht überlebt hat, fängt an zu ermitteln und schnell ist klar, der Täter kommt aus dem medizinischen Bereich. Aber wie kann man ihm das Handwerk legen Daniel Annechino ist ein Meister der Schreibkunst. Er versteht es den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Er lässt den Leser teilhaben wie ein angesehener Arzt zum Mörder wird, er versetzt uns in die Ängste der Opfer und auch in die Ermittlungsarbeit der Polizei. Auch das Cover lässt keinen Spielraum zu, dass es sich hier um einen gnadenlosen Thriller handelt

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  • Rezension zu "Keine Gnade" von Daniel Annechino

    Keine Gnade
    morgana06

    morgana06

    08. November 2012 um 18:42

    Es handelt sich um das zweite Buch des Autors Daniel Annechino mit den beiden Protagonisten Sami Rizzo und ihrem Kollegen und Lebenspartner Alberto Diaz. Wieder wird San Diego von einem Serienmörder heimgesucht der seine teuflischen chirurgischen Experimente die er zum "Wohle" der Menschheit durchführt und bei deren Durchführung er mit der Zeit auch einen besonderen Kick erhält was das Sexuelle angeht. Es handelt sich um einen Killer der keine Gnade kennt und der seinen hippokratischen Eid bricht. Eigentlich ist Alberto Diaz zunächst auf den Fall angesetzt, der muss aber wegen einer dringenden Familienangelegenheit - seine Schwester und einzige lebende Verwandte ist in Brasilien schwer verunglückt- sich leider aus dem Fall zurück ziehen. Sami Rizzo möchte gerne wieder als Detektive arbeiten - das Studium der Sozialarbeit gefällt ihr überhaupt nicht - und so bemüht sie sich um eine Wiedereinstellung in den Polizeidienst. Wegen der Brisanz des Falles wird Rizzo auch wieder eingestellt und dann beginnt ihre Jagt auf den Killer ohne Gnade. Ich habe das Buch als sehr rasant und spannend empfunden und es sehr schnell und zügig gelesen. Es hat mir sehr gut gefallen und ich kann es auf alle Fälle guten Gewissens weiter empfehlen. Das Buch für denen Thrillerfan absolut lesenswert. Ich möchte allerdings anmerken, dass das erste Buch dieser Serie "Leise stirbst du nie" noch einen Tick besser war als dieses Werk. Jedenfalls bin ich bereits jetzt schon sehr gespannt wie sich dieses Serie weiter entwickeln wird.

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  • Rezension zu "Keine Gnade" von Daniel Annechino

    Keine Gnade
    Micha_M

    Micha_M

    04. November 2012 um 19:32

    "Keine Gnade" ist leider ein recht langweiliger Thriller, wenn man den ersten Teil "Leise stirbst du nie" gelesen hat. Grund: Die Story ist beinahe identisch. Ein Serienmörder versetzt San Diego in Angst und Schrecken. Er führt Operationen am offenen Herzen an lebenden Menschen durch. Ansonsten passiert rein gar nichts, was mich zum Lesen motiviert hätte. Dafür gleicht es zu sehr dem ersten Band. Leider, denn Potential hat die Story. Aber nach Seiten ohne jegliche Spannung, hab ich keinen Sinn mehr darin gesehen, weiterzulesen.

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  • Rezension zu "Keine Gnade" von Daniel Annechino

