Daniel Clowes Wilson

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Inhaltsangabe zu „Wilson“ von Daniel Clowes

Wilson ist ein Sonderling und Misanthrop erster Güte. Mit schonungsloser Direktheit sagt er
seinen Mitmenschen ungebeten die Meinung und überzieht sie mit hemmungslosem Lamento. Hinter seiner zynischen Maske verbirgt sich in Wahrheit jedoch ein einsamer Mann. Als sein Vater stirbt, ist Wilson endgültig allein. Im Bemühen, seinem Leben eine positive Wendung zu geben, macht er sich auf die Suche nach seiner Exfrau – doch findet er nicht nur sie, sondern auch eine halbwüchsige Tochter, von deren Existenz er nichts ahnte...

In einzelnen Episoden breitet Daniel Clowes das Leben seines Protagonisten vor dem Leser aus. Episoden, die sich nach und nach zu einem Porträt von großer Authentizität und Tiefe verdichten.

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    Wilson

    liberiarium

    22. July 2017 um 12:09

    PLOTWilson ist echt ein Kotzbrocken. Er sagt jedem ganz schonungslos seine Meinung, egal ob derjenige sie hören will oder nicht. Seine dauerhaft miese Stimmung und sein misanthropisches Weltbild sorgen dafür, dass die Leute lieber Abstand von ihm nehmen. So lebt Wilson alleine mit seinem Hund in einer trostlosen Junggesellen-Wohnung, ohne Job und ohne Perspektive. Als sein Vater jedoch stirbt, wird sich Wilson nach und nach bewusster, dass er vielleicht so einiges im Leben hätte anders machen können.MEINUNGWilson ist eine überarbeitete Neuauflage, die bei Reprodukt erschienen ist. Durch die Verlagsvorschau und die Ankündigung der Verfilmung mit Woody Harrelson in der Hauptrolle bin ich auf den Comic gestoßen. Der amerikanische Illustrator und Autor von Wilson, Daniel Clowes, hat bei der Filmadaption sogar Drehbuch geführt. Seit Juni 2017 ist die Verfilmung in den deutschen Kinos. In Wilson geht es um den gleichnamigen Titelhelden. Der Comic schildert sein Leben und zeigt ganz ungeschönt, wie sich der Chaot durch seinen Alltag schlägt. Er ist ein Misanthrop wie er im Buche steht und redet zudem frei von der Leber weg. Das begeistert vor allem sein Umfeld nicht gerade und es fällt schwer, sich als Leser mit ihm zu identifizieren. Aber insbesondere diese starke Antipathie sorgt für viele witzige und skurrile Szenen. Egal wie sehr man Wilson nicht leiden kann – irgendwo tut er einem dann doch wieder leid. Er verliert Dinge im Leben, die ihm wichtig sind und stößt ständig auf neue Mauern, die sich vor ihm auftun. Man weiß nie so genau, ob man Wilson in den Arm nehmen oder am liebsten von sich wegstoßen möchte. Das sorgt auch für eine entsprechende Dynamik beim Lesen und eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die kurzen und abgeschlossenen Kapitel regen zu einer schnellen Leselektüre an und machen Lust auf mehr. Unterstützt wird dies durch den Einsatz der recht großen Schrift, handgelettert von Michael Hau. Dadurch, dass das Bild den Text außerdem überwiegt, hatte ich den Comic darüber hinaus ziemlich schnell beendet. Besonders interessant ist die Art und Weise der Illustration, denn nahezu jede Seite ist anders illustriert, der Zeichenstil ändert sich konstant. Mal wirken die Bilder sehr cartoonhaft, mal sind sie realistischer angehaucht. Der wechselnde Stil zeigt sogleich den Wandel, den auch der Protagonist erfährt. Immer wieder passieren Wilson neue Unmöglichkeiten, die ihm das Leben erschweren.Die Farben sind weitestgehend sehr bunt und knallig, sodass sie dem Leser direkt ins Auge stechen. Bestimmte Szenen, die auch vom Zeichenstil andersartig illustriert sind, wurden farblich angepasst, um der jeweiligen Atmosphäre gerecht zu werden. Der schwarze Humor, manchmal wirklich bitterböse, brachte mich oft zum Lachen und gleichsam dazu, den Kopf zu schütteln. Ich war stets zwischen Mitleid und Antipathie hin und hergerissen, was das Leseereignis wirklich interessant gemacht hat. Einen so merkwürdigen und unmöglichen Protagonisten findet man nur selten. FAZITInsgesamt fand ich Wilsons Geschichte nicht nur spannend erzählt, sondern auch unterhaltsam und vor allem außergewöhnlich illustriert. Dadurch, dass meine Gefühle für die Hauptfigur immer wieder Achterbahn fuhren, verlief die Erzählung sehr dynamisch. Letztendlich war für meinen Geschmack das Ende des Comics etwas unbefriedigend und zu abrupt, weswegen ich an Wilson aus dem Hause Reprodukt vier von fünf möglichen Lesebrillen vergebe. Ich freue mich auch auf die Verfilmung und bin gespannt, wie der Comic umgesetzt wurde.

