Willkür

von Daniel C. Bergmann 
3,8 Sterne bei6 Bewertungen
Willkür
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gelungenes Krimi-Debüt, das Appetit auf mehr macht

Seehase1977s avatar

Spannendes und unterhaltsames Krimi-Debüt und Auftakt einer Reihe. Lesenswert!

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Inhaltsangabe zu "Willkür"

Der erste Bergmann: Nur noch kurze Zeit kostenlos... Das Buch: Torsten Messer ist Journalist bei einem lokalen Radiosender in Mannheim. Gemeinsam mit Kommissar Dieter Heilbrunner hat er vor einem Jahr in einer mysteriösen Mordserie ermittelt, die äußerst blutig und traumatisch zu Ende gegangen war. Während die beiden Männer mit dem Alltag zu kämpfen haben, verschwindet Matthias, der Sohn Heilbrunners, spurlos. Wenig später wird eine junge Frau ermordet. Ein normaler Fall für den Ermittler Heilbrunner? Als eine Spur zu seinem Sohn entdeckt und kurz darauf eine zweite Leiche gefunden wird scheint klar: Ein Serienkiller mordert in der Kurpfalz und hat Matthias in seiner Gewalt. Für das ungleiche Duo Heilbrunner und Messer beginnt die fieberhafte Suche nach dem Mörder, der sie zu Heilbrunners Sohn führen soll. Aber mit jedem Mord sinken die Chancen, den Jungen lebend zu finden. Zwischen den Opfern scheint es keinen Zusammenhang zu geben, es gibt keine Zeugen, der einzige Tatverdächtige ist ebenfalls spurlos verschwunden. Kann Markus Lind, der beste Freund Messers, dem Team entscheidende Hinweise beschaffen? Dann überschlagen sich die Ereignisse und der Kommissar muss eine Entscheidung treffen, die sein Leben für immer verändern wird. Über den Autor: Daniel C. Bergmann ist ein Pseudonym. Er arbeitet als TV- und Hörfunkredakteur in Süddeutschland, wo er mit seiner Frau lebt. Mit dem nun vorliegenden Buch hat Bergmann den Grundstein gelegt für eine auf bislang sechs Folgen angelegte Reihe um den Journalisten Torsten Messer und Kommissar Dieter Heilbrunner. Die Geschichte des hier vorliegenden ersten Teils der Reihe basiert maßgeblich auf wahren Begebenheiten, die sich Mitte der 1960er Jahre in Norddeutschland zugetragen haben. Diese realen Fälle sind bis heute nicht aufgeklärt. "Willkür" ist der Debütroman von Daniel C. Bergmann.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B071JYY29Q
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:299 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:08.06.2017

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    Ninasan86s avatar
    Ninasan86vor einem Jahr
    Ein gelungener Auftakt!

    Zum Inhalt:

    Torsten Messer ist Journalist bei einem lokalen Radiosender in Mannheim. Gemeinsam mit Kommissar Dieter Heilbrunner hat er vor einem Jahr in einer mysteriösen Mordserie ermittelt, die äußerst blutig und traumatisch zu Ende gegangen war. Während die beiden Männer mit dem Alltag zu kämpfen haben, verschwindet Matthias, der Sohn Heilbrunners, spurlos. Wenig später wird eine junge Frau ermordet. Ein normaler Fall für den Ermittler Heilbrunner? Als eine Spur zu seinem Sohn entdeckt und kurz darauf eine zweite Leiche gefunden wird scheint klar: Ein Serienkiller mordert in der Kurpfalz und hat Matthias in seiner Gewalt.

    Für das ungleiche Duo Heilbrunner und Messer beginnt die fieberhafte Suche nach dem Mörder, der sie zu Heilbrunners Sohn führen soll. Aber mit jedem Mord sinken die Chancen, den Jungen lebend zu finden. Zwischen den Opfern scheint es keinen Zusammenhang zu geben, es gibt keine Zeugen, der einzige Tatverdächtige ist ebenfalls spurlos verschwunden. Kann Markus Lind, der beste Freund Messers, dem Team entscheidende Hinweise beschaffen? Dann überschlagen sich die Ereignisse und der Kommissar muss eine Entscheidung treffen, die sein Leben für immer verändern wird.



