Daniel Breuer

 4,7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor*in von nathanroad.rec, Grand Mal und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Daniel Breuer ist in Frechen aufgewachsen, einer Stadt mit besonders vielen neugierigen Wolken am Himmel. Schon als Kind war er überzeugt, dass magische Wesen sich gerne in Schultaschen verstecken – er hat nur leider nie eines erwischt.Heute schreibt er Geschichten für Kinder, die auch selbst manchmal das Gefühl haben, dass die Welt mehr versteckte Wunder bereithält, als Erwachsene zugeben wollen. „Lina und Piko im Wolkenklassenzimmer" ist sein erstes Buch – entstanden in vielen Freitagnachmittagen, an denen der Himmel besonders golden war.Er widmet dieses Buch allen Kindern, die nach oben schauen, wenn andere nur auf den Boden blicken.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Lina und Piko im Wolkenklassenzimmer (ISBN: 9783565339693)

Lina und Piko im Wolkenklassenzimmer

Neu erschienen am 19.03.2026 als Gebundenes Buch bei epubli.

Alle Bücher von Daniel Breuer

Cover des Buches nathanroad.rec (ISBN: 9783946086116)

nathanroad.rec

(2)
Erschienen am 07.03.2016
Cover des Buches Grand Mal (ISBN: 9783948574048)

Grand Mal

(1)
Erschienen am 21.06.2021
Cover des Buches Das XXL One Pot Kochbuch für unterwegs (ISBN: 9783756502837)

Das XXL One Pot Kochbuch für unterwegs

(0)
Erschienen am 02.06.2022
Cover des Buches Lina und Piko im Wolkenklassenzimmer (ISBN: 9783565339693)

Lina und Piko im Wolkenklassenzimmer

(0)
Erschienen am 19.03.2026

Neue Rezensionen zu Daniel Breuer

Cover des Buches Grand Mal (ISBN: 9783948574048)

Rezension zu "Grand Mal" von Daniel Breuer

Ein LovelyBooks-Nutzer
Literarisches Kaleidoskop

„Wenn du nicht mehr kannst, treffe keine Entscheidung.“ (S. 126)

Ich lese selten ein Buch nach der Erstlektüre direkt ein zweites Mal. Nun, bei „Grand Mal“ von Daniel Breuer musste ich von dieser „Regel“ abweichen. Warum, versuche ich im Folgenden zu erläutern.

„Grand Mal“ ist in meinen Augen kein „normaler“ Roman. Eher ein Kaleidoskop aus Witz, Wiederholungen, aufblitzenden lyrischen Zitaten. Und doch steckt hinter diesen scheinbar zusammengewürfelten Zeilen mehr, als der Text dem Leser oder der Leserin beim ersten „Durchlauf“ suggerieren will. Man verstehe mich hier bitte nicht falsch: Die Geschichte um Hugo Pfohlen, die drei Damen Irene, Maria und Nelly, die zusammen mit ihm ein Nagelstudio im neuen „Hip-Zentrum“ von Santiago de Chile eröffnen wollen und seinen Freund Dr. Eduardo Gorgani bietet (wahr- und höchstwahrscheinlich) auch schon beim „Erstkontakt“ genug Stoff, um es als großartig einzustufen.

Jedoch bedarf es während der Lektüre unbedingt der Ruhe und keinerlei Ablenkung. Als Leser*in muss man konzentriert sein – sonst verpasst man Hinweise oder Wendungen, die erst später wieder aufgegriffen werden und man sich zwangsläufig fragt „Wo gehört das jetzt noch mal hin?“ Aber für Leserinnen und Leser, die gerne Romane mit Anspruch in die Hand nehmen, gibt es bestimmt „größere“ und schwierigere Herausforderungen *g*.

Vielleicht symbolisiert das wilde, jedoch nicht minder geniale textliche Durcheinander auch die Epilepsie, die in Hugos Leben eine tragikomische Rolle spielt. Dieser Gedanke spukt schon eine ganze Weile in meinem Kopf herum :-).