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  • Rezension zu "Wilson" von Daniel Clowes

    Wilson

    WinfriedStanzick

    11. September 2011 um 18:57

    Dieses Buch mit Zeichnungen um eine neue Figur des in Amerika sehr bekannten Graphic Novel Autors Daniel Clowes bietet auch für Leser, die es nicht so gerne mit den Comics haben, wunderbaren Lesegenuss. Es geht um Wilson, einen Mann mit Hund, der unzählige Geschichten, die immer nur eine Seite umfassen und alle aus etwa fünf bis sieben einzelnen Bildern bestehen, erlebt mit Menschen aus seiner näheren Umgebung. Zwar heißt die erste Geschichte in dem Buch „Der Menschenfreund“, in der sich Wilson als ein solcher bezeichnet, nur um am Ende genau das Gegenteil unter Beweis zu stellen. Doch Wilson ist ein Misanthrop, dem fast alles misslingt, der kein Glück hat, auch nicht mit Frauen, und sich ständig darüber beklagt, wie schlecht es ihm geht. Alle seine Versuche, sein Leben in den Griff zu bekommen, ihm einen Sinn abzugewinnen und eine Perspektive scheitern, bis er - endlich(?) - in der letzten Geschichte vor einem Fenster sitzt, auf dem die Regentropfen abperlen und wie ein Philosoph ausruft: „Genau das ist es! Genau das!“ „Wilson“ ist Daniel Clowes erste Graphic Novel, die als Originalausgabe erscheint, und seine Hauptfigur ist alles andere als sympathisch. Ich denke, weil er in ihr so viele Menschen eingefangen hat, die wir kennen und die uns nerven, bieten die einzelnen Geschichten auch dem, der sonst nie Comics liest, so viel Genuss.

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  • Rezension zu "Wilson" von Daniel Clowes

    Wilson

    Clari

    13. January 2011 um 12:08

    Hässlicher, komischer und anrührender Sonderling..... Schon auf dem Buchtitel blickt uns ein grimmiger Wilson mit seiner dicken dunklen Brille entgegen. Ahnt man nicht schon, dass hier ein Misanthrop und Miesmacher unterwegs ist? Das einzig Liebenswerte an ihm scheint sein Hund zu sein, der Anlass zu Spaß, Unterhaltung und vor allem Anknüpfung mit seinen Mitmenschen auf seinen Spaziergängen bietet. Sein erster Satz im Comic heißt : ich mag Menschen! Das wird sich erst noch zeigen, wie es damit steht! Die Geschichte gleicht einer autobiographischen Erzählung, die in der dritten Person verfasst ist. In Seite um Seite wechselnden Szenen ergeht sich Wilson in Betrachtungen über seine Mitmenschen, sein Befinden und seine Missachtung denjenigen gegenüber, die mit ihm sprechen und ihm ihr eigenes Leid klagen. "Ach, ist das Leben schwer" meint man ihn die ganze Zeit klagen zu hören. Seine Mutter ist tot, seine Frau ist ihm weggelaufen und nun droht auch noch der Vater zu sterben. Zuweilen sind seine Gedanken melancholisch, um die Melancholie dann wieder mit einem nonchalanten Ausdruck wegzudrücken. Dabei entstehen gelegentlich absurde Vorträge, die Nonsens gleichen. Den Tod der Mutter beklagt er, setzt ihn der Tatsache gleich, dass es so sei, als sähe man das Meer nie wieder, um zuletzt festzustellen, dass er das Meer ja vielleicht gar nicht mag......."ach, Scheisse"..... Es bleibt dabei: ob in der Kneipe, auf dem Gehweg mit Hund oder beim Wiedersehen mit ehemaligen Freundinnen: die Klagen über all das Vergangene, die sich verändernde Zeit, die vermaledeiten Computer: es gibt viel zu lamentieren, und Wilson, der hässliche, misanthropische Sonderling verliert nie die Spur und bleibt sich selber treu. Alle Versuche, seiner Frau und seinem vermeintlichem Kind noch näher zu kommen, sind zum Scheitern verurteilt. Er schimpft und strampelt um ein zu erstrebendes Glück, um zuletzt in weiser Einsicht vor den Regentropfen des Fensters zu sitzen. Hier findet er der Weisheit letzten Schluss: es ist doch alles so einfach; man muss es nur erkennen. Mit großflächigen und kantigen Bildern wird die Geschichte erzählt und mit Text unterlegt, so dass man ein lebhaftes Bild von dem mittelalten Kauz bekommt. Ein großartiger Zeichner und Erzähler hat sich in diesem Werk verewigt. Glück für alle Comicliebhaber! Daniel Clowes lebt in Kalifornien.

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