    Über den Autor:

    Daniel C. Bergmann ist ein Pseudonym. Er arbeitet als TV- und Hörfunkredakteur in Süddeutschland, wo er mit seiner Frau lebt.

    Mit dem nun vorliegenden Buch hat Bergmann den Grundstein gelegt für eine auf bislang sechs Folgen angelegte Reihe um den Journalisten Torsten Messer und Kommissar Dieter Heilbrunner. Die Geschichte des hier vorliegenden ersten Teils der Reihe basiert maßgeblich auf wahren Begebenheiten, die sich Mitte der 1960er Jahre in Norddeutschland zugetragen haben. Diese realen Fälle sind bis heute nicht aufgeklärt.

    „Willkür“ ist der Debütroman von Daniel C. Bergmann. Mit „Hochmut“ ist bereits der zweite Band der Reihe erschienen.



    Mein Fazit und meine Rezension:

    Nachdem Kommissar Heilbrunner und der Journalist Torsten Messer nach der Auflösung einer blutigen Mordserie zurück in den Alltag gekehrt sind, beginnt der Albtraum erneut: Heilbrunners Sohn verschwindet auf mysteriöse Art und Weise und kurze Zeit später wird die eine Leiche gefunden. Ein Grund mehr, auf Hochtouren zu ermitteln. Als dann eine Spur zu dem vermissten Matthias Heilbrunner führt, taucht eine zweite Leiche auf und schnell ist klar: Matthias scheint in der Gewalt eines Serienmörders zu sein, dessen Weg noch weitere Leichen säumen.

    Verwertbare Spuren und Zeugen gibt es keine, doch mit jedem weiteren gefundenen leblosen Körper wird klar, dass Heilbrunner und sein Freund Messer nur noch wenig Zeit haben, denn das Leben von Matthias ist in großer Gefahr. Können die Beiden es schaffen, Matthias lebend zu finden und dem Serienmörder das Handwerk zu legen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

    Ich LIEBE Kriminalromane, insbesondere dann, wenn sie unerwartet sind und man nicht direkt zu Beginn weiß, wer warum wen ermordet hat. Tat und Motiv müssen verschleiert sein – in diesem Roman ist es jedoch anders, denn hier erhaschen wir Leser einen Einblick in das Denken und Wirken des Täters. Es mag für die Meisten gruselig sein, vielleicht auch keine leichte Kost, und doch ist es faszinierend, den Blickwinkel des Täters zu „lesen“ und mit ihm zu gehen.

    Gemeinsam tauchen wir Leser in die Gedankenwelt des Täters ein und erfahren von seinen psychopatischen Taten aus erster Hand, dabei kommen natürlich auch nicht die grausigen Details zu kurz. Ja, ab und an musste auch ich mal das Buch zur Seite legen oder aber mal etwas schneller drüber lesen. Mehr möchte ich euch an dieser Stelle nicht über den Täter verraten, denn genau hier liegt der Spannungsfaktor!

    Allerdings braucht man als Leser keine Angst zu haben, sich in den Untiefen des Täters zu verlieren, denn die Sichtweise springt zwischen dem Täter und dem Kommissar hin und her. Wo wir uns in einem Kapitel noch in den teuflischen Plänen und Machenschaften des Täters verwickeln, finden wir uns bereits im nächsten Kapitel bei Kommissar Heilbrunner wieder, der voller Sorge um seinen Sohn alle Hebel in Bewegung setzt, um endlich einen Ermittlungsfortschritt zu erreichen. Und eben da setzt auch das Gefühl an: das Wort „Angst“ beschreibt nicht im entferntesten, wie es dem Kommissar bei dieser Suche geht, panisch und nervenaufreibend beschreiben seine Situation viel besser. Und eben dieses Gefühl der Panik, des Gehetztseins und der Ohnmacht hat der Autor so gut umgesetzt, dass sogar wir Leser davon befallen werden.