    Keine Gnade
    Michelangelo

    Michelangelo

    17. October 2012 um 10:53

    Das Cover ist aussagefähig und verspricht einen mörderischen, blutreichen Thriller. Anstelle des Messers wäre vielleicht ein Skalpell passender gewesen...... Es ziehen sich zwei Erzählstränge durchs Buch: 1.) den des Kardiologen Julian dem wichtige Forschungsgelder zur operativen Therapie des Vorhofflimmerns nicht bewilligt wurden und seine Experimente , die er nun auf eigene Faust durchzieht. Das Motto, mit dem er seine Aktivitäten begründet lautet: „Das Wohl der Allgemeinheit ist wichtiger als das Wohl des Einzelnen“ Die geschilderten Experimente werden von Opfer zu Opfer schlimmer und auch immer akribischer beschrieben, in dem Sinne wie Julian wird immer aggressiver und unkontrollierter vorgeht….. Der Autor vermittelt in kleinen Schritten parallel zu den Taten, warum Julian so handelt, so handeln muss…warum er so brutal und so süchtig nach Anerkennung ist…manchmal könnte man sogar Mitleid mit ihm haben. 2.) den, der die Geschichte von Al Diaz und Sami Rizzo bedient-ihre Liebe zueinander, die gesundheitlichen Probleme ihrer Angehörigen, Sami , die erkennt, dass sie wieder in den Polizeidienst zurück muss- nachdem sie ja nach ihren schlimmen Erlebnissen im ersten Roman des Autors dort ausgeschieden ist. Auch wenn ich den Vorgängerroman nicht gelesen hatte, konnte ich trotzdem gut nachvollziehen, was ihr passiert war, da ja sehr oft darauf zurückgegriffen wurde. Ihre Liebe , ihre Probleme….fand ich manchmal zu sehr in den Vordergrund geschoben ,aber auch das ist Geschmackssache….mir persönlich hätten es gerne einige Seiten davon weniger sein dürfen. Der Schreibstil ist einfach, lässt sich leicht und flüssig lesen. Man findet nach einer Lesepause auch sofort wieder den Anschluss ans Geschehen. Trotz/wegen der erschreckenden Taten ist das Buch sehr spannend und lässt einen nicht los, denn schließlich und endlich möchte man doch wissen wie die ganze Geschichte ausgeht. Das Ende hat mich sehr überrascht, da ich jemand anderen im Blickfeld hatte.

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  • Rezension zu "Keine Gnade" von Daniel Annechino

    Keine Gnade
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    04. October 2012 um 15:08

    Der erfolgreiche Kardiologe Julian wird von einer wichtigen Institution in die Realität versetzt: seine Forschungsarbeit kann noch nicht angenommen werden, es fehlen noch Nachweise für die Wirksamkeit an lebenden Personen. Sechs Monate Zeit gewährt man ihm dafür. Also muss er Probanden finden - das wird nicht einfach, denn Freiwillige wird es kaum geben. Also müssen Unfreiwillige im Dienste der Gesellschaft ihr Leben lassen. Die erste, die für die Medizin ihr Leben gibt, ist die junge Genevieve, Tochter eines Richters und als Partygirl leichte Beute für den gutaussehenden Julian. Ihre Leiche legt er im Park in San Diego ab. Alberto Diaz wird mit der Aufklärung des Mords beauftragt. Zwei Jahre nachdem seine Partnerin Sami Rizzo von einem Psychopathen beinahe ermordet wurde, ist die Beziehung immer noch schwierig. Er kann sie mit Details seiner Arbeit kaum belasten - dabei denkt Sami selbst schon längst wieder daran, in die Polizeiarbeit zurückzukehren. Als Al zu seiner schwerverletzten Schwester nach Rio fliegen muss, ist für Sami der entscheidende Moment gekommen und sie übernimmt seinen Fall. Die Untersuchungen laufen auf Hochtouren und der Mörder steht mehr und mehr unter Druck immer schneller neue Opfer zu finden und seine Taten nicht nur vor der Öffentlichkeit, sondern auch vor seiner Familie zu verheimlichen. Bisweilen geraten seine Taten außer Kontrolle, weil er seine Triebe nicht mehr steuern kann. Bei seinem letzten Opfer wird er leichtsinnig und sie kann sich zur Wehr setzen. Doch so schnell ist Julian auch wieder nicht zu Fall zu bringen. Positiv fällt auf, dass die Ermittlerin nicht dem Klischee des Cop entspricht: alkoholsüchtig oder von sonstigen Drogen abhängig, verkorkstes Familienleben und psychisch völlig am Ende. Sami Rizzo erscheint normal, wie jeder andere Mensch auch. Das macht die Ermittlerin besonders sympathisch. Die alltäglichen Gedanken, Sorgen um die Familie und ihre Beziehung sind eine wohltuende Abwechslung im Krimigenre. Auch der Täter ist dieses Mal nicht wie tausendfach gelesen psychisch-gestört ohne jeden Sinn handelnd. Er hat ein Motiv, welches fern jeder Sucht- oder Störungsbefriedigung liegt und seine zunehmenden Exzesse werden auch glaubhaft erklärt ohne die ganze Bandbreite an Kindermisshandlung aufzutischen. Das Tempo steigert sich zum Ende hin und es bleibt lange offen, ob der Mörder davonkommt. Spannend bis zur letzten Seite. Einziger Kritikpunkt: es wird sehr viel Bezug auf den vorhergehenden Band der Reihe genommen. Zwar unterhält "Keine Gnade" auch, wenn man ihn nicht kennt, bisweilen wäre die Vorgeschichte jedoch schon interessant, um das Verhältnis von Al und Sami besser einordnen zu können.

