Dieser Band war wie aus dem Verlag gewohnt mal was anderes und konnte mich sehr beeindrucken. Besonders die ersten beiden Geschichten Teufelsfisch und Tiefseefisch wirkten überaus authentisch und haben es mir sehr angetan. Für mich war es der erste Besuch im Manga Bereich in ein Atomkraftwerk und für mich hatten die Erzählungen mehr den Charakter einer Reportage. Der harte Alltag sowie die Gefahren in diesem Bereich werden aufgezeigt und gleichzeitig bleiben auch die Charaktere nicht auf der Strecke, die immer von einer leichten Unruhe getrieben werden (wer kann es ihnen verübeln?). Es gibt viele großartige Details zu entdecken und das hier nichts beschönigt wird, sondern die Krankheiten rund um die Verstrahlung gnadenlos dargestellt werden war mitunter für mich ein Pluspunkt. Danach folgten einige weitere Kurzgeschichten, die aber mit der Realität nicht mehr viel zu tun hatten und eher unter Mythen & Legenden fallen. Diese konnten mich nicht mehr ganz so abholen wie der Einstieg, weil ich einfach auf etwas anderes eingestellt war und mich nur schwer von der Faszination rund um das Atomkraftwerk trennen konnte, aber Unterhaltungswert hatten sie trotzdem. Von übernatürlichen Wesen bis hin zu Tieren ist alles vertreten und es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Je nach vorliegender Geschichte änderte sich auch der Zeichenstil und dieser reichte von detailliert über verspielt bis hin zu einfach, wobei er in meinen Augen stets die Stimmung der vorliegenden Story einfing. Das Nachwort sowie das Glossar waren sehr ausführlich und sorgten nochmal für neue Gedankenanstöße und Inspirationen, weswegen ich diese sehr interessant fand. Wer auf der Suche nach einer abwechslungsreichen Kurzgeschichtensammlung ist, die sich mitunter auch durchaus ernsteren Themen widmet, ist hier meiner Meinung nach definitiv richtig. Ich habe es jedenfalls nicht bereut mich auf dieses Werk eingelassen zu haben und ich werde sicher noch öfters daran denken, besonders an bestimmte Szenen/Ereignisse aus den ersten beiden Geschichten. Der Band selbst wirkt insgesamt sehr hochwertig, da er mit Klappen versehen ist, sich das Material hochwertig anfühlt und in den ausfaltbaren Klappen auch noch Zeichnungen drinnen sind welche das Cover optimal widerspiegeln. Mein Eindruck ist daher durchwegs positiv und bis auf das ,,Manko” das ich gerne noch mehr von den Anfängen dieses Bandes gehabt hätte kann ich keinerlei Kritik äußern. In diesem Sinne wünsche ich euch ebenso fesselnde Lesestunden wie ich sie hatte und ganz viel Spaß.