    Wie würde ich reagieren, wenn mein Kind entführt würde? Und würde ich überhaupt noch etwas fühlen, wenn ich wüsste, dass sich mein Kind in der Gewalt eines Serienmörders befindet und ich ein Spiel gegen die Zeit gewinnen müsste? Grausamer könnte es kaum sein!

    Einzig und allein verwirrt hat mich allerdings die Tatsache, dass innerhalb des Romans immer wieder auf den ersten Fall von Heilbrunner und Messer eingegangen wird, der die beiden zu einem guten Team hat werden lassen. Aber – wer weiß? – vielleicht bringt Daniel C. Bergmann auch irgendwann diesen Teil heraus?

    Daniel C. Bergmann hat mit seinem Debüt einen Roman geschaffen, der zwar unüblicherweise aus der Sichtweise eines Mörders beginnt, aber der uns Leser trotz allem unter Strom setzt und uns „am Ball hält“. Dabei sind seine Figuren so authentisch beschrieben, dass man ab und an denkt, man hätte Heilbrunner direkt vor sich sitzen. Mit seinem Debüt hat Daniel C. Bergmann tatsächlich den Auftakt in eine Reihe geschaffen, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann. Allerdings muss ich ebenfalls warnen: denn diese Geschichte ist nichts für schwache Nerven. 

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    Ninasan86s avatar
    Ninasan86vor einem Jahr
    Ein gelungenes Debüt!

    Zum Inhalt

    Torsten Messer ist Journalist bei einem lokalen Radiosender in Mannheim. Gemeinsam mit Kommissar Dieter Heilbrunner hat er vor einem Jahr in einer mysteriösen Mordserie ermittelt, die äußerst blutig und traumatisch zu Ende gegangen war. Während die beiden Männer mit dem Alltag zu kämpfen haben, verschwindet Matthias, der Sohn Heilbrunners, spurlos. Wenig später wird eine junge Frau ermordet. Ein normaler Fall für den Ermittler Heilbrunner? Als eine Spur zu seinem Sohn entdeckt und kurz darauf eine zweite Leiche gefunden wird scheint klar: Ein Serienkiller mordert in der Kurpfalz und hat Matthias in seiner Gewalt. 

    Für das ungleiche Duo Heilbrunner und Messer beginnt die fieberhafte Suche nach dem Mörder, der sie zu Heilbrunners Sohn führen soll. Aber mit jedem Mord sinken die Chancen, den Jungen lebend zu finden. Zwischen den Opfern scheint es keinen Zusammenhang zu geben, es gibt keine Zeugen, der einzige Tatverdächtige ist ebenfalls spurlos verschwunden. Kann Markus Lind, der beste Freund Messers, dem Team entscheidende Hinweise beschaffen? Dann überschlagen sich die Ereignisse und der Kommissar muss eine Entscheidung treffen, die sein Leben für immer verändern wird. 



    Über den Autor

    Daniel C. Bergmann ist ein Pseudonym. Er arbeitet als TV- und Hörfunkredakteur in Süddeutschland, wo er mit seiner Frau lebt. 

    Mit dem nun vorliegenden Buch hat Bergmann den Grundstein gelegt für eine auf bislang sechs Folgen angelegte Reihe um den Journalisten Torsten Messer und Kommissar Dieter Heilbrunner. Die Geschichte des hier vorliegenden ersten Teils der Reihe basiert maßgeblich auf wahren Begebenheiten, die sich Mitte der 1960er Jahre in Norddeutschland zugetragen haben. Diese realen Fälle sind bis heute nicht aufgeklärt.