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  • Rezension zu "Keine Gnade" von Daniel Annechino

    Keine Gnade
    mamenu

    mamenu

    30. September 2012 um 21:32

    Zum Buch Sie lag auf einem Bett und wusste nicht,wo sie sich befand oder wie sie dorthin gekommen war. Als sie versuchte,sich das Haar aus dem Gesicht zu streichen,stellte sie fest,dass ihre Handgelenke mit Nylonriemen ans Kopfende des Bettes gebunden waren.,Sie hob ihren schmerzenden Kopf und konnte sehen,dass auch ihre Fußgelenke ans Bett gefesselt waren. Sie lag mit gespreizten Armen und Beinen auf dem Bett. Neben dem Bett entdeckte sie die Umrisse eines Infussionsbeutels,der an einem Metallständer hing.Der Schlauch aus dem Beutel führte zu einer Kanüle,die in ihrer Armbeuge steckte.Abgesehen von dem dünnen Laken über ihrem Körper war sie vollständig nackt. Willkommen zurück sagte Julian.Er lächelte,wandte sich dann ab und stellte den Regler am Infussionsbeutel neu ein. Warum tust du das? flüsterte sie kaum hörbar. Ich habe keine andere Wahl. Zwei Jahre nachdem Detective Sami Rizzo im letzten Moment aus der Hand des Serienkillers Simon (Leise stirbst du nie)gerettet werden konnte,versetzt ein brutaler Serienmörder San Diego in Angst und Schrecken. Sami,die sich für einige Monate hat beurlauben lassen,tritt den Dienst wieder an und macht sich,zusammen mit Al,ihrem Kollegen und Geliebten,auf die Jagd nach einem Psychopathen,der seine Opfer mit einem Skapell quält und schließlich tötet... Wer ist der brtale Mörder? Können Sami und Al ihn aufhalten? Meine Meinung Jetzt habe ich das zweite Buch von Daniel Annechino gelesen und muss sagen, es war doch etwas besser als der erste Teil. Die ersten Seiten sind so sehr mit Spannung geladen, das ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Leider ging das nicht ganz so, wie erwartet, weiter. Ab der Mitte des Buches Flaute dann das ganze doch etwas ab, da sehr viel Privates von den Ermittlern dazu kam, die in einer Beziehungkrise steckten und dann doch etwas vom eigentlichen Inhalt des Buches ablenkten. So blieb dann doch die Spannung ein wenig auf der Strecke. Eigentlich schade, da die Geschichte um den Serienmörder doch sehr interessant war. Da zu viel von der Beziehungkrise von den beiden Ermittlern erzählt wurde, fand ich manche Seiten etwas langatmig und nicht mehr sehr spannend. Den Schreibstil empfand ich sehr flüssig, Sodas man das Buch sehr gut Lesen konnte. Leider hatte ich vom Ende des Buches ein wenig mehr erwartet, auch hier ging es mir ein wenig zu schnell. Da hätte man doch noch ein bisschen mehr Spannung reinbringen können. Trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht, da die eigentliche Geschichte vom Serienmörder recht interessant gestaltet war.

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  • Rezension zu "Keine Gnade" von Daniel Annechino

