Daniel Brako Doors

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  • Verspricht viel, kann aber den Erwartungen leider nicht standhalten

    Doors

    Rabenfrau

    28. March 2015 um 00:38

    “Doors” ist der dritte Roman aus der Feder des in Australien lebenden Autors Daniel Brako, der gerne metaphysische Elemente mit Nervenkitzel mischt. Die Inhaltsangabe und das wirklich tolle Cover haben mich auf diesen mit seinen knapp über 150 Seiten eher kurzen Roman aufmerksam gemacht und eigentlich habe ich mir von dem Buch auch einiges versprochen, schließlich ist es ja auch nicht gerade ein Erstlingswerk oder ähnliches sondern bereits der dritte Roman von Brako. Leider wurden meine Erwartungen ein wenig enttäuscht. An sich hat der Roman ja gute Ansätze. Die Idee ist gar nicht so schlecht, nur an der Umsetzung scheitert es leider. Zum einen ist da der Schreibstil, der es dem Leser eher schwer macht, mit voller Aufmerksamkeit dabei zu bleiben. Fesselnd und spannend ist da eher Fehlanzeige. Zum anderen ist “Doors” überladen von Charakteren, mit denen man kaum warm wird und die auf Distanz gehalten werden. Selbst David Druas und sein Patient Hans Werner. Sie beide bleiben flach und farblos, während immer mehr Figuren ohne auch nur einen Funken Persönlichkeit hinzukommen: eine Sprechstundenhilfe, eine Dozentin, ein ehemaliger homosexueller Patient, zwei Polizisten sowie ein Anwalt. Für die gerade einmal 162 Seiten schon eine gewisse Vielfalt. Meiner Meinung nach zu viel, auch wenn Brako durchaus den Versuch startet seinem Massenauflauf Leben einzuhauchen. Nur leider mit wenig Erfolg. Psychologists were supposed to be measured. They were supposed to be Zen-like listeners who floated on a sea of rational thinking. That’s why people paid them. Invoking the doors, Hans now knew, was anything but measured. It was messing with the Devil’s delights.  Dabei haben Brakos Charaktere durchaus Potential. Druas als Psychiater gerät ganz plötzlich mitten hinein in Gegebenheiten, die einem Mysteryroman hätten entspringen können, und das alles nur weil er seinem Patienten Hans Werner zeigen wollte, dass die Türen in fremde Dimensionen nur dessen Vorstellungskraft entspringen. Eine gute Grundidee für einen interessanten Charakter, die sich Brako aber leider entgehen lässt, auch wenn einige gute Ansätze zu erkennen sind, wirkt das meiste jedoch sehr gewollt und gestellt. Hans Werner hat da schon ein wenig mehr Farbe. Er sieht nicht nur Türen, die gar nicht da sein dürften, er hat sie sogar durchschritten.  Als eher sporadischer Patient Druas’ ist Hans Werner ein typischer gestresster und unterbezahlter Angestellter mit wenig bis nicht vorhandenen Selbstbewusstsein, an dem nichts besonders ist, außer der Sache mit den Türen. Aber das war es auch schon wieder. Kurzum: “Doors” ist ein Roman der viel verspricht, aber ebenso viel Potential verschenkt. Das großartige Cover und interessante Inhaltsangabe können nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich hier um eine schwache Geschichte handelt, die mit viel zu vielen Charakteren überflutet wird und deren eigentliche Hauptakteure stark darunter leiden. Leider eher enttäuschend.

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