    "Willkür" ist der Debütroman von Daniel C. Bergmann. Mit „Hochmut“ ist bereits der zweite Band der Reihe erschienen. 



    Mein Fazit und meine Rezension

    Nachdem Kommissar Heilbrunner und der Journalist Torsten Messer nach der Auflösung einer blutigen Mordserie zurück in den Alltag gekehrt sind, beginnt der Albtraum erneut: Heilbrunners Sohn verschwindet auf mysteriöse Art und Weise und kurze Zeit später wird die eine Leiche gefunden. Ein Grund mehr, auf Hochtouren zu ermitteln. Als dann eine Spur zu dem vermissten Matthias Heilbrunner führt, taucht eine zweite Leiche auf und schnell ist klar: Matthias scheint in der Gewalt eines Serienmörders zu sein, dessen Weg noch weitere Leichen säumen. 

    Verwertbare Spuren und Zeugen gibt es keine, doch mit jedem weiteren gefundenen leblosen Körper wird klar, dass Heilbrunner und sein Freund Messer nur noch wenig Zeit haben, denn das Leben von Matthias ist in großer Gefahr. Können die Beiden es schaffen, Matthias lebend zu finden und dem Serienmörder das Handwerk zu legen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ... 

    Ich LIEBE Kriminalromane, insbesondere dann, wenn sie unerwartet sind und man nicht direkt zu Beginn weiß, wer warum wen ermordet hat. Tat und Motiv müssen verschleiert sein - in diesem Roman ist es jedoch anders, denn hier erhaschen wir Leser einen Einblick in das Denken und Wirken des Täters. Es mag für die Meisten gruselig sein, vielleicht auch keine leichte Kost, und doch ist es faszinierend, den Blickwinkel des Täters zu "lesen" und mit ihm zu gehen.

    Gemeinsam tauchen wir Leser in die Gedankenwelt des Täters ein und erfahren von seinen psychopatischen Taten aus erster Hand, dabei kommen natürlich auch nicht die grausigen Details zu kurz. Ja, ab und an musste auch ich mal das Buch zur Seite legen oder aber mal etwas schneller drüber lesen. Mehr möchte ich euch an dieser Stelle nicht über den Täter verraten, denn genau hier liegt der Spannungsfaktor!

    Allerdings braucht man als Leser keine Angst zu haben, sich in den Untiefen des Täters zu verlieren, denn die Sichtweise springt zwischen dem Täter und dem Kommissar hin und her. Wo wir uns in einem Kapitel noch in den teuflischen Plänen und Machenschaften des Täters verwickeln, finden wir uns bereits im nächsten Kapitel bei Kommissar Heilbrunner wieder, der voller Sorge um seinen Sohn alle Hebel in Bewegung setzt, um endlich einen Ermittlungsfortschritt zu erreichen. Und eben da setzt auch das Gefühl an: das Wort "Angst" beschreibt nicht im entferntesten, wie es dem Kommissar bei dieser Suche geht, panisch und nervenaufreibend beschreiben seine Situation viel besser. Und eben dieses Gefühl der Panik, des Gehetztseins und der Ohnmacht hat der Autor so gut umgesetzt, dass sogar wir Leser davon befallen werden. 

    Wie würde ich reagieren, wenn mein Kind entführt würde? Und würde ich überhaupt noch etwas fühlen, wenn ich wüsste, dass sich mein Kind in der Gewalt eines Serienmörders befindet und ich ein Spiel gegen die Zeit gewinnen müsste? Grausamer könnte es kaum sein! 

    Einzig und allein verwirrt hat mich allerdings die Tatsache, dass innerhalb des Romans immer wieder auf den ersten Fall von Heilbrunner und Messer eingegangen wird, der die beiden zu einem guten Team hat werden lassen. Aber - wer weiß? - vielleicht bringt Daniel C. Bergmann auch irgendwann diesen Teil heraus? 