    Keine Gnade
    goat

    goat

    30. September 2012 um 00:35

    Bei "Keine Gnade" handelt es sich bereits um den zweiten Band über das Ermittlerduo Detective Inspector Samantha Rizzo und ihren Kollegen Alberto Diaz. Das Cover ist für einen Thriller sehr passend. Es zeigt ein auf dem Boden liegendes Messer. Sowohl das Messer als auch die Fliesen des Bodens sind mit Blut bedeckt. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass das Buch längst nicht so blutig war, wie das Cover dem Leser vielleicht weismacht. Der Band setzt ein, zwei Jahre nach dem letzten Fall der beiden Ermittler. Nachdem Sami aus den Fängen des Serienkillers Simon befreit worden ist, quittiert sie den Dienst und widmet sich der Aufgabe als zukünftige Sozialarbeiterin. Als in San Diego allerdings ein brutaler Serienmörder umgeht, der es perfekt versteht, mit dem Skalpell umzugehen, ist sich Sami nicht mehr so sicher, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Sie tritt wieder in den Polizeidienst ein, um den Psychopathen zu jagen, der Menschen am offenen Herzen operiert und ihre Leichen dann in Designerkleidung öffentlich ablegt, damit sie gefunden werden. Im Gegensatz zu den Ermittlern weiß der Leser von Beginn an, dass es sich bei dem Mörder um Julian handelt, einem Kardiologen, der auf den Durchbruch in Sachen Forschung um das Vorhofflimmern am Herzen hofft. Auf die erwartete Förderung in Millionenhöhe muss er jedoch verzichten, weil sein Antrag aufgrund unzureichender Ergebnisse abgelehnt wird. Die Frist von sechs Monaten, um seinen Antrag neu einzureichen, setzt ihn unter Zugzwang und damit fatalerweise auch den für ihn geltenden hippokratischen Eid außer Kraft. Besessen von der Idee, seine Förderer von seinem Können zu überzeugen, gibt es für ihn nur noch einen Gedanken: Er benötigt für seine Forschungen lebende Probanden. Doch Julian weiß genau, dass kein Mensch sich freiwillig so einer Operation als Versuchskaninchen zur Verfügung stellen würde, und so brütet er einen ebenso grausamen wie auch mörderischen Plan aus. In einer Bar sucht er sich sein erstes Opfer - Genevieve Foster, eine Jurastudentin. Seine Annäherungsversuche sind zwar noch etwas unbeholfen und plump, aber dennoch gelingt es ihm, die junge Frau mich zu sich in seine Wohnung zu locken. Der Prolog des Buches beginnt mit dem Aufwachen Genevieves, nachdem das Betäubungsmittel nachgelassen hat. An Händen und Füßen an ein Bett gefesselt, kann sie sich zunächst nicht daran erinnern, wie sie dorthin gekommen ist, doch schon kurze Zeit später kehren sowohl ihre Erinnerung als auch Julian zurück ... Man kann geteilter Meinung darüber sein, ob ein Thriller noch genug Spannung erzeugen kann, wenn von vornherein feststeht, wer der Mörder ist. Meiner Meinung nach ist es Daniel Annechino auf jeden Fall gelungen, sowohl Spannung aufzubauen, als diese auch bis zum Ende des Buches zu halten. Pluspunkt ist definitiv die Tatsache, dass man den Mörder zwar mit seinem Vornamen kennt und auch viel über seine Gedanken und seine Sichtweise erfährt, jedoch bis zum Schluss nicht sicher sein kann, um welchen Arzt es sich genau handelt, weil alle anderen Ärzte immer nur beim Nachnamen genannt werden - somit könnte eigentlich jeder von ihnen Julian sein. Der Autor verwendet die auktoriale Erzählform in seinem Roman, immer mit Blick auf die verschiedenen Charaktere. Interessant sind die Gedanken und Gefühle der Figuren. Die mit Abstand vielfältigste Persönlichkeit ist in diesem Fall eindeutig Julian. Von einem liebenden Familienvater und erfolgreichen Arzt verwandelt er sich in ein grausames Monster. Seine zunächst noch von schlechtem Gewissen geplagten Aktionen werden immer brutaler und bereits nach seinem zweiten Opfer ist das schlechte Gewissen einem unkontrollierbaren Machtgefühl gewichen. Allein die Rechtfertigung für seine Morde bleibt dieselbe - frei nach Aristoteles: "Das Wohl der Allgemeinheit ist wichtiger als das Wohl des Einzelnen". Hier ging mir die Entwicklung vom guten zum bösen Menschen eindeutig zu schnell. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum Julian im Hinblick auf seine eigentlichen Beweggründe nicht weiterhin ein schlechtes Gewissen behält, sondern immer brutaler vorgeht und schlussendlich seine Opfer noch zusätzlich missbraucht und quält. Auch Entwicklung, die seine Familie betrifft, ist mir zu unausgereift. Er liebt seine Familie, aber mit jeder weiteren Tat ist er von der Anwesenheit seiner Frau genervter, die es ihm erschwert, die Opfer mit nach Hause zu bringen. Samantha Rizzo und Alberto Diaz haben mir als Ermittler sehr zugesagt, allerdings hat es der Autor hier mit den familiären Problemen etwas übertrieben. Ich habe fast mehr über die Bypass-Operation von Samis Mutter und der im Koma liegenden Schwester von Alberto gelesen als über das Vorgehen des Täters. Gut ich gebe zu, das ist etwas übertrieben aber es war definitiv zu viel der Probleme unserer Protagonisten (eines, welches beide betrifft, habe ich jetzt bewusst verschwiegen). Ich wäre nicht böse gewesen, wenn diese Problematik dem "Korrekturstift" zum Opfer gefallen wäre und das Buch um ca. 100 Seiten abgenommen hätte. An seinen Figuren merkt man, dass der Autor ein Faible für Charaktere mit einer schweren Kindheit hat. Die Beschreibungen zu den Herzoperationen wirkten sehr authentisch auf mich, ebenso wie die Gedanken und Gefühle der Opfer. Daniel Annechino schreibt sehr detailliert, setzt auf das Kopfkino seiner Leser und spielt mit deren Angst. Wer auf blutigen Szenen hofft, wird hier eher enttäuscht werden. Aber mal ehrlich: Wer hat sich nicht schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie schlimm es wäre, während einer Operation aufzuwachen und alles bei vollem Bewusstsein zu spüren, aber gelähmt zu sein und sich nicht bemerkbar machen zu können? Genau das ist es, was diesen Thriller ausmacht. Während des Lesens habe ich oft gedacht, dass ich gerne erst den Vorgängerband gelesen hätte, bevor ich mich dem zweiten Band widme. Aber um potenzielle Leser zu beruhigen: Dieser Band ist auch ohne Vorwissen gut zu lesen, denn es gibt viele Rückblenden zum ersten Fall. Aber gerade diese haben mich nun auch sehr neugierig auf den ersten Teil gemacht. Trotz einiger Längen gelingt es dem Autor, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu halten und sorgt für das, was einen Thriller ausmacht: Gänsehaut pur. Mit Keine Gnade" kann man nichts falsch machen. Von mir gibt es vier Sterne und eine Empfehlung.