Daniel Büchner
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Neue Rezensionen zu Daniel Büchner
Also dieses Werk war wieder mal was völlig anderes und bewegt sich definitiv abseits des Mainstreams und ich weiß noch nicht ganz, was ich davon halten soll. Fangen wir wie immer mit den positiven Seiten an. Das Setting ist definitiv interessant, denn gelangweilte Schüler sind wohl das Schlimmste, was ihrem Umfeld passieren kann und so ergeben sich viele grausame, verstörende aber auch völlig bekloppte Szenen, die man einfach auf sich wirken lassen sollte. Der Sinn erschloss sich mir zwar nicht immer ganz, aber die stille Bewunderung, die jugendliche Leichtigkeit sowie die Gesellschaftskritik spiegelten sich für mich deutlich in den Bildern wider. Die Themen sind genauso vielseitig wie abartig und von Drogen über gefährliche Mutproben ist wirklich alles dabei. Der Band selbst beinhaltet unterschiedliche Kurzgeschichten, wobei ich nicht mit jeder davon etwas anfangen konnte. Mein persönlicher Favorit war ,,Wenn du glücklich bist, klatsch in die Hände”, weil hier bei mir die Nostalgie am größten war und ich mich an den Unsinn erinnerte den wir als Jugendliche angestellt haben. Der Zeichenstil ist sehr eigenwillig und entsprach leider nicht meinem Geschmack, denn er war teilweise zu grotesk, unsauber und wirkte eher hingeschmiert, aber da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind macht euch am besten selbst ein Bild darüber ob euch dieser zusagt oder nicht. Was ich beeindruckend fand, waren die Hintergründe mit den Graffiti, denn hier waren immer wieder mal Ansagen/Botschaften oder auch Fragen angeführt die ich mir selbst als Jugendlicher gestellt hätte und deswegen passte es sehr gut zu der Stimmung im Band. Das Werk ist definitiv kein leichter Tobak und meiner Meinung nach sollte man in der richtigen Stimmung sein, um sich diesem zu stellen. Ein weiteres Highlight waren für mich die vielen Nachwörter, denn so konnte man noch tiefer darin eintauchen was sich der Mangaka dabei gedacht hat und je mehr Zeit verging, desto mehr spürte man das sich die Ansichten rund um dieses Werk vom eigenen Erschaffer geändert haben und das fand ich sehr faszinierend. Alles in allem war es für mich ein nettes Leseerlebnis und einfach mal was anderes und ich bin immer ein Fan davon etwas zu entdecken, was nicht Mainstream ist. In diesem Sinne macht euch wie bereits empfohlen am besten selbst ein Bild über den Band und wenn ihr euch drüber traut wünsche ich euch ganz viel Spaß dabei.
Als hochwertiger Hardcover Band erschienen, wie es sich für ein außergewöhnliches Werk gehört!
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„No Comic No Life“ stammt von Minetaro Mochizuki, dem Mangaka des bei uns in fünf Bänden erschienenen Werks „Dragon Head“.
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Mochizuki zeigt in diesem Band sehr eindrucksvoll, dass auch Mangaka – egal ob berühmt oder nicht – ganz normale Menschen sind. Auch er erlebt Alltagssituationen und die damit verbundenen Probleme, kennt Selbstzweifel, hadert mit sich und seiner Arbeit und verbringt Tage mit scheinbar unnötigen Gedanken. Eben genau wie du und ich. *Zwinker*
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Diese Alltagssituationen, sei es in der Familie oder bei der Suche nach Inspiration für ein neues Werk, werden in kurzen Episoden dargestellt. Dabei wechseln nicht nur die Orte, sondern auch Stil und Bildsprache. Manche Seiten wirken fast leer und unscheinbar, andere sind detailreich, lebendig und gestochen scharf gezeichnet – ganz so, wie seine jeweilige Stimmung und Situation es widerspiegelt.
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Es macht Spaß, seinen Gedanken und Empfindungen zu folgen, besonders wenn er gedankenverloren ist oder sich in Grübeleien selbst verliert. Dabei ist es fast nebensächlich, was sein kleiner Sohn gerade tut, auch wenn es faszinierend ist zu beobachten, wie gelassen dieser mit kleinen „Fehlern“ umgeht, etwa mit vertauschten Schuhen.
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Natürlich kommt auch die Arbeit nicht zu kurz. Wie bei wenn wir die Arbeit gedanklich noch mit nach Hause nehmen!
Der Druck, neue Ideen zu finden und erneut ein außergewöhnliches Werk zu schaffen, ist bei ihm stets präsent.
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Ist dieser Manga für jeden geeignet? Nein!
Aber wenn du Interesse hat, solltest du ihn nicht in einem Rutsch lesen, sondern Abschnitt für Abschnitt. Eben genau so, wie auch das Leben ist. *Zwinker*
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Slice of Life
Hardcover
In Japan bis jetzt 2 Bände