    Daniel C. Bergmann hat mit seinem Debüt einen Roman geschaffen, der zwar unüblicherweise aus der Sichtweise eines Mörders beginnt, aber der uns Leser trotz allem unter Strom setzt und uns "am Ball hält". Dabei sind seine Figuren so authentisch beschrieben, dass man ab und an denkt, man hätte Heilbrunner direkt vor sich sitzen. Mit seinem Debüt hat Daniel C. Bergmann tatsächlich den Auftakt in eine Reihe geschaffen, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann. Allerdings muss ich ebenfalls warnen: denn diese Geschichte ist nichts für schwache Nerven. 

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    Die-weins avatar
    Die-weinvor einem Jahr
    Ich war positiv überrascht!

    Kommissar Dieter Heilbrunners Sohn ist seit einigen Tagen spurlos verschwunden und er hat keinerlei Anhaltspunkte wo er mit der Suche beginnen sollte. Wenig später wird er zu einem Tatort gerufen, der auf den ersten Blick nicht außergewöhnlich erscheint. Als im jedoch ein merkwürdiges Detail auffällt, wird klar, dass der Mörder ihm unweit des Fundorts eine Nachricht von seinem Sohn hinterlassen hat. Er wird sofort vom Fall abgezogen und beginnt auf eigene Faust gemeinsam mit dem Journalist Torsten Messer, dem er einst das Leben rettete, sowie dessen Kumpel Markus Lind zu ermitteln. Es bleibt nicht bei einem Mord, sondern dies soll nur der Auftakt zu einer grauenvollen Serie werden und die Chancen seinen Sohn lebend zu finden schwinden mit jedem weiteren Fall.

    Ich war anfangs sehr skeptisch, ob dieses Buch so meinem Lesegeschmack treffen würde, denn einige schlechtere Bewertungen schreckten mich erstmal etwas ab und ich konnte die Geschichte nicht so recht einordnen. Einige Tage später rückte jedoch eine Bloggerin eben genau dieses Buch wieder in meinen Fokus und nach kurzem Zögern, wollte ich es dann doch unbedingt lesen. Worüber ich jetzt rückblickend wirklich sehr sehr froh bin.

    Der Einstieg gestaltete sich für mich schwierig, da ich die vielen verschiedenen Sichtweisen irritierend fand, keinerlei Zusammenhang erkennen konnte und das war fast ein bisschen so, wie eine Aneinanderreihung vieler seltsamer Mordfälle, aber ohne irgendwelche Tatverdächtigen. Und dennoch kann ich nicht sagen, dass mich die Geschichte langweilte, denn gerade weil die Handlung durch so viele Charaktere erzählt wurde, fand ich diese Entführung sowie die Suche nach dem Serienkiller, der gleichzeitig auch der Entführer sein musste, überaus spannend. Immer wieder ging mir durch den Kopf, wie schrecklich all dies für den Kommissar sein musste und unter welchem Druck er wohl stand. Ich brauchte jedoch auch immer wieder Lesepausen, da gerade diese ersten Kapitel schlichtweg ermüdend waren.

    Und nachdem ich ungefähr ein Drittel des Buches gelesen hatte, war endlich so etwas wie ein Lösungsansatz zu erkennen, die Ermittlungen kamen richtig ins Rollen und von da an konnte ich die Geschichte kaum noch aus der Hand legen. Was wohl auch ein bisschen daran lag, dass ich den Kommissar sowie sein Team, bestehend aus einem Journalist sowie einem Computer-Nerd, wunderbar fand. Sie ergänzten sich super und brachen auch schonmal die ein oder andere Regel um weiterzukommen.