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  • Rezension zu "Keine Gnade" von Daniel Annechino

    Keine Gnade
    Saby83

    Saby83

    27. September 2012 um 06:22

    Ich habe bereits den ersten Teil "Leise stirbst du nie" gelesen und habe mich sehr darauf gefreut wieder auf die selben Ermittler zu stoßen. Sie waren mir seid dem ersten Teil sehr sympatisch. Das Buch wird einmal aus Sicht der Ermittler und einmal aus Sicht des Mörders geschrieben , was die Spannung noch hervorhebt. Julian ist Herzchirurg und geht für seine Forschungen über Leichen. Ihm werden keine weiteren Fördergelder bewilligt , bevor er nicht neue Daten zu seiner Forschung einreicht. Seine Forschung basiert auf einer neuen Methode der Herzoperation. Da er neue Daten braucht , sucht (entführt) er sich auf eigene Faust neue Probanden um sie ohne Narkose am offenen Herzen zu operieren , wohl in dem Wissen das sie dieses nicht überleben werden. Julians perveres Spiel beginnt und Sami Rizzo und Alberto Diaz unser Ermittlerduo nehmen die Jagd nach dem Mann auf... Ich muss wirklich sagen , das diesem Buch ein paar Seiten weniger sehr gut getan hätten. Es war Stellenweise sehr langatmig und das ganze Beziehungsleben der Ermittler hat mich nur noch genervt. Dieses wurde lang und breit ausgeführt und ich muss sagen das die vorher aufgebaute Spannung dadurch wieder gegen null fiel. Das war wirklich mehr als nur Schade , denn wenn man mal vom reinen Verbrechen ausgeht, hätte dieses Buch vor Spannung nur so triefen müssen - leider war dem absolut nicht so . Wer also wirklich einen richtig spannenden Thriller lesen möchte , sollte vielleicht doch auf ein anderes Buch zurückgreifen, ich kann dieses nicht wirklich weiterempfehlen. Es war einfach zu langatmig - wirklich schade ich hatte mir mehr davon versprochen!

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