Daniel Clay

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Lebenslauf

Daniel Clay wurde 1970 im britischen Newport Pagnell geboren. Sein Debütroman »Die Bewohner von Drummond Square« wurde von Amazon zu einem der besten Debüts des Jahres ernannt und stand auf der Shortlist für den Commonwealth Writers' Best First Novel Award und den Authors' Club Best First Novel Award. Die Verfilmung des Romans (Broken) von Rufus Norris hatte 2012 in Cannes Premiere und gewann beim Zurich Film Festival und bei den British Independent Film Awards 2012 den Hauptpreis. Daniel Clay lebt in Hampshire.

Quelle: Verlag / vlb

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Cover des Buches Die Bewohner von Drummond Square (ISBN: 9783036956725)

Die Bewohner von Drummond Square

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Erschienen am 04.10.2013

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Cover des Buches Die Bewohner von Drummond Square (ISBN: 9783036956725)
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Rezension zu "Die Bewohner von Drummond Square" von Daniel Clay

hundertwasser
Die Asozialen

Wehe dem, der solche Nachbarn hat. Gegen die Oswalds, die eine tragende Rolle in Daniel Clays Debütroman „Die Bewohner von Drummond Square“ verblassen alle Nachbarschaftstreite, die vorzugsweise im Privatfernsehen ausgetragen werden.

Daniel Clay wirft einen Blick in den Mikrokosmos des Drummond Square, einer trostlosen englischen Vorstadt in Southhampton. Dort leben die Oswalds, der kriminelle Vater Bob Oswald mit seinen fünf Töchter von der Sozialhilfe und terrorisieren ihre Umwelt. Die anderen Kinder und deren Eltern fürchten die asozialen Nachbarn aber niemand wagt wider die verhassten Nachbarn einzutreten. Das Recht des Stärkeren regiert und was mit Schlägen gegen ein Kind durch Bob Oswald beginnt wird am Ende des Buches in einer großen Katastrophe enden.


Vorab: Der Originaltitel „Broken“ wäre deutlich besser als der in der deutschen Übersetzung gewählte Titel „Die Bewohner von Drummond Square“. „Broken“ ist nicht nur der Name eines Charakters, dem große Bedeutung zukommt, sondern zeigt auch die

Dysfunktionale Familien, Gewalt und keine Hoffnung: Mag das Cover auch noch relative Ordnung symbolisieren, im Buch ist nichts mehr davon übrig. Tristesse dominiert und manchmal erwischte ich mich als ich das selbe Ohnmachtsgefühl während der Lektüre verspürte, wie es die Akteure in „Die Bewohner von Drummond Square“ verspüren. Es ist kein Buch, das gute Laune macht oder dem Leser eine gute Zeit beschert – dafür ist es zu realistisch und schon nahezu naturalistisch.


Insgesamt ein Debüt, das noch Ecken und Kanten und offenbart und Steigerungspotential aufweist. Für einen ersten Wurf allerdings schon erstaunlich weit und mit einem Willen zum Realismus, den man nur bewundern kann.

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