    Erzählt wird die Handlung überwiegend aus der Sicht des Kommissars und des Mörders, aber auch immer wieder aus der Sicht des Vermissten und des Journalisten Messer. Hinzu kommen immer wieder kürzere Kapitel, die von einigen Nebencharakteren erzählt werden. Ich fand das sehr informativ, da man auch in etwa erahnen konnte, was der Entführte wohl durchmachen musste, welch komplett anderes Bild beispielsweise Bekannte des Täters von ihm hatten und dann wiederum auch erschreckend und beängstigend aufgrund der Grausamkeit, mit der dieser Mensch handelte. Was ich jetzt nicht so unbedingt gebraucht hätte, waren die Sichtweisen einiger Getöteter in den ersten Kapiteln, da diese für den Verlauf auch eher unwichtig waren meiner Meinung nach.

    Mein Fazit:

    Ich war positiv von dem Buch überrascht und sehr froh, dass ich es doch noch gelesen habe. Die Geschichte ist mir unheimlich nah gegangen und hat mich gleichzeitig nachdenklich zurückgelassen am Ende. Nichts für Zartbesaitete!

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    schaclas avatar
    schaclavor einem Jahr
    Ein super Duo, dass ich gerne wieder sehen würde

    Inhalt:
    Torsten Messer, Journalist eines lokalen Radiosenders und Kommissar Dieter Heilbrunner haben letztes Jahr zusammen in einer Mordserie ermittelt, die äussert blutig und traumatisch zu Ende ging. Während die beiden weiterhin versuchen ihr Leben zu meistern verschwindet Heilbrunners Sohn, Matthias. Kurze Zeit darauf wir eine ermordete junge Frau entdeckt. Ein normaler Fall für Heilbrunner, oder etwa nicht?
    Ein Hinweis zu Matthias wird entdeckt und schon bald drauf wird eine zweite Leichte gefunden. Schnell wird klar, ein Serienmörder treibt hier sein Unwesen und er hält Heilbrunners Sohn in seiner Gewalt. Messer und Heilbrunner nehmen sich den Fall an. Die Zeit rennt. Bei jeder Leiche die auftaucht sinkt die Wahrscheinlichkeit Matthias lebend zu finden.
    Zwischen den Opfern gibt es keinen Zusammenhang und Zeugen gibt es auch keine lebenden. Kann Markus Lind, der beste Freund von Messer ihnen einen entscheiden Hinweis liefern?
    Die Ereignisse überschlagen sich und Heilbrunner muss eine Entscheidung treffen die sein Leben verändert.

    Meine Meinung:
    Ich fand dieses Buch einfach genial, doch eine Kleinigkeit hat mich so sehr genervt das ich diesem Buch einen Stern abziehen musste. Der Schreibstil, jedoch fand ich genial. Es ist wahnsinnig spannend die Sicht von Messer und Heilbrunner zu sehen, jedoch auch die Gedanken Gänge des Mörders mitzukriegen. Allgemein fand ich die Charaktere sehr ansprechend. Messer und Lind hab ich sofort ins Herz geschlossen, ich weiss nicht warum, aber die beiden waren mir von Anfang an direkt sympathisch. Heilbrunner musste diese Sympathie erst erarbeiten doch je mehr man ihn kennenlerne umso mehr wuchs er einem ans Herz. Auch der Inhalt dieses Buches war einfach super. Die Idee, dass einer einfach aus Willkür Leute auf der Strasse ermordet, einfach genial. Auch interessant zu sehen wie er, obwohl es Willkür ist er sich die Opfer aussucht. Nun jedoch zu dem Teil der mich am meisten gestört hat. Oft wurde eine Anspielung auf einen Fall gemacht der Messer und Heilbrunner letztes Jahr hatten, der blutig und traumatisch Endet, doch nie wird erwähnt was nun vor einem Jahr passiert ist. Dies hat mich während der ganzen Geschichte immer bisschen genervt, da ich ständig das Gefühl hatte irgendwas verpasst zu haben. Abgesehen davon war dieses Buch jedoch echt der Knaller.

    Mein Fazit: Ein echt spannender Krimi, denn ich echt jedem empfehlen würde.