Wie es zu der ungewöhnlichen Idee kommt, ausgerechnet ein Nagelstudio zu eröffnen, was Hugo mit Irene, Maria und Nelly verbindet und ob der Plan aufgeht – nun, das verrate ich natürlich an dieser Stelle nicht. Ich will an dieser Stelle nur kurz ein längeres Zitat einfügen, dass in den Worten Daniel Breuer´s die Freundschaft zwischen Hugo und Eduardo so treffend beschreibt, dass ich mich da gar nicht mit eigenen Worten „einmischen“ will *g*:

„Ihre Freundschaft war […] bereits in ihren Anfängen alles andere als eine sich anbahnende, erfreuliche Achterbahnfahrt gewesen. Keine sich um ihrer selbst willen emporschraubende Inspiration, vielmehr ein mühsames, unglaublich kräfteraubendes Vorankommen. Wie ein umgestürzter Wagon ohne Räder, den sie tagelang durch den knöchelhohen Sand drückten, an ihm zerrten oder zogen, je nachdem wer sich gerade an welcher Seite dieser Freundschaft befand. Ihn zwischendurch resigniert stehen ließen. Erschöpft, gleichgültig, sich selbst oder gleich seinem unausweichlichen Verfall überlassend. Dann ein neuerlicher Versuch, das rostende Monster doch noch mal um einige Zentimeter zu bewegen, vorwärts zu kommen. Etwas gegen den ewigen Stillstand zu unternehmen.“ (S. 82/83)

Und auch jetzt (während des Verfassens dieser Rezension) finde ich beim Durchblättern durch die Seiten, Sätze und Formulierungen, die mich „kribbeln“ lassen, das Buch schon wieder zu lesen, dass übrigens mit Hilfe eines Arbeitsstipendiums der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa realisiert und (wie jede Veröffentlichung im VHV-Verlag) liebevoll und hochwertig gestaltet wurde. Zu beidem kann man Daniel Breuer nur herzlich gratulieren!

Tja, und somit bleibt mir jetzt nichts Anderes übrig, als eine glasklare Leseempfehlung für „Grand Mal“ auszusprechen. 5*!

©kingofmusic

 

Cover des Buches nathanroad.rec (ISBN: 9783946086116)
tinations avatar

Rezension zu "nathanroad.rec" von Daniel Breuer

tination
Ein forderndes Buch über das Leben

Das Buch: Ein alter verlassener Bauernhof im Nirgendwo. Hier halten drei Männer drei Zahnärzte fest. Und diese drei Kidnapper haben schon so einiges hinter sich. Gedanken aus der Vergangenheit holen sie wieder ein. Daher muss eine Fahrt nach Hongkong alles richten. Denn dort ist der zentrale Punkt, die Basis der Story. Gelegen an der Nathan Road…

 

Fazit: Diese Rezension fällt mir sehr schwer zu schreiben. Nicht, weil dieses Buch schlecht war. Es ist einfach zu komplex für eine einfache Rezension. Auf dem ersten Blick erscheint dieses Buch sehr, sehr verworren. Und das merkt man auch beim Lesen. Die Namen der Protagonisten lassen sich kaum merken und immer wieder unterbricht man, um ein paar Seiten zurückzublättern. Denn immer wieder wird zwischen den Zeiten und Personen gesprungen. Und das gerne Absatzweise. Doch am Ende ergibt alles Sinn und die einzelnen Stränge lösen sich gut auf.

 

Stilistisch ist dieser Debütroman sehr gut geschrieben. Nüchtern werden all die Dramen der drei Entführer dargebracht. Und trotzdem geht die gewisse Tragik aller Personen nicht verloren. Man fühlt diese hoffnungslose Situation aller Charaktere in diesem Augenblick. Und es ist wirklich nur ein Abbild des Augenblickes. Immer wieder wird in die Vergangenheit geschweift, um den Augenblick näher erklären zu können. Das passiert nie langatmig, sondern immer punktgenau auf die passende Situation gebracht.

 

Somit ist Nathanroad.rec kein leichtes Buch. Es eröffnet sich dem Leser erst im Nachhall des Lesens. Wahrscheinlich auch erst beim zweiten Durchgang. Trotzdem lohnt sich dieses Büchlein, einfach um diese Verstrickungen aus Vergangenheit und Gegenwart zu begreifen. Denn auch wir kämpfen jeden Tag mit den Dämonen aus der Vergangenheit.

 

Zusammenfassend ist dies ein Buch, was man nach dem Lesen sofort nochmal lesen möchte. Einfach um noch mehr Zusammenhänge verstehen zu können. Und dies lohnt sich bei der Kürze des Buches allemal. Ein gelungener Debütroman.

 

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