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    H
    Howihansenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: gelungenes Krimi-Debüt, das Appetit auf mehr macht
    gelungenes Krimi-Debüt, das Appetit auf mehr macht

    Die Story spielt rund ein Jahr, nachdem sich Heilbrunner und Messer kennengelernt haben. Dieses Kennenlernen wird im Verlaufe der Geschichte immer wieder angesprochen, ohne daß die Story dahinter letztendlich auserzählt wird. Zu Beginn mag das den Leser verwirren, allerdings stellt das ein zusätzliches Element dar, um den Leser in dem Plot zu binden. Denn aufgrund der Andeutungen will man unweigerlich wissen, was genau Heilbrunner und Messer verbindet.

    Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. In der dritten Person werden die Ereignisse um Heilbrunner, Messer und die anderen handelnden Personen beschrieben, die Ansichten des Killers werden aus der Ich-Perspektive erzählt. Die Gegensätzlichkeit, mit der die beiden Seiten agieren, wird dadurch noch fesselnder: hier das Team, welches verzweifelt nicht nur versucht, die Mordserie zu lösen, sondern auch Heilbrunners Sohn zu finden und auf der anderen Seite der Mörder, der einen sehr tiefen Einblick in seine psychopathische Seele gibt. Man verspürt beim Lesen durchaus das Bedürfnis, selbst Hand an sein überbordendes Ego zu legen. Immer wieder scheint der Mörder seinen Verfolgern eine Spur voraus zu sein, und man fiebert den Showdown herbei.

    Die Perspektivwechsel sind meiner Meinung nach immer an den richtigen Stellen gesetzt, und der Erzählstil ist recht flüssig.

    Sowohl die handelnden Personen als auch die beschriebenen Abläufe auf der Suche nach dem Täter sind detailliert und wirken authentisch.

    Mich hat das Buch durchgängig gefesselt und bei mir werden auch die weiteren Bände der Heilbrunner-Messer Reihe Einzug halten.

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    lesefreude_books avatar
    lesefreude_bookvor einem Jahr
    Im Kopf des Mörders

    Nachdem Kommissar Dieter Heilbrunner und der Journalist Torsten Messer vor einem Jahr gemeinsam an einer mysteriösen Mordserie ermittelt haben, kämpfen sie bis heute mit den Folgen. Als dann auch noch Heilbrunners Sohn Matthias spurlos verschwindet und zwei Leichen gefunden werden, erhärtet sich schnell der Verdacht eines Zusammenhangs.

    Die mysteriöse Mordserie aus dem vergangenen Jahr spielt eine tragende Rolle. Immer wieder werden Andeutungen gemacht, ja selbst lebensbedrohlich soll es gewesen sein. So hatte ich als Leser das Gefühl, hier nicht den ersten Teil einer (geplant) sechsteiligen Reihe zu lesen, sondern mich bereits mittendrin zu befinden. Das diese Hintergründe der Mordserie und die Andeutungen bis zum Schluss nicht aufgeklärt werden, hat mich sehr gestört.

    Das Buch ist teilweise aus der Perspektive des Mörders geschrieben. Dabei wird die Ich-Erzählform gewählt. So nahm ich als die Leser die Gedankengänge des Mörders besonders intensiv wahr. Dass diese nicht immer nachvollziehbar waren, hat mich bei einem psychisch gestörten Menschen nicht gestört.

    Ergänzend wird der Mörder gemeinsam mit Heilbrunner und Messer gejagt. Diese Ereignisse sind in der dritten Person geschrieben und grenzen sich somit auch stilistisch deutlich von den Gedankengängen des Mörders ab.

    Wie der Mörder seine Opfer auswählt, ist sehr spannend zu lesen. Auch die Jagd nach dem Mörder ist grundsätzlich interessant geschildert. Leider fehlen mir an einigen Stellen die Zusammenhänge bzw. konnte ich die Logik dahinter nicht immer ganz nachvollziehen.

    Durch die vielen Andeutungen zu dem zurückliegenden Fall hatte ich als Leser ständig das Gefühl, etwas wissen müssen, das mir leider bis zum Schluss verwehrt bleib. Mit etwas mehr Einblicke in diesen Fall, hätte ich vielleicht auch die psychische Belastungen unter denen die Messer und Heilbrunner leiden besser bzw. überhaupt nachvollziehen können.

    Den Mörder von Beginn zu kennen und vor allem die vielen Einblicke in seine Gedanken fand ich sehr spannend. Dieses Konzept hat Potential zu mehr.

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    Seehase1977s avatar
    Seehase1977vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannendes und unterhaltsames Krimi-Debüt und Auftakt einer Reihe. Lesenswert!
    Willkür - Spannendes und unterhaltsames Krimi-Debüt

    Der Sohn von Kommissar Dieter Heilbrunner verschwindet spurlos. Kurze Zeit später wird eine junge Frau tot aufgefunden. Alltag für den Kommissar, so scheint es zunächst. Doch dann gibt es eine zweite Leiche. Haben die Morde etwas mit dem Verschwinden von Matthias zu tun? Weitere Opfer sind zu beklagen, doch zwischen ihnen scheint es keine verwertbaren Zusammenhänge zu geben, keine Spuren, keine Zeugen. Doch dann gibt es eine Spur zu Matthias, hat tatsächlich ein Serienkiller Heilbrunners Sohn in seiner Gewalt?
    Der Kommissar und Torsten Messer, Journalist bei einem Radiosender in Mannheim und dessen bester Freund suchen auf eigene Faust fieberhaft nach Matthias. Doch die Zeit ist knapp, denn mit jedem Mord sinken die Chancen, den Jungen lebend zu finden…

    Meine Meinung:
    „Willkür“ ist das Debüt von Daniel C. Bergmann und der Auftakt einer Krimi-Reihe aus der Kurpfalz.

    Das Buch hat mich gleich von Anfang an gepackt, denn schon auf der ersten Seite lässt Bergmann den Mörder zu Wort kommen. Abwechselnd wird nun aus der Sicht des Kommissars, den der Leser auf seiner verzweifelten und nervenaufreibenden Suche nach seinem Sohn begleitet und des Täters erzählt. Vor allem die Einblicke in die kranke Seele des Mörders, dessen psychopathische Gedanken und Gefühle haben mir gut gefallen. Dadurch kommen auch blutige, grausame und schockierende Szenen nicht zu kurz. Das Wissen, dass man mit den Augen des Täters sieht und so Heilbrunner und seiner Truppe immer einen Schritt voraus ist, machen die Story für mich zu etwas Besonderem. 

    Bergmann hat einen angenehm flüssigen Schreibstil. Seine Protagonisten hat er lebensnah und authentisch gezeichnet, vor allem Heilbrunner ist ein Mensch mit Ecken und Kanten, was ihn in seinem Handeln und Tun absolut glaubwürdig macht. 

    Einziger Kritikpunkt den ich habe ist, das immer wieder auf einen Fall aus der Vergangenheit Bezug genommen wird, von einem Erlebnis, das Heilbrunner und Messer zusammen geschweißt haben soll. Mich haben diese kurzen, aber immer wieder auftauchenden Hinweise eher irritiert und ich musste tatsächlich nochmals recherchieren, ob „Willkür“ wirklich ein Debüt und der erste Teil der Reihe um Kommissar Heilbrunner und dem Journalisten Messer ist. 

    Mein Fazit:
    „Willkür“ von Daniel C. Bergmann ist ein wirklich gelungenes und überaus spannendes Krimi-Debüt. Die wechselnden Erzählungen aus den verschiedenen Sicht weisen macht die Story abwechslungsreich und kurzweilig. Bis auf den oben schon genannten Kritikpunkt hat mich das Buch wirklich überzeugt und gut unterhalten. Ich werde Daniel C. Bergmann definitiv im Auge behalten, freue mich auf eine Fortsetzung der Reihe und gebe sehr gerne eine Leseempfehlung.

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